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Nachrichten vom 16. - 22. März 2008
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Aussenministerin Tzipi Livni zum 16. Jahrestag des Anschlags auf die israelische Botschaft in Buenos Aires

Israel Embassy Memorial Plaza - Buenos AiresHeute vor 16 Jahren wurden bei einem Terroranschlag auf die israelische Botschaft in Buenos Aires 29 Menschen – Israelis und Argentinier, Juden und Christen - getötet und Dutzende verletzt.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass Iran hinter der Organisation des Anschlags steckte. Ausgeführt wurde er von der mit Iran verbündeten Terrororganisation Hisbollah. Iran und Hisbollah fahren damit fort, Terror und Zerstörung in Israel und in der ganzen Welt zu verbreiten.

Die Welt teilt sich heutzutage auf in Menschen, die Frieden, Demokratie und Freiheit anstreben und in Terroristen und ihre extremistischen Unterstützer. Der einzige Weg, wie wir unsere Welt vor diesen Mördern schützen können, ist ein kompromissloser Kampf, bei dem alle Demokratien der Welt eng kooperieren müssen.

Dies ist ein beschwerlicher Kampf, in dem wir uns - im Gegensatz zu unseren Feinden - verpflichten, die Würde des Menschen und die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens aufrechtzuerhalten. Die Terroristen hingegen schrecken nicht davor zurück, absichtlich Zivilisten zu ermorden und bei ihren Aktionen Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.

Ich rufe die freie Welt dazu auf, sich an diesem Kampf gegen den Terror zu beteiligen. Jedes Zögern, jeder Aufschub wird dazu führen, dass der Terrorismus weiter wächst und immer weiter unschuldige Opfer fordert.

Israel wird fortfahren, energisch gegen den Terror und gegen die Terroristen vorzugehen und parallel dazu Verhandlungen zu führen, um den Konflikt zum Wohle der Völker der Region zu lösen.

(MFA, 19.03.08)


Die Rede Merkels in der Knesset

Kanzlerin Merkel in der Knesset am 18.03.08 (Foto: Reuters)Zum Abschluss der dreitägigen Israelreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Dienstag in der Knesset sprachen Knessetpräsidentin Daliah Itzhik, Ministerpräsident Ehud Olmert und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie betonten gleichermassen die grosse Bedeutung der der nun jährlich stattfindenden bilateralen Regierungskonsultationen, die ein neues Kapitel in den deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen aufschlagen.

Zur besonderen Verantwortung gegenüber Israel erklärte Merkel:

" (…) Wir sagen oft: Deutschland und Israel verbinden besondere, einzigartige Beziehungen. Was aber ist damit genau gemeint - einzigartige Beziehungen? Ist sich gerade mein Land dieser Worte bewusst - und zwar nicht nur in Reden und Festveranstaltungen, sondern dann, wenn es darauf ankommt?
Wie gehen wir zum Beispiel ganz konkret damit um, wenn die Gräueltaten des Nationalsozialismus relativiert werden? Hierauf kann es nur eine Antwort geben: Jedem Versuch dazu muss im Ansatz entgegengetreten werden. Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dürfen in Deutschland und in Europa nie wieder Fuss fassen, und zwar weil alles andere uns insgesamt - die deutsche Gesellschaft, das europäische Gemeinwesen, die demokratische Grundordnung unserer Länder - gefährden würde.
Oder wie gehen wir damit um, wenn in Umfragen eine deutliche Mehrheit der Befragten in Europa sagt, die grössere Bedrohung für die Welt gehe von Israel aus und nicht etwa vom Iran? Schrecken wir Politiker in Europa dann aus Furcht vor dieser öffentlichen Meinung davor zurück, den Iran mit weiteren und schärferen Sanktionen zum Stopp seines Nuklearprogramms zu bewegen? Nein, wie unbequem es auch sein mag, genau das dürfen wir nicht; denn täten wir das, dann hätten wir weder unsere historische Verantwortung verstanden noch ein Bewusstsein für die Herausforderungen unserer Zeit entwickelt. Beides wäre fatal.
Genauso wäre es fatal, wenn wir die Frage ausblenden würden, wie wir die Erinnerung an die Shoah wach halten können, wenn eines Tages keine Zeitzeugen der Shoah mehr am Leben sein werden. Ja, es ist wahr: Orte des Gedenkens sind wichtig, Orte wie das Holocaust-Mahnmal in Berlin oder Yad Vashem. Sie halten die Erinnerung wach. Aber wahr ist auch: Orte allein reichen noch nicht aus, wenn Erinnerung Geschichte wird. Erinnerung muss sich immer wieder neu bewähren. Aus Gedanken müssen Worte werden und aus Worten Taten. (…)

