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ZAHAL greift Ziele im Gazastreifen an

ArchivfotoNachdem palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen in den letzten Tagen mehrere Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert hatten, haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) in der Nacht zum Freitag im Gazastreifen Ziele angegriffen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen. Im nördlichen Gazastreifen wurden zwei Waffenlager angegriffen, im Zentrum des Gazastreifens traf die Luftwaffe eine Örtlichkeit, die zur Waffenproduktion genutzt wird.

Des Weiteren wurden im südlichen Gazastreifen drei Tunnel angegriffen, die ebenfalls für terroristische Aktivitäten genutzt wurden. Die Tunnel dienen dazu, Terroristen nach Israel einzuschmuggeln und Terrorakte gegen israelische Zivilisten und Soldaten durchzuführen.

(ZAHAL, 03.02.12)


Barak trifft Westerwelle

Westerwelle und Barak (Foto: Verteidigungsministerium)Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich heute mit dem deutschen Aussenminister Guido Westerwelle getroffen. Barak lobte bei dem Treffen die Haltung Deutschlands gegenüber dem Iran.

"Wir sind sehr dankbar für die deutsche Herangehensweise an den Iran, […] die auch durch die Intensivierung der Sanktionen gegen das iranische Regime in den vergangenen Wochen zum Ausdruck kam. […] Wir hoffen, dass diese Position beibehalten wird", so Barak.

Westerwelle äusserte sich ebenfalls zu den Sanktionen und erklärte, das Ziel der Bemühungen sei, einen nuklearen Iran zu verhindern. Er zeigte sich zuversichtlich bezüglich der Effektivität der Sanktionen.

Barak hiess Westerwelle in Israel willkommen, wünschte ihm einen erfolgreichen Aufenthalt und betonte die gemeinsamen Werte der beiden Länder. "Israel und Deutschland haben eine besondere Geschichte, die sowohl durch die Erinnerung an die Vergangenheit als auch in Hinblick auf die Zukunft geformt wird", so Barak. Er fügte hinzu, auch bei der Stärkung von Israels Sicherheit käme Deutschland eine "einzigartige Rolle" zu.

(The Jerusalem Post, 02.02.12)


(Foto: Universität Haifa)Israel weltweit Nr. 2 in Hochschulbildung

Eine Studie der OECD hat gezeigt, dass Israel das am zweitbesten gebildete Land der Welt ist. Den ersten Platz belegt Kanada.

Als Indikator für die Bildung der Bevölkerung eines Landes hat die Studie den Anteil der Akademiker an der Bevölkerung verwendet. 45% der Israelis haben der Studie zufolge einen Hochschulabschluss.

(Ha'aretz, 02.02.12)


Lieberman trifft Ban und Zoellick

Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moonAussenminister Avigdor Lieberman hat am Mittwoch in Jerusalem den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, und den Präsidenten der Weltbank, Robert Zoellick, getroffen.

Lieberman dankte Ban für seine eindeutige Stellungnahme bezüglich der einseitigen Schritte der Palästinenser bei den UN. Er warnte ausserdem vor der Gefahr eines wachsenden Einfluss des Iran im Irak.

Bei seinem Treffen mit Weltbank-Präsident Zoellick erklärte Lieberman, nur wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung einer starken Mittelschicht in den Palästinensischen Autonomiegebieten könne in Verbindung mit Stabilität und einer ruhigen Sicherheitsumgebung zu einem echten Frieden zwischen Israelis und Palästinensern führen.

(MFA, 01.02.12)


Abkommen zur Förderung von Yad Vashem unterzeichnet

Westerwelle und Saar (Foto: AP)Der deutsche Aussenminister Guido Westwelle hat Israel besucht.

Heute Morgen unterzeichnete er gemeinsam mit Erziehungsminister Gideon Saar ein Abkommen zur langfristigen Unterstützung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

In dem Abkommen sagt Deutschland Yad Vashem für die kommenden zehn Jahre jährlich eine Unterstützung von einer Millionen Euro zu. Es handelt sich um das erste Abkommen dieser Art.

Der grösste Teil der zugesagten Gelder soll für den Erwerb von Dokumenten aus der Zeit des Holocaust verwendet werden, die heute in Archiven in Europa liegen. Die Dokumente sollen anschliessend der breiten Öffentlichkeit über das Internet zugänglich gemacht werden.

