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Nachrichten vom 15. - 21. August 2010
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Israelische Armee prüft, ob Israelis bald palästinensische Städte besuchen dürfen

Foto: Shy SkipDie israelische Armee überprüft die Möglichkeit, Israelis den Zutritt in grössere palästinensische Städte in Judäa und Samaria zu gestatten. Während diese Entscheidung einen Aufschwung für die palästinensische Wirtschaft bedeuten würde, ist das zuständige Oberkommando aufgrund der Sicherheitssituation noch zurückhaltend.

"Wir denken, dass wir in der Lage sein werden, Israelis mit zeitlichen und örtlichen Einschränkungen ohne Angst um ihre Sicherheit in festgelegte Teile der A-Gebiete lassen können", erklärte Oberst Ronen, Offizier des Nachrichtendienstes einer Armee-Zeitung. "Dieser Plan, wenn umgesetzt, wird sorgfältig ausgewählte palästinensische Städte in Judäa und Samaria beinhalten: Plätze mit touristischem Potential wie Jenin, Ramalllah und Bethlehem."

Um den Plan zu überprüfen, rechnet das Oberkommando damit, dass innerhalb eines Jahres ein Probelauf angekündigt werden wird. Dies ermöglicht eine Einschätzung darüber, ob die palästinensischen Sicherheitsorgane in der Lage sind, sich der Situation anzupassen, und ob in der israelischen Öffentlichkeit der Wunsch besteht, diese Gebiete zu besuchen.

Kürzlich erhielten 50 israelische Fremdenführer die Erlaubnis, in Bethlehem und Jericho zu arbeiten. Ihr Erfolg verstärkte die Ansicht, dass zukünftige Vereinbarungen Israelis den Zutritt von Gebieten unter palästinensischer Kontrolle gestatten könnten. "Ein grosser Teil der israelischen Öffentlichkeit betrachtet Judäa und Samaria als das, was es in der Vergangenheit war: einen Hort des Terrors. Das heutige Judäa und Samaria hat allerdings das Potential, besonders ansprechend für Israelis zu sein, die billige Einkaufsmöglichkeiten suchen", so ein weiterer Offizier des Oberkommandos.

Den Besuch von Israelis in den A-Gebieten zu gestatten, wird als bedeutende Erleichterung für die palästinensische Bevölkerung gesehen, da es die wirtschaftliche und touristische Situation in grossem Masse verbessern würde.

(ZAHAL, 19.08.10)


Professor der Hebräischen Universität erhält als erster Israeli die höchste Mathematik-Auszeichnung

Professor Elon LindenstraussProfessor Elon Lindenstrauss vom Einstein-Institut für Mathematik an der Hebräischen Universität Jerusalem hat heute die mit dem Nobelpreis vergleichbare höchste Auszeichnung für Mathematik, die Fields-Medaille (Internationale Medaille für herausragende Entdeckungen in der Mathematik) verliehen bekommen. Diese Auszeichnung, die alle vier Jahre an herausragende Mathematiker bis zu einem Alter von 40 Jahren vergeben wird, hat hiermit zum ersten Mal ein Israeli erhalten. Die Verleihung fand in Hyderabad in Indien anlässlich der Eröffnung des Internationalen Mathematik-Kongresses statt und wurde durch den indischen Präsidenten Shrimati Pratibha Patil vorgenommen.

Der Präsident der Hebräischen Universität, Prof. Menahem Ben-Sasson, wies darauf hin, dass Israel durchaus eine mathematische Führungsmacht sei, die Medaille aber bisher noch nicht gewonnen habe, weil die Altersbeschränkung von 40 Jahren für Israelis eine gewisse Hürde darstelle. Israelische Wissenschaftler könnten ihre Karriere erst viel später beginnen, da sie zuvor militärischen Pflichten nachkommen müssten. Dennoch sei in diesem Fall bewiesen, dass talentierte Wissenschaftler diese Hürde durchaus nehmen könnten. Menschen wie Prof. Lindenstrauss könne man durchaus als "kulturelle Helden" bezeichnen.

