| Nachrichten vom 20. - 26. August 2006 | ||
Der Iran hat einen weiteren Schritt zum Ausbau seines umstrittenen Atomprogramms unternommen. Präsident Mahmud Ahmadinejad weihte nahe Arak eine Anlage zur Herstellung von so genanntem Schwerwasser ein. Dieses wird in Reaktoren verwendet, bei denen Plutonium als Abfallprodukt anfällt, das zum Bau von Atomwaffen verwendet werden kann. Nach offiziellen iranischen Angaben dient die Anlage vor allem medizinischen Zwecken bei der Erforschung von AIDS und Krebs. Bei seiner Rede unterstrich der iranische Präsident die friedlichen Absichten des Atomprogramms. "Der Iran stellt keine Bedrohung dar, selbst nicht für das zionistische Regime“, sagte er mit der Bezeichnung des Irans für seinen Erzfeind Israel.
Die amerikanische Rockband „Kiss“ hat einen Gruss und ein Lied für einen 20jährigen Soldaten aufgenommen, der bei seinem Einsatz im Libanon verwundet wurde und nun vom Hals abwärts gelähmt ist. Der Soldat ist ein grosser Fan von „Kiss“. Vor einigen Tagen wandte sich der Kommandant der Einheit des Soldaten an den Verein „Für den Soldaten in Israel“ und erkundigte sich, wie man dem verletzten Soldaten eine Freude bereiten könnte. Der Verein wandte sich an den Freundeskreis in Los Angeles, der sich mit den Bandmitgliedern in Verbindung setzte. „Kiss“ kam der Bitte sofort nach und traf sich, um ein Lied und einen Gruss für den verletzten Soldaten aufzunehmen. Das Aufnahmeband, das heute in Israel eintraf, wird am Abend bei der Hochzeit des Bruders des Soldaten gespielt werden. Die Hochzeit findet im Krankenhaus Tel HaShomer statt, damit der verletzte Soldat an der Hochzeitsfeier teilnehmen kann.
Hochrangige Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) haben mitgeteilt, dass die syrische Regierung die Schlüssel für die Heimkehr des entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit in Händen hält. Jeder, der an dieser Angelegenheit beteiligt ist, wisse, dass nur die Hamas-Führung in Syrien den Entführern sagen könne, was mit Shalit geschehen soll und einem Deal zu seiner Freilassung zustimmen könnten. Die PA-Vertreter teilten ausserdem mit, dass die Hamas-Führung in Damaskus syrischen Regierungsvertretern nicht zuvorkommen wird und auf Anweisungen der syrischen Regierung wartet. Die israelische Annahme, dass hochrangige Hamas-Vertreter Shalit aushändigen würden, ohne zuvor grünes Licht von Syrien erhalten zu haben, bezeichneten die palästinensischen Vertreter als unrealistisch. Selbst wenn ein separater Deal mit der Hisbollah ausgehandelt würde, bliebe Syrien der entscheidende Rädelsführer, sagten sie. Iran an Italien: die Entführten sind am Leben, müssen jedoch behandelt werden
Zehn Israelis bei Busunfall im Sinai getötet Bei einem Busunglück in Nuweiba (Sinai) sind am Dienstagnachmittag zehn Israelis und ein weiterer Insasse ums Leben gekommen. 50 Passagiere wurden verletzt. 30 von ihnen wurden in israelischen Krankenhäusern behandelt, der Rest in Ägypten. Die Passagiere wurden erst nach längerer Wartezeit an den Grenzübergang von Taba gebracht. Augenzeugen berichteten, die Ägypter hätten die Überführung von israelischen Verletzten aus örtlichen Krankenhäusern nach Israel erschwert. Israelische Rettungshubschrauber brachten in der Nacht 12 Verletzte in Krankenhäuser in Eilat und Be’er Sheva und elf nach Tzrifin. Augenzeugen berichteten, in den ägyptischen Krankenhäusern habe es kein Wasser