Qassam-Rakete trifft Haus in Sderot
Insgesamt acht Qassam-Raketen sind gestern von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf den westlichen Negev abgefeuert worden, zwei davon auf die südisraelische Kleinstadt Sderot. Eine der Raketen schlug direkt in einem Wohnhaus ein, weswegen sich zwei Frauen wegen Schocks behandeln lassen mussten.
Der Familie von Meir Timsit, dem das Haus gehört, war es gelungen, in den Schutzraum zu flüchten, bevor die Rakete die Wohnzimmerwand durchschlug. Wenn somit auch niemand verletzt wurde, erlitt doch das Haus erheblichen Schaden. Vor drei Monaten hatte bereits eine Qassam-Rakete das Haus von Yossi Timsit, dem ebenfalls in Sderot wohnenden Bruder von Meir, getroffen. Seine Frau Kolet war damals schwer verletzt worden.
Die Verantwortung für die Raketenangriffe übernahmen einmal mehr die Al-Quds-Brigaden, der militärische Arm des Islamischen Jihad.
(Yedioth Ahronoth, 24.08.07)
Madonna feiert Rosh Hashana in Israel
Eine grosse Gruppe von Hollywood-Stars wird dieses Jahr an einer Reise nach Israel teilnehmen, die das Kabbalah Center in Tel Aviv zum diesjährigen jüdischen Neujahrsfest organisiert. Wie die Zweigstelle des Zentrums in Los Angeles mitteilt, haben neben dem Popstar Madonna noch Guy Ritchie, Demi Moore und Ashton Kutcher ihre Teilnahme bestätigt.
Die Gruppe soll sowohl das Neujahrsfest (Rosh Hashana) als auch den Versöhnungstag (Yom Kippur) mit einer Reihe von Seminaren, Meditationen und Gebeten begehen. Ausserdem stehen Besuche in Jerusalem und in Galiläa auf dem Programm.
Während Madonna bereits einmal an einer Reise der Kabbalisten nach Israel teilgenommen hat, wird es für Demi Moore und Ashton Kutcher, die beide als Anhänger der jüdischen Mystik gelten, ihr erster Besuch im Heiligen Land sein.
(Yedioth Ahronoth, 23.08.07)
Dalia Itzik fordert europäische Sanktionen gegen den Iran
Die Knesset-Vorsitzende Dalia Itzik hat gestern den Präsidenten der parlamentarischen Versammlung des Europarats, René van der Linden, empfangen. Van den Linden weilte zu einer offiziellen Zeremonie in der Knesset, nachdem er die Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem besucht und sich mit den Eltern der entführten israelischen Soldaten getroffen hatte.
Itzik rief van den Linden eindringlich zu einem grösseren europäischen Engagement in Bezug auf die iranische Bedrohung auf: "Europa hat die Mittel, um den iranischen Präsidenten an der Herstellung von Atomwaffen zu hindern, und es muss diese Mittel benutzen. Europa hat immer zuwenig und zu spät reagiert, und so ist es auch in der iranischen Atomangelegenheit." Man müsse sich die Frage stellen: "Was werden wir praktisch tun, um dem Diktator die Bombe zu verweigern?"
Ausserdem warnte die Parlamentspräsidentin ihren europäischen Kollegen vor einem Dialog mit der Hamas: "Es darf nicht sein, dass die Hamas für Europa zu einem Gesprächspartner wird, solange sie nicht Israel anerkennt, dem Terror abschwört und die mit Israel geschlossenen Abkommen akzeptiert." Seit ihrer Machtübernahme im Gaza-Streifen stelle die Hamas einen feindlichen Faktor für die Palästinenser selbst dar, und nicht nur für Israel.
