| Nachrichten vom 25. April - 1. Mai 2010 | ||
Avigdor Arikha gestorben
Arikha wurde in Rumänien geboren, wo er bis zum Alter von elf Jahren eine behütete Kindheit in einem kultivierten Elternhaus verbrachte. Im Zweiten Weltkrieg wurde seine Familie ins Konzentrationslager geschickt. Sie floh und wurde erneut inhaftiert. Der junge Avigdor hielt die schlimmen Erfahrungen in seinem Notizblock fest. 1944 gelang ihm und seiner Schwester die Flucht ins damalige Mandatsgebiet Palästina, wo er einige Jahre im Kibbutz Hahamisha verbrachte, um dann an der Jerusalemer Kunstakademie Bezalel zu studieren. Im Unabhängigkeitskrieg wurde er verletzt. 1949 erhielt er ein Stipendium für ein Kunststudium in Paris, das er dann zu seiner Heimat machte. Obwohl Arikha nur kurze Zeit in Israel lebte, sprach er gut Hebräisch und bezeichnete sich selbst als israelischen Künstler. Die beiden wichtigsten Personen in seinem Leben waren die Dichterin Anne Atik, die er 1961 heiratete, und der irische Schriftsteller Samuel Beckett, auf dessen Bekanntschaft er seine Entscheidung in Paris zu bleiben zurückführte. Arikha porträtierte u. a. die britische Königin und die französische Schauspielerin Catherine Deneuve. Im vergangen Jahrzehnt wurden grosse Retrospektiven seines Werks in Tel Aviv, London und Madrid gezeigt. (Ha'aretz, 30.04.10) Google kauft israelisches Start-Up-Unternehmen
Die Kaufsumme wird auf umgerechnet etwa 19 Millionen Euro geschätzt. "Wir glauben, dass die Hinzufügung dieses talentierten Teams es uns ermöglichen wird, unsere Internet-Plattformen zu stärken und sie attraktiver denn je zuvor zu machen", sagte Prof. Yossi Matias, der Leiter von Googles Forschungs- und Entwicklungszentrum in Tel Aviv. "Google glaubt an israelische Innovationsfähigkeit und Kreativität, und wir werden weiter die Kooperation mit örtlichen Unternehmen und Start-Ups suchen." Seit seiner Gründung haben sich die Investitionen in Lab Pixies auf lediglich umgerechnete 1.5 Millionen Euro belaufen. Informationen zu Lab Pixies finden Sie hier: http://www.labpixies.com/ (Yedioth Ahronoth, 29.04.10) Ayalon in Washington
Ayalon sagte nach seinen Treffen: "Die Uhr tickt. Die morgen beginnenden Diskussionen senden eine eindeutige Botschaft an die internationale Gemeinschaft und den Iran im Besonderen, dass die USA sich nicht mit einem atomaren Iran abfinden werden." (MFA, 28.04.10) Gates prangert Hisbollah-Aufrüstung an
"Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem die Hisbollah über mehr Raketen verfügt als die meisten Staaten auf der Welt, und wir verfolgen dies sehr genau", so Gates, dessen Sorgen von Barak bestätigt wurden. In Bezug auf die iranische Bedrohung unterstrich Barak abermals: "Ein atomarer Iran ist nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern auch für jegliche annehmbare Weltordnung. Wir erwarten, dass die Sanktionen wirksam und zeitlich begrenzt sein werden. Ich denke, die USA tun das Richtige, und sie sind die einzige Grossmacht, die so viele Mitglieder der internationalen Gemeinschaft für wirksame Sanktionen rekrutieren können; doch nur die Zeit wird zeigen, wie wirksam sie sein werden." (Ha'aretz, 27.04.10) Barak trifft Obama
Barak besprach sich im Weissen Haus mit dem Nationalen Sicherheitsberater James Jones, als der US-Präsident spontan vorbeischaute. Wie Robert Gibbs, Sprecher des Weissen Hauses, mitteilte, unterstrich Obama auch noch einmal die Entschlossenheit seiner Regierung, auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern herbeizuführen. (Ha'aretz, 27.04.10) Die saudische Nuklear-Option
