| Nachrichten vom 15. - 21. Januar 2012 | ||
Minister Yossi Peled in Berlin
Anlass für den Besuch Peleds ist der 70. Jahrestag der Wannseekonferenz. Gemeinsam mit Bundespräsident Christian Wulff nahm Peled auf Einladung von Dr. Norbert Kampe, dem Leiter der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz, an der zentralen Gedenkzeremonie teil. Staatsminister André Schmitz begrüsste die Gäste, bevor Bundespräsident Wulff in seiner Rede der Geschehnisse in der Villa Wannsee am 20. Januar 1942 gedachte. Wulff versprach dem jüdischen Volk und dem Staat Israel die unverbrüchliche Freundschaft Deutschlands und betonte die Verpflichtung Deutschlands für die Sicherheit Israels und der jüdischen Bevölkerung weltweit. "Ich wünsche mir, dass sich nie wieder jemand vor seinen Nachbarn verstecken muss in diesem Land", so Wulff. Peled erklärte, er wolle heute nicht als Minister oder ehemaliger General zu den Anwesenden sprechen, sondern als der kleine Junge, der er einmal gewesen und der in Belgien den Schrecken der Shoah entkommen und schliesslich nach Israel gelangt war. "Es war mir nicht vergönnt, am Grab [meines Vaters] den Kaddisch zu sprechen", so der Minister. Aus diesem Grund wolle er dies heute hier, an dem Ort des Schreckens, tun. Nach seiner bewegenden Rede dankte Minister Peled Bundespräsident Christian Wulff für den Beitrag Deutschlands zur Sicherheit des Staates Israel. Am Donnerstag war Peled im Berliner Canisius-Kolleg mit etwa 100 Berliner Schülern des Kollegs, der katholischen Liebfrauenschule und der Jüdischen Oberschule zusammengetroffen. Bei der Veranstaltung sprach er mit den Schülern vor allem über seine Kindheit während der Shoah. Er schilderte seinen inneren Konflikt als ein jüdisches Kind, das in seinen ersten Kindheitsjahren als Katholik versteckt und aufgezogen wurde, während alle seine Familienangehörigen mit Ausnahme seiner Mutter vernichtet wurden. Mit 8 Jahren war er gegen seinen Willen mit seiner - ihm damals fremden - Mutter nach Antwerpen gegangen und wanderte anschliessend mit einer Gruppe Waisenkinder nach Israel aus - ein weiterer Bruch in seiner Kindheitsidentität. Peled erzählte, wie er in Israel aufwuchs, wo er sich unter den in Israel geborenen Sabres erneut als Fremder fühlte. Der Tag, den ein jeder Israeli im Gedächtnis trage, sei, so der Minister, der des Eintritts in die Armee. Für ihn war es der Tag, an dem er als Jude ein Gewehr in die Hand bekam, um sein Volk zu verteidigen. Dies war seinen Eltern verwehrt geblieben. Die Schüler zeigten sich sehr interessiert an den persönlichen Erinnerungen und stellten viele Fragen über seine Identitätsbrüche, Emotionen und Erlebnisse. Gleichzeitig interessierten sie sich auf für seine Einschätzungen der aktuellen Lage in Nahost und stellten konkrete politische Fragen, die sich auf den heutigen israelisch-palästinensischen Konflikt bezogen. (Botschaft des Staates Israel, 20.01.12) Netanyahu besucht die Niederlande
Ziel des Besuchs ist die Stärkung der bilateralen Beziehungen und die Erweiterung der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Auf dem Plan steht auch die Gründung eines bilateralen Rates für Regierungszusammenarbeit, der erstmalig in den kommenden Monaten zusammenkommen soll, um die Kooperation bei Sicherheitsfragen und in der Wirtschaft zu vertiefen, hierbei insbesondere im privatwirtschaftlichen Bereich, im akademischen Sektor, in der Umweltzusammenarbeit, bei der Entwicklung von Agrartechnologie, bei Forschung und Entwicklung und im Tourismus. In einer Rede vor der jüdischen Gemeinde in Amsterdam thematisierte Netanyahu die aktuelle politische Situation Israels und erklärte seine Bereitschaft, jederzeit und an jedem Ort die