(Makor Rishon/Ha'tzofeh, 23.08.07)
Botschafter Stein in Weimar
Shimon Stein, Israels scheidender Botschafter in Berlin, ist Schirmherr des Konzerts zum Gedenken an die Opfer des ehemaligen KZ Buchenwald, mit dem heute Abend das Kunstfest in Weimar traditionell eröffnet wird. Aus diesem Anlass hat er in einem heute erschienenen Interview mit der Thüringischen Landeszeitung zu Fragen der deutschen Erinnerungskultur Stellung genommen. Darin vertritt er u.a. die folgende Grundauffassung: "Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist für die Identität einer Gesellschaft, für die Kontinuität, in der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft stehen, von ausserordentlicher Bedeutung. Sie ist eine Daueraufgabe. Einen Schlussstrich kann es nicht geben. Die Erinnerung an die Shoa ist ein Teil der deutschen Identität. Diese Arbeit muss weitergehen."
Stein berichtet auch von seiner persönlichen Erfahrung mit dem Erinnerungsort Weimar/Buchenwald: "Ich war zunächst überrascht von der Nähe des KZ zur Stadt. Und ebenso überrascht hat mich die Tatsache, dass die Ereignisse, die sich da am Rande ihrer Stadt abgespielt haben, für zahlreiche Einwohner der damaligen Zeit nicht von so grossem Interesse waren. Tief geprägt hat mich mein erster Besuch in Buchenwald. Der fand im Winter statt. Und ich habe mir vorgestellt, wie die KZ-Häftlinge in eisiger Kälte, nur mit einem Pyjama bekleidet, dort leiden mussten. Das ist für einen Israeli ein einmaliges traumatisches Erlebnis.”
(Botschaft des Staates Israel, 23.08.07)
Arabische Staaten treiben Atomprojekte voran
Mehrere arabische Staaten haben in den letzten Monaten ihre Atomprogramme angekurbelt. Experten sehen darin eine Reaktion auf das aggressive Bestreben des Iran, sich Atomwaffen zu beschaffen.
Während die betreffenden Staaten - Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Marokko, Libyen und der Jemen – durchweg behaupten, dass sie die Entwicklung von Nukleartechnologie für friedliche Zwecke betreiben, weisen Analysen darauf hin, dass einige von ihnen über reiche Ölvorkommen und damit kostengünstige Energiequellen verfügen und somit die kostenaufwendige Erschliessung von Atomenergie überflüssig wäre. Abgesehen davon können auf der Grundlage friedlicher Nukleartechnologie leicht Atomwaffenprojekte aufgebaut werden.
Die folgenden Entwicklungen bringen den atomaren Trend in der Region beispielhaft zum Ausdruck:
- Der jemenitische Energieminister hat Anfang dieser Woche die Absicht seines Landes mitgeteilt, seinen ersten Atomreaktor für friedliche Zwecke erwerben zu wollen.
- Der jordanische Aussenminister äusserte im vergangenen Monat gegenüber der Ha’aretz, dass sein Land ein gemäss den Richtlinien der Internationalen Atomenergiebehörde transparentes Programm zur Gewinnung von Kernenergie betreibe.
- Ägypten hat bereits im letzten Jahr verkündet, sein Atomprogramm wiederaufnehmen zu wollen, jedoch hinsichtlich der Details einen zweideutigen Standpunkt beibehalten.
- Auf dem Gipfel im saudi-arabischen Riad im Dezember 2006 hat der Kooperationsrat der Golfstaaten seine Absicht erklärt, die gemeinsame Forschung zur friedlichen Verwendung von Uran voranzutreiben.
- Die Vereinigten Arabischen Emirate haben im letzten Monat erklärt, ein bereits 1980 geschlossenes und dann wieder eingefrorenes Abkommen mit Frankreich über die Errichtung eines Atomreaktors zu erneuern. Staatsoberhaupt Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan hat darüber im Juli in Paris mit dem französischen Präsidenten Sarkozy verhandelt.
- Algerien hat mit den USA und Russland Abkommen zur Erntwicklung eines Atomprogramms unterzeichnet und unterhält in dieser Angelegenheit Kontakte mit Frankreich.
