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Nachrichten vom 20. - 26. April 2008
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Zwei Israelis nahe Tulkarem ermordet

SymbolfotoZwei israelische Sicherheitsleute sind heute Morgen bei einem Schussangriff im zentralisraelischen Gewerbegebiet Nitzanei Oz unweit der Stadt Tulkarem im Westjordanland ermordet worden. Bei den beiden handelt es um den 53jährigen Shimon Mizrahi aus Bat Hefer und den 51jährigen Eli Wassermann aus Alfei Menashe. Sie waren für die Zugangskontrolle palästinensischer Arbeiter zuständig.

Die Al-Quds-Brigaden des Islamischen Jihad haben die Verantwortung für den Anschlag übernommen. Ein hochrangiger Vertreter der Terrororganisation teilte mit, dass er von einem gesuchten Palästinenser verübt wurde, der vor einigen Tagen aus einem Gefängnis der Palästinensischen Autonomiebehörde ausgebrochen sei.

(Yedioth Ahronoth, 25.04.08)


Palästinenser behindern UNRWA-Aktivitäten im Gaza-Streifen

UNRWA-LogoOberst Nir Press, der Leiter des Koordinations- und Verbindungsbüros für den Gaza-Streifen hat am Donnerstag zu der Angelegenheit des vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNRWA) beklagten Treibstoffmangels Stellung genommen.

"Nachdem wir von der UNRWA eine Anfrage in Bezug auf den Mangel an notwendigem Treibstoff erhalten hatten, haben wir gestern mit ihr, der palästinensischen Treibstoff-Assoziation und der palästinensischen Treibstoff-Verwaltung die Lieferung des angeforderten Treibstoffs koordiniert.

Der besagte Transfer bestand aus 100 000 Liter Diesel und zusätzlichen 20 000 Litern Benzin und sollte aus dem Treibstoffbestand im palästinensischen Depot bei Nahal Oz bezogen werden. Der dortige Bestand beläuft sich auf eine Million Liter. Die Palästinenser haben im Laufe des vergangenen Monats keinerlei Treibstoff von dort entnommen und liefern nicht den für humanitäre und zivile Anforderungen notwendigen Treibstoff. Auf diese Weise erzeugen die von der Hamas geführten Palästinenser Engpässe, Mangel und Krise."

In Übereinstimmung mit dem Transferabkommen kam am Donnerstagnachmittag der erste Tanklastzug aus dem Gaza-Streifen, um Treibstoff für die UNRWA zu beziehen. Zehntausende Palästinenser blockierten jedoch die Hauptzufahrtswege zu dem Depot, verhinderten die Zufahrt des Tankwagens und somit die Treibstoffversorgung.

Es sei betont, dass Israel in die Vorgänge im Gaza-Streifen, den Verkehr auf den Strassen oder die Zufahrt zum Depot nicht involviert ist oder Verantwortung dafür trägt.

Israel hat die UNRWA für ihre aktuellen Aktivitäten der vergangenen Monate mit Treibstoff versorgt und seit gestern versucht, der Organisation gegenüber den Palästinensern beizustehen, um den Bezug des notwendigen Treibstoffs zu ermöglichen, und zwar in ähnlicher Weise, wie es in Hinsicht auf die Dieselzufuhr für das Kraftwerk im Gaza-Streifen geschehen ist. Gestern sind etwa eine Million Liter an das Kraftwerk geliefert worden, die gesamte Menge hat ihre Bestimmung erreicht.

Es ist unsere Hoffnung, dass die Palästinenser den Tanklastzügen morgen erlauben werden, das Treibstoffdepot zu erreichen und die UN-Organisationen, die sich um die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen kümmern, zu versorgen.

Leider erleben wir abermals einen weiteren Versuch der Hamas, auf Kosten der Zivilbevölkerung eine Krisensituation im Gaza-Streifen zu erzeugen. Der Treibstoff-Terminal von Nahal Oz und der Übergang Kerem Shalom sind angegriffen und die Versorgung mit Treibstoff für humanitäre Zwecke behindert worden, während die Hamas versucht, den daraus entstandenen Druck direkt auf Israel zu lenken.

Oberst Press hat die Palästinenser dazu aufgerufen, Treibstoff vom palästinensischen Depot bei Nahal Oz zu beziehen und ihn für jene verschiedenen humanitären und zivilen Zwecke einzusetzen, für die er bestimmt ist.

