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Nachrichten vom 27. Januar - 2. Februar 2008
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Anschlag auf israelische Botschaft in Mauretanien

Flagge von MauretanienFünf Terroristen haben heute Nacht das Feuer auf die Botschaft des Staates Israel in der mauretanischen Hauptstadt Noukchott eröffnet. Die Sicherheitsleute erwiderten das Feuer, woraufhin die Angreifer unter "Allahuakbar"-Rufen die Flucht ergriffen. Wie Botschafter Boaz Bismuth gegenüber Kol Israel mitteilte, blieben alle Botschaftsmitarbeiter unversehrt. Offensichtlich wurden jedoch drei Menschen - darunter eine Französin – verletzt, die vor einem nahe gelegenen Nachtclub standen.

Das Areal wurde anschliessend vom mauretanischen Militär abgeriegelt, das Journalisten und Schaulustige vom Tatort fernhielt. Israels Aussenministerin Livni und der Generaldirektor des Ministeriums Aharon Abramovitch sprachen kurz nach dem Vorfall mit Botschafter Bismuth. Abramovitch sagte, dass die Beziehungen mit Mauretanien wichtig für Israel seien, und drückte die Hoffnung aus, dass sie sich im Zuge des Friedensprozesses mit den Palästinensern noch intensivieren würden.

Der Anschlag folgt auf Aufrufe politischer Parteien innerhalb der islamischen Republik, die Beziehungen mit Israel abzubrechen. Das nordafrikanische Wüstenland ist einer der wenigen Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga, der diplomatische Beziehungen mit Israel unterhält.

(Ha'aretz, 01.02.08)


Botschafter Ben-Zeev im Interview mit dem Handelsblatt

Yoram Ben-Zeev, Israels neuer Botschafter in BerlinIsraels neuer Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat dem Handelsblatt ein ausführliches Interview gegeben. Darin äussert er sich nicht nur zur aktuellen Lage im Gaza-Streifen und der iranischen Bedrohung, sondern auch zum deutschen Beitrag im Nahost-Friedensprozess.

"Deutschland ist, trotz der Shoa, heute neben den USA der beste Partner Israels. Nun engagiert sich Deutschland sehr stark im Nahost-Friedensprozess. Wir haben sehr unterstützt, dass sowohl das Kanzleramt als auch das Aussenministerium über alle Schritte sehr früh informiert waren. Es war wichtig und hilfreich, dass Aussenminister Steinmeier auf der Konferenz in Annapolis Deutschland repräsentiert hat. […]

Das bilaterale Gespräch sollte die internationale Gemeinschaft uns und den Palästinensern überlassen. Aber es ist sehr wichtig, dass die internationale Gemeinschaft der palästinensischen Wirtschaft auf die Beine hilft. Wir müssen die Infrastruktur für einen demokratisch organisierten Staat schaffen. Deutschland spielt dabei eine grosse Rolle."

Zu dem umstrittenen Besuch des syrischen Aussenministers in Berlin vor zwei Wochen bemerkte Ben-Zeev:

"Ich kenne die deutsche Tradition, Dialoge zu führen – aus dem Willen heraus, es zumindest probiert zu haben. Aber die Debatte, ob der Besuch richtig war oder nicht, hat sich doch eigentlich erledigt. Denn es ist seither nichts passiert, es gibt keinen Erfolg."

Abschliessend nahm der Botschafter noch zu der Frage Stellung, ob Israels Sicherheit durch eine NATO-Mitgliedschaft verstärkt werden würde:

"Darüber gibt es eine Diskussion in Israel. Meine persönliche Meinung ist ja. Andere argumentieren, dass eine NATO-Mitgliedschaft unsere Handlungsfähigkeit gefährlich einschränken würde. Ausserdem muss man sehen, wie hoch der Blutzoll der israelischen Bevölkerung nach 60 Jahren Konflikten bereits ist. Einer Regierung dürfte die Erklärung nicht leicht fallen, wieso israelische Soldaten nun auch noch in anderen Krisenherden eingesetzt werden sollen. Aber ich vermute, am Ende wird es eine NATO-Mitgliedschaft geben."