Meine Damen und Herren, besonderen Anlass zur Sorge geben ohne Zweifel die Drohungen, die der iranische Präsident gegen Israel und das jüdische Volk richtet. Seine wiederholten Schmähungen und das iranische Nuklearprogramm sind eine Gefahr für Frieden und Sicherheit. Wenn der Iran in den Besitz der Atombombe käme, dann hätte das verheerende Folgen - zuerst und vor allem für die Sicherheit und Existenz Israels, dann für die gesamte Region und schliesslich - weit darüber hinaus - für alle in Europa und der Welt, für alle, denen die Werte Freiheit, Demokratie und Menschenwürde etwas bedeuten. Das muss verhindert werden.
Dabei muss eines klar sein - ich habe es bereits vor den Vereinten Nationen im vergangenen September gesagt und ich wiederhole es heute -: Nicht die Welt muss Iran beweisen, dass der Iran die Atombombe baut. Iran muss die Welt überzeugen, dass er die Atombombe nicht will. (…) "

Die vollständigen Reden von Knessetpräsidentin Daliah Itzik, Ministerpräsident Ehud Olmert und Bundeskanzlerin Angela Merkel finden sich: hier (extern)

(MFA, 18.03.08)


Bundeskanzlerin Angela Merkel in Israel

MP Olmert und Bundeskanzlerin MerkelHeute (18.03.) wird Bundeskanzlerin Angela Merkel als erste ausländische Regierungschefin vor dem israelischen Parlament, der Knesset sprechen.
Z.B. auf Phoenix wird nach dem Themennachmittag (15:00 Uhr) zur Israelreise der Kanzlerin ihre Rede live gegen 16:00 Uhr übertragen. Unter www.bundesregierung.de kann sich der Live-Stream der gesamten Plenarsitzung angesehen werden.

Im Folgenden die Bilateralen Vereinbarungen, die bei den ersten Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Ehud Olmert am 17. März 2008 in Israel erzielt wurden: weiter >>


Hamas: Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilder

Aus erster Quelle

Archivfoto von Human Shield WatchZum ersten Mal gibt die Hamas zu, dass die Organisation Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilder gegen die Israelische Verteidigungsarmee benutzt. Fathi Chamed, ein Parlamentsmitglied der Hamas sagte im Fernsehersender "El Aksa": "Das palästinensische Volk entwickelte eine eigene Tötungsstrategie. Für das palästinensische Volk wurde Tod zu Industrie, in der Frauen die besten Noten erringen. Er verwandelte Frauen, Kinder, Greise und Mujaheddin in menschliche Schutzschilder, um gegen die zionistische Bombenmaschinerie stand zu halten".

Einem Bericht des Informationszentrums für Nachrichtendienste und Terror zufolge, der neulich veröffentlich wurde, spielt die Verwendung von den Bewohnern des Streifens als Schutzschilder durch die palästinensischen Terrororganisationen im Gaza-Streifen eine bedeutende Rolle bei der neueren Eskalation. Die Mehrheit der Raketenbeschüsse kommt aus Djaballiya, Beit Hanun und anderen Gebieten im nördlichen Gaza-Streifen, die dicht besiedelt sind. Auch die operativen Infrastrukturen befinden sich in besiedelten Gebieten und die Terroristen lagern innerhalb von Wohngebiete Waffen und Munition.

