Jahreskonferenz des Globalen Forums zur Bekämpfung von Antisemitismus
Die Stellvertretende Ministerpräsidentin und Aussenministerin Tzipi Livni und der Minister für Diaspora-Angelegenheiten und für die Bekämpfung von Antisemitismus, Isaac Herzog, werden die Jährliche Konferenz des Globalen Forums zur Bekämpfung von Antisemitismus am Sonntag, den 24. Februar in Jerusalem eröffnen.
Die Delegierten werden bei dieser zweitägigen Konferenz Möglichkeiten zur Bekämpfung der verschiedenen Formen und Manifestationen des Antisemitismus diskutieren und einzigartige Projekte und Modelle präsentieren, die weltweit in verschiedenen Ländern durchgeführt werden.
Die Konferenz wird mit über 300 hochkarätigen Delegierten aus über 45 Ländern stattfinden, darunter Parlamentarier, Juristen, Diplomaten, Akademiker, Repräsentanten von NGOs, Jüdischen Gemeinden und Organisationen. Aus Deutschland zum Beispiel werden Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages, und Professor Gert Weisskirchen, MdB und Persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus erwartet.
Die Konferenz wird live übertragen werden: http://switch5.castup.net/frames/mfa_live_archive
(Botschaft des Staates Israel, 22.02.08)
Querverweis:
14 ausgebrochene Al-Aqsa-Kämpfer wieder in Haft
Eine Gruppe von vierzehn militanten Palästinensern ist gestern aus einem Gefängnis der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ausgebrochen, berichten palästinensische Quellen.
Die Inhaftierten, Mitglieder der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, waren in den letzten Monaten in Kämpfe gegen die IDF involviert und hatten sich in Nablus’ Altstadt versteckt gehalten. Vor sechs Wochen hatte sich die Gruppe der PA gestellt, infolge einer ausgedehnten Operation der IDF in der Altstadt.
Die IDF hatten sich damit einverstanden erklärt, dass die Militanten, die in Israel polizeilich gesucht wurden, in einem palästinensischen Gefängnis inhaftiert werden, unter der Bedingung, dass die palästinensischen Sicherheitskräfte dafür sorgen, dass sie in Haft bleiben und ihnen Zugang zu Waffen und Kontakt zu Terrororganisationen verwehrt bleiben, bis Israel sie begnadigen würde.
Gestern Nachmittag brach die gesamte Gruppe mit Hilfe ihrer palästinensischen Aufseher aus dem Gefängnis aus.
Palästinensische Journalisten, die unlängst das Gefängnis besucht hatten, berichteten, dass die Militanten unter realen Gefängnisbedingungen inhaftiert waren. Sie hatten Mobiltelefone, doch es war ihnen verboten, Kontakt zu militanten Organisationen aufzunehmen und ihre Gespräche wurden abgehört.
Am heutigen Vormittag haben sich die 14 Entflohenen nach Verhandlungen mit palästinensischen Sicherheitskräften gestellt. Sie erklärten ihre Flucht mit dem Protest gegen die Gefängnisverwaltung, die sich nicht an Abmachungen halte.
(Ha'aretz; Jerusalem Post, 22.02.08)
Aussenministerium schickt Protestschreiben an UN-Sicherheitsrat
Nachdem Israel vom Iranischen Revolutionsgarden-Kommendeur Muhammad Ali Jafari am 18. Februar als "krebsartiges Gewächs" bezeichnet wurde, "das bald von Hand der Hisbollah zerstört würde", hat Israel sich entschlossen, einen Protestbrief an den UN-Sicherheitsrat zu schreiben.
Das israelische Aussenministerium hat die israelische UN-Delegation angehalten, in ihrem Schreiben an Botschafter Ricardo Alberto Arias vehement gegen Jafaris Äusserungen vorzugehen. Diese seien klarer Ausdruck vom Willen, Israel zu zerstören und würden von schlimmsten Antisemitismus und Rassismus zeugen. In dem Schreiben soll die UN ausserdem aufgefordert werden, den Iran aufgrund dieser Äusserungen zu verurteilen.