Das vollständige Interview findet sich: hier

(Botschaft des Staates Israel, 01.02.08)


Olmerts Popularität nach Winograd-Bericht gestiegen

Ministerpräsident Ehud OlmertDie Popularität von Ministerpräsident Ehud Olmert innerhalb der israelischen Bevölkerung ist nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Winograd-Kommission zum zweiten Libanonkrieg gestiegen. Wie eine Umfrage des Meinungsforschungs-unternehmens Teleseker ergibt, sprechen sich etwa ein Drittel der Befragten dafür aus, dass Olmert weiter im Amt bleibt. Nach der Veröffentlichung des Zwischenberichts der Kommission im April vergangenen Jahres unterstützten nur 17% der Bevölkerung den Ministerpräsidenten.

42% der Befragten sind dafür, dass Olmert die Regierungsgeschäfte bis zum Ende der Legislaturperiode bzw. einem anderen vereinbarten Termin weiterführt. 27% sind hingegen der Meinung, dass umgehend Neuwahlen abgehalten werden sollten.

Weiter geht aus der Umfrage hervor, dass 39% im Falle eines Rücktritts von Olmert verlangen würden, dass die Arbeiterpartei (Avoda) unter Verteidigungsminister Ehud Barak ebenfalls die Regierung verlässt und Neuwahlen herbeiführt. 22% sind der Überzeugung, dass Barak weiter an der Seite Olmerts im Amt bleiben, jedoch einen Termin für Neuwahlen in einem Jahr vereinbaren solle.

(Ma'ariv NRG, 31.01.08)


Terroristische Umtriebe auf dem Sinai

Sinai-Halbinsel (Quelle: NASA, Space-Shuttle)Ägyptische Sicherheitskräfte haben auf der Sinai-Halbinsel eine Terrorzelle von fünf mit Sprengstoffgürteln ausgerüsteten Palästinensern festgenommen, die Anschläge in Israel geplant hatten. Dies berichtet die halb-amtliche ägyptische Tageszeitung Al-Ahram am heutigen Mittwoch. Die Zeitung berichtet zudem von der Verhaftung einer weiteren palästinensischen Zelle, die versucht hatte, ägyptische Grenzschützer mit einer grossen Geldsumme zu bestechen, damit ihre Fahrzeuge ungehindert nach Ägypten einreisen könnten. Die Terroristen hätten Karten mit sich geführt, auf denen Stützpunkte der israelischen Armee nahe der Grenze markiert und mit Angaben über die jeweilige Truppenstärke versehen gewesen seien.

Unterdessen hat Ägypten der Hamas ein Ultimatum gestellt, alle ihre bewaffneten Mitglieder bis zum Wochenende in den Gaza-Streifen zurückzuführen. Angaben der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah zufolge verweigern derzeit 300 bis 500 Terroristen, vor allem der Hamas und des Islamischen Jihad, die Rückkehr nach Gaza. Viele von ihnen verbergen sich bei Beduinenstämmen und ägyptischen Familien in verschiedenen Orten des Sinai. Im Laufe der letzten Tage sind Tonnen von Waffen, Sprengstoff und auch Drogen über die Grenze in den Gaza-Streifen geschmuggelt worden.

Insgesamt legt Ägypten inzwischen grössere Entschlossenheit in Bezug auf die im Norden des Sinai verbliebenen Palästinenser an den Tag, die vergangene Woche in Rafiah die Grenze durchbrochen haben. Spätestens am Sonntag soll die Grenze wieder völlig geschlossen werden.

