Merkwürdiges |
Zum Tod von Ernst Benda Die Deutsch-Israelische Gesellschaft trauert um ihren Ehrenpräsidenten Ernst Benda und hat die folgende Presseklärung veröffentlicht:
Seine Verdienste als Bundesinnenminister in der Grossen Koalition der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts und als Präsident des Bundesverfassungsgerichtes von 1971 bis 1983 werden von berufeneren Laudatoren angemessen gewürdigt. Benda war ein intellektuell herausragender Rechtsexperte, über Parteigrenzen hinweg anerkannt und gilt als der wahrscheinlich profilierteste deutsche Richter in der 60-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Weniger bekannt sind seine weiter wirkenden Leistungen auf dem Feld der deutsch-israelischen Beziehungen vor allem nach Aufnahme dieser Beziehungen im Jahre 1965. Nur 14 Monate später, am 8. Mai 1967, folgte Benda Gerhard Jahn als Präsident und bekleidete dieses Amt bis zum 17. 12. 1971. Nachfolger wurde Heinz Westphal. Ernst Benda stabilisierte und baute die DIG in diesen vier Jahren erfolgreich aus. In dieser Zeit erschien die 1. Ausgabe der DIG-Informationen (1968), der Vorläufer des heutigen DIGmagazins. Im Deutschen Bundestag wurde die deutsch-israelische Parlamentariergruppe (1970) und in Israel die Israelisch-Deutsche Gesellschaft (1971) gegründet. Das Netzwerk deutsch-israelischer Beziehungen wurde, durchaus auch von Rückschlägen begleitet, immer dichter ausgebaut. Ernst Benda war ein treuer und verlässlicher Freund Israels. Für ihn war die Solidarität mit Israel Grundbedingung deutscher Aussenpolitik, wie er es in seinem Festvortrag aus Anlass des 20jährigen Bestehens der DIG zum Ausdruck brachte (21.05.1986). Die DIG, der Ernst Benda bis zu seinem Tode treu blieb, hat ihm sehr viel zu verdanken. Sein Beitrag zu den deutsch-israelischen Beziehungen ist für uns Verpflichtung heute und in Zukunft. Wir werden ihm ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren.” (DIG, 03.03.09) |