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Nachrichten vom 10. - 16. Januar 2010
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Bombenanschlag auf israelische Diplomaten in Jordanien

Flagge von JordanienIn Jordanien, am Strassenrand der Verbindung von Amman zur Allenby-Brücke, wurde gestern (Donnerstag) Nachmittag ein Sprengsatz zur Explosion gebracht, als ein Konvoi mit israelischen Diplomaten passierte. Ziel sei der israelische Botschafter in Jordanien, Danny Nevo, gewesen, berichtete Al-Jazeera. Er befand sich jedoch nicht in den Wagen und es sind glücklicherweise auch keine Verletzten oder Opfer zu beklagen, so das israelische Aussenministerium.

Laut einer jordanischen Quelle erreichten jordanische Kräfte den Ort des Anschlags innerhalb weniger Augenblicke und eskortieren die israelischen Wagen in ein nahe gelegenes Militärlager und eskortierte sie später an die israelische Grenze, nachdem sie zunächst versorgt und ihre Aussagen aufgenommen wurden.

Der Konvoi war unterwegs von Jordaniens Hauptstadt Amman nach Israel, als er ungefähr 20 Kilometer vor der Grenze angegriffen wurde.

Die jordanischen Sicherheitsbehörden haben eine Untersuchung des Anschlags aufgenommen, die von israelischen Sicherheitskräften verfolgt wird.

Ein Sicherheitsoffizieller teilte der jordanischen Zeitung al-Ghad mit, dass die Explosion, die gegen einen israelischen Konvoi gerichtet war, ein Signal an die jordanischen Behörden sei, dass jene, die den Anschlag verübten, in der Lage seien, die Sicherheitseinrichtungen des Königreichs jederzeit zu infiltrieren und empfindlich zu treffen. Die Quelle schloss nicht aus, dass al-Qaida dahinter stehen könnte.

Israels Sicherheitskräfte nehmen an, dass es sich um einen unpräzise ausgeführten Hinterhalt handelt, bei dem mehrere Sprengsätze verwendet wurden, wie jordanische Untersuchungen ergaben.

Israelische Offizielle befinden sich im Nachbarstaat schon länger unter Terrorbedrohung. Vor knapp einem Jahr wurden in Jordanien drei Hamas-Mitglieder zu fünf Jahren Haft verurteilt, da sie die israelische Botschaft in Amman beobachteten.
Nicht nur Diplomaten sind bedroht - vor einem Jahr wurden zwei Jordanier wegen versuchten Mordes und illegalen Waffenbesitzes verurteilt, die einen Mordanschlag auf einen israelischen Geschäftsmann in Irbid geplant hatten. Laut Anklage planten die beiden, Juden in Jordanien zu töten.

(Yedioth Ahronoth, 15.01.10)


Israelische Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti

Israelisches RettungsteamMinisterpräsident Netanyahu hat dem Chef des israelischen Rettungsteams, Brigadegeneral der Reserve Shalom Ben Ariyeh in einem Telefonat viel Erfolg für die Mission in Haiti gewünscht. "Sie haben eine humanitäre Mission im Namen der gesamten israelischen Nation vor sich, basierend auf der jüdischen Tradition des Tikkun Olam". Israel habe grosse Erfahrung in Rettungsmissionen, weshalb er hoffe, dass es dieses Mal ebenfalls gelänge, so viele Kinder, Eltern und Familien zu retten.

Mit dem israelischen Botschafter in der Dominikanischen Republik, Amos Radian, der vor Ort die israelische Hilfe koordiniert, ist unter folgendem Link ein Interview zu hören: http://www.isrealli.org/haiti-update/

(Botschaft des Staates Israel, 15.01.10)


Bald wieder Schuluniformen?

Erziehungsminister Gideon Sa'arEltern in Israel können aufatmen: Die morgendliche Entscheidung ihrer Kinder, was sie für die Schule anziehen sollen, wird voraussichtlich ab dem nächsten Jahr obsolet. So will es zumindest Erziehungsminister Gideon Sa'ar, der am Sonntag mitteilte, die Schuluniform an Grund- und Mittelschulen wieder zur Pflicht zu machen.

Sa'ar hat sich für sein Vorhaben bereits die Zustimmung sowohl des Nationalen Schülerrats als auch der Elternorganisationen gesichert. Zwar gibt es bisher noch kein genaues Modell für die Uniform; der Minister hofft aber, ein solches in den nächsten Monaten gemeinsam mit Schülern und Lehrer entwerfen zu können.