- Libyen hat mit Frankreich ein Abkommen über die Errichtung einer Meerwasserentsalzungsanlage geschlossen, dass auf Atomenergie basiert.
(Ha’aretz, 22.08.07)
EU stoppt Treibstoffzahlungen für den Gaza-Streifen
Die Europäische Union hat am Sonntag ihre Zahlungen an den israelischen Treibstoffanbieter Dor Alon Energy eingestellt, der das Hauptkraftwerk des Gaza-Streifens beliefert. Grund dafür ist das Vorhaben der Hamas, den Strom zu besteuern, um ihre Regierung im Gaza-Streifen zu finanzieren.
EU-Offizielle teilten am gestrigen Montag mit: "Wir haben Informationen erhalten, nach denen die Hamas plant, Steuern auf Stromrechungen zu erheben, und dies erlaubt es uns nicht, mit den Zahlungen für den Treibstoff fortzufahren."
Das Kraftwerk hat in der letzten Woche grosse Teile des Gaza-Streifens von der Stromversorgung abgeschnitten, nachdem Israel den Treibstoff-Transport am Übergang Nahal Oz aus Sicherheitsgründen unterbrochen hatte. Zwar hat Israel die Passage am Sonntag wieder geöffnet, bei Dor Alon Energy weist man jedoch darauf hin, dass die EU empfohlen habe, keine Lieferungen vorzunehmen, da sie die Zahlung nicht gewährleisten könnte.
Vertreter der EU betonten, dass sie zur Wiederaufnahme der Zahlungen bereit seien, sobald man sicher sein könne, dass die Hamas sich nicht an den Stromverkäufen bereichert.
(Ha’aretz, 21.08.07)
Qassam-Raketen im westlichen Negev
Auch heute sind wieder Qassam-Raketen im westlichen Negev gelandet, die von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen wurden. Zur Mittagsstunde landete eine Rakete nahe einem Kibbutz im Kreis Shaar Hanegev. Dabei entstand weder Personen- noch Sachschaden. Knapp drei Stunden später wurden zwei weitere Raketen auf die Stadt Sderot abgeschossen. Der Ort ihres Einschlages ist noch unklar.
Bereits gestern Abend landete in Sderot eine Rakete.
(Yedioth Ahronoth, 20./21.08.07)
Fatah und Hamas - Kein Dialog in Sicht
Seit der Machtübernahme der Hamas im Gaza-Streifen weigern sich Mahmoud Abbas und die Führungsriege der "nationalen Strömung" einschliesslich der Fatah, den Dialog mit der Terrororganisation wieder aufzunehmen, solange sie den militärischen Umsturz nicht rückgängig macht. Jegliche - arabische oder internationale – Vermittlungsversuche, sind von Abbas, der auf seinem festen Standpunkt beharrt, höflich zurückgewiesen worden.
Überdies ist in letzter Zeit ein Anstieg der Spannungen, der Konfrontationen und der Hetze zwischen Hamas und Fatah zu verzeichnen. Die Machtkämpfe zwischen beiden Seiten, einschliesslich der Regierungen im Gaza-Streifen und im Westjordanland, verschärfen sich.
Es sei hervorgehoben, dass sich die Weigerung Abbas’, den Dialog mit der Hamas wieder aufzunehmen, tendenziell nicht geändert, sondern sich vielmehr – insbesondere vor dem Hintergrund der von US-Präsident George W. Bush initiierten und für den November geplanten internationalen Konferenz - verstärkt hat. Alle Initiativen und Äusserungen von europäischer Seite werden von der Hamas genüsslich als Druckmittel gegen Abbas verwendet, als PR-Mittel zur Verbesserung ihres Ansehens auf der "palästinensischen Strasse" und als Indikator dafür, dass sie trotz der jüngsten Vorkommnisse noch immer in Europa akzeptiert wird.