(Ha'tzofeh, 17.03.08)


Angela Merkel zu Besuch in Israel

MP Olmert und Bundeskanzlerin Merkel am 16.3.08 am Ben Gurion Flughafen (Foto: GPO)Seit gestern, Sonntag den 16. März, ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem dreitägigen Besuch in Israel.
Am ersten Tag ihres Besuches legte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Kranz am Grab David Ben-Gurions nieder und besuchte gemeinsam mit Israels Staatspräsident Shimon Peres den Kibbutz Sde Boker.

Heute, am zweiten Tag ihres Besuches, legte sie einen Kranz in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem nieder: "Das Bewusstsein und die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Erinnerung an den Holocaust sind beiden Regierungen, der deutschen und der israelischen, gemeinsam", so die Kanzlerin, die versicherte, dass Deutschland sich dem auch weiterhin verpflichtet fühle.
Anschliessend fanden die ersten Regierungskonsultationen statt, die dieses Jahr anlässlich des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels aufgenommen werden. Hierbei äusserte Ministerpräsident Ehud Olmert: "Deutschland ist in vielen gemeinsamen Kämpfen, die für die gesamte Welt von grösster Bedeutung sind, unser Verbündeter."

Die deutsche Kanzlerin wird in den nächsten Tagen mit einer Reihe von diplomatischen Treffen und politischen Reden beschäftigt sein. Doch infolge einer Initiative von Israels Staatspräsident Shimon Peres und dem Vorsitzenden des Ramat-Negev-Regionalrates, Shmuel Rifman, besuchte die Kanzlerin zuerst das Grab von Israels erstem Premierminister David Ben-Gurion und dessen Frau Paula.
Merkel stand am Grab und lauschte den Worten des Präsidenten, der von der Bedeutung Ben-Gurions für ihn persönlich und für den Staat Israel sprach und über die Wichtigkeit, die Wüste fruchtbar zu machen und darüber, wie dies zur Friedensvision Ben-Gurions passte.
Nachdem Merkel den Kranz am Grab niedergelegt hatte, besichtigten sie und Peres Ben-Gurions bescheidenes Heim. Sie wurde daran erinnert, dass der ehemalige deutsche Kanzler Konrad Adenauer Ben-Gurion 1952 im Kibbutz Sde Boker besuchte und dass dieses Treffen zur Erneuerung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach der Schoah führte. "Hier begannen die Gespräche mit Deutschland, mit einem anderen Deutschland", erläuterte Peres gegenüber Merkel und sprach vom Besuch des früheren deutschen Kanzlers Konrad Adenauer in Ben-Gurions Haus. Merkel war beeindruckt von der Bescheidenheit des Heims. Als sie die kleine Küche betrat, fragte sie, ob Ben-Gurion im Gemeinschaftsspeisesaal des Kibbutz gegessen habe. Ihr wurde mitgeteilt, dass Ben-Gurions Ehefrau Paula darauf bestanden hatte, eine kleine Küche zu bekommen, weil sie die einzige gewesen sei, die wusste, was Ben-Gurion gerne ass.

Auf dem Rasen vor dem Gemeinschaftsspeisesaal wurde Merkel von Kibbutzkindern begrüsst. Sie sprach mit Kibbutzmitgliedern über das jüdische Fest Purim, das in Kürze stattfindet, wobei ein Mitglied erklärte, dass das Fest an die Errettung der Juden von den Vernichtungsplänen des Persers Haman erinnere und hinzufügte, man wünsche sich von Deutschland, Israel vom modernen Haman, Mahmoud Ahmadinejad, zu erretten.
Bundeskanzlerin Merkel hielt hier eine Rede, in der sie sich für den Frieden und für Deutschlands Partnerschaft bei der Urbarmachung der Wüste aussprach.

(Yedioth Ahronoth, Ha'aretz, 17.03.08)

Bei den ersten gemeinsamen Regierungskonsultationen heute Nachmittag wurde ein Bilaterales Abkommen unterzeichnet, welches die klare Absicht beinhaltet, die strategischen Beziehungen Deutschlands und Israels in allen Bereichen wie Aussenbeziehungen, militärische Kooperation, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Jugend, Umwelt, Wassermanagement, Innere Sicherheit, Justiz, Soziale Kontakte und Parlamentsbeziehungen, auszubauen.