Unterdessen hat sich der Israelische UN-Botschafter Dan Gillerman kurzfristig mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon getroffen, um die "nazi-ähnlichen Äusserungen" zu verurteilen. Während des circa einstündigen Treffens verurteilte Ki-Moon die Äusserungen als "inakzeptabel und unverzeihlich".
(Jerusalem Post, 21.02.08)
Die Drohungen aus dem Iran gegenüber Israel nehmen massiv zu
Nach den jüngsten verbalen antiisraelischen Attacken Achmadinejads, Israel sei eine "dreckige Mikrobe", sagte nun am heutigen Donnerstag der Berater des iranischen spirituellen Führers Ayatollah Ali Khamenei, General Yahya Rahim Safavi, dass Israel vor dem sicheren Tod stünde: "Die Ermordung von Mughniyeh hat die Zerstörung Israels einen Schritt weiter gebracht". Der Führer der Iranischen Revolutionsgarden, Mohammad Ali Jafari, fügte hinzu, dass die Hisbollah Israel vernichten werde, so Yedioth Ahronoth.
(Yedioth Ahronoth; Ha'aretz; Jerusalem Post, 21.02.08)
PM Olmert trifft Abbas: Jerusalem vorerst kein Gesprächsthema
Am gestrigen Abend, Dienstag den 19. Februar, trafen der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert und der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas in der Residenz von Olmert in Jerusalem zusammen. Aussenministerin Tzipi Livni, die das israelische Team für Friedensverhandlungen anführt, und der Vorsitzende des palästinensischen Teams, Ahmed Qureia, waren ebenfalls anwesend.
Der Sprecher Olmerts, Mark Regev, teilte nach dem Treffen mit, dass Israel den Kernthemen verpflichtet ist und dass die Verhandlungen fast auf täglicher Basis stattfinden würden. Er sagte jedoch auch, dass Olmert Abbas sehr klar verdeutlichte, dass Gespräche über Jerusalem bis zum Ende der Verhandlungen über die palästinensische Staatlichkeit verschoben würden, was Abbas zuvor akzeptiert hätte.
In Gaza hat unterdessen die Hamas eine Erklärung veröffentlicht, dass Abbas kein Mandat habe, Konzessionen gegenüber Israel zu machen.
(Ha'aretz, 20.02.08)
Aus arabischen Medien – Iran: "Krebsartiges" Israel wird bald verschwunden sein
In seinem Kondolenzschreiben an den Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah zur Ermordung des Hisbollah-Führers Imad Mughniyeh schrieb der iranische Revolutionsgarden-Kommandeur Muhammad Ali Jafari laut der Nachrichtenagentur FARS: "Ich bin überzeugt, dass mit jedem weiteren Tag die Fähigkeiten der Hisbollah wachsen und wir in naher Zukunft das Verschwinden dieses krebsartigen Gewächses Israel durch die Strahlkraft der Hisbollahkämpfer erleben werden."
Die kuwaitische Zeitung A-Rai zitierte Hisbollah-nahe Offizielle, die sagten, es gäbe keine Eile, den Tod von Mughniyeh zu rächen. Nach dem Tod des Hisbollah-Führers Abbas Musawi hätte man erst Jahre später gegen israelische und jüdische Ziele in Buenos Aires zugeschlagen.
Der Herausgeber der Hisbollah-nahen Zeitung Al-Akhbar, Ibrahim al-Amin, beschuldigt klar Israel der Ermordung Mughniyehs und dass es eine Untersuchung gäbe, wer sich noch alles dem "Krieg der USA und Israels gegen den Widerstand in Libanon, Palästina und dem Irak" angeschlossen hätte. Er sagte, Israel solle eine schmerzhafte und angemessene Reaktion aus einer unvermuteten Richtung Erwarten, nun, da der "Feind alle Regeln gebrochen" habe.
