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Nachrichten vom 18. - 24. September 2011
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Heute Nachmittag: Netanyahu spricht vor der Generalversammlung

Netanyahu und Obama bei der gestrigen Pressekonferenz (Foto: GPO)Ministerpräsident Binyamin Netanyahu wird heute Nachmittag vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen sprechen. Seine Rede ist für den Vormittag New Yorker Ortszeit angesetzt.

Zuvor wird der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas eine Rede halten. Es wird erwartet, dass Abbas die Generalversammlung auffordern wird, einen palästinensischen Staat unabhängig von einem Friedensprozess mit Israel zu akzeptieren.

Israel bleibt weiter der Idee einer Zweistaatenlösung verpflichtet, die einzig auf dem Weg von direkten Verhandlungen erreicht werden kann. Ministerpräsident Netanyahu hat Mahmud Abbas in den letzten Wochen und Monaten mehrfach aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Offizielle Reaktion Israels auf die Rede von Ahmadinejad bei den UN

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat gestern vor der Generalversammlung gesprochen. Aus dem Aussenministerium verlautete zu seiner Rede, während derer die Delegierten zahlreicher Staaten aus Protest den Saal verliessen:

"Mahmud Ahmadinejad hat sich erneut mit einer Nachricht der Feindseligkeit an die internationale Gemeinschaft gewandt und den Frieden und die Sicherheit in der Welt bedroht. Er hat dies bereits bei früheren Auftritten in New York und anderswo getan.

Dies ist keine Überraschung. Vor weniger als zwei Wochen hat Ahmadinejad - ebenfalls als Gast der Vereinten Nationen - seine absurde Aussage wiederholt, die Terrorangriffe vom 11. September seien eine westliche Verschwörung gewesen, und dies zehn Jahre, nachdem 3.000 unschuldige Menschen ihr Leben verloren hatten. Auch heute hat Ahmadinejad diese Unverschämtheit noch einmal vor den Vereinten Nationen wiederholt."

(MFA, 23.09.11)


Netanyahu trifft Präsidenten des Südsudan

Mayardit und Netanyahu (Foto: GPO)Ministerpräsident Netanyahu hat am Donnerstag den Präsidenten des Südsudan, Salva Kiir Mayardit, getroffen. Bei dem Treffen erklärte Netanyahu, die Geschichte des Südsudan sei eine Quelle der Inspiration, da sie zeige, dass es möglich ist, einen neuen, unabhängigen Staat auf einem Gebiet zu gründen, das in einen schmerzhaften Konflikt verwickelt war und ist.

"Der Südsudan wurde nach langen Verhandlungen gegründet, auf der Grundlage einer Übereinkunft aller beteiligten Konfliktparteien und der internationalen Gemeinschaft. Israel war eines der ersten Länder, das, weniger als 24 Stunden nach seiner Ausrufung, den Südsudan anerkannt hat. Wir freuen uns, dem neuen Land mit unserem Know-How und unseren Erfahrungen in vielen Gebieten behilflich sein zu können. Jeder sollte vom Südsudan lernen, dass dies der Weg ist, einen Staat zu gründen: Durch direkte Verhandlungen und nicht durch einseitige Schritte", erklärte Netanyahu.

(MFA, 22.09.11)


Obama: "Frieden kann nur durch Verhandlungen erreicht werden."

Netanyahu und Obama (Foto: GPO)Am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen ist Ministerpräsident Netanyahu mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama zusammengetroffen.

Präsident Obama erklärte anlässlich dieses Treffens:

"Wie ich bereits in meiner Rede vor der Generalversammlung gesagt habe, ist die Bindung zwischen den USA und Israel unverbrüchlich, genau wie die Verpflichtung der USA zu Israels Sicherheit.

In der Tat ist unsere Kooperation im Sicherheitsbereich heute stärker denn je. Ich freue mich auf eine anregende Diskussion mit Ministerpräsident Netanyahu zu den Ereignissen hier bei den Vereinten Nationen und den Geschehnissen in seiner Region.

Wie ich bereits angedeutet habe, kann Frieden den Konfliktparteien nicht auferlegt werden. Er muss verhandelt werden. Einseitige Erklärungen bei den Vereinten Nationen bringen weder einen eigenen Staat noch Selbstbestimmung für die Palästinenser. Nur wenn sich Israelis und Palästinenser zusammensetzen und diese wirklich schwierigen Themen verhandeln, die sie seit Jahrzehnten trennen, kann unser aller Ziel erreicht werden: zwei Staaten, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben.

