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Nachrichten vom 23. - 29. September 2007
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Fünf Qassam-Raketen im westlichen Negev

Überreste einer Qassam-RaketeAllein am heutigen Vormittag haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen fünf Qassam-Raketen auf den Süden Israels abgeschossen. Die Raketen landeten im Kreis Sha'ar Hanegev. Verletzt wurde dabei niemand, und es entstand kein Sachschaden.

Ausserdem wurden 12 Mörsergranaten auf Israel abgefeuert, die nahe dem Sicherheitszaun einschlugen.

(Yedioth Ahronoth, 26.09.07)


Ahmadinejad geniesst die Show

Iranischer Präsident Mahmoud Ahmadinejad (Archivbild)Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad liebt Fussball und war selbst Spieler bei seiner Universitätsmannschaft. Vor Fernsehkameras hat er als Staatspräsident gezeigt, dass er keinen schlechten linken Fuss hat. Gestern hat er bewiesen, dass er auch schmettern kann. Vor allem, wenn man ihm den Ball vorlegt.

Die leichten Fragen der Moderatoren an der Columbia-Universität ermöglichten ihm, seine altbekannten Mantren zu wiederholen und gleichzeitig offen für einen Dialog und bereit zum Überzeugen und auch Überzeugtwerden zu erscheinen. Jedoch besteht keinerlei Aussicht, einen Ideologen zu überzeugen, dessen Weltanschauung so klar ist wie die von Ahmadinejad, der der radikalsten und messianischsten Strömung innerhalb der religiösen Führung seines Landes angehört. Sein Extremismus zeigt sich darin, dass sein spiritueller Mentor Ayatolah Mohammed Taghi Mesbah Yazdi ist, ein Mann, den selbst Ayatollah Ruhollah Musavi Khomeini, der Führer und Initiator der iranischen Revolution von 1979, wegen seines aktivistischen Messianismus unter Hausarrest gestellt sehen wollte.

Ahmadinejad sagte, dass er als Akademiker – er führt einen Doktortitel in Transportingenieurwesen – an den wissenschaftlichen Imperativ glaube, nachdem alles angezweifelt und auf seine Verlässlichkeit überprüft werden sollte. Er sagte dies als Antwort auf die Frage, warum er den Holocaust leugne. Auch auf die Frage, ob er Israels Existenzrecht anerkenne, wich er einer direkten Antwort aus und wiederholte seine Assoziation des Holocaust mit der Gründung des Staates Israel und dem Unrecht, das den Palästinensern zugefügt worden sei.

Die Fragen und seine Einladung nach Columbia zeugen von etwas, das sich zwischen Naivität und Liberalität bewegt und typisch ist für die amerikanischen Akademiker. Diese tun sich schwer damit, zu verstehen, dass ein Dialog zwischen religiösen Fanatikern und Menschen, die wirklich an Informationsfreiheit und Menschenrechte glauben, beinahe unmöglich ist. Was dies angeht, hat Ahmadinejad die Naivität, die ihm auf dem Podium dargeboten wurde, ohne dass er es verlangt hätte, voll und ganz ausgenutzt. Seine Einladung ist aus eigener Initiative der Universität erfolgt und zeigt, was passiert, wenn man etwas Aussichtslosem eine weitere Gelegenheit gibt.

Bei all dem herrschte bei seinem Auftritt kein Mangel an komischen Momenten, die bewiesen, dass er kein schlechter Bühnendarsteller ist, und andererseits die grosse kulturelle Kluft zwischen ihm und dem Westen offenbarten. Diese Kluft hat ihre Ursache nicht zuletzt darin, dass er bis zu seiner Wahl zum Präsidenten des Irans vor zwei Jahren noch kein einziges Mal ein westliches Land besucht hatte. So brach das Publikum in schallendes Gelächter aus, als er sagte, dass es im Iran keine Homosexuellen gebe "wie bei euch", und darauf beharrte, dass Menschrechte, Redefreiheit und vor allem die Rechte der Frauen unbeschränkt seien.