gegeben. Patienten hätten auf dem Boden gelegen. Die meisten Reisenden kamen aus Nordisrael, die nach einem Monat des Krieges im Süden Erholung suchten. Die Insassen gehörten zu einer Gruppe arabischer Touristen aus Israel, die in einem Konvoi von vier Bussen unterwegs war. Die Reise wurde von einem Reiseunternehmen aus Nazareth organisiert. Der Unfall ereignete sich um 16:30 Uhr auf einer kurvenreichen Strasse etwa 80 Kilometer südlich von Taba. Der Bus der ägyptischen Gesellschaft RANO überschlug sich. Ein ägyptischer Polizist teilte mit, der Unfall wurde offenbar durch einen geplatzten Reifen verursacht. Andere berichteten über einen rasanten Fahrstil des Fahrers. Das israelische Aussenministerium dankte den ägyptischen Behörden für deren Hilfe bei der Bergung der Opfer. UN-Vertreter: Gefangenenaustausch steht im Mittelpunkt unserer Gespräche in Israel Die Vertreter des UN-Generalsekretärs, Terje Roed-Larsen und Vijay Nambiar, die gestern aus dem Libanon nach Israel kamen, werden sich in ihren Gesprächen auf den Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hisbollah konzentrieren. Larsen sagte gestern, dass die libanesische Regierung und die UN entschieden haben, einen Apparat zur Koordinierung und zur Weitergabe von Informationen zwischen der libanesischen Armee und der UNIFIL einzurichten. Larsen und Nambiar, die sich in den letzten beiden Tagen in Beirut aufhielten, sprachen dort unter anderem über die Kennzeichnung der Grenzen des Libanon mit Syrien und mit Israel, einschliesslich dem Gebiet der Sheba Farmen. Nach den Worten Larsens ist auch eine Zusammenarbeit mit Syrien erforderlich - dessen Erklärungen in Bezug auf die Sheba Farmen klar sind -, um die Angelegenheit zu regeln. Gestern rief Larsen Syrien und den Iran zur Kooperation bei der Neuordnung im Libanon auf. IDF Operation im Bekaa-Tal Die israelische Militäroperation im Beeka-Tal von Freitagnacht war die Reaktion auf eine eindeutige Verletzung des Waffenstillstandes. Die UN-Resolution 1701, auf welcher der Waffenstillstand basiert, ruft zu einem vollständigen Waffenembargo gegen Hisbollah auf und verbietet Waffenlieferungen des Irans und Syriens an die Terroristen der Hisbollah. Die Resolution fordert weiterhin die Stationierung der libanesischen Armee und der internationalen Schutztruppe an den Grenzübergängen entlang der syrisch-libanesischen Grenze, um sicher zu stellen, dass keine Verletzungen des Waffenembargos und keine Lieferungen von verbotenen Waffen und Munition an die Hisbollah stattfinden. Leider hat aus israelischer Sicht bisher keine effektive Stationierung der libanesischen Armee und der internationalen Schutztruppe an der Grenze stattgefunden. In dieser Situation des anhaltenden Waffenschmuggels zur Hisbollah sah sich Israel gezwungen, die Verletzung des Waffenstillstandes zu verhindern, um die Untergrabung der Implementierung von Resolution 1701 einzudämmen und seine Bürger vor der nachgewiesenen Gefahr von Raketenangriffen zu schützen. Israel kann keine Situation tolerieren, in welcher die Hisbollah erneut das Langstreckenraketen-Potential erneuert und israelische Bürger wieder Ziel von Raketensalven der Hisbollah, abgeschossen von libanesischem Boden, werden. Israel behält sich das Recht vor, wie am Freitag zu handeln, in Selbstverteidigung und in Unterstützung der UN-Resolution 1701, im Fall einer anhaltenden Verletzung des Waffenstillstandes in der Zukunft.