Die jüngsten Ereignisse in der Region erinnern uns daran, wie zerbrechlich Frieden sein kann und warum die Erlangung eines Friedens im Nahen Osten heute dringender ist denn je zuvor. Ich denke, dass wir weiter nach Frieden streben müssen. Der Ministerpräsident weiss, dass Amerikas Verpflichtung gegenüber Israel niemals nachlassen wird. Unser Streben nach einem gerechten und dauerhaften Frieden deckt sich nicht nur mit Israels Sicherheitsbedürfnis, sondern stellt es an erste Stelle. Es ist mir also eine grosse Freude, den Ministerpräsidenten hier begrüssen zu dürfen. Ich möchte ihm für seine Bemühungen danken."

Ministerpräsident Netanyahu erwiderte:

"Ich möchte Ihnen, Mr. President, dafür danken, dass Sie an der Seite Israels stehen und Frieden durch direkte Verhandlungen unterstützen. Wir stimmen beide darin überein, dass dies der einzige Weg zum Frieden ist. Wir sind uns auch einig, dass Palästinenser und Israelis zusammensitzen und ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung und Sicherheit aushandeln sollten. Ich denke, dass das der einzige Weg zu einem stabilen und dauerhaften Frieden ist. Sie haben deutlich gemacht, dass die Palästinenser einen Staat verdienen, dass aber dieser Staat mit Israel Frieden schliessen muss, und deshalb der palästinensische Versuch, den Prozess durch den Gang zu den UN abzukürzen und nicht zu verhandeln, keinen Erfolg haben wird. Ich denke, dass die Palästinenser einen Staat wollen, der Teil der internationalen Gemeinschaft ist. Ich glaube aber, dass sie noch nicht bereit sind, im Gegenzug dazu Frieden mit Israel zu schliessen.

Meine Hoffnung ist, dass noch andere Regierungsoberhäupter Ihrem Beispiel folgen werden und sich diesem Versuch, Friedensverhandlungen zu umgehen, entgegenstellen. Denn ich denke, eine solche "Abkürzung" ist schlecht für Israel, schlecht für die Palästinenser und schlecht für den Frieden. Ich weiss, dass all diese Regierungsoberhäupter unter grossem Druck stehen, und ich weiss, dass es in diesem Haus eine automatische Mehrheit gegen Israel gibt. Doch ich denke, dass es eine Auszeichnung ist, standhaft zu bleiben und die richtige Position für den Frieden zu vertreten. Mr. President, ich danke Ihnen, dass Sie diese Auszeichnung tragen und hoffe, dass andere Ihrem Beispiel folgen."

Auch in seiner Rede vor der Generalversammlung hatte Obama bereits betont, dass Frieden nur durch Verhandlungen erreicht werden könne. Er erklärte wörtlich:

"Frieden ist harte Arbeit. Frieden wird nicht über Erklärungen und Resolutionen bei den Vereinten Nationen erreicht werden."

Der Präsident fügte hinzu:

"Es sind letztendlich Israelis und Palästinenser, die Seite an Seite leben müssen. Es sind daher auch Israelis und Palästinenser - und nicht wir - die ein Abkommen zu den Themen erreichen müssen, die sie trennen: zu Grenzen und Sicherheit, zu den Flüchtlingen und Jerusalem. […]

Israel verdient Anerkennung. Es verdient normale Beziehungen zu seinen Nachbarn. Und Freunde der Palästinenser tun ihnen keinen Gefallen, wenn sie diese Wahrheit ignorieren, genauso, wie Freunde Israels die Notwendigkeit einer Zweistaatenlösung mit einem sicheren Israel an der Seite eines unabhängigen Palästinas anerkennen müssen."

Neben dem Treffen mit Präsident Obama traf Netanyahu auch mit weiteren internationalen Politikern zusammen. Unter anderem gab es Treffen mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der amerikanischen Aussenministerin Hillary Clinton und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

(Botschaft des Staates Israel, 22.09.11)


Netanyahu in New York

UN-Gebäude New YorkMinisterpräsident Binyamin Netanyahu ist gestern nach New York aufgebrochen, um an der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilzunehmen. Heute wird er, nach dessen Rede in der Generalversammlung, mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama zusammenkommen.

Netanyahu selbst wird am Freitag in dem Gremium sprechen, nach der Rede des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas.

Wenige Stunden vor seinem Abflug sprach Netanyahu noch auf einem Treffen von Unterstützern der Likud-Partei. Dort erklärte er, die Welle der Revolutionen in der Region habe mit Israel nichts zu tun, zwinge das Land aber "auf unseren Rechten und Bedürfnissen zu bestehen".

Er betonte noch einmal, Abbas habe seine wiederholten Angebote für ein gemeinsames Treffen ausgeschlagen.

"Ich habe ihm gesagt, dass der Weg zum Frieden über direkte Verhandlungen führt und nicht über einseitige Beschlüsse bei den Vereinten Nationen. Ich glaube, dass wir am Ende dort hin kommen. Und wenn die Palästinenser ihre Situation verbessern wollen, werden auch sie dort hin kommen", so der Ministerpräsident.