Schon jetzt haben etwa zwei Drittel der israelischen Schulen eine Art von Uniform, die jeweils auf individueller Basis vom Erziehungsministerium genehmigt wurde.

In den 50er und 70er Jahren waren Schuluniformen in Israel die Norm. Nach und nach gerieten sie jedoch im Zuge allgemeiner Individualisierungstendenzen in die Kritik. Seit der Jahrtausendwende hat dann eine gewisse Renaissance eingesetzt. In vielen Schulen sind T-Shirts mit dem jeweiligen Schullogo die Regel.

Sa'ar und sein Ministerium werden von der Hoffnung geleitet, dass Schuluniformen zu mehr Solidarität und Gleichheit, aber auch zur finanziellen Entlastung von Eltern führen. <The Jerusalem Post, 10.01.10>

(Botschaft des Staates Israel, 15.01.10)


Israel übermittelt Haiti sein Beileid und seine Solidarität

Flagge des Staates Israel"Israel möchte der Regierung und Bevölkerung Haitis angesichts dieser schrecklichen Katastrophe sein Mitgefühl ausdrücken. Unser Beileid gilt den Familien der Opfer. Wir wünschen den Verletzten eine schnelle Genesung.

Israel tut alles in seiner Macht stehende, um den Menschen in Haiti zu helfen, das Desaster in ihrem Land zu bewältigen. Eine 220 Mann starke Delegation unter Leitung von Offiziellen des Aussenministeriums wird heute Nachmittag (Donnerstag, 14. Januar 2010) mit zwei Flugzeugen des Typs Boeing 747 Richtung Port-au-Prince aufbrechen, die von El Al durch die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) angemietet wurden. Das Hilfspaket beinhaltet ein Feldlazarett des Heimatfrontkommandos und Suchmannschaften, sowie Teams des Roten Davidsterns (Magen David Adom) und der israelischen Polizei.

Der israelische Botschafter in der Dominikanischen Republik, Amos Radian, befindet sich in Port-au-Prince und koordiniert die Verteilung der israelischen Hilfe mit lokalen Behörden und Hilfsorganisationen."

(MFA, 14.01.2010)


Israel schickt Such- und Rettungsdelegation nach Haiti

Foto: IDF Rescue (Archiv)Eine israelische Delegation von Mitgliedern des Aussenministeriums und des Heimatfrontkommandos sowie des medizinischen Korps der Armee ist heute Morgen in die Republik Haiti aufgebrochen, um Hilfsmöglichkeiten nach dem jüngsten Erdbeben zu prüfen.

Das Heimatfrontkommando schickt Such- und Rettungskräfte nach Haiti, um die Bergung von Erdbebenopfern in dem Karibikstaat zu unterstützen. Der Sanitätsoffizier des Heimatfrontkommandos, Dr. Ariel Bar, teilte mit, es seien bereits Massnahmen ergriffen worden, um die Vorbereitungsphase des Hilfseinsatzes zu verkürzen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde Haiti von einem schweren Erdbeben mit einer Stärke von 7.0 nahe der Hauptstadt Port-au-Prince erschüttert.

Das Heimatfrontkommando bildet seine Such- und Rettungseinheiten kontinuierlich dazu aus, angemessen auf Notfälle reagieren zu können. Regelmässig finden in Koordination mit zivilen israelischen Instanzen und internationalen Organisationen Rettungsübungen statt.

Gegenwärtig findet in Tel Aviv eine internationale Konferenz zum Umgang mit humanitären Katastrophen und Notfällen statt.

(MFA, 13.01.10)


Abbas pocht auf Gemeinsamkeiten mit Hamas

Mahmoud AbbasDer Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, bewegt sich auf die Hamas zu. In jüngsten Reden hat er die Terrororganisation dazu aufgerufen, ein Versöhnungsabkommen mit seiner Fatah-Bewegung zu unterzeichnen.

Dabei erklärte der Palästinenserpräsident im palästinensischen Fernsehen, dass es in den wesentlichen Punkten keine Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Seiten geben würde:

"Es gibt keine Differenz zwischen uns: In Bezug auf den Glauben? Keinen! In Bezug auf die Politik? Keinen! In Bezug auf den Widerstand? Keinen!"

