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Nachrichten vom 10. - 16. Mai 2009
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Mor: Palästinenser müssen Israel anerkennen

Israels Gesandter in Deutschland, Ilan MorIsraels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, hat sich heute Morgen im Deutschlandfunk zu aktuellen Fragen des Nahostkonflikts geäussert. Dabei ging es ausser dem bevorstehenden Treffen von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu mit US-Präsident Barack Obama in Washington und dem gegenwärtigen Besuch des Papstes in Israel auch um die Aussichten einer Zweistaatenlösung.

"Wir behaupten, dass die Palästinenser Israel als das Land der Juden anerkennen müssen. In diesem Moment, wenn die Palästinenser so was machen oder machen würden, dann haben wir einen gemeinsamen Nenner, über die Zweistaatenlösung zu sprechen, und so wird auch, vermute ich, Netanjahu mit Präsident Obama sprechen.”

"Ich bin der Meinung, und ich sage das immer wieder, dass die Verbundenheit und Freundschaft zwischen Israel und den USA überparteilich ist, egal wer im Weissen Haus sitzt. Man kann, man soll auch mit der arabischen Welt im Gespräch bleiben, die Beziehungen und Interessen vorantreiben, und parallel auch mit Israel so befreundet bleiben. Man soll nicht vergessen, dass Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten ist, und nur aufgrund dessen, sage ich mal, bleibt die Verbundenheit zwischen Amerika und Israel unantastbar.”

Mor betont, dass Papst Benedikt in Israel mit offenen Armen empfangen worden sei, und meint zu dessen Besuch in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem: "Ich glaube, dass er in Yad Vashem eine sehr bewegende Rede gehalten hat. Man muss auch die Empfindlichkeit der Überlebenden in Israel verstehen, die gesagt haben, dass was er, was der Papst gesagt hat, nicht ihren Erwartungen entsprechend war. Es gibt 240.000 Shoa-Überlebende in Israel und aufgrund dessen sage ich mal, es ist sehr verständlich. Aber für mich als Jude, als Israeli ist die Tatsache, dass er, der Papst, in Yad Vashem war, nach diesem grossen Skandal mit Williamson und der Pius-Bruderschaft und der Shoa-Leugnung und so weiter, nur seine Anwesenheit war für mich als Jude, als Israeli die Antwort auf alle diejenigen, die die Shoa leugnen möchten, die Antisemiten sind, Antiisraelis sind, und ich glaube, gerade zu diesem Zeitpunkt war der Besuch von dem Papst in Israel sehr wichtig.”

Das vollständige Interview gibt es unter dem folgenden Link: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/966083/

(Deutschlandfunk, 15.05.09)


Israman - Abenteuer für Extremsportler

Das Magazin "Triathlon" berichtet über eine der grössten sportlichen Herausforderungen weltweit - "Israman". Bei dem Triathlonwettkampf mussten die teilnehmenden Sportler 3,8 km im Roten Meer schwimmen, 180 km mit dem Fahrrad durch die Negevwüste fahren und abschliessend einen Marathon (42,195 km) durch die Berge von Eilat laufen. Fazit des "Triathlon"-Autors über das "Rennen der ganz besonderen Art an der Südspitze Israels": "Der Israman ist Abenteuer pur." Der nächste Israman findet am 29. Januar 2010 statt.

Bericht: http://www.tri-mag.de/index.php/200902282112/Langstrecke/Israman-Triathlon-Extrem-hart-extrem-windig.html

Fotos: http://www.tri-mag.de/index.php/component/option,com_gallery2/Itemid,173/?g2_itemId=12596

(Triathlon, Mai 2009)


Better Place präsentiert Batteriewechsler

Better Place - LogoDie Firma Better Place des israelischen Unternehmers Shai Agassi hat diese Woche im japanischen Yokohama den Prototyp eines automatischen Batteriewechslers für das von ihr geplante Elektroauto vorgestellt. Das System ist eine Schlüsselkomponente des Geschäftsplans von Better Place.

Das japanische Umweltministerium lud zur Vorführung nach Yokohama ein. Der automatisierte Batteriewechsel soll nur wenige Minuten dauern. Better Place zeigt, dass die Anlage die leere Batterie schnell abklemmen, vom Fahrzeug abziehen und sie dann mit einer vollen Batterie ersetzen kann, ohne dass der Fahrer den Wagen verlassen muss.

