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Nachrichten vom 1. - 6. Januar 2007
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Iran deutet an, dass sein Atomprogramm nicht nur friedlichen Zwecken dient

Hat der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates im Iran, Ali Larijani, die tatsächlichen Absichten des iranischen Atomprogramms offen gelegt? Auf einer Pressekonferenz (5.1.07) sagte Larijani, der auch als Chefunterhändler in der Atomfrage gegenüber der UNO tätig ist, dass der Iran zwischenzeitlich einem zivilen Atomprogramm verpflichtet sei, die Situation sich jedoch ändern könne, wenn sich der Iran von westlichen Staaten bedroht fühle.

Bis heute hatte der Iran immer wieder mit Entschiedenheit behauptet, dass Atompolitik und Urananreicherung einzig und allein zu zivilen Zwecken betrieben würden. Aufgrund dieser Erklärung verkündete der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad immer wieder, dass das iranische Volk das Recht habe, selbst Atomtechnologie zu entwickeln, um diese als Energiequelle zu nutzen.

Heute entschied sich Larijani, die Katze aus dem Sack zu lassen und gab einen Wink mit dem Zaunpfahl in Bezug auf das, was sein Land tun könnte, wenn der UN-Sicherheitsrat nicht von ihm ablasse. "Wir sind gegen den Erwerb von Atomwaffen und wir beabsichtigen, die Atomtechnologie nur für zivile Zwecke unter den internationalen Vereinbarungen zu nutzen", so Larijani, und fügte im gleichen Atemzug hinzu: "Doch wenn wir bedroht werden, kann sich die Situation ändern."

Larijani gab eine Pressekonferenz am Ende seines China-Besuchs, wo er mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao zusammentraf. Bei ihrem Treffen drängte Hu den Iran, angesichts der Resolution des UN-Sicherheitsrats einzulenken. Nach Worten Hus spiegeln die Resolutionen des Sicherheitsrats die gemeinsamen Sorgen der internationalen Gemeinschaft in Bezug auf die iranische Atompolitik wieder.

(Yedioth Ahronoth, 05.01.)


MP Olmert trifft heute in Sharm el-Sheich Ägyptens Präsident Hosni Mubarak

Israel befürwortet die ägyptische Initiative zu einem "Vierer-Gipfel" mit Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde

Ministerpräsident Ehud Olmert wird sich heute in Sharm el-Sheich mit Ägyptens Präsident Hosni Mubarak treffen. In Hinblick auf das Treffen hat die Regierung in Kairo eine Initiative zu einer regionalen Gipfelkonferenz vorgebracht. Daran sollen Vertreter der Regierungen Israels, Ägyptens, Jordaniens und der Autonomiebehörde teilnehmen. Das Büro des Ministerpräsidenten in Jerusalem unterstützt die Idee.

Dem heutigen Treffen zwischen Olmert und Mubarak war ein Treffen des Ministerpräsidenten mit dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas am 23. Dezember vorausgegangen. Die Ägypter, die sich selbst als Patron des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses sehen, betrachten die Gipfelkonferenz als gute Gelegenheit zur Förderung der politischen Prozesse im Nahen Osten.

Olmert wird bei dem heutigen Treffen drei zentrale Themen ansprechen: eine umfassendere Aufsicht Ägyptens an der Grenze zwischen dem Sinai und dem Gazastreifen, die Erarbeitung einer "regionalen Unterstützung" für Abbas und den politischen Verhandlungsprozess sowie der Gefangenenaustausch, in dessen Rahmen der entführte Soldat Gilad Shalit nach Israel zurückgeholt werden soll.

Gestern berichtete die ägyptische Zeitung Al-Ahram, dass Mubarak mit Olmert über die israelische Zahlung von 100 Millionen Dollar an die Autonomiebehörde sprechen werde, die Olmert Abbas in Aussicht gestellt hatte. Mubarak wird Olmert bitten, die Feuerpause zwischen Israel und den palästinensischen Gruppierungen auf die Westbank auszuweiten und mit ihm über die Freilassung Shalits sprechen.

Nach Angaben einer politischen Quelle in Jerusalem wird heute keine Mitteilung über den Abschluss des Gefangenenaustauschs erwartet.