Das Einstein-Institut für Mathematik an der Hebräischen Universität wurde zeitgleich mit der Universität 1925 gegründet und hat bereits viele international renommierte und gewürdigte Preisträger hervor gebracht, darunter den Nobelpreisgewinner Prof. Robert J. Aumann.

Ein Kollege von Prof. Lindenstrauss, Prof. Lubotzky, erklärte, dass Professor Lindenstrauss mit der Field-Medaille die Anerkennung für seine Forschung erhalte, die dazu beiträgt, die schwierigsten und komplexesten Probleme der Zahlentheorie zu lösen. Er nennt Mathematik den "säkularen Talmud", den man zum eigenen Glück lerne, doch habe die Geschichte bewiesen, dass er eine grosse praktische Bereicherung für die Menschheit sei.

Prof. Lindenstrauss, 1970 als Sohn eines ehemaligen Professors am Einstein-Institut für Mathematik, Prof. Joram Lindenstrauss, geboren, ist auch Gewinner des Israel-Preises für Mathematik sowie weiterer Preise der Israelischen Akademie für Wissenschaft. Er absolvierte das Talpiot-Programm für Hochbegabte in der israelischen Luftwaffe (IAF), dient als Reservemajor in der IDF und gewann den Israel Defense Preis. Bevor er 2008 seinen Dienst an der Hebräischen Universität antrat, war er an der Princeton University als Professor tätig.

Er lebt mit seiner Ehefrau und drei Kindern in Jerusalem.

(Hebräische Universität, 19.08.10)

Ein Videoclip über Professor Lindenstrauss ist hier zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=S3nVp2AOOD0


Zurück nach Hause

Foto: Nefesh B'NefeshIsraelis im Ausland kehren heim. Das waren die guten Nachrichten, die das Statistikamt diese Woche veröffentlicht hat. Obwohl mehr Israelis das Land verlassen als zurückkehren, war die Differenz im Jahr 2008 mit 8.500 der geringste seit 1987.

Im Jahr 2009 kehrten 12.000 Israelis - der bislang höchste Wert - zurück nach Hause, nachdem sie mindestens zwei Jahre im Ausland gelebt haben, wie das Einwanderungsministerium bekannt gab. In den vorherigen Jahren war es im Durchschnitt weniger als die Hälfte. Der Anstieg wird zum einen auf die weltweite Wirtschaftskrise zurückgeführt, die Israel vergleichsweise unbeschadet überstanden hat und zum anderen auf attraktive Zuschüsse und Vergünstigungen, die zurückgekehrte Israelis erhalten.

Im Allgemeinen sind israelische Auswanderer finanziell besser gestellt als durchschnittliche Israelis. Aber sie kehren häufiger wieder in ihre Heimat zurück als Auswanderer aus anderen Ländern, sogar westliche Demokratien wie Grossbritannien.

(Jerusalem Post, 18.08.10)


ZAHAL (IDF) - Logo2. Jahreskonferenz des Germany Israel Life Science Commitee (GILSC)

Vom 3. bis 5. Oktober organisiert die BioRN Cluster Management GmbH in Heidelberg die 2. Jahreskonferenz des Deutsch-Israelischen Life Science Komitees (GILSC). Aus Israel wird eine Delegation, bestehend aus dem Management der 15 stärksten israelischen Biotech-Unternehmen teilnehmen. Neben Vorträgen wird es als zentralen Teil am 4. und 5. Oktober One-on-One-Meetings zwischen den israelischen Unternehmen und den Akteuren geben.
Mehr Infos finden Sie unter: www.biorn.org bzw. www.gilsc.org

(Botschaft des Staates Israel, 18.08.10)


Basketball: Aussergewöhnliche deutsch-israelische Kooperation

ALBA BERLIN - LogoDie beiden Vereine ALBA BERLIN und der israelische Traditionsclub Maccabi Tel Aviv haben ein gemeinsames Nachwuchs-Projekt initiiert, das sowohl einen Austausch der beiden sportlichen Programme als auch einen kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Israel umfasst.

