Willkommen bei IsraelNet

Willkommen bei IsraelNet

Willkommen bei IsraelNet

Das Wetter in Israel Das Wetter in Israel

Vorhersage für 28. Januar / Shabbat

Örtliche Schauer und Gewitter.
An den Temperaturen ändert sich wenig.

Haifa: 10-15°C
Tiberias: 8-14°C
Tel Aviv: 10-16°C
Jerusalem: 5-9°C
Ashkelon: 9-15°C
Be'er Sheva: 8-14°C
Eilat: 10-20°C

Wechselkurse Wechselkurse

1 € - 4.9406 NIS (- 0.121%)
1 CHF - 4.0928 NIS (- 0.122%)
1 £ - 5.9165 NIS (+ 0.230%)
1 $ - 3.7680 NIS (+ 0.106%)

(Bank of Israel, 27.01.2012)

Lesetipps von Mordechai Lesetipps

Lesetipps "Gedenken an Raoul Wallenberg"
Von Tal Gat

Lesetipps "Der Mufti und die Juden"
Von Reuven Berko

Lesetipps "Gefährliche Hisbollah"
Von Moshe Arens

Lesetipps "Erinnerung und Lehre"
Von Silvan Shalom

 

 

Aktuelles / Nachrichten News Shticker - Vos Iz Neias?

+++ Peres in Davos +++ Israel gratuliert Ägypten zur Bildung des neuen Parlaments +++ 11-Jahres-Rekord bei Hightech-Investitionen +++ Technion entwickelt Minisatelliten-Formation +++ Fahrt zur Ausstellung "Kibbutz und Bauhaus" in Dessau +++


Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

Plakatwettbewerb Yad Vashem "Keeping the Memory Alive"70 Jahre - ein Menschenleben

Die grosse Mehrheit der Zeugen und Opfer der Shoah ist nicht mehr unter uns. Jedes Mal, wenn wir an einen Namen erinnern, ist das eine Ehrerweisung.

Nur eine Woche liegt zwischen dem Tag, an dem wir in diesem Jahr daran erinnerten, dass vor 70 Jahren die Wannsee-Konferenz stattfand, bei der die Vernichtung der Juden Europas beschlossen und geplant wurde, und dem Internationalen Holocaust-Gedenktag. Es besteht eine direkte Verbindung zwischen der Entscheidung, das jüdische Volk zu vernichten, zur Todesfabrik Auschwitz, die am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit wurde. Die düsteren Schatten der Gaskammern und des Krematoriums reichen bis zu den friedlichen Ufern des Wannsees und tauchen sie in eine ewige Dunkelheit.

In den Jahren 2003 bis 2015 gedenken wir einer Reihe von Ereignissen, die den Titel "70 Jahre…" tragen und damit den Zeitraum abbilden, der seit den zwölf dunklen Jahren zwischen 1933 und 1945 bis heute vergangen ist.

Im Judentum hat dieser Zeitraum von 70 Jahren eine besondere Bedeutung. Er unterscheidet sich von allen anderen Zeiträumen, seien sie kürzer oder länger. 70 Jahre stehen laut unserer historischen Überlieferung für "ein Menschenleben". Der Ursprung dieser Überlieferung findet sich in der Lebensgeschichte eines unser vielseitigsten und talentiertesten Könige: König David. Er lebte 70 Jahre lang - und dies wurde folglich als der Zeitraum angesehen, in dem ein Mensch ein vollständiges Leben gelebt hat.

Ein Menschenleben ist vergangen seit den dunkelsten Stunden in der Geschichte der Menschheit. Die grosse Mehrheit der Zeugen und der Opfer der Shoah ist nicht mehr unter uns. Schon bald, in einigen Jahren, wird niemand mehr sagen können "Ich war dort", "Ich habe es gesehen". Diese Tatsache lädt eine immense Verantwortung auf die Schultern der jüngeren Generationen - in Israel, in Deutschland und anderswo auf der Welt. Diese gemeinsame Verantwortung kann sich auf vielfältige Art und Weise ausdrücken - in Zeremonien, in Schulprojekten, bei der Verlegung von Stolpersteinen, bei individuellen Gedenkveranstaltungen, in akademischen Studien sowie in intellektuellen, künstlerischen oder inter-religiösen Projekten. Respekt und Dialog sollten der gemeinsame Nenner all dieser Taten der Erinnerung sein.

Ein Menschenleben ist vergangen, aber es ist niemals zu spät, individuelle Geschichten aus dem schwarzen Loch zu "retten", in das sie von den bösartigen Masterminds der Wannseekonferenz und der Vernichtungslager geworfen wurden. Jede persönliche Geschichte, jedes individuelle Gedenken ist ein kleiner Sieg über diejenigen, die es darauf abgesehen hatten, unsere physische, moralische, kulturelle und religiöse Identität - unsere Existenz als menschliche Wesen - zu vernichten.

Jedes Mal, wenn wir an einen Namen erinnern und ihn laut aussprechen, ist das eine Ehrerweisung. Wichtig ist dies nicht ausschliesslich für das ermordete Opfer, noch wichtiger ist es vielleicht für uns selbst - für uns Juden als Nachkommen der Ermordeten, für die Deutschen und auch für die schwere Verantwortung, die wir gemeinsam tragen.