Olmert wird bei seinem heutigen Treffen mit Mubarak auch auf den Waffenschmuggel über den Sinai in den Gazastreifen eingehen und dem ägyptischen Präsidenten erklären, dass die Kontrolle verbessert werden muss, um den Schmuggel und der Transfer von Geldern an die Hamas zu verhindern und die Bewegungen von Terroristen von beiden Seiten der Grenze an der Philadelphi-Route in Rafiah zu erschweren.

Acht der Mitglieder des parlamentarischen Ausschusses der Knesset für Aussen- und Sicherheitspolitik baten Olmert gestern eindringlich, seinen Besuch in Ägypten zu verschieben oder ihn an die Bedingung zu knüpfen, dass ein Datum für einen offiziellen Gegenbesuch Mubaraks in Israel festgelegt wird und dass Ägypten sich dazu verpflichtet, stärker gegen den Waffenschmuggel aus dem Sinai in den Gazastreifen vorzugehen.

(Ha'aretz, 04.01.)


Geheimdienstmitarbeiter der Fatah: Hamas trainiert im Libanon und im Iran

Hamas-Mitglieder sind zu militärischen Übungen in den Iran und nach Libanon geflogen. Das teilte ein hochrangiger palästinensischer Geheimdienstmitarbeiter der Fatah-Partei gegenüber WorldNetDaily (WND) mit. Die Hamas-Mitglieder würden von iranischen Revolutionsgarden und Hisbollah-Kämpfern auf Kämpfe mit der Fatah und Israel vorbereitet.

Der Palästinenser bestätigte einen Bericht israelischer Sicherheitsquellen vergangener Woche. Demnach sollen Dutzende, wenn nicht Hunderte, Hamas-Terroristen aus dem Gazastreifen im Iran ausgebildet werden. Der Geheimdienstmitarbeiter beaufsichtigt Polizisten der Fatah in der Westbank und im Gazastreifen.

Ein Sprecher der Hamas, Abu Obayda, wollte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press nicht Stellung nehmen. "Ich kann aber bestätigen, dass wir das Recht haben, im Inland oder Ausland zu trainieren", sagte er.

Im Dezember besuchte der palästinensische Ministerpräsident Ismail Haniyeh (Hamas) den Iran. Die Regierung in Teheran soll der Hamas-Regierung 120 Millionen US-Dollar gegeben und einige weitere Millionen in Aussicht gestellt haben.

Hisbollah als Vorbild

Anführer verschiedener Terrororganisationen in Gaza, darunter Mitglieder der Fatah-Partei, räumten gegenüber WND ein, dass man versuche, die Kampftaktik der Hisbollah zu kopieren. "Wir verwandeln Gaza in einen Südlibanon", sagte Abu Ahmed von den "Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden". "Wir importieren Raketen, üben wie man diese abschiesst und erarbeiten Angriffspläne". Seine Gruppe erhalte Hilfe von der Hisbollah, um Langstreckenraketen zu importieren und Ausbildung in Guerilla-Kampftaktiken. Die Hisbollah habe Terrorzellen im Sinai. Die Palästinensergruppen würden Bunker im Gazastreifen errichten, ganz nach dem Vorbild der Hisbollah im Libanon.

(Yedioth Ahronoth, 03.01.)


Italienischer Zeitungsbericht über das neue Verhältnis zwischen Hisbollah und UNIFIL

In der italienischen Zeitung Il Giornale erschien ein Artikel (14.12.06) aus dem Südlibanon. Der Autor, Gian Micalessin, beschreibt die Beziehungen zwischen der Hisbollah und der französischen UNIFIL-Einheit, sowie das Verhältnis zwischen Hisbollah und UNIFIL im Allgemeinen.

In dem Artikel wird ein Mitarbeiter der Organisation "Bau-Jihad der Hisbollah" (Organisation für zivilen Wiederaufbau) zitiert, der seinen Zorn darüber zum Ausdruck bringt, dass die französischen Truppen im Südlibanon im Gebiet von Nafhaya-Emek Najar Streifen fahren und die Hisbollah-Leute daran hindern, die Waffendepots in diesem Gebiet aufzusuchen und sich frei zu bewegen. Der gleiche Mitarbeiter sagte, dass "die Depots noch immer mit Waffen gefüllt sind. Die Hisbollah hat sie nach dem Krieg mit Waffen aufgefüllt, bevor die UN-Truppen in Stellung gingen, doch sie kann die Waffen nicht bewegen oder benutzen und das verärgert die Hisbollah-Leute in der Region sehr."

