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Nachrichten vom 2. - 8. September 2007
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Ruhe im Norden

Blick auf die Golan-HöhenDie jüngsten Drohungen aus Damaskus im Zusammenhang mit den syrisch-israelischen Spannungen haben das Leben in den Gemeinden auf den Golan-Höhen und in Galiläa nicht beeinträchtigt. Im Norden Israels geht der Alltag weiter seinen gewohnten Gang. Die grenznahen Städte Kazrin und Qiryat Shmona vermitteln einen entspannten Eindruck, Einwohner und Touristen bevölkern die Strassen, Cafés und Einkaufszentren. Wie Vertreter der lokalen Tourismusbehörden mitteilen, sind im Vorfeld der Feiertage bisher auch noch keinerlei Stornierungen von Zimmerbuchungen zu verzeichnen.

"Niemand hat abgesagt. Wir sind zu Rosh Hashana total ausgebucht, und die Reservierungen für Sukkot werden immer mehr", berichtet Eran Glik, der Tourismus-Beauftragte vom Kibbutz Merom Golan. "Auch für dieses Wochenende sind wir total ausgebucht. Israelis glauben keinen Gerüchten."

Ruhe verbreiten auch die Sicherheitschefs, Feuerwehrleute und Rettungsdienste in Haifa und den Gemeinden entlang der Nordgrenze. Von Seiten des Heimatfront-Kommandos liegen keinerlei besondere Anweisungen vor, und so geht die Routine wie üblich vonstatten.

Die Bewohner des Golan, die sich gestern zu Hunderten zu einer Hochzeit in Emek Habokrim eingefunden haben, verstehen die Aufregung ohnehin nicht: "Anspannung oder Furcht vor einem aufflackernden Konflikt mit Syrien war auf der Hochzeit überhaupt nicht zu spüren. Für uns ist das Routine, und die angebliche Spannung findet nur in den Medien statt", sagte einer der Gäste.

(Ha’aretz, 07.09.07)


Gaza: Israelische Armee verhindert Anschlag am Sicherheitszaun

SHABAK - LogoAuf eine Warnung der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) hin hat die israelische Armee gestern im zentralen Gaza-Streifen nahe der Grenze zu Israel zwei Fahrzeuge gestellt, die eine Terrorzelle des Islamischen Jihad transportierten. Die Fahrzeuge wurden unter Beschuss genommen, als sie versuchten, den Sicherheitszaun zu durchbrechen, um in Israel einen Anschlag durchzuführen. Der geplante Anschlag beinhaltete die Übernahme eines Armee-Postens und die Entführung eines Soldaten.

Eines der Fahrzeuge transportierte Hunderte Kilogramm Sprengstoff und sollte auf israelischem Territorium in die Luft gejagt werden. Sechs bewaffnete Terroristen wurden bei dem Einsatz getötet.

(MFA, 06.09.07)


Barak: Bodenoffensive im Gaza-Streifen rückt näher

Verteidigungsminister Ehud BarakVerteidigungsminister Ehud Barak hat gestern mitgeteilt, dass die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) einer ausgedehnten Bodenoffensive im Gaza-Streifen näher rücken. Kurz zuvor hatte sich das Sicherheitskabinett noch gegen eine signifikante Ausdehnung der Militäroperationen ausgesprochen.

In einem Gespräch, das Barak mit den Führungskräften seines Ministeriums und den Leitern der Sicherheitsbehörden geführt hat, bemerkte er: "Wenn man der Qassam-Herausforderung wirklich ins Auge sieht, kann es sehr gut sein, dass wir der Notwendigkeit einer breiten Bodenoffensive in Gaza entgegensteuern, um das Qassam-Feuer und die Erstarkung (der Terrororganisationen) dort zu beenden."

Wie es aussieht, handelt es sich beim derzeitigen Stand jedoch nur um Deklarationen und nicht um konkrete Schritte. Innerhalb des Südkommandos sind noch keine Truppen für eine unmittelbare Aktion zusammengezogen worden. Wie aus hochrangigen Militärkreisen verlautet, steht Generalstabschef Gabi Ashkenazi einer gross angelegten Aktion im Gaza-Streifen angesichts der weiterhin andauernden gespannten Lage im Norden skeptisch gegenüber. Die Operation an zwei Fronten wäre ohne eine massive Einberufung von Zivilisten kaum realisierbar.