Der Geschäftsführer von Better Place Israel, Moshe Kaplinsky, sagte dazu: "Dies ist eine grosse Errungenschaft für Better Place und Israel. Die Technologie, die in Israel entwickelt worden ist, wurde im Herzen der japanischen Automobilindustrie präsentiert. Die Entwicklung und Vorstellung der Batteriewechseltechnologie bringt uns der Vollendung der Unternehmenslösung für eine vollständige Aufladeinfrastruktur für Elektroautos erheblich näher."

Unter dem folgenden Link gibt es eine Filmaufnahme, die den Batteriewechsel demonstriert: http://www.betterplace.com/company/video-detail/better-place-battery-switch-technology-demonstration

(Globes, 13.05.09)


Hisbollah bekennt sich zu Hamas-Unterstützung

Hisbollah-LogoDie Hisbollah hat erstmals offiziell zugegeben, dass sie die Hamas im Gaza-Streifen aktiv unterstützt. Der stellvertretende Generalsekretär der libanesischen Terrororganisation, Scheich Naim Kassem, sagte am Dienstag in einem Interview mit der Financial Times:

"Es ist eines der Geheimnisse des Widerstands, dass wir nicht über die Details unserer Unterstützung reden, aber es genügt zu sagen, dass wir ihnen jede erdenkliche Art von Unterstützung zukommen lassen, die dem palästinensischen Widerstand nützen könnte. Jede Art, die möglich ist."

Die Hisbollah, die ihrerseits von Syrien und dem Iran unterstützt wird, räumte bereits im vergangenen Monat ein, dass Mitglieder von ihr in Ägypten operierten, nachdem Kairo 49 Mitglieder einer ihrer Zellen verhaftet hatte.

"Ägypten hat nun offenbart, dass wir Palästina militärische Unterstützung geben", so Kassem. Wir haben dies schon länger getan, aber nicht darüber geredet… Wir werden nach unserer spezifischen und begrenzten Unterstützung für Gaza gefragt, während niemand den USA Fragen stellt zu ihrer totalen und unnachgiebigen Unterstützung für Israel. Wir werden immer gefragt, aber niemand fragt die USA."

(Ha'aretz, 13.05.09)


Die Unzulänglichkeit des internationalen Rechts

Daniel TaubDaniel Taub, Rechtsberater im israelischen Aussenministerium, setzt sich in einem Artikel für den Boston Globe mit der weltweit verbreiteten Kritik am Vorgehen der israelischen Armee während der Militäroperation im Gaza-Streifen auseinander.

"In starkem Kontrast zu dem komplexen und sogar schmerzvollen Balanceakt, den das internationale Recht von Soldaten und Rechtsberatern gleichermassen verlangt, weigert sich eine lautstarke Gruppe von 'Rechtsexperten’ nach wie vor, die Ärmel hochzukrempeln und die harten Komplexitäten von Konfliktsituationen wie Gaza anzupacken. Es mag tatsächlich Anreize dafür geben, das reine Ideal des internationalen rechts aufrecht zu erhalten. In der Praxis jedoch stellt es ein nicht anwendbares Rechtsmodell dar, das absurderweise postuliert, dass ein Staat desto weniger reagieren darf, je unverantwortlicher, illegaler und moralisch verwerflicher das Vorgehen von Terroristen ist. Am Ende wird das internationale Recht selbst das grösste Opfer eines solchen Ansatzes sein."

Den vollständigen Artikel finden Sie: hier (extern) <The Boston Globe, 07.05.09>

(Botschaft des Staates Israel, 13.05.09)


Yadlin: Schmuggel nach Gaza geht weiter

SchmuggeltunnelDer Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes (AMAN), General Amos Yadlin, hat am Dienstag vor dem Auswärtigen Ausschuss der Knesset berichtet, dass die Schmuggelaktivitäten zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen trotz verstärkter ägyptischer Grenzkontrollen nicht aufgehört haben. Weiterhin würden lokale Beduinen mit den Terroristen im Gaza-Streifen kooperieren.

Gleichzeitig warnte Yadlin erneut vor der Aufrüstung Syriens und der Hisbollah mit fortgeschrittenen Waffensystemen. Nicht zuletzt wies er auf die Bedrohung in Form des iranischen Atomprogramms hin, die noch in diesem oder im nächsten Jahr akut werden würde.