Arabische Diplomaten in Kairo schätzen, dass sich noch immer 10 000 Palästinenser auf der Halbinsel aufhalten. Die Mitglieder und Anhänger der Hamas versuchen dabei, den Eindruck zu erwecken, als ob sie ägyptisches Territorium "befreit" hätten. So wurden auf Regierungsgebäuden in el-Arish und im ägyptischen Teil Rafiahs palästinensische Flaggen gehisst. In Kairo verliert man angesichts all dessen zunehmend die Geduld.

(Jerusalem Post, 30.01.08)


UN-Gesandte kritisiert religiösen Zwang in Gaza

UN-FlaggeDie UN-Sonderberichterstatterin für Religions- und Glaubensfreiheit, Asma Jahangier, hat sich besorgt über die gegenwärtige Lage im Gaza-Streifen geäussert. In ihrem Bericht hebt sie hervor, dass seit der Machtergreifung der Hamas der Druck auf Frauen zunimmt, einen Schleier zu tragen. Desgleichen steige die Anzahl von Übergriffen gegen palästinensische Christen in Gaza.

"Frauen scheinen in einer besonders verwundbaren Situation zu sein und tragen die Hauptlast des religiösen Eifers. Ich wurde über Fälle von Ehrenmorden informiert, die im Namen der Religion ungestraft ausgeführt werden", so Jahangier in ihrem Bericht. "Uns vorliegenden Berichten zufolge fühlen Frauen im Gaza-Streifen in letzter Zeit, dass sie einem Zwang zur Verschleierung unterliegen."

Im Zusammenhang mit ihrer Reise durch Israel äusserte die UN-Gesandte auch Kritik an der jüdischen Orthodoxie in Israel, erkannte aber an: "Während meiner Gespräche mit Angehörigen religiöser Minderheiten in Israel haben meine Gesprächspartner im Grossen und Ganzen bestätigt, dass es keinerlei religiöse Verfolgung von Seiten des Staates gibt. Innerhalb der israelischen Demokratie möchte ich die wichtige Rolle hervorheben, die der Oberste Gerichtshof in der Vergangenheit gespielt hat und für die Sicherung von Religions- oder Glaubensfreiheit spielen kann."

(Ha'aretz, 30.01.08)


Hintergrund: Die Lage in Gaza

Die Hamas hat die vorübergehende Schliessung der Grenzübergänge zwischen dem Gaza-Streifen und Israel sowie die zeitweilige Unterbrechung der Güter- und Treibstoffzufuhr in der vergangenen Woche für eine Propaganda-Kampagne genutzt, durch die eine humanitäre Krise suggeriert wurde. Die aktuelle Situation vor Ort hält jedoch bei genauerem Hinsehen dem Eindruck nicht stand, der in den internationalen Medien mitunter erzeugt wurde.

Ein detaillierter Situationsbericht findet sich unter dem folgenden Link: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/ct_220108g.pdf

Informationen zu Genese und Hergang des gewaltsamen Durchbruchs der Grenze zu Ägypten finden sich unter dem folgenden Link: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/gaza_230108g.pdf

Quelle: Intelligence and Terrorism Information Center, 22./24.01.08.

(Botschaft des Staates Israel, 29.01.08)


Olmert: Bedrohung Israels nicht hinnehmbar

Israels Ministerpräsident Ehud OlmertIsraels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Montag auf einer Zeremonie der Knesset zum Internationalen Holocaust-Gedenktag eine Parallele zwischen dem Dritten Reich und den Bedrohungen gezogen, denen sich Israel gegenwärtig ausgesetzt sieht.

Ohne den Iran ausdrücklich zu erwähnen, betonte Olmert, dass Israel angesichts von Aufrufen zur Zerstörung des jüdischen Staates nicht selbstgefällig sein dürfe, "besonders, wenn diese Aufrufe auf einer fanatischen, mörderischen Ideologie fussen, einem tyrannischen, Terror unterstützenden Regime, dass rücksichtslos nach regionaler Hegemonie strebt, und einem bösartigen Programm zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen". "Für uns, das jüdische Volk, das den Holocaust erfahren hat, ist dies unerträglich."

