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Nachrichten vom 11. - 17. Dezember 2011
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Israel bei UNAIDS-Konferenz

UN-FlaggeIsrael hat an einer zweitägigen Konferenz von UNAIDS ("Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS") in Genf zum Thema HIV-Übertragung teilgenommen.

Marina Rosenberg, Vertreterin des israelischen Außenministeriums, betonte Israels Einsatz im Kampf gegen HIV und berichtete von den Projekten, die Israel unterstützt, um die vertikale Übertragung (von Müttern auf ihre Kinder) zu stoppen.

So finanziert Israel beispielsweise eine qualitative Untersuchung zu den besonderen Schwierigkeiten bei der Behandlung von HIV-infizierten Frauen. Das Forschungsprojekt wird von Dr. Anita Nudelman geleitet, einer israelischen Expertin für sexuelle Gesundheit und AIDS-Prävention. "Israel ist stolz darauf, dieses Forschungsprojekt unterstützen zu können, und hofft, dass dies ein weiterer Schritt auf dem langen Weg zur Verwirklichung unserer gemeinsamen Vision ist: Keine HIV-Infektionen, keine Diskriminierung und kein AIDS", sagte Rosenberg.

Dem UNAIDS-Vorstand gehören 22 Regierungen, UNAIDS-Mitsponsoren und fünf Repräsentanten von Nichtregierungs-Organisationen an.

(Botschaft des Staates Israel, 16.12.11)


50 Jahre Eichmann-Urteil

Adolf Eichmann im Gerichtssaal (Foto: GPO)Die Knesset hat in einer Sondersitzung den 50. Jahrestag der Urteilsverkündung im Prozess gegen den deutschen NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann begangen. Eichmann war am 15. Dezember 1961 zum Tode verurteilt worden.

An der Sitzung nahmen auch verschiedene Persönlichkeiten teil, die an der Entführung Eichmanns und dem Prozess gegen ihn in Jerusalem beteiligt waren. So waren Gabriel Bach, der stellvertretende Ankläger im Prozess, Rafi Eitan, der die Mossad-Operation zu seiner Festnahme geleitet hatte und Tami Raveh, die Tochter Gideon Hausners, des Chefanklägers im Prozess, anwesend.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu nahm in seiner Rede zunächst Stellung zu den jüngsten Vorkommnissen im Westjordanland. Er erklärte:

"Heute gibt es unter den vielen Menschen in Judäa und Samaria und überall in Israel, die Eretz Israel treu sind, einige, die denken, man könne die Staatsmacht und das Gesetz außer Kraft setzen, randalieren und zuschlagen. Dies ist eine Gefahr für unsere Demokratie, es ist eine Gefahr für unseren Staat."

In weiteren Verlauf seiner Rede stellte Netanyahu vor allem den Paradigmenwechsel heraus, den der Eichmann-Prozess in Israel zur Haltung gegenüber der Shoah bewirkt habe. Zu seiner Schulzeit habe man hinter dem Rücken anderer Mitschüler darüber getuschelt, dass sie Kinder von Holocaustüberlebenden seien, als sei es ein dunkles Geheimnis. Mit dem Eichmann-Prozess habe sich das geändert.

"Als er nach Jerusalem gebracht wurde und der Prozess gegen ihn begann, haben wir all die Zeugenaussagen und die Anklage gehört, und dies hat eine echte Revolution ausgelöst", so der Ministerpräsident. "Zunächst darin, wie wir den Holocaustüberlebenden unter uns begegnet sind, im Verständnis der Shoah überhaupt, und ich würde sagen, wir waren auch stolz auf den Staat Israel, der gehandelt hat, um diesen schrecklichen Menschen vor Gericht zu bringen." <Amt des Ministerpräsidenten, 13.12.11>

Die vollständige Rede des Ministerpräsidenten (auf Englisch) finden Sie hier

(Botschaft des Staates Israel, 16.12.11)


Raketen auf Israel

Palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen haben am Donnerstag erneut eine Qassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Drei Mörsergranaten detonierten ausserdem im Bezirk Eshkol.

Auch aus dem Bezirk Sha'ar Hanegev wurden Raketenwarnungen gemeldet.

(Ha'aretz, 15.12.11)


Apple plant Entwicklungszentrum in Israel

SymbolfotoBerichten der israelischen Wirtschaftszeitung Globes zufolge plant Apple die Eröffnung eines Entwicklungszentrums für Halbleiter in Israel. Es wäre das erste Entwicklungszentrum von Apple ausserhalb Kaliforniens.

Der israelische IT-Experte Aharon Aharon soll für die Koordination engagiert worden und später auch als Leiter des Zentrums eingeplant sein. Aharons IT-Karriere begann im Entwicklungszentrum von IBM in Haifa, wo er bis zum stellvertretenden Vorsitzenden aufstieg. 2004 gründete er die Firma Camero Tech Ltd., die sich auf Kameraüberwachungssysteme spezialisiert hat.