Den Wortlaut des Bilateralen Abkommens in englischer Sprache finden Sie: hier (extern)


AM Tzipi Livni trifft AM Frank-Walter Steinmeier

Aussenminister Frank-Walter Steinmeier und Aussenministerin Tzipi Livni (Archivfoto Mai 2007)Im Rahmen der Israelreise von Angela Merkel ist Aussenministerin Tzipi Livni mit Aussenminister Frank-Walter Steinmeier zusammengetroffen, um über die Situation im Gazastreifen, die Bedrohung durch den Iran und über die entführten israelischen Soldaten zu sprechen.

"Die Verhandlungen selbst werden keine Veränderung der Situation im Gazastreifen hervorbringen. Die Hamas lehnt jedwede Existenz Israels ab und handelt entsprechend. Die Antwort liegt in der vollständigen Beendigung der Raketenangriffe und militärischen Aufrüstung durch die Hamas. Parallel zu den Verhandlung wird sich Israel daher dieser Bedrohungen erwehren müssen", so Livni.

Den Bericht des Aussenministeriums finden Sie: hier (extern)

(MFA, 17.03.08)


Demokratie unter Beschuss
Gastkommentar in Die Welt von Ilan Mor

Der Terror und Israels Antwort

Die WeltMeist überwiegen in deutschen und europäischen Medien Bilder von Operationen der israelischen Armee im Gazastreifen; man sieht Tote und Verletzte. Die ständigen Raketenangriffe auf Städte und Dörfer in Südisrael, die die Ursache bilden für den Kampf der israelischen Armee gegen die Abschussbasen und Waffenlager in palästinensischem Gebiet, werden bestenfalls am Rande erwähnt.

Bei alldem ist oft von einem "Kreislauf der Gewalt" die Rede, und weltweit rufen Politiker beide Seiten zum Ende der Gewalt auf. So wird eine Gleichsetzung von nacktem und bewusstem Terror auf der einen und legitimen Schutzmassnahmen gegen ebendiesen auf der anderen Seite impliziert. Die Hamas und andere Terrororganisationen fassen dies als intrnationales Verständnis dafür auf, dass Terroristen auf der gleichen Stufe stehen wie ein souveräner Staat.

Israel ist eine Demokratie unter Beschuss. Tagtäglich sieht es sich einer terroristischen Bedrohung durch Extremisten ausgesetzt, die nach seiner Vernichtung trachten. Diese Extremisten zielen auf israelische Zivilisten. Sie folgen dabei einer Denkweise, die einem Todeskult um jeden Preis frönt. Israel bemüht sich, seine Angriffe nur auf terroristische Ziele zu richten und die Verletzung von Zivilisten auf ein Minimum zu begrenzen. Dies wird freilich dadurch erschwert, dass sich die Hamas mutwillig innerhalb der Zivilbevölkerung verschanzt und Frauen und Kinder medienwirksam ins Schussfeld drängt. Israel ist sich schmerzhaft bewusst, dass die Terroristen das internationale Recht krass verletzen. Dies entbindet es zwar nicht von seiner Verantwortung, rechtliche Grundsätze bei seiner Reaktion zu befolgen (wie es in der Tat geschieht); seine Anstrengungen in dieser Hinsicht sollten jedoch nicht die letzte Verantwortung derjenigen vermindern, die kaltschnäuzig und absichtlich die Zivilbevölkerung als Schutzschild vor Angriffen missbrauchen, die unvermeidlich aus ihrem eigenen Handeln resultieren.

Es gibt kein Patentrezept im Kampf gegen den Terror, aber es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung. Wie würde die deutsche Regierung handeln, wenn tagtäglich Raketen aus einem feindlichen Gebiet auf eine grenznahe Stadt - sagen wir einmal: Karlsruhe, Saarbrücken oder Frankfurt an der Oder - abgefeuert werden würden? Sie würde es auch nicht untätig akzeptieren.

Israel hält weiter an der Vision der zwei Staaten für zwei Völker fest. Solange aber der Terror weitergeht, wird Israel ihn bekämpfen. Wir haben keinerlei Verlangen danach, im Gazastreifen zu operieren; wir tun dies nur, weil wir keine andere Wahl haben. Wir haben den Gazastreifen nicht verlassen, um wieder dorthin zurückzukehren. Um es bildhaft auszudrücken: Nicht Israel hat den Finger am Abzug. Es ist die Hamas.

