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Hintergründe
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Beginn der zweiten Intifada Ende September 2000

"Whoever thinks that the intifada broke out because of Sharons visit, is wrong..." (Kommunikationsminister der PA, März 2001)

Behauptung:
"Am 28. September 2000 begann der Palästinenseraufstand (Al-Aqsa-Intifada), der durch den Besuch des heutigen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon auf dem Jerusalemer Tempelberg ausgelöst wurde."

Diese und ähnliche Sätze finden Sie heute in vielen Zeitungen.
Sie enthalten einen groben Fehler.

Tatsache:
Dagegen gab der Kommunikationsminister der Palästinensische Autonomiebehörde Imad al-Faluji zu, dass die Vorbereitungen zur zweiten Intifada dem Besuch Sharons vorausgingen: Sie waren "seit der Rückkehr des Vorsitzenden Arafat aus Camp David geplant, als dieser in den Gesprächen mit dem damaligen amerikanischen Präsidenten den Spiess umdrehte und die Bedingungen der Amerikaner ablehnte":

“Whoever thinks that the intifada broke out because of the despised Sharons visit to the al-Aqsa Mosque, is wrong... This intifada was planned in advance, ever since President Arafats return from the Camp David negotiations, where he turned the table upsite down on President Clinton", sagte Imad al-Faluji, der ehemalige Kommunikationsminister der PA, im März 2001 bei einem Besuch im Libanon. (Jerusalem Post, 4. März 2001)

Khaled Abu Toameh schrieb in der Jerusalem Post am 20.9.2002:
"The PA had begun to prepare for the outbreak of the current Intifada since the return from the Camp David negotiations, by request of President Yasser Arafat, who predicted the outbreak of the Intifada as a complementary stage to the Palestinian steadfastness in the negotiations, and not as a specific protest against Sharons visit to Al-Haram Al Qudsi [Temple Mount] … The PA instructed the political forces and factions to run all materials of the Intifada".

Diese Annahme findet auch eine klare Bestätigung im Ergebnis des von vom US Senat gestifteten "Mitchell Commission": "The Sharon visit did not cause the Al-Aksa Intifada"
Fazit des Mitchell-Reports, 4. Mai 2001.

Auch muss beachtet werden, dass der Besuch Sharons am 28. September 2000 mit der Palästinensischen Autonomiebehörde im Voraus verhandelt worden war:

Der israelische Minister für Innere Sicherheit Shlomo Ben-Ami hatte Sharon gestattet, den Tempelberg zu besuchen. Der Tempelberg ist die heiligste Stätte des Judentums. Zuvor hatte er mit dem palästinensischen Sicherheitschef Jabril Rajoub Rücksprache genommen und die Zusicherung erhalten, dass alles ruhig bleiben würde, wenn Sharon die Moscheen nicht beträte. Sharon machte keinerlei Versuch, eine Moschee zu betreten. Der Besuch dauerte 34 Minuten. Er erfolgte während der Tagesstunden, in denen die Stätte auch für Touristen geöffnet ist.
Erst als Rajoub später erklärte, dass die palästinensische Polizei nichts unternehmen würde, um gewalttätige Ausschreitungen während des Besuchs zu unterbinden, entstand die Notwendigkeit, Sharon zu schützen.

Die in den Medien beliebte Darstellung ist eine Wiederholung der einseitigen arabischen Darstellung der Ereignisse. Sie schiebt Israel die Verantwortung für die Intifada und für den Tod Tausender Israelis und Palästinenser zu.

Weiter:
http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=52635&MissionID=88

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