(MFA, 24.04.08)

Unterdessen gehen die humanitären Hilfslieferungen Israel in den Gaza-Streifen weiter. Allein am Mittwoch sind 76 Lastwagen am Übergang Sufa abgefertigt worden.

Eine Auflistung der Lieferungen der vergangenen zwei Monate findet sich: hier (extern)


Tourismusministerium unterstützt drusische und tscherkessische Gemeinden

Drusischer LadenDas israelische Tourismusministerium wird in diesem Jahr für Initiativen drusischer und tscherkessischer Gemeinden in Galiläa zur Schaffung von Ferienwohnungen (Zimmerim) zwei Millionen Shekel bereit stellen. An dem Programm nehmen 14 Gemeinden teil, u.a. Abu Senan, Juils, Churfesh, Majar und Pki’in.

Die Unterstützung wird im Rahmen des auf mehrere Jahre (2006-2009) angelegten Regierungsprogramms zur Entwicklung von Minderheitsgemeinden erfolgen, dessen Budget sich insgesamt auf acht Millionen Shekel beläuft.

Ziel ist die Schaffung von etwa 300 zusätzlichen Zimmerim zu den bereits im Jahr 2006 eingerichteten 225. Das Ministerium wird jede Investition mit einem Anteil von 24% unterstützen.

(Ha'aretz, 24.04.08)


Nahal Oz-Terminal wieder geöffnet

Treibstoff-Terminal Nahal OzIsrael hat heute wieder den Treibstoff-Terminal bei Nahal Oz an der Grenze zum Gaza-Streifen geöffnet. Eine Million Liter Diesel werden nun an das Kraftwerk in Gaza geliefert, was für einen dreitägigen Betrieb ausreicht. Die israelische Armee teilt mit, dass bereits mit der Dieselzufuhr begonnen worden ist.

Das Kraftwerk in Gaza deckt ein Drittel des dortigen Energiebedarfs ab, der Rest wird grösstenteils aus israelischen Elektrizitätswerken zur Verfügung gestellt.

Der Terminal in Nahal Oz war geschlossen worden, nachdem palästinensische Terroristen ihn immer wieder attackiert hatten. Zuletzt wurden am 9. April zwei zivile israelische Mitarbeiter bei einem Terroranschlag ermordet.

Über den Übergang Sufa werden währenddessen weiterhin Lebensmittel und andere humanitäre Güter in den Gaza-Streifen transferiert.

(Jerusalem Post, 23.04.08)


Hisbollah-Terroristen bedrohen UNIFIL-Soldaten

Hisbollah-LogoTerroristen der Hisbollah haben im vergangenen Monat Soldaten der UNIFIL bedroht. Eine Patrouille der internationalen Friedenstruppe im Libanon hatte einen mit Waffen und Munition geladenen Lastwagen der Organisation gestellt und war dann gewaltsam an der Kontrolle gehindert worden. Unverrichteter Dinge mussten die Soldaten zu ihrer Basis zurückkehren.

Der Vorfall wurde nun in einem Halbjahresbericht kurz erwähnt, den UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon dem Weltsicherheitsrat vorgelegt hat. Es war dies das erste Mal. Dass UNIFIL-Truppen direkt von bewaffneten Hisbollah-Terroristen konfrontiert wurden, und zwar südlich des Litani, wo sich die Hisbollah laut Sicherheitsresolution 1701 gar nicht aufhalten dürfte.

In israelischen Sicherheitskreisen geht man davon aus, dass Hisbollah-Terroristen in weiten Teilen des Südlibanon präsent sind, wo sie die Unterstützung der shiitischen Mehrheitsbevölkerung geniessen.

(Ha'aretz, 22.04.08)


Israel öffnet Übergänge Erez und Sufa

Trotz der jüngsten Anschläge hat Israel heute Vormittag die Übergänge Erez und Sufa wieder geöffnet. Im Laufe des heutigen Tages werden in Sufa voraussichtlich 86 Lastwagen mit Hilfsgütern die Grenze zum Gaza-Streifen passieren. In Erez werden kranke Palästinenser wieder die Möglichkeit erhalten, zur medizinischen Behandlung nach Israel einzureisen.

(Jerusalem Post, 22.04.08)


Jerusalem erhält Waldorf-Astoria

Fassade des Palace-Hotel in JerusalemJerusalem wird demnächst ein Waldorf-Astoria-Hotel sein Eigen nennen können. So hat IPC Jerusalem, ein Unternehmen der Hilton-Gruppe, nun eine entsprechende Management-Vereinbarung getroffen.