Ministerpräsident Ehud Olmert sprach am gestrigen Sonntag (20.8.) mit seinem italienischen Amtskollegen Romano Prodi über die internationale Schutztruppe für Libanon. Ministerpräsident Olmert äusserte im Gespräch, dass Israel die Entsendung italienischer Truppen als Teil der internationalen Schutztruppe für den Libanon als besonders wichtig für die Verwirklichung der UN-Sicherheitsrat-Resolution 1701 betrachtet und die Entsendung ein wichtiger Beitrag für Frieden und Stabilität im Nahen Osten darstellt. MP Ehud Olmert sagte weiterhin, dass die schnellstmögliche Entsendung der Truppen wichtig sei und Italien die internationale Schutztruppe anführen sollte sowie Truppen zur Beobachtung der Grenzübergänge zwischen Syrien und dem Libanon stationiert. Der italienische Ministerpräsident Prodi sagte seinerseits, dass es Italiens Absicht sei, ein massgebliches Militärkontingent zu entsenden, damit dieses die Mission ausführen kann. Prodi wird diese Angelegenheit so schnell wie möglich im italienischen Parlament zur Sprache bringen. Beide Ministerpräsidenten vereinbarten, dass die Frage der Truppenentsendung schnell behandelt werden soll und dass die Regierungschefs beider Länder sich erneut in den nächsten Tagen in Verbindung setzen werden. |
Umfrage: Mehrheit fordert Rücktritt von Ministerpräsident Ehud Olmert Politisches Erdbeben: Eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der Tageszeitung Yedioth Ahronoth kommt zu dem Ergebnis, dass 62 Prozent der Israelis finden, das Ministerpräsident Ehud Olmert bei der Kriegsführung im Libanon versagt hat und zurücktreten sollte. Der Likud profitiert von der Niederlage. Nur 29 Prozent glauben, dass der Ministerpräsident geeignet ist, das Land weiter zu regieren. Etwa 74 Prozent der Befragten sagen, dass Verteidigungsminister Amir Peretz den Krieg falsch handhabte und von seinem Amt zurücktreten sollte. Bloss 20 Prozent sind der Ansicht, Peretz sollte im Amt bleiben. Der Generalstabschef der israelischen Armee, Generalleutnant Dan Halutz, schnitt etwas besser ab als seine Vorgesetzten: 54 Prozent fordern wegen dem Versagen der Armee im Schlag gegen die Hisbollah den Rücktritt, während 38 Prozent der Meinung sind, dass er seinen Posten halten sollte. Militär-Geheimdienst: Syrien spornt die Hisbollah an, ihre Waffen zu behalten Syrien ist zufrieden mit der Strategie der Hisbollah im Südlibanon und ermutigt die schiitische Terrororganisation, in ihrem Widerstand gegen die Entwaffnung standfest zu bleiben. Dies sagte der Leiter des militärischen Geheimdienstes in Israel, Generalmajor Amos Yadlin, am Donnerstag im parlamentarischen Ausschuss für Auswärtiges und Verteidigung in der Knesset. „Die libanesische Armee hat ihre Truppen neben den Truppen der Hisbollah im Südlibanon stationiert, sie jedoch nicht ersetzt“, sagte Yadlin. „Die Hisbollah beabsichtigt nicht, den Südlibanon zu verlassen und ihre Waffen abzugeben. Sie ist höchstens bereit, sie im südlibanesischen Bereich zu verbergen.“ Der Leiter des militärischen Geheimdienstes sagte, Syrien ziehe operative Schlüsse aus der Art und Weise, wie die Hisbollah ihren Feldzug gegen Israel geführt habe. (…) „Syrien und die Hisbollah waren überrascht von der entschlossenen Haltung der israelischen Heimatfront während des Krieges“, sagte Yadlin. „Sie hatten mehr Opfer auf israelischer Seite erwartet, nachdem sie beinahe 4.000 Raketen abgeschossen hatten, und sie hatten ein grösseres Chaos innerhalb der israelischen Gesellschaft erwartet.