Mahmoud Abbas hat die Aussichtslosigkeit eines Dialogs zwischen beiden Seiten wiederholt unterstrichen:
"Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass das, was in Gaza passiert ist, jeglicher Legitimität entbehrt und in keiner Weise eine Auseinandersetzung um Autorität oder Kontrolle darstellt, sondern einen Umsturz und eine Machtergreifung, oder in anderen Worten: eine Machterschleichung."
"Es wird keinen Dialog mit der Hamas und keine Beziehung zu ihr geben, bis die Dinge in Gaza nicht wieder so sind, wie sie waren. Dies ist ein grundsätzlicher Schritt, der vor Ort realisiert werden muss. Danach wird es möglich sein, über einen gemeinsamen Dialog mit der Hamas zu reden. Es ist nicht richtig zu versuchen, mit Umstürzlern zu reden. Die Atmosphäre der Machterschleichung und des Raubs von Gaza kann nicht die Atmosphäre für einen Dialog und die Lösung der Probleme im gegenwärtigen Zustand sein."
"Die Hamas hat das Abkommen von Mekka zunichte gemacht, da sie eine Verschwörung gegen die Regierung vor, während und nach dem Abkommen betrieben hat."
(Mahmoud Abbas im Interview mit der ägyptischen Zeitung "Al Ahram", 09.07.07)
(MFA, 20.08.07)
Irakisch-shiitische Terroristen trainierten im Libanon
Die US-Army behauptet seit Monaten, dass der Iran und die Hisbollah den shiitischen Terrororganisationen im Irak bei Terroranschlägen gegen die dort stationierten ausländischen Truppen behilflich sind. Nun haben Angehörige der Mahdi-Miliz des Shiiten-Führers Muqtada as-Sadr mitgeteilt, dass sie Übungen im Libanon absolviert hätten.
Einer der Milizionäre berichtet der britischen Zeitung The Independent, dass er sich einen Monat lang im Südlibanon aufgehalten habe: "Ich war einer der erfahrenen Krieger der Mahdi-Armee, die zu Übungen dorthin gingen. Wir haben gelernt, wie man die Schwäche von gepanzerten Fahrzeugen ausnutzt und wie man auf die Soldaten, die zu flüchten versuchen, wartet und sie tötet."
Ein anderer Kämpfer, der 26jährige Abu-Nasser, erzählt, dass er und 100 weitere Milizionäre im Dezember 2005 in den Libanon gefahren seien: "Sie brachten uns nichts über Selbstmordanschläge bei. Sie lehrten uns wirkliche Taktiken und zeigten uns, wie man Scharfschütze wird."
Auch der Milizenführer selbst räumt "formale Beziehungen" mit der Hisbollah ein. Beide Organisationen würden Ideen austauschen und sich gegenseitig etwas beibringen. Dabei betont as-Sadr, dass Angehörige der Mahdi-Armee in den Libanon gefahren seien und dies auch weiter tun würden: "Wir werden kommen und beurteilen, was die zukünftigen Pläne Israels im Nahen Osten sein werden, da wir ein Teil sind von all dem, was geschieht."
(Ma'ariv NRG, 20.08.07)
Livni empfängt führende indische Muslime
Israels Aussenministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Tzipi Livni hat sich am Donnerstag letzter Woche in Jerusalem mit einer Delegation muslimischer Führer aus Indien getroffen. Dabei gab sie ihrer Hoffnung Ausdruck, dass der Besuch einer solch hochrangigen Delegation auch muslimische Gemeinschaften in anderen Staaten dazu ermuntern wird, Toleranz gegenüber Israel an den Tag zu legen.
Livni betonte, dass Israel danach strebe, friedliche Beziehungen und eine Zusammenarbeit sowohl mit seinen Nachbarn als auch mit muslimischen Gemeinschaften in der ganzen Welt zu entwickeln. Das Treffen sei schon insofern bedeutend, als es einen wichtigen Schritt zur Abkehr von Stereotypen auf beiden Seiten darstelle.