Hinsichtlich der Mahnung aus den USA, sich eines Abkommens mit der Hamas zu enthalten, sagte Abbas, er sei "Druck" von Seite der Amerikaner ausgesetzt gewesen, habe diesem aber widerstanden und ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet.

(Palestinian Media Watch, 12.01.10)


Barak besucht Grenze zum Libanon

Foto: MODIsraels Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Dienstag den israelischen Truppen an der Nordgrenze einen Besuch abgestattet. Dabei betonte er: "Ich empfehle der anderen Seite, nicht in eine Auseinandersetzung abzugleiten. Die Ruhe dient beiden Seiten."

An seine Soldaten gerichtet sagte Barak: "Die Ruhe an der Nordgrenze wurde wegen der Abschreckung zurückgebracht, die 2006 [im zweiten Libanonkrieg] erzeugt wurde, und wegen eurer Bereitschaft." Dabei fügte er hinzu: "Die Dinge können sich schnell verschlechtern. Die Patrouille kann von einem Moment zum anderen zu einem Zusammenstoss werden, der von euch all das verlangt, was ihr eintrainiert habt - Geschwindigkeit, Reaktionsvermögen, Mut, gegenseitige Deckung - man muss die ganze Zeit bereit sein, daran werden wir geprüft." Es sei die Wachsamkeit der Soldaten, die die Ruhe im Norden gewährleiste.

Der Verteidigungsminister geht zwar davon aus, dass die Ruhe gewahrt bleiben wird, weist aber gleichzeitig auf die andauernde Aufrüstung der Hisbollah mithilfe Syriens und des Iran hin.

"Wir stellen abermals klar - es empfiehlt sich nicht, die Lage zu verschlechtern. Wir betrachten die libanesische Regierung und jeden, der der Hisbollah hilft, als verantwortlich", so Barak.

(Ha'aretz, 12.01.10)


Israel verurteilt antiisraelische Äusserung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan

SymbolfotoDas israelische Aussenministerium verurteilt die hemmungslose Attacke gegen Israel, die der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem libanesischen Amtskollegen Sa'ad al-Din al-Hariri von sich gegeben hat.

Israel respektiert die Türkei und ist an kontinuierlichen normalen Beziehungen zwischen den Staaten interessiert, erwartet jedoch von der türkischen Seite, Israel für ihren Teil mit einer ähnlichen Einstellung gegenüberzutreten.

Die Worte von Ministerpräsident Erdogan müssen gemeinsam mit der antiisraelischen Sendung, die gegenwärtig im türkischen Fernsehen ausgestrahlt wird, sowie mit anderen ernstzunehmenden antiisraelischen Geisteshaltungen gesehen werden, welche der türkische Ministerpräsident seit mehr als einem Jahr zum Ausdruck bringt, seit er im Januar 2009 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine verbale Attacke gegen Präsident Shimon Peres vom Zaun gebrochen hat.

Israel behält sich das Recht vor, seine Bürger gegen Raketenangriffe und Terrorismus von Seiten der Hamas und der Hisbollah zu schützen. Die Türkei ist das letzte Land, das Israel und den Israelischen Verteidigungsstreitkräften Moral predigen sollte.

(MFA, 11.01.10)

Israels stellvertretender Ministerpräsident Danny Ayalon hat am Montag den türkischen Botschafter in Israel einbestellt und ihm im Namen der israelischen Regierung den Protest gegen eine Folge der türkischen Fernsehserie übermittelt, in der Israel und die Juden als Kindesentführer und Kriegsverbrecher dargestellt werden.

Ayalon erklärte, derlei Äusserungen seien inakzeptabel und erwüchsen auf dem Boden von schwerwiegenden Äusserungen von Seiten hochrangiger türkischer Politiker. Er fügte hinzu, die Angelegenheit gefährde das Leben von Juden in der Türkei und sei dazu angetan, die bilateralen Beziehungen zu beeinträchtigen.

Ebenso erklärte er, Israel erwarte, dass die türkische Regierung einen Weg finden werde, die Wiederholung derartiger Erscheinungen zu verhindern und klarzustellen, dass diese Einstellungen von ihr nicht hingenommen werden.

(MFA, 11.01.10)


Iranisch-syrischer Schulterschluss

Bashar al-AssadDer Iran und Syrien haben abermals ihre politische Nähe bekräftigt. Am Montag traf sich der iranische Aussenminister Manouchehr Mottaki in Damaskus mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und überbrachte ihm herzliche Grüsse von Präsident Mahmoud Ahmadinejad.