Bisher investiert Apple mit nur zwei Prozent einen verhältnismässig geringen Anteil seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung, viel weniger als andere Hightech-Unternehmen.

Auch andere grosse IT-Firmen unterhalten Entwicklungszentren in Israel, darunter Google, Microsoft, Intel und IBM.

(The Jerusalem Post, 15.12.11)


Peres zu Siedlerführern: "Der Nahe Osten brennt, muss man jetzt noch Öl ins Feuer giessen?"

Peres und Dayan (Foto: Yedioth Ahronoth)Präsident Shimon Peres hat sich am Donnerstagmorgen mit führenden Köpfen der Siedlerbewegung getroffen. Bei dem Treffen stellte er klar, dass der Staat die Gewalt einiger jüdischer Extremisten, die in den letzten Tagen zunächst eine Militärbasis angegriffen und dann verschiedene sogenannte "Preisschildaktionen" gegen muslimische und arabische Ziele durchgeführt hatten, nicht dulden werde.

"Kriminelle Akte, Rechtsverstösse und Randale haben hier keinen Platz", so der Präsident. "Es ist schrecklich zu sehen, wie junge Männer und Frauen eine Militärbasis der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte angreifen. Beinahe wäre ein Offizier ermordet worden. Man hat nicht nur einen Stein auf ihn geworfen, man hat mit einem Stein auf seinen Kopf eingeschlagen."

Er führte weiter aus, dass die "Preisschildaktionen" gegen muslimische und arabische Bürger und Einrichtungen einen Vorwand für Gewalt gegen Israel liefern könnten. "Das muss sofort aufhören", so Peres.

Auch Dani Dayan, der Vorsitzende des "Yesha-Rates", distanzierte sich von der durch Extremisten ausgeübten Gewalt.

(Yedioth Ahronoth, 15.12.11)

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat die Empfehlungen des Ministers für Innere Sicherheit Yitzhak Aharonovitch und von Justizminister Yaakov Neeman für den Umgang mit den Vorfällen in Judäa und Samaria angenommen. Die Empfehlungen beinhalten:

  1. die sofortige Ausstellung von Haftbefehlen gegen Randalierer
  2. die sofortige Ausweitung der Zahl jener, die sich aus bestimmten Gebieten fernhalten müssen
  3. Verurteilung der Randalierer vor Militärgerichten
  4. Ermächtigung von Soldaten, Menschen festzunehmen
  5. Vergrösserung der Zahl von Sicherheitskräften

Der Ministerpräsident hat es vorerst abgelehnt, die Randalierer, wie empfohlen worden war, zu Terroristen zu erklären.

(MFA, 14.12.11)


Jüdische Extremisten sind eine Gefahr für die israelische Demokratie

Von Emmanuel Nahshon

Emmanuel NahshonWenige Monate vor meinem achtzehnten Geburtstag habe ich den Militärdienst angetreten. Ich war zwar sehr jung, doch das Tragen einer Uniform unserer Israelischen Verteidigungsstreitkräfte veränderte mich. Diese einfache khakifarbene Uniform bedeutete mir so viel - unsere Vorfahren, die für König David gekämpft hatten, unsere Eltern und Grosseltern, die in Europa abgeschlachtet wurden, weil wir keine Armee hatten, unsere Hoffnungen auf Frieden und Sicherheit in einer der komplexesten Regionen der Welt …

Viele Jahre später mag ich zwar einen Teil meiner jugendlichen Unschuld verloren haben, doch ich glaube immer noch daran, dass die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, unsere Brüder und Schwestern in Uniform, die Basis für unsere Existenz als unabhängige Nation bilden und dass all unseren Soldaten gemeinsam, genauso wie jeder und jedem einzelnen von ihnen, der höchste Respekt gebührt. Hier geht es nicht um Regierungspolitik oder Militärtaktik. Es geht um den tiefen Stolz, den wir auf unsere Kinder empfinden, in deren Hände wir bereitwillig unser Leben und unsere Sicherheit legen.

Die jüdischen Extremisten, die vor zwei Tagen israelische Soldaten angegriffen und heute Nacht gegen eine Moschee in Jerusalem vandalisiert haben, stellen eine eindeutige und ernsthafte Gefahr für unsere Demokratie dar. Sie stellen Demokratie, Toleranz, Dialog und Pluralismus, die fundamentalen Regeln unserer Gesellschaft, in Frage. Sie haben keinen Respekt für unsere Institutionen. Sie vertreten fanatische Ansichten in Bezug auf unsere palästinensischen Nachbarn und Israelis, die andere Meinungen haben und ihre Ansichten nicht teilen. Diese Extremisten haben eine gefährliche nationalistische Perspektive entwickelt, eine Ideologie, die für Kompromisse und Toleranz keinen Platz lässt. Ihre Sprache ist eine Sprache des Hasses, des Rassismus und der Intoleranz.