"Als der führende arabische Staat in der Golfregion (und in Anbetracht von Ägyptens Schwäche vielleicht der führende Staat innerhalb der arabischen Welt) und Hauptkonkurrent Irans um regionalen Einfluss wird Saudi-Arabien Schwierigkeiten damit haben, tatenlos zu bleiben, wenn der Iran eine atomare militärische Schlagkraft erzielen sollte. Bereits 2003 berichtete der frühere Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes, Aharon Ze'evi Farkash dem Aussen- und Sicherheitspolitischen Ausschuss der Knesset, dass 'die Saudis in Kontakt mit Pakistan stehen, um atomare Sprengköpfe für die Boden-Boden-Raketen in ihrem Arsenal zu erweben … Sie haben beschlossen, zu handeln, um das Terrorgleichgewicht gegenüber Irans Aufrüstung zu überwinden, und beabsichtigen, pakistanische Sprengköpfe auf ihrem Boden zu stationieren.' Trotz Saudi-Arabiens relativer Transparenz und Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft in Nuklearfragen gibt es mehr als einige wenige Zweifel in Bezug auf seiene Glaubwürdigkeit. Schliesslich unterhielt es in der Vergangenheit sehr enge Beziehungen mit Pakistan. Mehr als einmal ist behauptet worden, in Wirklichkeit stünde Saudi-Arabien hinter der Finanzierung von Pakistans Atom- und Raketenprogrammen. Nach der Islamischen Revolution stationierte Pakistan während der 1980er Jahre Truppen in Saudi-Arabien, und die beiden Staaten kooperierten eng bei der Unterstützung der afghanischen Mujaheddin. Daher könnte es gut möglich sein, dass Saudi-Arabien, wenn es in eine sensible Sicherheitslage gerät, aus seiner Investition in das pakistanische Programm Kapital zu schlagen wird." Die vollständige Analyse gibt es unter dem folgenden Link: http://www.inss.org.il/publications.php?cat=21&incat=&read=3973 (INss, 26.04.10) Netanyahu: Israel plant keine Aktion gegen Syrien
"Es ist nichts Wahres an dem Hinweis, dass Israel einen militärischen Schritt gegen Syrien plant", sagte Netanyahu auf dem Parteitag seines Likud, wobei er hinzufügte, die entsprechenden Gerüchte würden aller Wahrscheinlichkeit nach vom Iran und der Hisbollah gestreut, um die internationale Gemeinschaft vom iranischen Atomprogramm abzulenken. "Der Iran eilt weiter auf Atomwaffen zu", sagte der Ministerpräsident. "Die internationale Gemeinschaft arbeitet eine Übereinkunft zur Verhängung von Sanktionen gegen den Iran aus, aber ich denke nicht, dass dies im kommenden Monat passiert." (Ha'aretz, 26.04.10) Ahmadinejad verteufelt den UN-Sicherheitsrat
Die Verbalattacke kommt zu einer Zeit der eskalierenden Spannungen zwischen der Islamischen Republik und dem Westen wegen des iranischen Atomprogramms. Die USA dringen derzeit auf neue und schärfere UN-Sanktionen gegen den Iran. (Yedioth Ahronoth, 26.04.10) Mitchell in Jerusalem
Präsident Peres betonte: "Wir wollen ernsthaft Frieden. Es gibt Palästinenser, die unsere Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung anzweifeln. Ich würde ihnen empfehlen, das sehr ernst zu nehmen. Wir haben unsere Absicht bewiesen, als wir Frieden mit den Ägyptern und den Jordaniern gemacht haben. Es geht nicht darum, dass der eine der anderen einen Gefallen tut. Wir beide brauchen es. Wir brauchen den palästinensischen Staat nicht nur, weil wir über keine andere Nation herrschen wollen, sondern auch, weil wir nicht zusehen wollen, wie der Konflikt unsere Zukunft auffrisst. Es gibt keine andere Lösung."
