| Nachrichten vom 27. November - 3. Dezember 2011 | ||
Fifa: Drusischer Fussballstar darf in Nationalmannschaft
Dies muss man wissen, um die Geschichte des 1985 geborenen Fussballspielers Wiam Amashe zu verstehen, in dessen Ausweisdokument, wie bei den anderen Drusen des Golan, ein "Status unklar" vermerkt ist. "Wer die Staatsbürgerschaft annimmt, wird aus der Dorfgemeinschaft ausgestossen", so der Vater von Wiam. "Er wird nicht mehr zu Familienfeiern eingeladen und darf noch nicht einmal mehr an Beerdigungen teilnehmen." Und so bleibt auch Wiam Amashe staatenlos - was ihn aber nicht davon abgehalten hat, eine glänzende Karriere im israelischen Fussball zu machen. Der Stürmer von Maccabi Haifa führt mit bereits zwölf Treffern in dieser Saison die Tortabelle der Oberliga an, und jetzt sollte endlich der Traum eines jeden Fussballers in Erfüllung gehen - die Aufnahme in die Nationalmannschaft. Doch für die Nationalmannschaft braucht man eine Nationalität, und die hat der staatenlose Ashame gerade nicht. Wie begehrt der Stürmer ist, kann man schon allein daran erkenn, dass auch die syrische Nationalmannschaft Interesse angemeldet hat. Aber für Ashame ist klar: Er spielt nur für Israel, und er spielt nur, wenn dies ohne Staatsbürgerschaft möglich sein sollte. Avi Luzon, Vorsitzender des Israelischen Fussballbunds, stellte also bei der FIFA einen Sonderantrag auf Aufnahme von Ashame in die Nationalmannschaft, obwohl er kein israelischer Staatsbürger ist. "Ich könnte Sepp Blatter schon davon überzeugen, dass mein Fall weltweit einzigartig ist", hatte Ashame im Oktober gesagt - und doch bestand nur wenig Hoffnung, dass dem Antrag stattgegeben wurde. Völlig überraschend kam daher am Donnerstag die Entscheidung: Ashama erhält eine Ausnahmegenehmigung, und die Nationalmannschaft ist künftig um ein Ausnahmetalent reicher. Yaakov Shahar, dem Ashames Verein Maccabi Haifa gehört, erklärte: "Ich freue mich für Ashame und auch für unsere Nationalmannschaft. Es ist nur schade, dass die Entscheidung nicht schon vor den Qualifikationsspielen für die Europameisterschaft 2012 gefallen ist. Aber besser spät als nie." (Ha'aretz, 02.12.11) Beinisch greift Gesetzgebung an
Beinisch, die Anfang nächsten Jahres aus dem Amt scheiden wird, erklärte unter anderem: "Seit einigen Jahren wird versucht, die Gerichtsbarkeit und allem voran den Obersten Gerichtshof, zu schwächen. Führend sind dabei mehrere Politiker, Knessetabgeordnete und sogar Minister, die ihre Immunität ausnutzen und der breiten Öffentlichkeit falsche Informationen vermitteln, die bereits an Hetze gegen das Gericht, seine Kammern und seine juristische Arbeit grenzen." Die Oberste Richterin bezog sich auf eine Reihe von Gesetzen, die in den letzten Wochen verabschiedet wurden, um die Zusammensetzung des Obersten Gerichtshofes zu beeinflussen. Sie wehrte sich gegen Aussagen verschiedener Politiker, denen zufolge die Rechtsprechung des Obersten Gerichts "zu links" sei. Auch der Aussage, bei der Besetzung des nächsten Richterpostens am Obersten Gericht solle ein Mizrachi zum Zuge kommen, trat sie entgegen. "Die Richter des Obersten Gerichts sind nicht auf Adelsgütern aufgewachsen", so Beinisch und fügte hinzu, die Zusammensetzung des Gerichts sei bunt. Der deutliche Zweck der Gesetze, so Beinisch, sei "die Richter dazu zu bringen, auf ihre Unabhängigkeit von der Politik zu verzichten, eine Unabhängigkeit, die der Quell unserer Kraft und unseres Stolzes ist." (Yedioth Ahronoth, 01.12.11) Müll zu Energie
8.000 Tonnen Abfall sollen täglich verarbeitet werden, das sind immerhin zwei Drittel des in den Städten anfallenden Aufkommens. Nach Angaben des Ministeriums werden dadurch jährlich 900 Millionen Shekel (ca. 180 Millionen Euro) Gewinn gemacht, die sonst auf Müllkippen verschwinden würden. Das neue Abfallsystem arbeitet in zwei Phasen: Zunächst werden diejenigen Materialien herausgesucht, die sich für Recycling eignen. In einem nächsten Schritt werden Bioabfälle herausgefiltert, die immerhin 40% des Müllaufkommens in den Städten ausmachen. Diese Materialien werden in Kompost- und anaerobe Aufarbeitungsanlagen gebracht, wo sie dann zu Dünger und Biogas verarbeitet werden. Das Umweltministerium hat in dieser Woche ausserdem zusätzlich 250 Millionen Shekel (ca. 50 Millionen Euro) für die Unterstützung