Zusätzlich sollen zukünftig deutlich mehr Materialien auf Deutsch über die Internetseite von Yad Vashem zugänglich sein.

Westerwelle wird mit den Worten zitiert: "Wir wissen um unsere Verantwortung. Wir müssen unsere Erinnerung wachhalten."

(Ma'ariv NRG, 01.02.12)


Sechs Jahre nach seinem Tod - ein neues Album von Yossi Banai

Yossi Banai (Foto: Yedioth Ahronoth)Sechs Jahre nach dem Tod von Yossi Banai wird im März ein Album mit neuen Liedern des israelischen Sängers erscheinen.

Das Album "Die ältesten Lieder" enthält Lieder, für die Banai noch vor seinem Tod die Texte geschrieben hatte, und die nun von anderen Sängern vertont und eingespielt wurden. Unter anderem sind Arkadi Duchin, Idan Raichel und Corinne Alal zu hören.

Die erste Single, das Lied "Raiti etzlech eynaym halonot", wurde heute vorgestellt und wird von Berri Sacharof gesungen.

(Ha'aretz, 01.02.12)

Das Lied von Yossi Banai und Berri Sacharof finden Sie hier.


Vorwahlen im Likud

Feiglin und Netanyahu bei der Stimmabgabe heute Morgen (Foto: Yedioth Ahronoth)Heute finden in der Likud-Partei Vorwahlen statt. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu tritt hierbei erneut für den Parteivorsitz an. Er wird von Moshe Feiglin herausgefordert, einem Vertreter des rechten Parteiflügels, des sogenannten "Nationalen Lagers".

Feiglin war auch bei den letzten Vorwahlen 2007 bereits gegen Netanyahu angetreten und hatte damals 23,4% der Stimmen erhalten. Es wird allgemein erwartet, dass Netanyahu auch in diesem Jahr als Vorsitzender wiedergewählt wird.

250.000 Likud-Mitglieder sind wahlberechtigt. Die 150 Wahllokale sind bis 22.00 Uhr geöffnet, so dass erst nach Mitternacht mit Ergebnissen zu rechnen ist.

(The Jerusalem Post; Ha'aretz; Yedioth Ahronoth, 31.01.12)


Neue orthodoxe Bewegung gründet sich

Beit Hillel-LogoIn einer Zeit, in der die Verdrängung von Frauen aus dem öffentlichen Raum durch Orthodoxe immer mehr Schlagzeilen macht, gibt es auch orthodoxe Rabbiner, die anders denken.

Am Donnerstag möchte sich eine neue orthodoxe Organisation gründen, deren Anliegen es ist, eine andere rabbinische Stimme zu Gehör zu bringen - es wird sich um die erste orthodoxe Gruppierung von Rabbinern in Israel handeln, in deren Leitung Frauen eine gleichberechtigte Rolle spielen.

110 Rabbiner und 30 Frauen mit dem Ehrentitel "Talmidot Hachamim" haben bereits ihre Unterschrift unter die Gründungserklärung der neuen Organisation "Beit Hillel" gesetzt.

Die Gründerinnen und Gründer verstehen sich als Sprecher der schweigenden Mehrheit des national-religiösen Sektors, die sich entschlossen haben, der zunehmenden Radikalisierung eines Teils der orthodoxen Öffentlichkeit entgegenzutreten. Sie erklären, sie seien einerseits nicht bereit, ohne die Halacha, das jüdische Religionsgesetz, zu leben, andererseits jedoch auch nicht daran interessiert, sich von der israelischen Gesellschaft und dem modernen Leben abzukapseln.

Wie das Gründungsmanifest, das am Donnerstag verabschiedet werden soll, besagt, unterstützt die Gruppe "die Stärkung von Frauen, ist gegen Benachteiligung und Rassismus, unterstützt Demokratie, sieht sich selbst als untrennbarer Teil der israelischen Gesellschaft und ist dem Staat Israel und seinen Institutionen - einschliesslich der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte - treu."

(Ha'aretz, 31.01.12)


Strauss produziert bald Kaffee in Deutschland

Strauss-LogoDer israelische Nahrungsmittelproduzent Strauss hat vergangene Woche die Zusammenarbeit mit dem deutschen Kaffeehersteller Viva Coffee beschlossen und wird für mindestens fünf Jahre seine Herstellung von gefriergetrocknetem Instant-Kaffee nach Deutschland verlegen.