Verhandlungen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wiederaufzunehmen. Weiterhin sprach Netanyahu über die Bedrohung durch einen nuklearen Iran für Israel und die Region und dankte den Niederlanden für ihre Unterstützung der Sanktionen im Kampf gegen das iranische Atomprogramm. Heute Nachmittag traf der Ministerpräsident im Parlament mit Professor Johan van Hulst zusammen, einem "Gerechten unter den Völkern", dem er zum Dank für die Rettung jüdischer Kinder während der deutschen Besatzung eine Bibel überreichte. Van Hulst war Leiter einer evangelischen Schule und schleuste durch diese mehr als 500 jüdische Kinder zu sicheren Häusern ausserhalb Amsterdams, in denen sie sich verstecken konnten. 1972 verlieh Yad Vashem ihm den Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern". (MFA; The Jerusalem Post, 19.01.12) Das Video der Rede von Ministerpräsident Netanyahu in der Portugiesischen Synagoge in Amsterdam finden Sie hier: http://www.youtube.com/watch?v=LuQC9BB0FDs Neuer Radwanderweg im Norden Israels
Der Vorsitzende des Jüdischen Nationalfonds erklärte, seine Organisation habe sich im vergangenen Jahrzehnt um die Infrastruktur in den Wäldern und Dörfern in der Jezreelebebe bemüht. "Dank intensivem Ausbau der Wege und umfassender Beschilderung der Fahrradwege in Wäldern und offenen Feldern kann der Jüdische Nationalfonds den Wunsch vieler Israelis nach sicheren Wander- und Radwegen erfüllen", so Stenzler. (Ha'aretz, 18.01.12) Vorgezogene Vorwahlen bei Kadima
Bei den Vorwahlen wird unter anderem über den Parteivorsitz entschieden. Livni tritt hierbei gegen den ehemaligen Generalstabschef Shaul Mofaz, den ehemaligen Chef des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK), Avi Dichter, und Meir Shetrit an. Livni zeigte sich optimistisch, dass sie Parteivorsitzende bleiben werde. "Ich beabsichtige, bei diesen Vorwahlen zu gewinnen", so Livni. "Zuerst gewinne ich bei den Vorwahlen von Kadima, und dann werde ich eine Koalition bilden, die das Wohl des Staates Israel vor Augen hat", fügte sie hinzu. Bereits vor der offiziellen Ankündigung Livnis hatte Shaul Mofaz auf einer eigenen Pressekonferenz am Morgen Livni scharf angegriffen und erklärt, ihre Zeit als Vorsitzende von Kadima sei abgelaufen. (Yedioth Ahronoth, 18.01.12) Streik in den Kommunen beendet
Beide Seiten beschlossen zunächst die Einrichtung eines gemeinsamen Forums von Vertretern des Amtes des Ministerpräsidenten, der Innen-, Sozial und Erziehungsministerien sowie der Kommunalverwaltungen. In dem Forum sollen die Anliegen der Kommunen diskutiert werden. Bereits jetzt wurden verschiedene Massnahmen verabschiedet, die eine einseitige Belastung der Kommunen im Zuge verschiedener Gesetzesreformen verhindern sollen. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte: "Ich freue mich gemeinsam mit den Bürgern, dass der Streik beendet ist und damit die städtischen Dienste wieder verfügbar sind. Seit Amtsantritt der gegenwärtigen Regierung haben wir uns für die Stärkung der Kommunen eingesetzt und bereits 13,5 Milliarden Shekel (ca. 2,7 Milliarden Euro) auf diesem Gebiet investiert. Auch in Zukunft werden wir uns weiter für dieses Thema einsetzen." (Amt des Ministerpräsidenten, 17.01.12) Netanyahu: Palästinenser wollen nicht wirklich verhandeln