Angriffe auf israelische Soldaten, auf palästinensische Dörfer und muslimische Kultstätten verursachen in mir ein tiefes Gefühl der Scham. Es ist selbstverständlich, dass diese Kriminellen bestraft werden sollten. Wenn wir zulassen, dass in unserer Mitte extremistische Gewalt heranwächst, kann dies uns schlussendlich zerstören. Unabhängig von Religion oder politischer Perspektive glaube ich daran, dass alle Israelis zusammenstehen sollten, um diese fanatischen Extremisten zu bekämpfen, die nicht zögern, ihre Hand gegen die fundamentalsten Werte zu erheben, auf denen unser Land aufgebaut wurde.

(Botschaft des Staates Israel, 14.12.11)

Der Autor ist Gesandter und Geschäftsträger der Botschaft des Staates Israel in Deutschland.


Jerusalem bereitet sich auf Weihnachten vor

JerusalemDie Stadt Jerusalem hat mit ihren Vorbereitungen für das bevorstehende Weihnachtsfest begonnen.

Die Strassen der Stadt werden eine festliche Beleuchtung erhalten. Ausserdem werden bestimmte Viertel, etwa das christliche und das armenische Viertel der Altstadt sowie die christlichen heiligen Stätten gereinigt. Bürgermeister Nir Barkat wird die Vorsitzenden der christlichen Gemeinden und verschiedenen Konfessionen in Jerusalem empfangen und ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest wünschen.

Am 21. Dezember 2011 bietet die Stadtverwaltung ihren christlichen Bürgern kostenlose Weihnachtsbäume an.

(Stadt Jerusalem, 13.12.11)


Nationalistische Randalierer greifen Militärbasis an

Beschädigter Jeep heute Morgen (Foto: Yedioth Ahronoth)Vergangene Nacht haben rund 50 nationalistische Randalierer die Ephraim-Militärbasis der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) angegriffen. Sie zündeten Reifen an und beschädigten Militärfahrzeuge mit Steinen, Nägeln und Farbeimern. Zusätzlich warfen die Randalierer Steine auf das Fahrzeug des Kommandanten der Ephraim-Einheit, der bei dem Vorfall leicht verletzt wurde. Gemeinsam mit der israelischen Polizei gelang es ZAHAL, die Randalierer von der Militärbasis zu entfernen.

ZAHAL-Sprecher Generalmajor Yoav (Poly) Mordechai stufte den Vorfall als "extrem schwerwiegend" ein und bezeichnete das Verhalten der Randalierer als vollkommen inakzeptabel. Solche Vorfälle lenkten die Soldaten von ZAHAL nur von ihrer eigentlichen Mission - der Verteidigung der israelischen Bürger - ab, erklärte Mordechai und fügte hinzu: "Wir werden solche Unruhen nicht zulassen und werden gemeinsam mit anderen Sicherheitskräften diejenigen finden, die dafür verantwortlich sind und sie vor Gericht stellen."

Auch Ministerpräsident Binyamin Netanyahu äusserte sich zu dem Vorfall und sagte: "Ich habe die Sicherheitskräfte angewiesen, aggressiv gegen diejenigen vorzugehen, die Soldaten und Kommandanten von ZAHAL angreifen. Dieser Vorfall ist aufs Schärfste zu verurteilen. Die Sicherheitskräfte müssen sich auf die Verteidigung unserer Bürger konzentrieren und nicht auf solche ungeheuerlichen Gesetzesbrüche."

(ZAHAL; Amt des Ministerpräsidenten, 13.12.11)


OECD-Bericht zu Israel

Peter Jarett (OECD) überreicht den Bericht an Finanzminister Steinitz und den Vorsitzenden von Bank Israel, Fischer. (Foto: Finanzministerium)Am Montag hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den Länderbericht 2011 für Israel veröffentlicht.

Im Folgenden Empfehlungen der OECD an den Staat Israel, die aus dem Bericht hervorgehen:

Israel hat vor kurzem mit der Förderung von Erdgas begonnen und damit zukünftige Einnahmen auf diesem Gebiet sichergestellt. In dem Bericht heisst es wörtlich: "Weiterhin sind grössere Vorkommen von Offshore-Erdgas gefunden worden, was die fiskale Situation verbessern, die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen weiter verringern und die Versorgungssicherheit in der Energie verbessern wird." Die OECD empfiehlt die Einrichtung eines Staatsfonds.

Das israelische Bruttoinlandsprodukt ist 2010 um 4,8% gewachsen, und die Investitionen steigen deutlich, doch der Bericht betont vor allem seine Empfehlung, die Staatsschulden bis 2020 um 15% abzubauen.