(Ha’aretz, 25.09.07)


Qassam-Raketen auf Sderot

Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben am Montagabend wieder zwei Qassam-Raketen auf die südisraelische Stadt Sderot abgeschossen. Die Raketen landeten auf freiem Feld ausserhalb der Stadt. Zu Personen- oder Sachschaden kam es nicht.

(Yedioth Ahronoth, 24.09.07)


Israelis blicken optimistisch ins neue Jahr

Flagge des Staates IsraelZu Beginn des neuen Jahres gibt sich die israelische Bevölkerung mehrheitlich zuversichtlich. Aus einer aktuellen Umfrage der Beratungs- und Meinungsforschungsfirma Keevoon geht hervor, dass 74 Prozent der Israelis damit rechnen, dass das kommende Jahr für sie ein besseres sein wird als das vergangene. Nur 7 Prozent glauben, dass es ein schlechteres Jahr werden wird, während 12 Prozent glauben, es werde sich gleich bleiben. In Bezug auf den Staat Israel glauben die Befragten zu 56 Prozent, dass es aufwärts gehen wird, während 20 Prozent davon ausgehen, dass sich die Lage verschlechteren und 16 Prozent davon, dass sie gleich bleiben wird.

Mitchell Barak, der Geschäftsführer von Keevoon, kommentiert die Analyse seiner Firma folgendermassen: "Israelis sind alles in allem optimistisch, sowohl auf persönlicher als auch auf nationaler Ebene, und das obwohl viele wegen der Sicherheitslage, der politischen Situation, des Friedensprozesses und der Korruption besorgt sind. Wir waren erstaunt, dass die Ergebnisse dieses Jahres genau die gleichen waren wie im Oktober 2006."

Die optimistischste Bevölkerungsgruppe sind überraschenderweise die Studenten und die Soldaten, die sich persönlich zu 90 bzw. 85 Prozent ein besseres Jahr versprechen. Dabei sind die Bewohner Tel Avivs und Südisraels wesentlich zuversichtlicher (71%) als die Jerusalemer (66%).

Politisch betrachtet erwarten sich die Anhänger nationaler und religiöser Parteien in weit grösserem Masse ein gutes Jahr für den Staat als die Anhänger links-liberaler weltlicher Parteien. So liegt der Prozentsatz nationalreligiöser Optimisten bei 82 Prozent, während Wähler der Meretz-Partei nur zu 40 Prozent davon ausgehen, dass das nächste Jahr besser wird als das letzte.

(Yedioth Ahronoth, 24.09.07)


Livni: Die UNO sollte sich schämen

UN-FlaggeNachdem der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad gestern in New York eingetroffen ist, um heute vor der UN-Vollversammlung zu sprechen, häufen sich die Proteste. Israels Aussenministerin Tzipi Livni, die sich ebenfalls aus dem gegebenen Anlass vor Ort befindet, hat die Weltorganisation auf das Schärfste dafür kritisiert, dass sie dem iranischen Führer eine Plattform bietet.

Wörtlich sagte die Aussenministerin: „Dass Ahmadinejad hierher kommt, ist eine Schande für die UNO. Es ist eine Schande für die Welt, dass sie nicht versteht, dass Ahmadinejad die internationalen Werte dafür missbraucht, um uns allen zu schaden. Dies wird einen Preis haben. Die Welt muss dem ein Ende setzen. Die Welt kann sich keinen nuklearen Iran erlauben.“ Des Weiteren betonte Livni in Gesprächen mit Diplomaten: „In einer gerechten Welt wäre es ihm nicht gestattet worden, hierher zu kommen, und der Iran wäre kein Mitglied der UNO.“

Unterdessen hat die New Yorker Columbia-Universität einen Proteststurm ausgelöst, da sie den iranischen Staatspräsident auf ihrem Campus am heutigen Vormittag eine Rede halten zu lassen gedenkt.

