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Nachrichten vom 17. - 23. Oktober 2010
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Botschafter Ben-Zeev in der Thüringer Allgemeinen

Botschafter Yoram Ben-ZeevIsraels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat sich in einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen zum aktuellen Stand des Nahostfriedensprozesses geäussert und auch auf Fragen zur deutschen Integrationsdebatte Antworten gegeben.

"Nun, die drei [Judentum, Christentum, Islam] gehören als monotheistische Religionen doch alle zur selben Tradition. Dem Bundespräsidenten ging es um Integration. Wir sind ein Land der Einwanderer - aus der ganzen Welt sind Juden nach Israel geströmt. Es ist wichtig, dass nun auch Deutschland diese Frage öffentlich diskutiert. Dabei darf es keine Tabus geben.”

"Ich möchte Deutschland nur ungern Ratschläge erteilen, gerade weil das Thema hierzulande so sensibel ist. Aber ich sehe es so: Wenn ich in einem Land leben möchte, Teil dessen sein möchte, dann muss ich das Land doch auch akzeptieren."

Wenn die Integrationsdebatte nicht in Rassismus und Radikalismus abgleitet, dann gibt es keinen Grund für Misstrauen - und ich glaube, die hiesige demokratische Tradition würde das auch nicht zulassen."

Das vollständige Interview finden Sie: hier (extern)

(Thüringer Allgemeine, 22.10.10)


Chavez hofft auf "Befreiung" der Golanhöhen

Golan-HöhenDer venezolanische Präsident Hugo Chavez hat sich am Donnerstag in Damaskus mit seinem syrischen Amtskollegen Bashar Assad getroffen und dabei seiner Unterstützung der Forderung Ausdruck verliehen, Israel solle die Golan-Höhen an Syrien zurückgeben.

"Ich hoffe, dass der Tag kommen wird, da ich den Golan besuchen kann, nachdem er befreit ist", so Chavez, der sich am Tag zuvor noch in Teheran mit Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad für eine "neue Weltordnung" stark gemacht hatte.

Bei seinem Treffen mit Assad sagte er noch, man befinde sich gemeinsam "im Angriff, um den Sturz der imperialistischen Mächte zu beschleunigen, damit wir eine neue, balancierte Welt bekommen", wobei er versicherte: "Mit der Hilfe von Millionen von Führern, wie dem tapferen Führer Assad, werden wir in wenigen Jahren eine neue Welt erreichen und die alte Welt vergessen, die auf Unterdrückung basiert."

Assad sagte, er unterstütze den Aufruf Venezuelas, die "westliche Einmischung" in nahöstliche Angelegenheiten zu beenden.

(Yedioth Ahronoth, 21.10.10)


Ahmadinejad und Chavez bekräftigen "strategische Allianz"

ArchivfotoVenezuela und der Iran wollen ihre Beziehungen weiter ausbauen. Die Präsidenten beider Länder, Hugo Chavez und Mahmoud Ahmadinejad, nannten das bilaterale Verhältnis in Teheran eine "strategische" Allianz, die die gegenwärtige Weltordnung ausradieren werde.

"Iran und Venezuela sind vereint, um eine neue Weltordnung auf der Grundlage von Humanität und Gerechtigkeit zu errichten", sagte Ahmadinejad, der nicht versäumte, mit Blick auf den Westen seine übliche Prophezeiung zu wiederholen, wonach die gegenwärtig dominierenden Weltmächte am Rande des Kollapses stehen würden.

Es war dies bereits der neunte Iran-Besuch Chavez‘ in seiner Funktion als Präsident Venezuelas.

(Yedioth Ahronoth, 21.10.10)


Vermehrte Urananreicherung im Iran

Iranische FlaggeDer Iran hat seinen Bestand von 20-prozentig angereichertem Uran erhöht. Das teilte der Direktor der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, am Mittwoch mit. Bislang seien bereits 30 Kg von derart angereichertem Treibstoff produziert worden. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) berichtete im vergangenen Monat noch von lediglich 22 Kg.

Damit zeigt der Iran erneut, dass er trotz neuerer Verhandlungsangebote von Seiten der internationalen Gemeinschaft unablässig mit seinem umstrittenen Atomprogramm fortfährt.