Der Autor ist stellvertretender Botschafter des Staates Israel in Deutschland

(Die Welt, 17.03.08)

Eröffnung des neuen Zentrums für Deutschlandstudien an der Hebräischen Universität

CGS-LogoAm gestrigen Dienstag wurde im Beisein von Bildungs- und Forschungsministerin Dr. Annette Schavan und dem israelischen Erziehungsminister Professor Yuli Tamir das neue Zentrum für Deutschlandstudien an der Hebräischen Universität in Jerusalem eröffnet. In den Grussreden wurde auch vor dem Hintergrund der gleichzeitig stattfindenden deutsch-israelischen Regierungskonsultationen die besondere Bedeutung des Zentrums für die deutsch-israelischen Wissenschaftsbeziehungen nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht hervorgehoben, sondern auch dessen Wichtigkeit für die geistige und kulturelle Verbindung der beiden Länder betont.

Das Zentrum in Jerusalem ist Teil eines weltweiten, vom DAAD geförderten Netzwerkes von Zentren für Deutschlandstudien an international renommierten Universitäten. Ziel von Forschung und Lehre am Zentrum für Deutschlandstudien für die junge Generation der Studenten ist die Vermittlung Deutschlands in aktuellem und globalem Kontext. Anders als andere Zentren widmet es sich nicht vorrangig dem Holocaust, sondern Deutschlands Rolle in der EU, in weltweiten wirtschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen und in der gegenwärtigen Kunst- und Kulturszene.

Das Zentrum bietet den Master-Studiengang "Deutschlandstudien" und auch Programme für Doktoranden und Postdoktoranden an. Neben dem Lehrkörper der Hebräischen Universität ergänzen Gastdozenten wie Schriftsteller, Politiker, Künstler und Kulturschaffende das Lehrangebot mit Symposien, Konferenzen, Workshops und Präsentationen.

Die Internetseite des Zentrums findet sich unter http://www.cgs.huji.ac.il/

(Botschaft des Staates Israel, 19.03.08)


"Verhandlungen trotz Terror - Bekämpfung des Terrors trotz Verhandlungen"

Aussenministerin Tzipi LivniAM Tzipi Livni gab in der Knesset am Montag, den 17.03., folgende eindeutige Erklärung zur Politik der israelischen Regierung bezüglich Israels Beziehungen zu den Palästinensern:

"Israel wird mit den legitimen palästinensischen Führern verhandeln - mit dem Ziel, eine Vereinbarung zu erreichen. Gleichzeitig wird Israel fortfahren, den Terrorismus überall zu bekämpfen.
Die laufenden Verhandlungen stellen für niemanden eine Berechtigung dar, terroristische Akte zu verüben. Die Verhandlungen verleihen keinem Terroristen Immunität vor israelischen Massnahmen. Verhandlungen sind kein Grund, den Kampf gegen den Terror zu beenden so wie Terrorismus kein Grund ist, die Verhandlungen zu beenden.

Israelische Zivilisten leben unter der täglichen Bedrohung von Terror, der vom Gazastreifen ausgeht. Die Terroristen nutzen jede Ruhephase aus, um sich neu zu formieren und zu bewaffnen. Iranische Waffen werden über Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt - dies können wir nicht tolerieren.

Im Gazastreifen wird ein Terrorregime aufgebaut, das sich dort immer mehr durchsetzt, immer stärker wird und fortfährt, Israel zu beschiessen. Israel kann das nicht hinnehmen.

Die Regierung des Staates Israel hat beschlossen, auf drei Ebenen zu agieren.