Der gleiche Hisbollah-Angehörige berichtet, dass sich die Hisbollah nach dem Krieg gegenüber der UNIFIL nun "abwartend" verhalte. Sie habe gehofft, dass "die Dinge mit den neuen UNIFIL-Truppen genauso gut verlaufen werden, wie mit den indischen Soldaten und jenen aus Ghana, doch das ist nicht der Fall."

Nach Angaben von Hisbollah-Mitgliedern ist die Situation explosiv, obwohl sie erklären, dass "die Hisbollah reagieren wird, wenn sie den Eindruck haben sollte, dass man versucht, sie zu entwaffnen". In dem Artikel wird auch ein Hisbollah-Mitglied aus der Region "Alhiam" zitiert, das davon erzählt, dass Bewohner der Region die französische Einheit mit Steinen bewerfen. Ein anderer Bewohner erzählt, dass UNIFIL-Mitarbeiter von vielen Einwohnern der Region als "Kreuzritter" und "Ketzer" bezeichnet werden. Ausserdem berichtet der gleiche Hisbollah-Anhänger, dass die Hisbollah so stark ist wie in der Vergangenheit und bereit sei, zu agieren.

Der Korrespondent erzählt, dass die Hisbollah zwar viele Kampfmittel im Süden nicht bewegen kann, sie jedoch die Waffen in der Ebene und entlang der syrisch-libanesischen Grenze ansammelt und auf die Stunde wartet, sie in den Süden zu verlegen, wenn das notwendig sein sollte. Ein Bürgermeister aus dem Süden, der in dem Artikel zitiert wird, erzählte: "Wir sehen zwar nicht mehr die grossen Lastwagen, die wir vor dem Krieg gesehen haben, aber das heisst nicht, dass die Hisbollah verschwunden ist. Ihre Waffen sind nicht mehr sichtbar, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegen, aber sie bereiten sich im Gelände vor und wenn die richtige Zeit gekommen ist, werden sie wieder von sich hören lassen".

(Il Giornale, 02.01.)


Zwei Soldaten in Nablus verletzt; Erleichterungen in der Westbank

Zwei israelische Soldaten der Golani-Einheit wurden gestern während einer Razzia in Nablus leicht verletzt, als ihr Jeep beschossen wurde.

Sie wurden in das Beilinson-Krankenhaus in Petah-Tikwa gebracht. Bei Einsätzen in der Westbank wurden gestern 24 Palästinenser festgenommen, die auf israelischen Fahndungslisten stehen. Die Festnahmen wurden im Gebiet von Nablus, Tulkarem, Ramallah und Bethlehem durchgeführt.

Erleichterungen in der Westbank

Die israelische Armee hat gestern unter der Anweisung von Ministerpräsident Ehud Olmert und von Verteidigungsminister Amir Peretz mit den Erleichterungen im palästinensischen Verkehr in der Westbank begonnen. In der ersten Stufe gibt es Erleichterungen im Warenverkehr an einigen Sperren in der Westbank. Ausserdem wurden die Kontrollbestimmungen an 16 zentralen Sperren geändert.

Gemäss den neuen Bestimmungen werden palästinensische Fahrzeuge an diesen Sperren nicht mehr vollständig überprüft. Stattdessen gibt es Stichproben.

Die Anweisung legt fest, dass die Befehlshaber der Sperren, an denen es Erleichterungen gibt, dafür zu sorgen haben, dass es keine langen Staus gibt und dass der Umfang der Kontrollen dem Verkehrsaufkommen angepasst wird.

Die israelische Armee hat noch nicht entschieden, wann mit der nächsten Stufe, - Aufhebung der 49 Sperren an den Dorfeingängen und auf den Wegen zwischen den Dörfern, - begonnen wird.

(Ha'aretz, 02.01.)