Die beiden Politiker besprachen die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern, die Mottaki als "strategisch, eng, langfristig und tief" bezeichnete, und Israels Vorgehen im Westjordanland und im Gaza-Streifen. Mottaki betonte dabei, die Unterstützung des Widerstands gegen Israel sei für den Iran und Syrien eine "moralische und menschliche Pflicht". Am Ende des Treffens sprach er von den "Verbrechen des zionistischen Regimes" gegen die Palästinenser im Westjordanland.

Mottaki nutzte seinen Besuch in der syrischen Hauptstadt auch zu Treffen mit dem Generalsekretär des Islamischen Jihad, General Ramadan Abdullah Salah, demgegenüber er die Palästinenser zur Fortsetzung des Kampfes in Israel aufrief, welchen er als "legales und religiöses Recht gegen den zionistischen Besatzer" bezeichnete. Ausserdem traf er sich mit dem Assistenten von Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah, Haj Hussein Khalil.

(Yedioth Ahronoth, 11.01.10)


Mönchsrobbe an Israels Küste

MönchsrobbeAm Strand von Herzliya haben Fischer am Freitagmorgen eines der seltensten Säugetiere der Welt angetroffen: eine Mönchsrobbe. Jahrzehntelang war kein Vertreter dieser vom Aussterben bedrohten Seehundart an Israels Küste gesichtet worden.

Ein Bild der in Herzliya gesichteten Robbe gibt es unter dem folgenden Link: http://www.haaretz.co.il/hasite/spages/1141300.html

Da das Tier auf die Fischer einen sehr erschöpften Eindruck machte, forderten sie umgehend im nahe gelegenen Safari-Park Hilfe an. Der von dort herbeieilende Experte versuchte dem Seehund zu helfen, der jedoch ins Meer entschwand. Anschliessende Versuche, ihn ausfindig zu machen, schlugen fehl.

Zum letzten Mal wurden Mönchsrobben vor 50 bis 60 Jahren an Israels Mittelmeerküste gesehen. Auch im Libanon berichtete man damals von einem Bestand von 10 bis 20 Tieren. Seitdem ist in der Region kein Seehund mehr gesichtet worden. Lediglich an den Küsten Griechenlands und der Türkei soll es noch eine kleine Anzahl von Mönchsrobben geben. <Ha'aretz, 08.01.10>

(Botschaft des Staates Israel, 11.01.10)


Netanyahu beschliesst Absperrung der Grenze zu Ägypten

Ministerpräsident Binyamin NetanyahuIsraels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntag entschieden, Israels Südgrenze zu Ägypten durch den Bau einer Sperranlage gegen Eindringlinge und Terroristen zu sichern. Der Bau der Sperranlage wird voraussichtlich knapp 200 Millionen Euro kosten und mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Netanyahu meinte dazu: "Ich habe nach ausgedehnten Beratungen mit den Regierungsministerien und Fachleuten beschlossen, Israels Südgrenze gegen Eindringlinge und Terroristen abzuschliessen. Dies ist eine strategische Entscheidung, um den jüdischen und demokratischen Charakter des Staates Israel zu sichern. Israel wird weiterhin für Kriegsflüchtlinge offen stehen, aber wir können nicht zulassen, dass Tausende von illegalen Arbeitern über die Südgrenze nach Israel eindringen und unser Land überfluten."

An der Besprechung nahmen auch Verteidigungsminister Ehud Barak, Finanzminister Yuval Steinitz, der Minister für öffentliche Sicherheit, Yitzhak Aharonovitch, der stellvertretende Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Benny Gantz, sowie der stellvertretende Generalstaatsanwalt teil. Sie wurden über die grundlegenden Vorbereitungen des Sicherheitsapparats unterrichtet. Die kombinierte Lösung, die vorgestellt wurde, basiert sowohl auf einem Zaun als auch auf technologischen Massnahmen.

In einem ersten Schritt sollen Zäune an der Grenze südlich des Gaza-Streifens und nördlich von Eilat errichtet werden. Gleichzeitig sollen die technologischen Massnahmen, die eine rasche Lokalisierung von Eindringlingen gestatten, entlang des gesamten Grenzverlaufs zum Einsatz kommen.