Oppositionsführer Binyamin Netanyahu kritisierte im Anschluss daran die Weltöffentlichkeit dafür, angesichts der regelmässigen Aufrufe zur Vernichtung Israels zu schweigen. Die Lehre des Holocaust habe für die Menschheit darin zu bestehen, dass das Böse gestoppt werde, so lange es noch klein sei.

(Yedioth Ahronoth, 28.01.08)


Prekäre Sicherheitslage an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten

Grenzdurchbruch in RafiahDie Sicherheitslage an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten bleibt nach dem Durchbruch der Absperrungsanlagen in Rafiah am vergangenen Mittwoch weiter angespannt. Laut einem Bericht, der gestern an Israel übermittelt wurde, haben die ägyptischen Behörden Dutzende von bewaffneten Palästinensern festgenommen, die auf die Sinai-Halbinsel gelangen wollten. In der israelischen Armee ist man stark alarmiert angesichts der Möglichkeit, dass Terroristen nun vom Sinai aus nach Israel eindringen, um Anschläge zu verüben.

Unterdessen teilt das ägyptische Aussenministerium mit, dass der Iran Ägypten angeboten hat, sich zur Unterstützung der Palästinenser an der Grenze zu engagieren. Nachdem jahrzehntelang keine diplomatischen Beziehungen zwischen Teheran und Kairo bestanden haben, häufen sich in letzter Zeit die Kontakte zwischen den beiden Staaten.

Der Grenzdurchbruch in Rafiah war auch Thema des gestrigen Treffens zwischen Israels Ministerpräsidenten Ehud Olmert und dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas. Olmert und Abbas vereinbarten, den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zur Schliessung der Grenze aufzufordern. Olmert versicherte seinem Gast, dass Israel weiter Lebensmittel und Medikamente in den Gaza-Streifen liefern werde.

(Ha'aretz, 28.01.08)


Botschafter Ben-Zeev im Interview mit der 'Volksstimme'

Yoram Ben-Zeev, Israels neuer Botschafter in BerlinIsraels neuer Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat am Samstag der in Magdeburg erscheinenden 'Volksstimme' ein Interview gegeben. Darin äussert er sich u.a. zu dem Bild Israels, dass er den Deutschen zum 60. Jubiläum des Staates vermitteln will.

"Ich möchte ihnen vor allem sagen, dass Israel ein ganz normales Land ist, in dem Menschen hart arbeiten, in dem sie in Frieden leben wollen und einfach nur ihr Auskommen wünschen. Ich weiss, dass in den Medien, die ja vor allem über den Konflikt mit den Palästinensern berichten, vielfach ein anderes Bild vermittelt wird. Aber auch die Menschen in Israel haben Familien, sie haben Berufe. Das Thema Sicherheit ist für uns entscheidend, weil Sicherheit nun mal Voraussetzung dafür ist, in Frieden zu leben."

Auf die Frage, ob Israel in Bezug auf den Friedensprozess mit den Palästinensern zu Kompromissen bereit sei, entgegnete der Botschafter:

"Ja, aber ob es einen Friedensvertrag gibt, liegt weniger an unserer Kompromissbereitschaft, sondern mehr an der palästinensischen. Den Traum vom Grossisrael haben wir längst aufgegeben. Aber zu viele Palästinenser träumen noch vom Grosspalästina. Hinzu kommt die ständige terroristische Bedrohung. Fast täglich explodieren Qassam-Raketen auf unserem Gebiet, die Palästinenser müssen gegen diese extremistischen Kräfte mit aller Entschlossenheit vorgehen. Sicherheit ist eine Voraussetzung für erfolgreiche Friedensgespräche."