Armee verteidigt Einsatz in Ramallah, sechs Zivilisten getötet, 18 verletzt

Bei einem israelischen Militäreinsatz in Ramallah (Westbank) sind am Donnerstagabend sechs Palästinenser getötet und 18 weitere verletzt worden. Bei dem Einsatz kam es zu Unruhen in der Stadt. Die israelische Armee bestätigte, dass vier Palästinenser, die am Nachmittag bei der Aktion in Ramallah verhaftet worden waren, nach einem Verhör durch die Sicherheitsbehörden wieder freigelassen wurden.

Ministerpräsident Ehud Olmert hat den Tod palästinensischer Zivilisten bedauert. Nach einem Treffen mit Ägyptens Staatspräsident Hosni Mubarak sagte Olmert am Donnerstag im ägyptischen Badeort Sharm el-Sheich, Israel müsse Schritte unternehmen, um Terrorattacken zu verhindern.

Armee: General Naveh zog alle notwendigen Überlegungen in Erwägung

Die Armee wies die Kritik aus den politischen Reihen am Militäreinsatz in Ramallah ab. Politiker warfen Armee und Sicherheitsbehörden vor, den Verteidigungsminister nicht informiert zu haben. Ausserdem sei der Zeitpunkt für die Verhaftungsaktion schlecht gewählt.

Ein Offizier erklärte, dass der Einsatz am Donnerstag – wie viele andere Einsätze in der Westbank auch – der Zustimmung eines Offiziers des Zentralkommandos bedürfen. In diesem Fall habe Generalmajor Yair Naveh alle Überlegungen in Erwägung gezogen und grünes Licht gegeben.

Zeitgleich zu der Operation in Ramallah habe es einen weiteren Einsatz in Bethlehem gegeben, der ebenso darauf abzielte, Personen festzunehmen, die auf israelischen Terror-Fahndungslisten stehen. "Wir erinnern daran, dass wir uns ständig mit Fragen beschäftigen, die den Schutz der palästinensischen Zivilbevölkerung betrifft. Unser Fokus liegt jedoch auf der Tatsache, dass es Terroristen gibt, die in Kürze Anschlage ausüben könnten", so der Offizier. "Wenn es eine operative Möglichkeit gibt, sie zu verhaften und den nächsten Anschlag zu verhindern, ergreifen wir jede Massnahme, die im Rahmen der Anordnungen des Generalstabs möglich sind, um diesen Anschlag zu verhindern."

Aus anderen Quellen der Armee wurde mitgeteilt, dass jede vergleichbare Operation verschiedene Risiken birgt, darunter die Gefahr, dass Zivilisten getroffen werden. Deshalb bereite sich die Armee auf verschiedene Szenarien vor, die bei den Einsätzen auftauchen könnten.

Weitere Zwischenfälle

In der Nähe von Hawara, südlich von Nablus, bewarfen Palästinenser einen israelischen Bus mit Steinen. Es gab keine Verletzten, der Bus wurde beschädigt. Israelische Soldaten suchten das Gelände ab. In der Nähe von El-Arub, südlich von Jerusalem, wurde eine Israelin leicht verletzt, als Palästinenser ihren Wagen mit Steinen bewarfen. Die Verletzte wurde vor Ort medizinisch behandelt.

(Yedioth Ahronoth, 05.01.)


Weitere Qassam-Raketen auf israelische Ziele abgeschossen

Palästinenser im Gazastreifen haben am Freitagmorgen zwei Qassam-Raketen auf Israel abgeschossen. Eine Rakete landete im Stadtzentrum von Sderot und beschädigte mehrere Gebäude. Einige Personen erlitten Schocks, eine Frau fiel in Ohnmacht. Die zweite Rakete schlug neben einem Kibbuz in der Region "Shaar Hanegev" ein. Dabei wurde niemand verletzt.

Die "Al-Quds-Brigaden" der radikalislamischen Palästinenserorganisation "Islamischer Jihad" übernahm kurz nach dem Angriff die Verantwortung. Die Raketen seien die Antwort auf "israelische Verbrechen" und auf die Militäraktion in Ramallah am Donnerstagabend, bei der sechs Personen getötet wurden.

Am Mittwoch feuerten Palästinenser im Gazastreifen eine Qassam-Rakete auf den Grenzübergang "Erez" ab. Am Dienstag hatten Palästinenser den Waren-Übergang "Karni" mit Mörsergranaten beschossen, nachdem sie drei Tage lang die Waffenruhe eingehalten hatten. Dabei wurde eine Person leicht verletzt und ein LKW beschädigt.