Netanyahu machte sich die Empfehlung des Sicherheitsapparats zu Eigen und gab die Anweisung, innerhalb von zwei Wochen Geldmittel für die Bauarbeiten bereitzustellen. Das Justizministerium soll in den kommenden Wochen einen Gesetzentwurf gegen Arbeitgeber illegaler Arbeiter formulieren.

(MFA, 10.01.10)

Deutsch-israelische Regierungskonsultationen am kommenden Montag in Berlin

SymbolfotoDer Staat Israel und die Bundesrepublik Deutschland nahmen am 12. Mai 1965 diplomatische Beziehungen auf. Für beide Staaten stellen die bilateralen Beziehungen eine Säule der jeweiligen Aussenpolitik dar. Neben den kontinuierlichen Kontakten auf politischer Ebene haben sich die deutsch-israelischen Beziehungen in den vergangen 45 Jahren auch in vielen anderen Bereichen - wie beispielsweise Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft - sowie durch die Begegnungen von Menschen im Rahmen von Jugendaustausch oder Städtepartnerschaften im Lauf der Jahre vertieft und erweitert.

Aus Anlass des 60. Jahrestags der Staatsgründung Israels haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Ehud Olmert im März 2008 die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen ins Leben gerufen und damit ein neues Kapitel in den einzigartigen Beziehungen der beiden Staaten aufgeschlagen.

Am kommenden Montag wird Ministerpräsident Binyamin Netanyahu in Begleitung von sechs Ministern nach Berlin reisen, um auf Einladung der Bundesregierung die zweiten Konsultationen abzuhalten.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Dr. h.c. Johannes Gerster:
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Benjamin Netanyahu sowie ihre Regierungen unterstreichen mit diesen Regierungskonsultationen die Wichtigkeit des weiteren Ausbaus der deutsch-israelischen Beziehungen im 45. Jahr nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Beide Exportländer hatten im letzten Jahr besondere Probleme im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise zu meistern. Israel ist nach wie vor durch den Iran und seine Verbündeten in hohem Masse gefährdet. Darüber hinaus bekommt der Versuch, Israel zu delegitimieren, ständig geräuschvollere, unhistorische Befürworter. In Deutschland müssen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus immer von neuem bekämpft werden. Es gibt genug Probleme, die erörtert und gelöst werden müssen.

Wir erwarten:

  1. Dass Israel gegenüber den Drohungen des Iran und gegenüber denen, die seine Existenz in Frage stellen, ja es bekämpfen, klare Signale der Solidarität und der Unterstützung erfährt.
  2. Dass Israel erfährt, dass es in Deutschland keinerlei falsche Toleranz gegenüber Rechtsextremisten, Rassisten und Antisemiten geben kann und geben wird.
  3. Dass Deutschland von Israel und seinen Nachbarn, insbesondere auch von den Palästinenser erwartet, dass alles unterlassen wird, was einen künftigen Ausgleich, erschwert und alles Menschen Mögliche getan wird, dass neue, ernsthafte Friedensverhandlungen zeitnah ermöglicht werden.
  4. Dass beide Regierungen die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit u. a. auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, kulturellen Gebiet beschliessen werden.

Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten. Wir sind diesem Land aus historischen, politischen und moralischen Gründen in besonderer Weise verpflichtet und verbunden.
Wir begrüssen die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen und wünschen viel Erfolg!
Mögen aus den Erfahrungen der Vergangenheit in der Gegenwart wichtige und richtige Weichen für die Zukunft gestellt werden.

(DIG, 15.01.10)


Konferenz zu erneuerbaren Energien in Eilat

Konferenz-LogoVom 16. bis 18. Februar wird in Eilat die 3. Internationale Konferenz für erneuerbare Energien stattfinden. Die von der Eilat Eilot Renewable Energy Administration organisierte Veranstaltung stellt die neuesten Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien in den Mittelpunkt.

Die Konferenz stellt ein internationales Forum dar, in dessen Rahmen gleichermassen über Politik, Technologie und Geschäft debattiert wird. Die Veranstalter erwarten mehr als 2000 Teilnehmer, darunter den früheren US-Botschafter in Israel, Richard Jones, der derzeit stellvertretender Generaldirektor der Internationalen Energiebehörde ist, und Hermann Scheer, den Vorsitzenden des Weltrats für erneuerbare Energien.

Unterstützt wird die Konferenz, die nicht zuletzt Israels Errungenschaften im Bereich der erneuerbaren Energien präsentieren soll, unter anderem von der EU-Kommission.