Das vollständige Interview findet sich: hier

(Botschaft des Staates Israel, 28.01.08)


Neue Website informiert über israelische Wirtschaft

Das israelische Finanzministerium hat eine neue Website in englischer Sprache gestartet, die Informationen über die israelische Wirtschaft vermittelt. Hier werden u.a. Publikationen der Wirtschafts- und Forschungsabteilung des Finanzministeriums und internationale Indizes veröffentlicht, in denen Israel eingestuft wird.

www.financeisrael.mof.gov.il

(Ha'aretz, 28.01.08)

Jerusalem erhält säkularen Friedhof

Jerusalem mit Blick auf die KotelJerusalem plant den Bau eines Friedhofs für nicht-religiöse Begräbnisse. Der erste säkulare Friedhof der israelischen Hauptstadt soll dem Mangel an Beerdigungsflächen vor Ort Abhilfe verschaffen. Der orthodoxe Oberbürgermeister Uri Lupolianski hat die Initiative bereits kurz nach seiner Wahl im Juni 2003 vorgeschlagen.

Der Planungs- und Baurat der Stadtverwaltung hat den Plan gestern bewilligt. Die weltliche Begräbnisstätte soll nun innerhalb des 350 qkm grossen neuen Friedhof Har Hamenuhot im Stadtteil Givatr Sha’ul errichtet werden. Sie soll verschiedene Formen der Beerdigung ermöglichen, darunter eine für Paare.

"Jerusalem ist eine pluralistische Stadt, die die Pflicht hat, jedem die Wahl seiner Lebensweise und seiner Beerdigung zu überlassen, ohne Zwang jeglicher Art", sagte Lupolianksi gestern nach der Entschlussfassung.

(Ha'aretz, 01.02.08)


Gesandter Mor lobt Hellersdorfer Schüler

Israels Gesandter in Berlin, Ilan MorIsraels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat gestern ein Plädoyer für Menschlichkeit und Toleranz gehalten. Anlass war die Preisverleihung des Berliner Wettbewerbs "alex – Gemeinsam gegen rechts!", mit der die Berliner SPD jährlich fünf Initiativen gegen Rechtsextremismus würdigt. Der israelische Diplomat hielt die Laudatio auf das "Schülernetzwerk MUT" aus dem Berliner Bezirk Marzahn/Hellersdorf, das auf vielfältige Art und Weise gegen rechtsextremistische Umtriebe aktiv ist.

"Es ist nicht meine Aufgabe als Diplomat und als Gast in diesem Land als Moralapostel oder Ratgeber aufzutreten. Ich möchte Ihnen aber meine persönliche und ehrliche Meinung mitteilen: Die Deutschen brauchen keine Reden mehr darüber, dass sie die Rechten bekämpfen sollen. Sie wissen schon was zu tun ist. Was jetzt gebraucht wird sind Mut und Zivilcourage! Denn es geht darum, zivile und demokratische Werte zu verteidigen. Ein Paradebeispiel für couragiertes Handeln liefern die Preisträger des heutigen Abends."

"Ich denke, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Initiativen, die sich für den 'alex' beworben haben, einige Grundüberzeugungen teilen. Ich möchte versuchen, diese Grundüberzeugungen anhand von drei Zitaten zu verdeutlichen:

Erstens. Der amerikanische Schriftsteller Henry James hat gesagt: 'Drei Dinge sind im Leben eines Menschen wichtig. Erstens: Menschlichkeit. Zweitens: Menschlichkeit. Und drittens: Menschlichkeit.'

Als nächstes möchte ich Johann Wolfgang von Goethe zitieren, der sagte: 'Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heisst beleidigen.'

Und das dritte und letzte Zitat stammt vom siebten Präsidenten der Vereinigten Staaten, Andrew Jackson, der gesagt hat: 'Ein einziger Mann mit Mut ist die Mehrheit'."

