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Merkwürdiges

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50 Jahre Aktion Sühnezeichen

Freiwilligendienst in Israel

"Dem Hass eine Kraft entgegensetzen" heisst es im Gründungsaufruf der Aktion Sühnezeichen 1958. Ziel des Vereins ist es, Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus zu übernehmen und Zeichen für Frieden, Toleranz und Verständigung zu setzen. Heute ist Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in 13 Ländern aktiv, deren Bevölkerung besonders unter dem Nationalsozialismus gelitten hat. Jedes Jahr leisten in diesen Ländern rund 180 Männer und Frauen aus Deutschland einen freiwilligen sozialen Dienst.

Foto: Aktion SühnezeichenSeit 1961 kommen jährlich rund 25 Freiwillige nach Israel. Bisher haben mehr als 1500 junge Menschen aus Deutschland ihren Weg hierher gefunden. Damit bestehen die zwischenmenschlichen Beziehungen beider Länder länger als deren diplomatische Zusammenarbeit. Bis heute ist die Arbeit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel geprägt durch intensive Begegnungen mit Überlebenden der Schoah sowie Konfrontationen mit aktuellen gesellschaftspolitischen Problemen des Landes. Halina Birenbaum (Auschwitz-Überlebende) drückte bei einem Treffen mit Freiwilligen aus, was ihr dieser Dienst bedeutet: "Es ist mir eine grosse Befriedigung, dass es heute andere junge Deutsche gibt, die sich um Not leidende, einsame und arme Menschen kümmern. Solche Sühnezeichen machen mir Hoffnung auf eine sichere und glücklichere Zukunft."

Foto: Aktion SühnezeichenDie überwiegend jungen Menschen arbeiten für zwölf Monate in Altenheimen, Gedenkstätten und Forschungseinrichtungen, Institutionen für Menschen mit Behinderungen, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Als neuen Programmteil bietet Aktion Sühnezeichen Friedensdienste die mittelfristigen Freiwilligendienste an, die sich ausdrücklich auch an ältere und im Beruf stehende Menschen richten, die nur für 3 bis 6 Monate nach Israel gehen möchten. Seit 2001 kommen auch israelische Jugendliche nach Deutschland, um hier ein Jahr lang als Freiwillige in Gedenkstätten und sozialen Projekten zu arbeiten.

Deutsch-israelische Jugendbegegnung

Seit 1998 führt Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gemeinsam mit dem Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft jährlich eine deutsch-israelische Jugendbegegnung durch. Im Rahmen der ASF-Sommerlager arbeiten in diesem Jahr vom 21. Juli bis 11. August 20 Jugendliche aus beiden Ländern zu dem Thema "Heimatlos – ‚Displaced Persons’ in Deutschland und Israel gestern und heute" in Jerusalem, der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Berlin. Anhand von Biographien, die durch Zeitzeugengespräche und die Lektüre von Dokumenten und Tagebüchern erschlossen werden, sollen die Jugendlichen die Lebenswege von Shoa-Überlebenden nach der NS-Verfolgung kennen lernen und sich mit der aktuellen Situation von Flüchtlingen und Vertriebenen in beiden Ländern auseinandersetzen."

Informationen und Anmeldung:

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Israel-Referat
Auguststr. 80
10117 Berlin
Tel.: 0049-30-28395188 (Bernhard Krane)
Tel.: 0049-30-28395179 (Dörthe Engels)
Fax: 0049-28395135
E-Mail: bby@asf-ev.de
Website: www.asf-ev.de

Die internationale Begegnungsstätte Beit Ben Yehuda – Haus Pax in Jerusalem

"Im Oktober 2004 eröffnete Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) die internationale Begegnungsstätte Beit Ben Yehuda – Haus Pax (BBY) in Jerusalem für Menschen aus aller Welt. Der Neubau des Seminar- und Gästehauses liegt neben dem historischen Wohnhaus der Familie des berühmten Begründers der neuhebräischen Sprache, Elieser Ben Yehuda. Seit den 60er Jahren befindet sich hier das Landesbüro der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die jedes Jahr etwa 25 junge und ältere Menschen zu einem Freiwilligendienst nach Israel entsendet.

Foto: Aktion SühnezeichenIm Beit Ben Yehuda – Haus Pax werden auf Wunsch für Jugend- und Erwachsenengruppen Seminare zu unterschiedlichen Themen angeboten. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen nationalsozialistischer Rassen- und Vernichtungspolitik, dem Nahostkonflikt sowie der Geschichte und Gegenwart deutsch-israelischer bzw. christlich-jüdischer Beziehungen. Hierfür können Gespräche mit Schoah-Überlebenden, Friedensaktivisten, Politikern etc. vermittelt werden. Weiter besteht die Möglichkeit, Sprachkurse in Hebräisch, Arabisch und Jiddisch durchzuführen.

Das mehrsprachige Team des Beit Ben Yehuda – Haus Pax steht den Gästen bei der Planung und Durchführung ihres Programms in Israel gerne zur Seite. Dank langjähriger Kontakte zu verschiedensten Institutionen und gesellschaftlichen Gruppierungen in Israel bietet die Begegnungsstätte den Besuchern einen abwechslungsreichen Aufenthalt. Mit seinen Begegnungsprogrammen möchte das Beit Ben Yehuda - Haus Pax zu einer langfristigen Stärkung der Beziehungen zwischen den Menschen in Deutschland, Israel und der Welt beitragen.

Hebräisch-Sprachkurs für Anfänger

Vor 150 Jahren wurde der Namensgeber der Begegnungsstätte, Elieser Ben Yehuda, geboren. Aus diesem Anlass widmet das Beit Ben Yehuda – Haus Pax im Jahr 2008 dem Begründer der neuhebräischen Sprache viele seiner Angebote.

Im Mittelpunkt steht ein vierwöchiger Hebräisch-Sprachkurs für Anfänger (4. bis 28. August). Die Teilnehmer lernen alltägliche Gesprächssituationen zu meistern, das Lesen und Schreiben der hebräischen Schrift sowie Grundlagen der Grammatik. Zum Begleitprogramm des Sprachkurses gehören u. a. Begegnungen mit Schoa-Überlebenden, ein Besuch in der Gedenkstätte Yad Vashem und Treffen mit jungen Israelis. Die Anmeldung kann bis zum 15. Mai 2008 erfolgen.

Über weitere aktuelle Angebote informiert die Webseite des Beit Ben Yehuda – Haus Pax www.beit-ben-yehuda.org sowie der vierteljährlich erscheinende elektronische Newsletter 'Ma Chadash'."

Informationen und Anmeldungen:

Beit Ben Yehuda – Haus Pax
Rh. Ein Gedi 28
Jerusalem 93383
Israel
Tel.: 00972-2-6730124 (Line Djamchid)
Tel.: 00972-2-6732587 (Katharina von Münster)
Fax: 00972-2-6717540
E-Mail: info@beit-ben-yehuda.org
Website: www.beit-ben-yehuda.org

(Aktion Sühnezeichen, April 2008)

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