Er fügte hinzu, das wichtigste sei, Verhandlungen zu beginnen und diese auch fortzuführen. Doch, so Netanyahu, "bis jetzt haben die Palästinenser das noch nicht getan, und ich hoffe, das wird sich ändern."

Er erklärte, angesichts der Probleme, die es verursachen würde, seien mehr und mehr Länder gegen das Manöver der Palästinenser vor den UN.

Bei dem Treffen mit Präsident Obama stehen abgesehen von dem geplanten Schritt der Palästinenser noch weitere Themen auf dem Programm, so etwa die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei. Obama hat sich gestern in New York mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen und ihn gebeten, seinen Ton in den Angriffen auf Israel zu mildern. Auch der Iran wird Thema sein. Anfang der Woche war Verteidigungsminister Ehud Barak mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Leon Panetta und Geheimdienstlern zusammengekommen, um die Sorge Israels vor der Möglichkeit einer iranischen Atombombe zu diskutieren.

Netanyahu wird heute nicht nur Barack Obama sondern auch andere internationale Politiker treffen, um sie zu überzeugen, gegen den palästinensischen Antrag zu stimmen.

(Ha'aretz, 21.09.11)


Hildegard Müller ist neue Präsidentin der D-I-W

v.l.n.r: R. Robbe, H. Teltschik, M. Federmann, H. Müller, G. Alroi-Arloser (Foto: D-I-W)Bei der Mitgliederversammlung der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung wurde nach langjähriger Präsidentschaft Professor Horst Teltschik verabschiedet und die am Nachmittag neu gewählte Präsidentin, Hildegard Müller, im Rahmen einer Gala-Veranstaltung in Berlin begrüsst.

Frau Müller, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), war von 2005 bis 2008 Staatsministerin im Bundeskanzleramt. Sie sass der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe vor, ist Mitglied des Präsidiums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Vorsitzende des Freundeskreises Yad Vashem in Deutschland.

Mehr zur Mitgliederversammlung der Deutsch-Israelischen Wirtschaftschaftsvereinigung gibt es hier: www.botschaftisrael.de/2011/09/21/hildegard-muller-ist-neue-prasidentin-der-diw

(Botschaft des Staates Israel, 21.09.11)


Netanyahu hat Empfehlungen der Wettbewerbs-Kommission erhalten

Überreichung des Zwischenberichts (Foto: PMO)Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat gestern einen Zwischenbericht der Kommission gegen Monopolbildung in der Wirtschaft erhalten.

Netanyahu unterstrich die gründliche Einarbeitung in das Thema seitens der Mitglieder der Kommission. "Noch wichtiger ist ihr Beitrag zu einer echten Lösung. Die Ergebnisse der Kommission werden auf dem israelischen Markt zu echten Veränderungen führen und dauerhaft die Situation verändern, wie sie seit Jahrzehnten besteht. Es wird nicht mehr möglich sein, dass wenige Gruppen die Märkte weitgehend beherrschen", fügte der Ministerpräsident hinzu.

"Diese Kommission und die Trajtenberg-Kommission für Reformen im Sozialsektor werden eine echte Revolution auf den Märkten bewirken, die den Verbrauchern zugutekommt, die unter der ungerechten Teuerungsrate leiden. Zunächst stehen nun Reformen an. Wir haben die Situation der Lehrer in Israel verbessert, wir haben das Gehalt der Polizisten erhöht, und wir haben ein revolutionäres Abkommen mit den Ärzten erreicht."

(Amt des Ministerpräsidenten, 19.09.11)

Protestierende: Vorschläge der Kommission nicht ausreichend

"Zu wenig, zu spät", so fassten die Anführer der Sozial-Proteste die Vorschläge der Kommission zusammen. Professor Yossi Yona, Mitglied der von den Protestierenden aufgestellten alternativen Kommission, erklärte, es sei äusserst gefährlich, sich durch diese Kommission den konkreten Forderungen der Protestierenden zu verschliessen.

Auch die Empfehlungen der Trajtenberg-Kommission, die in den nächsten Tagen offiziell vorgestellt werden sollen, erwarten die Protestierenden mit Skepsis.

(Ha'aretz, 20.09.11)


Raketenbeschuss hält an

Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben gestern Abend erneut eine Qassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Rakete detonierte im Bezirk Eshkol.

(Yedioth Ahronoth, 19.09.11)


Netanyahu ruft Abbas zu direkten Verhandlungen auf

Ministerpräsident Binyamin NetanyahuMinisterpräsident Binyamin Netanyahu hat gestern Abend den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas zu einem Treffen in New York aufgerufen.

