
| Nachrichten vom 23. - 29. Juli 2006 | ||
Zwei Kinder durch Qassam-Raketen-Angriffe auf Ashkelon verletzt Die Qassam-Angriffe aus dem Gazastreifen gehen weiter: Am Freitagmorgen wurden bei einem Raketen-Angriff auf die israelische Stadt Ashkelon zwei Kinder leicht verletzt. Acht Kinder erlitten einen Schock und mussten ärztlich behandelt werden. Die Rakete landete neben einem Kindergarten. Das Gebäude wurde beschädigt. „Wir waren am Ende der Stunde angelangt, als die Sirene losging, und dann liefen die Kinder in alle Richtungen auseinander. Manche liefen in die Richtung, aus der die Rakete kam“, erzählte ein Gruppenleiter. (Yedioth Ahronoth, 28.7.) ![]() Treffen des Sicherheitskabinetts, 27. Juli 2006 Das politische Sicherheitskabinett traf sich am Donnerstag, den 27. Juli 2006, und entschied Folgendes: 1. Die intensiven Kämpfe gegen die Terrororganisation Hisbollah inklusive Militärschläge gegen deren Infrastruktur und Kommandozentralen, deren professionelle Fähigkeiten und deren Kriegsmaterial, mit dem Ziel der Freilassung der entführten israelischen Soldaten und Stopp der Raketenangriffe auf israelische Ortschaften und Ziele sowie die Beseitigung der Bedrohung durch die Raketen werden fortgesetzt. 2. Die Art der Militäroperationen werden entsprechend der bisherigen Entscheidungen der Regierung und dem 7 Mitglieder-Forum (Sicherheitskabinett) weitergeführt; die Zustimmung „über die Form der IDF Operationen“ werden weiterhin vom 7er-Forum entschieden. 3. Vor dem Hintergrund der Sicherheitsoperationen im Gazastreifen und an der Front im Norden (gegenüber Libanon) stimmte die Regierung der Erhöhung der Alarm- und Gefechtsbereitschaft an der Nordfront zu und folgte damit den Empfehlungen der Sicherheitsdienste zur weiteren Einberufung weitere Reservisten. Schriftsteller Abraham B. Jehoschua: Der Hisbollah geht es um Israels Existenz (Berliner Zeitung, 28.7.) Ariel Sharon wurde auf die Intensivstation verlegt Eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Ariel Sharon: Am Mittwoch wurde er auf die Intensivstation des Sheba-Krankenhauses in Tel Hashomer verlegt. Am Sonntag hatten die Ärzte Sharons mitgeteilt, dass sich sein Zustand verschlechtert habe und es Probleme der Nierenfunktionen gäbe, was zur Ansammlung von Flüssigkeit im Körper geführt habe und Veränderungen im Gehirngewebe. Am Mittwochabend teilte das Krankenhaus mit, dass der Flüssigkeitsüberschuss aus dem Körper entfernt wurde und der Zustand Sharons derzeit stabil sei. (Yedioth Ahronoth, 27.7.) Email eines UNO-Beobachters wirft neue Fragen auf Die Email eines kanadischen UNO-Beobachters, einer der vier am Dienstag getöteten UNIFIL-Mitarbeiter, könnte neues Licht auf den Vorfall in der Nähe der südlibanesischen Stadt Khiyam werfen. Hisbollah-Kämpfer hätten „um den gesamten“ UNO-Posten Stellung bezogen, teilte er seinem früheren Kommandeur in Kanada, General-Major Lewis MacKenzie, in einer Nachricht wenige Tage zuvor mit. Nicht die UNO-Beobachter, sondern die Hisbollah-Kämpfer seien das Ziel der israelischen Luftwaffe, schrieb der unbewaffnete UNO-Beobachter in seiner Email: Annan's Claims On Casualties May Unravel In einem Radio-Interview mit CBC Toronto radio sagte der pensionierte General-Major Lewis MacKenzie am Mittwoch: "...the tragic loss of a soldier yesterday who I happen to know and I think probably is from my Regiment. We've received e-mails from him a few days ago and he described the fact that he was taking within - in one case - three meters of his position "for tactical necessity - not being targeted". Now that's veiled speech in the military and what he was telling us was Hizbullah fighters were all over his position and the IDF were (sic) targeting them and that's a favorite trick by people who don't have representation in the UN. They use the UN as shields knowing that they can't be punished for it." (IMRA/CBC RADIO - Canadian killed from UN force complained his position shielding Hizbullah Retired Canadian Major General Lewis MacKenzie interviewed on CBC Toronto radio 26 July 2006) Israel und die UN
