| Nachrichten vom 20. - 26. Dezember 2009 | ||
Industrieproduktion angestiegen
Gemäss dem Zahlentrend ist die Produktion auf Jahresbasis zwischen August und Oktober umgerechnet um 7.5% gestiegen. Den Prognosen nach wird Israels Wirtschaft im Jahr 2009 kein Wachstum aufweisen. Im dritten Quartal ist sie jedoch auf Jahresbasis umgerechnet um 2.2% gewachsen. (Yedioth Ahronoth, 22.12.09) Antikes Wohnhaus in Nazareth entdeckt
Die IAA hatte mit kleineren Ausgrabungen neben der Verkündigungskirche begonnen, da dort ein neues Gebäude des International Mariam Center entstehen soll. Ausgrabungsleiterin Yardena Alexandre äusserte sich zu dem neuen Fund: "Die Entdeckung ist von grösster Bedeutung, da sie erstmals ein Haus des jüdischen Dorfes Nazareth zeigt und dadurch Licht auf die Lebensweise zur Zeit von Jesus wirft. Das Gebäude, das wir gefunden haben, ist klein und bescheiden und höchstwahrscheinlich typisch für die damaligen Behausungen in Nazareth. Aufgrund der wenigen schriftlichen Quellen, die es gibt, wissen wir, dass Nazareth im 1. Jh. n. Chr. ein kleines jüdisches Dorf war, das in einem Tal lag. Bisher sind eine Reihe von Gräbern aus der Zeit von Jesus in Nazareth gefunden worden; allerdings sind keine Sieldungsüberreste entdeckt worden, die dieser Zeit zugeschrieben werden." (MFA, 21.12.09) Nordkoreanische Waffenlieferung an den Iran in Bangkok beschlagnahmt
Das Ziel der Ilyashin-76, an Bord derer die thailändischen Zollbehörden 35 Tonnen Rüstungsgüter gefunden haben, galt bislang als unbekannt. Ein Flugplan, den Forscher in den USA und Belgien erlangt haben, zeigt, dass das Flugzeug nach Bangkok Zwischenstopps zum Tanken in Sri Lanka, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Ukraine einlegen sollte, um letztlich seine Fracht in Teheran zu entladen. Im Iran verweigerte man jegliche Auskunft. Das neuerliche nordkoreanisch-iranische Waffengeschäft wirft neue Fragen dazu auf, wie einzelne Staaten die internationalen Sanktionen gegen den Iran umschiffen können. Noch ist unklar, ob Teheran die Waffen für sich selbst akquirieren oder sie an Verbündete im Nahen Osten wie die Hisbollah oder die Hamas weiterleiten wollte. Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://online.wsj.com/article/SB126134401523799287.html (The Wall Street Journal, 21.12.09) Unterdessen hat der iranische Parlamentsvorsitzende Ali Larijani am Sonntag während eines Staatsbesuchs in Kairo die Unterstützung verteidigt, die sein Land der palästinensischen Terrororganisation Hamas zukommen lässt. Larijani erzählte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak, dass Teheran stolz auf seine "moralische" Unterstützung der Hamas sei. (The Jerusalem Post, 21.12.09) |
Frankreich fordert neue Sanktionen gegen den Iran
"Ich denke, es gibt keine andere Lösung", erzählte Kouchner Journalisten. Über den exakten Zuschnitt der Sanktionen werde noch diskutiert; sie würden jedoch spezifiziert sein. Die USA haben dem Iran eine informelle Frist bis Jahresende gesetzt, um zu zeigen, dass er ernsthaft willens sei, über sein Atomprogramm zu verhandeln. Der UN-Sicherheitsrat wird die Angelegenheit voraussichtlich nicht vor Januar behandeln. (Yedioth Ahronoth, 21.12.09) Neue Gesichter für den Shekel
Auf dem 20-Shekel-Schein wird Theodor Herzl Israels zweiten Ministerpräsidenten Moshe Sharett ablösen; Literaturnobelpreisträger Shai Agnon (Bild) wird auf dem 50-Shekel-Schein Israels ersten Ministerpräsidenten David Ben-Gurion Platz machen. Auf den 100- und 200-Shekel-Scheinen werden Israels zweiter Präsident Yitzhak Ben-Zvi und Israels dritter Präsident Zalman Shazar gegen die früheren Ministerpräsidenten Menachem Begin bzw. Yitzhak Rabin ausgetauscht. Die neuen Scheine sollen 2012 in Umlauf gebracht werden. <Globes, 17.12.09> (Botschaft des Staates Israel, 21.12.09) Die palästinensische Verweigerung von Friedensverhandlungen
Das jüngste Beispiel dieses rätselhaften palästinensischen Verhaltensmusters findet sich in der Weigerung der Palästinenser, die Friedensverhandlungen mit der Anfang 2009 neu gewählten israelischen Regierung überhaupt wieder aufzunehmen. Die stetige Zurückweisung aller israelischen Friedensinitiativen von Seiten der Palästinenser und ihre gegenwärtige Verweigerung von Verhandlungen, lässt es Israel als fraglich erscheinen, ob seine Nachbarn sich tatsächlich dem Frieden verpflichtet fühlen. Eine ausführliche Dokumentation zum Thema gibt es unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/169673.pdf <MFA, 17.12.09> (Botschaft des Staates Israel, 21.12.09) Barak trifft Suleiman
"Der Verteidigungsminister hat wiederholt die dringlichste Notwendigkeit betont, die Aufrüstung der Hamas mit Kriegsgerät, einschliesslich von Raketen, zu verhindern", übermittelt das Verteidigungsministerium in seiner Erklärung. Ausserdem sei es um Möglichkeiten der Förderung des Friedensprozesses gegangen. Barak sagte: "Ich freue mich, den Minister Omar Suleiman hier zu empfangen. Wir freuen uns immer, ihn zu sehen. Ägypten ist ein zentraler Akteur in der Region und tief in alle Aspekte des regionalen Diskurses und in die Diskussion über die Möglichkeiten einer Wiederaufnahme des Friedensprozesses involviert." Dabei fügte der Verteidigungsminister hinzu: "Ich hoffe, wir werden fruchtbare Gespräche hier haben und fruchtbare Gespräche zwischen dem Minister und den Kollegen in der Regierung und im Geheimdienst- und Sicherheitsapparat. Ich hoffe, dass dies dazu beitragen wird, schnell zu einem konkreten diplomatischen Diskurs mit den Palästinensern über die Wiederaufnahme der Verhandlungen zu gelangen." (Ma'ariv NRG, 20.12.09) |