(Ha'aretz, 13.05.09)


Papst Benedikt an der Westmauer

Foto: GPOPapst Benedikt XVI. hat am Dienstag die Westmauer in der Jerusalemer Altstadt besucht und ein Gebet in die Ritzen der heiligsten Stätte des Judentums gesteckt, in dem er um Frieden für die Menschen im Nahen Osten bittet.

Israels Tourismusminister Stas Miszhnikov betonte in seiner Willkommensrede die historische Bedeutung, die der Besuch des Papstes am letzten Überbleibsel des zerstörten jüdischen Tempels für Juden und Christen habe.

"Vergangenheit und Gegenwart existieren nebeneinander hier in Jerusalem. Seine Geschichte, voll von Ereignissen, die den Gang der Welt verändert haben, mischt sich mit einem Blick in die Zukunft, die besser für uns und vor allem unsere Kinder sein wird. Wir heissen Sie willkommen, und mögen wir alle das Privileg haben zu sehen, dass die Brüderlichkeit und der interreligiöse Dialog Form annehmen und Verkünder Jerusalems sein werden, der Stadt von Frieden und Versöhnung. Frieden in Jerusalem wird der ganzen Welt Frieden bringen. Für die Millionen, die nach Jerusalem kommen, wird ihr Besuch eine wahrhaft spirituelle Erfahrung. Das ist das Geheimnis des Zaubers der Stadt, und ich wünsche Eurer Heiligkeit ein höchstes, unvergessliches Erlebnis und dass das Gebet für bessere Zeiten voll in Erfüllung gehe."

Die vollständige Rede Miszhniovs finden Sie: hier (extern)

Benedikt hielt auch eine Freiluftmesse im Garten von Gethsemane ab. Zuvor hatte er sich mit muslimischen und christlichen Würdenträgern sowie den israelischen Oberrabbinern Metzger und Amar getroffen.

(MFA, 12.05.09)


Zu den Äusserungen von Scheich Tamimi beim interreligiösen Treffen mit dem Papst

Es ist bedauerlich, dass Scheich Tayssir Tamimi ein interreligiöses Treffen, das zur Förderung des Dialogs und der Verständigung zwischen Christen, Juden und Muslimen gedacht war, zur Hetze gegen Israel missbraucht hat.

Minister Stas Misezhnikov, der für den Papstbesuch in Israel zuständig ist, hat dazu bemerkt:

"Die Provokation des Scheichs hat vor allem anderen Papst Benedikt XVI verletzt, der ins Heilige Land gekommen ist, um Frieden und Einigkeit zwischen den Völkern der Region und allen Gläubigen zu fördern. Israel verurteilt diese Worte des Hasses, die der Scheich von sich gegeben hat, der sich, statt Frieden und Koexistenz zu unterstützen, dazu entschieden hat, Samen der Spaltung und Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern, ebenso zwischen Juden, Muslimen und Christen zu säen."

Es ist eine Schande, dass die Palästinenser und die Muslime bei dieser wichtigen Veranstaltung in Anwesenheit des Heiligen Stuhls von Extremisten vertreten wurden.

Der Sprecher des Papstes, Pater Federico Lombardi, teilte mit: "Die Intervention von Scheich Tayssir Attamimi war von den Organisatoren des Treffens nicht vorgesehen. In einem Treffen, das dem Dialog gewidmet war, hat dieser Eingriff eine direkte Negation dessen dargestellt, was ein Dialog sein soll. Wir hoffen, dass solch ein Vorfall die Mission des Papstes nicht beschädigen wird, die auf die Förderung des Friedens und des interreligiösen Dialogs angelegt ist, wie er bei seiner Pilgerreise bei vielen Gelegenheiten bekräftigt hat. Wir hoffen, dass dieser interreligiöse Dialog im Heiligen Land nicht durch diesen Vorfall kompromittiert wird." <MFA, 11.05.09>

Von Seiten der Terrororganisation Hamas ist der Besuch von Papst Benedikt im Heiligen Land heftig attackiert worden. In der Hamas-Zeitung 'Falastin' wird das Oberhaupt der katholischen Kirche mit Papst Urban II. verglichen, der den ersten Kreuzzug initiierte. Ausserdem bezeichnet man den Papst als "Kriegstreiber", der den Befehlen des "weltweiten Zionismus" folge. Die Holocaust-Gedenkstäte Yad Vashem, die Benedikt am Montag besuchte, nennt ein Kommentator der Zeitung "Lügenmuseum". <Falastin, 12.05.09>