Einige wenige Deutsche haben in jenen dunklen Jahren den Mut gefunden, sich anders zu verhalten als die grosse Mehrheit ihrer Mitbürger. Sie riskierten ihr Leben und das ihrer Familien, indem sie Juden in ihren Häusern versteckten, sie schützten und mit Lebensmitteln versorgten und manchmal gar mit falschen Identitäten. Sie haben den Lauf der Dinge nicht verändert, doch wir in Israel ehren sie als Helden - sie sind die "Gerechten unter den Völkern".

Es ist interessant, dass die meisten von ihnen einfache, bescheidene Menschen waren, nicht reich, berühmt oder mächtig. Sie handelten entsprechend ihrer tiefen moralischen Überzeugung. Sie betrachteten sich selbst nicht als aussergewöhnliche Menschen - und doch sind sie es. In Zeiten des moralischen Bankrotts, des Fanatismus und des Hasses wird die Verteidigung fundamentaler menschlicher Werte zur Ausnahme. Diese bescheidenen Helden werden in Israel und in Deutschland geehrt und sollten als Vorbilder für die jungen Generationen dienen.

Ein Menschenleben ist vergangen. Israel und Deutschland sind Freunde und Verbündete. Wir gestalten gemeinsam die Zukunft. Wir kooperieren in der Wissenschaft und Technologie. Wir kreieren gemeinsam Kultur und Kunst. Wir teilen dieselben Werte. Wir sind uns in vielem einig. Manchmal gehen unsere Meinungen auseinander. Am wichtigsten ist, dass wir die offenen Wunden der Vergangenheit respektieren und darauf basierend einen Dialog führen, der einen wichtigen Teil unserer Identitäten ausmacht. Dies ist aus meiner Sicht unsere vordringlichste Aufgabe als israelische Diplomaten. Das "Grab in den Wolken", in dem unsere Brüder und Schwestern liegen, existiert noch immer. Auch der stärkste Wind des Universums wird es nicht davon wehen. Es ist Teil unserer selbst, wenn wir mit offenen Armen, in Freundschaft und voller Vertrauen auf unsere deutschen Freunde zugehen.

Emmanuel Nahshon ist Gesandter und Geschäftsträger der Botschaft Israels in Deutschland.

(Frankfurter Rundschau, 27.01.12)

Die Rede von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu zum Internationalen Holocaust-Gedenktag (in englischer Übersetzung) finden Sie hier: http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/PMSpeaks/speechshoa240112.htm


Flagge des Staates IsraelhaTikvah - התקוה

haTikvah (hebräisch התקוה die Hoffnung; auch Hatikwa oder Hatikva geschrieben) ist der Titel der Nationalhymne Israels. Schon seit 1897 ist sie die Hymne der zionistischen Bewegung. Mit der Gründung des Staates Israel wurde es inoffiziell zur Nationalhymne. 2004 wurde dieser Status durch die Knesset rechtlich festgelegt.

Die Melodie der haTikvah geht auf ein unbekanntes europäisches Volkslied zurück, das unter anderem in der spanischen und polnischen Volksmusik auftaucht und ins Liedgut vieler europäischer Länder übernommen wurde. Auch Bedrich Smetana bediente sich der Melodie für seine "Moldau" aus dem Jahr 1874. In die heute gebräuchliche Fassung wurde die Musik vermutlich 1888 von Samuel Cohen gebracht; das Orchesterarrangement stammt von Paul Ben-Haim.

Der Text der haTikvah entstammt der ersten Strophe des Gedichts Tikvahtenu (Unsere Hoffnung) von Naphtali Herz Imber (1856–1909) aus dem Jahre 1878. Als die haTikvah 1948 zur Nationalhymne des neu gegründeten Staates Israel erklärt wurde, wurde der Text, der vorher den Wunsch der Rückkehr nach Zion zum Gegenstand hatte, wie unten dargestellt geändert. Der Vers Solange ist unsere Hoffnung nicht verloren ist eine Umdeutung des Verses Ez 37.11 ("Unsere Hoffnung ist verloren"), aus dem "Traum der verdorrten Gebeine" des Propheten Ezechiel.

התקוה

כל עוד בלבב פנימה
נפש יהודי הומיה
ולפאתי מזרח קדימה
עין לציון צופיה
עוד לא אבדה תקותנו
התקוה בת שנות אלפים
להיות עם חופשי בארצנו
ארץ ציון וירושלים

 

 

 

Hatikvah (Transliteration)

Kol od balevav p'nimah
Nefesh Yehudi homiyah
Ulfa'atey mizrach kadimah
Ayin l'tzion tzofiyah
Od lo avdah tikvahtenu
Hatikvah bat shnot alpayim
L'hiyot am chofshi b'artzenu
Eretz Tzion v'Yerushalayim

 

 

 

Hatikvah (Deutsche Übersetzung)

Solange noch im Herzen drinnen
Eine jüdische Seele wohnt
Und nach Osten hin, vorwärts
Das Auge nach Zion schaut
Solange ist unsere Hoffnung nicht verloren
Die uns zweitausend Jahre verband
Zu sein ein freies Volk, in unserem Land
Im Lande Zion und in Jerushalajim

© 2011 IsraelNet | Impressum & Haftungsausschluss | Kontakt | Sitemap