Auch eine Reform des zentralen Stromversorgers hinsichtlich einer marktorientierten Lösung für den Strommarkt wird empfohlen. Der Bericht stellt fest: "Es werden Pläne implementiert, den Anteil erneuerbarer Energien auf 10% zu steigern, vor allem durch Sonnenwärmekraftwerke, Photovoltaikanlagen und Windkraft".

Die Arbeitslosenquote befindet sich mit 5,5% im zweiten Quartal 2011 auf dem tiefsten Stand der israelischen Geschichte.

Zum Thema Wohnen empfiehlt der Bericht, das Wohnen zur Miete zu fördern, Ausnahmeregelungen für Hausbesitzer und Investoren auf dem Wohnungsmarkt abzubauen und Rechte von Mietern und Vermietern stärker festzuschreiben. Der Regierung wurde empfohlen, die Wohnungspreise weiter im Blick zu halten.

Bezüglich der Unternehmensanleihen empfiehlt der Bericht eine stärkere Regulierung. Des Weiteren empfiehlt er eine Entflechtung von Finanzinstitutionen und Grosskonzernen.

Eine Sorge des Berichts gilt der Tatsache, dass in Israel Angehörige bestimmter Bevölkerungsgruppen die Mehrheit der armen Haushalte stellen.

Das Recycling liege unter dem OECD-Durchschnitt, so der Bericht.

Die Berichte über Wirtschaft und Entwicklung der OECD werden alle anderthalb bis zwei Jahre für jedes Mitgliedsland angefertigt und veröffentlicht.

(MFA, 12.12.11)


Raketen auf Israel

SymbolfotoInsgesamt 19 Raketen haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen im Laufe des Wochenendes (zwischen Donnerstag und Samstag) auf israelisches Gebiet abgefeuert.

Daraufhin haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) am Samstag im Gazastreifen eine Waffenfabrik angegriffen.

ZAHAL sieht die Terrororganisation Hamas als allein verantwortlich für sämtliche Terroraktivitäten, die aus dem Gazastreifen heraus verübt werden und wird weiterhin gegen alle Terroraktivitäten gegen israelische Zivilisten vorgehen.

(ZAHAL, 11.12.11)

Auch am Montagmorgen wurde bereits wieder eine Qassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Sie detonierte im Bezirk Sha'ar Hanegev.

(Yedioth Ahronoth, 12.12.11)


Korzits Weltmeisterin im Windsurfen

Korzits beim Wettbewerb (Foto: Perth2011)Die israelische Surferin Lee Korzitz hat am Sonntag bei den Segelweltmeisterschaften im australischen Perth die Goldmedaille im Windsurfen gewonnen.

"Wenn ich ins Wasser gehe, bin ich wie eine Kriegerin, sogar gegenüber meinen Freunden. Am Strand sind wir die besten Freundinnen, doch im Wasser sind wir Konkurrentinnen", sagte Korzits nach dem Rennen und bezog sich dabei auf das knappe Rennen zwischen ihr und ihren beiden Konkurrentinnen Zofia Noceti-Klepacka aus Polen (Silber) und Marina Alabau aus Spanien (Bronze).

Korzits' Unterstützer an Land hatten während des entscheidenden Rennens eine israelische Flagge geschwenkt, die sie sich nach dem Rennen um die Schultern legte. "Ich freue mich sehr, dass ich so weit von zu Hause hinter meinem Land und meiner Fahne stehen kann und heute die Nationalhymne höre", so die Surferin.

(Perth 2011, 11.12.11)

Doch Korzits hatte nicht nur vor Ort eine Fangemeinde, auch Ministerpräsident Binyamin Netanyahu liess es sich nicht nehmen, der Surferin telefonisch zu ihrem Sieg zu gratulieren. "Ich freue mich darauf, Sie bei der Olympiade in London zu sehen", so Netanyahu.

(Amt des Ministerpräsidenten, 11.12.11)

Wochenende: Zwei Ausstellungen zur Dokumentarphotographie

Aus der Portraitserie von TebolDie internationale Ausstellung für oder Pressephotographie "World Press Photo" ist seit vielen Jahren jährlich an verschiedenen Orten der Welt zu sehen. In Israel wird sie seit 2003 von einer heimischen Ausstellung begleitet: "Edut Mekomit – Local Testimony" zeigt israelische Pressephotographie und zeichnet ebenfalls jedes Jahr Photographen für herausragende Pressebilder aus.

In diesem Jahr heißt der Preisträger für das beste Bild Ilia Yefimovich. Für die beste Fotoserie wurde Yuval Tebol ausgezeichnet, der mit einer Portraitserie der führenden Köpfe der sozialen Proteste des Sommers angetreten war.

