Weiterhin Qassam-Raketenfeuer auf Südisrael
Am heutigen Freitag morgen wurden 3 Qassam-Raketen aus dem nördlichen Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Eine Rakete schlug zwischen einer Vorschule und der Krankenschwesternschule des Kibbutz Nir Am in der Region Sha’ar Hanegev ein, nur wenige Momente, nachdem die Kinder von einer Lehrerin in das Gebäude gebracht wurden. Die Eltern strömten sofort herbei zu ihren Kindern. Eine Lehrerin und ein Elternteil eines Kindes erlitten einen Schock und die Schule wurde massiv beschädigt.
"Wir haben grosses Glück, dass keines der Kinder verletzt wurde, doch sie hatten grosse Angst. Dies ist die Realität, mit der sie leben müssen", so eine der Krankenschwestern.
Die beiden anderen Raketen schlugen in offenem Feld und nahe Sderot ein und richteten keinen grösseren Schaden an.
(Yedioth Ahronoth, 28.03.08)
Hamas schmuggelt iranische Pläne für die Verbesserung von Qassam-Raketen in den Gazastreifen
Gemäss Aussagen ranghoher Quellen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) besitzen jene Mitglieder der Hamas, die kürzlich nach einer Ausbildung im Iran in den Gazastreifen zurückgekehrt sind, einen detaillierten Plan für die Verbesserung der Fähigkeiten von Raketen, die im Gazastreifen hergestellt werden.
Eine ranghohe palästinensische Quelle sagte diese Woche gegenüber Ha’aretz, dass Mitglieder des militärischen Flügels der Hamas Pläne und weitere detaillierte technische Anweisungen in den Gazastreifen geschmuggelt haben. Diese werden es der Gruppe ermöglichen, Raketen zu entwickeln, die weiter entfernte Ziele treffen können.
Die PA-Quelle konnte die verbesserte Reichweite der Qassamraketen nicht schätzen, doch sie sagte, die Raketen seien fähig, Ortschaften nördlich von Ashkelon zu treffen, was einer Reichweite von etwa 15 Kilometern entspricht.
Israelische Sicherheitsquellen sagten kürzlich, Terroristen des Islamischen Dschihad hätten eine eigene verbesserte Version der Qassamraketen entwickelt, die eine geschätzte Reichweite von 18 Kilometern haben.
Der Iran investiert bedeutende Anstrengungen in den Versuch, die Reichweite der Raketen, die von den Palästinensern im Gazastreifen hergestellt werden, zu verbessern. Die dortigen Terroristen haben nur eine begrenzte Lieferung von Katyusha-Raketen des Grad-Typs, die eine Reichweite von 20 Kilometern besitzen.
Und gemäss der PA-Quelle ist der Vorrat an Katyusha-Raketen im Gazastreifen seit den Kämpfen vor drei Wochen zurückgegangen, obwohl der Iran über den Seeweg mehr Katyusha-Raketen, die von der iranischen Militärindustrie hergestellt wurden, in den Gazastreifen geschmuggelt und seine Bemühungen erhöht hat, im Gazastreifen selbst effektivere Raketen zu produzieren.
Die ranghohe palästinensische Quelle sagte, die technischen Informationen für die Verbesserung von Raketen seien geschmuggelt worden, nachdem im Januar die Mauer an der Philadelphi-Strasse, die den Gazastreifen vom Sinai und von Ägypten trennt, durchbrochen worden sei.
Die Quelle fügte hinzu, dass etwa 200 Hamas-Terroristen, die eine Ausbildung im Iran, dem Bekaa-Tal im Libanon und in Syrien erhalten hatten, durch diese durchbrochene Mauer in den Gazastreifen zurückgekehrt seien.
Die Hamas und die Hisbollah werden gemeinsam im Iran trainiert und lernen dieselbe Kampf-Doktrin.