Der Vertrag beinhaltet die Option auf eine Verlängerung für drei weitere Jahre sowie die Option auf Übernahme des Unternehmens für 53 Millionen Euro.

Laut der Stellungnahme von Strauss wird Viva Coffee hauptsächlich gefriergetrockneten Instant-Kaffee für die russischen und osteuropäischen Tochtergesellschaften von Strauss produzieren. Strauss hat dafür einen Kredit von 28.6 Millionen Euro von deutschen Banken erhalten.

Mit diesem Abkommen kehrt Strauss nach 15 Jahren nach Deutschland zurück. Die Firma hatte sich damals aus Deutschland zurückgezogen, weil sie Verluste verzeichnet hatte.

Gefriergetrockneter Instant-Kaffe wurde von Osem-Nestle erstmalig auf den israelischen Markt gebracht. Osem-Nestle ist israelischer Marktführer, doch Strauss überlegt, seinen in Deutschland produzierten Kaffee unter dem "Elite"-Label nach Israel zu importieren.

(Yedioth Ahronoth, 30.01.12)


PA-Fernsehsendung glorifiziert Mörder von Itamar

Familie Fogel (Fotos: privat)Der offizielle Fernsehsender der Palästinensischen Autonomiebehörde hat Telefon-Interviews mit Verwandten der Mörder von Itamar gesendet.

Hakim Awad hatte gemeinsam mit seinem Cousin Amjad Awad die israelische Familie Fogel in Itamar brutal erstochen. Sie ermordeten Ehud und Ruth Fogel, ihre Söhne Yoav (11) und Elad (4) und die drei Monate alte Tochter Hadas. Ein Armeegericht verurteilte beide Mörder zu jeweils fünf Mal lebenslänglicher Freiheitsstrafe.

In der wöchentlichen Sendung "Für Dich" über palästinensische Gefangene in israelischen Gefängnissen priesen Tante und Mutter von Hakim Awad nun ihn und seinen Komplizen Amjad.

In dem Interview sendete Hakims Mutter die besten Grüsse an ihren Sohn und beschrieb ihn stolz als den Drahtzieher hinter dem brutalen Angriff. Seine Tante nannte ihn einen "Helden" und eine "Legende". Und auch der Moderator der Sendung wandte sich abschliessend an die verurteilten Mörder: "Wir möchten ebenfalls unsere Grüsse an sie senden".

(Ha'aretz, 29.01.12)

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Sonntag über die jüngsten Vorfälle geäussert:

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu"Der einzige Weg, Verhandlungen zu beginnen, sind direkte Gespräche. Das ist es, was Israel will. Doch wir wurden enttäuscht. Eine Enttäuschung ereignete sich erst diese Woche, als in einer Sendung des offiziellen Fernsehsenders der Palästinensischen Autonomiebehörde die Mörder einer israelischen Familie glorifiziert wurden. Sie haben drei kleine Kinder und ihre Eltern ermordet, und im offiziellen palästinensischen Fernsehen werden sie als Märtyrer und Helden präsentiert.

Dieser Vorfall ereignet sich nur kurz nach dem Aufruf des palästinensischen Muftis, Juden überall und zu jeder Zeit umzubringen. Auch dieser Aufruf wurde im offiziellen palästinensischen Fernsehen ausgestrahlt. […] Wir verlangen die sofortige Verurteilung […], denn der einzige Weg zum Frieden ist es, unsere Völker auf Frieden vorzubereiten und nicht auf brutalen Terror. Wir hoffen, dass die Gespräche fortgesetzt werden. Wir sind bereit, die Gespräche fortzusetzen und hoffen, die Palästinensische Autonomiebehörde entscheidet sich, zu den Gesprächen zurückzukehren und vom Terror und der Glorifizierung von Mördern Abstand zu nehmen."

(MFA, 29.01.12)

Zum vollständigen Transcript des Fernseh-Interviews: http://www.palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=6245

Israel Mitglied im UN-Entwicklungsprogramm

Haim Waxman (Foto: Archiv)Israel ist am Donnerstag offiziell als Mitglied in das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) aufgenommen worden.