(Ha’aretz, 06.09.07)


Iranischer General droht mit Angriff auf Israel

Iranische FlaggeGeneral Jahja Rahim Safawi, ehemaliger Kommandant der Revolutionsgarden im Iran, hat gewarnt, dass sein Land im Fall eines Angriffs von Seiten der USA als Reaktion Israel angreifen würde. Der General, der diese Woche zum militärischen Berater von Staatsoberhaupt Ali Chameini ernannt wurde, sagte weiter, die USA müssten mit einer schweren Reaktion des Iran rechnen. Seinen Worten zufolge besitzt der Iran genaue Informationen über alle amerikanischen Truppenstützpunkte.

In einer in Teheran gehaltenen Rede bemerkte Safawi, dass die USA im Falle eines Angriffs drei Problemen gegenüberstünden: Erstens könnten sie nicht einschätzen, wie viele Soldaten sie dabei verlieren würden; zweitens wären sie im Unklaren darüber, was mit Israel passieren würde; drittens könnten sie nicht wissen, wie sich das Schicksal des Öls gestalten würde. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Iran versuchen wird, die Meerenge von Hormuz zu sperren und die Öllieferungen aus den Golfstaaten, dem Irak und Saudi-Arabien zu verhindern. Dadurch würde er eine Wirtschaftskrise verursachen und die amerikanische Wirtschaft schädigen.

(Ha’aretz, 05.09.07)


Offizielles Symbol für Israel 60. Geburtstag

Offizielles Symbol für Israel 60. GeburtstagDer Ausschuss für Symbole und Zeremonien hat sich für das Symbol entschieden, das für den 60. Geburtstag des Staates im nächsten Jahr offiziell verwendet werden soll. Das Symbol zeigt ein Kind, das ein weiss-blaues Band in der Hand hält, mit dem die Zahl 60 geformt wird. Darunter steht in hebräischen Buchstaben "das Heute und das Morgen".

Freilich zeigte sich nicht jeder von dem Logo begeistert. So stimmte der Minister ohne Geschäftsbereich Yitzhak Cohen (Shas) gegen den Vorschlag und beschwerte sich, dass das Kind ungepflegt aussehe und eines Haarschnitts bedürfe. "Ein Symbol sollte für einen gemeinsamen Nenner stehen… Wenn wir wollen, dass die israelischen Kinder und ihre Eltern sich damit identifizieren, sollte es ein Kind zeigen, das aussieht wie ‚das Kind von nebenan’", so Cohen. Wenn man sich zwischen einem kreativen graphischen Design und einer einfachen symbolischen Aussage entscheiden müsse, fügte er hinzu, sollte die Wahl auf der Hand liegen.

Die anderen Mitglieder zeigten sich von Cohens Einwand amüsiert, liessen sich durch ihn jedoch nicht davon abhalten, die Präsentation abzusegnen.

(Yedioth Ahronoth, 05.09.07)


EuroBasket: Israel unterliegt Russland

Die israelische Basketball-Nationalmannschaft hat gestern Abend bei der Europameisterschaft in Spanien eine herbe Niederlage gegen Russland einstecken müssen. Nachdem Israel am Tag davor mit der knappen Niederlage gegen den Favoriten Griechenland noch gut dastand, wurde das Team von den Russen mit 95:56 Punkten regelrecht hinweggefegt. Nach wie vor besteht jedoch die Möglichkeit, in die nächste Runde zu kommen. Dafür muss allerdings heute Abend Serbien besiegt werden.

"Wir haben die Kontrolle über das Match frühzeitig verloren und danach jegliche Zuversicht verloren", erzählt Trainer Zvi Sherf. "In der zweiten Halbzeit haben wird gemerkt, dass wir keine Chance haben, und unsere Spieler für das morgige Spiel ausruhen lassen."

(Jerusalem Post, 05.09.07)


Livni zum politischen Prozess mit den Palästinensern

Aussenministerin Tzipi LivniIsraels Aussenministerin Tzipi Livni hat am Dienstag in der Knesset die Grundprinzipen der israelischen Regierung im politischen Prozess mit den Palästinensern dargelegt. Dabei erläuterte sie einleitend die beiden Grundprämissen, nach denen Israel sein Handeln ausrichte.