Unterdessean hat heute, Mittwoch den 20. Februar, der iranische Präsident Achmadinejad auf einer Demonstration in der südiranischen Stadt Bandar eine heftige Wortattacke gegen Israel verlautbaren lassen, die im iranischen Fernsehen ausgestrahlt wurde: "Weltmächte haben eine schwarze und dreckige Mikrobe mit Namen eines zionistischen Regimes kreiert und es wie ein wildes Tier auf die Nationen der Region gelassen."
(Jerusalem Post; Yedioth Ahronoth, 20.02.08)
Imad Faiz Mughniyeh, die Nummer Zwei der Hisbollah, wurde durch eine Autobombe in Damaskus getötet. Er war für die operativen Terror-Aktivitäten der Hisbollah im Libanon und im Ausland verantwortlich und war in viele Anschläge gegen israelische, jüdische und westliche Ziele involviert. Mughniyeh war der meistgesuchte Terrorist der US-Regierung. Die Hisbollah beschuldigt Israel, verantwortlich für den Tod Mughniyehs zu sein.
Ein Hintergrunddossier hierzu findet sich unter: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/ct_130208g.pdf
"Bayit Meshutaf"
Diplomatisches Seminar für jüdische Nachwuchs-Führungskräfte vom 29. Juni - 10. Juli 2008
Das diplomatische Seminar für jüdische Nachwuchs-Führungskräfte ist ein einzigartiges Programm, das vom israelischen Aussenministerium organisiert wird. Das Seminar bietet einen tiefen Einblick in die zahlreichen Gesichtspunkte des israelischen Lebens, darunter die nationale Sicherheit, Ökonomie, Kultur und Gesellschaft, jüdisches Leben in Israel, Beziehungen zwischen Israel und Diaspora, Kampf gegen den Antisemitismus, Beitritt weiterer Staaten zur Europäischen Union und andere zentrale Themen wie die Bedrohung durch den Iran.
Das nächste Seminar ist vom 29.6.-10.7.2008 geplant.
Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Anmeldeformulare finden Sie: hier
(MFA, 20.02.08)
400 Qassam-Raketen in 50 Tagen
Seit Jahresbeginn haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen bereits 400 Qassam-Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Diese Zahl gab heute der Kommandant der Heimatfront, Brigadegeneral Yair Golan, bekannt.
Im Laufe des heutigen Tages sind bis zum Nachmittag fünf Raketen im westlichen Negev gelandet. Davon schlug eine in einer Hühnerstallung südlich von Ashkelon ein und verursachte erheblichen Sachschaden. Eine andere landete direkt in der Stadt Sderot. Verletzt wurde bei den Angriffen niemand.
(Yedioth Ahronoth, 19.02.08)
Shekel-Scheine erhalten neues Gesicht
Die israelische Währung wird bald ein neues Gesicht zeigen – und zwar buchstäblich. So hat die Bank of Israel entschieden, die Banknoten des Shekels bis 2010 grundlegend umzugestalten. Ausserdem soll es in Zukunft einen 500-Shekel-Schein geben.
Die erste Entscheidung der Bank ging dahin, die Bilder früherer Präsidenten und Ministerpräsidenten durch Abbildungen zu ersetzen, die "Israel repräsentieren". Dazu gehören Landschaften, historische Stätten und prominente Figuren des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens.
Berichten zufolge hat die Bank ein spezielles Ratgeberkomitee einberufen, das entscheiden soll, welche Israelis sich zur Verewigung auf Geldscheinen anbieten. Zu den in Erwägung Gezogenen gehören der Astronaut Ilan Ramon, die Songschreiberin Naomi Shemer und Jerusalems mythischer Bürgermeister Teddy Kollek.
Die Entscheidung zur Ersetzung der alten Banknoten rührt aus drei Gründen her, die über die vergangenen Jahre evident geworden sind: der Notwendigkeit einer Erneuerung der Scheine nach jahrzehntelangem Gebrauch; der Vorsorge gegen Geldfälschung – die neuen Banknoten werden mit raffinierteren Vorkehrungen ausgestattet sein -; und der Anpassung an globale Trends.
