| Nachrichten vom 18. - 24. Dezember 2011 | ||
Christen in Israel
Die christliche Bevölkerung macht ca. 2% der Israelis aus. 2010 waren dies ca. 154.500 Einwohner. Über 80% der Christen sind Araber, der überwiegende Rest christliche Ehepartner von Juden, die nach Israel eingewandert sind. Über 50% der Christen in Israel gehören der melkitischen griechisch-katholischen Kirche an. Die zweitgrösste Gruppe sind mit 35% die griechisch-orthodoxen Christen. Darüber hinaus sind zahlreiche andere christliche Konfessionen vertreten. Seit der Staatsgründung ist der Anteil der Christen an der Bevölkerung gesunken, von 2,89% 1947 auf 2,1% 2010. Dies liegt unter anderem an der relativ niedrigen Geburtenrate (2,2 Kinder pro Familie). Christen in Israel heiraten im Durchschnitt mit 29,1 Jahren, damit sind sie bei ihrer Hochzeit anderthalb Jahre älter als ihre jüdischen Mitbürger. 60% der arabischen Christen in Israel leben in der Region "Nord-Israel", 14% in Haifa, 11% in Jerusalem, 5,5% in Tel Aviv-Yaffo, 4,8% in der Region "Zentrum" und 3,1% in der Region "Süden". Der Grossteil der Christen (etwa 75%) lebt in Westgaliläa, unter ihnen viele in Haifa und Nazareth und gemischten Dörfern wie Shfaram und Kfar Yasif. Die beiden letzten christlichen Dörfer im gesamten Nahen Osten sind Ma'aliya und Fassuta in Nordisrael. Mitglieder der christlichen Community in Israel sind überdurchschnittlich gut ausgebildet, dies schlägt sich auch bereits in der Schulausbildung nieder. Die Prozentzahl der christlichen Schüler, die jährlich das Abitur ablegen, liegt mit 63% noch über der der jüdischen Schüler (60%) und deutlich über der der muslimischen Schüler (46%). Dies korreliert mit dem generellen Trend, dass Erfolge in der Schulbildung mit der Schulbildung im Elternhaus zusammenhängen. Auch an den Universitäten und Colleges sind Christen erfolgreich: Ihr Anteil an den israelischen Studierenden insgesamt beträgt 1,8%, dies entspricht in etwa dem Bevölkerungsanteil. Das beliebteste Studienfach bei christlichen Bachelor-Studenten ist mit 11,4% Jura, an zweiter Stelle stehen gesellschaftswissenschaftliche Studiengänge mit 9,3%. 25% der Berufstätigen in der christlichen Community sind in freien akademischen und technischen Berufen tätig - eine Prozentzahl, die der der jüdischen Community nahekommt. <alle Zahlen: Zentrales Statistikamt, 2010> (MFA, 23.12.11) USA zu Kritik einiger EU-Staaten: Nicht hilfreich für Wiederaufnahme des Friedensprozesses
Sie fügte hinzu: "Der beste Weg, um das Problem der Siedlungen zu behandeln, ist, dass beide Seiten über das Thema der Grenzziehung sprechen und es zwei Staaten gibt, die Seite an Seite in akzeptierten Grenzen leben. Wir glauben nicht, dass dies ein Thema ist, mit dem sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen befassen sollte." (Ha'aretz, 22.12.11) Israel ruft die europäischen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen auf, die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern zu unterstützen, wie sie im Plan des Nahost-Quartetts vorgesehen ist, den Israel trotz der Vorbehalte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) akzeptiert hat. Die europäischen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates sollten zum Wortlaut des Planes des Nahost-Quartetts stehen und davon absehen, ihm Interpretationen zu geben, die sowohl dem Wortlaut als auch dem Geist des Textes widersprechen. (MFA, 22.12.11) Peres und Netanyahu empfangen Präsidenten des Südsudan