Offiziell heisst es im Iran, die Urananreicherung werde für den Betrieb eines medizinischen Forschungsreaktors benötigt. Westliche Kritiker verweisen jedoch darauf, dass es dem Iran an Mitteln fehlt, das 20-prozentig angereicherte Uran zu Reaktorbrennstäben zu konvertieren, und es insofern wahrscheinlicher sei, dass man auf eine 90-prozentige Anreicherung zustrebe, die für Atombomben geeignet ist.

(Yedioth Ahronoth, 20.10.10)


Google setzt auf verstärkte Israel-Connection

Google-Israel-LogoGoogles Verbindung zu Israel soll enger werden. So will es der Vizepräsident für Technik des Unternehmens, Udi Manber, der seit diesem Monat auch für die Suchprodukte zuständig ist. Er ist gebürtiger Israeli, lebt aber schon seit mehr als 30 Jahren in den USA.

"Googles Forschungs- und Entwicklungszentrum in Israel konzentriert sich auf die Internetsuche. Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit, die in Israel geleistet wird, so dass ich sehr erfreut wäre, wenn sich die Zahl der Leute in der Such-Gruppe in Israel verdoppeln würde. Sie leisten wichtige Arbeit", sagt Manber.

Google Israel hat 150 Mitarbeiter in seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Haifa. Dessen Direktor, Yossi Matias, teilt mit: "Manber spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau des israelischen Zentrums, und er spielte eine wichtige Rolle dabei, mich zu Google zu holen. Die Internetsuche ist einer unserer Kernbereiche in Israel, und wir haben eine Menge von Mitarbeitern in Haifa und Tel Aviv, die damit beschäftigt sind."
Er verspricht: "Wir werden weiter wachsen."

(Globes, 19.10.10)


Peres: Ermordung Rabins darf nicht vergessen werden

SymbolfotoIsrael gedenkt heute seines früheren Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin, dessen Ermordung sich am Mittwoch nach dem hebräischen Kalender zum 15. Mal jährt. Am 4. November 1995 wurde der Friedensnobelpreisträger von dem jüdischen Ultranationalisten Yigal Amir nach einer grossen Friedenskundgebung in Tel Aviv auf offener Strasse erschossen.

Die Gedenkveranstaltungen wurden am Dienstagabend mit einer offiziellen Zeremonie im Haus des Präsidenten in Jerusalem eröffnet. Präsident Shimon Peres mahnte in seiner Rede, die Ermordung seines Weggefährten und dessen historisches Vermächtnis nicht dem Vergessen anheimfallen zu lassen.

"Dieser Mord war ein Verbrechen, das nicht vergessen oder ausgelöscht werden darf. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Zeit, die Entleerung, der Hochmut oder die Erschöpfung uns jemals von diesem Gebot abkommen lässt. Wir halten jedes Jahr Gedenkzeremonien ab, da wir die Erinnerung nicht in Vergessenheit geraten lassen dürfen. Solch ein Vergessen ist der Feind der Menschheit, und es stellt eine Gefahr für die Demokratie dar."

"Yitzhak war entschlossen, zum Frieden voranzuschreiten, obgleich er die Schwierigkeiten kannte, die ihm von innen wie von aussen begegneten. Die Schwierigkeiten waren keine theoretischen. Er spürte den Rückenwind zu Hause und trat den wüsten Stürmen draussen entgegen. Er versuchte nicht, bittere Situationen zu versüssen; er versuchte nicht, ihnen aus dem Weg zu gehen. Er machte sich oder anderen nichts vor. Er wusste, dass die Konfrontation mit der neuen Realität ein grosses Risiko barg, aber darin, manchmal nur darin, liegt die Gelegenheit für grosse Dinge."

"Sein letzter Wille ist der Frieden."

Das israelische Aussenministerium hat unter dem folgenden Link eine Menge von Informationen zu Leben und Werk Yitzhak Rabins zusammengestellt: http://www.mfa.gov.il/MFA/History/Modern+History/
Historic+Events/Yitzhak+Rabin+1922-1995.htm

(MFA, 19.10.10)


Netanyahu appelliert an historisches Bewusstsein

Ministerpräsident Binyamin NetanyahuIsraels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat in einer Rede im Tel Aviver Beit Dizengoff, wo David Ben-Gurion 1948 die israelische Unabhängigkeit erklärte, dazu aufgerufen, das Bewusstsein für das nationale historische Erbe zu stärken. Vor einigen Monaten hatte seine Regierung beschlossen, den Erhalt und die Renovierung diesbezüglicher Stätten auch praktisch zu fördern.