Zusätzlich zu den Experten in der Raketenentwicklung kamen auch Terroristen, die in der Guerillakriegsführung ausgebildet wurden, in den Gazastreifen zurück. Die Männer erhielten eine spezielle Ausbildung in der Benutzung von Panzerabwehrraketen, dem Platzieren von Bomben und in Taktiken für die Ausführung von Verteidigungsoperationen gegen eine mögliche Invasion der israelischen Verteidigungsarmee in den Gazastreifen.
Die PA-Quellen sagten, es sei möglich, dass unter denjenigen, die nach dem Durchbruch der Mauer in den Gazastreifen zurückkehrten, auch Mitglieder des Generalkommandos der Volksfront für die Befreiung Palästinas seien.
(Ha’aretz, 28.03.08)
Barak zu Fajad: Wir versprechen eine Reihe von Erleichterungen für die palästinensische Bevölkerung
Die israelische Regierung hat der palästinensischen Bevölkerung in der Westbank eine Reihe von Erleichterungen zugesagt, die Voraussetzung dafür aber sei, dass dadurch keine Gefahr für den israelischen Staat ausgehe, sagte der israelische Verteidigungsminister, Ehud Barak, gestern Abend (Mittwoch) dem Regierungschef der PA, Salam Fajad, bei einem Treffen der beiden in Tel Aviv.
Erst kürzlich hatte Israel der PA einige Zugeständnisse gemacht, so wurde die Entsendung von 600 Polizisten nach Jenin und von 25 gepanzerten Fahrzeugen in die Westbank gestattet. Dennoch beklagen sich die Palästinenser darüber, dass die wirtschaftlichen Erleichterungen, die Israel zugesagt hatte, nur sehr schwerfällig vorankämen.
Zuvor hatte der Oppositionsführer, Binyamin Netanyahu, die Absicht, die Sicherheitskräfte der PA zu stärken, heftig kritisiert. Er sagte: "Die Idee, dass wir der PA Gewehre, gepanzerte Fahrzeuge und Munition schicken, angesichts des Zustandes, in dem die PA sich derzeit befindet, und dass diese Waffen uns auch noch beschützen sollen, ist nicht nur ein Fehler, sondern töricht. Diese Waffen werden sich viel eher, als wir denken, gegen Soldaten der Zahal richten."
Netanyahu, der auf der Konferenz des "Jerusalemer Zentrums für Angelegenheiten der Öffentlichkeit und des Staates" sprach, fügte hinzu: "Die Idee, unsere Sicherheit in die Hand der PA zu legen, ist in der Vergangenheit schon einmal gescheitert, in Gaza, und sie wird auch in Judäa und Samaria scheitern. Waffen, die sich heute im Besitz der Hamas befinden, sind zum Teil durch unsere Sperren gelangt. Wir müssen verhindern, dass ein ähnlicher Fall in der Westbank geschieht."
Weitere israelische Zugeständnisse werden auch Erleichterungen für die palästinensischen Bürger beinhalten (z.B. Erleichterung für das Passieren der Übergänge, Schnellstrassen für palästinensische Wirtschaftsunternehmer, Arbeitserlaubnisse).
Ehud Barak verspricht sich von all diesen Schritten eine Verbesserung der Atmosphäre zwischen Israel und den Palästinensern. So stimmte Barak auch einer Konferenz zu, die im Mai in Bethlehem abgehalten werden soll und an der Hunderte von Unternehmern aus arabischen und westlichen Ländern teilnehmen werden, um die palästinensische Wirtschaft zu unterstützen.
(Ha’aretz, 27.03.08)
Mangelnde Terrorprävention der PA
Die amerikanischen Offiziere, die die Einhaltung der israelischen wie palästinensischen Verpflichtungen im Rahmen der Roadmap überwachen, kritisierten unlängst die Terrorprävention der PA. Die Amerikaner sind darüber besorgt, dass die PA nicht genug unternimmt, um sämtliche terroristischen Aktivitäten zu vereiteln – geeignete Massnahmen wären z.B., dass gegen Terroristen ermittelt wird, dass sie vor Gericht gestellt und inhaftiert werden.