(Yedioth Ahronoth, 24.09.07)


Staatlicher Terror im Iran

Flagge des IranParallel zu seinen Drohungen gegenüber Israel und der freien Welt sowie der unbeirrten Fortsetzung seines Atomprogramms intensiviert das islamistische Regime im Iran weiterhin auch den Terror gegen die eigene Bevölkerung. So erlebt der Iran in diesem Jahr die grösste Hinrichtungswelle seit 1984. Allein im Juli wurden über 100 Menschen öffentlich exekutiert; die Mehrzahl wurde gehängt, einige aber auch zu Tode gesteinigt. Über 6000 Menschen darben gegenwärtig wegen „sexueller Annäherung“ in iranischen Gefängnissen. Seit Mai 2006 wurden etwa eine Million Bürger wegen Verstosses gegen die islamische Kleiderordnung verhaftet.

Unter dem folgenden Link findet sich ein Artikel aus dem Wall Street Journal (in englischer Sprache), der sich eingehend den jüngsten Entwicklungen des staatlichen Terrors im Iran widmet: http://www.opinionjournal.com/
forms/printThis.html?id=110010434


(Botschaft des Staates Israel, 24.09.07)


Iran präsentiert verbesserte Langstreckenrakete

Im Vorfeld des New York-Besuchs von Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat der Iran am vergangenen Samstag auf einer Militärparade eine neue Langstreckenrakete vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Modells Shihab-3, die den Namen Ghadr-1 trägt. Laut offizieller Erklärungen besitzt die Rakete eine Reichweite von 1800 Kilometern und kann damit jeden Punkt innerhalb Israels treffen. Die alte Shihab-Rakete verfügt lediglich über eine Reichweite von 1300 Kilometern.

Die Bedrohlichkeit der neuen Waffe wurde auf der Parade von Slogans wie "Tod Amerika" und "Tod Israel" unterstrichen. Auf Plakaten standen Parolen zu lesen wie "Israel muss ausgelöscht werden" und "Kein iranischer Muslim, kein Muslim erkennt Israel an".

(Yedioth Ahronoth, 23.09.07)

Ahmadinejad hetzt vor der UNO gegen Israel

Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat seinen Auftritt vor der UN-Vollversammlung am Dienstag dazu genutzt, einmal mehr gegen die USA und Israel zu hetzen, das er als "das brutale zionistische Regime" bezeichnete. Er sehe dem Zeitpunkt entgegen, an dem "Palästina und der Irak befreit sein werden" und die Mächte "von dem Pfad der Arroganz und dem Gehorsam gegenüber Satan" abkommen würden.

Gleichzeitig erklärte er den Atomstreit für beendet und betonte in Hinsicht auf Sanktionsdrohungen, der Iran werde sich nicht den "den illegitimen und politisch motivierten Auflagen der arroganten Grossmächte" beugen. Die Überprüfung des Atomprogramms werde man der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) überlassen.

Zuvor hatte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy die Vollversammlung gewarnt, dass die atomare Bewaffnung des Iran eine "inakzeptable Gefahr für die Stabilität in der Region und auf der ganzen Welt" darstellen würde. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Rede schärfere Sanktionen gegen den Iran für den Fall gefordert, dass das Land sich in der Debatte um sein Atomprogramm weiter als unfügsam erweisen werde.

(Yedioth Ahronoth, 26.09.07)


Der Staat Israel ist keine Folge der Shoah

Yad Vashem - Halle der NamenZu der Behauptung, dass der Staat Israel und das Elend des palästinensischen Volkes eine Folge der Shoah seien, wie sie der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad gestern an der Columbia-Universität erneut von sich gegeben hat, hat sich der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Shalev, heute Morgen gegenüber dem Radiosender Reshet Bet wie folgt geäussert:

"Dies ist eine der schrecklichsten Lügen, die sich immer mehr in Kreisen der Öffentlichkeit festsetzt, eine ganz schreckliche Lüge. Die gesamte Forschung beweist, dass der Staat Israel nicht wegen der Shoah entstanden ist. Der Staat Israel ist ein Landstreifen für ein Volk, dessen natürliche Rechte gleich denen jedes anderen Volkes sind. Dem jüdischen Volk steht eine eigene Heimat zu, und der Prozess der Rückkehr in die Heimat und des Aufbaus der Heimat begann bekanntlich bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg existierte hier bereits eine etablierte Ansiedlung auf ihrem eigenen Land, die von der UNO beim Teilungsplan anerkannt worden war; dies darf für keinen Moment vergessen werden. Und die Entscheidung der Vereinten Nationen vom November 1947 wurde nicht wegen der Shoah gefällt, die gesamte Forschung beweist dies. Stalin hat sich nicht auf die Shoah bezogen, es war dies kein moralischer Faktor für ihn, im Gegenteil, er trachtete danach, Juden zu schaden und sie zu vertreiben, und hätte viele von ihnen vernichtet, wenn er noch weiter gelebt hätte. Ein grosser Teil derjenigen, die für Israel stimmten, taten dies aufgrund sachlicher und anderer Erwägungen. Die Shoah stand am Rand, wenn sie auch sicherlich einen gewissen Einfluss auf einen Teil der europäischen Staaten ausübte, die für Israel stimmten."

(MFA, 25.09.07)


Livni: Der Iran bedroht die ganze Welt

Israels Aussenministerin Tzipi LivniIsraels stellvertretende Ministerpräsidentin und Aussenministerin Tzipi Livni hat am Montag an der zentralen Protestkundgebung gegen den für morgen geplanten Auftritt des iranischen Staatspräsidenten Mahmoud Ahmadinejad vor der UN-Vollversammlung teilgenommen. Insgesamt hatten sich 30 000 Demonstranten auf den Aufruf grosser jüdisch-amerikanischer Organisationen hin vor dem New Yorker UN-Gebäude versammelt. Im Folgenden die Rede Livnis im vollständigen Wortlaut:

"Liebe Freunde,
hinter uns stehen die Vereinten Nationen, ein Gebäude, das auf der Grundlage des Versprechens 'Nie wieder' errichtet wurde. Heute rufen wir die Vereinten Nationen dazu auf, dieses Versprechen einzuhalten. Wir rufen die UNO dazu auf, Ahmadinejad den Zutritt zu verwehren – mit einem Zeichen, dass sagt, Sie haben keinen Platz unter den freien Nationen. Lassen Sie ab von Ihrem Hass, Ihrer Hetze, Ihrem Terror und Ihren Atomwaffen-Ambitionen, und dann können Sie eintreten. Bis dahin – scheren Sie sich hinaus, und bleiben Sie draussen!

Liebe Freunde,
ich möchte Ihnen allen danken, dass Sie gekommen sind. Ich weiss, dass einige von Ihnen auf der Demonstration an der Columbia-Universität sein wollten, wo diesem Mann ein Podium zum Sprechen gegeben wurde. Und wissen Sie was – ich meine, Ahmadinejad sollte zur Universität gehen – aber nicht, um einen Vortrag zu halten, sondern um zu lernen. Dieser Mann muss noch viel über Geschichte lernen – vor allem über den Holocaust und den Sieg der Allliierten! Er muss über die Demokratie und ihre wahren Werte lernen. Und er muss daran erinnert werden, wie diejenigen, die seine Art von Hassideologie vorangetrieben haben, geendet sind.

Meine Freunde,
man darf sich nicht täuschen. Der Iran ist nicht nur eine Bedrohung für Israel, und nicht nur eine Bedrohung für seine Nachbarn, sondern eine Bedrohung für die ganze Welt. Und heute fragen wir – wo ist die Welt? Wo sind ihre Werte? Warum zögert sie – während der Iran seinen dunklen Schatten des Terrors über die Welt wirft, während sein Präsident den Holocaust verhöhnt und Hass verbreitet? Wir sind hier, um von der Welt zu fordern – um von der Welt zu erbitten -, dass sie aufwacht, bevor es zu spät ist!! Wir sind hier, um zu fordern, dass die terroristischen Verbündeten des Iran – Hamas und Hisbollah – unsere Söhne Eldad Regev, Udi Golwasser und Gilad Shalit freilassen, und zwar jetzt! Wir sind hier, um die Demokratie - die wahre Demokratie – vor denen zu schützen, die sie missbrauchen, um Terror und Tyrannei voranzutreiben. Und wir sind hier, um vereint für den jüdischen Staat einzustehen, meine Heimat, Israel – eine stolze und lebendige Demokratie, deren Rechte nicht geleugnet werden können und deren Wille nicht gebrochen werden kann.