(Yedioth Ahronoth, 05.01.)


Botschafter des Fussballs

Israel hat einen neuen Botschafter in Afrika: Gora Tal, Verteidiger bei der israelischen Fussballmannschaft MS Ashdod. Er ist in seine Heimat Senegal zurückgekehrt und begab sich sofort zu einer Pressekonferenz, auf der er das Heilige Land lobte und jedem, der bereit war zuzuhören, erzählte, dass "alles sauber und ordentlich ist, die Menschen warmherzig und der Hummus gut schmeckt".

Der Heimatbesuch Tals, der in der Vergangenheit in der Nationalmannschaft des Senegal gespielt hat, stösst in der örtlichen Presse in dem afrikanischen Staat auf grosses Interesse. 11 Sportkorrespondenten der wichtigsten Zeitungen im Land sind in die israelische Botschaft in Dakar gekommen und haben ihm zahlreiche Fragen über sein Leben in Israel gestellt. Der israelische Botschafter in Senegal, Gideon Bachir, fügte Informationen über die Sicherheitslage an.

Am Tag danach verliehen ihm die Journalisten drei Ehrentitel: Botschafter der senegalesischen Liga in dem hebräischen Staat, israelischer Botschafter im Senegal und Botschafter Senegals in Israel. In der staatlichen Zeitung Le Soleil hiess es, dass Israel zu einem wichtigen Ziel senegalesischer Fussballspieler werde.

Sport, so sagt man in der Botschaft, sei ein wunderbares Mittel, um das positive Gesicht Israel zu zeigen.

(Yedioth Ahronoth, 03.01.)


Berater Ahmadinejads: "Hitler war Jude und half bei der Gründung des Staates Israel"

Die iranische Führung bricht einen weiteren hässlichen Rekord in der Leugnung des Holocaust: der Berater des Präsidenten behauptet, Hitler sei Jude gewesen und habe zu den Gründern des Staates Israel gehört.

Muhammad Ali Ramin, der Berater des Präsidenten Mahmud Ahmadinejad, sagte, Adolf Hitler habe mütterlicherseits jüdische Vorfahren gehabt. Nach seinen Worten waren die Taten Hitlers – zur Gründung des Staates Israel – auf den Einfluss einiger seiner jüdischen Angehörigen zurückzuführen. Die Staatsgründung sei das Ergebnis seiner Zusammenarbeit mit Grossbritannien. Es sei das gemeinsame Ziel gewesen, die Juden aus Europa zu verbannen. Die Äusserungen Ramins waren auf der iranischen Internetseite "Baztab" zu lesen. Ausschnitte aus dem Interview wurden vom Middle East Media Research Institute (MEMRI) veröffentlicht. Ramin berief sich in dem Interview auf ein Buch mit dem Titel "Adolf Hitler – Begründer Israels" von Hennecke Kardel.

(Yedioth Ahronoth, 02.01.)

Mehr dazu bei Middle East Media Research Institute (MEMRI):
Mohammad Ali Ramin, Advisor to Iranian President Ahmadinejad: 'Hitler Was Jewish', Jan 3, 2007


Ein halbes Jahr ohne Gilad, Ehud und Eldad

Ein halbes Jahr ist vergangen seit der Entführung von Gilad Shalit am 25. Juni 2006 im Gebiet von Kerem Shalom im Grenzland zum Gazastreifen. Zweieinhalb Wochen später, am 12. Juli, wurden Ehud Goldwasser und Eldad Regev an der libanesischen Grenze durch die Hisbollah entführt. Die Familien der Entführten tun alles, was in ihrer Macht steht, um das Thema auf der Tagesordnung zu halten.

In der vergangenen Woche sagte Noam Shalit, Gilads Vater, er habe nicht gedacht, dass ein halbes Jahr vergehen würde, ohne dass Gilad heimgekehrt ist. In den letzten Tagen waren zahlreiche Äusserungen in Bezug auf die Situation von Shalit und seine Freilassung zu hören, hauptsächlich in der arabischen Presse. Die Rede war von einer Mitteilung über die Vereinbarung eines Gefangenenaustauschs Ende der Woche. Der Sprecher des militärischen Arms der Hamas erklärte vor einigen Tagen, dass es einen Durchbruch gäbe und die Freilassung Shalits näher rücke.