"Wir sind begeistert, von der EU-Kommission ausgewählt worden und in Europas aufregendste Initiativen zur erneuerbaren Energie miteinbezogen worden zu sein", sagt Udi Gat, der Landrat von Hevel Eliot. "Diese Förderung hebt die führende Rolle hervor, die Israel bei der globalen Suche nach einer nachhaltigen Zukunft einnimmt unterstreicht den grossen Wert, den die EU-Kommission Israels Entwicklung von sauberen Energietechnologien zuerkennt."

Weitere Informationen zu der Konferenz gibt es unter dem folgenden Link: hier (extern) <MFA, 30.12.09>

(Botschaft des Staates Israel, 15.01.10)


Israel erbaut Feldlazarett auf Haiti

Flagge von HaitiIsrael schickt eine Delegation nach Haiti, um dort ein Feldlazarett aufzubauen, sagte der Sprecher des Aussenministeriums Yossi Levy am heutigen Donnerstag.

Das Team besteht aus 40 Ärzten und 24 Krankenschwestern und soll Israel am Donnerstagabend verlassen. Das Lazarett ist so ausgestattet, dass 500 Patienten behandelt werden können. Es hat eine Intensivstation, zwei Operationsräume, eine Apotheke sowie einen Röntgenraum.

Such- und Rettungsmannschaften des Heimatfrontkommandos gehören ebenfalls dem Team an. Levy sagte, dass diese Spezialisten bereits auf dem Weg von der Dominikanischen Republik in das Erdbebengebiet seien.

Gegen Mittag wird ausserdem eine Delegation des Israelischen Aussenministeriums in Haiti eintreffen. Der stellvertretende Leiter der Lateinamerika-Abteilung, Yossi Regev, sagte, dass der israelische Botschafter in der Dominikanischen Republik, Amos Radian, bereits in Haiti war. Er würde die Ankunft der israelischen Rettungsmannschaften vorbereiten.

Unterdessen spitzt sich die Lage auf den Strassen von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince weiter zu. Überlebende campieren auf den Strassen, die Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung ist zusammengebrochen. "Dies ist schlimmer als ein Hurrikan", sagt Assistenzarzt Jimitre Coquillon, "es gibt kein Trinkwasser. Es gibt gar nichts. Die Menschen werden verdursten."

(Yedioth Ahronoth, 14.01.2010)


Israel verurteilt Terroranschlag auf togoisches Fussballteam

Wappen des Staates Israel"Der Staat Israel verurteilt den schrecklichen Terroranschlag auf das togoische Fussballteam aufs Schärfste. Der Anschlag ereignete sich am 8. Januar 2010 im nördlichen Angola in der Region Cabinda. Bei dem Anschlag kamen drei Mitglieder der togoischen Fussballnationalmannschaft ums Leben.

Nichts könne das mutwillige Töten unschuldiger Menschen rechtfertigen. Dies gilt insbesondere für Sportler, die auf dem Weg zu einem internationalen Wettkampf waren - einem Ereignis das Freundschaft und Verbundenheit zwischen den Völkern zum Ziel hat.

Israel bekundet seine Trauer und sein Beileid gegenüber den Staaten Togo und Angola, deren Bewohner durch diesen Angriff getötet oder verwundet wurden, und wünscht den Verwundeten eine schnelle Genesung."

(MFA, 13.01.2010)


Rakete im westlichen Negev

ArchivfotoPalästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben heute wieder eine Qassam-Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Sie schlug am späten Vormittag auf offenem Gelände zwischen den Kreisen Sha'ar Hanegev und Sdot Negev ein und richtete keinen Schaden an.

Die Verantwortung für den Beschuss übernahm die Terrororganisation Ansar al-Sunna, die mit al-Qaida affiliert ist. Sie bekannte sich auch zum Abschuss einer Mörsergranate, die ebenfalls heute Morgen aus dem Gaza-Streifen in Richtung Israel abgefeuert worden war, jedoch noch auf der palästinensischen Seite des Sicherheitszauns landete.

(Yedioth Ahronoth, 13.01.10)


Lieberman besucht Zypern

Aussenminister Avigdor LiebermanIsraels Aussenminister Avigdor Lieberman ist heute zu einer eintägigen Reise nach Zypern aufgebrochen. Auf dem Besuchsprogramm stehen Treffen mit Präsident Demetris Christofias, Aussenminister Markos Kyprianou und anderen Regierungsmitgliedern.