Die Aussenministerin erläuterte der Delegation Israels Drei-Sphären-Strategie in Bezug auf die Palästinenser, die arabische und muslimische Welt und die internationale Gemeinschaft. Sie hob hervor, dass die Extremisten daran gehindert werden müssten, den bestehenden Konflikt in einen religiösen zu verwandeln. Ein religiöser Konflikt sei unlösbar, während nationale Konflikte durch Kompromisse auf beiden Seiten gelöst werden könnten.
(MFA, 19.08.07)
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Ukrainische Partei ruft zum Boykott israelischer Waren auf
Die ukrainische Nationale Arbeiterpartei hat zu einem Boykott israelischer Waren und koscherer Lebensmittel aufgerufen. Deren Absatz würde Juden und Israelis dabei helfen, die ukrainische Wirtschaft zu erobern und zu vernichten.
Um den Kunden die Identifizierung israelischer Waren zu erleichtern, hat die Partei gemeinsam mit ihrem Aufruf auch eine Anleitung veröffentlicht, in der im Detail aufgeführt ist, an welchen Zeichen man israelische Waren erkennen kann. Neben dem Aufruf befindet sich eine antisemitische Illustration eines von Totenköpfen umgebenen Juden.
Die Nationale Arbeiterpartei ist eine antisemitische Partei, die sich vor kurzem in die Parteiliste des Staates hat eintragen lassen, um an den kommenden ukrainischen Parlamentswahlen teilzunehmen.
Laut Angaben der Jewish Agency ist die Anzahl antisemitischer Zwischenfälle in der Ukraine in den letzten Jahren gewaltig angestiegen. Etwa 45 Prozent der Ukrainer haben angegeben, dass sie nicht in der Nähe von Juden leben möchten.
(Ma'ariv NRG, 24.08.07)
Ahmadinejad verteufelt Israel
Irans Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat am vergangenen Samstag erneut Hasstiraden gegen Israel von sich gegeben und den Untergang des jüdischen Staates prophezeit. Die offizielle iranische Nachrichtenagentur Ilamic Republic News Agency zitiert ihn mit den folgenden Worten: "Das zionistische Regime ist der Bannerträger von Invasion, Besatzung und Satan. Wenn die Philosophie hinter der Errichtung eines Regimes in Frage steht, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es sich im Prozess des Niedergangs und der Auflösung befindet."
Ahmadinejad hat in der Vergangenheit bereits unzählige anti-israelische Verbalattacken von sich gegeben, seit er im Oktober 2005 erstmals verkündete, "das zionistische Regime" müsse von der "Landkarte ausradiert" werden. Noch Anfang Juni hat er den "Countdown" zur Vernichtung Israel heraufbeschworen.
Ungeachtet dessen hat sich die UNO nun dazu entschieden, dem Iran eine führende Position innerhalb des Planungskomitees für die UN-Weltkonferenz gegen Rassismus im Jahr 2009 zuzuweisen. Das Komitee wird zum ersten Mal am 27. August in Genf zusammenkommen, und zwar unter dem Vorsitz Libyens.
Anne Bayefsky, Chefredakteurin von "Eye on the UN", meint dazu: "Als Sprecher der UNO gegen Rassismus wird der Iran die Botschaft und die Mission der Vereinten Nationen ins Gegenteil umkehren." Dabei sei es nur ein Beispiel für das weitere Phänomen, dass "die führenden Vertreter von Antisemitismus – sei es gegen einzelne Juden oder das jüdische Volk und seinen Staat allgemein – weiterhin eine globale Plattform in der UNO erhalten".