(Yedioth Ahronoth,18.02.08)
Raketenangriffe auf den westlichen Negev
Weiterhin prasseln auf den Süden Israels Tag für Tag Qassam-Raketen nieder, die von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen werden. Nachdem am Sonntagabend erstmals der bisher verschont gebliebene Kreis Merchavim ins Schussfeld geraten war, zielten die heutigen Angriffe wieder auf die näher am Gaza-Streifen gelegene Kleinstadt Sderot und ihre direkte Umgebung.
Insgesamt landeten hier bis zum Nachmittag bereits fünf Raketen. Zwei davon schlugen in einem Kibbutz ein, davon wiederum eine direkt neben einer Klinik. Vier Menschen mussten sich daraufhin wegen Schocks behandeln lassen.
Die Verantwortung für den Beschuss übernahmen die al-Quds-Brigaden, der militärische Arm des Islamischen Jihad.
(Yedioth Ahronoth, 18.02.08)
Am Freitag (15.02.08) wurde Sderot von einer Delegation aus Berlin besucht, die ihre Solidarität mit der Stadt bezeugen wollte. Geleitet wurde sie vom Bundestagsabgeordneten Karl-Georg Wellmann (CDU), dessen Berliner Wahlbezirk Steglitz-Zehlendorf Partnergemeinde Sderots ist. Ausserdem nahmen der frühere Bezirksbürgermeister Norbert Kopp, BZ-Chefreporter Gunnar Schupelius, der Unternehmer Hans Wall und der Publizist Georg Gavron an der Reise teil.
Guter Start – Tourismusrekord im Januar
Die israelische Tourismusbranche ist im neuen Jahr 2008 mit dem rechten Bein aufgestanden und kann einen Besucherrekord verbuchen. Im Januar besuchten 182 000 Touristen das Land, was einen Anstieg von 57% gegenüber dem Vorjahresmonat (116 000) und von 7% gegenüber dem bisherigen Rekordmonat im Jahr 2000 (170 000) bedeutet. Dies ergeben Zahlen, die das Zentralamt für Statistik gestern veröffentlicht hat.
"Es gibt ein ungewöhnliches Interesse und viele Reservierungen für 2008", sagte der Vorsitzende der Israel Incoming Tour Operators Association, Shmuel Merom. "Trotz der Tötung Mugniyahs herrscht das Empfinden vor, dass die Geschäfte gegenwärtig normal laufen und der Verkehr weiter fliesst. Dennoch herrscht die Sorge, dass der Norden wieder in die Schlagzeilen gerät und der Schwung im Tourismusbereich aufhören wird."
Der Generaldirektor des Tourismusministeriums, Shaul Zemach, wies darauf hin, dass es dem Ministerium geglückt sei, den Kreis der Tourismus-Grossanbieter auszuweiten, die interessiert daran sind, Israel als Urlaubsziel zu vermarkten." Er fügte hinzu, dass sein Ministerium in den kommenden Monaten weiter daraufhin arbeiten werde, das Ziel von 2.8 Millionen Touristen in diesem Jahr zu erreichen.
(Ha'aretz, 18.02.08)
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Aktion: Shoppen in Sderot
In einigen Hundert Autos aus Yad Mordechai und in Konvois und Bussen aus dem ganzen Land machten sich heute Vormittag Israelis auf den Weg nach Sderot, um dort ihre Einkäufe für Shabbat zu erledigen. Mit dieser Aktion möchten sie ihre Unterstützung und Solidarität mit den Bewohnern dieser Stadt nahe Gazastreifen zum Ausdruck bringen.
Am frühen Morgen starteten die Konvois aus Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und Ra'anana Richtung Sderot.
"Wir sind hier heute hingekommen, um die Leute, die hier so leiden, aufzumuntern. Unser Ziel ist einzukaufen, sie damit zu unterstützen und ihnen zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben!", so ein junger Mann aus Hadera.
