| Nachrichten vom 19. - 25. September 2010 | ||
Israel hilft weiter in Haiti
Weltweite Anerkennung erlangte seinerzeit das bestens ausgestattete israelische Feldlazarett. Doch auch jenseits der Schlagzeilen machen sich zahlreiche israelische Hilfsorganisationen um die Genesung des geschundenen Landes und seiner Menschen verdient. Eine davon ist die Israel Trauma Coalition (ITC), die in den Slums von Port-au-Prince religiösen Führern, Lehrern, Psychologen, Sozialarbeitern, Krankenschwestern und Ärzten im fachmännischen Umgang mit Traumata unterweist. Auch die 17 in der Organisation IsraAID versammelten israelischen und jüdischen Nichtregierungsorganisationen sind weiter in und für Haiti aktiv, u.a. im Bereich der Rehabilitation von Kindern, bei denen Amputationen vorgenommen wurden.
Nicht zuletzt engagiert sich MASHAV, das Zentrum für internationale Zusammenarbeit am israelischen Aussenministerium, mit einer Reihe von auf Nachhaltigkeit angelegten Projekten. Dazu gehört auch eine langfristige Kooperation mit dem haitianischen Landwirtschaftsministerium. "In Entwicklungsländern ist die Landwirtschaft der Motor der Wirtschaft", erklärt MASHAV-Direktor Botschafter Haim Divon. Einen ausführlichen Bericht gibt es unter dem folgenden Link: hier (extern) (MFA, 21.09.10) Lieberman in Tschechien
Bei den Treffen ging es um bilaterale Fragen und um Israels Verhältnis zur Europäischen Union. Lieberman nahm auch zu der Wiederaufnahme direkter Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern Stellung. Dabei betonte er die Notwendigkeit eines langfristigen Interimsabkommens zwischen beiden Seiten. "Jeder Versuch, den Prozess künstlich zu beschleunigen, kann mit einer Frühgeburt verglichen werden, die beide Seiten gefährdet - sowohl die Mutter als auch das Baby. Daher müssen auch die Verhandlungen in einer natürlichen Weise weitergehen", so Israels Aussenminister. (MFA, 20.09.10) Grosser Israel-Kongress in Frankfurt In Frankfurt am Main findet am 31. Oktober der "1. Organisationsübergreifende Israelkongress" statt.
"Unter dem Motto 'Gemeinsam für Israel‘ wollen wir alle Israel-solidarischen gesellschaftlichen Gruppierungen in Deutschland zusammenbringen, um uns gegenseitig kennen zu lernen, Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit zu besprechen und ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem Staat Israel zu setzen. Wir wollen hier in Europa einen Beitrag leisten, den souveränen Staat Israel in seinem Streben nach Frieden und Sicherheit zu unterstützen. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen der nächsten Jahre, wollen wir dem Jüdischen Staat mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln auf allen Ebenen zur Seite stehen." Das Programm und alle weiteren Informationen gibt es unter dem folgenden Link: http://www.israelkongress.de/index.html (Botschaft des Staates Israel, 20.09.10) Israels Massnahmen zur Unterstützung der palästinensischen Wirtschaft und Infrastruktur
Israel erkennt die Bedeutung der internationalen Unterstützung von Projekte zur Wirtschaftsentwicklung und zum Infrastrukturaufbau sowie im Sicherheits- und zivilen Sektor im Westjordanland an und unterstützt die entsprechenden Bemühungen der internationalen Gemeinschaft. In der ersten Jahreshälfte von 2010 hat das Westjordanland eine signifikante wirtschaftliche Erholung erlebt. Die makroökonomische Situation verbesserte sich weiter. Das Wachstum des realen palästinensischen Bruttoinlandsprodukts im ersten Halbjahr 2010 (gegenüber dem ersten Halbjahr 2009) wird vom Internationalen Währungsfond auf 9% (Westjordanland) bzw. 16% (Gaza-Streifen) geschätzt. Die Fortdauer der positiven Trends von 2008 und 2009 hat auch mit den Massnahmen zu tun, die Israel zur Unterstützung der Wirtschaftsaktivität eingeleitet hat. Am 20. Juni beschloss das israelische Sicherheitskabinett einen neuen politischen Kurs gegenüber Gaza, der auf den folgenden Elementen basiert:
Israel hat sofort nach dem Kabinettsbeschluss mit der Umsetzung der Massnahmen begonnen. Den israelischen Bericht für das Ad-Hoc-Liaison-Komitee finden Sie: hier (extern) <MFA, 16.09.10> (Botschaft des Staates Israel, 20.09.10) Grapefruit gegen Diabetes?