Vizepräsident Henning Harnisch: "Wir sehen im Kinder- und Jugendbasketball schon immer mehr als nur Trainieren und Spielen, sondern auch eine Chance, sich sozial und kulturell weiter zu entwickeln. Es besteht schon seit vielen Jahren Kontakt zwischen ALBA und Maccabi und ich bin sehr glücklich, dass wir ihn zu einem Austausch mit diesem einzigartigen Basketballclub in diesem einzigartigen Basketballland ausbauen konnten."

Maccabi Tel Aviv - LogoALBAs NBBL-Mannschaft von Head Coach Marius Huth ist derzeit in Tel Aviv, um einen der traditionsreichsten Basketballclubs Europas, vor allem aber auch das Land Israel und seine Kultur besser kennen zu lernen. Die in Gastfamilien untergebrachten ALBA-Spieler werden dazu Exkursionen zu Zielen wie der Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" in Jerusalem, der historische Stadt Nazaret oder dem Toten Meer unternehmen. In den Familien erhalten die jungen Berliner einen Einblick in das israelische Alltagsleben und die Besonderheiten Israels. Auch sportlich wird es anspruchsvoll für die Basketballtalente: Neben gemeinsamen Trainingseinheiten mit der Maccabi- Jugend werden sie ein Turnier mit den stärksten Jugendteams von Maccabi Tel Aviv und Hapoel Jerusalem bestreiten.

Im Sommer des nächsten Jahres besuchen Jugendspieler von Maccabi Tel Aviv dann die deutsche Hauptstadt im Rückaustausch, wo sie ebenfalls in Familien untergebracht werden und ALBA BERLIN und die deutsche Kultur besser kennen lernen sollen. <ALBA BERLIN, 14.08.10>

(Botschaft des Staates Israel, 17.08.10)


Ärzte-Reisen nach Israel

Flagge des Staates IsraelDer Berufsverband deutscher Anästhesisten und die Reiseagentur von Matthias Augustin, Professor für Altes Testament unter besonderer Berücksichtigung des antiken und modernen Judentums an der Universität Rostock, veranstalten in den kommenden zehn Monaten drei verschiedene Studienreisen für Ärzte nach Israel. Neben touristischen Höhepunkten liegt der Schwerpunkt auf der Begegnung mit israelischen Kollegen.

Zwei der Reisen wird Prof. Augustin persönlich begleiten.

Die Termine und alle relevanten Informationen gibt es unter den folgenden beiden Links:

(Botschaft des Staates Israel, 16.08.10)


Rekordjahr - drei Millionen Touristen in Israel

Cesarea LippodromoKurz vor Ende des hebräischen Jahres wartet das israelische Tourismusministerium mit erfreulichen Nachrichten auf: 3.1 Millionen Urlauber haben in den vergangenen zwölf Monaten Israel besucht, 18% mehr als im Vorjahr. Damit ist ein neuer Jahresrekord erreicht.

Im Ministerium kündigte man an, die Marketingaktivitäten noch anzukurbeln, um die Zahl der Touristen bis 2012 um eine weitere Millionen und bis 2015 um zwei weitere Millionen zu erhöhen. Ziel sei es, das Image Israels als attraktives Reiseziel zu verbessern.

Im herannahenden Feiertagsmonat Tishri werden 260 000 Touristen in Israel erwartet.

(Yedioth Ahronoth, 15.08.10)


Hamas: Keine Zugeständnisse und Kompromisse

SymbolfotoDie Hamas und zehn weitere militante Palästinensergruppen haben ihre Ablehnung jeder Art von Übereinkunft mit Israel erneut bekräftigt. Von Syrien aus richteten sie - auch im Namen der Hamas-Führung im Gaza-Streifen - diese Botschaft an Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, der derzeit unter internationalem Druck steht, in direkte Verhandlungen mit Israel einzuwilligen.

Die USA und die "Zionisten", heisst es in der Erklärung, "zielen darauf ab, die nationalen Rechte der Palästinenser auszulöschen und die Praktiken der Unterdrückung, der Siedlungsexpansion und der Judaisierung des Landes zu decken". Es dürfe keine Politik der "Zugeständnisse und Kompromisse" geben.