"Viele unserer jungen Leute wissen nicht, dass sich hier, am Rothschild-Boulevard 16 in Tel Aviv, die Unabhängigkeitshalle befindet - der Saal, in dem David Ben-Gurion die Gründung des Staates Israel erklärte.

Sie kennen die Namen der Restaurants und Clubs auf der anderen Strassenseite. Sie kommen, um Zeit auf dem Rothschild-Boulevard zu verbringen, und ich freue mich, dass sie kommen, um hier abzuhängen und Spass zu haben. Das ist wichtig und gut so.

Allerdings wollen wir auch, dass sie ihre Geschichte, ihr Erbe, die Ereignisse, die uns als Volk und Nation geformt haben, kennen.

Unsere Existenz hier in unserem Land hängt nicht nur von der Sicherheit oder der Wirtschaft oder unserer Innovationskraft und unserem Unternehmergeist ab. All dies sind wichtige Dinge. Unsere Existenz hier hängt vor allem anderen von der Geschichte ab, die wir, als ein Volk, unseren Kindern und Enkelkindern vermachen, die Geschichte, die von den Eltern an die Kinder, von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Diese Geschichte schliesst unsere nationalen Symbole und die physischen Manifestationen unseres Erbes und unserer Kultur ein. Das hängt von unserer Fähigkeit ab, die Fakten unserer Geschichte zu erklären, die Richtigkeit unseres Weges, um unsere Verbundenheit mit Israel zu zeigen.

Wir sind nicht zufällig hier."

Die vollständige Rede finden Sie: hier (extern) <Amt des Ministerpräsidenten, 14.10.10>

(Botschaft des Staates Israel, 19.10.10)


25 Jahre Freihandelsabkommen mit den USA

SymbolfotoDer US-Handelsvertreter Ron Kirk und Israels Industrie- und Handelsminister Binyamin Ben-Eliezer haben sich am Montag anlässlich des 25jährigen Bestehens des Freihandelsabkommens zwischen beiden Ländern getroffen und eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.

"Vor 25 Jahren liessen wir das Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel in Kraft treten. Seitdem ist der Handelsverkehr angestiegen, haben die Investitionen zugenommen und sind unsere Volkswirtschaften wettbewerbsfähiger geworden. US-amerikanischen und israelischen Firmen, Landwirten, Arbeitern und Konsumenten sind die Vorzüge der Ausweitung des Handels zuteilgeworden.

Heute treffen wir uns, um unsere Errungenschaften zu feiern und den Grund für die Zukunft zu legen. Der Handel zwischen unseren beiden Ländern ist erblüht. Zwischen 1985 und 2009 wurde der Handel zwischen den Vereinigten Staaten und Israel um 500 Prozent gesteigert, von 4.7 auf 28.3 Milliarden Dollar. Jeden Tag setzen wir annähernd 79 Millionen Dollar im bilateralen Handel um. Wir fühlen uns der Entwicklung neuer und kreativer Wege der Handelsförderung verpflichtet."

Die vollständige Erklärung finden Sie: hier (extern)

(MFA, 18.10.10)


Gemeinsame Erklärung zum strategischen Dialog zwischen den USA und Israel

Foto: MFAIsraels stellvertretender Aussenminister Daniel Ayalon und sein US-amerikanischer Amtskollege James Steinberg haben am Montag eine gemeinsame Erklärung zum strategischen Dialog zwischen beiden Ländern veröffentlicht, die hier wiedergegeben wird.