Haim Waxman, stellvertretender Botschafter Israels bei den UN sprach gestern bei der Eröffnung der Sitzung des Exekutivrats des Programmes. In seiner Rede erklärte er: "Dieser Prozess bedeutet für Israel einen weiteren Aufstieg in die Einbindung in die internationale Agenda, über den arabisch-israelischen Konflikt hinaus."

Waxman fügte hinzu, die Aufnahme sei Ausdruck des "Wandels, den wir von einem Entwicklungsland zu einem entwickelten Land durchgemacht haben".

177 Staaten sind Mitglied in der Organisation, Israel ist als Vertretung der "Gruppe europäischer und anderer Staaten" eines von 36 Mitgliedern des Exekutivrates.

(Ha'aretz, 02.02.12)


Herzliya-Konferenz 2012

In Herzliya ist heute die 12. Herzliya Conference des Institute for Policy and Strategy am Interdisciplinary Center Herzliya (IDC) zu Ende gegangen.

Generalmajor Aviv Kochavi (Foto: Herzliya Conference)Auch in diesem Jahr wies das Programm viele prominente Sprecher, auch aus Deutschland, auf, wie etwa Joseph Joffe, Mitherausgeber der Zeit, der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir und der ehemalige Nordrhein-Westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

Der Chef des militärischen Abwehrdienstes der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Generalmajor Aviv Kochavi, warnte in seiner Rede auf der Konferenz eindrücklich vor der iranischen Bedrohung und erklärte, der Iran habe mittlerweile bereits Uran angereichert, das ausreichen würde, um vier Atombomben zu bestücken.

Bezüglich der allgemeinen Lage in der Region erklärte Kochavi: "In den Händen unserer Feinde befinden sich 200.000 Raketen, deren Reichweite ausreichend ist, um Israel zu treffen, Tausende von ihnen haben eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern." Auch die Zielgenauigkeit der Langstreckenraketen sei inzwischen deutlich verbessert worden.

(Yedioth Ahronoth, 02.02.12)

Generalstabschef Benny Gantz (Foto: Herzliya Conference)Auch Generalstabschef Benny Gantz ging in seiner Rede auf der Konferenz ausführlich auf die Bedrohung durch den Iran ein. Es sei wichtig, weiterhin daran zu arbeiten, den Iran international zu isolieren, so Gantz. "Der Iran ist ein weltweites, regionales und israelisches Problem", fügte er hinzu.

Der Generalstabschef ging auch auf lauter werdende Kritik daran ein, dass der Anteil der Israelis, die zum Militärdienst antreten immer geringer wird.

"Die Last ist heute auf weniger Schultern verteilt. Nicht alle treten den Dienst an, und leider schätzen auch nicht alle jene, die ihn letztendlich antreten. Wenn wir glauben, dass eine Volksarmee sich für immer nur auf die Hälfte des Volkes stützen kann, dann sage ich: Ich glaube, diese Annahme müssen wir noch einmal überprüfen. [Der Wehrdienst] ist ein Recht und eine Pflicht, und alle müssen ihr nachkommen", so Gantz.

(Israel HaYom, 02.02.12)


(Foto: Universität Haifa)Sieben Raketen auf Israel

Palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen haben am Mittwochabend sieben Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in den Bezirken Sha'ar Hanegev und Chof Ashkelon.

(Ha'aretz, 01.02.12)


Netanyahu bleibt Parteivorsitzender

Netanyahu heute Nacht (Foto: Yedioth Ahronoth)Bei den vorgezogenen Vorwahlen des Likud am Dienstag ist Ministerpräsident Binyamin Netanyahu klar in seinem Amt als Parteivorsitzender bestätigt worden.

Bei einer Wahlbeteiligung von knapp 50% liess Netanyahu seinen Herausforderer Moshe Feiglin mit 75% der Stimmen klar hinter sich. Beide Kandidaten erzielten damit beinahe exakt das gleiche Ergebnis wie bei den letzten Wahlen um den Parteivorsitz 2007, wo sie ebenfalls gegeneinander antraten.

Aufgrund der schweren Unwetter in einigen Teilen des Landes waren die Wahllokale eine Stunde länger als ursprünglich geplant geöffnet.

In seiner Dankesrede erklärte Netanyahu in Anspielung auf eine von vielen bereits erwartete Vorziehung der Wahlen zur Knesset: "Übrigens, bis dahin ist noch Zeit."