  • Die Verhandlungen werden ohne Unterbrechung fortgeführt.
    Sowohl für die israelische als auch für die palästinensische Führung ist dies ein Test, ob sie die Fähigkeit haben, weiterzumachen. Terrorismus ist für uns kein Grund, die Verhandlungen zu unterbrechen und ich erwarte von den Palästinensern, dass sie eine ähnliche Position einnehmen und die Verhandlungen nicht aufgrund von israelischen Massnahmen aussetzen.
  • Wir werden fortfahren, den Terror zu bekämpfen.
    Die Verhandlungen beeinträchtigen nicht die Fähigkeiten Israels, den Terror zu bekämpfen. Die pragmatischen Palästinenser sind derzeit nicht in der Lage, die Geschehnisse im Gazastreifen zu kontrollieren. Daher erwarte ich von Ihnen Verständnis dafür, dass Israel gegen den Terror, der vom Gazastreifen ausgeht, vorgeht und seine Pflicht, seine Bürger zu schützen, erfüllt.
  • Wir werden Wirtschaftsprojekte fördern.
    Die Wirtschaftsthemen der Palästinenser liegen auch in Israels Interesse - so wie die Sicherheit Israels auch im Interesse der Palästinenser liegen sollte."

(MFA, 18.03.08)


Israel unterstützt türkische Stadt Izmir bei ihrer Expo-Bewerbung für 2015

Flagge der TürkeiDie israelische Aussenministerin Tzipi Livni teilte ihrem türkischen Amtskollegen Ali Babacan am Montag per Telefon mit, dass Israel die Bewerbung Izmirs zur Austragung der Weltausstellung Expo 2015 unterstützt. Sie führte die Freundschaft mit der Türkei an und äusserte die Hoffnung, dass Israels Entscheidung dazu beitragen würde, die guten Beziehungen beider Länder zu vertiefen.

Der türkische Aussenminister dankte Ministerin Livni und drückte seine Würdigung über die Unterstützung aus. Er hob hervor, dass es die erste Weltausstellung in dieser Region sein würde, würde Izmir als Austragungsort ausgewählt.

Israels Entscheidung basiert auf den freundlichen bilateralen Beziehungen beider Länder sowie auf dem Potenzial regionaler Entwicklungsmöglichkeiten.

Wenn Izmir den Zuschlag zur Austragung erhält, würde erstmals auch ein islamisches Land diese wichtige Austellung zeigen. Israel sieht das als Zeichen für Toleranz und Offenheit. Israel hofft, dass israelischen Firmen in das Mammutprojekt involviert werden und so die bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit und Geschäftsbeziehungen vorangetrieben werden können.

(MFA, 18.03.08)


Protest der SPME gegen den Boykott der Pariser Buchmesse mit Israel als Ehrengast

SPME-Logo>> Wir, die deutsche Sektion der Wissenschaftlervereinigung Scholars for Peace in the Middle East (SPME-Germany), protestieren gegen den Boykott der Pariser Buchmesse 2008 durch Verlage aus zahlreichen arabischen Ländern.

Der diesjährige Ehrengast ist der Staat Israel, der sich seit seiner Gründung vor 60 Jahren gegen Angriffe arabischer Feinde wehren muss. Dennoch strecken die meisten seiner Schriftsteller, zumal jener, die nach Paris eingeladen wurden, den Feinden eine Hand zum Frieden aus.

Die vom israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres, dem Träger des Nobelpreises für Frieden, eröffnete Buchmesse in der französischen Hauptstadt hätte ein Ort des konstruktiven Dialogs zwischen den israelischen Schriftstellern wie Amos Oz, A. B. Yehoshua oder Abraham Grossmann und den arabischen wie Tahar ben Yelloun, werden können.

Die Literatur eines Volkes ist ihr Spiegel. Diejenigen arabischen Intellektuellen, die sich an diesem Boykott beteiligen, stellen sich und der Kultur ihrer Länder bedauerlicherweise selbst ein geistiges Armutszeugnis aus. Der französische Schriftsteller Georges Duhamel hatte Recht als er sagte: "Si la civilisation n"est pas dans le coeur de l"homme, eh bien! elle n"est nulle part" (wenn die Zivilisation nicht im Herzen des Menschen ist, ist sie nirgends).

Wir rufen daher die Andersdenkenden unter den arabischen Schriftstellern auf, ihren Kollegen einen neuen Weg zu weisen, die Blockadehaltung aufzugeben, und dem Beispiel ihrer israelischen Kollegen auf dem Weg zum Frieden zu folgen.