"Die Delegationen der USA und Israel, geleitet von dem stellvertretenden US-Aussenminister James Steinberg und dem stellvertretenden Aussenminister Israels Daniel Ayalon, haben sich heute in Washington getroffen, um den halbjährlichen US-Israel Strategic Dialogue fortzusetzen. Die Delegationen haben eingehend viele Fragen geprüft, die unsere beiderseitige Sicherheit und Partnerschaft betreffen. Der Strategische Dialog ist sowohl für die USA als auch für Israel eine Gelegenheit, auf hoher Ebene eine Vielzahl von Fragen und unsere jeweiligen Perspektiven zu diskutieren und ihre poltischen Implikation für unsere beiden Länder zu evaluieren.

Die Vereinigten Staaten und Israel fühlen sich verpflichtet, gemeinsam auf die Erhöhung regionaler Sicherheit und Stabilität hinzuarbeiten. Die gegenwärtigen Diskussionen haben dabei geholfen, Wege zu finden, um unsere bereits starke Zusammenarbeit in dieser Hinsicht zum Wohle der gesamten Region noch zu verbessern. Die Vereinigten Staaten und Israel haben auch ihre Verpflichtung bekräftigt, einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und den Palästinensern sowie zwischen Israel und allen seinen Nachbarn anzustreben.

Während der heutige strategische Dialog viele Themen abgedeckt hat, ist doch klar, dass der Iran zu den grössten Herausforderungen gehört, denen wir heute im Nahen Osten gegenüberstehen. Irans kontinuierliches Verstossen gegen internationale Verpflichtungen in Bezug auf sein Atomprogramm sowie seine andauernde Unterstützung terroristischer Organisationen stimmen unsere beiden Länder und die gesamte internationale Gemeinschaft sehr besorgt. Kontinuierliche Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft, um den Aktionen des Iran sowohl durch Druck als auch Engagement entgegenzutreten, sind entscheidend, um das strategische Kalkül des Iran zu ändern und ihn am Erwerb einer militärischen Nuklearkompetenz zu hindern.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung des strategischen Dialogs im Frühjahr 2011 als einem wichtigem Forum, die schwierigen Probleme zu untersuchen und anzugehen, denen die Vereinigten Staaten, Israel und die Region gegenüberstehen."

(MFA, 18.10.10)


Israelische Regierung würdigt Kibbutz-Bewegung

Foto: GPOAnlässlich des 100. Jubiläums der Kibbutz-Bewegung hat die israelische Regierung am Sonntag ihre wöchentliche Kabinettssitzung im Kibbutz Degania abgehalten. Ministerpräsident Netanyahu würdigte in seiner Rede die historische Rolle, die die Kibbutzim bei der Entwicklung des Staates gespielt haben.

"Wir halten die heutige Sitzung im Hof der Pioniere des Kibbutz Degania ab, um den 100. Geburtstag der Kibbutz-Bewegung zu begehen. Ich komme gerade von dem Friedhof am Ufer des Sees Genezareth. Dort ruhen die Dichterin Rachel Bluwstein, Avraham Herzfeld, Naomi Shemer, Berl Katznelson, Moses Hess und viele andere Männer und Frauen des Wortes und der Tat, die die zionistische Bewegung und die Kibbutz-Bewegung vor und nach der Gründung des Staates führten."

"Die Geschichte der Kibbutzim ist ein glorreiches Kapitel in den Annalen des Staates: ländliche Ansiedlung, Sicherheit und sowohl kreative als auch praktische Bemühungen. Die Menschen der Kibbutzim waren im Land verwurzelt. Sie machten in der Morgendämmerung das Land urbar und standen nach der Abenddämmerung zu seiner Verteidigung bereit. Wir stehen daher dieser Einrichtung gegenüber in grosser Schuld und werden dem Kabinett heute eine Reihe von Beschlüssen zur Verabschiedung vorlegen, die die Kibbutzim kräftigen, landwirtschaftliche Siedlungen fördern, die Infrastruktur stärken und den Tourismus beleben sollen."

"Ich denke, es ist wichtig, allen heute hier Anwesenden zu sagen: Die Tatsache, dass wir, die Regierung, uns hier zum 100. Geburtstag des Kibbutz, vielleicht das erste Mal für eine Regierung überhaupt, im Kibbutz treffen, ist keine reine Formsache. Es spiegelt eine Sehnsucht nach Einheit und wirklicher Zusammenarbeit in allen Teilen des Volkes wider, nach Anerkennung aller Komponenten unseres Erbes, die uns einst trennten, aber nun vereinen. Die Tatsache, dass wir uns hier für das historische Erbe in den Kibbutzim stark machen - und einige der zentralen Stätten sind wohl in der Tat einheitsstiftend für das gesamte jüdische Volk -, ist sehr wichtig und sehr ermutigend."