Wie Peres bedankte sich auch Ministerpräsident Netanyahu für die warmen Worte des US-Präsidenten und bekräftigte gegenüber Mitchell: "Ich freue mich darauf, mit Ihnen und Präsident Obama den Frieden voranzubringen. Wir meinen es ernst damit. Wir wissen, dass Sie es ernst meinen. Wir hoffen, dass die Palästinenser antworten - wir müssen diesen Prozess voranbringen." (MFA, 23.04.10) Israels Verteidigungsminister Ehud Barak, der sich am Freitag ebenfalls mit Mitchell getroffen hatte, ist am Sonntag nach Washington gereist, um sich dort mit Vertretern der US-Regierung zu treffen. (Ha'aretz, 26.04.10) Lieberman in Madrid
Lieberman rief Spanien dazu auf, in seiner Funktion als gegenwärtiger EU-Ratspräsident entschlossen auf einen Stopp des iranischen Atomprogramms und hinzuwirken und einen nuklearen Rüstungswettlauf im Nahen Osten zu verhindern. Er betonte, dass die Iraner mit ihrem Atomprogramms sehr viel weiter seien als die internationale Gemeinschaft mit ihren Massnahmen zu dessen Verhinderung. Bei den Gesprächen wurde auch die Frage des Dorfes Ghajar an der israelisch-libanesischen Grenze angesprochen. Derzeit steht ein spanischer General, Alberto Asarta Cuevas an der Spitze der UNIFIL-Truppen. Lieberman bemerkte, Israel und die UNO stünden kurz vor einer Übereinkunft. <MFA, 22.04.10> (Botschaft des Staates Israel, 26.04.10)
Die Organisation Keren Hayesod/Vereinigte Israel Aktion richtet anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens einen grossen Malwettbewerb für Kinder aus. Die Teilnehmer sollen ein Bild davon malen, wie sie sich Israel vorstellen. Dem Gewinner winken zwei Flugtickets nach Israel. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.kh-uia.org.il/EN/Pages/KHDrawingCompetition.aspx (Botschaft des Staates Israel, 26.04.10) Arbeitslosigkeit sinkt weiter
Wie die aktuellen Zahlen zeigen, war die Arbeitslosigkeit in Israel seit August 2008 (6%) im Zuge der globalen Wirtschaftskrise bis April/Mai 2009 (7.9%) stetig angestiegen. Seitdem hat ein rasanter Erholungsprozess stattgefunden. Die Bank of Israel sagte für 2010 einen Rückgang auf 7% voraus und für 2011 einen weiteren auf 6.7%. <Globes, 22.04.10> (Botschaft des Staates Israel, 26.04.10) |
Clinton warnt Syrien
"Wir haben uns eindringlich zu den schweren Gefahren infolge von Syriens Waffenlieferung an die Hisbollah geäussert", sagte Clinton auf einer Konferenz des American Jewish Committee in Washington. "Wir verurteilen dies auf die schärfste Art und Weise und haben unsere Besorgnis direkt der syrischen Regierung übermittelt." "Waffen - insbesondere Langstreckenraketen - an diese Terroristen zu liefern, stellt eine ernstliche Bedrohung für die Sicherheit Israels dar. Es würde einen schwer stabilisierenden Effekt auf die Region haben", betonte die US-Aussenministerin. "Alle Staaten müssen damit aufhören, Waffen an Terrororganisationen wie Hisbollah und Hamas zu liefern. Jede Rakete, die in den Südlibanon oder den Gaza-Streifen geschmuggelt wird, bedeutet einen Rückschlag für die Sache des Friedens." Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah liess in Reaktion darauf am Abend verlauten: "Diese Anschuldigungen erhöhen nur die Selbstsicherheit unter den Libanesen und stärken den Glauben an die Kraft des Widerstands, der auf die Verteidigung des Libanon abzielt." (Ha'aretz, 30.04.10) Lieberman: Palästinenser müssen zur Besinnung kommen