(Ha'aretz; The Jerusalem Post; Yedioth Ahronoth, 01.02.12)

Der Rat für Hochschulbildung in Israel hat am Dienstag entschieden, mit sofortiger Wirkung die umstrittene Praxis der Bar Ilan-Universität auszusetzen, nach der sie unter bestimmten Umständen auch Studierende ohne B.A.-Abschluss zum M.A.-Studium und zu einer anschliessenden Promotion zulässt.

Die Praxis war bekannt geworden, nachdem Zeitungen darüber berichtet hatten, dass der bekannte Journalist Yair Lapid ohne B.A. zum M.A.-Studium zugelassen wurde und zurzeit zur Promotion an der Bar Ilan-Universität eingeschrieben ist.

Lapid, der vor kurzem seinen Wechsel aus den Medien in die Politik bekannt gegeben hatte, erklärte auf seiner Facebook-Seite: "Es ist mir vollkommen egal, ob ich einen akademischen Titel bekomme oder nicht. Ich studiere, weil ich Spass daran habe."

(Yedioth Ahronoth, 31.01.12)


Freigelassener aus "Shalit-Deal" wegen Terrorverdachts verhaftet

Einer der ehemaligen Gefangenen, die im Zuge des Abkommens zur Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit aus einem israelischen Gefängnis entlassen wurde, ist in der Nacht zum Dienstag erneut unter Terrorverdacht festgenommen worden.

Der Verdächtige wurde verhaftet, nachdem er nach seiner Freilassung erneut bei der Terrororganisation Hamas aktiv geworden war.

(ZAHAL, 31.01.12)


Netanyahu chattet auf Arabisch

Ministerpräsident Binyamin NetanyahuMinisterpräsident Netanyahu hat am Montag zum ersten Mal mit arabischsprachigen Internutzern weltweit gechattet.

Ofir Gendelman, Netanyahus Regierungssprecher für die arabische Welt, hatte die Idee, die Facebook-Page des Ministerpräsidenten für den direkten Dialog auf Arabisch zu nutzen.

Gendelman übersetzte die Fragen, die auf der Facebook-Page gestellt wurden in Echtzeit und tippte Netanyahus Antworten sofort auf Arabisch in das Chat-Fenster. An diesem ungewöhnlichen Live-Chat nahmen rund 700 Personen teil, darunter Internetnutzer aus Ägypten, Jordanien, Irak, den Palästinensischen Autonomiegebieten, aus der Golfregion und aus Nordafrika, sowie einige arabische Israelis.

Ein Video von diesem Chat (mit deutschen Untertiteln) finden Sie hier: http://www.youtube.com/watch?v=aptssbSh_0M

(Botschaft des Staates Israel, 31.01.12)


Bald spezielle Ulpanim für arabische Freiwillige

SymbolfotoDie Regierung plant, in den arabischen Kommunen spezielle Hebräisch-Kurse für Freiwillige des nationalen Zivildienstes anzubieten.

Für alle israelischen Staatsbürger, die nicht der Wehrpflicht unterliegen, besteht die Möglichkeit, sich freiwillig zum nationalen Zivildienst zu melden. Vor allem religiöse Frauen nehmen diese Möglichkeit wahr, jedoch zunehmend auch arabische Israelis.

Für sie hat die Behörde für den nationalen Zivildienst nun ein Programm entwickelt, das vor allem sprachliche Kompetenzen stärken und so auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach Abschluss des Freiwilligendienstes vergrössern soll.

An arabischsprachigen Schulen in Israel ist Hebräisch ab der dritten Klasse Pflicht, doch die Kurse sollen besonders auf die Freiwilligen- und eine spätere Berufstätigkeit vorbereiten.

Etwa 2.300 arabische Jugendliche nehmen zurzeit an dem Freiwilligendienst teil.

(Ha'aretz, 30.01.12)


Ayalon empfängt japanischen Vize-Aussenminister

Ayalon und Yamane (Foto: GPO)Der Stellvertretende Aussenminister Danny Ayalon hat am Sonntag seinen japanischen Amtskollegen Ryuji Yamane in Jerusalem empfangen. Die beiden Minister diskutierten die bilateralen Beziehungen und die Kooperation zwischen ihren Ländern, regionale Entwicklungen und die Bedrohung durch den Iran.