Zu Beginn des Treffens erklärte Peres: "Dies ist für mich und den Staat Israel ein bewegender Moment. Die Verbindung zwischen Israel und dem Sudan begann, als Ministerpräsident Levy Eshkol und ich, in meiner damaligen Eigenschaft als stellvertretender Verteidigungsminister, uns in den 1960er Jahren in Paris mit Politikern aus dem südlichen Sudan getroffen haben. Wir haben ihnen damals Unterstützung in der Landwirtschaft und Infrastruktur angeboten. Israel hat Ihr Land auf allen Gebieten gefördert und wird das auch weiterhin tun, um es zu stärken und zu entwickeln. Wir wissen, dass Sie mutig und weise gegen alle Hindernisse für die Gründung Ihres Landes gekämpft haben. Für uns ist die Geburt des Südsudan ein Meilenstein in der Geschichte des Nahen Ostens und im Einsatz für Gleichheit, Freiheit, Frieden und gute nachbarschaftliche Beziehungen." Präsident Kiir dankte Peres für seinen herzlichen Empfang und unterstrich die historische Bedeutung seines Besuches. "Israel hat das Volk Südsudans immer unterstützt", so der Präsident. "Ohne Sie gäbe es uns als Land nicht. Sie haben mit uns für die Gründung Südsudans gekämpft, und wir möchten gerne aus Ihrer Erfahrung lernen. Als Nation, die aus dem Staub erstanden ist und kleines Land, das gegen viele grosse kämpfen musste, haben Sie ein blühendes Land etabliert, das seinen Kindern eine Zukunft und wirtschaftliches Wachstum bietet." Kiir betonte das Interesse Südsudans an Kooperationen mit Israel auf den Gebieten der Infrastruktur, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Technologien. Später wurde Kiir auch von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu in dessen Jerusalemer Amtssitz empfangen. Netanyahu und Kiir kamen überein, dass sich in Kürze eine israelische Delegation auf den Weg in den Südsudan machen wird, um Möglichkeiten der Unterstützung für das junge Land auszuloten. (MFA, 20.12.11) Chanukka bei ZAHAL
Die Abteilung für Ernährung im Logistikcenter der Verteidigungsstreitkräfte stellt 385.000 Sufganiyot bereit, später werden noch weitere 300.000 tiefgefrorene Sufganiyot an die Küchen der Stützpunkte verteilt, damit es während der acht Tage nie an dem süssen Teiggebäck mangelt. Zusätzlich erhalten die Einheiten insgesamt mehr als 9.000 Menora-Leuchter, so dass auf jedem Stützpunkt die Tradition des täglichen Kerzenanzündens begangen werden kann. (ZAHAL, 20.12.11) Brandkatastrophe im Karmel-Gebirge - Ein Jahr danach
Bei der Zeremonie wurde ein Mahnmal enthüllt, das an die Gefängniswärter, Feuerwehrmänner und Polizisten erinnert, die bei dem Feuer ums Leben gekommen waren. Im vergangenen Jahr wurde die Ausstattung der Feuerwehr deutlich verbessert. Wurde das Feuer im Karmel-Gebirge noch von ausländischen Löschflugzeugen unter Kontrolle gebracht, verfügt die israelische Feuerwehr nun über sieben eigene Löschflugzeuge, so Ministerpräsident Binyamin Netanyahu bei der Zeremonie. Der Minister für Öffentliche Sicherheit, Yitzhak Aharonovitch, fügte hinzu, es seien 300 zusätzliche Feuerwehrmänner und -frauen eingestellt und der Flotte 91 neue Löschfahrzeuge hinzugefügt worden. Aharonovitch erklärte, das Feuer habe alle getroffen: "Frauen und Männer, Einwanderer und im Land Geborene, Juden, Drusen und Muslime jeden Alters, aus dem Norden und dem Süden". 44 Todesopfer hatte der Brand im letzten Jahr gefordert. Es handelte sich um die grösste Feuerkatastrophe in der Geschichte Israels. (The Jerusalem Post, 20.12.11) Jugendliche reinigen Moschee
Einer der Jugendlichen erklärte: "Juden haben niemals Gebetshäuser verschandelt, und wir werden das auch jetzt nicht zulassen". Ein Rabbiner, der die Gruppe begleitete, fügte hinzu: "Wir haben nicht die Absicht, mit irgendjemandem aneinanderzugeraten, doch wir erheben unsere Stimme gegen die Radikalisierung in der israelischen Gesellschaft." (Yedioth Ahronoth, 19.12.11) Peres und Netanyahu betroffen über Tod Vaclav Havels
