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Merkwürdiges

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Zeit zu handeln

Von Yigal Walt

Der dramatische Bericht der IAEA vom Dienstag, der zeigte, dass der Iran an der Entwicklung atomarer Waffen arbeitet, stellt eine riesige Erniedrigung für die Welt dar. Die internationale Gemeinschaft hat nun bereits seit Jahren diese Bedrohung ausgeblendet und sie entweder für erst im Entstehen oder für nicht existent erklärt. Währenddessen hat sie es unterlassen, sich ernsthaft mit den offensichtlichen nuklearen Ambitionen der Ayatollahs auseinanderzusetzen. Hat wirklich jemand geglaubt, dass sich die Bedrohung auf diese Weise in Luft auflösen würde?

Die unverblümten Enthüllungen in dem Bericht vom Dienstag haben die sogenannte weltweite Anstrengung lächerlich gemacht, die iranischen Pläne für die Bombe aufzuhalten. Sie haben auch klargestellt, in welch grossem Masse Teheran sich über die Welt lustig macht. Der Iran füttert Staatsmänner mit Erklärungen, die nur zu gern bereit sind, sie ihm abzukaufen. Wie konnte nur jemand glauben, dass der iranische Nuklearreaktor zu Zwecken der "medizinischen Forschung" gebaut worden war?

Doch nun ist das Spiel aus, zumindest in seiner gegenwärtigen Form, mit einer Serie von Feststellungen, die mit Recht als schockierend bezeichnet werden können (zumindest auf ihren Inhalt bezogen, nicht insofern, als sie tatsächlich jemanden überraschen würden). Der Bericht stellt fest, dass der Iran "Aktivitäten durchgeführt hat, die für die Entwicklung eines atomaren Sprengkörpers relevant sind", und erklärt, er habe dabei Hilfe von einem "atomaren Untergrundnetzwerk" erhalten. Darüber hinaus seien die Sprengstoffversuche Teherans "starke Indikatoren für eine mögliche Entwicklung von Waffen", so die IAEA.

Jetzt, da "der Schleier gelüftet ist", ist der Moment der Wahrheit gekommen, nicht nur für Israel sondern auch für die den Rest der Welt. Wenn der internationalen Gemeinschaft etwas daran liegt, auch nur das kleinste bisschen Abschreckung und Glaubwürdigkeit wieder herzustellen und dabei die verrückten Mullahs am Erhalt apokalyptischer Waffen und einem damit einhergehenden dramatischen Wandel des globalen Kräftegleichgewichts zu hindern, muss sie entschieden und aggressiv vorgehen.

Wenn jetzt nicht entschlossen auf die neuesten Entdeckungen reagiert wird, so bedeutet das eine wachsende Desintegration unserer Welt in ein gesetzloses, rücksichtsloses Reich der Gewalt und des Chaos. Den Iran dieser Zeit mit Samthandschuhen anzufassen, wäre ein Signal der globalen Kapitulation und würde uns in eine Ära des Schreckens und des Terrors stürzen. Auf diese Art wären grosse Teile der zivilisierten Welt gezwungen, im Schatten eine unberechenbaren radikalen Bedrohung zu leben.

Die Ära der Worte und halbherzigen Aktionen ist vorbei. Die Welt, angeführt vom Westen, muss nun den Iran mit echten schwerwiegenden Sanktionen belegen, die das Regime der Ayatollahs in die Knie zwingen. Wenn dies die nuklearen Ambitionen Teherans nicht abkühlt, müssen Kampfflugzeuge eingesetzt werden. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass das Schicksal der modernen Zivilisation, wie wir sie kennen, auf dem Spiel steht. Si vis pacem, para bellum.

(Yedioth Ahronoth, 09.11.11)

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