"Erstens muss unterschieden werden zwischen dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland (Judäa und Samaria). Die jeweilige Politik wird sich in Bezug auf die beiden Gebiete radikal unterscheiden. Wir differenzieren zwischen der Situation in Gaza, das von einer Terrororganisation kontrolliert wird, und der Situation in Judäa und Samaria, wo es eine neue rechtmässige Regierung gibt, die die Bedingungen der internationalen Gemeinschaft akzeptiert und sich an dem Prinzip orientiert, dass das Endziel in der Formation von zwei Nationalstaaten besteht.

Zweitens muss klar zwischen dem Dialog und den vereinbarten Punkten, die hoffentlich erreicht werden, und der konkreten Umsetzung unterschieden werden, die von der Fähigkeit der anderen Seite abhängt, die Punkte umzusetzen. Lassen Sie mich dies ausführen. Einige Leute vermischen die beiden Aspekte und sagen, wenn die Fähigkeit zur Umsetzung fehlt, gibt es nichts zu verhandeln. Ich stimme mit dieser Annahme nicht überein. Es ist kein Geheimnis, dass ich den Dialog mit der Gruppe innerhalb der palästinensischen Führung befürworte, die das Prinzip der zwei Staaten, die nebeneinander in Frieden leben unterstützen. Stagnation ist keine Option."

"Israels Interesse an festen Grenzen und seiner Fortdauer als Staat mit demokratischen und jüdischen Werten und die palästinensische Sehnsucht nach einem eigenen Nationalstaat greifen ineinander. Israels Verlangen nach Sicherheit deckt sich mit dem Bedürfnis der Palästinenser, nicht von Terrororganisationen kontrolliert zu werden. So wie Israel eine Verpflichtung gegenüber der nächsten Generation von Israelis hat, zu verhindern, dass sich nebenan ein Terrorstaat etabliert, so sollten auch die Palästinenser, zumindest die pragmatischen, die Verpflichtung haben, ihrer nächsten Generation das Absinken in die Werte von Terror, Gewalt und Fundamentalismus zu ersparen."

Die vollständige Rede in englischer Sprache findet sich: hier

(MFA, 04.09.07)


Ilan Mor wirbt um Verständnis für Israel

Ilan MorSeit drei Jahren kämpft Ilan Mor als Gesandter an der Botschaft des Staates Israel für die Verbesserung des Israel-Bildes in der deutschen Öffentlichkeit. In einem am gestrigen Montag in den Westfälischen Nachrichten erschienenen Interview mahnt der Diplomat eine neue Perspektive auf sein Land an und bemerkt dabei u.a.: "Europa und Deutschland leben im Wohlstand und haben Probleme wie den Mindestlohn oder die Rente mit 67. Ich wünschte, wir hätten nur solche Probleme, stattdessen müssen wir mit dem Terror leben. Jeden Tag."

Der vollständige Artikel findet sich unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/122026.pdf

(Botschaft des Staates Israel, 04.09.07)


EuroBasket: Israel verliert knapp gegen Griechenland

Die israelische Basketball-Nationalmannschaft hat in ihrem ersten Spiel bei der Europameisterschaft in Spanien mit 66:76 knapp gegen den Turnierfavoriten Griechenland verloren. Das Team um Zvi Sherf begann sehr stark und lag zeitweise sogar in Führung. Die meisten Punkte für Israel erzielte einmal mehr Topspieler Yotam Halperin von Maccabi Tel Aviv.

Trotz der Niederlage kann die Mannschaft zufrieden auf das Spiel zurückblicken. Schliesslich stand sie hier dem amtierenden europäischen Meister gegenüber. Heute Abend wird Israel gegen Russland antreten, das gestern Serbien mit 73:65 besiegt hat. Übermorgen folgt dann das letzte Gruppenspiel gegen Serbien. Die ersten drei Mannschaften einer Gruppe werden in die nächste Runde vorrücken.

(Ha’aretz, 04.09.07)


Livni trifft Solana

Israels Aussenministerin Tzipi Livni und der Hohe Vertreter für die gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier SolanaIsraels Aussenministerin Tzipi Livni hat sich am Montag in Jerusalem mit dem Hohen Vertreter für die gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana, getroffen, der zu einem Kurzbesuch nach Israel gereist war. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz stand neben grundsätzlichen Fragen des israelisch-palästinensischen Konflikts der massive Raketenbeschuss palästinensischer Terroristen aus dem Gaza-Streifen im Mittelpunkt, der gestern Morgen die südisraelische Kleinstadt Sderot in Angst und Schrecken versetzt hat.