"Ich rufe den Vorsitzenden der PA dazu auf, in New York direkte Verhandlungen zu beginnen, die wir in Jerusalem und Ramallah weiterführen können. Ich schlage Präsident Abbas vor, Friedensverhandlungen zu beginnen, anstelle Zeit auf sinnlose unilaterale Schritte zu verschwenden", so der Ministerpräsident.

Netanyahu erklärte, dass einseitige Schritte nicht der Weg seien, Frieden zwischen den beiden Parteien voranzubringen und fügte hinzu, der Weg zum Frieden führe über direkte Verhandlungen und nicht über Erklärungen bei den UN.

(MFA, 19.09.11)


Israel assoziiertes Mitglied des CERN

Unterzeichung im CERN (Foto: CERN)Israel wird assoziiertes Mitglied der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN). Am Freitag wurde zwischen dem CERN und Israel eine Vereinbarung unterzeichnet, die den neuen Status besiegelt. Anwesend für die israelische Regierung war der Ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen in Genf, Botschafter Aharon Leshno-Yaar.

Die assoziierte Mitgliedschaft ist die letzte Vorstufe zum Status eines ordentlichen Mitgliedes, über den nach 24 Monaten entschieden werden wird. Bisher hatte Israel den Status eines Beobachters inne. Der neue Status muss nun noch von der Knesset ratifiziert werden.

Eliezer Rabinovici, Professor und Director des "Institute for Advanced Study" an der Hebräischen Universität Jerusalem und wissenschaftlicher Beobachter Israels bei der Organisation, erklärte bei der Zeremonie:

"[Der Prozess] ist ein Zeugnis für die Anerkennung der wissenschaftlichen und technologischen Fähigkeiten Israels, der Qualität seiner Wissenschaftler, seines langjährigen Beitrags zu den Forschungsaktivitäten des CERN." <CERN, 16.09.11>

(Botschaft des Staates Israel, 19.09.11)


Israelische Version von iTunes online

TriPlay-LogoIn der letzten Woche ist ein israelischer Internetsdienst weltweit online gegangen, der sich zum Ziel gesetzt hat, dem bekannten Service iTunes von Apple Konkurrenz zu machen.

Der Dienst der Firma "TriPlay" mit dem Namen "My Music Cloud" bietet jedem Nutzer zwei Gigabyte Speicherplatz, um seine private Plattensammlung in einer sogenannten Cloud zu speichern und von überall her abzurufen.

Über einen Nutzeraccount können Musikdateien hochgeladen werden, die dann per Streaming angehört werden können, ohne dass dabei die Dateien tatsächlich auf das Gerät geladen werden müssen.

Parallel zur Einführung des Dienstes hat "TriPlay" einen online-Musikstore eröffnet, der allerdings zur Zeit ausschliesslich in den USA, Kanada und Grossbritannien zugänglich ist.

In wenigen Tagen wird der Dienst auch als App für Apple-Produkte zur Verfügung stehen. <Yedioth Ahronoth, 16.09.11>

Mehr Informationen zur Firma Triplay unter: www.triplay.com/

Zur Homepage von MyMusicCloud geht es hier: www.mymusiccloud.com

MyMusicCloud on Facebook: www.facebook.com/MyMusicCloud

(Botschaft des Staates Israel, 19.09.11)


Ehemalige nigerianische Aufständische lernen in Galiläa Landwirtschaft

Flagge von NigeriaEine Gruppe ehemaliger Aufständischer aus Nigeria ist am "Galilee Institute" eingetroffen, um dort eine Ausbildung in moderner Landwirtschaft zu erhalten. Die Ausbildung ist Teil eines Programms zur Wiedereingliederung ehemaliger Rebellen.

Das Projekt steht unter Schirmherrschaft des nigerianischen Präsidenten. Die dortige Regierung hat beschlossen, jedem Teilnehmer ein Stück Land zur selbstständigen Bewirtschaftung zuzuweisen. Die vorangehende Ausbildung am "Galilee Institute" in Nordisrael durchzuführen, war ebenfalls eine Entscheidung der nigerianischen Regierung.

Die Gruppe, die nun ihren Kurs begonnen hat, ist bereits die zweite aus dem Programm. Die erste Gruppe hat Anfang August Israel wieder verlassen.

Jeder Ausbildungsgang beinhaltet sowohl die Vermittlung theoretischer Kenntnisse als auch Ausflüge zu verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben. Am Ende des Kurses werden die angehenden Landwirte für ein Praktikum einem bestimmten Betrieb zugewiesen.

Der erste Kurs beschäftigte sich hauptsächlich mit Geflügelzucht und der Bewirtschaftung von Getreidefeldern. Die folgenden Ausbildungsgänge sollen sich ebenfalls jeweils mit bestimmten Themen beschäftigen, so z.B. der Fisch- oder Rinderzucht.