Zu den elf Organisationen gehören neben der Hamas auch die Demokratische Front zur Befreiung Palästinas (DFLP) und die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP)

(Ha'aretz, 15.08.10)

Israelis bringen Facebook das Videochatten bei

Foto: Shaul GolanMit Dany Fishels und Ilan Leibovitchs neuer Facebook-Application, einem kleinen Zusatzprogramm, kann man seine Freunde sehen, Spiele mit ihnen spielen und sogar Filme zusammen über das Internet anschauen.

Benutzer der Chat-Funktion von Facebook können nun auch sehen, mit wem sie sprechen. Eine entsprechende Application ist seit Mittwoch auf der Seite des sozialen Netzwerks verfügbar. Entwickelt wurde sie vom israelischen Start-up-Unternehmen GixOO. Die Application mit dem Namen "6rounds" ermöglicht mit einem Klick Video-Anrufe - ein spezielles Programm muss nicht installiert werden.

Mit Hilfe der Application können hauptsächlich Video-Anrufe durchgeführt werden, wobei beide Anrufer nebeneinander auf dem Bildschirm zu sehen sind. Ein weiteres Fenster für gemeinsame Aktivitäten wie Spiele kann zwischen die Anrufer geschalten werden.

Die Application kann auf Facebook über folgenden Link aufgerufen werden: http://www.facebook.com/apps/application.php?id=133120770320

(Yedioth Ahronoth, 19.08.10)


Ayalon trifft auf UN Gesandten in Libanon

Foto: MFADer Stellvertrende Aussenminister Danny Ayalon traf gestern auf den Sonderkoordinator der UN für den Libanon, Michael Williams, in Jerusalem. Während des Treffens, bei dem vor allem die jüngsten Grenzvorfälle, die den Tod von Lt.Col. Dov Harari zur Folge hatten, thematisiert wurden, betonte Ayalon die Wichtigkeit der Blauen Linie und Israels Recht, südlich davon zu arbeiten. Die internationale Gemeinschaft dürfe keine Versuche zulassen, diese zu verwischen.

Vor dem Hintergrund einer neuen geplanten Flotille, die aus dem Libanon aufbrechen soll, bat Ayalon, dass die UN und die internationale Gemeinschaft jede Anstrengung unternehme, zukünftige unnötige, provokative und feindliche Flotillen zu unterbinden.

(MFA, 18.08.10)


Israelische Ärzte helfen Säuglingen mit Verbrennungen in Rumänien

SymbolfotoZehn israelische Ärzte sind in Rumänien eingetroffen, um sieben frühgeborene Säuglinge zu behandeln, die sich nach einem Feuer auf der Intensivstation eines Bukarester Krankenhauses in kritischem Zustand befinden. Vier Neugeborene waren bei dem Brand ums Leben gekommen.

Nach Angaben rumänischer Ärzte wird die Situation zusätzlich erschwert durch die Tatsache, dass die Säuglinge nur ein bis anderthalb Kilo wögen und bis zu 80 Prozent ihrer Körper und Atemwege Verbrennungen aufwiesen.

Die Ursache für das Feuer am Montag ist unklar. Unbestätigten Medienberichten zufolge wurde es durch eine kaputte Klimaanlage ausgelöst.

(Yedioth Ahronoth, 18.08.10)


Israelische Luftwaffe reagiert auf Mörserbeschuss im Gazastreifen

Foto: ZAHAL (IDF)Als Reaktion auf den Beschuss Israels durch Mörser und die Verletzung von zwei israelischen Soldaten in den vergangenen 24 Stunden beschoss die israelische Luftwaffe Ziele im Gazastreifen. Dabei handelte es sich um eine Waffenfabrik im südlichen Gazastreifen, zwei Tunnel zum Schmuggeln von Waffen und einen Tunnel, der nach Israel führt und für versuchte Entführungen gebraucht wird.

Über 115 Raketen und Mörser sind seit Anfang des Jahres 2010 auf Israel geschossen worden. Über 400 Raketen wurden aus dem Gazastreifen sei n Ende der Operation "Gegossenes Blei" auf Israel abgefeuert.