“ Yadlin fügte hinzu, dass die Hisbollah an drei Fronten agiert, um Gebiete im Libanon, die während des einmonatigen Krieges zerstört wurden, zu rehabilitieren: Wiederherstellung der operativen Infrastruktur, die für den Waffenschmuggel in den Südlibanon benutzt wird; Wiederaufbau von Gebieten, die von Schiiten dominiert werden und während der Kämpfe getroffen wurden, hierzu gehört auch die finanzielle Entschädigung von etwa 12.000 Dollar für jeden der schätzungsweise 15.000 Wohnungseigentümer, deren Besitz zerstört wurde; und Erneuerung des Ansehens der Hisbollah im Libanon in Folge der scharfen Kritik an der Gruppe. Die Hisbollah wurde beschuldigt, den Libanon in einen ungewollten Krieg verwickelt zu haben. Nach Yadlins Worten ist es wichtig, die Tatsache zu beachten, dass die Hisbollah es vorgezogen habe, im Krieg syrische anstatt iranische Waffen zu benutzen. Die meisten der Katjuscha-Raketen, mit Ausnahme der Zelzal-Langstrecken-Raketen, seien eher aus syrischem als aus iranischem Arsenal entnommen worden. Die iranische Unterstützung für die Hisbollah schliesst andererseits professionelles militärisches Training und finanzielle Unterstützung ein. Der Iran transportiert Waffen an die Hisbollah, indem er Syrien als Waffenlager benutzt. Yadlin bemerkte, dass es abgesehen von einigen einzelnen Vorfällen keine signifikante Spannung zwischen den IDF-Truppen, die im Südlibanon stationiert bleiben, und den Hisbollah-Akteuren gebe. Die Hisbollah halte die Feuerpause ein. Die Möglichkeit, dass die Gruppe wieder zu bewaffneten Aktivitäten übergehe, entweder aus eigener Initiative oder in Erwiderung auf Aktionen der israelischen Armee, nehme jedoch zu, wenn die Stationierung internationaler Truppen weiterhin verzögert werde. In Bezug auf den Iran sagte Yadlin, Teheran habe seine Strategie der fortschreitenden Entwicklung atomarer Waffen nicht geändert. Der Iran versuche „auf Zeit zu spielen“ und sei sehr geschickt darin gewesen, die diplomatische Front aufzuhalten während er in der Zwischenzeit seine nukleare Technologie vorantrieb. Der Iran gehe weiterhin seinem Geschäft nach, als kümmere ihn die Aussicht auf eine Krise mit dem Westen nicht. Teheran, so Yadlin, glaubt an seine Fähigkeit, die internationale Gemeinschaft ausmanövrieren zu können. Yadlin sagte, der Iran habe eine abschreckende „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Strategie gegenüber Ländern entwickelt, die sich auf die Einstellung seines Atomprogramms konzentrieren. Auf der internationalen Bühne fühlten sich die Iraner inzwischen stärker als noch vor sechs Monaten. (…) Externer Link
David Grossmann, 52, ist einer der bedeutendsten israelischen Schriftsteller der Gegenwart. In vielen Romanen und Reportagen hat er das Verhältnis von Israelis und Arabern beschrieben; immer wieder hat er sich für eine Verständigung mit den Palästinensern engagiert. Grossmann ist Vater von drei Kindern. Sein Sohn Uri, 20, war Stabsfeldwebel in der israelischen Armee. Er fiel zwei Tage vor dem Ende des Libanon-Krieges. Die Zeitung DIE ZEIT dokumentiert eine leicht gekürzte Fassung der Trauerrede, die David Grossmann am Grab seines Sohnes hielt. weiter >> Israelischer Soldat durch Mine im Südlibanon getötet
Minister Shitrit löst Ramon vorübergehend im Justizministerium ab Ministerpräsident Ehud Olmert hat heute Morgen mit Minister Meir Shitrit vereinbart, dass dieser für begrenzte Zeit anstelle Ramons die Geschäfte im Justizministerium führt. Die anderen Kandidaten, Livni und Bar-On, bleiben in ihren Ämtern. Diese Woche reichte der Justizminister seinen Rücktritt ein, nachdem er der sexuellen Belästigung beschuldigt worden war. Fünf Terroristen im Gazastreifen verhaftet, Waffen beschlagnahmt Bei einer Operation israelischer Soldaten im Gazastreifen wurden in der Nacht fünf bewaffnete Terroristen, darunter zwei