(Galilee Institute, 18.09.11)

Israeli verkauft Suchmaschine an Twitter

Twitter-LogoDer israelische Unternehmer Ori Allon verkauft sein Startup "Julipan" an Twitter. Das gaben beide Unternehmen gestern bekannt. Der Deal wird mit zig Millionen Dollar bewertet.

Es ist bereits der zweite "Exit" von Allon. 2006 verkaufte er, im Alter von nur 26 Jahren, bereits seinen Algorithmus "Orion" an die Firma Google. Diesen hatte er als Teil seiner Doktorarbeit entwickelt.

Das Startup von Allon entwickelt Suchmaschinen für soziale Netzwerke, die Resultate auf Basis der Aktivitäten der einzelnen Nutzer darstellen und nicht, wie sonst üblich, über die Sucheinträge.

Allon wird in Zukunft der Entwicklungsabteilung von Twitter vorstehen.

(Yedioth Ahronoth, 23.09.11)


Prosor: Durban-Konferenzen legitimieren Antisemitismus

Ron Prosor (Foto: MFA)Der ständige Vertreter des Staates Israel bei den Vereinten Nationen Ron Prosor hat die Konferenz "The Perils of Global Intolerance" eröffnet und dabei zu der sogenannten "Durban III"-Konferenz der Vereinten Nationen Stellung genommen.

Er erklärte:

"Man muss kein Menschenrechtsaktivist oder Rechts-Professor in Harvard sein, um zu verstehen, dass die Erklärung von Durban durch den Rassismus infiziert ist, den zu bekämpfen sie vorgibt.

Immer wieder haben diese Erklärung und ihre Konferenzen als Medium für Unrecht gedient. Sie haben antiwestlichen, antiisraelischen und antisemitischen Extremisten Tür und Tor geöffnet, ihre Ansichten unter den Mantel einer UN-Legitimierung zu stellen.

Die Vereinten Nationen begehen heute eine Gedenkzeremonie für dieses Erbe. Die Konferenz bietet solchen "Vorbildern an Toleranz" wie dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad ein Forum."

Prosor erklärte, auch viele der NGOs, die eingeladen waren, ihre "Arbeit" bei der Konferenz vorzustellen, seien des Rassismus eher verdächtig als der Toleranz. Diesen Organisationen ein Forum zu geben, sei ein Missbrauch der Vereinten Nationen.

Doch, so der Botschafter, es gäbe auch Hoffnung: "Vierzehn Nationen boykottieren heute Nacht die Konferenz. Das ist eine wichtige Botschaft."

(MFA, 22.09.11)


Yachimovitch gewinnt Stichwahl um Partei-Vorsitz

Yachimovitch bei der Stimmabgabe letzte Woche (Foto: Ha'aretz)Die Arbeitspartei hat eine neue Vorsitzende: In einer Stichwahl gegen ihren Mitbewerber Amir Peretz erhielt Shelly Yachimovitch gestern 54% der Stimmen.

61% der Partei-Mitglieder hatten sich ein zweites Mal auf den Weg an die Wahlurnen gemacht. Die Wahllokale waren bis 22.00 Uhr abends geöffnet gewesen, und die Auszählung der Stimmen zog sich bis in den frühen Morgen.

"Dies ein neues Fenster der Gelegenheit für die Arbeitspartei", so Yachimovitch nach ihrer Wahl. Sie ist nach Ministerpräsidentin Golda Meir erst die zweite weibliche Vorsitzende in der Geschichte der Partei.

(Ha'aretz, 22.09.11)


Jugendliche Kontrolleure in Tel Aviv unterwegs

Skyline von Tel AvivDie Stadt Tel Aviv hat in einem ungewöhnlichen Pilotprojekt Zehntklässler in die Reihen ihrer Stadtinspektoren aufgenommen.

"Die Inspektoren werden fälschlicherweise häufig mit Knöllchenschreibern gleichgesetzt", klagt Alon Solar, Mitglied des Stadtparlaments. "Viele Bürger sind der Ansicht, die gesamte Abteilung sei überflüssig und diene nur dem Ziel, auf Kosten der Bürger Geld in die Stadtkasse zu spülen."

Das neue Programm hat sich daher zwei Dinge zum Ziel gesetzt: Einerseits soll das Image der Kontrolleure und ihrer Abteilung verbessert werden, und andererseits soll sie den Jugendlichen eine Möglichkeit geben, sich ähnlich einem Dienst beim Magen David Adom oder der freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich zu engagieren.