(Yedioth Ahronoth, 18./23.08.07)
Israels Wirtschaft boomt
Die israelische Wirtschaft befindet sich in einem massiven Aufschwung. Wie das Zentralamt für Statistik gestern mitgeteilt hat, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der ersten Hälfte von 2007 auf Jahresbasis umgerechnet um 6.6. Prozent gestiegen. Dies ist die höchste Rate seit dem Jahr 2000, und die Experten, die durchweg ein wesentlich geringeres Wachstum vorausgesagt haben, sind erstaunt. Bereits im letzten Jahr war das Wachstum beträchtlich gewesen. In der ersten Jahreshälfte 2006 stieg das BIP um 6.2 Prozent und in der zweiten Jahreshälfte um 3.4 Prozent.
Der Güter- und Dienstleistungsexport wuchs um 8.3 Prozent, Investitionen in Anlagevermögen um beinahe 6 Prozent und die Ausgaben für privaten Konsum pro Kopf um 5.7 Prozent. Der letzte Punkt bringt eine Steigerung des Lebensstandards zum Ausdruck.
Der wirtschaftliche Aufschwung macht sich in den verschiedensten Sektoren bemerkbar. Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen verzeichnet das Hotel- und Gaststättengewerbe, das in der ersten Hälfte 2007 auf Jahresbasis umgerechnet ein Wachstum von 17.5 Prozent verzeichnet. Kaum weniger eindrucksvoll ist das Wachstum auf dem Sektor Handel und Finanzdienstleistungen, das bei 14.7 Prozent liegt.
Finanzminister Ronnie Bar-On führt das grosse Wachstum auf die Wirtschaftspolitik der Regierung zurück. Die Regierung müsse ihre fiskalische Disziplin fortsetzen und sich an den Haushalt halten und gleichzeitig ihre Ziele – einschliesslich der im Haushalt für 2009 verankerten Wirtschaftsreformen – weiterverfolgen.
Parallel zu den guten Nachrichten über das BIP sind auch auf dem Arbeitsmarkt erfreuliche Entwicklungen zu verzeichnen. So ist die Arbeitslosigkeit auf 7.7 Prozent hinab gesunken. Dem Zentralamt für Statistik zufolge sind im zweiten Quartal 2007 37 000 Menschen in das Arbeitsleben eingetreten, was einen Anstieg von 1.4 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2007 und 4.6 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2006 bedeutet.
Die Verbesserung der Arbeitslosenstatistik hat bereits in der zweiten Jahreshälfte von 2004 begonnen. Im letzten Jahrzehnt war die Arbeitslosenrate zwischenzeitlich auf mehr als 10 Prozent angestiegen.
(Ha’aretz, 23.08.07)
Qassam-Raketen im westlichen Negev
Gestern Abend sind zwei Qassam-Raketen über dem westlichen Negev niedergegangen, die von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen wurden. Die erste Rakete landete nahe einem der Kibbutzim im Kreis Sha'ar Hanegev, die zweite schlug in der Umgebung der Stadt Sderot ein. Verletzt wurde dabei niemand, und es entstand kein Sachschaden.
(Yedioth Ahronoth, 22.08.07)
Yad Vashem erhält Dokumente des NS-Opferarchivs in Bad Arolsen
Die Jerusalemer Shoah-Gedenkstätte Yad Vashem hat vorgestern 12 Millionen Dokumente von dem NS-Opferarchiv des Roten Kreuzes in Bad Arolsen erhalten. Die Dokumente beinhalten Listen, die die Nazis in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz, Buchenwald, Bergen-Belsen, Dachau und Gross-Rosen angelegt haben.
Avner Shalev, der Vorsitzende von Yad Vashem, verspricht sich von dem neuen Quellenmaterial Aufklärung über die Identität hunderttausender Juden, die während der Shoah ermordet wurden: "Dem jüdischen Volk fehlen insgesamt etwa drei Millionen Namen von Ermordeten. Ich bin mir sicher, dass wir nun einen Teil davon und sogar weitere Einzelheiten herausfinden können."