AKADEMIKER FÜR FRIEDEN IM NAHEN OSTEN - SEKTION DEUTSCHLAND:
Der Vorstand von SPME-Germany

(Botschaft des Staates Israel, 18.03.08)


Israelische Wirtschaft in Kürze

Erhöhung der Einstufung Israels
Die Krediteinstufungsagentur Moody's kündigte am 16. März anlässlich ihres Besuches in Israel eine Möglichkeit der höheren Einstufung der staatlichen verzinslichen Wertpapiere Israels an. Die Einstufungsvorschau blieb unverändert positiv seit 2006.

Verkauf israelischer Start-Up-Unternehmen
Microsoft kaufte eine weitere israelische Firma an (13.3): diesmal ist es das Start-Up-Untenehmen KIDARO, das für schätzungsweise 100 Millionen US$ angekauft wurde. Kidaro ist Virtualisierungs-Dienstleister für entlegene Stationen in Organisationen und Netzwerken. Der Ankauf sollte Microsoft die Einführung von Windows Vista erleichtern. KIDARO wurde 2005 gegründet und hat 36 Mitarbeiter. Es ist das neunte Exit seit Januar dieses Jahres.

Siemens und IBM befinden sich in ersten Verhandlungen um das israelische Start-Up-Unternehmen CTrue. CTrue ist im Bereich der 3D-Fotografie und der biometrischen Identifizierung tätig. Die Verhandlungen werden nach einem Marktwert der Firma in Höhe von 80 Millionen US$ geführt.

Medizinische Technologieentwicklungen

Zwei medizinische Technologien aus Israel erscheinen in der Liste der essentiellen Technologieentwicklungen für die Welt, die vorige Woche veröffentlicht wurde. Die Liste wurde von der internationalen Organisation für die Vermarktung von Universitätstechnologien erstellt. Eine dieser Technologien wurde entwickelt, um gegen Alzheimer zu kämpfen, die zweite befindet sich im Bereich der Behandlung von Infektionskrankheiten. Beide wurden in der Tel-Aviv Universität entwickelt.

(MFA, 18.03.08)


"Merkels Besuch hat grosse symbolische Bedeutung"

Interviews mit Diplomaten der Botschaft des Staates Israel zum Israelbesuch von Angela Merkel

Israelischer Gesandter Ilan MorAlexander Krahe hat vor dem Hintergrund der Israelreise von Kanzelrin Merkel am Montagmorgen, den 17.03.08, ein Interview mit dem israelischen Gesandten Ilan Mor auf Inforadio mit Fragen zur Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen geführt:

"Wir müssen gemeinsame Projekte finden, um die Beziehungen zu erweitern und zu vertiefen. Die Tatsache, dass wir darüber sprechen, ist an sich ein Schritt in die gemeinsame (..) Zukunft der Beziehungen. (…) Die deutsche Regierung spielt eine wichtige Rolle auch innerhalb der Europäischen Union, und die Europäische Union hat für sich die Verantwortung übernommen, um den Palästinensern zu helfen. Israel begrüsst diese Bemühungen, und wird mitmachen", so der Gesandte Ilan Mor.

Das vollständige Interview finden Sie: hier (extern)

Israels Botschafter Yoram Ben-ZeevAuch die B.Z. am Sonntag vom 16.03.2008 hat das Sonntags-Interview von Autor Friedemann Weckbach-Mara der Reise Angela Merkels nach Israel gewidmet und ein Gespräch mit Israels Botschafter Yoram Ben-Zeev geführt, in dem es um die Symbolik, Inhalte und Zukunft der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen ging:

"Schon heute besteht in Kenntnis der Vergangenheit bereits eine tiefe Freundschaft zwischen beiden Ländern. Diese Freundschaft ist das Markenzeichen der Kanzlerin. Sie hat das bevorstehende Treffen mit den regelmässigen Konsultationen angeregt. Sie ist eine wunderbare Frau. Wir setzen ihre Idee jetzt nur um", so Botschafter Yoram Ben-Zeev.

Das vollständige Gespräch finden Sie: hier (extern)

(Botschaft des Staates Israel, 17.03.08)


Deutschland gratuliert - Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier in der BILD

Israel wird 60 - ein ganz besonderer Geburtstag für uns Deutsche.