Die Jugendlichen werden in eigens angefertigten Uniformen Patrouille gehen. "Wenn anstelle eines Kontrolleurs ein süsser Zehntklässler die Dinge erklärt, sieht gleich alles ganz anders aus", erklärt Solar. "Viele der Verstösse, die Bürger begehen, sind nicht das Resultat bösen Willens sondern von Unwissenheit", fügt er hinzu.

Knöllchen oder sonstige Strafzettel dürfen die jungen Hilfskontrolleure allerdings nicht schreiben. Dafür sind Patrouillengänge bei Nacht angedacht, um den Dienst für Jugendliche attraktiver zu machen.

(Ha'aretz, 21.09.11)


Frischwasser-Quellen im Toten Meer

Das Forschungsteam bei der Arbeit (Foto: C. Lott)Ein Forschungsteam der Universität Ben Gurion hat eine Reihe von tiefen Frischwasserquellen entdeckt, die auf dem Grund des Toten Meeres entspringen. Das Team um Prof. Jonathan Laronne und Forschungsstudent Yaniv Muwes wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Dass es im Toten Meer Grundwasserquellen gibt, war seit Jahren bekannt, da sie ein Sprudeln an der Oberfläche produzieren, doch erstmals wurden nun auch Quellen entdeckt, die mit blossem Auge unsichtbar sind. Die grössten von ihnen haben einen Umfang von 15 und eine Tiefe von 30 Metern.

Auch ein zweites Forschungsteam, angesiedelt am Max Planck Institut in Bremen, hat im Toten Meer erstaunliches entdeckt: Die Quellen sind von Mikroorganismen besiedelt, die in einer solch salzigen Bedingungen normalerweise niemals überleben könnten.

(Universität Ben Gurion, 21.09.11)

Mehr zu den Ergebnissen (auf English) unter: http://in.bgu.ac.il/en/Pages/news/dead_sea.aspx


Tourismuszahlen steigen weiter

Der Ben-Gurion-FlughafenKurz vor Rosh Hashana hat das Tourismusministerium die Zahlen für das jüdische Jahr 5771 (2010/2011) veröffentlicht. Im letzten Jahr haben 3,6 Millionen ausländische Touristen das Land besucht, 17% mehr als im letzten Jahr. Drei Millionen davon sind länger als eine Nacht im Land geblieben. Der Monat mit den meisten Touristen war der Oktober 2010, mit 404.000 Besuchern.

Am grössten war der Anstieg bei den Kreuzfahrtschiffen, die 208.000 Touristen ins Land brachten - 68% mehr als im Vorjahr mit 124.000 Besuchern.

Allein 14.3 Milliarden Shekel (ca. 2,8 Milliarden Euro) hat die Tourismusindustrie damit im letzten Jahr verdient. Das sind 11,1% mehr als im letzten Jahr.

Den grössten Besucheranteil machen dabei mit 630.000 Besuchern Touristen aus den Vereinigten Staaten aus, gefolgt von Russland mit 560.000 und Frankreich mit 290.000 Besuchern. Über die Zahl der Besucher aus Deutschland machte das Tourismusministerium keine Angaben, sie ist jedoch traditionell ebenfalls hoch.

Über die bevorstehenden Feiertage werden in Israel 300.000 Touristen erwartet.

(Tourismusministerium, 21.09.11)


Israelische Schauspielerin bricht Weltrekord für längste Karriere

Hanna Meron (rechts) 1949 (Foto: wikimedia)Die israelische Schauspielerin Hanna Meron hat den Weltrekord für die längste Karriere gebrochen und wird damit ins "Guinness Buch der Rekorde" aufgenommen.

Die Schauspielerin, in Israel auch als "First Lady des israelischen Theaters" bezeichnet, wurde 1923 als Hanna Meierzak in Berlin geboren und begann ihre Schauspielkarriere bereits im Alter von vier Jahren. 1931 spielte sie in dem Film "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang eines der Opfer des von Peter Lorre verkörperten Kindermörders. Sie trat jedoch auch in zahlreichen Theaterstücken und Hörspielen auf und war in der Weimarer Republik als Kinderdarstellerin sehr bekannt.

Zwei Jahre nach "M" floh die Familie aus dem nationalsozialistischen Deutschland ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina. Dort setzte die Tochter ihre Karriere am Theater fort und spielte im Laufe ihres Lebens an allen grossen Bühnen. Nach dem Krieg, während dem sie sich der britischen Armee angeschlossen hatte, spielte sie zunächst lange am Cameri-Theater.

Auch nach dem Verlust eines Beines bei dem Terroranschlag auf die El Al-Maschine in München 1970 spielte sie weiter. Sie engagierte sich für eine Aussöhnung mit den Palästinensern und gehörte der Delegation an, die Yitzhak Rabin zur Unterzeichnung der Oslo-Verträge begleitete. Zudem spielte sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen.