"Beide Parteien haben sich in Jordanien verpflichtet, die Verhandlungen mit äusserster Diskretion zu behandeln", so Netanyahu gegenüber dem Komitee für Aussen- und Verteidigungspolitik in der Knesset. Stattdessen habe der Chefunterhändler der Palästinenser, Saeb Erekat, Informationen an die Medien durchsickern lassen, so der Ministerpräsident. Netanyahu erneuerte seinen Aufruf an Präsident Abbas für ein Treffen zu direkten Gesprächen. "Als die Jordanier uns wegen der Wiederaufnahme von Verhandlungen angesprochen haben, war ich bereit, nach Jordanien zu fahren", so Netanyahu. Er fügte hinzu, es seien die Jordanier gewesen, die erklärt hätten, an diesem Punkt sei es besser, wenn die Gespräche zunächst zwischen den Chefunterhändlern Erekat und Molcho stattfinden könnten. "Ich bin bereit, Abu Mazen [Abbas] überall und zu jedem Zeitpunkt zu treffen. Ich bin bereit, nach Ramallah zu kommen, auch wenn es meine Sicherheitsleute verrückt macht. Und ich bin bereit, Abu Mazen nach Jerusalem einzuladen", erklärte der Ministerpräsident. Er fügte hinzu, dass die Palästinenser mit Ausnahme einiger kurzer Treffen im September 2010 in den letzten drei Jahren nicht bereit gewesen seien, mit Israel zu verhandeln. Nach der Sitzung in der Knesset erklärte Yoaz Hendel, Sprecher im Amt des Ministerpräsidenten, Israel habe die neuen Gespräche sehr ernst genommen und sich damit viel Mühe gegeben. "Wir kamen zu den Gesprächen mit der Absicht, den Friedensprozess voranzubringen", so Hendel. "Doch wir haben das Gefühl, dass die Palästinenser versuchen, alle möglichen Gründe zu finden, um die Gespräche platzen zu lassen." (The Jerusalem Post, 17.01.12) Kooperation zwischen Yeda und Adobe
Die von Wissenschaftlern aus dem Fachbereich Informatik und Angewandte Mathematik entwickelte Ähnlichkeitsmethode ist eine Technik zur Addierung visueller Daten sowohl von Bildern als auch von Videoaufnahmen. Anstatt ein Bild zuzuschneiden oder massstabgerecht zu verkleinern oder ein Videosegment auszuschneiden, produziert diese Methode eine vollständige und zusammenhängende visuelle Zusammenfassung, also eine kleinere und kürzere Version des Originals, die die wichtigsten Informationen enthält. Die Bidirektionalität der Methode garantiert, dass das Bild im Ergebnis visuell zusammenhängend ist: Es erzählt nicht nur "dieselbe Geschichte", sondern ist visuell genauso attraktiv wie das Original. Die Methode basiert auf der Eliminierung sich wiederholender Informationen aus dem Bild oder der Videoaufnahme. Die stufenweise Grössenveränderung und stetige Überprüfung garantiert, dass das Endresultat nahtlos und zusammenhängend ist. Über das Zusammenfassen von Bildern und Videoaufnahmen hinaus kann die Methode auch bei einer Vielzahl weiterer Anwendungen eingesetzt werden, so zum Beispiel für die Vervollständigung fehlender Teile in Bildern/Videoaufnahmen, für Bildmontagen, zur Umgestaltung von Fotos, automatisches Zurechtschneiden, Bildsynthese (bei der ein Bild erweitert anstatt zusammengefasst wird) und Bildverwandlung (die Herstellung einer Videosequenz durch die Präsentation eines nahtlosen Übergangs von einem Bild zum nächsten, wobei die Bilder möglicherweise keinerlei Verbindung miteinander haben). (Weizmann Institute, 16.01.12) Generalstreik in den Kommunen
Besonders stark scheint das Bildungssystem betroffen zu sein, da auch die Sicherheitskräfte in Streik getreten sind. Laut Gesetz müssen alle Bildungseinrichtungen von Sicherheitspersonal bewacht werden. Auch Erzieherinnen in Kindergärten streiken, ebenso die Müllabfuhren und die Ordnungsämter, so dass auch keine Strafzettel ausgestellt werden. Auch die Sozialkassen sind betroffen. Mit dem Streik protestieren die Kommunen gegen eine Reihe von Gesetzen und Gesetzesinitiativen, deren Durchführung ihrer Meinung nach vor allem aus den Kommunalbudgets finanziert werden müsse und sie so unverhältnismässig stark belaste. (Yedioth Ahronoth, 16.01.12) Erste DIG-Hochschulgruppe gegründet