Meine Freunde,
dies ist keine Kundgebung der Angst – dies ist eine Kundgebung der Entschlossenheit. Dies ist eine Kundgebung derjenigen, die an Frieden und Koexistenz glauben. Aber dies ist auch eine Kundgebung derjenigen, die von den Vereinten Nationen und den Staaten der Welt erwarten, dass sie ihr Versprechen halten. Dass sie sagen: Genug ist genug! Dass sie ihre Werte verteidigen! Dass sie ihre Heuchelei beenden! Wir werden nicht ruhen, bis sie dies tun. Wir werden stark und vereint gegen das Böse zusammenstehen. Und wir werden uns durchsetzen!
Shana tova"

(MFA, 24.09.07)

Unter dem folgenden Link findet sich eine Videoaufzeichnung der Rede Livnis: http://www.youtube.com/watch?v=2i6SXS_m97I


Immer mehr Israelis besuchen Berlin

Immer mehr Israelis reisen für einen Kurzbesuch in die deutsche Hauptstadt. Wie das deutsche Fremdenverkehrsamt in Israel mitteilt, haben zwischen Januar und Juli 2007 insgesamt 22 000 Israels Berlin besucht. Dies bedeutet einen Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres. Durchschnittlich blieben die Besucher für 3.4 Nächte.

2003 reisten noch weniger als 20 000 Israelis nach Berlin, und 2006 verdoppelte sich die Zahl. Bei der Anzahl an Übernachtungen gestaltet sich der Zuwachs noch eindrucksvoller – von 50 000 Übernachtungen im Jahr 2003 auf 140 000 im Jahr 2006.

(Ha’aretz, 24.09.07)


Israelische Armee vollendet Anti-Terroreinsatz in Nablus

ZAHAL (IDF) - LogoRechtzeitig zu Beginn von Yom Kippur haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) eine Operation gegen die ausufernde Terrorinfrastruktur im Flüchtlingslager Ein Beit Ilmeh in Nablus vollendet. Ziel der Operation war es, die Durchführung von Terroranschlägen im israelischen Kernland zu verhindern.

Im Laufe der Operation wurde Stabsfeldweben Ben-Zion Haneman getötet, ein weiterer Soldat wurde leicht verletzt. Die israelische Armee tötete zwei palästinensische Terroristen, unter ihnen den Mörder von Stabsfeldwebel Haneman. Bei Suchaktionen wurden Waffenspeicher in Wohnhäusern entdeckt, in denen Granaten, Sturmgewehre, Sprengstoffvorrichtungen, Armeeausrüstungen und Munition gelagert waren.

Insgesamt wurden während der Operation 49 gesuchte Palästinenser verhaftet und verhört, darunter Terroristen der Hamas und der ‚Volksfront’. Bei einem der Verhafteten handelt es sich um Nihad Rashid Hasan Shakirat, einen seit langem gesuchten Hamas-Führer im Flüchtlingslager Ein Beit Ilmeh. Im Verhör gab Shakirat zu, einem in Tel Aviv arbeitenden Nabluser einen Sprengstoffgürtel ausgehändigt zu haben. Der betreffende, Mahed Ashur, wurde daraufhin festgenommen und gestand, den Gürtel nach Tel Aviv gebracht zu haben, um dort einen Selbstmordanschlag durchzuführen. Einsatzkräfte der Grenzpolizei fanden den Gürtel in einer Wohnung im Süden Tel Avivs und brachten ihn kontrolliert zur Sprengung.

Nablus ist das Zentrum des Terrorismus im Westjordanland. Allein dieses Jahr sind bereits 10 Bombenlaboratorien in der Region ausgehoben worden. Im Jahr 2006 stammten 117 der 187 potentiellen Selbstmordattentäter, die in Judäa und Samaria festgenommen wurden, aus der Gegend aus Nablus und Umgebung.

(ZAHAL, 23.09.07)

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