Die vollständige Rede findet sich unter dem folgenden Link: http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/projekte/aktuelle-aktionen/wettbewerb-alex-berlin-2/

(Botschaft des Staates Israel, 01.02.08)


Stellungnahme der israelischen Armee zum Winograd-Bericht

ZAHAL (IDF) - LogoDer Sprecher der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hat in Reaktion auf den Abschlussbericht der Winograd-Kommission eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, in der auch die umfangreichen Reformmassnahmen zur Sicherung der Verteidigungsbereitschaft aufgeführt werden.

Die nachfolgenden Auszüge bringen die grundsätzliche Haltung der Armee in Anbetracht des Winograd-Berichts zum Ausdruck.

"Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) betrachten den Bericht der Winograd-Kommission als wichtiges Dokument und sind verpflichtet, seinen Inhalt auszuwerten und entsprechend zu handeln, um jedwede Unzulänglichkeit zu korrigieren. Als eine Körperschaft, die ständig unter dem prüfenden Blick der Öffentlichkeit steht, sieht ZAHAL in dem Bericht ein wichtiges Instrument zur Aufdeckung und Korrektur ihrer Probleme und Defizite.

ZAHAL ist sich der Fehler und Lektionen, die in verschiedenen Bereichen während des Libanonkriegs offenbar wurden, und der Wahrnehmung, die sich in der israelischen Öffentlichkeit bildete, voll bewusst. Daher befindet sie sich inmitten eines umfassenden und fortdauernden Prozesses der Korrektur. […]

Neben der Kritik und dem Gefühl der Enttäuschung nach dem Krieg muss man sich daran erinnern, dass die Soldaten ZAHALs grosse Tapferkeit auf dem Schlachtfeld bewiesen haben und die Armee bei jedem Aufeinandertreffen von ihren Soldaten mit Terroristen die Oberhand hatte.

Im Laufe der Nachforschungen über den Krieg wurden viele Geschichten des Heldenmuts und der Tapferkeit entdeckt, was zur Verleihung verschiedener Orden und Auszeichnungen an die beteiligten Soldaten und Offiziere geführt hat. ZAHAL wird weiter aktiv sein, um das Vertrauen der israelischen Öffentlichkeit zu erlangen und zu bewahren, um qualitative Kommandanten in die Armeelaufbahn einzubinden und den Wert des Dienstes für das Land für Wehrpflichtige, Berufsoldaten und Reservisten zu stärken.

Der Sprecher von ZAHAL möchte betonen, dass die Armee, um ihre Aufgaben und zukünftigen Herausforderungen erfüllen zu können, das Vertrauen, die Unterstützung und den Beistand der israelischen Bevölkerung braucht, ebenso wie konstruktive Kritik, die zu analysieren und in die Tat umzusetzen ZAHAL verpflichtet ist."

(ZAHAL, 30.01.08)


Ahmadinejad prophezeit Israels Zusammenbruch

Mahmoud Ahmadinejad (Archivbild)Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat heute den Westen dazu aufgerufen, Israels "bevorstehenden Zusammenbruch" anzuerkennen. In der südiranischen Hafenstadt Busher nahe dem geplanten Atomreaktor forderte er, damit aufzuhören, "die Zionisten zu unterstützen, da ihr Regime seine letzte Etappe erreicht" habe.

"Akzeptiert, dass das Leben der Zionisten früher oder später zu Ende gehen wird", erklärte Ahmadinejad in seiner im Fernsehen übertragenen Rede und fügte hinzu: "Was wir im Moment vor uns sehen, ist das letzte Kapitel [der israelischen Gewalttaten], dem die Palästinenser und die Staaten in der Region entgegentreten werden und das sie letztlich zugunsten Palästinas wenden werden."

Der iranische Präsident untermauerte seine Drohkulisse mit der Aussage, dass der Iran bei seinem Atomprogramm nun einen kritischen Punkt erreicht habe. "Es ist euer Fehler, wenn ihr denkt, dass die iranische Nation [vor dem Westen] zurückweichen wird. Wir bewegen uns auf den Gipfel des atomaren Weges zu."