Das neue Hotel der renommierten Kette wird das frühere Palace Hotel nahe der Altstadt zu einer Luxusunterkunft mit 220 Zimmern und Suiten, einem Swimming-pool, einer grossen Wellness-Einrichtung, drei Restaurants und grosszügigen Konferenz- und Tagungsräumlichkeiten umgestalten. Dafür wollen schätzungsweise 100 Millionen Dollar investiert werden.

Das Palace-Hotel mit seiner historischen Fassade wurde 1929 erbaut und beherbergte jahrzehntelang das israelische Industrie- und Handelsministerium. Die Marke Waldorf-Astoria führen derzeit fünf Hotels weltweit, vier in den USA und eines in Saudi-Arabien. Das neue Hotel in Jerusalem soll 2010 eröffnet werden.

(Yedioth Ahronoth, 22.04.08)


Mor: Lieber leben als beliebt sein

Israels Gesandter in Deutschland, Ilan MorIsraels Gesandter in Berlin Ilan Mor hat sich in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zu Problemzonen des deutsch-israelischen Verhältnisses und zur aktuellen Lage seines Landes geäussert.

Der Diplomat erläutert hier u. a. die Linie, die zwischen legitimer Kritik an Israel und Antisemitismus zu ziehen ist: "Da gibt es den so genannten 3-D-Test. Wenn drei ‚D’ erfüllt sind, dann wissen wir, dass die schmale Grenze zum Antisemitismus überschritten ist: Delegitimierung, Dehumanisierung und doppelter Standard."

Zu dem Imageproblem, unter dem der Staat Israel zu leiden hat, bemerkt Mor: "Ja, das Ansehen Israels in der Welt ist nicht so gut. Aber manchmal ziehen wir es eben vor, am Leben zu bleiben, statt beliebt zu sein. Meine Aufgabe ist es, das zu erklären. Sehen Sie, was wir brauchen, ist eine gewisse Sympathie, die uns zeigt, dass wir nicht alleine sind. Wenn wir nicht mehr das Gefühl hätten, geächtet zu sein, könnte unsere Politik mutiger sein. In dem Moment, wo auch die arabische Welt uns anerkennt und als gleichberechtigt akzeptiert, werden Sie sehr überrascht sein, wie weit Israel bereit ist, mit den Palästinensern zu gehen.”

Das vollständige Interview findet sich: hier (extern)

(WAZ, 21.04.08)

Raketen auf Ashkelon

Überreste einer Rakete (Archivfoto vom 16.01.08)Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben heute Morgen vier Raketen auf die südisraelische Küstenstadt Ashkelon abgeschossen. Eine der Raketen schlug im Friedhof im Süden der Stadt ein und zerstörte Dutzende von Gräbern. Eine weitere landete in einem Gewerbegebiet nahe einer strategischen Anlage. Dabei entstand weder Sach- noch Personenschaden. Wo die beiden übrigen Raketen gelandet sind, liess sich bisher nicht feststellen.

Die Verantwortung für den heutigen Beschuss haben die Al-Quds-Brigaden übernommen, der militärische Arm des Islamischen Jihad.

(Yedioth Ahronoth, 25.04.08)


Botschafter Ben-Zeev mahnt zur Entschlossenheit gegenüber dem Iran

Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-ZeevIsraels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat sich in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu Fragen des Verhältnisses zwischen Israel und Deutschland und zur politischen Situation im Nahen Osten geäussert.

Während der Diplomat die deutsch-israelischen Beziehungen grundsätzlich positiv bewertet, bemängelt er doch die fehlende Bereitschaft der Europäer, die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm so ernst zu nehmen, wie es erforderlich sei.

"Wie kann es beispielsweise sein, dass iranische Hochschüler in Deutschland Atomphysik studieren und dieses Wissen dann mit in ihre Heimat nehmen?", fragt Ben-Zeev, um sodann auf die "grosse und verständliche Sehnsucht nach Konfliktvermeidung" zu verweisen. "Aber Konflikte lassen sich nicht lösen, indem man ihnen ausweicht."

Skeptisch zeigt sich der Botschafter hinsichtlich der Rolle Syriens im gegenwärtigen Friedensprozess, vor allem wegen seines Agierens im Libanon: "Unter Hafis al-Assad wurde die dortige Hisbollah klein gehalten und Teheran kein direkter Einfluss eingeräumt, Baschar al-Assad dagegen hat die Hisbollah kaum im Griff und ist zum Erfüllungsgehilfen Teherans geworden."