Ministerpräsident Ehud Olmert spricht mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan Ministerpräsident Ehud Olmert hat am heutigen Mittwoch (26.07.06) mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan gesprochen und sein tiefes Bedauern über die unbeabsichtigte Tötung von vier UNIFIL-Soldaten im Libanon ausgedrückt. Der Ministerpräsident erklärte, dass er die israelische Armee beauftragt hat, eine umfassende Untersuchung des Vorfalls durchzuführen und dass die Ergebnisse mit UNO-Generalsekretär Annan geteilt werden. Ministerpräsident Olmert drückte auch seine Vorbehalte gegenüber den Äusserungen von Generalsekretär Annan vom gestrigen Dienstag (25.07.06) aus, dass der israelische Angriff absichtlich gewesen wäre; Olmert fügte hinzu, dass es undenkbar sei, dass der begangene Fehler von der UNO als absichtliche Aktion definiert würde. Auch Botschafter Shimon Stein bedauerte den Vorfall im Libanon. Zu den Äusserungen des UNO-Generalsekretärs sagte der Botschafter auf N24: „Diese Äusserung ist eine Verleumdung, die wir wirklich nicht akzeptieren können.“ ![]() MP Olmert verspricht die Qassam-Raketen zu bekämpfen Bei einem Qassam-Raketen-Angriff aus dem Gazastreifen ist am Dienstag eine Person in Israel schwer verletzt worden. Die Rakete traf eine Unterkunft von Gastarbeitern in einem Moshav im westlichen Negev. Ministerpräsident Ehud Olmert hatte gestern (24.7.) mehrere Ortschaften im Süden Israels besucht, darunter die Stadt Ashkelon, einen Stützpunkt der Luftwaffe in Hazor und die Übergangssiedlung „Nitsan“, die für die Menschen eingerichtet wurde, deren Siedlungen im Gazastreifen und in der nördlichen Westbank geräumt wurden. „In der Geschichte des Staates Israel trägt alle paar Jahre ein anderer Landesabschnitt die Sicherheitsbürde. In diesen Tagen, in denen man versucht, die Standhaftigkeit Israel zu zerreissen, sind Entwicklung und Investition von Bedeutung. Wir werden alles tun, damit hier keine Qassams einschlagen. Der Krieg hat keine Grenzen und wir werden nicht aufhören, bis es ihnen viele Jahre lang schaden wird und bereits jetzt stecken sie schwer ein.“ Olmert nahm auch Stellung zu den Entführten und sagte: „Wir werden die Jungen nach Hause holen. Das wird einige Zeit dauern, vielleicht länger, als wir es wünschen, aber wir werden sie zurückholen, denn die gegenseitige Bürgschaft ist unsere Stärke“, so Olmert. Am Mittag wurden zwei Qassam-Raketen Richtung Ashkelon abgefeuert, eine schlug in der Nähe des Industriegebietes südlich der Stadt ein. Es entstand Sachschaden, niemand wurde verletzt. Ausserdem wurden gestern zwei Raketen auf Sderot abgefeuert. Eine schlug auf offenem Gelände neben der Stadt ein, eine zweite neben einer Schule in der Stadt. Es gab weder Verletzte, noch Sachschaden. In den Abendstunden schlug eine Rakete auf offenem Gelände neben dem Kibbuz Miflasim ein. Regierungserklärung, Sonntag, 23. Juli 2006 1. Ministerpräsident Ehud Olmert machte zu Beginn der Kabinettssitzung folgende Bemerkungen: „Zuerst möchte im Namen der Regierung all jenen Familien das Beileid übermitteln, die