Die vollständige Rede finden Sie: hier (extern)

(Amt des Ministerpräsidenten, 17.10.10)

Israeli bricht Schachweltrekord

SymbolfotoIm Guinness-Buch der Rekorde wird ein neuer Rekord aus Israel verzeichnet werden. Dafür sorgte heute Morgen der 30jährige Alik Gershon. In einer 19-stündigen Tour de Force hatte sich der Israeli simultan 527 Schachspielen gestellt, von denen er 87% gewann.

Damit ist der gegenwärtige Simultan-Rekord gebrochen, den der Iraner Morteza Mahjoob im August 2009 aufgestellt hatte. Er spielte 500 Spiele im Laufe von 18 Stunden.

Gershon betrachtet seinen sensationellen Rekord nicht nur als Erfolg für die Einwanderungswelle aus der Sowjetunion, die ihn ins Land brachte, sondern auch als Erfolg Israels gegen den Iran.

Nach dem Spiel auf seine physische Verfassung angesprochen, entgegnete er: "Ich fühle mich in der Tat okay, vielleicht sogar besser als die Spieler. Ich hatte einige Konzentrationsabfälle am Mittag, verlor ein wenig die Richtung in den Spielen - aber jetzt ist alles einwandfrei. Die Hitze hat meinen Gegnern vielleicht mehr ausgemacht als mir."

(Ha'aretz, 22.10.10)


Rafael Seligmann zu Gast in der Botschafterresidenz

Autor Rafael Seligmann und Botschafter Yoram Ben-ZeevIsraels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat am Mittwoch den Autor Rafael Seligmann in seiner Residenz empfangen. Anlass war dessen jüngst erschienene Autobiographie "In Deutschland wird es Dir gefallen".

Seligman (im Bild links) betonte gegenüber dem kleinen Kreis illustrer Gäste seine besondere und enge Beziehung zu Israel, nach dem er sich stets sehne.

Botschafter Ben-Zeev erinnerte sich in seiner Ansprache an seine erste Begegnung mit Seligmann in Tel Aviv: "‘In Deutschland wird es Dir gefallen!‘ Diesen Satz sagte der Vater Seligmann damals zu seinem kleinen Sohn, als die Familie Israel verliess. Und vor drei Jahren sagte Rafael Seligmann diesen Satz bei unserem Treffen in Tel Aviv zu mir. Heute kann ich sagen: Rafael, Du hattest Recht!"

Ben-Zeev betont in zahlreichen Interviews immer wieder, wie gerne er als Botschafter in Deutschland tätig ist.

(Botschaft des Staates Israel, 21.10.10)


Ahmadinejad in Beirut - eine Analyse

Mahmoud AhmadinejadDas Institut für nationale Sicherheitsstudien (INss) hat eine Analyse zu dem Besuch des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad im Libanon von vergangener Woche veröffentlicht.

"Diese Reise, der erste offizielle Besuch des iranischen Präsidenten im Libanon seit 2005, bot der libanesischen und der iranischen Regierung den Anlass, siebzehn Abkommen zur bilateralen Zusammenarbeit, zur Stärkung der libanesisch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen in Bereichen wie Energie- Gas- und Ölpolitik, Handel und Landwirtschaft sowie zu gemeinsamen Investitionen zu unterzeichnen.

Obgleich Ahmadinejad seine Entscheidung zur Reise in den Libanon sehr bedacht als Ausdruck seiner Sehnsucht dargestellt hat, die "guten diplomatischen Beziehungen" zwischen den beiden Ländern zu stärken, reichen die politischen und geostrategischen Implikationen seines Besuchs weit über den Bereich institutioneller zwischenstaatlicher Kooperation und Diplomatie hinaus."