"Ziel der Organisation ist es, allen Rostocker Studierenden ein umfassendes und positives Bild vom jüdischen Staat zu vermitteln, sowie einen differenzierten Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu ermöglichen", so Daniel Leon Schikora, Sprecher der neugegründeten Initiative. Geplant sind etwa ein monatlicher Stammtisch, öffentliche Vorträge, Exkursionen und Begegnungen. DIG-Präsident Reinhold Robbe zufolge besteht Potential für die Gründung weiterer Gruppen auch an anderen Hochschulen. Klare Zeichen gegen Antisemitismus, Antizionismus und Rassismus, für Israel und die deutsch-israelischen Beziehungen seien nicht zuletzt angesichts von Boykottaufrufen gegen israelische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler notwendig und aktuell, betonte Robbe. (DIG, 16.01.12) 1000 vietnamesische Landwirte kommen im Sommer nach Israel
Zurzeit nehmen bereits 300 Landwirte an dem elfmonatigen Programm teil, weitere 700 sollen im Sommer noch hinzukommen. Die Teilnahme ist nicht auf Vietnam beschränkt, Teilnehmer kommen auch aus anderen asiatischen Ländern wie Kambodscha und Myanmar. Es handelt sich um eine Kombination aus theoretischen und praktischen Modulen, die bei landwirtschaftlichen Unternehmen in den Bezirken Ramat Hanegev und Zentral-Arava absolviert werden können. <MFA, 09.01.12> (Botschaft des Staates Israel, 16.01.12) |
Der amerikanische Generalstabschef auf Besuch in Israel
Dempsey, der am Donnerstagabend eingetroffen ist, wurde mit militärischen Ehren empfangen und traf zunächst mit Generalstabschef Benny Gantz zu einem Abendessen zusammen. Heute fand ausserdem ein Treffen zur Koordination der weiteren Zusammenarbeit beider Streitkräfte statt. Des Weiteren wurden gemeinsame sicherheitspolitische Herausforderungen diskutiert. Dempsey wird weiterhin mit Verteidigungsminister Ehud Barak, Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Präsident Shimon Peres zusammentreffen. (ZAHAL, 19.01.12) Terror gegen Israel
In der gleichen Nacht hat die Israelische Luftwaffe eine Terrorzelle angegriffen, die Sprengkörper nahe dem Sicherheitszaun im nördlichen Gazastreifen platzieren wollte. Treffer wurden vermeldet. 2011 gab es insgesamt 30 Versuche von Terroristen aus dem Gazastreifen, Soldaten in der Nähe des Grenzzauns mit Sprengkörpern zu verletzen. In diesem Jahr handelte es sich um den zweiten Versuch dieser Art. (ZAHAL, 19.01.12) Verletzte und Festnahmen bei Siedlungs-Räumungen
Bei der Räumung kam es zu Zwischenfällen und Konfrontationen zwischen Soldaten und Siedlern. Drei Polizisten und sechs Siedler wurden leicht verletzt. Mit den Räumungen von Oz Zion und Yisa Bracha steigt die Zahl der Räumungen von Aussenposten nach denen von Mitzpe Avichai, Givat Arye und Gal Yossef auf fünf in diesem Monat. (Yedioth Ahronoth, 19.01.12) Studie des BESA Centers zur Wassersituation im Westjordanland
Darüber hinaus bietet die Studie einen praktischen Ansatz für die gemeinsame Nutzung von Wasser in der Zukunft. Die von dem Hydrologen Prof. Haim Gvirtzman von der Hebräischen Universität Jerusalem ausgewerteten Daten zeigen, dass gegenwärtig beinahe kein Unterschied im Pro-Kopf-Wasserverbrauch zwischen Israelis und Palästinensern besteht. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) behauptet, sie leide unter durch Israel verursachter Wasserknappheit und beansprucht für sich mehr als 700 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr. Diese Forderungen entsprechen mehr als 50 Prozent des Wassers, das zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan insgesamt verfügbar ist. Entgegen palästinensischer Aussagen hat Israel alle Verpflichtungen gemäss den 1996 unterzeichneten Verträgen erfüllt und diese sogar noch übertroffen. Die von Gvirtzman ausgewerteten Daten zeigen, dass sich der noch 1967 äusserst bedeutende Unterschied im Wasserverbrauch seitdem immer weiter verringert hat und heute kaum noch vorhanden ist. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Palästinenser liegt deutlich über dem von der Weltgesundheitsorganisation definierten Minimum. Die Palästinenser hingegen haben ihren Teil des Abkommens konsequent verletzt und mehr als 250 nichtgenehmigte Brunnen gebohrt, über die jährlich etwa 15 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert werden. Darüber hinaus hat die PA sich an vielen Punkten illegal mit dem System des israelischen Wasserversorgers "Mekorot" verbunden und stielt so israelisches Wasser. Gvirtzmans Studie zufolge wäre es ausserdem in den Palästinensischen Autonomiegebieten möglich, durch zeitgemässe landwirtschaftliche Bewässerungsmethoden um ein Drittel weniger Wasser zu verbrauchen. Riesige Mengen Wassers werden hier durch Lecks und Misswirtschaft verschwendet. Auch werde Wasser weder recycelt noch recyceltes Wasser in der Landwirtschaft verwendet. 95 Prozent der 56 Millionen Kubikmeter Abwasser, die in den Palästinensischen Autonomiegebieten produziert werden, werden nicht geklärt. Im Westjordanland wurde in den letzten 15 Jahren nur eine einzige Kläranlage gebaut, obwohl dafür internationale Gelder zur Verfügung stehen. Es ist Israels Position, dass das Thema Wasser von einer Quelle der Kontroversen in eine Quelle der Verständigung und Kooperation umgewandelt werden sollte. Gvirtzmans Studie stellt einen Plan vor, der effizient und schnell das Problem gegenwärtiger und zukünftiger Wasserknappheit auf beiden Seiten lösen könnte. Der Plan, der auf nachhaltiger Entwicklung und fortschrittlichen Technologien beruht, würde die Wasserversorgung bis 2030 sicherstellen und sogar noch Wasserreserven vorrätig halten. (Begin-Sadat Center for Strategic Studies, 18.01.12) Zur vollständigen Studie geht es hier: http://www.biu.ac.il/SOC/besa/MSPS94.pdf Weiter gute Wirtschaftsprognose für 2012
Weiterhin präsentierte der Finanzminister die aktuelle Wirtschaftsprognose für 2012. Angesichts der unsicheren Lage in Europa sei auch die wirtschaftliche Entwicklung Israels schwer absehbar, jedoch rechne man aktuell mit einem Wachstum von 3,2 Prozent. Über diese Prognose gebe es jedoch noch Uneinigkeit im Finanzministerium. "Doch unsere Zielsetzung ist klar: So viel Wachstum wie möglich mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln. Wenn wir es richtig anstellen und davon ausgehen, dass die Eurozone nicht kollabiert, ist das unsere Prognose und wir werden alles daran setzen, sie zu übertreffen", so Steinitz. Der Generaldirektor des Finanzministeriums, Doron Cohen, sprach über die Herausforderungen für die israelische Wirtschaft 2012 und betonte die Bedrohung durch die instabile Eurozone und die Probleme durch die sinkenden Exportzahlen. "Wir müssen im Kopf behalten, dass Europa von einem negativen Wachstum von 0,5 Prozent ausgeht. Das wird auch die USA und Israel beeinträchtigen." (Yedioth Ahronoth, 18.01.12) Gantz auf Nato-Konferenz
Während der Treffen mit Amtskollegen aus der ganzen Welt wird Gantz vor allem die Sicherheitsbedrohungen ansprechen, vor denen die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte und der Staat Israel stehen. Dies schliesst die regionalen Bedrohungen und die Bedeutung der Kooperation zwischen Israel und Nato-Mitgliedsstaaten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ein. Ausserdem wird Gantz auf dem Treffen des Mittelmeerdialog-Forums der Nato sprechen. (ZAHAL, 17.01.12) Die schönste Münze: ein israelisches Zwei-Shekel-Stück
Die Münze wurde zunächst in der Kategorie "Künstlerisch beste Münze ausgezeichnet". Anschliessend setzte sie sich gegen die neun Sieger der übrigen Kategorien auch in der Gesamtwahl zur "Münze des Jahres" durch. Die Wahl zur "Münze des Jahres" wird jährlich vom amerikanischen Verlagshaus "Krause Publications" durchgeführt. (TheMarker, 17.01.12) Israelische To-Do-App ist TechCrunchs "Best Android App 2011"