Mitglieder der Hamas, verhaftet. Die Festnahme fand am Ortseingang zu Sajaiya im Norden des Gazastreifens statt. Die Verdächtigen wurden den Sicherheitsbehörden zum Verhör übergeben. Im Laufe der Durchsuchungen wurden auch Waffen und Kampfmittel sichergestellt. Das Aussenministerium rät zu Friedensgesprächen mit Syrien, um das Land vom Iran zu lösen Aussenministerin Tzipi Livni prüft einen Vorschlag von Experten im Aussenministerium zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit Syrien. Damit will man versuchen, den grössten Bündnispartner des Iran aus der islamischen „Achse des Bösen“ herauszulösen. Gestern berichtete die Zeitung Ha'aretz, dass die Aussenministerin Yakov Dayan, der bis vor Kurzem als führender politischer Berater diente, zum Verantwortlichen für Syrien ernannt hat. Das Aussenministerium erklärte gestern Abend, dass derzeit der Preis eines Friedensabkommens mit Syrien anscheinend den vollständigen Rückzug von den Golanhöhen bedeute. In Livnis Büro dementierte man gestern mit Nachdruck die Aussage, dass die Ernennung Dayans irgendeine Absicht widerspiegle, die Kontakte zu Syrien wieder aufzunehmen. Dayan nahm in letzter Zeit eine Reihe von Terminen mit externen Spezialisten wahr. Ein Mitarbeiter des Aussenministeriums sagte gestern Abend, dass die grundlegende Einschätzung, die die Ministerin vorgelegte, keine Erfindung des Ministeriums sei. Jeder Orientalist und jedes Forschungszentrum in der westlichen Welt ist bereits zu der Ansicht gelangt, dass die Achse des Bösen dadurch neutralisiert werden müsse, dass Syrien herausgelöst und der Iran isoliert werden muss. Man muss kein grosser Orientalist sein, um zu verstehen, dass die Karten im Nahen Osten neu gemischt und sich die Spielregeln ändern werden, sobald die Iraner die Atombombe besitzen“, hiess es. Grosse Mengen an Waffen für die Hisbollah in Damaskus Die Hisbollah, der Iran und Syrien rüsten sich eifrig für die nächste Runde. Ein ranghoher Offizier der iranischen Revolutionsgarden in Teheran sagte, dass grosse Mengen von Waffen – darunter auch verschiedene Raketentypen – im Verlauf der vergangenen drei Wochen in Damaskus eingetroffen sind und nun auf den Transport in den Libanon warten. Dem Bericht der in London erscheinenden arabischen Tageszeitung „Al-Sharq al-Awast“ zufolge errichteten die Revolutionsgarden ein Notfallkomitee für logistische Angelegenheiten in Damaskus, das für die militärischen Bedarfslieferungen der Hisbollah verantwortlich ist. Darüber hinaus sagte ein Vertreter des iranischen Aussenministeriums, dass sein Land Vorbereitungen für Hilfsprogramme zum Wiederaufbau der zerstörten Regionen im Libanon träfe. Dies widerspricht den Angaben von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah und anderen Quellen, die behaupteten, keine Gelder für den Wiederaufbau des Libanon aus dem Iran zu erhalten. Der Sprecher des Aussenministeriums in Teheran, Hamid Reza Asafi, sagte am Sonntag, dass die Regierung die Form der Unterstützung und der Transportwege in den Libanon „prüfe“. Im Iran scheint, angesichts der dringend notwendigen Unterstützung für einige Regionen im Land selbst, die Opposition in der Bevölkerung gegen die Unterstützung der Hisbollah durch das Regime in Teheran zu wachsen. Laut Angaben aus dem im Büro des geistigen Führers Ayatollah Ali Chameni weist dieser die Regierung trotz des Protestes an, sofortige finanzielle Hilfe an die Hisbollah zu schicken. Der erste Teil der Hilfszahlungen, der sich auf geschätzte 150 Millionen US Dollar beläuft, wurde bereits an eine spezielle Hilfsorganisation überwiesen, die die Hisbollah unter iranischer und syrischer Aufsicht errichteten. | |