"Wir sind bereit, nicht nur Annäherungsgespräche zu eröffnen, sondern auch direkte Gespräche, und wir haben dies bereits vor einem Jahr gesagt. Wir sehen kein Problem oder irgendeinen Grund, die Annäherungsgespräche nicht aufzunehmen, trotz der Tatsache, dass wir vor vielen Zwickmühlen und vielen Fragen in Bezug auf das Verhalten der anderen Seite stehen, wie bspw. die gestrige präsidiale Anordnung, israelische Telefonprodukte zu boykottieren. Und wie ich es verstehe, werden die meisten Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde ihre israelischen Mobiltelefone und SIM-Karten aufgeben müssen, was unvernünftig ist, genauso unvernünftig wie von Frieden zu reden und gleichzeitig den Terrorismus zu verewigen, Strassen und Plätze nach blutrünstigen Terroristen zu benennen, die - wie Yihye Ayash oder Dalal Mugrabi - für die Ermordung Hunderter von Unschuldigen Menschen verantwortlich sind. Sie ermordeten Frauen und Kinder, einschliesslich von Ausländern wie amerikanischen und niederländischen Staatsangehörigen. Dies wirft naturgemäss eine Menge von Fragen auf. Ich hoffe, dass die andere Seite zur Besinnung kommen wird und wir einen Dialog starten und in der Lage sein werden, voranzukommen; nicht nur einen Dialog zu starten, sondern auch voranzukommen." "Ich denke, die Palästinenser haben verstanden, dass das Hinhalten sinnlos ist und kein Grund dafür besteht, Israel zu erpressen zu versuchen, da es keine weiteren Konzessionen geben wird. Ich denke, sie haben verstanden, dass wir auf unseren Interessen beharren werden und es keine Zugeständnisse von unserer Seite mehr geben wird, sondern nur Gespräche. Und nachdem sie verstanden hatten, dass wir stark genug sind, um jedem Druck zu widerstehen, waren sie schlau genug, zu den Gesprächen zurückzukehren." Den vollständigen Wortlaut der Pressekonferenz finden Sie: hier (extern) (MFA, 29.04.10) Humanitäre Hilfe für Gaza
Unter anderem wurden 57 Lastwagenladungen mit Obst und Gemüse, 42 mit Weizen, 24 mit Fleisch, Geflügel und Fisch, 35 mit Milchprodukten, 104 mit Tierfutter, 31 mit Hygieneartikeln, 18 mit Kleidung und Schuhen und 13 mit Zucker nach Gaza transferiert. Darüber hinaus wurden 1.046 Millionen Liter Diesel für das Kraftwerk in Gaza, 99 500 Liter Diesel für das Transportwesen, 19 980 Liter Benzin und 502 Tonnen Kochgas geliefert. 228 Patienten und Begleitpersonen konnten zwecks medizinischer Behandlung nach Israel und in das Westjordanland ausreisen. (ZAHAL, 28.04.10) Seit Ende der Militäroperation in Gaza im Januar 2009 sind 886 569 Tonnen Hilfsgüter und 128 584 227 Liter Treibstoff in den palästinensischen Küstenstreifen geliefert worden. Eine genaue Auflistung der gesamten Lieferungen finden Sie: hier (extern) <MFA, 24.04.10> Wachstumsprognose für 2010 soll erhöht werden
Ursprünglich hatte das Ministerium mit den nun wieder grob angepeilten 3.5% gerechnet. Die Prognose wurde jedoch heruntergeschraubt, als sich die Krise 2009 vertiefte. Vor einer Woche erhöhte bereits die Bank of Israel ihre Wachstumsprognose von 3.5 auf 3.7%, was sie vor allem mit Zuwächsen im Export begründete. (Yedioth Ahronoth, 28.04.10) Zweittiefste Höhle des Landes entdeckt