Solana äusserte sich dazu wie folgt: "Ich möchte meine Solidarität mit den Menschen in Sderot zum Ausdruck bringen. Ich war dort vor nicht langer Zeit mit der Ministerin, und wir wurden dort willkommen geheissen, und ich weiss, was es bedeutet. […] Israel hat unsere Solidarität in seinem Kampf gegen den Terrorismus. Wir haben unsere Solidarität mit Israel gezeigt. Wir sind damit fortgefahren, nach wirksamen Massnahmen gegen den Terrorismus zu suchen; diese grundsätzliche Solidarität existiert, und, obwohl wir manchmal nicht zu hundert Prozent einer Meinung sind, weiss Israel, dass Sie sie haben." AM Livni dankte ihm für seine Solidaritätsbezeugung und fügte hinzu: "Zuerst möchte ich ihnen für ihre Solidarität danken. In einigen Orten in Israel ist dies nicht augenscheinlich, und manchmal gibt es eine gewisse Frustration in Israel – das Gefühl, dass wir dieser Art von Bedrohung allein gegenüberstehen, trotz der Tatsache, dass Israel in gewisser Weise die Frontlinie der westlichen Welt gegenüber dieser Art von Terroranschlägen von religiösen Extremisten wie der Hamas darstellt."

Auf die Möglichkeit eines Dialogs mit der Hamas angesprochen, versicherte der EU-Aussenpolitiker: "Die offizielle Politik der Europäischen Union hat sich nicht geändert und wird die gleiche bleiben. Wir haben keinen Kontakt mit der Hamas und halten diese Politik aufrecht – sowohl als Mitglieder der Europäischen Union als auch als Mitglieder des Quartetts. Die Bedingungen haben sich nicht geändert, und daher hat sich auch unsere Politik nicht geändert."

Der vollständige Wortlaut der Pressekonferenz findet sich: hier

(MFA, 03.09.07)


EuroBasket: Israel nach Sieg gegen Makedonien qualifiziert

Die israelische Basketballnationalmannschaft hat sich durch ihren knappen Sieg gegen Makedonien (92:87) am Freitag endgültig für die Teilnahme an der Europameisterschaft in Spanien qualifiziert. Bereits am heutigen Eröffnungstag wird das Team um Trainer Zvi Sherf gegen Griechenland antreten. Die beiden anderen Spiele innerhalb der Gruppe A werden dann in den darauf folgenden Tagen gegen Russland und Serbien geführt werden.

(Ha’aretz, 03.09.07)

Libanon ruft Syrien zur Eindämmung des Waffenschmuggels auf

Libanesische FlaggeDer libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora hat gestern an Syrien appelliert, seine Anstrengungen zur Verhinderung des Waffenschmuggels in den Libanon zu erhöhen. Er wiederholt damit einen Aufruf der UNO, die im Juni die Sicherheitslage an der syrisch-libanesischen Grenze evaluiert hat.

"Wir haben immer auf ernsthafte Grenzkontrollen und angemessene Massnahmen unserer syrischen Brüder gedrängt, um die Grenzen zu sichern", sagte Siniora nach einem Treffen mit dem ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak in Kairo. "Das Andauern der gegenwärtigen Situation unterwirft den Libanon der illegalen Einfuhr von immer mehr Material, Waffen und Personen."

Die USA und Israel haben den Iran und Syrien in der vergangenen Zeit wiederholt bezichtigt, die Hisbollah mit fortgeschrittenen Waffen zu versorgen, die über die syrisch-libanesische Grenze geschmuggelt werden. Damaskus hat dies immer zurückgewiesen.

(Ha’aretz, 07.09.07)


Israelische Urlauber kehren auf den Sinai zurück

Trotz Terrorwarnungen entscheiden sich wieder mehr und mehr Israelis, ihren Urlaub auf der Sinai-Halbinsel zu verbringen. Nach Schätzungen der Tourismus-Industrie werden über die kommenden Feiertage mindestens 20 000 Israelis den Sinai besuchen.

Wie das Zentralamt für Statistik mitteilt, haben in den ersten sieben Monaten des Jahres 118 600 Israelis das klassische Urlaubsziel am Roten Meer gewählt. Allein im Juli reisten 35 200 Israelis dorthin. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies einen Anstieg von 45 Prozent. Im August liess sich eine ähnliche Entwicklung beobachten.