Ayalon forderte Japan auf, sich dem Öl-Embargo gegen den Iran anzuschliessen, das die Europäische Union in der vergangenen Woche beschlossen hatte. Er erklärte, andere Länder seien bereit, sofort mit Öllieferungen einzuspringen, wenn Japan sich zu dem Embargo entschliessen sollte.

Ayalon wird in dieser Woche noch zur Münchner Sicherheitskonferenz reisen.

(MFA, 29.01.12)


Israelische Filme weltweit erfolgreich

"Footnote"-FilmplakatMit der Oscar-Nominierung des Films "Footnote" als bester fremdsprachiger Film wurde zum vierten Mal in fünf Jahren ein Film aus Israel in dieser Kategorie nominiert. Aus keinem anderen Land standen in diesem Zeitraum so viele Filme zur Entscheidung.

Die ersten drei nominierten Filme "Waltz with Bashir", "Beaufort" und "Ajami" thematisierten alle den Konflikt mit den arabischen Nachbarn. Mit "Footnote" hat es erstmals ein Film zu den Oscars geschafft, der mit einer Geschichte von zwei Talmud-Gelehrten, Vater und Sohn, die um akademisches Prestige und den Israel-Preis konkurrieren, einen internen gesellschaftlichen Konflikt thematisiert.

"Die Nominierung ist eine grosse Ehre für Israel", sagte Moshe Edery, der Produzent von "Footnote".

Denn viele Jahre lang war israelisches Kino eher peinlich: In den 1960er und 1970er Jahren dominierten billige Produktionen, sogenannte "Bourekas-Filme" die Filmindustrie, die vor allem von den ethnischen Stereotypen von aschkenasischen und sephardischen Juden lebten. In Abgrenzung zu diesen abgenutzten, klischeebeladenen Komödien gründete eine Gruppe israelischer Filmemacher 1979 den ambitionierten "Israeli Fund to Encourage Quality Films".

Die folgenden zwei Jahrzehnte waren dennoch nicht sehr ertragreich für das israelische Kino, 1998 erreichte die Filmindustrie ein Rekordtief: Nur noch 0.3 Prozent der israelischen Kinobesucher kauften ihre Tickets für einen israelischen Film.

Im Jahr 2000 beschloss die Knesset, dass es so nicht mehr weitergehe und erhöhte das jährliche Budget für Filmförderung auf 10 Millionen Dollar, so dass vor allem junge Filmemacher eine Chance bekamen, ihre Ideen umzusetzen. So auch Joseph Cedar, der 2000 gerade frisch von der Filmhochschule kam und seit seinem ersten Film "Time of Favor" vom staatlichen Film-Fonds unterstützt wurde.

Katriel Shory, Vorsitzende des Film-Fonds erklärt, dass man bei Cedar einfach etwas gewagt habe. "Wir kannten ihn zwar nicht, doch er war enthusiastisch und passioniert", so Shory. Diese Herangehensweise sei einzigartig und äusserst fruchtbar, erklärt Renen Schorr, Gründer und Vorsitzender der Sam Spiegel-Film- und Fernsehschule in Jerusalem. "Früher hätten Filmfonds nie die erste Produktion eines Filmemachers unterstützt. Heute will Israel, dass junge Leute ihre ersten Filme drehen können."

Diese Budget- und Konzeptänderung trägt Früchte. Mittlerweile produziert Israel zwanzig Filme pro Jahr, 15 Filme mehr als noch Ende der 1990er Jahre.

Doch bisher hat noch keiner der für den Oscar nominierten israelischen Filme den Preis auch nach Hause holen können. Joseph Cedar gibt sich jedoch ganz gelassen. Zum einen sei der Oscar nicht der einzige Indikator für den Erfolg eines Films und zum anderen sei das Thema seines Films ja genau der Reiz und das Risiko von Auszeichnungen.

"Der Film ‚Footnote' handelt von der Frage, was passiert, wenn du aus deinem Alltag herausgerissen wirst, weil dir ein Preis angeboten wird, der deine moralische Integrität korrumpiert und deine Perspektive ändert und manchmal auch zerstört", fasste Cedar die Handlung seines Films zusammen.

(AP, 29.01.12)

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