"Kurz gesagt: Trotz des konzilianten und diplomatischen Tons des iranischen Präsidenten während seiner Treffen mit Mitgliedern der libanesischen Regierung, offenbarten seine Stellungnahmen und seine Haltung, als er zu Irans lokalem Verbündeten, der Hisbollah, sprach, eine andere, sehr viel weniger nuancierte Agenda. So zielte Ahmadinejad bei der Zusicherung seiner Unterstützung der Hisbollah und gleichzeitigen Kritik an den andauernden UN-Untersuchungen, darauf ab, Druck auf die libanesische Regierung auszuüben, die Option eines Vorgehens gegen die libanesisch-schiitische Organisation aufzugeben. Durch seine Stützung der Hisbollah hat der Iran auch klar sein Interesse gemacht, weiterhin eine zentrale Rolle im Libanon zu spielen, und seine Hoffnung, seine Macht und seinen Einfluss in dem mediterranen Land noch zu steigern."

Die vollständige Analyse gibt es unter dem folgenden Link: http://www.inss.org.il/publications.php?cat=21&incat=&read=4494

(INss, 20.10.10)


OECD-Tourismuskonferenz in Jerusalem

OECD-Tourismuskonferenz in JerusalemIn Jerusalem ist am Mittwoch die 86. Sitzung des Tourismus-Komitees der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eröffnet worden. Es ist dies erst das zweite Mal, dass das Komitee ausserhalb Paris zusammentritt, und das erste Mal, dass überhaupt eine OECD-Veranstaltung in Israel stattfindet. Israel war vor einigen Monaten in die Organisation aufgenommen worden.

Der Gastgeber, Israels Tourismusminister Stas Misezhnikov, bezeichnete den Anlass in seiner Eröffnungsrede als ein "wichtiges Vertrauensvotum für Israels Position als einen wirtschaftlichen Führer". "Dies ist ein aussergewöhnlicher Anlass für den Staat Israel, da wir heute die erste historische OECD-Veranstaltung in Israel eröffnen."

An der Konferenz nahmen 28 hochrangige Delegationen aus 28 OECD-Mitgliedsstaaten teil. Ein Schwerpunkt wird die Förderung von umweltfreundlichem Tourismus sein. In diesem Zusammenhang wird ein gemeinsames Forschungsteam der Universität Haifa und der Sorbonne seine Ergebnisse präsentieren.

Die Rede Misezhnikovs finden Sie: hier (extern)

(MFA, 20.10.10)


Qumran-Rollen gehen online

Qumran-RolleGoogle macht's möglich. Die lokale Niederlassung des Webgiganten und die Israelische Altertumsbehörde (IAA) werden die Schriftrollen vom Toten Meer frei im Internet zugänglich machen. Gemeinsam mit einer grossen Menge zusätzlicher Daten in verschiedenen Sprachen sollen die digitalisierten Abbildungen der Schriften der Forschung neue Impulse verleihen.

Die Altertumsbehörde wird mit modernster Hochauflösung und Multispektrentechnologie die gesamte Sammlung der aus 30 000 Fragmenten bestehenden 900 Schriftrollenmanuskripte digitalisieren und ins Netz stellen. Die Texte werden durch Transkriptionen, Übersetzungen und eine Bibliographie ergänzt. Es ist dies das erste Mal seit 1950, dass die Rollen in ihrer Gesamtheit abfotografiert werden.

"Wir stellen eine bahnbrechende Verbindung zwischen dem Fortschritt und der Vergangenheit her, indem wir dieses einzigartige Erbe für zukünftige Generationen bewahren", so Shuka Dorfman, der Direkter der IAA. "Wir sind stolz, ein Projekt zu starten, das unbegrenzten Zugang zu einem der wichtigsten archäologischen Funde des 20. Jahrhundert bieten wird, der für Bibelstudien sowie die Geschichte des Judentums und frühen Christentums entscheidend ist."

(Globes, 19.10.10)


Studie: Lebenserwartung in Israel höher als in den USA

Prof. Dov ChernichovskyIsraelis haben eine höhere Lebenserwartung als Amerikaner und die Bewohner anderer OECD-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die ein Forscher der Ben-Gurion-Universität in Be'er Sheva erarbeitet hat.

Demnach werden Amerikaner durchschnittlich 78 Jahre alt, israelische Araber hingegen 79 Jahre und israelische Juden sogar 81 Jahre. Die höchste Lebenserwartung aller OECD-Mitgliedsstaaten gibt es in Japan (82 Jahre).