Diese und andere Bilder, sowie die internationale Serie "World Press Photo" sind noch bis zum 28. Januar im Eretz Israel Museum in Tel Aviv zu bewundern.

Mehr unter: http://www.edutmekomit.co.il/en/home.aspx

(Botschaft des Staates Israel, 16.12.11)


Bilaterale Kooperation im Ausbildungsbereich

Generalkonsul Schlosser spricht bei der Zeremonie (Foto: Rafael Herlich)Am Mittwoch haben die "Israeli Garage Association" (IGA) und die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Frankfurt/M. und Main-Taunus-Kreis eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Bei der Feierstunde im Frankfurter Römer waren der Generalkonsul des Staates Israel in Deutschland, Tibor Shalev-Schlosser, und Vertreter des Magistrates der Stadt Frankfurt anwesend.

Was vor sechs Jahren als Ausbildungsprojekt auf regionaler Ebene begann, hat sich inzwischen zu einer institutionalisierten Kooperation auf Staatsebene entwickelt.

Bei einem Israel-Besuch der Vorstandsvorsitzenden der Kinder- und Jugend-Aliya in Deutschland, Mechtild Gräfin von Stauffenberg, entstand der Kontakt der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes zu dem Jugenddorf Hadassa Neurim. Seitdem waren fünf Delegationen mit über 100 Jugendlichen aus dem Jugenddorf zu Fortbildungen bei der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes in Hessen und haben Unterricht in kraftfahrzeugtechnischen Bereichen erhalten.

Der Kraftfahrzeugzweig des Jugenddorfes nimmt vor allem Schüler aus schwachen Bevölkerungsschichten der israelischen Gesellschaft auf. Aus diesem Grund ist die Teilnahme an einer solchen Reise für die Schüler ein besonders wichtiges Erlebnis, auch für ihre persönliche Entwicklung.

Die besonderen Beziehungen zwischen der Landesfachschule und der Ausbildungsschule des Jugenddorfes bildeten die Grundlage für eine multidisziplinare Zusammenarbeit und führten zu einer bilateralen Ausbildung zum Meister, wobei der theoretische Teil der Ausbildung in Israel absolviert wird und der praktische einschließlich der praktischen Prüfung unter Aufsicht der Fachinnung in Deutschland.

Moshe Kirmaier, Vertreter des Verkehrsministeriums, erklärte bei der Zeremonie:

"Wir haben den deutschen 'Meister'-Abschluss adaptiert und werden sicherstellen, dass verschiedene Colleges in Israel zukünftig einen 'israelischen Meister' ablegen werden. Im akademischen Jahr 2011-2012 wird zum ersten Mal ein Zweig für Kraftfahrzeugingenieure angeboten, der zum B.Sc. führen soll."

Kirmaier nannte die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ein mögliches Vorbild für ähnliche Kooperationen auf anderen Gebieten.

Avi Oren, stellvertretender IGA-Präsident, und Jürgen Karpinski, Präsident des Hessischen Kfz-Gewerbes, betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit einer hochwertigen beruflichen Ausbildung von Jugendlichen und der Kooperation zwischen Israel und Deutschland.

Generalkonsul Tibor Shalev-Schlosser unterstrich die Bedeutung der Ausweitung der Jugendbegegnungen zwischen Deutschland und Israel auch auf dem Gebiet der Berufsausbildung, die ein weiterer Schritt zur Verbesserung der wirtschaftlichen Kooperation beider Staaten sein könne.

(Generalkonsulat des Staates Israel in München, 15.12.11)


Mehr Sicherheit in der Wolke

SymbolfotoZunehmend weniger Computerarbeit wird heutzutage am Schreibtischcomputer gemacht. Der neuste Trend ist das sogenannte "Cloud Computing", bei dem Arbeitsvorgänge über ein Netzwerk von externen Servern durchgeführt werden.

Dabei stellen sich verschiedene Sicherheitsfragen, z.B. ob man mit Daten arbeiten kann, die in der "Wolke" gespeichert sind, ohne dass andere unsere Informationen einsehen können.

Ein gemeinsames Projekt des Weizmann Instituts und des MIT hat die Bearbeitung von verschlüsselten Daten online deutlich vorangebracht.

Wer geheime Daten, die auf gemeinsamen Servern gespeichert sind, bearbeiten möchte, macht sie unter herkömmlichen Verschlüsselungstechniken angreifbar. Das Hauptproblem dabei ist, dass Daten zur Bearbeitung zuerst entschlüsselt werden müssen.

"Bis vor wenigen Jahren wusste niemand, ob eine Verschlüsselung für diese Art der Online-Bearbeitung überhaupt möglich ist", so Dr. Zvika Brakerski, der vor kurzem seine Doktorarbeit in der Forschungsgruppe von Prof. Shafi Goldwasser im Fachbereich Informatik und Angewandte Mathematik abgeschlossen hat.