Noam Shalit ist nicht sehr optimistisch. Shalit ist für eine Freilassung von Gefangenen, in der Hoffnung, dass dies zu einem Durchbruch führt. Gestern veröffentlichte er sogar einen Aufruf an den syrischen Präsidenten Bashar Asad, in dem er fordert, Druck auf die Hamas-Führung in Damaskus auszuüben, um die Entführung seines Sohnes zu einem Ende zu bringen.

(Ma'ariv NRG, 02.01.)


Angriffe aus dem Gazastreifen halten an; eine Person verletzt

Bei einem palästinensischen Granatangriff auf den Grenzübergang Karni ist am Dienstagmorgen (2.1.07) eine Person verletzt worden.

Ein Lastwagen wurde leicht beschädigt. Der Verletzte wurde ins Soroka-Krankenhaus in Be’er Sheva gebracht. Der Warenübergang zum Gazastreifen bleibt trotz des Angriffs geöffnet.

Vor zwei Wochen vereinbarten Ministerpräsident Olmert und Palästinenserpräsident Abbas, dass die Sicherheitsvorkehrungen an den Übergängen zum Gazastreifen verbessert werden. 400 LKW sollen in Zukunft täglich zwischen Israel und dem Gazastreifen verkehren.

Angriffe aus dem Gazastreifen halten an

Am Freitag (29.12.06) haben Palästinenser im Gazastreifen zehn Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert. Es war die höchste Anzahl solcher Geschosse an einem Tag seit der offiziellen Waffenruhe vom 25. November.

Seit dem Waffenstillstand haben sich die israelischen Streitkräfte trotz weiterer Raketeneinschläge zurückgehalten.
Am 25. Dezember beauftragte die Regierung den Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen, beim Sicherheitsrat seinen dringenden Protest gegen den anhaltenden Beschuss einzulegen.
Am Mittwoch (27.12.06) kündigte Ministerpräsident Ehud Olmert gezielte Schläge gegen die Angreifer an. Gleichzeitig will Israel an dem Waffenstillstand festhalten und auf die Palästinensische Autonomiebehörde einwirken, damit diese die Angriffe auf Israel unterbindet.
Seit dem 25.11.06 sind über 53 Qassam-Raketen auf Israel abgeschossen worden. Dabei gab es in vielen Fällen Sachschaden. Kinder und Erwachsene leben in Angst oder sind traumatisiert.

Unterdessen beschloss die Regierung am Montag, einen Gesetzesentwurf zu forcieren, der die staatliche Finanzierung in Höhe von 400 Millionen NIS zur Sicherung von Wohnhäusern im Umkreis des Gazastreifens erlaubt. Der Knessetabgeordnete Shai Hermesh (Kadima), ein Einwohner von Kfar Gaza, erarbeitete den Gesetzesvorschlag.

(Yediot Ahronoth, 02.01.)


Ministerpräsident Ehud Olmert telefonierte mit Mahmud Abbas

Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Sonntagabend (31.12.06) mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas telefoniert und ihm und dem palästinensischen Volk seine Grüsse zum muslimischen Opferfest (Id al-Adha) übermittelt.

Bei dem Gespräch vereinbarten Olmert und Abbas, dass die Arbeit zur Bildung der gemeinsamen Sonderausschüsse für die Freilassung der Gefangenen und zur Überarbeitung der Fahndungslisten intensiviert wird. Olmert und Abbas einigten sich bei dem jüngsten Gipfeltreffen vor anderthalb Wochen in Jerusalem auf eine Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Mitarbeiter im engeren Umkreis Olmerts sagten, die israelische Regierung unternehme alles, um die Erleichterungen für die Palästinenser zu forcieren. Gleichzeitig sei man bemüht, die Zusammenarbeit mit Abbas bei allem, was die israelisch-palästinensischen Ausschüsse angehe, zu stärken. Ein Teil der Mitarbeiter von Abbas halte sich anlässlich des muslimischen Opferfestes seit einigen Tagen jedoch im Ausland auf, und daher sei die gemeinsame Arbeit in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen.

(Ma'ariv NRG, 01.01.)

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