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Der zweite Libanonkrieg - drei Jahre danach
Am 12. Juni 2006 drang ein Trupp von Hisbollah-Terroristen in israelisches Territorium ein und attackierte eine Patrouille der israelischen Armee. Während des Angriffs und dem nachfolgenden Versuch der Rettung von zwei entführten Soldaten würden acht israelische Soldaten getötet. Die Leichen der entführten Soldaten, Stabsfeldwebel d. Res. Ehud Goldwasser und Hauptfeldwebel d. Res. Eldad Regev, wurden am 16. Juli 2008 nach Israel zurückgeführt. In Reaktion auf den Überfall griff die israelische Armee das Hisbollah-Hauptquartier im Libanon sowie den internationalen Flughafen von Beirut an und verhängte eine Luft- und Seeblockade, gefolgt von einer Bodenoffensive im Südlibanon. Während des Krieges, der vom 12.Juli bis zum 14. Juli dauerte, griff die Hisbollah absichtlich die israelische Zivilbevölkerung an, indem sie mehr als 4000 Raketen auf dicht bevölkerte Gebiete abfeuerte. 44 israelische Zivilisten wurden getötet und über 600 verletzt. Außerdem wurden 121 israelische Soldaten getötet und 450 verwundet. Die Hisbollah konnte sich auf ein ansehnliches Waffenarsenal stützen, darunter 1000 Langstreckenraketen, über 13 000 Kurzstreckenraketen sowie Luftwaffen- und Marineeinheiten und Guerilla-Truppen zu Land mit Panzerabwehrwaffen. Die Antwort der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte beinhaltete den Einsatz von etwa 10 000 Soldaten im Libanon, 18 800 Lufteinsätze, den Beschuss mit 120 000 Artilleriegranaten. Mehr als 600 Hisbollah-Terroristen wurden getötet, und die Infrastruktur der Terrororganisation, darunter 15 000 ihrer Stellungen, wurde schwer getroffen. Während des Krieges koordinierte die israelische Armee erfolgreich 800 Hilfskonvois sowie 613 Evakuierungen auf dem Luft-, Land- und Seeweg. Am 12. August 2006 wurde die UN-Sicherheitsratsresolution 1701 angenommen, die zu einem Waffenstillstand und dem Ende des Krieges führte. Die Resolution rief zur völligen Einstellung der Kampfhandlungen auf und grenzte das Gebiet zwischen der Blauen Linie und dem Litani-Fluss als Pufferzone ab, die frei sein sollte von "bewaffneten Kämpfern, Posten und Waffen, die nicht der libanesischen Regierung oder UNIFIL angehören". Außerdem wurden die UN-Truppen auf 15 000 Mann aufgestockt. Drei Jahre nach dem zweiten Libanonkrieg bleibt die Hisbollah von den Nachwirkungen des Krieges beeinflusst. Die Terrororganisation hat sich im Libanon sowohl in politischer als auch militärischer Hinsicht als einflussreiche Kraftetabliert. Durch den militärischen Erholungsprozess sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht besitzt die Terrororganisation in ihrer Funktion als verlängerter Arm des radikalen Lagers unter der Führung des Iran ein größeres Waffenarsenal als viele Staaten. Dadurch hat die Hisbollah raffiniertere und weiter reichende Möglichkeiten sowohl im Nord- als auch im Südlibanon erhalten, die in direktem Widerspruch zur UN-Sicherheitsratsresolution 1701 stehen. Wiederholt hat sie ihre Absicht gezeigt, ein politsicher Faktor im Staat zu bleiben, und ist dabei so weit gegangen, dass sie ihre Waffen im Mai 2008 gegen die libanesische Armee gerichtet hat. Das anschließende Doha-Abkommen verlieh ihr in der Regierung die Möglichkeit des "blockierenden Dritten". In den Wahlen vom Juni 2009 scheiterte die Hisbollah daran, denselben rad an Unterstützung wieder zu gewinnen; die moderne 14. März-Fraktion gewann 71 von 128 Sitzen. Aufgrund fehlender Errungenschaften vor Ort bleibt dies jedoch von lediglich symbolischer Bedeutung. Weitere Hintergründe gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Behind+the+Headlines/The-Second-Lebanon-War-Three-years-later-12-Jul-2009.htm (MFA, 12.07.09) |