Es handelt sich hierbei um einen Gegenbesuch; der zypriotische Aussenminister war vor einem halben Jahr zu Gast in Israel.

Lieberman und seine Gastgeber diskutieren die positiven Entwicklungen innerhalb der bilateralen Beziehungen. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll ebenso erweitert werden wie die Kooperation in Bereichen wie Landwirtschaft, Entsalzung, Gesundheit, Kultur und Bildungswesen. Ausserdem steht ein Schifffahrtsabkommen zur Unterzeichnung an.

(MFA, 12.01.10)


Bank of Israel erhöht Wachstumsprognose

Bank of Israel - LogoWieder gibt es gute Nachrichten für die israelische Wirtschaft. Israels Zentralbank hat ihre Wirtschaftsprognose nach oben korrigiert und geht nun von einem Wachstum von 3% in diesem Jahr aus. Zuletzt hatte die Bank im September ein Wachstum von 2.5% vorhergesagt.

Israel scheint die Weltfinanzkrise weitgehend überstanden zu haben, zu einem guten Teil aufgrund eine eher konservativen Bankwesens, das nur in geringen Masse hypothekengestützten Anleihen und Risikokrediten ausgesetzt gewesen ist.

Die Bank of Israel teilte mit, die Erholung der globalen Wirtschaft habe die Nachfrage nach israelischen Produkten erhöht.

Auch der US-amerikanische Finanzdienstleister Merril Lynch hat seine Prognose zum Wachstum der israelischen Wirtschaft erhöht, und zwar von 2,9% auf 3,5%.

(Yedioth Ahronoth; Globes, 11./12.01.10)


PA-Führung distanziert sich nicht vom Terrorismus

SymbolfotoDie Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) fährt damit fort, gegen Israel zu hetzen und Terroristen zu preisen - trotz Israels unzähliger Versuche, sie zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch zu bewegen.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist Reaktion der PA auf die Ermordung von Rabbi Meir Avshalom Chai. Der 45jährige Chai aus Shavei Shomron, Bibel-Lehrer und Vater von sieben Kindern, war am 24. Dezember nahe Nablus in seinem Wagen von ihn überholenden Terroristen erschossen worden.

Obwohl die al-Aqsa-Brigaden der Fatah die Verantwortung für den Anschlag übernahmen, fühlte sich kein Offizieller dazu bemüssigt, ihn zu verurteilen oder wenigstens den Hinterbliebenen sein Beileid auszusprechen. Im Gegenteil: PA-Präsident Mahmoud Abbas schickte einen Abgesandten zu den Familien der Terroristen (die getötet wurden, als sie sich ihrer Festnahme widersetzten), um jenen zu kondolieren und diese zu heiligen Märtyrern (Shahids) zu erklären.

Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayad besuchte - in Begleitung einer Delegation von Würdenträgern, PA-Ministern und dem Chef der palästinensischen Polizei - persönlich die Familien der Terroristen, wobei er deren versuchte Festnahme von Seiten Israels verurteilte.

Weitere Beispiele für das aktuelle Festhalten der PA an Hetze und Terroristenehrung finden Sie: hier (extern)

(MFA, 11.01.10)


8000 Jahre alte Gebäudereste in Tel Aviv entdeckt

ArchivfotoTel Aviv ist kürzlich der Schauplatz einer kleinen archäologischen Sensation geworden. Bei Ausgrabungen der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) in Ramat Aviv würden Überreste eines prähistorischen Gebäudes entdeckt, die schätzungsweise zwischen 7800 und 8400 Jahre alt sind.

Im Grossraum Tel Aviv war man bisher nicht auf so alte Strukturen gestossen, die auf eine lange Siedlungskontinuität verweisen. An der Ausgrabungsstätte wurden auch Artefakte gefunden, deren Alter auf zwischen 13 000 und 100 000 Jahre geschätzt wird.

Freigelegt wurden die Reste eines Hauses mit mindestens drei Zimmern. Aufgrund der dort gefundenen Tonscherben lässt es sich auf die Jungsteinzeit (Neolithikum) datieren. Zu jener Zeit ging der Mensch von der nomadischen zur sesshaften Lebensweise über.