Bereits im April hat ein Hamas-Prediger im Fernsehsender der Terrororganisation verkündet, dass Moscheen die zentrale Ausbildungsstätte für den Heiligen Krieg seien. <Al-Aqsa-TV, 24.05.09>

(Botschaft des Staates Israel, 12.05.09)


Papst Benedikt XVI. in Israel gelandet

Foto: Reuters"Ave Benedicte, princeps fidelium qui hodie terram sanctam visitas." Mit diesen Worten wurde Papst Benedikt XVI. heute Morgen bei seiner Ankunft auf dem Ben-Gurion-Flughafen von Israels Präsident Shimon Peres begrüsst. "Sei gegrüsst, Erster unter den Gläubigen, der du heute das Heilige Land besuchst."

Der Papst wird noch bis zum Freitag in Israel bleiben. Heute steht neben einem Empfang im Haus von Präsident Peres auch ein Besuch der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Programm.

Peres sagte in seiner Begrüssungsrede: "Ich betrachte Ihren Besuch hier, im Heiligen Land, als eine wichtige spirituelle Mission höchsten Ranges: als eine Mission des Friedens. Eine Mission des Säens der Samen der Toleranz und des Entwurzelns des Unkrauts des Fanatismus. Ich schätze Ihre Standpunkte und Ihr Handeln, um den Grad an Gewalt und Hass auf der Welt zu senken. Ich bin sicher, dass dies eine Fortsetzung des Dialogs zwischen Judentum und Christentum im Geiste der Propheten sein wird."

"In unserem Land leben Juden, Christen Muslime, Beduinen und Tscherkessen zusammen. Sie leben auf derselben Erde. Sie leben unter demselben Himmel. Sie beten zum allmächtigen Gott. Jeder kann in seiner eigenen Sprache beten, gemäss seinem Gebetsbuch, ohne Beeinträchtigung von aussen."

Die vollständige Ansprache von Shimon Peres finden Sie: hier (extern)

Termine und Live-Übertragungen finden Sie: hier (extern)

(MFA, 11.05.09)


WHO besorgt über Hamas

WHO-LogoDie Entfremdung zwischen der Hamas und internationalen Hilfsorganisationen nimmt zu. Sowohl der humanitäre Koordinator der UNO für die besetzten palästinensischen Gebiete als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass die Terrororganisation die Überweisung von Patienten aus dem Gaza-Streifen stoppen könnte.

Am 22. März hat die Hamas die Kontrolle über die Abteilung für Auslandsüberweisungen des Gesundheitsministeriums der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) übernommen. Hier werden Überweisungen für Patienten bearbeitet und Anträge zu ihrer Behandlung ausserhalb des Gaza-Streifen gestellt. Das PA-Gesundheitsministerium in Ramallah wird keine Anträge mehr bewilligen oder unterstützen, und Israel und Ägypten gewähren eine Einreise von Patienten nur, wenn sie von der PA genehmigt worden ist. Aufgrund dessen sind alle Patientenüberweisungen aus Gaza gestoppt worden, wovon viele Patienten mit ernsten und komplizierten Problemen betroffen sind.

Auf Interventionsversuche der WHO und des UN-Koordinators, eine rasche Lösung des Problems herbeizuführen, hat die Hamas bisher ablehnend reagiert.

(MFA, 11.05.09)


Strassensperren bei Ramallah entfernt

CheckpointUnweit von Ramallah sind am Sonntag zwei Strassensperren entfernt worden. Fahrzeuge können nun wieder frei zwischen der palästinensischen Metropole und westlich von ihr gelegenen Dörfern verkehren.

Die Strassensperren wurden in Übereinstimmung mit den Sicherheitseinschätzungen des Zentralkommandos der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und als Teil eines Erleichterungsplans entfernt, der von Verteidigungsminister Ehud Barak und Generalstabschef Gabi Ashkenazi autorisiert worden ist. Damit soll das Alltagsleben der Palästinenser erleichtert und die Bewegungsfreiheit in Judäa und Samaria erhöht werden.

(ZAHAL, 11.05.09)

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Sonntag in der allwöchentlichen Kabinettssitzung dafür ausgesprochen, bürokratische Hürden zu beseitigen, um den Palästinensern das Leben zu erleichtern.

"Ich denke, wir müssen grosse Anstrengungen unternehmen, um das Leben für die Palästinenser leichter zu machen, und gleichzeitig die Sicherheitszwänge im Kopf behalten", so Netanyahu.