"Kein anderer Mensch war wie Vaclav Havel. Er war eine einsame Stimme für die Freiheit […]. Er hatte viele Seiten: Er war Schriftsteller, Philosoph und Präsident. Er war ein Mann des Volkes, auch in Gefangenschaft und unter der Besatzung. Er […] wurde zu einer bedeutenden Stimme unserer Generation im Kampf für die Freiheit. […] Auch als Mensch war Havel einzigartig: fest entschlossen und doch angenehm, und trotz seiner tiefen Überzeugungen immer offen für andere Stimmen. […] Er war immer ein guter Freund Israels und auch von mir persönlich. Er hat mich immer inspiriert. Ich werde ihn vermissen." Auch Ministerpräsident Binyamin Netanyahu brachte gegenüber dem tschechischen Botschafter in Israel, Tomas Pojar, seine Trauer über den Tod von Vaclav Havel zum Ausdruck. "Ich möchte im Namen der israelischen Regierung und Bevölkerung Familie Havel und dem gesamten tschechischen Volk mein Beileid aussprechen. Präsident Havel kämpfte mutig gegen Totalitarismus und war eine Inspiration für alle, die sich für Freiheit in der Welt einsetzen. Nachdem er die samtene Revolution angeführt hatte, bildete er auf friedliche Weise die demokratische Regierung der Tschechischen Republik und nahm die enge Freundschaft zwischen dem tschechischen und dem israelischen Volk wieder auf. Er war ein wahrer Freund Israels und kämpfte in den vergangenen Jahren gemeinsam mit anderen Politikern gegen die Delegitimierung des einzigen Staates des jüdischen Volkes. Wir alle werden seinen Mut vermissen." (MFA, 18.12.11) Zweite Stufe des Shalit-Abkommens abgeschlossen Am Sonntagabend wurde die zweite Stufe des Abkommens zur Freilassung des Soldaten Gilad Shalit abgeschlossen. Insgesamt 550 Strafgefangene wurden in das Westjordanland (505), nach Jordanien (2), in den Gazastreifen (41) und nach Israel (2) entlassen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat den Prozess überwacht. (ZAHAL, 18.12.11) Ayalon bespricht mit Sherman iranische Bedrohung
Seit der Veröffentlichung des letzten IAEA-Berichts im November, der ein düsteres Bild des iranischen Atomprogramms zeichnete, gibt es immer wieder Treffen mit amerikanischen Politikern zu dem Thema. Im vergangenen Monat hat der Stellvertretende Aussenminister eine israelische Delegation beim strategischen Dialog in Washington angeführt. Anderer Vorschlag: Das Treffen zwischen Ayalon und Sherman soll eine neue Phase der Kooperation zwischen Israel und den USA im gemeinsamen Kampf gegen die iranischen Atomwaffenbestrebungen einläuten. Ayalon erklärte: "Israel und die USA sind entschlossen, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft einen nuklearen Iran zu verhindern und werden dies auch tun." (MFA, 18.12.11) |
Wochenende: Deutscher Expressionismus im Tel Aviv Museum und Schnee auf dem Hermon
Mehr unter: http://www.tamuseum.com/about-the-exhibition/17695 In Deutschland sieht es schlecht aus für weisse Weihnachten, aber für den Hermon ist für Samstag und Sonntag Schnee angesagt. Es heisst also: Skier anschnallen und echten Winter geniessen! (Botschaft des Staates Israel, 23.12.11) Zum ersten Mal bei ZAHAL: Fünf Kadettinnen beenden die Pilotenausbildung
Daher ist es ein besonderes Ereignis, wenn in diesem Jahr gleich fünf Frauen zu den 168 Piloten gehören, die am nächsten Donnerstag die Ausbildung abschliessen. Sie werden die Schulterklappen mit den Flügeln in einer Zeremonie erhalten, an der auch Verteidigungsminister Ehud Barak, der Oberste Befehlshaber Benny Gantz teilnehmen. (ZAHAL, 22.12.11) Israelische Studenten bauen Solarhaus in China