Der vollständige Artikel findet sich unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/136830.pdf

(Botschaft des Staates Israel, 25.04.08)


Israel schliesst Handelsabkommen mit afrikanischen Staaten

Flagge des Staates IsraelIsrael wird gemeinsam mit vier afrikanischen Staaten eine Erklärung zur wirtschaftlichen Kooperation unterzeichnen, um neue Exportmärkte zu öffnen und den Ländern zu helfen, ihre Infrastruktur auszubauen und sich technologisch fortzuentwickeln.

Die afrikanische Delegation, die sich aus Wirtschaftsministern und anderen Vertretern aus Ruanda, Burundi, Benin und Liberia zusammensetzt, wird in der kommenden Woche zu dem internationalen Wirtschaftskongress "Approaching a New Era" in Jerusalem anreisen und in diesem Rahmen die Erklärung mit Israels Industrie- und Handelsminister Eli Yishai unterzeichnen.

"Israel ist auf vielen Feldern, wie etwa der erneuerbaren Energie und der Landwirtschaft, ein globaler Spitzenreiter in Industrie und Technologie", sagt Dale Neill von der International Christian Chamber of Commerce (ICCC) in Los Angeles, die die Kooperationserklärung initiiert hat. "Die Unterzeichnung der Deklaration ist ein Ausdruck unseres Vertrauens und unserer Zuversicht in die Wirtschaft Israels sowie seine Fähigkeit, afrikanischen Ländern zu helfen. Israel hat, was Afrika braucht, und so glauben wir, dass die Kooperation neue Absatzmärkte für Israel öffnen wird."

(Jerusalem Post, 24.04.08)


Apokalyptische Politik im Iran

Iranische FlaggeDie apokalyptische Politik im Iran wurzelt im Scheitern der anfänglichen Vision der Islamischen Republik. Die Islamische Revolution von 1979 begann mit dem utopischen Versprechen, durch das islamische Gesetz und eine theokratische Regierungsform den Himmel auf Erden zu schaffen. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat dieses Versprechen jedoch aufgehört die Massen anzuziehen. Im Angesicht dieses Scheiterns hat sich die islamische Regierung einer apokalyptischen Vision zugewandt, die den Unterdrückten Hoffnung bringt und sie selbst als Gegengift gegen unmoralisches und unreligiöses Verhalten präsentiert. Diese Vision, die als Heilmittel für individuelle und soziale Desintegration betrachtet wird, erscheint zu einer Zeit, da die Islamische Republik kein Segment der Gesellschaft befriedigt, weder das religiöse noch das säkulare.

Der Weg der Islamischen Revolution vom Utopismus zur Apokalyptik zeigt sich in der beispiellosen sozialen Neigung zu religiösen Ritualen, wie den Pilgerfahrten nach Mekka, Medina und zu den Schreinen des Iman, und auch im Wiederaufbau der Jamkaran-Moschee.

Als die iranische Regierung mit der Einlösung ihrer Versprechen scheiterte, suchten viele Iraner nach einer Alternative und fanden diese im Kult des Mahdi – des Messias oder verborgenen Iman -, um eine Weltregierung einzurichten. Die Zahl der Menschen, die selbst der Mahdi zu sein oder in direkter Verbindung mit ihm zu stehen vorgeben, hat sowohl in urbanen als auch ländlichen Regionen erheblich zugenommen. Die Flucht in diese primitive Form der Religion hat eine neue Sinnwelt geschaffen, in der Menschen Macht und Bedeutung haben, und nicht nur religiöse Konzepte.

Diese Primitiversion der Religion umfasst nicht nur soziales Verhalten, sondern stellt auch ein wichtiges Element im politischen Entscheidungsprozess dar. In dieser Hinsicht sind zwei politische Führungsfiguren besonders beachtenswert: das Staatsoberhaupt Ayatolla Ali Khamenei und Präsident Mamhoud Ahmadinejad.

Eine ausführliche Hintergrunddokumentation von Mehdi Khalaji stellt das Washington Institute for Near East Policy unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.washingtoninstitute.org/templateC04.php?CID=286

(Botschaft des Staates Israel, 24.04.08)


Rakete trifft Haus in Sderot

Am gestrigen Dienstag haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen insgesamt drei Qassam-Raketen auf den Süden Israels abgeschossen. In der Kleinstadt Sderot schlug am Abend eine Rakete direkt in einem Wohnhaus ein. Einige Bürger mussten sich daraufhin wegen Schocks behandeln lassen.