Ilan Cohen aus Modi’in, der diese Aktion organisierte, hat dem Armee-Radio von seiner Begeisterung darüber berichtet, dass über 10.000 Menschen in die Stadt strömen und rief noch einmal dazu auf, nach Sderot zu kommen.
Auch viele Organisationen und Stadtverwaltungen aus dem ganzen Land beteiligen sich an dieser Aktion.
Ein Bewohner aus Sderot angesichts des hohen plötzlichen Verkehrsaufkommens in der Stadt: "Es ist absolut erstaunlich, zu sehen, was hier geschieht ... Auch wenn es sich anfühlt, dass die Regierung nicht an unserer Seite ist, die Menschen sind es in der Tat. Diese Initiative hilft wirklich unseren Geschäften und zu sehen, dass Busse von anderen Städten gesandt wurden, ist wirklich herzerwärmend."
Für heute wurde eine Demonstration in Tel Aviv von Studenten des Sapir College organisiert, die durch die Shenkin Strasse führt und die Unterstützung mit den Bewohnern für Sderot ausdrückt.
Allein in diesem Jahr sind über 400 Qassam-Raketen aus dem Gazastreifen in Sderot und in der Region des westlichen Negev eingeschlagen. Auch am heutigen Morgen schlugen zwei Raketen in Sderot ein. Es liegt noch keine Meldung über Verletzte oder Sachschaden vor.
(Yedioth Ahronoth; Jerusalem Post, 22.02.08)
Israels Grüne hoffen auf Einzug in die Knesset
Ist es möglich, das derzeit allgemein herrschende Interesse an Umweltfragen und die weltweite "grüne Welle" – die auch bis nach Israel geschwappt ist – zu nutzen und in politische Macht umzuwandeln? Die Partei der Grünen ist überzeugt, dass dies möglich ist und trifft entsprechende Vorbereitungen.
Das Ziel ist es, die Grünen zur stärksten Partei in den Kommunen aufzubauen und erstmals ausreichend Unterstützung bei den nationalen Wahlen zu bekommen, um Abgeordnete in die Knesset zu entsenden.
Die Kommunalwahlen finden in neun Monaten statt. Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Tel Aviver Bürgermeisters, Peer Wisner, haben die Grünen inzwischen 14 neue Zweigstellen gegründet. Die Gründung einer ähnlichen Anzahl von Zweigstellen in Städten wie Jerusalem, Afula, Be'er Sheva und Eilat ist in Vorbereitung.
Koordiniert werden die Aktivitäten im kommunalen Bereich vom Unternehmer Michael Roeh, ehemaliger stellvertretender Bürgermeister von Tel Aviv. "Wir möchten 50 Zweigstellen aufbauen und in den Kommunen, in denen wir antreten, mindestens ein Drittel der Gemeinderatsmitglieder stellen," sagt Roeh.
"Das ist möglich, da unsere Agenda nicht ausschliesslich aus Umweltaspekten besteht, sondern auch Themen wie soziale Gerechtigkeit, die Demokratisierung von Regierungsprozessen und den Kampf gegen die Korruption beinhaltet."
Eine der dominanten Persönlichkeiten in der Kommunalpolitik, die sich den Grünen angeschlossen hat, ist Shmuel Gelbhert, der stellvertretende Bürgermeister von Haifa. Gelbhert begründet sein Engagement so: "In der Vergangenheit dachte ich, dass Israel keine grüne Partei braucht, da die Sicherheitsaspekte in der israelischen Politik Priorität haben. Doch inzwischen habe ich meine Meinung geändert. Das Bewusstsein für die Umwelt hat sich weltweit und auch in Israel gewandelt und ich habe das Gefühl, dass die Öffentlichkeit jetzt eher bereit ist, sich mit Umweltfragen auseinanderzusetzen."