2009 führte Craig Gentry, Promotionsstudent an der Stanford University, als Erster eine sogenannte vollkommen homomorphe Verschlüsselung (FHE) vor. Aber diese erste Methode war sehr zeitaufwendig und unhandlich und daher für den Durchschnittsnutzer nicht geeignet. Gentry konstruierte sein FHE-System unter Anwendung komplizierter mathematischer Formeln. Die Technik basierte auf einem sogenannten perfekten Gitterwerk, das neue, bisher unbekannte Komplexhypothesen erforderte, um die Sicherheit zu garantieren. Gentrys Anwendung dieser perfekten Gitterwerke schien für die vollkommen homomorphe Verschlüsselung unerlässlich. Forscher gingen davon aus, dass sie für den Server notwendig sind, um grundlegende Arbeitsvorgänge wie das Hinzufügen und Vervielfachen verschlüsselter Daten durchzuführen.

Zusammen mit Dr. Vinod Vaikuntanathan überraschte Brakerski die Computer-Sicherheitswelt Anfang dieses Jahres mit zwei Forschungsarbeiten, die verschiedene neue Wege für eine effizientere vollkommen homomorphe Verschlüsselung beschrieben.

Einerseits gelang es ihnen, FHE mit viel einfacherer Arithmetik zu aktivieren, die die Verarbeitungszeit beschleunigt. Darüber hinaus zeigte eine Entdeckung, dass ein mathematisches Konstrukt, das zur Schaffung von Verschlüsselungen benötigt wird, sich ohne Abstriche für die Absicherung vereinfachen lässt.

Gentrys ursprüngliche, perfekte Gitterwerke sind eine theoretische Ansammlung von Punkten, die sich - wie in einem normalen Gitter - addieren und vervielfachen lassen. Aber die neue Forschungsarbeit zeigte, dass das Gitterwerk nicht perfekt sein muss, was
wiederum den Bau des Gitters deutlich vereinfacht.

"Die Tatsache, dass es funktioniert, wirkt wie ein Zaubertrick und hat unsere bisherigen Annahmen bezüglich der Funktion von perfekten Gitterwerken in homomorphen Verschlüsselungen in Frage gestellt", so Brakerski.

Die Forschungsergebnisse sind vielversprechend: Optimierte Versionen des neuen Systems könnten hundert oder gar tausendmal schneller sein als Gentrys erste Konstruktion. In der Tat haben es Brakerski und Vaikuntanathan geschafft, die Theorie hinter den vollkommen homomorphen Verschlüsselungen soweit voranzubringen, dass Informatiker sich um Anwendungen bemühen können. So könnte auf diese Weise beispielsweise medizinische Information für Forschungszwecke abgesichert werden: Gross angelegte medizinische Forschungen mit verschlüsselten medizinischen Daten könnten von Dritten vorgenommen werden, ohne dass die Informationen über den Nutzer enthüllt werden.

(Weizmann Institut, 15.12.11)


Zweiter Teil des Schalit-Deals läuft an

Gilad ShalitAm Mittwochabend wird der zweite Teil des Gefangenenaustauschs zwischen Israel und der Hamas eingeleitet, durch den die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit erreicht wurde.

Am Abend wird die Liste der 550 palästinensischen Strafgefangenen veröffentlicht, die in diesem zweiten Schritt freigelassen werden sollen. Bis zum Sonntag haben dann Gegner des Abkommens Zeit, beim Obersten Gerichtshof Einspruch gegen einzelne Namen auf der Liste einzulegen. Sollte das Oberste Gericht den Einsprüchen nicht stattgeben, könnte die Abschiebung der Gefangenen in das Westjordanland und den Gazastreifen bereits am Sonntagnachmittag erfolgen.

Im Abkommen zur Freilassung Gilad Shalits wurde festgelegt, dass zwei Monate nach der Freilassung Shalits und der von der Hamas geforderten Gefangenen in einem zweiten Schritt 550 von Israel ausgewählte Gefangene aus israelischen Gefängnissen entlassen werden sollen. In der ersten Stufe des Abkommens wurden bereits 477 Gefangene entlassen.

(Ha'aretz, 14.12.11)


Gerechte unter den Völkern geehrt

Werner Pissarius (links) nimmt die Urkunde und Medaille von Emmanuel Nahshon entgegen. Stehend: Evelyn Joseph Grossman (Foto: Winfried Scholz)Paul und Helene Pissarius sind von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem posthum als "Gerechte unter den Völkern" ausgezeichnet worden. In den Jahren 1943 bis 1945 rettete das Ehepaar einer dreiköpfigen jüdischen Familie das Leben, indem es die Verfolgten in seiner Berliner Wohnung versteckte und versorgte.