(Ha'aretz, 30.01.08)


75. Geburtstag der Kinder- und Jugend-Aliyah

Kinder- und Jugend-Aliyah - LogoAm 30. Januar 1933, dem Tag der Machtübernahme Hitlers, gründete Recha Freier in Berlin die Kinder- und Jugend-Aliyah. Dahinter stand der Antrieb, jüdische Kinder vor der Bedrohung durch das NS-Regime zu retten, indem man ihnen die Einwanderung in das Land Israel ermöglichte.

Nach dem Krieg und der Staatsgründung Israels betreute die Kinder- und Jugend-Aliyah in den inzwischen entstandenen Jugenddörfern Kinder, die den Holocaust überlebt hatten. Mit jeder neuen Einwanderungswelle und der Fortentwicklung des Staates wandelten sich ihre Aufgaben, denen sie sich stets engagiert und innovativ stellte. Bis heute sind 400.000 Heranwachsende von der Jugend-Aliyah in Israel aufgenommen worden.

Derzeit werden in 125 Jugenddörfern 14.500 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren betreut. Neueinwanderer, grösstenteils aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion und Äthiopien, sowie Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen, Waisen und Sozialwaisen stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Kinder- und Jugend-Aliyah ist in Israel die zentrale Organisation für jede Form von Heimerziehung und geniesst aufgrund ihrer fortschrittlichen und innovativen Methoden im Bereich Erziehung und Integration auch in internationalen Fachkreisen hohes Ansehen.

Das deutsche Komitee der Kinder- und Jugend-Aliyah unterstützt gezielt Projekte in den Jugenddörfern.

Weitere Informationen finden sich unter: http://www.kiju-aliyah.de/www/start.html

(Botschaft des Staates Israel, 30.01.08)


Euronext-Aktienmarkt für israelische Unternehmen geöffnet

Euronext-LogoDie finanzwirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Europa intensivieren sich weiter. So werden sich israelische Unternehmen, die an der Tel Aviver Börse (TASE) zugelassen sind, von nun ab automatisch zum Handel an der Mehrländerbörse Euronext in Paris registrieren können. Euronext betreibt die Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon.

Moshe Tery, der Vorsitzende der Israelischen Wertpapierbehörde (ISA), und Michel Prada, der Vorsitzende des französischen Wertpapierregulators AMF, haben gestern eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der der israelische und der französische Finanzmarkt für einander geöffnet werden.

Die Bereitschaft der französischen Regulatoren, israelische Standards in der Berichterstattung und Überwachung ("Gleichwertigkeiten") zu akzeptieren, ist ein Vertrauensbeweis für die israelische Marktregulation.

Israel ist das erste Land ausserhalb Europas, das ein derartiges Einverständnis mit der AMF erzielt hat. Die ISA hofft nun darauf, dass andere europäische Staaten dem Beispiel folgen werden und ihre Börsen für Israelis öffnen.

(Ha'aretz, 29.01.08)


Vogue preist Tel Aviv

Die Vogue feiert die israelische Metropole am Mittelmeer. In seiner aktuellen Ausgabe hat das führende französische Modemagazin Tel Aviv einen eigenen Artikel gewidmet, in dem der Stadt bescheinigt wird, "ein geeigneter Zufluchtsort für die elegante junge französische Frau, die sich nach Urlaub sehnt", zu sein.

Die Herausgeber beschreiben Tel Aviv als dynamische und stilvolle Stadt, wo sich der Besucher stets zuhause fühlt. Besonders empfohlen werden die Restaurants Benny Hadayag, Mul Yam ("das beste im Land") und Nana sowie das Café Suzanna in Neve Tzedek.