(Yedioth Ahronoth, 07.09.07)


Rishon Lezion – die wohlhabendste Grossstadt Israels

Rishon LezionGemessen an den Ausgaben von Haushalten war die an den südlichen Ausläufern Tel Avivs gelegene Stadt Rishon Lezion im Jahr 2006 die wohlhabendste Grossstadt Israels. Dies geht aus dem bericht des Zentralamts für Statistik hervor, der die Haushaltsausgaben in Israels 14 grössten Städten aufgelistet hat. Die Ausgaben pro Familie belaufen sich in 'Rishon' auf 3166 Dollar im Monat.

Den untersten Platz nimmt bei dem Ranking die nur wenige Kilometer entfernte Küstenstadt Bat Yam ein. Hier beliefen sich die durchschnittlichen Monatsausgaben pro Familie im Jahr 2006 auf lediglich 1998 Dollar – das sind 37 Prozent weniger als in Rishon. Die höchsten individuellen monatlichen Ausgaben verzeichnet Tel Aviv (1389 $), die niedrigsten Bnei Brak (492$).

Die Haushalte in Rishon rangieren auch an erster Stelle, was den Besitz von Mobiltelefonen (90%), Computern (74.1%) und Autos (75%) angeht. In Bnei Brak verfügen nur 24.2 Prozent der Haushalte über ein eigenes Auto.

(Yedioth Ahronoth, 06.09.07)


EuroBasket: Israel nach Sieg gegen Serbien eine Runde weiter

Die israelische Basketball-Nationalmannschaft hat sich bei der Europameisterschaft in Spanien gestern Abend durch ihren knappen Sieg gegen Serbien (87:83) das Weiterkommen in die zweite Runde gesichert. Nach den Niederlagen gegen Griechenland und Russland hat das Team damit die letzte Gelegenheit genutzt, im Turnier zu bleiben.

Nun wird Israel sich am Wochenende gegen Kroatien und Portugal und danach gegen den Gastgeber Spanien bewähren müssen. Für die Qualifikation zum Viertelfinale sind mindestens zwei Siege nötig.

(Ha’aretz, 06.09.07)


Livni trifft D’Alema

Der italienische Aussenminister Massimo D’Alema und Israels Aussenministerin Tzipi LivniIsraels Aussenministerin Tzipi Livni hat sich am Mittwoch in Jerusalem mit ihrem italienischen Amtskollegen Massimo D’Alema getroffen. Auf der anschliessenden gemeinsamen Pressekonferenz äusserten sich beide zur aktuellen Bedrohung aus dem Gaza-Streifen und dem allgemeinen Stand der israelisch-palästinensischen Beziehungen.

Nachdem der italienische Aussenminister seine Solidarität mit Israel und der israelischen Bevölkerung, vor allem im raketengeplagten Sderot, zum Ausdruck gebracht hatte, appellierte er an alle Seiten, die derzeit gegebene Gelegenheit zu einem Friedensabkommen nicht verstreichen zu lassen. Livni legte in diesem Zusammenhang noch einmal entschieden Israels Standpunkt gegenüber der Hamas und ihrer Gewaltherrschaft im Gaza-Streifen dar:

"Israel hat Gaza verlassen. Wir haben die Philadelphi Route geöffnet. Nachdem, was wir gesehen haben, ist Israels Verantwortung für das, was seit dem Ende der Besatzung geschehen ist, an ihr Ende gelangt bzw. drastisch reduziert worden. Eine Situation, in der einerseits Gaza von einer Terrororganisation übernommen worden ist, die weder Israel noch die bisher geschlossenen Abkommen anerkennt, und andererseits Israel weiter Verpflichtungen hat, ist schlichtweg verkehrt, meiner Meinung nach. Daher glaube ich, dass dies Raum lässt für Aktionen, die Israel ergreifen kann, ohne eine humanitäre Krise in Gaza herbeizuführen, um der Hamas und anderen Terrororganisationen die Botschaft zu übermitteln.

Ich muss sagen, dass mir auch die Nuancen in Hinsicht darauf, was welche Organisation tut, egal sind. Gaza wird von der Hamas kontrolliert. Dies bedeutet Einiges, und das Leben kann dort auch nicht normal weiterlaufen, selbst wenn wir das Abfeuern der Qassam-Raketen nicht vollständig verhindern können. Ich glaube, es gibt Dinge, die ein Staat zu tun verpflichtet ist."