(The Jerusalem Post, 10.05.09)


Rakete in Südisrael

Überreste einer Qassam-RaketePalästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben am Sonntagabend eine Qassam-Rakete auf israelisches Territorium abgefeuert und damit abermals demonstriert, dass die Ruhe im Süden trügerisch ist. Die Rakete landete auf freiem Feld nahe einem Kibbutz im westlichen Negev.

Es entstand weder Sach- noch Personenschaden.

Der Monat April ist der ruhigste Monat seit Ende der israelischen Militäroperation im Gaza-Streifen gewesen. Insgesamt wurden sechs Raketeneinschläge und Mörsergranaten gezählt. Im März waren es noch 73, im Februar 88 Angriffe.

(Yedioth Ahronoth, 10.05.09

Verteidigungsministerium: Iranische Atombombe möglicherweise schon 2010

Reichweite iranischer RaketenDer Iran verfügt bereits über zwei Drittel des spaltbaren Materials, das für den Bau einer Atombombe nötig ist. Beim gegenwärtigen Tempo der Urananreicherung könnte die Islamische Republik somit Ende 2010 oder Anfang 2011 eine Atombombe herstellen. Dies teilte Mike Herzog, Stabschef im israelischen Verteidigungsministerium, vor einer Woche in Washington mit.

In seinem Vortrag am Washington Institute for Near East Policy wies Herzog auch darauf hin, dass es sehr gut denkbar wäre, dass der Iran auch über seine bekannte nukleare Infrastruktur hinaus noch eine geheime Produktion betreibe.

Der frühere Geheimdienstexperte berichtete von einem kürzlichen Treffen mit einer "namhaften Person" aus einem der Golfstaaten, der aufgrund der gemeinsamen Sorge über das iranische Atomprogramm das Gespräch mit ihm gesucht habe.

"Wir sind skeptisch, ob der Iran gestoppt werden kann", habe die prominente Persönlichkeit Herzog erzählt. "Wir wissen nicht, ob die US-Regierung entschlossen genug sein wird, und wenn der Iran sich in eine Atommacht verwandelt, wird das die Hölle für uns alle."

(Ha'aretz, 15.05.09)

Das Washington Institute stellt unter dem folgenden Link eine Transkription der mündlichen Ausführungen Herzogs zur Verfügung: http://www.washingtoninstitute.org/html/pdf/HerzogKeynote.pdf


Netanyahu trifft Papst Benedikt

Foto: GPOIsraels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Donnerstag in der Verkündigungskirche in Nazareth mit Papst Benedikt XVI. zu einem längeren Gespräch getroffen.

Netanyahu bat Benedikt darum, in klarer und eindeutiger Weise gegen den Antisemitismus auf der Welt und die antisemitische Politik des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad sowie dessen Aufruf zur Vernichtung Israels vorzugehen und seine Stimme hören zu lassen.

Ministerpräsident und Pontifex wussten sich einig in dem Verlangen, die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan sowie zwischen Judentum und Christentum noch zu vertiefen.

Zuvor hatte der Papst eine Messe am Berg der Hinabstürzung nahe der Heimatstadt Jesu gehalten.

Alles zum Papstbesuch: http://www.mfa.gov.il/PopeinIsrael/Pope+Benedict+XVI+in+Israel.htm

(MFA, 14.05.09)


Kabinett beschliesst Haushaltsplan

Wappen des Staates IsraelDie israelische Regierung hat gestern ihren Haushaltsplan für 2009 und 2010 vorgelegt. Nach intensiven Diskussionen wurde er mit einer grossen Mehrheit von 26 Ministern angenommen; lediglich die vier Minister der religiös-orientalischen Shas-Partei stimmten dagegen.

Mit 56 Milliarden Euro für 2009 und knapp 57 Milliarden Euro für 2010 wird er der höchste Haushalt in der Geschichte des Staates Israel sein. 16.8 Milliarden sind für soziale Leistungen vorgesehen, 8.2 für den Militärhaushalt, 5.4 Milliarden für das Erziehungswesen und 2.9 Milliarden für das Gesundheitswesen.

