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Judentum

 

Unter Judentum versteht man die Gesamtheit aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition des sich selbst als Volk Israel (he. am jisrael, bnei jisrael) bezeichnenden jüdischen Volkes. Mit dem Begriff können auch gezielt die jüdische Religion oder, als Gruppe, die sowohl ein Volk als auch eine Glaubensgemeinschaft darstellenden Juden (he. jehudim) angesprochen werden.

Das Judentum zählt zu den Weltreligionen; Christentum und Islam haben viele ihrer Überlieferungen aus ihm übernommen. ... Die jüdische Religion basiert auf den religiösen Überlieferungen des jüdischen Volkes. Diese Überlieferungen teilen sich auf in eine schriftliche Lehre, die in der Tora niedergelegt ist (schriftliche Tora) und eine mündliche Lehre (auch: mündliche Tora) die in Mischna und Talmud diskutiert wird. Auf beiden beruht die Halacha, das jüdische Gesetz. Die Halacha beruht aber auch auf rabbinischen Gesetzgebungen und Verfügungen die im Laufe der Zeit gefällt wurden. Eines der bekanntesten halachischen Werke ist der Schulchan Aruch.

Quelle: Wikipedia


Das Judentum

In den folgenden 17 Kapiteln vermittelt der Verfasser Alois Payer umfassendes Grundlagenwissen zum Judentum: die Hauptrichtungen des religiösen Judentums der Gegenwart, die dreizehn Glaubenssätze des Maimonides, jüdische religiöse Literatur (z.B. Talmud). Ausserdem zeigt er viele Möglichkeiten auf, sich weiter über das Judentum zu informieren.


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Das Judentum im Überblick

von David Seldner

Mit freundlicher Genehmigung des Autors
Religiösität in Israel heute

44% der jüdischen Israelis definieren sich als säkular, 8% als streng religiös

In einer Umfrage des Statistischen Zentralamtes in Israel während der Jahre 2002 bis 2004 haben sich 44% der jüdischen Israelis ab 20 Jahren als säkular; 27% als traditionelle Juden, 12% als traditionell praktizierend, 9% als orthodox und 8% als ultra-orthodox bezeichnet.

In der Umfrage wurde eine hohe Säkularisierungs-Rate (63%) unter im Land geborenen Israelis bzw. unter Israelis europäischen oder nordamerikanischen Ursprungs festgestellt. Verglichen damit bezeichnen sich 33% der aus Asien stammenden und 25% der aus Afrika stammenden Israelis als säkular. Die Religiosität von Immigranten, die ab 1990 ins Land kamen, ist niedrig im Vergleich zu Juden, die in Israel geboren wurden. 32% der Juden, die sich selbst als säkular definieren, zeichnen sich durch eine höhere Bildung aus.

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 81% der israelischen Bevölkerung als jüdisch; 12% als muslimisch; 3,5% als christlich (sowohl Araber wie Nicht-Araber); 1,5% als drusisch; 1,5% als atheistisch und weitere 0,5% als Mitglieder einer anderen Religion.
Unter der arabischen Bevölkerung definierten sich 11% als sehr religiös; 49% als religiös; 21% als nicht sehr religiös und 18% als überhaupt nicht religiös.

Je geringer der Grad an Religiosität unter den Arabern ist, desto höher ist die Rate der arabischen erwerbsfähigen Frauen, die einer Beschäftigung nachgehen: 5% unter den sehr religiösen und 36% unter den nicht-religiösen. Die Rate arabischer Frauen in Vollzeitarbeit ist unter den nicht-religiösen 12 mal höher wie unter den sehr religiösen: 25% verglichen mit 2%.

Unter den christlichen Staatsbürgern Israels bezeichnen sich 32% als nicht religiös. Bei den Drusen sind es 48%, die sich nicht als religiös bezeichnen.
Die Umfrage fand keinen bedeutenden Unterschied im Grad der Religiosität von jüdischen Männern und Frauen. In anderen Religionen tendieren jedoch die Frauen mehr zur Religiosität.

Die Umfrage unter den Juden zeigte, dass sowohl die Rate der ultra-orthodox Orientierten wie diejenige säkular Denkender mit dem Alter abnimmt. Ein Gefälle der Religiosität unter Juden wird von einem Ansteigen des Pro-Kopf-Einkommens begleitet. Allerdings haben diejenigen, die sich selbst als traditionell praktizierend bezeichnen, weniger Einkommen als die orthodoxen oder ultra-orthodoxen Juden.

58% der Männer unter den ultra-orthodoxen Juden definieren das Studium als ihre Hauptaktivität, verglichen mit 9% aller anderen jüdischen Männer. Beinahe dreiviertel aller Ultra-orthodoxen (72%) leben in einem Haushalt, in dem das monatliche Pro-Kopf-Einkommen bis zu 2.000 NIS (ca. 350,00 €) beträgt. Bei den säkularen Juden sind es 20% und bei den orthodoxen Juden 36%.

Quelle: Statistisches Zentralamt Israel


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Der ehemalige Oberrabiner Israels, Rabbi Meir Lau, hat sich all diese und andere Fragen vorgenommen und sie in ein Buch gepackt, das mittlerweile ein Klassiker geworden ist: "Wie Juden leben".

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