Der vollständige Wortlaut der Pressekonferenz in englischer Sprache findet sich: hier

(MFA, 05.09.07)


Gaza: Hamas baut reguläre Armee auf

Hamas TerroristenDie Mörsergranaten und Qassam-Raketen, die auf den westlichen Negev geschossen werden, sind nur sekundäre Rauchschwaden aus einem Vulkan, der, ohne dabei gestört zu werden, seinem Ausbruch entgegen treibt. Innerhalb der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) gibt man sich keinen Illusionen hinsichtlich der anwachsenden militärischen Macht hin, die im Gaza-Streifen gegen Israel aufgebaut wird. Wie hochrangige Militärs mitteilen, liegt dort schon heute eine Infanterie-Panzerabwehr-Division in Stellung. Die Palästinenser Gazas imitieren die Hisbollah. Auch die Hamas hat eine ‚Gaza-Division’.

Dem Divisionskommandanten der Hamas sind drei Kommandanten unterstellt, die über Brigaden in drei Einsatzgebieten befehlen. In jeder Einheit gibt es wiederum Befehlshaber von lokalen Regimentern, die über den gesamten Gaza-Streifen verteilt sind, und unter ihnen Kompanien, Abteilungen und örtliche Kräfte, die auf Panzerabwehr, Sabotage, Patrouille, Fotografie und Spähen spezialisiert sind.

Den ZAHAL-Einheiten, die im "Sicherheitsbereich" – einem ein Kilometer breiten Streifen innerhalb des Territoriums von Gaza – operieren, stehen Kompaniekommandanten der Hamas gegenüber, die den Kampf gegen die mobilen Einsatzkräfte der israelischen Armee lenken. Ein solcher Kommandant hat Anfang der vergangenen Woche einen 15-jährigen Selbstmordattentäter mit zwei Sprengstoffgürteln losgeschickt, nachdem er einen Hinterhalt der Armee in einem einer Raketenabschussrampe gegenüberliegenden Gebäude entdeckt hatte. Der Knabe sollte sich dort in die Luft sprengen, wurde aber gefangen genommen.

Die Hamas-Division besteht aus zwei Teilen: dem militärischen Arm mit 7000 Mann und der Einsatztruppe mit 5000 Mann. Letztere hat die militärische Machtübernahme der Hamas über den Gaza-Streifen vollzogen und ist heute vorwiegend mit polizeilicher Überwachung und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung befasst. Dabei hat die Hamas kein Personalproblem – 60 Prozent der Bevölkerung des Gaza-Streifens sind unter 20 (rund 600 000 junge Burschen). Das Reservoir an Nachwuchs ist beinahe unerschöpflich, und auch an Waffen mangelt es nicht.

Tatsächlich findet an der Grenze zu Israel schon heute eine Art "Kleinkrieg" statt, hinter dem sich ein regelrechter ‚Krieg der Gehirne’ verbirgt. Sobald die israelische Armee agiert, lernt die Gegenseite, zieht ihre Lehren, setzt diese um und reagiert. Während die Hamas in defensiver Hinsicht in städtischen Gebieten (teils unterirdische) Schutzstellungen ausbaut, um die Schlagkraft der israelischen Luftwaffe zu beeinträchtigen, und gleichzeitig verschiedene Massnahmen zur Abwehr gepanzerter Fahrzeuge ergreift, verbessert sie in aggressiver Hinsicht die Kommandostrukturen von professionellen Banden, die jenseits des Sicherheitszauns Anschläge in Israel durchführen sollen.

Momentan sind der Politik der Hamas noch Zügel angelegt, um Zeit zu gewinnen. Währenddessen lässt sie die diversen anderen Terrororganisationen im Gaza-Streifen agieren.

(Yedioth Ahronoth, 04.09.07)


Israelische Arbeitnehmer haben 40 Tage im Jahr frei

Flagge des Staates IsraelIsrael gehört zu den Ländern, in denen die Arbeitnehmer den meisten bezahlten Urlaub haben. Wie eine weltweite Studie der Unternehmensberatung Mercer Human Resource Consulting offenbart, kommen Angestellte in Israel so wie ihre Kollegen in Frankreich und Litauen auf ganze 40 Ferientage im Jahr.

An der Spitze des Rankings steht dabei Finnland mit 44 bezahlten Urlaubstagen. Am anderen Ende der Skala befinden sich Vietnam mit 22 und Kanada mit nur 20 Tagen im Jahr. Die Mercer-Studie unterteilt die Ferien in zwei Kategorien, das Minimum an bezahlten Urlaubstagen und bezahlte religiöse und nationale Feiertage.