Prof. Dov Chernichovsky (Bild), Dozent an der Ben-Gurion-Universität und Gesundheitsökonom für das Jerusalemer Taub Center, weist darauf hin, dass die Lebenserwartung in Israel und den USA 1980 noch gleich hoch war. Seitdem habe Israel sich massiv gesteigert.

"Das nationale Gesundheitssystem und andere medizinische Verbesserungen sind bemerkenswert erfolgreich bei der Verbesserung der Ergebnisse für alle Bewohner Israels gewesen - sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen im Vergleich zu anderen entwickelten Ländern und bei der Verringerung der Diskrepanzen innerhalb Israels." <Ben-Gurion-Universität, 14.10.10>

(Botschaft des Staates Israel, 19.10.10)


Israels neuer UN-Botschafter spricht vor dem Sicherheitsrat

Meron ReubenIsraels neuer Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Meron Reuben, hat am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat seine erste Rede im neuen Amt gehalten. Darin legte er noch einmal Israels grundsätzliche Positionen hinsichtlich des Friedensprozesses mit den Palästinensern, des Wiedererstarkens der Hisbollah im Libanon und der iranischen Bedrohung dar.

"In meiner ersten Rede als Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen stehe ich heute vor Ihnen und betone den tiefen und anhaltenden Wunsch meines Landes, Frieden mit den Palästinensern zu schliessen. Einen Frieden, der auf Sicherheit und gegenseitiger Anerkennung basiert. Einen Frieden, der unseren beiden Völkern Wohlstand garantieren wird.

Frieden kann nur durch direkte Verhandlungen und Kompromisse auf beiden Seiten erreicht werden.

Israel hat kontinuierlich gezeigt, dass es willens ist, für den Frieden beherzte Massnahmen zu ergreifen und schwere Entscheidungen zu treffen. Zu diesem Zweck hat Israel dabei geholfen, das eindrucksvolle Wachstum der palästinensischen Wirtschaft anzukurbeln, und Hunderte von Strassensperren und Kontrollpunkten im Westjordanland entfernt. Wir taten dies trotz berechtigter Sicherheitsbedenken und des andauernden Terrorismus. Schweren Herzens legte sich Israel ein beispielloses zehnmonatigen Moratorium für den Siedlungsbau auf.

Wir hoffen, dass auch die Palästinenser die Massnahmen ergreifen werden, die für den Frieden nötig sind. Nachdem sie sich während des Moratoriums neun Monate lang geweigert hatten, in direkte Verhandlungen einzutreten, verlangen die Palästinenser - die die Geste anfangs kleingeredet hatten - nun seine Verlängerung als Vorbedingung für die Fortsetzung der Gespräche.

Die Siedlungen sind eine von vielen Fragen, die in Endstatusverhandlungen gelöst werden müssen. Die Geschichte hat gezeigt, dass sie einem Friedensschluss nicht im Wege stehen - man hat es bei den Friedensabkommen gesehen, die mit Ägypten und Jordanien erreicht wurden. Ausserdem bekam Israel, als es alle seine Siedlungen im Gaza-Streifen räumte, als Gegenleistung Terrorismus und Raketenfeuer auf seine Städte und Gemeinden.

Israel begrüsst die überaus wichtigen Bemühungen der US-Regierung um die Förderung von Frieden und Sicherheit in der Region. In dieser Hinsicht stehen die USA in enger Verbindung mit Israel und anderen Parteien, um die direkten Gespräche wieder in Gang zu bringen.

Wenn wir nach vorne blicken, müssen wir jegliches zukünftige Abkommen auf den Prinzipien von gegenseitiger Anerkennung und Sicherheit gründen."

Die vollständige Rede finden Sie: hier (extern)

(MFA, 18.10.10)


Israel und Griechenland stärken bilaterale Beziehungen

Foto: MFAIsraels Aussenminister Avigdor Lieberman und sein griechischer Amtskollege Dimitris Droutsas haben am Montag ein Luftfahrtabkommen zwischen beiden Ländern unterzeichnet. Es ersetzt das bislang geltende, das 1952 unterzeichnet wurde, und regelt eine Vielzahl von Fragen im Bereich des Flugverkehrs.