(ZAHAL, 18.08.10)


Zwei israelische Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen verletzt

ZAHAL (IDF) - LogoDie Kämpfe zwischen der israelischen Armee und Palästinensern an der Grenze zum Gazastreifen haben sich am Dienstag verstärkt, nachdem zwei israelische Soldaten durch Mörser-Beschuss in der Eshkol-Region im westlichen Negev verletzt wurden.
Die verletzten Soldaten wurden per Helikopter ins Soroka-Krankenhaus in Be'er Sheva evakuiert. Israelische Truppen feuerten auf das Gebiet, aus dem die Mörser geschossen worden waren.
Der Vorfall ereignete sich in dem gleichen Gebiet, in dem am Montag zwei Raketen explodierten, die aus dem Gazastreifen abgeschossen worden waren. Dabei war kein Schaden entstanden.

(Jerusalem Post, 17.08.10)


Israelische Rucksacktouristen helfen indischen Flutopfern

Flut in Ladakh, Indien / Foto: APFlugzeuge stehen für die etwa 200 von der Flut im Norden Indiens eingeschlossenen Israelis bereit, aber viele haben sich entschlossen zu bleiben, anstatt nach Hause zurückzukehren. "So wurden wir erzogen," sagt Matan Golan, einer der Israelis, die vor Ort bleiben werden.
"Es ist herzerwärmend," meint Israels Generalkonsulin in Neu-Delhi, Irit Shneor, voller Stolz. "Im Zentrum der Zerstörung in der Region Ladakh zwischen zerstörten Häusern, in dieser schrecklichen Situation, melden sich rund um die Uhr israelische Freiwillige, immer mit einem Lächeln auf den Lippen und geben ihr Bestes, um den Flüchtlingen im Katastrophengebiet zu helfen, die verletzt sind und nicht mal mehr ein Dach über dem Kopf haben.

Offizielle Quellen in Indien beziffern die Zahl der Toten, die die Fluten der vergangenen Woche in der Bergregion Ladakh gefordert haben, auf 185 - 400 weitere werden vermisst.

"Es ist einfach berührend," sagte Shneor. "Einige der Israelis, die als Sanitäter in Kampfeinheiten gedient haben, helfen in einem improvisierten Krankenhaus, das in der Stadt errichtet wurde. Andere haben geholfen, die Strassen von Geröll und Felsbrocken zu befreien. Israelis machen die Hälfte der Freiwilligen aus, was wahrlich beeindruckend ist. Einige haben auch Geld und ihre Kleidung gespendet. Ich habe mit einem Mädchen gesprochen, das meinte, sie würde nur noch die Sachen besitzen, die sie am Körper trägt. Sie sah die schreckliche Situation, in der sich die Leute befänden und entschloss sich zu spenden."

(Yedioth Ahronoth, 17.08.10)


Netanyahu in Griechenland: Bereit für direkte Gespräche

Foto: Staatsbesuch Papandreous in Israel (Archiv)Bei seiner ersten Griechenlandreise sprach Ministerpräsident Binyamin Netanyahu mit dem griechischen Ministerpräsidenten George Papandreou über die geplanten Schritte, die den Friedensprozess anstossen sollen. Darüberhinaus verständigten sie sich darüber, dass die Beziehungen zwischen Israel und Griechenland verstärkt werden. Themen waren insbesondere die Förderung des Tourismusverkehrs zwischen beiden Ländern, militärische Kooperation, erneuerbare Energien und Wasserressourcen.
Der Termin dauerte zwei Stunden und wurde als sehr gut und herzlich beschrieben. Der Besuch Netanyahus in Griechenland, dem ersten eines israelischen Staatsmannes seit zwanzig Jahren, folgte auf einen Besuch Papandreous vor einigen Wochen, dem ersten Besuch eines griechischen Ministerpräsidenten in Israel.
Netanyahu besuchte zudem einen Marinestützpunkt auf einem Schiff und traf sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde Griechenlands.

Zu den Bemühungen, direkte Gespräche über den Friedensprozess mit den Palästinensern zu erreichen, sagte Netanyahu: "Wir haben einen Arbeitsplan entwickelt, um direkte Gespräche zu fördern. Ich hoffe, sie werden bald beginnen", so Netanyahu. Es läge nun am palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas, die indirekten in direkte Gespräche zu verwandeln. "Wir sind bereit, dafür nach Kairo, Washington oder wohin auch immer zu kommen."