Ein weiterer Artikel der Ausgabe stellt die israelische Schriftstellerin Alona Kimhi vor, deren Buch 'Ich, Anastasia' dieser Tage auf Französisch erscheint. In einem dritten Artikel wird Israel als literarische Republik präsentiert, wobei den Lesern A.B. Yehoshua, Meir Shalev, David Grossman und andere Grössen des israelischen Literaturbetriebs nahe gebracht werden.

(Yedioth Ahronoth, 28.01.08)


Barak trifft Pakistans Präsident Musharraf in Paris

Israels Verteidigungsminister Ehud BarakIsraels Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich in der vergangenen Woche in Paris mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf getroffen und das Thema der pakistanischen Atombombe besprochen.

Barak und Musharraf sprachen sich zuerst kurz in dem Hotel, in dem sie übernachteten, und kamen danach noch einmal zu einem längeren, ca. halbstündigen Treffen zusammen. Barak teilte dem pakistanischen Präsidenten seine Sorge mit, dass die Massenvernichtungswaffen Pakistans in die Hände von islamistisch-extremistischen Terrororganisationen gelangen könnten. Musharraf versicherte ihm, dass das pakistanische Atomwaffenarsenal gut bewacht sei.

Barak traf sich im Rahmen seines Paris-Aufenthaltes auch mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, bevor er zum Wirtschaftsgipfel in Davos weiterflog.

(Ha'aretz, 28.01.08)


Tzipi Livni zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

Internationaler Holocaust-Gedenktag am 27. JanuarIsraels Aussenministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Tzipi Livni hat anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages auf dem internationalen Jugendkongress in Yad Vashem gesprochen.

"Israeli zu sein bedeutet zu wissen, dass man aus der Asche der Opfer wiedergeboren ist und eine Verantwortung für die kommenden Generationen besitzt.

Ein israelisches Kind zu sein bedeutet, die Zahl von sechs Millionen zu begreifen, ohne jemals dazu fähig zu sein.

Israeli zu sein bedeutet in Strassen zu leben, die nach ganzen Gemeinden benannt sind, die ausgelöscht wurden, da es nicht genug Strassen gibt, um eine nach jedem Opfer zu benennen.

Israeli zu sein bedeutet in einem Land zu leben, das von aussen stark erscheint, sich aber immer der Verwundbarkeit seiner Bevölkerung bewusst ist."

Die vollständige Ansprache findet sich: hier

(MFA, 28.01.08)


Kuwaitische Zeitung verurteilt die Hamas

Hamas-LogoDer kuwaitische Journalist Abdallah Alhadelek hat in einem gestern in der kuwaitischen Zeitung Alwatan veröffentlichten Beitrag mit dem Titel "Wer hat Gaza ins Dunkle getaucht?" scharf die Hamas angegriffen, die er den ganzen Artikel über als Terrororganisation bezeichnet. Er weist ihr die Verantwortung und alleinige Schuld für die Stromunterbrechung in Gaza zu und rechtfertigt das Vorgehen der israelischen Armee gegen sie.

Die Verdunkelung Gazas sei das "Ergebnis des andauernden Raketenbeschusses [200 Raketen pro Woche, so seine Worte] von Seiten der Hamas und ihrer Anhänger auf die israelischen Städte, mit dem Ziel, Unschuldige zu töten, Frauen und Kinder". "Mit der Fortsetzung des Terrors aus Gaza", so Alhadelek, "beweist die terroristische Hamas-Organisation, dass sie sich noch immer im Schutze des persischen Umhangs befindet, die Anweisungen des persischen Regimes in Teheran durchführt, für Millionen von Dollar, die ihr regelmässig zufliessen".

Der Kuwaiter schliesst mit der rhetorischen Frage: "Können wir anders, als die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) rechtfertigen, die die terroristische Hamas-Organisation mit Stärke und Gewalt behandelt, da dies die einzige Sprache ist, die die Hamas versteht und auf die sie hört?"

(Alwatan / MFA, 27.01.08)

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