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte seinen grossen persönlichen Einsatz bei der Entwicklung des Haushaltsplans wie folgt: "Unsere Einstellung gegenüber der Wirtschaft ist veraltet. Die Wirtschaft muss im Zentrum des Handelns von Präsidenten und Ministerpräsidenten stehen. Das ist die Welt, in der wir leben. Die Wirtschaft ist heutzutage eine zentrale Komponente der Staatsführung, und der Regierungschef muss über den Sachverstand verfügen."

Finanzminister Yuval Steinitz versicherte, der Haushalt werde innerhalb der nächsten sechs Wochen von der Knesset verabschiedet werden.

(Ha'aretz, 14.05.09)


Lieberman trifft Miliband

Foto: British Foreign and Commonwealth OfficeIsraels Aussenminister Avigdor Lieberman hat sich am Mittwoch in London mit seinem britischen Amtskollegen David Miliband getroffen, um mit ihm die Zusammenarbeit beider Staaten, insbesondere im Nahen Osten, zu besprechen.

Die Aussenminister waren sich einig in der Sorge über die atomaren Absichten des Iran und seine destabilisierenden Aktivitäten in der Region. Ebenso stimmten sie darin überein, dass der beste Weg zum Anpacken der strategischen Probleme im Nahen Osten über Zusammenarbeit und Dialog verlaufe.

Lieberman und Miliband werden in regelmässigem Kontakt bleiben, um auf einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten hinzuarbeiten.

(MFA, 13.05.09)


Ägyptisches Lob für Netanyahu

Flagge von ÄgyptenIsraels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat bei seinem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak am Montag in Sharm el-Sheik offensichtlich einen guten Eindruck bei seinen Gastgebern hinterlassen.

Während Mubarak das Treffen als "konstruktive Konsultation" bezeichnete und die neue israelische Regierung dafür lobte, dass sie sich dem Friedensprozess verpflichtet fühle, meinte nun auch der ägyptische Aussenminister Ahmed Aboul Gheit, dass Netanyahu seine Position in einem "positiven Licht" habe erscheinen lassen.

(Yedioth Ahronoth, 13.05.09)


Eurovision 2009: Israel im Finale

Eurovision 2009Die Sängerinnen Achinoam Nini und Mira Awad, die Israel bei der diesjährigen Eurovision vertreten, haben sich gestern Abend ins Finale des Schlagerwettbewerbs in Moskau gesungen. Das jüdisch-christliche Duo hofft nun, am kommenden Samstag mit seinem Lied für den Frieden die Gunst des Publikums zu erlangen.

Nini und Awad traten am Dienstag mit ihrem englisch-, hebräisch- und arabischsprachigen Song "There Must be Another Way" gegen 17 andere Kandidaten an. Ausser Israel qualifizierten sich in diesem Halbfinale noch die Türkei, Schweden, Portugal, Malta, Finnland, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Armenien und Island.

Den Song von Noa und Mira Awad gibt es unter dem folgenden Link: http://www.youtube.com/watch?v=RN8B1xvCxI0

(Ha'aretz, 13.05.09)


Parteilichkeit der UNO im Gaza-Konflikt

UN-FlaggeDer aus Grossbritannien stammende Jura-Professor Robbie Sabel hat im Guardian die UNO für ihren jüngsten Untersuchungsbericht zur israelischen Militäroperation im Gaza-Streifen kritisiert. Die Weltorganisation hatte dort einseitig Israel angeprangert, ohne die Gegenseite - die Terrororganisation Hamas - miteinzubeziehen.

"Israel ist ehrlich und offen genug gewesen, durch seine eigenen Nachforschungen anzuerkennen, dass es bedauerliche Fehler und Bereiche gegeben hat, in denen die Vorgehensweise und die Ausbildung verbessert werden müssen, und es hat sich zur Zusammenarbeit mit der UNO verpflichtet, um die Koordinierung zu verbessern. Aber nachdem es voll und in gutem Glauben mit der Untersuchung kooperiert und militärische Informationen in einem beispiellosen Ausmass zur Verfügung gestellt hat, glaubt es, dass die von ihm gelieferten Informationen komplett ignoriert wurden. Israels Routine-Kooperation mit der UNO hat mehr als 1800 Einrichtungen während der Gaza-Operation geschützt und 500 Fahrzeugen und zahllosen Konvois Bewegungsfreiheit gewährt. Es war nicht nur ein moralischer Imperativ für Israel, keine UN-Einrichtungen zu beschädigen, sondern lag auch in seinem Interesse, um die internationale Legitimität seines Militäreinsatzes nicht zu unterminieren. Aber Israel ist für seine Versuche der Zusammenarbeit mit der UNO damit belohnt worden, dass ihm beinahe die gesamte Schuld zugeschrieben worden ist.