Israel ist seit Beginn der zweiten Intifada der Meinung, dass die PA nicht genug gegen den Terror tut. Offenbar sind die Amerikaner in dieser Sache der gleichen Ansicht wie die Israelis. Dem Eindruck der Amerikaner nach sieht die PA ihre Aufgabe lediglich in einer "Eindämmung" – einer Beruhigung der Lage in dem Gebiet, mit dem Ziel, Terroranschläge und ein Erstarken der Hamas zu verhindern, da letzteres dazu führen könnte, dass die Herrschaft der Fatah in der Westbank gefährdet ist.
Die Amerikaner stellen auch an Israel Erwartungen. Kürzlich legten sie Ministern und Sicherheitsbehörden eine Liste mit zehn Fragen vor bezüglich der Verpflichtungen, die militärische Stützpunkte, den Siedlungsbau und weitere Themen betreffen.
(Ma'ariv NRG, 26.03.08)
Israeli durch palästinensisches Gewehrfeuer verletzt - Fünf Qassamraketen richten Sachschaden an
Am heutigen frühen Morgen wurde ein Israeli auf einem Feld des Kibbutz Ein Hashlosha nahe der Grenze zum Gazastreifen verletzt, als auf die Arbeiter von palästinensischen Terroristen geschossen wurde. Gewehrfeuer auf die Arbeiter auf den Feldern des Kibbutz Ein Hashlosha ist zu einem häufigen Vorfall geworden. Vor zwei Monaten wurde bei einem vergleichbaren Angriff durch palästinensische Terroristen ein 20jähriger Kibbutzvolontär, Carlos Chavez, durch einen Schuss in den Rücken getötet.
Ebenfalls heute Morgen sind bereits fünf Qassamraketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen worden, die einen Kibbutz in Sha’ar Hanegev trafen. Bei dem Einschlag in den Hof eines Hauses wurde niemand verletzt, doch es entstanden Sachschäden.
Inzwischen haben die Al-Quds-Brigaden, der militärische Flügel des Islamischen Jihad, die Verantwortung übernommen.
(Ha'aretz, 26.03.08)
UN-Botschafter Dan Gillerman vor dem UN Sicherheitsrat: Die Ruhe ist nur oberflächlich
"Die gegenwärtige Ruhe der Qassamraketen ist nur oberflächlich. Die Bomben ticken, wenn auch still. Die Hamas benutzt diese Zeit zum Schmuggel und zur Produktion von neuen Raketen. Es ist ein stilles Versprechen - ein Versprechen für das, was als Nächstes kommt: mehr Terror und mehr Gewalt, mehr Extremismus und mehr Blutvergiessen. (…)
Iran, ein berüchtigter Terrorfinanzier, benutzt Erfüllungsgehilfen wie die Hisbollah im Libanon und die Hamas unter den Palästinensern, um die Moderaten in einen Konflikt zu verwickeln, in dem nicht Errungenschaften den Sieg bedeuten, sondern Zerstörung.
Wie wir gesehen haben, schrecken die Extremisten vor nichts zurück, um die Koalition mit den Moderaten zu brechen und die Aussicht auf Frieden zu zerstören. (…)
Im letzten Monat hat die Hamas mehr als 300 Raketen auf Israel abgeschossen, mindestens 23 davon waren Grad-Raketen iranischer Produktion, die Ashkelon trafen, eine Küstenstadt mit 120.000 Einwohnern. Diese jüngsten Raketenangriffe sind nicht nur eine Eskalation in Hinsicht auf die Anzahl der Raketen, sondern auch in Hinsicht auf die Art der Waffen. Die Raketen, die im Januar beim Grenzdurchbruch im Gazastreifen aus dem Iran hineingeschmuggelt wurden, haben eine längere Reichweite, grössere Sprengköpfe und eine massivere Zerstörungskraft. Der Griff der Hamas zu diesen neuen Waffen bedeutet, dass eine viertel Million Israelis nun in konstanter Raketenbedrohung leben. Es ist dem Iran zuzuschreiben, dass dies nun zu dem Arsenal der Hamas hinzukommt, zusätzlich der abscheulichen Selbstmordattentate und der tödlichen Qassamraketen. (…)
Wenn irgendjemand Zweifel hat, wofür diese Extremisten stehen, so stellt dies die Reaktion im Gazastreifen auf den Mord an acht israelischen Jungen (in der Mercaz Harav Jeshiva) klar. Ich bin sicher, viele hier im Rat haben mit Entsetzen beobachtet, wie die Hamasterroristen freudvoll mit ihren Gewehren in die Luft schossen und Bonbons feierlich an die Kinder verteilten. Es war eine heftige Erinnerung daran, dass es sich um die gleichen Leute handelt, die nach dem 11. September auf den Dächern tanzten.