Das Archiv in Bad Arolsen enthält Informationen über ca. 17.5 Millionen Menschen. Über 60 Jahre hinweg war es unter Verschluss. Im Mai letzten Jahres haben sich die elf Mitgliedsstaaten des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes dazu entschlossen, es zu öffnen.
(Ma'ariv NRG, 22.08.07)
Rakete trifft Kindergarten in Sderot
Eine der beiden Qassam-Raketen, die palästinensische Terroristen am gestrigen Nachmittag aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf die südisraelische Kleinstadt Sderot abgeschossen haben, ist in einer Kindertagesstätte eingeschlagen und hat Schaden an dem Gebäude verursacht. Ein Anwohner berichtet: "An dem Zentrum werden zur Zeit Befestigungsarbeiten vorgenommen, und daher waren keine Kinder vor Ort. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn das Zentrum geöffnet gewesen wäre."
Sderots Bürgermeister Eli Moyal, dessen ungeschütztes Amt sich nahe dem Ort des Raketeneinschlags befindet, teilte mit: "Die Raketen fallen weiterhin Tag für Tag auf Sderot. Heute ist eine auf eine leere Kindertagesstätte gefallen, aber irgendwann werden diese Raketen jemanden töten. Dafür feuern die Palästinenser sie ab – um zu töten."
Kurz nach Mitternacht und heute Morgen sind erneut Qassam-Raketen auf den westlichen Negev abgefeuert worden. Eine landete in einer Fabrik nahe Sderot und verursachte Sachschaden. Die zweite landete im Kreis Shaar Hanegev. Über Personen- oder Sachschaden liegen noch keine Angaben vor.
(Yedioth Ahronoth, 21./22.08.07)
Peres kritisiert Europarat für Investitionen im Iran
Israels Präsident Shimon Peres hat bei seinem Treffen mit dem Präsidenten der parlamentarischen Versammlung des Europarats, René van der Linden, schärfste Kritik an der Entscheidung des Europarats geübt, zehn Milliarden Dollar in die Entwicklung von Ölfeldern im Iran zu investieren. Er sagte, dass das iranische Regime diese Investitionen ohne Zweifel als klare Unterstützung seiner Politik auslegen würde, und rief dazu auf, von diesem Vorhaben abzurücken. Europa könne einen Krieg mit dem Iran verhindern und müsse, was die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran angehe, seine Politik mit den USA und Russland abstimmen.
(Kol Israel/Reshet Bet, 21.8.07)
Botschafter Stein warnt vor Rechtsradikalismus und Dämonisierung Israels
Israels scheidender Botschafter in Berlin, Shimon Stein, hat in einem gestern erschienenen Interview mit der HNA (Hessische/Niedersächsische Allgemeine) eine kurze Bilanz seiner knapp siebenjährigen Amtszeit gezogen. Dabei äusserte er sich auch zum anwachsenden Rechtsradikalismus in Deutschland und zu dem Trend einer Dämonisierung Israels.
"In diesen Jahren scheint mir die Akzeptanz für Rechtsradikalismus in der deutschen Gesellschaft gewachsen zu sein. Letztendlich muss sich die deutsche Gesellschaft die Frage stellen, inwieweit sie bereit ist, anti-demokratisches Gedankengut zuzulassen oder etwas dagegen zu unternehmen. Die Tatsache, dass Neonazis in drei deutschen Landtagen sitzen, ist kein guter Beweis dafür, dass man hier erfolgreich ist."
"Die Kritik an Israel hat aber auch besondere Züge angenommen: Israel wird dämonisiert, israelisches Vorgehen wird mit dem Vorgehen der Nazis verglichen, die Legitimation des jüdischen Staates wird in Frage gestellt, oder es werden Massstäbe angelegt, die für uns gelten und für alle anderen nicht."