Bei einer Feierstunde, die am Montag in Andernach stattfand, nahm der Neffe, Werner Pissarius, die Yad Vashem-Medaille und Urkunde aus den Händen des Geschäftsträgers der israelischen Botschaft, Emmanuel Nahshon, entgegen.

Die Rettungsgeschichte

Berta und Leopold Joseph wohnten mit ihren Söhnen, Gerhard und Ernst, in Berlin. Der ältere Sohn Gerhard wanderte 1938 in die USA aus. Als Anfang 1943 die Lage für die Juden, die den Naziterror bis dahin in Berlin überlebt hatten, immer bedrohlicher wurde, begann Ernst, für seine Eltern und sich ein Versteck zu suchen. Ein Freund organisierte für ihn ein Treffen mit dem Ehepaar Pissarius.

Paul und Helene Pissarius entschieden sich, die drei Verfolgten in ihrer kleinen Wohnung zu verstecken und zu versorgen. Als am 31. Januar 1943 die Gestapo zur Wohnung der Familie Joseph kam, um sie zum Sammelplatz für die Deportation zu bringen, fand sie niemanden mehr vor. Die Bewohner waren bereits in ihrem Versteck - in dem sie über zwei Jahre bleiben sollten.

Als Leopold Joseph im Februar 1945 an einem Herzinfarkt starb, brachten sein Sohn und Paul Pissarius den Leichnam mitten in der Nacht auf einem Karren bis zur Spree und warfen ihn in den Fluss.

Diese Begebenheit prägte sich mehr als alles andere in das Gedächtnis von Paul Pissarius ein. Mit über 90 Jahren erzählte der Berliner diese Geschichte Ende der 1970er Jahre auch seiner Nachbarin, der Journalistin Waltraud Schwab, die Jahre später einen Artikel darüber veröffentlichte. Diesen Text fand die in den USA lebende Evelyn Joseph Grossman, die Tochter des geretteten Ernst Joseph, eines Tages im Internet. Das gab den Anstoss, die Ehrung von Paul und Helene Pissarius bei Yad Vashem zu beantragen.

Evelyn Joseph Grossman und ihre Mutter Elisabeth Joseph, die den Holocaust ebenfalls versteckt bei einer Berliner Familie überlebt hatte, waren extra aus den USA zu der Feierstunde in Andernach angereist.

(Botschaft des Staates Israel, 13.12.11)


Netanyahu auf der "Globes Israel Business Conference"

Netanyahu auf der Konferenz (Foto: GPO)Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat auf der "Globes Israel Business Conference" gesprochen und seine Vorstellungen von Wirtschaftspolitik dargelegt. Er erklärte:

"Wie Sie wissen, zitiere ich gerne Churchill. Churchill hat einmal gesagt, es gäbe Menschen, die den Privatsektor als einen Tiger sehen, der erschossen gehört und andere, die ihn als eine Kuh sehen, die gemolken werden muss. Zu wenige allerdings sähen den Privatsektor als das gesunde Pferd, das den Karren zieht." Eine Sichtweise, die Netanyahu teilt, wie er weiter erklärte: "Sie können nicht über Wirtschaft und Wirtschaftswachstum sprechen, über soziale Bedürfnisse und soziale Gerechtigkeit wenn niemand Werte in der Wirtschaft schafft. Die Privatwirtschaft ist dabei das Rennpferd, das den Karren zum Laufen bringt."

Netanyahu erklärte, wer an eine Wirtschaft ohne Privatsektor glaube, glaube an Systeme wie das der DDR oder Nordkoreas. Dass Fünf-Jahres-Pläne in schreckliche Armut führten, habe das 20. Jahrhundert hinreichend bewiesen.

Märkte seien dabei wie ein Kuchen, erläuterte Netanyahu weiter: Je grösser der Kuchen, desto leichter könne man die Stücke verteilen. Aus diesem Grund sei Israel nun dabei, sich neue Märkte zu erschliessen. "[…] unser erstes Ziel ist es, neue Märkte im Osten zu gewinnen. Auch im Westen, denn wir können beispielsweise in Brasilien noch besser werden, und auch in Afrika, das ich in den nächsten Wochen besuchen werde."

Als zweiten potentiellen Wachstumsfaktor sieht Netanyahu die Entwicklung neuer Märkte in Israel selbst, vor allem durch Infrastrukturprojekte.

Die dritte potentielle Basis für Wirtschaftswachstum ist die Entwicklung neuer Industrien. Hier denkt der Ministerpräsident vor allem an Wasser, Agrarprodukte und Cyberindustrien.