Daher, Herr Präsident, ist es so traurig, dass der Sicherheitsrat diesen Terroranschlag (auf die Mercaz Harav Jeshiva) nicht verurteilt hat. (…)
In letzter Zeit hat sich ein beunruhigender Trend im Diskurs über unsere Region entwickelt. Einige haben die Neigung, die rechtmässigen Aktionen von Staaten, die ihre Bürger schützen müssen, mit der Gewalt von Terroristen gleichzusetzen, deren Ziel es ist, genau diese Bürger anzugreifen. Die fehlgeleitete Tendenz, den "Status quo" des Terrorismus zu akzeptieren, wie es sogar einige der UN Vertreter in ihren Stellungnahmen tun, ist einfach inakzeptabel. Solcherlei Parität, im Namen schlecht durchdachter Ausgewogenheit, unterminiert die Stärke und Glaubwürdigkeit der moderaten Staaten, die sich gegenseitig unterstützen und die Extremisten isolieren. (…)
Um klar zu sein: während für Israel jedes palästinensische Kind ein schrecklicher Fehler und eine Tragödie darstellt, ist für die Terroristen jedes tote israelische Kind ein Sieg und ein Grund zum Feiern.
Israel weiss, es muss mit der moderaten legitimen palästinensischen Führung arbeiten, um den Leuten in der Region zu zeigen, dass der moderate Weg für alle einen Nutzen bringt. (…) Wir in Israel sind dem verpflichtet, es jedem und jeden Tag zu beweisen, in Partnerschaft mit den Moderaten um uns herum, bis Mässigung, Modernität und Vernunft obsiegen."
Die vollständige Rede in englischer Sprache findet sich: hier (extern)
(MFA, 25.03.08)
Internationale Shoah-Konferenz in Yad Vashem - Juli 2008
Zwischen dem 7. und dem 10. Juli 2008 wird in der Zentralen Schule für Unterricht über die Shoah in Yad Vashem eine internationale Konferenz zum Thema "Unterricht über die Shoah - Kampf gegen Rassismus und Vorurteile" stattfinden.
Die Konferenz richtet sich an ein Teilnehmerprofil wie Entscheidungsträger in den Ministerien für Bildung und Erziehung, Mitarbeiter aus den Bildungs- und Erziehungsministerien, die für Lehrpläne verantwortlich sind, Entscheidungsträger auf dem Gebiet Bildung und Erziehung in lokalen Verwaltungseinrichtungen, Direktoren von Realschulen und Gymnasien, Direktoren von Hochschulen für die Lehrerausbildung und Direktoren von Zentren, die sich dem Thema Shoah widmen.
Yad Vashem kommt für die den Teilnehmern entstehenden Unkosten auf: Fünf Übernachtungen, Halbpension, Anmeldegebühren. Die Reisekosten tragen die Länder, welche die Teilnehmer entsenden, bzw. die Teilnehmer, selbst.
Die Konferenz wird in englischer Sprache abgehalten, mit Simultanübersetzung ins Französische und Spanische.