Den vollständigen Wortlaut des Interviews finden Sie: hier
(Botschaft des Staates Israel, 21.08.07)
Israel leistet humanitäre Hilfe für Erdbebenopfer in Peru
Das israelische Aussenministerium hat in Koordination mit den peruanischen Gesundheitsbehörden humanitäre Hilfe für die Opfer des Erdbebens geleistet, von dem Peru letzte Woche erschüttert wurde. Die Lieferung aus Israel bestand aus etwa zwei Tonnen Medikamente und medizinische Ausrüstung, darunter Antibiotika für Kinder und Erwachsene, Schmerzmittel und Verbandsmaterial.
Die Güter wurden mit einem peruanischen Militärflugzeug in die Stadt Pisco geflogen, die besonders hart von dem Beben getroffen worden ist. Botschafter Walid Mansour begleitete die Lieferung und übergab sie persönlich den peruanischen Behörden. Im Anschluss nutzte er die Gelegenheit, um sich ein Bild vom Fortgang der Rettungsarbeiten zu machen.
(MFA, 20.08.07)
Israelisches Doppel siegt bei den Cincinnati Masters
Die israelischen Tennisspieler Andy Ram und Roni Erlich haben am gestrigen Sonntag im Doppel-Endspiel des Cincinnati Masters Turniers gesiegt und damit ihren ersten Titel in diesem Jahr gewonnen. Sie schlugen das US-amerikanische Bruderpaar Bob und Mike Bryan in einem dramatischen Spiel, indem sie im Tie-Break des dritten Satzes zwei Matchpunkte erzielten (Endstand 4:6, 6:3, 13:11).
Abgesehen vom Preisgeld in Höhe von 130 00 Dollar verschaffte der Sieg Ram und Erlich auch Motivation und Selbstsicherheit für die nächste Woche stattfindenden US-Open.
(Ha’aretz, 20.08.07)
Qassam-Raketen im westlichen Negev
Gestern Abend und heute Nachmittag sind jeweils zwei Qassam-Raketen auf israelischem Territorium gelandet, die von palästinensischen Terroristen des Islamischen Jihad aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen wurden. Die vier Raketen schlugen auf offenem Gelände unweit der südisraelischen Stadt Sderot ein. Über Verletzte oder Sachschaden liegen keine Angaben vor.
(Yedioth Ahronoth, 19./20.08.07)
Yoga im Heiligen Land
Immer mehr Israels suchen und finden angesichts des oft hektischen und turbulenten Alltags Entspannung durch Yoga. Inzwischen existieren landesweit bereits Hunderte von Studios, in denen die sowohl geistige als auch körperliche Inhalte umfassende Lehre aus Indien erlernt werden kann. Schätzungen aus Fachkreisen zufolge betreiben in Israel mehr als 100 000 Menschen auf die eine oder andere Weise Yoga, wobei ihnen rund 2000 Lehrer zur Seite stehen.
Zwar hat Yoga erst in den letzten Jahren eine derartig grosse Popularität erlangt, doch kann es in Israel bereits auf eine durchaus beachtliche Tradition zurückblicken. Schliesslich war Israels erster Ministerpräsident David Ben Gurion dafür bekannt, dass er regelmässig Yoga praktizierte und sich auch mit dessen spirituellen Hintergründen auseinandersetzte. Zahlreiche Fotos zeigen den Staatsgründer im Kopfstand. Einer seiner Nachfolger, Ehud Barak, hatte einen Monat in einem Yoga-Ashram in Indien verbracht, bevor er letztes Jahr als Verteidigungsminister in die israelische Politik zurückkehrte.
Die Pionierin des Yoga in Israel ist die noch heute unterrichtende Rachel Solberg. Sie studierte bei zwei renommierten indischen Gurus und gründete 1979 die Israeli Yoga Teachers Association. Im letzten Monat wurde mit dem Mayoga Center in Kfar Saba (Bild) das bisher grösste israelische Yoga-Studio eröffnet.
(Israel 21c, 19.08.07)
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