(Ha'aretz, 21.02.08)
Barak warnt Assad
Verteidigungsminister Ehud Barak hat dem syrischen Präsidenten Bashar Assad durch den türkischen Präsidenten Abdullah Gul die Mitteilung zukommen lassen, dass Israel die Situation mit der Hisbollah und der Hamas in militärischer Weise eskalieren lassen würde, wenn Damaskus sich nicht von der Hisbollah distanzieren würde, so die Londoner Zeitung al-Hayat am Donnerstag. Barak betonte, dass dies als Geste des Guten Willens verstanden würde und den Weg für Friedensgespräche der beiden Staaten öffnen könne.
Währenddessen sind weitere Qassam-Raketen im westlichen Negev, in offenem Gelände, eingeschlagen. Es gab keine Meldungen über verletzte oder Sachschaden.
Infolge dieses Raketenbeschusses hat die israelische Luftwaffe IAF Raketenstellungen im nördlichen Gazastreifen angegriffen. Es wurde bestätigt, dass die Raketenstellung, die vorbereitet wurde, Qassams auf Israel abzufeuern, getroffen wurde. Über Verletzte bei dieser Aktion liegen noch keine Angaben vor.
(Jerusalem Post, 21.02.08)
AM Tzipi Livni auf der Konferenz der Präsidenten der Jüdischen Organisationen
Am 19. Februar kamen in Jerusalem im Aussenministerium die Präsidenten der wichtigsten jüdischen Organisationen zu einem Briefing zur aktuellen Situation zusammen. Im Folgenden einige Auszüge der Antworten auf die an sie gerichteten Fragen:
"Als Chefunterhändlerin auf israelischer Seite werde ich Ihnen nun erklären, warum Israel Interesse daran hat, diesen Prozess fortzusetzen. Wir tun es nicht für das Wohl der Palästinenser, und schon gar nicht für das Wohl der Amerikaner. Wir tun es für unser eigenes Wohl und unsere Zukunft.
Israel ist Teil der freien Welt und dort herrscht, so hoffe ich, ein besseres Verständnis für die Bedrohungen, denen wir als Teil der freien Welt gegenüber stehen, die von Extremisten verschiedener Herkunft ausgeht. Es gibt den Staat Iran, der diese extrem islamistische Ideologie repräsentiert, und es gibt die Terrororganisation Hisbollah, die als verlängerter Arm im Libanon agiert, und es gibt die Hamas innerhalb der Palästinensischen Autonomiebehörde, die ebenfalls diese extreme islamistische Ideologie repräsentiert, welche die Existenz Israels nicht anerkennen kann.
Es gab vor 60 Jahren einen Konsens darüber, nicht nur innerhalb des Jüdischen Volkes, sondern auch innerhalb der internationalen Gemeinschaft, dass der Staat Israel als Heimstätte für das Jüdische Volk gegründet wurde, in seinem angestammten Heimatland, dem Land Israel, was andere Palästina nennen.
Israel und die grosse Mehrheit der Israelis hat inzwischen die Zweistaatenlösung akzeptiert, da sie eng an unser Basisziel gekoppelt ist, Israel als jüdischen und demokratischen Staat, als Heimstatt für das Jüdische Volk, zu erhalten, wofür wir eine jüdische Bevölkerungsmehrheit benötigen. Am Ende stehen zwei Staaten, zwei Heimstätten für zwei Nationen, je ein Staat, der die nationalen Anforderungen seiner Bevölkerung erfüllt.
Doch Israel muss auch Fragen der Sicherheit berücksichtigen und es gibt eine Menge Sicherheitsinteressen, die nicht verhandelbar sind. Sie werden natürlich verhandelt, zwischen uns und den Palästinensern, doch können wir nicht Kompromisse eingehen, die dem Eifer der internationalen Gemeinschaft geschuldet sind, die ein Papier am Ende des Prozesses sehen möchte.
Alle Kernthemen liegen auf dem Tisch. Israel ist bereit für eine historische Abstimmung mit den Palästinensern und für berechenbare Risiken, doch gibt es auch Risiken, die wir nicht eingehen können.