60 Jahre Israel - LogoMit keinem anderen Land sind wir so untrennbar verbunden: zunächst auf furchtbare Weise durch das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, dem Holocaust an den Juden Europas. Aber auch durch eine Entwicklung, die man getrost "wunderbar" nennen kann: die Freundschaft, die zwischen der Bundesrepublik und dem jüdischen Staat Israel seitdem gewachsen ist.
Wir dürfen dankbar sein, dass Israel uns heute zu seinen engsten Verbündeten und Freunden zählt.
Inzwischen ist ein dichtes Netz persönlicher Beziehungen gewachsen. Es gibt fast 100 Städtepartnerschaften. Jedes Jahr nehmen 5000 Jugendliche beider Länder an Austauschprogrammen teil. Jede Begegnung ist Teil des Fundaments, auf dem wir unsere gemeinsame Zukunft bauen.

Ein neues Kapitel schlagen wir auf, wenn sich unsere beiden Regierungen diese Woche erstmals zu einer gemeinsamen Sitzung treffen.
Wir haben konkrete Projekte im Gepäck. Das Auswärtige Amt wird zwei Zentren für Deutschlandstudien an den Universitäten Jerusalem und Haifa finanzieren. Und ich wünsche mir, dass noch in diesem Jahr ein gemeinsames Zukunftsforum beider Länder die Arbeit aufnimmt und uns künftig noch enger verbindet – wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell.

Mein Gruss kommt von Herzen: Alles Gute, Israel – Mazal Tov!

BILD vom 16.3.08 (extern)

(Botschaft des Staates Israel, 17.03.08)


Überreste aus der Zeit des Ersten Tempels bei Ausgrabungen am Tempelberg freigelegt

Die Überreste eines Gebäudes aus der Zeit des Ersten Tempels wurden bei einer archäologischen Ausgrabung westlich des Jerusalemer Tempelberges freigelegt, teilte die Israelische Altertumsbehörde am Sonntag mit.

Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte der archäologischen Ausgrabungen in Jerusalem ein Gebäude aus der Zeit des Ersten Tempels entdeckt, das so nahe am Tempelberg liegt. Auf Grund religiöser Empfindsamkeiten wurden bisher keine Ausgrabungen am Tempelberg selbst vorgenommen.

Jerusalem mit Blick auf die KotelBereits vor einigen Monaten wurde ein beispielloser Fund im nordwestlichen Teil des Platzes an der Westmauer, weniger als 100 Meter entfernt vom Tempelberg, entdeckt, sagte Archäologe Alexander Onn, der an der Ausgrabung teilgenommen hatte. Es handelte sich dabei um die Überreste einer wunderbaren Säulengang-Strasse aus der spätrömischen Periode (2. Jahrhundert n. d. Z.).
Es stellte sich nun heraus, dass diese Strasse direkt auf den Überresten eines Gebäudes aus der Zeit des Ersten Tempels gebaut worden war. Dieser war 586 v. d. Z. von den Babyloniern zerstört worden.

Ein weiteres Artefakt, das bei dieser Ausgrabung gefunden wurde, stellt ein persönliches Siegel dar, das aus einem wertvollen Stein gefertigt wurde und einen hebräischen Schriftzug trägt. Offenbar war dieses Siegel Teil eines Rings. Das Siegel ist ca. 1,1 cm mal 1,4 cm gross und mit vier Granatäpfeln verziert. Der Schriftzug lautet "Für Netanyahu Ben Yaush". Der Name Netanyahu erscheint mehrere Male in der Bibel während der Name Ben Yaush aus den Lachish-Briefen bekannt ist. Die Besitzer von Siegeln waren normalerweise Personen, die ranghohe Regierungsposten inne hatten, wobei die Kombination dieses Namens bisher unbekannt war.

Ausser diesem persönlichen Siegel wurde bei der Ausgrabung eine Anzahl von Tongefässen gefunden. Auf einem dieser Gefässe befand sich eine hebräische Schrift, die wie folgt lautet: Dem König von Hebron.

(Jerusalem Post, 16.03.08)

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