Einzelheiten zur Konferenz finden Sie auf der Website von Yad Vashem www.yadvashem.org.il.
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"Time”: So rekrutiert die Hisbollah Kinder
Die amerikanische Wochenzeitschrift "Time" deckt die Methode der Organisation auf, die schon um Kinder im Alter von sieben Jahren wirbt. Die Kinder, die in libanesischen Schulen ausgewählt werden, werden zu Seminaren geschickt, in denen die Ideologie der Organisation vermittelt wird und militärische Übungen durchgeführt werden. Die Kinder werden dann in die Organisation eingereiht und schliessen sich Veteranen an, die Besten fahren in ein Übungslager im Iran und werden in geheimen Lagern weiter ausgebildet.
Der militärische Arm der Hisbollah operiert geheim. So wurde die "Time" bei ihrer Recherche von einem schiitischen Libanesen unterstützt.
Dem Bericht zufolge beginnt die Suche nach Kandidaten schon unter sehr jungen libanesischen Schülern sowohl in regulären Schulen als auch in denen, die von der schiitischen Terrororganisation unterhalten werden.
Die Kandidaten werden im Auftrag der Hisbollah auf "Ausflüge" und Seminare geschickt, auf denen ihnen die Ideologie der Organisation (z.B. der Märtyrertod) nahe gebracht wird.
Während der Seminare werden die Kinder in Gruppen von jeweils fünf Teilnehmern aufgeteilt, und jede Gruppe muss auf spielerische Weise verschiedene Aufgaben erfüllen.
Diese erste Stufe der Ausbildung kann zwischen einigen Monaten bis hin zu einigen Jahren dauern, je nachdem, wie sehr die Kinder schon für eine Aufnahme in die Organisation geeignet sind. Wer die verschiedenen Unterrichtseinheiten erfolgreich absolviert, wird in die nächste Stufe aufgenommen und durchläuft eine militärische Grundausbildung über mindestens neun Monate.
Dabei werden die Kinder ihren Fähigkeiten und Neigungen gemäss eingeteilt: Die eher "faulen" Kinder werden für Beobachtungsposten an der Nordgrenze eingeteilt und kundschaften Aktivitäten der Zahal in dem Gebiet aus. Die "Mutigen" nehmen an militärischen Aktionen teil, und die "Klugen" werden dem Nachrichten- und Sicherheitsdienst angegliedert.
Nach Abschluss der militärischen Grundausbildung werden die Kinder verschiedenen Einheiten der Hisbollah zugeteilt.
Nur etwa zehn Prozent aller Kämpfer werden für einige Monate in ein Geheimlager im Iran geschickt. Die Anzahl der Hisbollah-Kämpfer ist nicht bekannt, allerdings hat Hisbollahführer Nasrallah in der Vergangenheit angedeutet, dass es Zehntausende sind.
(Yedioth Ahronoth, 28.03.08)
Israelische Sicherheitskreise: Raketen der Hisbollah reichen bis Dimona
Führende Offizielle der israelischen Verteidigungskräfte teilten mit, dass die Hisbollah in den Besitz neuer iranischer Raketen mit einer Reichweite von 300 Kilometern gekommen sind. Das bedeutet, dass vor allem die dicht besiedelten Gebiete Israels einschliesslich Dimona erreicht werden können.
Während des Zweiten Libanonkrieges 2006 sind über 4000 Raketen mit einer maximalen Reichweite von 70 Kilometern auf Israels Norden geschossen worden.
Die UN Friedenstruppe ist ursprünglich in den Libanon entsandt worden, um die Wiederbewaffnung der Hisbollah zu verhindern. Nach Angaben der Offiziellen sei das Raketenarsenal nun jedoch um einiges grösser als die 14.000 von vor dem Konflikt.
Anfang März erklärte der UN Generalsekretär Ban Ki-Moon, dass die Hisbollah nun über 10.000 Langstreckenraketen und 20.000 Kurzstreckenraketen verfüge.