Tote beklagen zu haben sowie die besten Wünsche für eine vollständige Genesung jenen, die verwundet wurden. Heute ist das Herz des gesamten Staates Israel mit den Streitkräften der IDF, zu Land, Wasser und in der Luft, die ihr Leben riskieren, um die Terroristen zu treffen, damit wir unser Recht auf ein normales Leben in allen Teilen Israels verwirklichen können, wie alle Völker es für ihre Länder erstreben. weiter >> ![]() 2 Todesopfer und 93 Verletzte bei Angriffen am Sonntag An insgesamt 39 Stellen verteilt im Norden hagelte es heute wieder knapp 100 Katyushas. Haifa und das nördliche Galilee lagen im Fokus der Angriffe. ![]() Nie war Israel so bedroht wie derzeit Schimon Peres, der erfahrenste Sprecher für Israel, hat es klar und deutlich gesagt: Mit Ausnahme des Unabhängigkeitssieges im Gründungsjahr war das Land noch nie so existentiell bedroht wie derzeit. Es gilt, vier bittere Feinde zu bekämpfen: Hamas und Hisbollah in der vordersten Linie, und hinter ihnen die Staaten Syrien und Iran. Die massiven Anschuldigungen gegen Israel, dass es im Libanon über alles Mass Menschenleben und Infrastruktur vernichte, sind schwer zu verteidigen, doch was ist die Alternative? weiter >> (externer Link) |
Ein Arzt aus Yakir wurde bei Qalqilya ermordet in einem Fahrzeug entdeckt Mord mit nationalem Hintergrund in Samaria: Dr. Danny Yaakobi, ein Arzt aus der Siedlung Yakir, wurde gestern Abend ermordet. Seine verbrannte Leiche wurde im Kofferraum eines Autos auf einem Feld in der Nähe von Qalqilya entdeckt. Das Begräbnis findet heute um 12:00 Uhr auf dem Friedhof von Segula statt. Dr. Yaakobi (59) wohnte seit 21 Jahren in Yakir zusammen mit seiner Frau Hani. Kobi Butbul, ebenfalls wohnhaft in Yakir, erzählt, wie schockiert er und seine Freunde sind: „Wir wissen nicht, was geschehen ist. Seit gestern Nachmittag gab es keinen Kontakt mehr zu Danny. Am Abend war ich zuhause und die Stimmung war sehr schlecht. Danny war ein g'ttesfürchtiger Familienmensch und in Eretz Israel mit seiner ganzen Seele verwurzelt. Neben seinem Haus hatte er einen Obstgarten voller Obstbäume angepflanzt. Um jeden einzelnen Baum kümmerte er sich mit Professionalität und Liebe.“ Heute Morgen wurde ausserdem berichtet, dass Dr. Yaakobi gerne Ausflüge machte und Ausflugsgruppen und Jugendlager als Arzt begleitete. In einer Woche hätte er als verantwortlicher Arzt an einem Jugendzeltlager der Jugendbewegung teilnehmen sollen. Dr. Danny Yaakobi wurde in Petach Tikwa geboren, hinterlässt vier Kinder und 12 Enkel. Er arbeitete als Arzt in mehreren Krankenhäusern. Der Sicherheitsdienst „Shabak“ und die Armee kümmern sich um die Aufklärung des Mordfalls. Die Polizei geht davon aus, dass Dr. Yaakobi gestern Nachmittag nach Kfar Pundak gefahren war, um dort sein Auto zu reparieren. Das Dorf ist nicht weit von Kadumim entfernt. Dann muss er angegriffen worden sein. Man geht davon aus, dass nur kurze Zeit zwischen dem Angriff und der Ermordung und Verbrennung der Leiche lag. (Yedioth Ahronoth, 28.7.) Video ![]() Luftangriffe auf Abschussrampen der Hisbollah Luftaufnahmen der IDF zeigen Angriffe auf Raketen-Abschussrampen der Terrororganisation Hisbollah: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp? Video 1: Video 2: Neun Soldaten in Bint Jbeil getötet Schwere Gefechte in der "Hauptstadt der Hisbollah" Israelische Einheiten wurden am Mittwoch morgen in schwere Gefechte im Zentrum der Ortschaft Bint Jbeil verwickelt. Es gab mehrere verletzte Soldaten. Die zur Hilfe eilenden Truppen gerieten ebenfalls unter starken Beschuss aus allen Richtungen. Im