Das israelische Team ist eines von 20 weltweit, die für die Teilnahme an dem nächsten Wettbewerb in China 2013 ausgewählt wurden. Das erste Mal fand der Wettbewerb 2002 statt, seitdem gibt es alle zwei Jahre eine neue Runde. Es handelt sich um eine Initiative des amerikanischen Energieministeriums. Die Studenten müssen nun, ebenso wie ihre Mitbewerber, zunächst ein erstes Modell für ein Haus bauen, das mehr Energie produziert als es verbraucht. In der nächsten Stufe des Wettbewerbs soll das Haus tatsächlich gebaut werden. Erst in der letzten Stufe 2013 wird es zerlegt und nach China transportiert, wo es gemeinsam mit den Häusern der übrigen Teilnehmer zu sehen sein wird. Einer der Teilnehmer erklärte: "Wir sehen in dem Wettbewerb eine Möglichkeit auszutesten, wie israelische technologische Innovationen die Baukultur beeinflussen können." (Ha'aretz, 22.12.11) Traditionelles Kerzenanzünden in Wolmirstedt
Die Gerhard-Schöne-Schule unterhält schon seit mehreren Jahren Beziehungen zum Wohnheim für behinderte Kinder und Erwachsene Beit Uri in Afula. In den letzten Jahren haben gegenseitige Besuche von Schülergruppen stattgefunden, und so entstand die Idee zu einer Chanukka-Feier der besonderen Art: In einer Videokonferenz begingen Beit Uri und die Gerhard-Schöne-Schule das traditionelle Kerzenanzünden gemeinsam. Die Schüler in Beit Uri konnten den Chor des Kurfürst-Gymnasiums hören, der Chanukka-Lieder sang, die Schüler der Gerhard-Schöne-Schule wiederum hörten und sahen die israelischen Schüler, wie sie den Segen über die Kerzen sprachen. Unter den Gästen der Chanukka-Feier befand sich neben Tal Gat, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft, auch Gerhard Miesterfeld, Vizepräsident des Landstags von Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Magdeburg. Eigens aus Berlin angereist waren auch Rabbiner Israel Bistritzky und einige seiner Rabbinats-Studenten. (Botschaft des Staates Israel, 22.12.11) Mehr Eindrücke von der Feier finden Sie hier: http://www.youtube.com/watch?v=aj68nqjnWeE Israel-Monat in Mumbai
So gibt die israelische Puppen-Coverband "Red Band" Konzerte für Waisen und Studierende, Clowns besuchen krebskranke Kinder, und Trainer von Hapoel Tel Aviv geben kostenlose Trainingsstunden für Kinder in Not. Ein israelischer Chefkoch bekocht ausserdem Strassenkinder. Generalkonsulin Orna Sagiv erklärte: "Bis jetzt stossen die Aktivitäten auf viel Interesse, unter anderem auch der Medien. Wir hoffen, dass dies die bilateralen Beziehungen zwischen Indien und Israel stärken wird, das wirtschaftliche Engagement israelischer Firmen in Indien und indischer in Israel befördern und die Freundschaft zwischen den beiden Ländern vertiefen wird." (Yedioth Ahronoth, 21.12.11) "Comic-Oscar" geht an israelischen Laden
Heute, zehn Jahre später, haben Sharon und Amitai die grösste Auszeichnung der Welt der Comics gewonnen: Sie sind Preisträger 2011 des "Will Eisner Spirit of Comics Retailer Award". Der Preis geht jedes Jahr an einen Comic-Laden, der "einen aussergewöhnlich guten Job bei der Unterstützung des Mediums Comic in der Community und in der Industrie insgesamt gemacht hat". Der Eisner-Award wird bereits seit 1993 verliehen, doch dies ist erst das dritte Mal, das er an einen Händler ausserhalb der USA geht. "Damit haben wir bewiesen, dass man nicht in den USA sein muss, um zu gewinnen", so Sharon. "Wir sind der kleine Laden, der es geschafft hat." Sharon hat schon in frühster Kindheit seine Leidenschaft für Comics entdeckt. Damals, in den 1980ern, waren Comics noch eine Seltenheit in Israel, und ganz besonders solche auf Hebräisch. Heute gibt es hervorragende israelische Comics und Graphic Novels, und auch die Akzeptanz für das Medium ist in Israel gewachsen. "Heute schämen sich Menschen nicht mehr zuzugeben, dass sie Comic-Fans sind", so Sharon. Die israelischen Comics fänden allerdings vor allem in Israel selbst Verbreitung. "Die meisten israelischen Comics sind für Israelis, doch ich glaube, das wird sich bald ändern", erklärt Sharon. "Ich denke, Menschen im Ausland werden bald mehr von israelischen Comic-Autoren hören." (MFA, 20.12.11) Israelisch-Bulgarisches Abkommen für Arbeitsmigration unterzeichnet