(Yedioth Ahronoth, 23.04.08)


Darmtransplantation geglückt

Symbolfoto: OperationIn Israel ist erstmals erfolgreich eine Darmtransplantation durchgeführt worden. Ärzte am Kinderkrankenhaus Schneider in Petah Tikwa haben der 16jährigen Liraz eine volle Darmstruktur eingepflanzt. Das Mädchen musste seit 12 Jahren mit einer künstlichen Magensonde und immer wieder im Krankenhaus leben. Nun hat sie einen neuen Magen, einen neuen Dünndarm, einen neuen Dickdarm, eine neue Leber und eine neue Bauchspeicheldrüse bekommen.

Die Organe wurden dem Körper des 12jährigen Omri Gilor aus Kadima entnommen, der am vergangenen Donnerstag beim Spielen von einem Sandhaufen erdrückt worden war und am Samstag seinen Verletzungen erlag. Seine Eltern gaben an, er habe unlängst seiner Mutter gegenüber den Wunsch bekundet, im Falle seines Todes seine Organe zu spenden.

Die 14stündige Operation wurde von dem renommierten Spezialisten Prof. Andreas Tzakis durchgeführt, der in Florida lebt, aber zufällig seine griechische Heimat besuchte, als ihn der Hilferuf seines Freundes Prof. Eitan Mor, Direktor der Transplantationsabteilung am Beilinson-Krankenhaus in Petah Tikva, ereilte.

(Ha'aretz, 22.04.08)


Kleinkind von Qassam-Rakete verletzt

Palästinensische TerroristenDer Raketenbeschuss auf Südisrael von Seiten palästinensischer Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen hält unaufhörlich an. Gestern sind fünf Qassam-Raketen im westlichen Negev gelandet. Dabei wurde ein vierjähriger israelischer Junge leicht verletzt, als eine Rakete neben dem Wagen seiner Eltern im Kibbutz Gevim einschlug. Ausserdem entstand Sachschaden.

Auch heute Nachmittag ist bereits wieder eine Rakete aus dem Gaza-Streifen abgeschossen worden. Sie ging im Gewerbegebiet südlich von Ashkelon nieder. Über Sach- oder Personenschaden liegen keine Angaben vor.

(Yedioth Ahronoth, 21./22.04.08)


13 verletzte Soldaten bei Selbstmordanschlag in Kerem Shalom

Kerem Shalom (Foto: IDF)13 israelische Soldaten sind am Samstag bei einem palästinensischen Selbstmordanschlag am Übergang Kerem Shalom verletzt worden. Die Terroristen waren im Morgennebel mit drei mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugen vom Gaza-Streifen aus auf den Übergang zugefahren und sprengten dort zwei der Fahrzeuge in die Luft. Das Attentat wurde von gleichzeitigem Beschuss mit 15 Mörsergranaten flankiert. Vier Terroristen kamen dabei ums Leben.

Über den Übergang Kerem Shalom werden Nahrungsmittel und andere humanitäre Güter in den Gaza-Streifen geliefert. Etwa 200 Lastwagen passieren ihn wöchentlich zu diesem Zweck.

Später am selben Tag näherte sich ein weiteres getarntes Fahrzeug dem Sicherheitszaun nahe dem Kibbutz Nirim. Eine wachsame Einheit der israelischen Armee entdeckte den Wagen jedoch rechtzeitig und brachte ihn zur Sprengung, bevor er Schaden anrichten konnte.

Die Terroristen planten offensichtlich einen gross angelegten Anschlag. Es war dies der fünfte innerhalb von nur zehn Tagen.

Der Kommandant des Südkommandos der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Yoav Galant, teilte zu den jüngsten Vorgängen mit: "Wir haben seit der Abkoppelung solche Anschläge nicht erlebt, die im Gaza-Streifen synchronisiert sind, mittels gepanzerter Fahrzeuge auf Massenmord und die Entführung von Soldaten abzielen, die Pessach-Feiertage ruinieren und einen schweren Schatten über Israels 60. Jahrestag werfen." Er fügte hinzu: "Die Hamas nutzt das Mitgefühl und die Generosität des Staates Israel aus, indem sie humanitäre Übergänge angreift. Dies ist ein absichtlicher Angriff auf die Hilfe für die palästinensische Bevölkerung."

(MFA, 20.04.08)

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