Zurzeit steht Hanna Meron wieder im Cameri in einem Stück von Hanoch Levin auf der Bühne und kann damit auf eine 83-jährige Karriere zurückblicken. Ihr Sohn Amnon Rechter erklärte gegenüber der Presse, seine Mutter sei "amüsiert und aufgeregt" über den Weltrekord.

(Ha'aretz, 20.09.11)


Mit Facebook gegen SMS-Flut an Rosh Hashana

FacebookRosh Hashana steht vor der Tür - und mit ihm die innere Verpflichtung, möglichst vielen Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern ein gutes neues Jahr zu wünschen - wenn schon nicht persönlich, so doch zumindest per SMS.

Doch möglicherweise kommt in diesem Jahr alles ganz anders.

"Trotz der Verbraucherproteste der letzten Monate erwarten die Handy-Betreiber, auf unsere Kosten Millionen zu machen, wenn wir wieder unsere Rosh Hashana-SMS verschicken. Dieses Jahr sagen wir: Genug!", heisst es in einer kürzlich gegründeten Facebook-Gruppe.

Die Betreiber haben sich offenbar von dem neuen Geist des zivilen Widerstands anstecken lassen, der sich über den Sommer in Israel ausgebreitet hat. Sie erklären auf ihrer Facebook-Seite weiter:

"Dieses Jahr senden wir keine SMS (keine persönlichen und keine Gruppen-SMS) zu Rosh Hashana."

Natürlich sollen die Israelis nicht ganz auf die Neujahrsgrüsse verzichten. Es gibt, so die Gründer der Gruppe, genug andere Wege, seinen Lieben ein gutes neues Jahr zu wünschen. Sogar die gute alte Postkarte wird neben vielen elektronischen Möglichkeiten als Alternative genannt.

Die Gruppe scheint Vielen aus dem Herzen zu sprechen: kurze Zeit nach ihrer Gründung hat sie bereits 6.500 Mitglieder.

(Ha'aretz, 20.09.11)


Ayalon beim Forum für Terrorismus-Bekämpfung

Ayalon in New York (Foto: S. Azran)Der stellvertretende Aussenminister Danny Ayalon hat am Montag vor dem Forum zur internationalen Kooperation für Terrorismus-Bekämpfung gesprochen.

Ayalon stellte dabei den israelischen Beitrag zum weltweiten Kampf gegen Terrorismus, zum Schutz von Grenzen und zur Flugsicherheit dar.

In seiner Rede machte der Vize-Aussenminister noch einmal auf die Unterstützung des weltweiten Terrors durch den Iran aufmerksam. Er betonte, der Iran unterstütze besonders die Hisbollah und die Hamas. Er warnte vor der wichtiger werdenden Verbindung zwischen Geld aus dem Drogenhandel einerseits und der Finanzierung von Terrorismus andererseits. Er rief alle friedliebenden Staaten dazu auf, sich im Kampf gegen den Terrorismus zu vereinen.

"Die internationale Gemeinschaft muss grössere Anstrengungen unternehmen, um den Waffenhandel zu unterbinden. Staaten wie der Iran und auch Terrornetzwerke versorgen weiterhin Terroristen mit hochentwickelten Waffen", so Ayalon.

Im Anschluss an seine Rede verlieh der stellvertretende Aussenminister seinem Bedauern darüber Ausdruck, dass nicht alle NATO-Mitglieder es für richtig hielten, die Position Israels zu unterstützen.

(MFA, 19.09.11)


Zur Europäischen Mobilitätswoche: Rollerblade- und Fahrrad-Demo in Tel Aviv

Logo der Europäischen MobilitätswocheHeute Abend werden ca. 400 in grün gekleidete Fahrradfahrer und Rollerblader die Strassen von Tel Aviv bei einer "grünen" Demonstration bevölkern. Der israelische Fahrradverband hat im Rahmen der "Europäischen Woche für nachhaltige Mobilität" zu dem 25 km langen Umzug aufgerufen.

Die "Europäische Mobilitätswoche" mit dem Höhepunkt des autofreien Tages am 22. September geht ursprünglich auf eine Initiative des französischen Verkehrsministeriums zurück. Seit 2002 findet sie als Woche in ganz Europa statt.

(The Jerusalem Post, 20.09.11)

Mehr Informationen zur Europäischen Mobilitätswoche unter: www.klimabuendnis.org/mobility-week0.html?&L=1


Städtepartnerschaftsvertrag zwischen Herzliya und Leipzig unterzeichnet

Jung und German im Januar (Foto: Stadt Herzliya)Bereits seit 2007 bestanden enge Beziehungen zwischen den beiden Städten auf den Gebieten Kultur, Jugendaustausch und Gesellschaft, sowie Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Die formale Partnerschaft wird die guten Beziehungen nun noch vertiefen.