(Jerusalem Post, 27.03.08)
Auf die Situation an der israelischen Nordgrenze wies auch der israelische UN-Botschafter Dan Gillerman bei seiner gestrigen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat hin:
"Die internationale Gemeinschaft muss sicherstellen, dass die Umsetzung der Resolution 1701 von höchster Priorität ist und meine Delegation stützt den Rat bei all seinen Aktionen, seine Entschlossenheit zu zeigen.
Hierbei möchte ich die Aufmerksamkeit auf die drei Hauptaspekte lenken:
1. Eindämmen des illegalen Waffenschmuggels durch die poröse libanesisch-syrische Grenze,
2. das Verhindern der Wiederbewaffnung der Hisbollah, die bereits ihre Waffen und Taktik der Anwesenheit der UNIFIL-Truppen südlich des Litani-Flusses angepasst hat, wie ihre Sprecher offen erklären, und
3. die bedingungslose Freilassung unserer Jungs, den beiden Soldaten Udi Goldwasser und Eldad Regev, die am 12. Juli 2006 von der Hisbollah entführt wurden.
Der Rat hat sich durch die Annahme der Resolution 1701 verpflichtet, sich für ihre Freilassung einzusetzen und ich rufe die Mitglieder dazu auf, Wort zu halten."
(MFA, 27.03.08)
IDF: Islamischer Jihad produziert neue Sorte Grad-Raketen
Eine neue Variante von Qassamraketen, die der Islamische Jihad produziert und bereits aus dem Gazastreifen abfeuerte, hat eine Reichweite von 20 Kilometern, kann die doppelte Menge an Sprengstoff und grössere Sprengköpfe transportieren und ist besser und aus leichterem Material verarbeitet.
"Die Tatsache, dass Terrororganisationen ihre eigenen weit reichenden Raketen produzieren können, ist erschreckend und besorgniserregend", warnt ein Armeesprecher.
Die neuen Raketen sind ein Beweis für die Armee, dass die Terrororganisationen ihre Anstrengungen nach besseren Waffen verstärkt haben und Unterstützung dafür von ausserhalb des Gazastreifens erhalten haben.
Gestern allein wurden insgesamt 20 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Zum Teil schlugen sie in Kibbutzim und der Stadt Sderot ein, dabei wurden zwei Personen verletzt sowie erheblicher Sachschaden angerichtet.
(Yedioth Ahronoth, 27.03.08)
Mubarak: Spannungen in Gaza bringen die iranische Bedrohung näher
"Die Situation, die sich in den vergangenen Monaten im Gaza-Streifen entwickelt hat, hat dazu geführt, dass Ägypten praktisch eine Grenze mit dem Iran hat", sagte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak vor drei Wochen zu einem ranghohen europäischen Diplomaten.
Laut einer anonymen Quelle der Zeitung "Ha'aretz" äusserte Mubarak dem Diplomaten gegenüber seine Besorgnis über den wachsenden iranischen Einfluss in der Region. Er verglich zudem die Situation im Libanon mit der im Gaza-Streifen und sagte: "An beiden Orten rühren die Probleme und die Krisen vom wachsenden Einfluss des Iran her."
Die politische Krise im Libanon bereitet Mubarak ebenfalls Sorge. Er sagte dem Diplomaten, er sei pessimistisch, was die Chancen auf einen Durchbruch angehe, der es dem Libanon ermöglichen würde, einen neuen Präsidenten zu wählen. Der Diplomat gewann den Eindruck, dass Mubarak und andere arabische Führer der Ansicht seien, dass der Stillstand in der libanesischen Präsidentschaftsfrage die Iran-Syrien-Hizbollah-Achse stärke und die moderaten Kräfte schwäche.
Die Krise im Libanon ist der Hauptgrund, warum viele arabische Staaten, allen voran Ägypten und Saudi-Arabien, ihre Teilnahme am Arabischen Gipfeltreffen in Damaskus an diesem Wochenende eingeschränkt haben. Nach Berichten, die das israelische Aussenministerium erreichten, ist Mubarak verärgert über die Versuche Syriens, eine Beendigung der Krise zu verhindern, und über die zunehmenden Bindungen Syriens an den Iran.