Ich habe niemals gesagt, dass Verhandlungen mit der Fatah eine Antwort auf die Lage im Gazastreifen sind – vor allem nicht kurzfristig. Ich hoffe jedoch, dass die Palästinenser langfristig, wenn sie zwischen zwei Möglichkeiten wählen können, sich für die Möglichkeit auf Frieden entscheiden werden.
Ich will niemanden in die Irre führen. Nicht mit der Hamas zu sprechen ist nicht, weil wir sie für die Vergangenheit bestrafen wollen, oder dafür, was sie uns täglich antun, sondern weil es keine Hoffnung gibt, mit der Hamas zu irgendeinem Ergebnis zu kommen. Es gibt nicht nur für Israel keine Hoffnung mit der Hamas, sondern auch für die Palästinenser gibt es keine Hoffnung mit der Hamas. Leider jedoch war es ihre eigene Entscheidung, als sie die Hamas wählten.
Sie können mich nun fragen: warum überhaupt verhandeln, wenn es keine effektive Regierung auf der anderen Seite gibt und Gazastreifen von der Hamas kontrolliert wird? Weil es für Verhandlungen wichtig ist, ein Verständnis zu entwickeln und eine Rechtmässigkeit durch die internationale Gemeinschaft zu erlangen, was die verschiedenen Themen betrifft, die Israels Interessen beinhalten. Und es gibt einen Preis dafür, den man zahlen muss, wenn man nichts unternimmt."
Den vollständige Text finden Sie: hier
(MFA, 20.02.08)
Zu Ehren der Frauen in der IDF
Die WAC, Abteilung für Angelegenheiten von Frauen, geleitet von Brigadegeneral Yehudit Grisaro, entschloss sich dazu, nächsten Monat im Kontext des Weltfrauentages am 8. März, eine Konferenz zu verschiedenen Themen rund um Frauen in der IDF mit dem Titel "Frauen sprechen zu Frauen" zu organisieren.
Neben verschiedenen Sprecherinnen aus der Armeeführung und dem Frauencorps wird die bekannte israelische Schauspielerin Dalik Volonitz die Zeremonienmeisterin sein.
"Diese Konferenz soll als Ehrenbezeugung gegenüber den weiblichen langjährigen Armeeangehörigen dienen. Nie zuvor gab es eine solche Konferenz über Frauen und ihre Karrieren in der Armee, und ich denke, dies ist sehr wichtig", so die stellv. Vorsitzende des WAC, Leutnant Liora Rubenstein.
(ZAHAL, 20.02.08)
Kurzfilm für die entführten Soldaten
Auf 3sat läuft heute Abend im Rahmen der Sendung "Alle Menschen sind frei und gleich …" der Kurzfilm "Human Request", den seine jungen deutschen Regisseure den drei entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit, Ehud Goldwasser und Eldad Regev gewidmet haben.
Die Sendung beginnt um 22.25 Uhr und dauert bis 00.05 Uhr.
(Botschaft des Staates Israel, 19.02.08)
Israelische Studenten arbeiten neben dem Studium
Etwa 66% aller israelischen Studenten gehen parallel zu ihrem Studium einer Lohnarbeit nach. Das geht aus einer neuen Studie der Bank of Israel und des Zentralamts für Statistik hervor, deren Ergebnisse noch nicht offiziell veröffentlicht worden sind.
Die Beschäftigungsrate von Studenten in Israel wird dabei im Vergleich zu anderen Ländern als sehr hoch bewertet. Während des ersten Jahres an der Universität arbeiten ca. 52% der Studenten, im zweiten Jahr sind es dann bereits 64%. Die wirkliche Beschäftigungsrate liegt vermutlich noch um einiges höher, da die Studie nur besteuerte Arbeitsverhältnisse berücksichtigt.
Die häufigsten Jobs für Studenten zwischen 20 und 29 Jahren, die einen BA-Studiengang absolvieren, liegen in den Bereichen Verkauf, Gastronomie, Sicherheit und Servicedienstleistungen. Etwa 35% der Studenten arbeiten in diesen Sektoren.