Der Höhlenforscher Dr. Yinon Shivtiel von der Hebräischen Universität Jerusalem berichtet, dass es eine "sehr kleine Gruppe von Leuten gibt, vor allem Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion", für die es ein Sport sei, Höhlen zu entdecken. Und er könne dies verstehen: "Eine Höhle zu entdecken, ist ein besonderes Erlebnis. All deine Sinne sind wach: Du weisst, du bist der erste, der hineingeht, du seilst dich ins Ungewisse ab. Du weisst nicht, wann du den Boden erreichst - nach 49 Metern, 100 Metern oder - wie in diesem Fall - nach 150 Metern. Auf dem Weg findest du Stalaktiten und grosse Kammern und Hohlräume." Die mit 157 Metern bislang tiefste Höhle, die je in Israel entdeckt worden ist, liegt nahe dem drusischen Dorf Beit Jann am Berg Meron. Die lokale Bevölkerung nennt sie "Walmaul". (Ha'aretz, 27.04.10) Netanyahu gedenkt Herzls
"Was so einzigartig war an Herzl, war seine Fähigkeit, die Gefahr der Auslöschung des jüdischen Volkes sowie die Tatsache zu erkennen, dass die Gründung eines jüdischen Staates die Lösung für die Gefahr darstellen würde. Es muss gesagt werden, dass es Leute gab, die das Problem erkannten, wenngleich womöglich ohne es völlig zu verstehen, und Leute, die sich unabhängig in die Richtung seiner Lösung bewegten, wenngleich abermals nicht völlig. Ein Beispiel dafür ist die Gruppe der Hovevei Zion (Zion Liebende). Ich beziehe mich auf Personen wie Hess, Lilienblum, Kalisher, Alkalai und allen voran Pinsker. Aber Herzl unterschied sich von diesen grossen Personen. Der Scharfsinn, mit dem er das Problem des Antisemitismus diagnostizierte, führte zu der scharf formulierten Lösung, die er vorschlug. Herzls revolutionäre Lösung bestand darin, die Juden in ihrem eigenen Land zu versammeln und ihr souveränes Land wieder zu begründen. Er glaubte, dies sei der einzige Weg, auf dem die Juden die Kontrolle über ihr Schicksal wiedergewinnen könnten. Jedoch, meine Damen und Herren, erklärt selbst diese seltene Kombination von Weitsichtigkeit hinsichtlich des Problems jüdischer Existenz und seiner Lösung nicht die volle Grösse Herzls. Denn Herzls besass auch die Fähigkeit, praktische Schritte, praktische Einrichtungen zur Verwirklichung der Lösung vorzuschlagen, und ein erstaunliches Charisma, das es ihm ermöglichte, Führer der Welt und einfache Leute gleichermassen für sich zu gewinnen, um der Lösung zum Durchbruch zu verhelfen. So ist dies hier eine Kombination von vier Dingen: der Fähigkeit, die Gefahr zu sehen, der Fähigkeit, eine Lösung vorzuschlagen, der praktischen Fähigkeit zur Gründung von Einrichtungen zur Verwirklichung dieser Lösung und des nötigen Charismas, das notwendig war, um die Führungsschicht und volkstümliche Kräfte zur Beschleunigung des Prozesses, an den er glaubte, zu mobilisieren." Die vollständige Rede finden Sie: hier (extern) (MFA, 26.04.10) Lieberman: Wir sind bereit für Verhandlungen
"Seit dem ersten Tag dieser Regierung sind wir bereit gewesen, direkte Verhandlungen mit den Palästinensern, ohne Vorbedingungen, aufzunehmen; und wir sind dem Sondergesandten George Mitchell dankbar für seine Bemühungen in dieser Angelegenheit." Gleichzeitig betonte der Aussenminister, man müsse bei der Aufnahme von Verhandlungen sofort sicherstellen, dass man einen Partner habe und was seine Absichten seien. Die Palästinenser könnten nicht einerseits über Frieden verhandeln und andererseits dem Terrorismus huldigen und Terroristen gedenken, wie es in jüngster Zeit wiederholt geschehen ist. (MFA, 26.04.10) Israelische Spezialeinheit zum Schutz der Palästinenser