(Ha'aretz, 26.03.08)
Studie prognostiziert 10 Mio Israelis für das Jahr 2030
2030 werden in Israel zwischen 9,6 und 10,6 Millionen Menschen leben. Diese Zahl wurde am Dienstag vom Zentralen Amt für Statistik bekannt gegeben. Sie basiert auf Bevölkerungserhebungen aus dem Jahr 2005. Die Prognose speist sich ausserdem aus drei verschiedenen Annahmen, welchen unterschiedliche Voraussetzung für das Bevölkerungswachstum – hoch, mittel und niedrig – zugrunde liegen.
Bezüglich der mittleren Annahme wird das durchschnittliche Bevölkerungswachstum zwischen 2006 und 2030 1,4 % betragen. Diese Zahl lehnt an die Statistik von 2001 bis 2005 an, als das Wachstum 1,9 % betrug.
Die jüdische Bevölkerung wird proportional um 1,2 % anwachsen. Es wird davon ausgegangen, dass 93 % natürlich wachsen werden und 7 % durch Immigration.
Die jüdische Bevölkerung wird 2030 ca. 7,2 Mio Menschen ausmachen (72 % der Gesamtbevölkerung). Demgegenüber stehen 5,3 Mio Juden in 2005 (76 %). Damit korrespondiert das Wachstum der arabischen Bevölkerung, die 2030 ca. 2,4 Mio Menschen ausmachen wird (24 %). Im Vergleich dazu die Anzahl von 2005: 1,4 Mio (20 %).
Die Bevölkerung jener, die weder jüdisch noch arabisch sind, wird 2030 ca. 418.000 Menschen betragen (4,2 %) im Gegensatz zu 300.000 in 2005 (20 %).
Auch die Zahl der Senioren in Israel nimmt zu und wird noch deutlicher hervortreten. Die Zahl der Einwohner über 65 Jahre wird von 693.000 in 2005 auf 1,4 Mio in 2030 ansteigen. Damit wird der Bevölkerungsanteil der über 65-jährigen von 10 auf 14 % ansteigen.
Laut Statistik wird die Zahl der Kinder zwischen 0 und 14 Jahren von 2 Mio auf 2,5 Mio steigen. Dennoch wird ihr Bevölkerungsanteil damit von 28 auf 25 % sinken.
Die gesamte Statistik kann eingesehen werden auf www.cbs.gov.il
(Jerusalem Post, 25.03.08)
Ein Salut auf Rädern
Brigadegeneral Miri Regev, Koordinator der 60-Jahre-Feierlichkeiten der israelischen Streitkräfte (IDF), hat das grösste Fahrradrennen in der Geschichte Israels verkündet. Das Rennen "Ein Salut auf Rädern" findet aus Anlass des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels statt und wird zwischen den Pessachfeiertagen ausgetragen. Tausende Teilnehmer werden erwartet, darunter Soldaten und Offiziere, Amateure und Profi-Biker, israelische Zivilisten, Mitglieder der israelischen Jugendbewegung sowie Teilnehmer des "Birthright"-Programms.
Das Fahrradrennen beginnt am Montag, dem 21. April, an Ben Gurions Grab im Süden des Landes. Weiter geht es gen Norden. Seinen Abschluss findet das Rennen in Katzrin. Zu Beginn des Fahrradrennens sind Auftritte für die von Qassam-Raketen geplagten Grenzstädte Sderot und Ashkelon geplant. Zu Ehren Israels nördlicher Städte endet die Tour mit einem Auftritt aller Armee-Orchester, inklusive ehemaliger berühmter Armee-Orchester.