Der israelische Student arbeitet durchschnittlich 30 Studenten in der Woche. Etwa 40% arbeiten gar mehr als 40 Stunden. Wie aus der Studie hervorgeht, wird die Studiendauer durch die Arbeit jedoch kaum beeinflusst.
(Ha'aretz, 18.02.08)
Neue Vernichtungsphantasien aus dem Iran
Aus dem Iran sind abermals Prophezeiungen einer baldigen Vernichtung Israels zu vernehmen. Diesmal stammen sie aus einem Beileidsschreiben, das der Kommandant der Revolutionswächter, General Mohammad Ali Jaafari, im Anschluss an die Ermordung des hochrangigen Hisbollah-Manns Imad Mughniyeh an den Generalsekretär der libanesischen Terrororganisation Hisbollah, Hassan Nasrallah, gerichtet hat.
Darin bemerkt Jaafari wörtlich: "Ich bin überzeugt, dass die Macht der Hisbollah mit jedem Tag, der vergeht, wächst, und dass wir in der nahen Zukunft das Verschwinden dieser krebsartigen Bakterie, Israel, durch das Ausströmen der Hisbollah-Kämpfer erleben werden." Weiter wird Nasrallah in dem Schreiben wie folgt über den Tod des "Märtyrers" Mughniyeh hinweggetröstet: "Es besteht kein Zweifel, dass der Tod dieses loyalen Kämpfers die Entschlossenheit aller revolutionären und kriegerischen Muslime in ihrem Kampf gehen das zionistische Regime stärken wird, und insbesondere die Entschlossenheit derjenigen, die an der Seite dieses Märtyrers kämpfen."
Mugniyeh wird dem Umkreis der Revolutionswächter, insbesondere der Quds-Truppen zugerechnet, die jüngst von den USA als Unterstützer des Terrors eingestuft worden sind. Gemeinsam bildeten sie im Libanon und im Iran Hisbollah-Kämpfer aus und planten weltweit Terroranschläge.
Nasrallah selbst hat vergangene Woche damit gedroht, israelische Ziele in der ganzen Welt anzugreifen und gleichzeitig erklärt, zu einem "offenen Krieg" mit Israel bereit zu sein.
(Yedioth Ahronoth, 18.02.08)
Olmert lobt israelisch-deutsche Beziehungen
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert wertet die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland sehr positiv. In der wöchentlichen Kabinettssitzung der israelischen Regierung am gestrigen Sonntag unterrichtete er die Minister über seine zurückliegende Reise nach Berlin. Dabei sagte er, dass die israelisch-deutschen Beziehungen ein Hauptpfeiler von Israels Beziehung mit Europa seien. Unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel seien die israelisch-deutschen Beziehungen von einer herausragenden Freundschaft und einer besonderen Verpflichtung in zentralen Themen gekennzeichnet.
(MFA, 18.02.08)
Israelischer Film gewinnt Publikumspreis bei der Berlinale
Der Film 'Lemon Tree' des israelischen Regisseurs Eran Riklis hat am Samstag den Panorama-Publikumspreis bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Berlin gewonnen. Dabei setzte er sich gegen 51 andere Filme in der Panorama-Sektion durch und konnte mit 20 000 Stimmen zugleich einen neuen Rekord verzeichnen.
"Dies war eine erstaunliche Woche", erzählt Riklis. "Mehr als 1000 Leute besuchten die erste Vorführung, und es war wirklich aufregend." Die Schauspielerin Hiam Abbas (Bild), die die Hauptrolle in dem politische und private Konflikte verbindenden Film über eine palästinensische Frau, die in einen Streit mit einem früheren israelischen Verteidigungsminister gerät, spielt, sei die "Königin von Berlin", die jeder liebe.
Der Film 'Restless' des israelischen Regisseurs Amos Kollek wurde ebenfalls sehr positiv in Berlin aufgenommen und konnte sich den Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater sichern.
(Yedioth Ahronoth, 17.02.08)
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