In Israel müssen die Arbeitgeber ihren Angestellten mit mehr als zehn Jahren Festanstellung 24 Tage bezahlten Urlaub im Jahr gewähren (ohne Feiertage). Andere Länder mit einer ähnlichen Regelung sind Deutschland, Österreich, Dänemark, Griechenland, Ungarn, Luxemburg, Malta und Schweden. Das Schlusslicht bildet – nach Indien mit 12 Tagen – wiederum Kanada mit nur 10 Tagen.

Für den israelischen Arbeitnehmer sind es die Feiertage, die sein Ferienkontingent anschwellen lassen. Schliesslich gibt es in Israel etwa 15 bezahlte öffentliche Feiertage. Rekordhalter in dieser Hinsicht sind der Libanon und Marokko mit 18 und Indien mit 19 Tagen.

(Globes, 03.09.07)


Iran beschleunigt Uran-Anreicherung

Iranischer Staatspräsident Mahmoud AhmadinejadDer iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat gestern verkündet, dass sein Land 3000 Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb gesetzt hat. Um dem Ziel, eine Atommacht zu werden, näher zu kommen, sollen in der kommenden Woche weitere Zentrifugen installiert werden. Trotz der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates werde der Iran sein Atomprogramm fortsetzen.

Die Worte Ahmadinejads stehen im Widerspruch zu dem Bericht, den die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am letzten Donnerstag veröffentlicht hat. Diesem zufolge verfügt der Iran lediglich über 2000 Zentrifugen, mit denen nur eine relativ kleine Menge von Uran auf niedriger Stufe angereichert werden kann.

Die amerikanische Regierung betrachtet den letzten Bericht der IAEA und dessen Kommentierung durch Generaldirektor Mouhmad el-Baradei mit grosser Sorge, da sie denjenigen, die gegen eine Verschärfung der Sanktionen sind, neue Munition liefern. Dies betrifft vor allem Russland und China.

(Ha’aretz, 03.09.07)


Shahar Pe'er im Viertelfinale der US-Open

Shahar Pe'erIsraels Star-Tennisspielerin Shahar Pe'er hat bei den US Open den Einzug in ihr zweites Viertelfinale geschafft, nachdem sie am gestrigen Montag die Polin Agnieszka Radwanska besiegt hat. Radwanska hatte zuvor die Favoritin Maria Sharapova aus dem Rennen geworfen.

Pe'er gewann in zwei Sätzen komfortabel mit 6:4 und 6:1. In ihrem nächsten Spiel wird sie gegen die auf Platz 6 der Weltrangliste rangierende Russin Anna Chakvetadze antreten müssen.

(Yedioth Ahronoth, 03.09.07)


Sderot: Neues Schuljahr – neue Raketen

Hier war es noch eine Übung für den ErnstfallDas neue Schuljahr hat für die Kinder der südisraelischen Kleinstadt Sderot mit einem Raketenhagel begonnen. Allein heute Morgen haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen sieben Qassam-Raketen auf die Stadt und ihre Umgebung abgeschossen. Auf dem Schulweg ertönten die Sirenen auf 'Alarmstufe Rot'. Eine der Raketen schlug auf dem Gelände eines Kindergartens ein. Insgesamt zwölf Personen, vor allem Kinder, mussten wegen Schocks in das Barzilai-Krankenhaus in Ashekelon eingewiesen werden.

Sderots Einwohner sind wütendIn der ganzen Stadt waren in den Morgenstunden verzweifelte Eltern auf den Beinen, die ihre Kinder aus der Schule holten und schworen, sie in der näheren Zukunft nicht mehr dorthin zurück zu schicken. Natalie, eine Erzieherin in dem getroffenen Kindergarten, berichtet: "Viele der Kinder schrieen, und wir versuchten, sie zu beruhigen. Ich habe mir auch überlegt, die Stadt zu verlassen, wie ich es in der Vergangenheit schon für einen Monat getan habe. Ich habe ein Kind, und ich will nicht, dass es so etwas erleben muss."

Der Islamische Jihad, der einmal mehr die Verantwortung für die Raketenangriffe übernommen hat, bezeichnete diese als "Geschenk zum Beginn des Schuljahres".

(Ha’aretz, 03.09.07)

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