(MFA, 12.12.11)

Die vollständige Rede von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu (auf Englisch) finden Sie hier


Peres und Netanyahu: Gleichstellung von Männern und Frauen ist nicht verhandelbar

SymbolfotoMinisterpräsident Netanyahu hat sich am Montag zu zunehmenden Bestrebungen ultra-orthodoxer Gruppen geäussert, Frauen aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Diese Bemühungen gingen von einer Minderheit aus und reflektierten weder den Wunsch der israelischen Gesellschaft noch den der Mehrheit der ultra-orthodoxen Gemeinschaft.

"Die Gleichheit von Männern und Frauen ist absolut - so war es immer und so wird es immer bleiben", erklärte Netanyahu. "Jeder, der die Rechte und Freiheiten von Frauen verletzt, stellt sich gegen die Prinzipien und Ideale des Staates Israel". Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Der Ausschluss von Frauen widerspricht nicht nur den demokratischen Prinzipien, die uns sehr wichtig sind, sondern auch der jüdischen Tradition."

Auch Präsident Peres sprach sich entschieden gegen diese Vorstösse aus: "Jede Form der Diskriminierung ist ein schwerer Fehler, der so schnell wie möglich korrigiert werden muss. Der Ausschluss von Frauen bei bestimmten Anlässen oder das Verbot, sie an öffentlichen Orten singen zu lassen, hat uns in letzter Zeit sehr beschäftigt. Wir dürfen unseren öffentlichen Raum nicht zu einem Ort werden lassen, der in Konflikt zu unseren zentralen Werten steht", so Peres. Er fügte hinzu: "Kein Mann hat das Recht, einer Frau vorzuschreiben, wo sie zu sitzen hat. Als Jude und als Präsident des Staates Israel kann ich dieses Thema nicht ignorieren."

(Yedioth Ahronoth, 12.12.11)


Gilad Shalit: "Ich bin euch für den Rest meines Lebens dankbar"

Gilad in dem Video (Foto: Yedioth Ahronoth)Der aus der Gefangenschaft der Hamas befreite Soldat Gilad Shalit hat sich in einem Video an die Unterstützer der Kampagne für seine Freilassung gewandt. In dem Film, der bei der zentralen Versammlung der Aktivisten am Samstagabend gezeigt wurde, sagt Shalit:

"Ich freue mich, […] dass ich Gelegenheit habe, zu euch zu sprechen und mich bei euch dafür zu bedanken, was ihr während der Jahre meiner Gefangenschaft für mich getan habt. Während der Gefangenschaft und natürlich auch, nachdem ich nach Hause zurückgekehrt bin, habe ich viel von euren Aktivitäten für meine Freilassung gehört.

Ich bin sicher, dass ich noch viel über den langen Weg hören werde, den ihr im Sommer 2006 begonnen habt und den ihr ohne aufzugeben, ohne euch zurückzuziehen, trotz all der Schwierigkeiten, […] der Hoffnungen und Enttäuschungen bis zum ersehnten Ende am 18. Oktober fortgeführt habt. Ich weiss ohne Zweifel, dass euer langer und hartnäckiger Kampf für meine Freilassung […] und die Unterstützung für meine Familie entlang des langen Weges einer der entscheidenden Faktoren waren, die zu der Entscheidung geführt haben, mich heimzuholen. Für all das möchte ich euch […] von ganzem Herzen danken und euch sagen, dass ich euch allen zusammen und jedem einzelnen von euch dankbar bin und bis ans Ende meines Lebens dankbar sein werde. Ein grosses Dankeschön an euch alle […]." <Yedioth Ahronoth, 10.12.11>

Das Video können Sie hier anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=Knzb37hX_iI

(Botschaft des Staates Israel, 12.12.11)


Nobelpreis an Shechtman verliehen

Shechtman und Carl XVI. Gustav (Foto: Reuters)Am Samstagabend ist der israelische Wissenschaftler Dan Shechtman in Stockholm mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Er ist damit der zehnte israelische Nobelpreisträger überhaupt und der sechste israelische Wissenschaftler, der den Preis erhalten hat. Den Preis erhielt er aus den Händen des schwedischen Königs Carl XVI. Gustav.

Ausgezeichnet wurde Shechtman, der am Technion in Haifa lehrt, für die Entdeckung der "Quasikristalle". "Ihre Entdeckung erinnert uns daran, wie wenig wir eigentlich wissen", hiess es in der Laudatio. "Und dies ist wirklich eine grosse Leistung."

In seiner Dankesrede sagte Shechtman: "Ein bescheidener Wissenschaftler ist ein guter Wissenschaftler. Die Wissenschaft ist das beste Mittel, um die Gesetze der Natur aufzudecken, und das einzige Wort, das sie sich auf die Fahnen geschrieben hat, heisst Wahrheit. Die Naturgesetze sind weder gut noch schlecht. Wichtig ist nur, wie wir sie für unsere Zwecke benutzen." <Ha'aretz, 10.12.11>

(Botschaft des Staates Israel, 12.12.11)

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