Der Grenzschutz wird der Spezialeinheit erfahrene Veteranen zuteilen, die auch mit komplizierten Situationen umzugehen wissen. Der Beschluss zur Aufstellung wurde nicht zuletzt aufgrund der gewaltsamen Auseinandersetzungen während des Unabhängigkeitstages gefasst. So war es dort zu Übergriffen von Siedlern gegen das Militär gekommen. (ZAHAL, 26.04.10) Zur mangelnden Klarheit der US-amerikanischen Iran-Politik
"Der Mangel an Klarheit, der die US-Herangehensweise an den Iran weiter kennzeichnet, zeigt die Tiefe des Problems. Der Iran hat alle diplomatischen Offerten ausgeschlagen. Das bei der UNO in Erwägung gezogene Sanktionspaket wird ständig leichter und wird daher kaum effektiv sein. Eine uneinheitliche Botschaft aus den USA kann schlimmer sein als überhaupt keine Botschaft; sie könnte vom Iran als De-facto-Erlaubnis zur Fortsetzung seiner illegalen Atomaktivitäten verstanden werden. Sind Präsident Obama und sein ziviler und militärischer Stab in der Lage, dem Iran und anderen potentiellen Nuklearproliferatoren eine klare, geeinte, unmissverständliche und kraftvolle Botschaft zu übermitteln? Die Indizien sind entmutigend, und die Zeit läuft ab." Die vollständige Analyse gibt es unter dem folgenden Link: http://www.inss.org.il/publications.php?cat=21&incat=&read=3969 (INss, 26.04.10) Gesandter Nahshon im Kölner Stadt-Anzeiger
"Ich kann nicht beurteilen, ob es im juristischen Sinne illegal ist. Was ich aber beurteilen kann, ist, dass diese Karikatur erniedrigend und widerlich ist. Sie geht beim besten Willen nicht als Israelkritik durch, die vollkommen legitim ist. Sie hat nichts zu tun mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt, der von beiden Völkern gemeinsam in einer Zwei-Staaten-Lösung überwunden werden wird - auf der Basis von Verhandlungen und eines Endes der Gewalt. Die Karikatur hat auch nichts zu tun mit dem realen Leid von Kindern in Gaza, das eine direkte Folge der Tatsache ist, dass Gaza von einer islamistischen Terrororganisation beherrscht wird. Vielmehr hat das an der "Klagemauer" gezeigte Bild alles zu tun mit dem Versuch, Juden als Monster darzustellen und Hass zu säen. Eines Tages, hoffentlich bald, wird es Frieden geben zwischen Israelis und Palästinensern. Wir werden gemeinsam mit Gewalt und Konflikt fertig werden. Doch zuvor haben Tausende Kinder und Jugendlichen die Abscheulichkeit dieser "Klagemauer" gesehen. Sie wurden vergiftet von diesem Samen des Hasses, der einen Juden als Monster zeigt und dazu geeignet ist, Intoleranz und Hass wachsen zu lassen. Haben wir nicht endlich genug gesehen? 800 Jahre und einige Schritte liegen zwischen dem Hass von gestern und dem Hass von heute.” Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1270457705965.shtml <Kölner Stadt-Anzeiger, 22.04.10> (Botschaft des Staates Israel, 26.04.10) Urangeschäft zwischen Iran und Simbabwe
Die Enthüllung des Urangeschäfts folgte auf den Besuch des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad in Zimbabwe vergangene Woche, der am Donnerstag bei einem üppigen Abendessen mit dem umstrittenen Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, den "satanischen Druck auf das Volk von Simbabwe" verurteilte und dabei hinzufügte: "Wir glauben, der Sieg ist unser, und unsere Feinde werden Erniedrigung und eine Niederlage erleben." Den vollständigen Artikel finden Sie: hier (extern) <The Sunday Telegraph, 24.04.10> (Botschaft des Staates Israel, 26.04.10) |