Wie andere To-Do-Apps beinhaltet "Any.DO" grundlegende Funktionen wie Aufgaben hinzufügen, abhaken, Prioritäten setzen etc. Doch "Any.DO" hebt sich mit einigen Extras von den anderen virtuellen To-Do-Listen ab: So kann der Nutzer beispielsweise über Sprachsteuerung Aufgaben hinzufügen und mit drag-and-drop seine Liste organisieren. Erledigte Aufgaben können von der Liste entfernt werden, indem der Nutzer das Handy schüttelt. Ausserdem synchronisiert sich "Any.DO" mit Google Tasks. Auch die Auto-Complete-Funktion ist sehr benutzerfreundlich: Wenn der Nutzer eine neue Aufgabe hinzufügen will, bietet die App automatisch Vorschläge an, wie bei Google kann der Nutzer dann aus den verschiedenen Optionen wählen. Die Liste ist leicht zu bearbeiten, Aufgaben können mit einer Handbewegung in andere Tage verschoben oder kopiert werden. Mit "Any.DO" kann man die Arbeit auch aufteilen: Mehrere Nutzer können die Notizen bearbeiten und erledigen. So können die Nutzer gemeinsame Listen mit Freunden und Familie erstellen und dadurch Gruppen-Emails ersetzen. "Any.DO" wurde 2011 von Omer Perchik, Yoni Lindenfeld und Itay Kahana entwickelt und in den ersten 30 Tagen nach seiner Veröffentlichung mehr als 500.000 Mal runtergeladen. Bisher wurden 2.5 Millionen Aufgaben in die Any.DO-Listen eingefügt, von denen mehr als eine Million erledigt wurde. Durchschnittlich fügen die Nutzer jeden Tag 100.000 neue Aufgaben hinzu, 50 Prozent davon per Sprachsteuerung. <NoCamels, 14.01.12> (Botschaft des Staates Israel, 17.01.12) Zweiter Mörder von Itamar verurteilt
Während der Verlesung des Urteils lächelte der Angeklagte und antwortete lediglich in verächtlichem Tonfall auf die Fragen des Gerichts. Er zeigte keine Zeichen der Reue und erklärte im Gegenteil, er sei stolz auf seine Tat. Beide Angeklagten in dem Fall hatten zuvor Geständnisse abgelegt und schuldig plädiert. Ihrer Aussage nach hatten sie die Morde vor der Tat über zwei Wochen geplant. In der Stellungnahme des Gerichts hiess es: "Es handelt sich um einen Mörder ohne jede Menschlichkeit, der während des gesamten Prozesses keine Reue über die Morde gezeigt hat." Der erste der beiden Angeklagten war im September letzten Jahres bereits zu fünf Mal lebenslänglich verurteilt worden. Während der Urteilsverkündung waren einige Aktivisten, unter ihnen auch ein Knessetabgeordneter, zugegen, die "Tod dem Mörder" in den Saal riefen. Sie wurden des Gerichtssaals verwiesen. Fünf Mitglieder der Familie Fogel waren im März in ihrem Zuhause in Itamar brutal im Schlaf ermordet worden. Die Mörder hatten damals die Eltern Ruth und Ehud Fogel, sowie ihre drei Kinder Yoav (11), Elad (4) und Hadas (drei Monate) getötet. (Globes, 16.01.12) Ausstellungsverleih für das Jahr 2012
Dafür bietet das israelische Aussenministerium verschiedene Ausstellungen an, die über die Botschaft verliehen werden, und die beispielsweise bei Israel-Veranstaltungen oder im Kulturkalender Ihrer Region genutzt werden können. Der Verleih ist kostenlos und der Transport kann mit Hilfe der Botschaft organisiert werden. Folgende Ausstellungen bieten wir an: Our Country Der Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust Transformation israelischer Städte MASHAV Der Ursprung Damals und heute Stories of Israel Ein beschwerlicher Weg - Samuel Bak 100 Jahre Kibbutz Shadows of Jerusalem - Leonid Padrul *** NEU *** Von Anbeginn - Shai Ginott *** WIEDER IN DEUTSCHLAND *** Für weitergehende Informationen schauen Sie gern auf unsere Website www.israel.de. Wenn Sie Interesse an einer Ausstellung haben oder einen Ausstellungskatalog bestellen möchten, wenden Sie sich bitte an folgende Adresse: Botschaft des Staates Israel / Öffentlichkeitsarbeit (Botschaft des Staates Israel, 16.01.12) |