Lieberman betonte bei der Unterzeichnungszeremonie, dass eine gute Kooperation zwischen Israel und Griechenland bestehe, wovon nicht nur die beiden Länder, sondern die gesamte Region profitiere.

Droutras bekräftigte die Stärkung des bilateralen Verhältnisses, wozu zahlreiche Treffen zwischen ihm und Lieberman sowie anderen Vertretern beider Staaten gehören. Das Luftfahrtabkommen zeige, wie dies auch praktischen Niederschlag finden könne.

(MFA, 18.10.10)


Sprengstofffund im Südlibanon

Grenze Israel/LibanonNahe dem südlibanesischen Dorf Shuba unweit der Grenze zu Israel ist am Samstag eine grosse Menge Sprengstoff gefunden worden. Laut Berichten lokaler Medien stiess ein dort arbeitender Bulldozer auf 250 Kg Dynamit und 50 Kg C4-Plastiksprengstoff. Daneben entdeckte man auch zwei Kalaschnikow-Sturmgewehre.

Der Sprengstoff und die Waffen wurden einem nahegelegenen Stützpunkt der libanesischen Armee übergeben, die das Gebiet absperrte.

Über die Besitzer des Sprengstoffs liegen keine Angaben vor; man geht jedoch davon aus, dass es sich hierbei um die Hisbollah handelt. Die UN-Sicherheitsratsresolution 1701 untersagt der Hisbollah jeglichen Waffenbesitz südlich des Litani-Flusses.

In den vergangenen Monaten wurden wiederholt Waffen- und Munitionsdepots der schiitischen Terrororganisation im Südlibanon entdeckt. Berichten zufolge lagern zudem zahlreiche Waffen in den Häusern von Hisbollah-Mitgliedern. <Yedioth Ahronoth, 16.10.10>

(Botschaft des Staates Israel, 18.10.10)


Gaza: Israelische Luftwaffe greift Raketenbasis an

Foto: ZAHALDie israelische Luftwaffe hat am Sonntag eine Terrorzelle im nördlichen Gaza-Streifen beschossen, von wo aus just Qassam-Raketen oder Mörsergranaten auf israelisches Territorium abgefeuert werden sollten. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei eine Person getötet und zwei weitere verletzt.

Von Seiten der israelischen Armee teilte man mit: "Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) werden keinen Versuch tolerieren, israelischen Bürgern und Soldaten Schaden zuzufügen. Für die Situation in Gaza und die Aufrechterhaltung des Friedens dort ist allein die Hamas verantwortlich."

In diesem Jahr seien bislang 165 Raketen und Mörsergranaten vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert worden.

(Ha'aretz, 17.10.10)


Zwei Israelis erhalten US-Wissenschaftspreis

Flagge des Staates IsraelZwei israelische Physiker gehören zu den zehn Gewinnern der diesjährigen National Medal of Science. Die renommierte Auszeichnung wird Mitte November von US-Präsident Barack Obama im Weissen Haus verliehen.

Bei den beiden aus Israel stammenden Preisträgern handelt es sich um Yakir Aharonov und Amnon Yariv.

Der 78jährige Aharonov lehrt an der Chapman University im kalifornischen Orange County. Er erhält die Auszeichnung für seine Arbeiten zur Quantenphysik (Aharonov-Bohm-Effekt), die ihn zu einer der einflussreichsten Figuren der modernen Physik gemacht haben.

Aharonov erfuhr von dem Preis während eines Heimatbesuchs in Israel. Er bemerkte dazu: "Ich fühle mich sehr geehrt. Dies ist eine wirkliche Auszeichnung, und ich denke, es ist schön, dass endlich jemand von einer kleinen Universität sie bekommt. So viele Leute von grossen Universitäten bekommen sie. Das ist schon ein Wandel."

Prof. Yariv arbeitet am California Institute for Technology (CalTech). Er erhielt die Auszeichnung für seine Beiträge zur Photonik und zur Quantenelektronik, die die Lichtwellenkommunikation und das Feld der Optik als Ganzes stark beeinflusst haben.

(Globes, 17.10.10)

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