Bei der feierlichen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages waren der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung und die Oberbürgermeisterin von Herzliya, Yael German, anwesend, sowie eine achtzig-köpfige Leipziger Delegation von Persönlichkeiten aus Kultur, Medien, Wirtschaft und Erziehung.

OB German erklärte, sie freue sich sehr, die Tradition der Städtepartnerschaften fortsetzen zu können. Ihr Leipziger Amtskollege fügte hinzu, für ihn sei die Fortsetzung von Jugendaustauschprogrammen das wichtigste unter vielen wichtigen Themen der Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten.

Die Städtepartnerschaft zwischen Herzliya und Leipzig ist bereits die 84. offizielle Verbindung dieser Art zwischen deutschen und israelischen Städten.

(Local Herzliya, 19.09.11)


Netanyahu vor Eröffnung der Generalversammlung: Verhandlungen sind der einzige Weg zum Frieden

Netanyahu bei der Kabinettssitzung (Foto: Reuters)Palästinenserpräsident Abbas hat am Freitag in einer Rede vor seinem Abflug zur UN-Generalversammlung erklärt, er werde sich nicht von einer Abstimmung zu einer palästinensischen Eigenstaatlichkeit vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen abbringen lassen.

Hierzu erklärte Ministerpräsident Binyamin Netanyahu:

"Frieden wird weder durch einseitige Schritte bei den UN erreicht noch durch eine Verbindung mit der Terrororganisation Hamas. Frieden kann nur durch direkte Verhandlungen mit Israel erreicht werden. Die Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hat Friedensverhandlungen mit Israel systematisch vermieden. Wenn die PA ihre sinnlosen und einseitigen Schritte bei den UN unterlässt, wird sie in Israel einen aufrichtigen Partner für direkte Friedensverhandlungen finden."

Netanyahu wird am Mittwoch nach New York fliegen und, nach Treffen u.a. mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama, vor der Generalversammlung der UN sprechen.

Bei der wöchentlichen Sitzung des Regierungskabinetts erklärte der Ministerpräsident, das Scheitern einer Abstimmung über eine palästinensische Eigenstaatlichkeit im Sicherheitsrat sei dank der Unterstützung der USA relativ sicher. Eine Abstimmung in der Generalversammlung dagegen habe, auch wenn sie für die Palästinenser positiv ausgehe, nicht dasselbe Gewicht. "In der Generalversammlung kann sogar durchgesetzt werden, dass die Sonne im Westen aufgeht und im Osten unter. Dies ist nicht das Ziel, das die Palästinenser sich gesetzt haben", so Netanyahu.

Aussenminister Avigdor Lieberman ist bereits in Nordamerika eingetroffen. Er reiste in der Nacht zum Montag zu politischen Gesprächen nach Kanada und wird anschliessend ebenfalls an den Veranstaltungen zur Eröffnung der 66. Sitzung der UN-Generalversammlung teilnehmen. Bei den UN wird Lieberman gemeinsam mit Ministerpräsident Netanyahu mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zusammenkommen. Weitere Treffen sind mit Amtskollegen aus verschiedenen europäischen und aussereuropäischen Ländern geplant.

Ayalon nimmt an Geberkonferenz für Palästinenser teil

Treffen des AHLC (Foto: Norwegische UN-Delegation)Der Stellvertretende Aussenminister Danny Ayalon hat gestern an dem Treffen des vor fünfzehn Jahren gebildeten "Ad Hoc Liaison Committee for Assistance to the Palestinians" (AHLC) in New York teilgenommen. Aufgabe des Komitees ist die Koordinierung internationaler Hilfen für die Bildung und Stärkung der Möglichkeiten und Institutionen in der PA.

Auf der Konferenz stellte Ayalon klar, dass Israel daran interessiert ist, weiterhin die Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft zu unterstützen. Diese Position könne allerdings durch eine einseitige Ausrufung eines palästinensischen Staates beeinflusst werden.

"Eine zukünftige Unterstützung und Kooperation könnte ernsthaft und unwiderruflich gefährdet werden, wenn die Führung der Palästinenser sich weiterhin allen unterzeichneten Vereinbarungen widersetzt, die unter anderem auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Israel und der PA regeln", so Ayalon in New York.

Er stellte auf der Konferenz den israelischen Bericht zur ökonomischen Situation in der PA vor, der zeigt, dass die israelische Unterstützung grossen positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Palästinensergebieten hat.

(MFA, 18.09.11)

Eine ausführliche Zusammenfassung des Berichts finden Sie: hier (extern)

Den vollständigen Bericht (auf English) finden Sie: hier (extern)

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