Bei der Substanz handelt es sich um das Antioxidationsmolekül Naringenin, das für den bitteren Geschmack der Grapefruit verantwortlich ist. Es ahmt die Aktivitäten nach, die in der Leber einsetzen, wenn ein Mensch sich in einer längeren Fastenperiode befindet. Der Vorgang wurde bei Versuchen im Gewebe von Menschen und Ratten nachgewiesen und im August in der Zeitschrift PloS ONE veröffentlicht. Den Artikel finden Sie: hier (extern) (Ha'aretz, 19.09.10) |
Peres spricht auf UN-Millenniumsgipfel
"Wir fühlen uns den Millenniums-Entwicklungszielen verpflichtet. Wir teilen die Bürde, die Welt vor Krieg und Hunger zu retten. Ohne Frieden wird die Armut bleiben. Ohne Essen wird der Frieden keinen Bestand haben. Staatsmänner müssen politische Macht mobilisieren, um Frieden zu erlangen. Wissenschaftler können dafür sorgen, dass das Land mehr Nahrung produziert. Wir haben eine Landwirtschaft entwickelt, die auf Wissenschaft basiert. Unsere Farmer produzieren acht Mal mehr pro Morgen im Vergleich zur Frühzeit des Staates. Der Bedarf an Wasser wurde halbiert. Wir haben uns auf Entsalzung, Recycling, Tröpfchen- und Elektrobewässerung und Bioingenieurwesen verlegt, um neues Saatgut und reichere Ernten zu schaffen. Vor fünf Jahrzehnten produzierte ein israelischer Landwirt Nahrung für 15 Personen. Heute produziert er für 120. Der Beitrag der Bauern zum Bruttoinlandsprodukt kommt dem eines Hightech-Ingenieurs gleich. Um Land zu kultivieren, muss man die Erziehung kultivieren und die Gesundheit verbessern. So führten wir kostenlose Schulpflicht für alle ein, im Alter zwischen fünf und 18 Jahren. Sie beendete den Analphabetismus und bescherte und die höchste Wissenschaftlerrate pro Quadratkilometer auf der Welt. Das nationale Gesundheitssystem bietet jedem Bürger Weltklasse-Behandlung. Wir sind auch eines der wenigen Länder, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts mehr Bäume haben als zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Herr Präsident, ich bin zuversichtlich, dass unser Weg für jeden gangbar ist. Unsere Erfahrung ist nachvollziehbar. Wir sind bereit, unsere Erfahrung zu teilen, wie wir es bereits mit vielen Ländern getan haben - sowohl durch die UN-Behörden als auch bilateral. Unser Aufruf richtet sich auch an Staaten, die keine diplomatischen Beziehungen mit uns unterhalten. Herr Präsident, jüngst verkündete der offizielle Führer des Iran, dass es für Israel keine Zukunft im Nahen Osten gebe. Ich glaube, im Nahen Osten gibt es genügend Platz für alle, jede Nation, jede Religion. Wir glauben, dass jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde - und es gibt nur einen Gott, der dazu aufruft, nicht zu hassen, nicht zu drohen, nicht Überlegenheit zu suchen und nicht zu töten. Es gibt genügend Raum für Freundschaft im Nahen Osten." "Ich rufe diese Versammlung dazu auf, den beiden brennenden Herausforderungen zu begegnen: erstens, sich Wissenschaft und Technologie zunutze zu machen, um die Nahrungsproduktion zu steigern; und zweitens, gemeinsam dem Terror Widerstand zu leisten. Eine hungrige Welt wird nie friedlich sein. Eine terroristische Welt wird nie regierbar sein. Wir sollten uns um eine gemeinsame Hoffnung scharen. Die Wiege unserer Kinder möge die Wiege unserer Vision sein." Die vollständige Rede finden Sie: hier (extern) (MFA, 20.09.10) Generalmajor Gantz zu den regionalen Bedrohungen
"Die Bedrohungen der Vergangenheit, mit denen wir im Yom-Kippur-Krieg umzugehen gelernt haben, dauern weiter an, aber andererseits haben sich die Bedrohungen - womöglich wegen dieses Krieges - erheblich verändert. Es besteht noch immer das Risiko - so gering es auch sein mag - eine syrischen Angriffs auf den Golan-Höhen", so Gantz. "Die syrische Armee hat ihre Angriffskapazitäten durch die Kombination einer Anzahl unterschiedlicher Bedrohungen weiterentwickelt. Die Bedrohungen der Vergangenheit sind unverändert geblieben, allerdings sind ihnen noch neue, andersartige Bedrohungen hinzugefügt worden." Im Mittelpunkt von Gantz‘ Aufmerksamkeit stand neben Syrien der Iran: "Der Iran ist bis zum Hals in jede terroristische Aktivität im Nahen Osten verwickelt. Ein atomarer Iran kann die Region destabilisieren, und wir müssen dem grosse Wichtigkeit beimessen." (ZAHAL, 20.09.10) Terrorgefahr vom Sinai
Man geht davon aus, dass eine Zelle, die grösstenteils aus Hamas-Mitgliedern besteht, durch Tunnel aus dem Gaza-Streifen auf den Sinai gelangt ist und Grad-Raketen dorthin geschmuggelt hat. Die Angriffe sollen in naher Zukunft verübt werden. Erst im August wurden fünf Katyusha-Raketen vom Sinai aus auf Eilat und die jordanische Hafenstadt Aqaba abgefeuert, von denen drei auf israelischem Territorium und zwei im Hotelbezirk Aqabas landeten. In Jordanien wurden dabei eine Person getötet und drei weitere verletzt. (Ha'aretz, 19.09.10) Israel besorgt wegen russisch-syrischem Raketengeschäft
"Zu unserem Bedauern geht das Geschäft nun stufenweise vonstatten, und das ist sehr problematisch für uns", sagte Netanyahu in der wöchentlichen Kabinettssitzung. Wir haben es hier mit einem neuen Raketenarsenal zu tun, und darauf muss eine militärische Antwort gegeben werden." Bei letzterem Punkt zielte der Ministerpräsident auf den Neuerwerb von F-35-Kampfjets durch Israel ab. (Ha'aretz, 19.09.10) |