Derlei unausgewogene Berichte dienen nicht den langfristigen Interessen der UNO. Damit die UNO eine effektive Rolle bei den Versuchen zur Lösung des arabisch-israelischen Konflikts spielen kann, ist es dringend notwendig, dass sie versucht, fair und unparteilich zu erscheinen. Der UN-Menschenrechtsrat, der solche Leuchten der Menschenrechte wie Saudi-Arabien, Russland und China zu seinen Mitgliedern zählt, hat seine eigene Untersuchung zur Gaza-Operation in Auftrag gegeben. Israel kann wenig Fairness von einem Rat mit solch einer parteilichen Agenda erwarten. Abermals wird es die Glaubwürdigkeit der UNO und ihre Fähigkeit sein, wichtige Rollen auszufüllen, die letztlich darunter leiden wird. Das ist vielleicht das schädlichste Vermächtnis dieses unbalancierten Berichts."

Der vollständige Artikel findet sich unter dem folgenden Link: http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/may/07/gaza-unitednations <The Guardian, 07.05.09>

(Botschaft des Staates Israel, 12.05.09)


Der Papst in Jerusalem

Foto: ReutersPapst Benedikt XVI. ist gestern in Jerusalem eingetroffen, wo er am heutigen Dienstag die heiligen Stätten von Judentum, Christentum und Islam besucht.

Israels Präsident Shimon Peres empfing den Papst am Montag in seiner Residenz. Anschliessend standen ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und ein interreligiöses Treffen auf dem Programm.

Peres verband den Aufenthalt von Benedikt XVI. in Israel in seiner Rede mit einer umfassenden Friedensvision.

"Wir sehen in Ihnen einen Förderer des Friedens; einen grossen geistigen Führer; einen kraftvollen Träger der Botschaft des Friedens für dieses Land und alle anderen.

Unsere Geschichte ist gleichermassen ein Zeugnis für die Einheit in der Hingabe an den Allmächtigen wie für die Folgen irdischer Spaltungen. Das Judentum basiert auf der Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen. In den Worten Michas: " Ja, gehen alle Völker, jedes im Namen seines Gottes, wir gehen im Namen des Ewigen, unseres Gottes, für immer und ewig."

Spaltungen sind beharrlich, aber die Völker unserer Region sind der Kriege müde geworden. Wir wollen die Spaltungen der Geschichte überlassen, und die neue Geschichte wollen wir in den Zeichen von Glauben und Frieden schreiben.

Wir haben unsere Liebsten im Kampf verloren. Wir haben Hoffnung am Verhandlungstisch gefunden.

Die Demokratie wurde niemals, weder im Krieg noch im Frieden, unterbrochen. Unser Volk hat Leid erfahren. Wir haben den Holocaust erfahren. Unser Staat entstand auf der Asche unserer unschuldigen Brüder und Schwestern, die in Hitlers Gaskammern ausgelöscht wurden. Der Rauch der Krematorien wurde ein Licht, das unser Leben geleitet hat.

Unsere Heimat in Israel ist eine Zuflucht des Lebens für jene, die nur Tod erlebt haben. Als Nachkommen der Opfer sind unsere Herzen sensibilisiert für das Leiden anderer.

Eure Heiligkeit,

Geistige Führer können politischen Führern den Weg ebnen. Sie können die Minenfelder freimachen, die den Weg zum Frieden versperren. Die geistigen Führer sollten die Feindseligkeit reduzieren, damit die politischen Führer nicht zu destruktiven Mitteln greifen müssen.

Alte Spaltungen sind in die Jahre gekommen und haben sich verkleinert. So brauchen wir mehr als ein weiteres gepanzertes Fahrzeug einen starken, inspirierenden Geist, der uns sowohl die Überzeugung einflösst, dass ein Frieden erreichbar ist, als auch die brennende Sehnsucht ihm nachzujagen. Bande der Versöhnung und der Verständigung werden nun zwischen dem Heiligen Stuhl und dem jüdischen Volk geknüpft. Wir halten diesen Prozess und Ihre Führungsrolle in Ehren.