(Ha'aretz, 11.01.10)


Raketen- und Mörserangriffe aus Gaza

ArchivfotoAuch am Wochenende haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen den Süden Israels wieder mit Raketen und Mörsergranaten beschossen. Während bereits Freitagnacht eine Mörsergranate auf offenem Gelände im Kreis Eshkol niederging, schlugen Samstagnacht zwei Qassam-Raketen im Kreis Sha'ar Hanegev ein. In Sderot erschallten abermals die Sirenen. Am Sonntag wurden vier Mörsergranaten in Richtung Ashkelon abgefeuert, die allerdings noch auf der palästinensischen Seite des Sicherheitszauns landeten.

Bei all den genanten Angriffen wurde kein Schaden verursacht.

Die israelische Luftwaffe flog nach der Mörserattacke vom Sonntag einen Angriff auf eine Terrorzelle östlich von Deir al-Balah im Zentrum des Gaza-Streifens. Dabei wurden palästinensischen Angaben zufolge drei Menschen getötet.

(Yedioth Ahronoth, 10.01.10)

Israels Ministerpräsident Binyaimn Netanyahu äusserte sich am Sonntag auf der wöchentlichen Kabinettssitzung zu den jüngsten Angriffen:

"In der vergangenen Woche wurden 20 Raketen und Mörsersalven vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert. Ich betrachte dies mit grossem Ernst. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben sofort reagiert; sie haben Raketenfabriken im Gaza-Streifen und Tunnel angegriffen, durch die der Iran Raketen in den Streifen schmuggelt. Die Politik der Regierung ist klar: Jeder Beschuss auf unser Territorium wird hart und unverzüglich beantwortet werden."

(MFA, 10.01.10)

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak rief die Hamas am Montag dazu auf, dem Raketenfeuer ein Ende zu setzen. Gleichzeitig drohte er mit militärischen Massnahmen Israels für den Fall, dass sie die kleineren Terrororganisationen nicht zur Einstellung des Feuers bewegen könne.

"Ich denke, die letzten Tage spiegeln die Unfähigkeit der Hamas wider, die abweichenden Gruppierungen zu kontrollieren, die Volkswiderstandskomitees oder den Islamischen Jihad, die versuchen, die Ruhe zu zerstören", meinte Barak gegenüber Reuters.

(Yedioth Ahronoth, 11.01.10)


Regierungssprecher Regev zum Verhandlungsstillstand

Regierungssprecher Mark RegevIsraels Regierungssprecher Mark Regev hat sich im Interview mit Sir David Frost zu aktuellen Fragen des Nahostkonflikts geäussert. Dabei ging es vor allem anderen um den gegenwärtigen Stillstand in den Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern, der auf die Gesprächsverweigerung der letzteren zurückzuführen ist.

"Die Tragödie sowohl für uns als Israelis als auch für die Palästinenser besteht darin, dass wir nicht miteinander sprechen. Und das ist beinahe präzedenzlos, denn trotz all der Probleme und all den Unterschieden zwischen dem, was die Palästinenser denken, und dem, was die Israelis denken, denke ich, ist klar, dass der einzige Weg, Angelegenheiten zu regeln, Verhandlungen sind. Und leider haben wir in den letzten neun, zehn Monaten nicht verhandelt, und das ist ein historischer Fehler; wir haben Zeit verschwendet."

"Ich verstehe die palästinensische Position in Bezug auf die Siedlungen; aber lassen Sie uns hier klarstellen: Die gegenwärtige israelische Regierung, eine Regierung die als friedensfeindlich, als rechtslastig wahrgenommen wird, ist in der Tat weiter gegangen als jede vorherige israelische Regierung, weiter als die Regierung Sharon, weiter als die Regierung Olmert, wenn es darum geht, Zurückhaltung und Flexibilität in dieser für die Palästinenser sehr sensiblen Angelegenheit an den Tag zu legen. Wir bauen keine neuen Siedlungen, Punkt. Wir erweitern die bestehenden Gemeinden nicht nach aussen. Und zum überhaupt ersten Mal hat die israelische Regierung, diese gegenwärtige israelische Regierung (wie ich gesagt habe, ist dies beispiellos) sich zu einem zehnmonatigen Sieldungsmoratorium in Bezug auf alle neuen Genehmigungen von Wachstum und Bautätigkeiten innerhalb der Siedlungen entschieden."

Das vollständige Interview finden Sie: hier (extern)

(MFA, 10.01.10)

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