Das Rahmenabkommen behandelt Fragen der befristeten Arbeitsaufnahme im jeweils anderen Land in bestimmten Sektoren. Im jeweiligen Gastland haben die Arbeitnehmer die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsbürger des Landes selbst. Auch das 2008 zwischen den beiden Ländern geschlossene Sozialversicherungsabkommen findet Anwendung. Die Vereinbarung gilt zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren und tritt sofort mit Unterzeichnung in Kraft. (MFA, 20.12.11) Technion baut Forschungscampus in New York
Der Campus soll, nach einer Akkreditierung des Technion für US-Abschlüsse, duale Master-Abschlüsse des Technion und der Cornell-Universität anbieten. Geplant sind ausserdem Residency-Programme für Unternehmensgründer, Wettbewerbe zwischen Unternehmen, rechtliche Unterstützung für Startups, Forschungspartnerschaften mit Unternehmen und vieles mehr. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu gratulierte der stellvertretenden Präsidentin des Technion, Avital Stein, zu dem Erfolg bei der öffentlichen Ausschreibung. Netanyahu erklärte: "Weniger als zehn Tage nach dem Nobelpreis für Technion-Professor Dan Shechtman ist dies ein weiterer wichtiger Erfolg für das Technion. Es handelt sich um einen weiteren Beweis für die Erfolge der Technologie in Israel und erfüllt uns mit Stolz auf die universitäre Bildung und ganz Israel." (MFA, 20.12.11) Netanyahu: Der öffentliche Raum muss für alle offen bleiben
Rosenblit war am Freitag auf dem Weg zur Arbeit in einen Bus von Ashdod nach Jerusalem gestiegen und hatte sich in den vorderen Teil des Busses gesetzt. Im Laufe der Fahrt waren ultra-orthodoxe Fahrgäste zugestiegen und hatten ihr zu verstehen gegeben, dass sie sich auf einen der hinteren Plätze des Busses setzen müsse, da dies sich für Frauen so gehöre. Rosenblit weigerte sich. Zuletzt hinderte ein zugestiegener Fahrgast den Fahrer daran, die Tür zu schliessen und verlangte von ihm, Rosenblit auf einen der hinteren Plätze zu verweisen. Der Fahrer rief die Polizei. Netanyahu erklärte dazu: "Die israelische Gesellschaft ist ein Mosaik aus Juden und Arabern, Säkularen und Ultra-orthodoxen. Bis heute bestand eine Übereinkunft für eine friedliche Koexistenz und gegenseitigen Respekt der verschiedenen Gruppen. In der letzten Zeit gab es verschiedene Versuche, diese Koexistenz zu untergraben. So habe ich heute von einem Fall gehört, wo eine Frau sich in einem Bus umsetzen sollte. Dies lehne ich entschieden ab. Ich denke, dass es Randgruppen nicht erlaubt werden kann, unseren gemeinsamen Nenner zu demontieren. Wir müssen den öffentlichen Raum für alle Israelis offen und sicher halten. Wir müssen auf das schauen, was vereint und verbindet, nicht darauf, was uns spaltet und trennt, und so werden wir uns verhalten." Umm Kulthum bekommt eine Strasse in Jerusalem
Viele Strassen in arabischen Stadtteilen sind seit Jahrzehnten unbenannt, doch dies soll sich nun ändern: Die Stadtverwaltung hat beschlossen, dass alle bisher noch namenlosen Strassen der Stadt Namen erhalten sollen. Die Auswahl der Namen geschieht in Abstimmung mit Ostjerusalemer Intellektuellen, den Vorstehern arabischer Dörfer und den Bürgervertretern. "Wir arbeiten auf allen Gebieten daran, die Unterschiede in Ostjerusalem zu überbrücken, so in Erziehung, Kultur, Infrastruktur, Verkehr und Stadtplanung", so Bürgermeister Nir Barkat. "Eine Benennung aller Strassen in Ostjerusalem wird die Lebensqualität verbessern. Von jetzt an hat jeder Einwohner eine Adresse", fügte er hinzu. (Yedioth Ahronoth, 18.12.11) |