Unsere Tür ist für ähnliche Anstrengungen mit der muslimischen Welt geöffnet. Seit dem Tag, da wir nach zweitausend Jahren des Exils in unser Heimatland zurückgekehrt sind, haben wir uns der Religions- und Glaubensfreiheit aller in diesem Land verpflichtet gefühlt und es jedem ermöglicht, sich dem Gott seiner Wahl anzuvertrauen.

Wir alle - Juden, Christen, Muslime, alle Gläubigen - erkennen, dass die heutige Herausforderung nicht die Trennung von Religion und Staat ist, sondern die kompromisslose Trennung von Religion und Gewalt. Unser universaler Gott trug uns auf, nicht zu töten und das menschliche Leben heilig zu halten.

In der Vergangenheit war die Feindseligkeit enorm, aber die Bedrohung durch Pfeil und Bogen war begrenzt. Heutzutage ist die Gefahr durch moderne Waffen unbegrenzt, und jeder Ausdruck von Feindseligkeit, selbst wenn er trivial ist, kann als Auslöser für die Zerstörung von Völkern, Nationen und der Menschheit als Ganzer dienen.

Eure Heiligkeit,

Dieses Jahr, das Jahr Ihres Besuchs hier, könnte sich als eine Gelegenheit für uns und unsere Nachbarn offenbaren, Frieden zu erlangen. Während viele politische Wolken noch immer den Horizont verdunkeln; und die Stimmen der Hetze den Klang des Friedens vernebeln; und viel Gewalt an den Kreuzungen unseres Lebens zusammenläuft; sehnen sich die meisten Menschen in dieser Region nach Frieden."

Die vollständige Rede finden Sie: hier (extern) <MFA, 11.05.09>

(Botschaft des Staates Israel, 12.05.09)


Eurovision 2009: Jüdisch-christliches Duett für Israel

Foto: Israel 21CIsrael wird beim diesjährigen Eurovision-Schlagerwettbewerb von einem aussergewöhnlichen Duo vertreten. Zwei Frauen - eine jüdische Israelin mit Wurzeln im Jemen und eine christlich-arabische Israelin - machen sich mit ihrem Liedbeitrag stark für den Frieden im Nahen Osten.

Als innerhalb und ausserhalb Israel bekannte Sängerin nahm Achinoam "Noa" Nini das Angebot, für ihr Land beim Eurovision Song Contest anzutreten, unter einer Bedingung an: Sie wolle sich den Auftritt mit ihrer alten Freundin und Kollegin Mira Awad teilen.

Trotz der schweren Kritik, die Awad von Seiten arabischer Kreise in Israel, der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem Rest der arabischen Welt wegen ihrer Teilnahme auf sich gezogen hat, ist Noa der Meinung, dass ihr gemeinsamer Auftritt der Welt eine wahres Modell für friedliche Koexistenz in Israel vor Augen führt.

Noa wurde in Tel Aviv geboren und wuchs in den USA auf, bevor sie im Alter von 17 Jahren nach Israel zurückkehrte. Awads Vater ist ein christlicher Araber aus Galiläa, ihre Mutter stammt aus Bulgarien.

Israel nimmt seit 1973 an dem europäischen Schlagerwettbewerb teil und hat ihn bereits dreimal gewonnen (1978, 1979, 1998). Obwohl geografisch nicht in Europa liegend, ist Israel ein Mitglied der European Broadcast Union und daher zur Teilnahme berechtigt.

Den Song von Noa und Mira Awad finden Sie unter dem folgenden Link: http://www.youtube.com/watch?v=RN8B1xvCxI0 <Israel 21C, 30.04.09>

(Botschaft des Staates Israel, 11.05.09)


Schweinegrippe: Islamistische Hassindustrie beschuldigt Juden und Zionisten

Es ist eine Konstante des arabischen und muslimischen Antisemitismus, die Juden und den "Zionisten" für alles Übel auf der Welt verantwortlich zu machen. Nach der Verbreitung von AIDS und den Anschlägen vom 11. September wird ihnen von der islamistischen Hassindustrie nun auch die Schuld an der Schweinegrippe zugewiesen.

Antisemitische Propaganda

Sowohl Organe der Hamas, der Muslimbrüderschaft und des Iran, aber auch andere arabische Medien sind seit Ausbruch der Schweinegrippe in dieser Richtung propagandistisch tätig.

Antisemitische Propaganda

Beispiele der antisemitischen Propaganda gibt es unter dem folgenden Link: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/as_e004.htm

(Intelligence and Terrorism Information Center, 10.05.09)

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