Das Grossereignis wird der Öffentlichkeit in Kürze bekannt gegeben und es wird eine Website mit allen relevanten Informationen eingerichtet. Jeder Fahrradfahrer kann sich kostenlos für das Rennen anmelden. Alle Teilnehmer erhalten eine Fahrrad-Weste mit dem offiziellen 60-Jahre-Logo. Am letzten Sonntag der Tour wird ein separates Wettrennen stattfinden. Gruppen von jeweils sechs Personen treten gegeneinander an, wobei ein Gruppenteilnehmer ein professioneller Radfahrer sein muss. Soldaten und Offiziere nehmen an einem separaten Abschlussrennen teil.
(ZAHAL, 25.03.08)
Israel tritt dem OECD-Entwicklungszentrum bei
"Der Beitritt Israels zum Entwicklungszentrum stärkt seinen wichtigen Beitrag zu internationalen Bemühungen, die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu verbessern."
(Mitteilung der Sprecher des israelischen Aussenministeriums und des israelischen Finanzministeriums)
Der Rat der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Israels Mitgliedschaft im Entwicklungszentrum, das ein Zweig der OECD ist, genehmigt. Das Entwicklungszentrum, das 1962 als teilweise eigenständige Abteilung gegründet wurde, besteht sowohl aus OECD-Mitgliedstaaten als auch aus Nichtmitgliedstaaten. Israel wird im Zentrum von Delegierten des Aussen- und des Finanzministeriums vertreten sein.
Der Zweck des Entwicklungszentrums besteht darin, ökonomische und soziale Verbindungen zwischen der OECD und Entwicklungsländern zu knüpfen. Das Zentrum wurde gegründet, um Entscheidungsträgern zu helfen, Wachstum und Verbesserung von Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu fördern. Das Zentrum dient auch als gemeinsames Podium, auf dem Mitgliedschaften ihre Erfahrung bezüglich wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung austauschen können.
Eines der Ziele des Zentrums ist die Bildung eines Netzwerkes von funktionierenden Verbindungen zwischen Forschungsinstituten und Universitäten in Mitgliedstaaten. Ein weiteres Ziel ist die politische Forschung, die in verschiedenen Bereichen von teilnehmenden Mitgliedstaaten und einem professionellen Team der OECD durchgeführt wird.
Gegenwärtig sind 32 Staaten im Entwicklungszentrum. 23 davon sind Mitglieder der OECD, neun sind Anwärter für die OECD oder repräsentieren aufstrebende Märkte. Während der jüngsten Expansion traten drei Staaten dem Entwicklungszentrum bei: Israel, das ein Anwärter für die Mitgliedschaft in der OECD ist und 50 Jahre Erfahrung in internationaler Kooperation aufzuweisen hat; Vietnam, das ein aufstrebender Markt in Asien ist; und Ägypten, das einen wichtigen Platz sowohl in der arabischen Welt als auch und unter den afrikanischen Nationen innehat.
Oded Brook, Leiter der Abteilung für internationale Angelegenheiten im Finanzministerium, erklärte: "Israels Beitritt zum Entwicklungszentrum ist ein weiterer Schritt in Richtung Beitritt zur OECD und stärkt Israels Status als Staat, der einen wichtigen Beitrag zu gemeinsamen internationalen Bemühungen leistet, die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu verbessern und die Kooperation mit diesen Ländern zu fördern."
Haim Divon, der stellvertretender Generaldirektor für die internationale Kooperation ist und am 18. März seiner ersten Verwaltungsratssitzung in Paris beiwohnte, sagte: "Wir betrachten unsere Teilnahme im Entwicklungszentrum, einem Zweig der OECD, als sehr bedeutend. Einerseits bringt Israel seine Erfahrung, die es in 50 Jahren weltweiter Aktivität durch das Zentrum für internationale Kooperation (MASHAV) gesammelt hat, ein. Andererseits fühlt sich Israel verpflichtet, sich in die Politik, die Ziele und die Handlungsmuster, die im Kontext des Entwicklungszentrums formuliert werden, einzufügen."
(MFA, 23.03.08)
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