Papandreou, der seit langem bemüht ist, den Friedensprozess zu fördern, hatte am Sonntag mit Abbas und arabischen Führern gesprochen, um die Bereitschaft für direkte Gespräche zu evaluieren.

Netanyahu betonte, dass es eine grosse Koalition von Staaten gäbe, die den Frieden unterstützten und Sicherheit und Wohlstand für die Region wünschten: "Es ist eine grössere Koalition als man auf den ersten Blick wahrnimmt. Darunter sind Israel und viele arabische Staaten sowie wohlmeinende Staaten in der Region, wie Griechenland."

(Yedioth Ahronoth; Ha'aretz, 16.08.10)


Weizmann-Institut verbessert sich in Universitätsranking

Campus des Weizmann-InstitutsDas Weizmann-Institut in Rehovot hat es nun unter die ersten 150 des internationalen Universitätsrankings der Shanghai Jiao Tong University geschafft. Man geht davon aus, dass der Chemie-Nobelpreis für Ada Yonath den Ausschlag dafür gab, dass die führende naturwissenschaftliche Forschungseinrichtung Israels den Absprung aus der Gruppe 151-200 schaffte.

Die Position der Hebräischen Universität Jerusalem hat sich hingegen leicht verschlechtert. Sie rutschte vom 64. auf den 72. Platz der Top 100. Im Bereich der Sozialwissenschaften belegt sie jedoch immerhin den 46. Rang.

Ansonsten sind keine Änderungen hinsichtlich des Rankings israelischer Universitäten zu verzeichnen. Die Universität Tel Aviv und das Technion in Haifa gehören nach wie vor zur Gruppe der 101 bis 150 besten Universitäten der Welt, während die Ben-Gurion-Universität in Be'er Sheva und die Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan lediglich in der Gruppe 301-400 rangieren. Abgeschlagen bleibt die Universität Haifa in der Gruppe 401-500.

An der Hebräischen Universität wurde mitgeteilt, man sei "stolz darauf, die einzige israelische Universität in der Liste der 100 besten Universitäten der Welt nach dem Shanghai-Ranking zu sein", und werde alles daran setzen, weiter die führende Forschungsstätte des Landes zu bleiben.

(Ha'aretz, 16.08.10)


Irans maritime Täuschungsmanöver

Iranische FlaggeStuart Levey, Staatssekretär im US-Finanzministerium, warnt in einem Kommentator für die Financial Times davor, wie der Iran die über ihn verhängten Sanktionen im Bereich der Schifffahrt umgeht, und ruft die Regierungen zum Handeln auf.

"Der Iran nutzt nicht-iranische Reeder und Spediteure, um gefährliche Materialien zu erhalten und zu exportieren. Mit dem weiteren Sich-Zuziehen des Schraubstocks ist zu erwarten, dass sich dies noch verstärken wird. So hat das OFAC (US Treasury's Office of Foreign Assets Control) die Durchsetzungsmassnahmen im Reederei- und Speditionssektor erhöht und auch gegen eine Reihe von Sanktionsverstössen ermittelt."

"US-Firmen, die im Drittland-Handel aktiv sind - ebenso wie ausländische Reeder und Spediteure, die Handel mit den USA treiben - müssen sich ihrer Sanktionsverantwortlichkeiten bewusst sein. Und alle Reeder, wo immer sie auch Geschäfte machen, sollten erhöhte Wachsamkeit an den Tag legen, insbesondere wo Seetransporte den Iran betreffen könnten.

Der weitere Privatsektor schränkt den Handel mit dem Iran ein, um nicht zu riskieren, dessen illegale Aktivitäten zu erleichtern. Aber während private Geschäftsaktionen von entscheidender Wichtigkeit für das Funktionieren der Sanktionen sind, ist es unerlässlich, dass die Regierungen überall auf der Welt nun sicherstellen, dass die neuen Sanktionen auch in die Tat umgesetzt werden."

Den vollständigen Artikel finden Sie: hier (extern)

(The Financial Times, 15.08.10)

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