Laufe der Gefechte wurden drei Offiziere und fünf Soldaten getötet. Insgesamt 22 Soldaten wurden bei den Kämpfen heute verletzt, darunter zwei Offiziere. Am Abend wurde zwischen Maroun a-Ras und Bint Jbeil ein Haus, in dem sich israelische Soldaten aufhielten, von einer Rakete getroffen. Ein Offizier wurde getötet und drei Soldaten verletzt, zwei davon schwer. Stichwort UNO ![]() Schwarzbuch der Weltregierung Bei den Vereinten Nationen herrschen Korruption, Rassismus und dröhnende Ineffizienz: Diese Bilanz zieht der amerikanische Ex-Politiker Pedro A. Sanjuan nach zehn Jahren in der UN-Zentrale. Die israelische Reaktion - eine Frage der Verhältnismässigkeit, 25. Juli 2006 Die israelische Reaktion auf die Hisbollah-Angriffe aus dem Libanon – eine Frage der Verhältnismässigkeit Die gegenwärtigen Kampfhandlungen in Israel und im Libanon und insbesondere der tragische Tod von Zivilisten sowie der entstehende Schaden am Eigentum von Zivilisten im Verlauf des Konflikts lässt wichtige und herausfordernde Fragen aufkommen. Was ist bei der Reaktion auf einen Terrorangriff als legitimes Ziel zu betrachten? Wie kann man feststellen, ob eine Reaktion unangemessen ist? Dies sind komplexe Fragen, auf die es keine einfache Antwort gibt. Doch das internationale Recht gibt für diese Themen eine wichtige Anleitung vor. Inhalt: ![]() Rice will einen „neuen Nahen Osten“ Ohne Israel zu einem sofortigen Ende der Kämpfe im Libanon aufzufordern, hat die amerikanische Aussenministerin Rice am Dienstag den Nahen Osten verlassen. In Gesprächen mit der israelischen Regierung sagte Rice, erst müssten die Grundlagen für einen dauerhaften Frieden gelegt werden. Libanesische Politiker wiesen in Beirut ihre Vermittlungsvorschläge zurück. weiter >> (externer Link) Video This is a "must see" Video, and it is super important that as many people around the world watch it. ![]() Syrien droht mit Krieg Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges wagt sich eine Hisbollah-Schutzmacht aus der Deckung. Der syrische Propaganda-Minister Mohsen Bilal drohte Israel heute mit militärischer Vergeltung. Die Hisbollah erklärte sich inzwischen zu Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch bereit. weiter >> (externer Link)
Bangen um Arik Gesundheitszustand Ariel Sharons dramatisch verschlechtert Der Gesundheitszustand des früheren Ministerpräsidenten Ariel Sharon hat sich in den vergangenen Tagen massiv verschlechtert. Der Politiker wurde erst vor zwei Monaten aus der Hadassah-Universitätsklinik in Jerusalem zur Weiterbehandlung in eine Klinik für Langzeitpflege bei Tel Aviv verlegt. In den vergangenen zwei Tagen diagnostizierten die behandelnden Ärzte eine Verschlechterung der Organfunktionen und eine Ansammlung von Flüssigkeit im Körper. Das teilte das Sheba-Krankenhaus in Tel HaShomer mit. Am Sonntag versagten die Nieren des 78-jährigen. Zudem wurden Veränderungen an der Zellstruktur des Gehirns festgestellt. Akute Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, sagten zwei ehemalige Mitarbeiter Sharons. Die Ärzte teilten mit, dass Sharon weiteren Tests unterzogen werde, um die genauen Ursachen für die Verschlechterung seines Zustandes herauszufinden. Seine Familie und seine Vertrauten wurden vom Krankenhaus informiert. Sharon hatte im Dezember vergangenen Jahres einen Schlaganfall erlitten. Am 4. Januar war er nach einem weiteren Schlaganfall ins Koma gefallen. (Yedioth Ahronoth, 23.7.) Der Krieg in Zahlen Seit Beginn der Angriffe im Norden am 12. Juli wurden 39 Israelis getötet und insgesamt 1349 Personen verletzt. | |