privater Unternehmer bewilligt, die 20 neue Bioabfall-Kraftwerke gründen werden. Umweltminister Gilad Erdan erklärte in einer Stellungnahme: "Die Welt hat bereits verstanden, dass Müll für sich selbst genommen ein Rohstoff ist. Die Einrichtung eines Recyclingmarktes und die Produktion von Energie aus Abfall wird die Ausbeutung von Rohstoffen und natürlichen Ressourcen verhindert. Dies wird die wirtschaftlichen Kosten und die Umweltschäden bedeutend einschränken, und das führt am Ende dazu, dass die Verbraucher weniger bezahlen müssen. (The Jerusalem Post, 01.12.11) Steuergelder werden an PA überwiesen Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Mittwoch die Überweisung von Steuergeldern an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gebilligt. Er traf die Entscheidung im Anschluss an ein Treffen des Sicherheitskabinetts, nachdem die PA ihre einseitigen Schritte zunächst aufgegeben hat. Sollte die PA sich entschliessen, zu unilateralen Schritten zurückzukehren, wird die Überweisung der Steuergelder neu bewertet werden. (MFA, 30.11.11) Al-Qaida nahestehende Terrororganisation übernimmt Verantwortung für Raketen
Die palästinensische Organisation ist nach einem Theologen aus Jenin benannt, der als Vater des modernen islamischen Dschihads gilt und der Mentor Osama Bin Ladens war. Sicherheitsbehörden prüfen noch, ob die Gruppe tatsächlich hinter dem Angriff steckt. Alberto Asarto, der Kommandant von UNIFIL, deren Aufgabe es ist, terroristische Aktivitäten im Südlibanon zu verhindern, erklärte, es handele sich bei dem Angriff um eine eindeutige Verletzung der UN-Resolution 1701. (Ha'aretz, 30.11.11) Technion-Präsident a.D. Prof. Yitzhak Apeloig erhält das Bundesverdienstkreuz
Das Bundesverdienstkreuz wurde ihm aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes zur Stärkung der deutsch-israelischen Beziehungen zugesprochen. Prof. Apeloigs Wirken betrifft sowohl die Förderung wissenschaftlicher Kooperationen zwischen beiden Ländern, wie auch die Menschen hinter der Wissenschaft. Die feierliche Zeremonie fand in der Schulich-Fakultät für Chemie auf dem Campus des Technion in Haifa statt. Haifas Bürgermeister Yona Yahav, wie auch Technion-Präsident Peretz Lavie und Nobelpreisträger Dan Shechtman nahmen an der Feier teil. Eine grosse Zahl von Kollegen, viele ebenfalls mit einer engen Beziehung zu Deutschland, freuten sich über den würdigen Preisträger. (Technion, 29.11.11) Raketenangriff aus dem Libanon
Der letzte Angriff von libanesischem Gebiet auf Nordisrael geschah im Oktober 2009, liegt also bereits zwei Jahre zurück. Die Angriffe stellen eine schwere Verletzung der UN-Resolution 1701 dar, die am Ende des Zweiten Libanonkrieges verabschiedet wurde. (ZAHAL, 29.11.11) Wissenschaftler der Hebräischen Universität erhält koreanischen Orden
Den Orden wird der koreanische Botschafter in Israel, Ilsoo Kim, im Namen des koreanischen Präsidenten, Lee Myung Bak, verleihen. Vor seiner akademischen Karriere war Cohen über viele Jahre als Diplomat im Aussenministerium des Staates Israel tätig, unter anderem diente er als Botschafter in Japan und in Südkorea. Die koreanische Botschaft erklärte: "Dr. Cohen hat bei der Initiierung und Bekanntmachung des Programms für Koreastudien an der Hebräischen Universität in Kooperation mit der "Korean Foundation" eine führende Rolle gespielt. Ausserdem hat er bedeutend zur Stärkung der Verbindungen und dem Verständnis zwischen Israel und Korea beigetragen. Dabei hat er Akademiker und junge Israelis ermutigt, Korea zu erkunden und den Studierendenaustausch zwischen den beiden Ländern zu unterstützen." (Hebräische Universität Jerusalem, 28.11.11) Stipendien für Jerusalem
Eine neue Initiative der Jugendbewegung "Ruach Chadasha" ("Neuer Geist") und der Behörde für Stadtentwicklung in Jerusalem bietet nun Studierenden, die kurz vor dem Abschluss stehen, Stipendien dafür, in verschiedenen Stadtvierteln eine Art Kommune zu gründen. So hofft die Stadt, die jungen Menschen länger an sich zu binden. Das Projekt, das von der Jerusalem-Stiftung finanziert wird, verleiht Drei-Jahres-Stipendien an Studierende. In der Regel liegt dabei das erste Jahr vor Abschluss des Studiums, und die weiteren beiden Jahre schliessen daran an. Die Kommunen, die, in Anlehnung an die städtischen Kibbutzim, ein gewisses Mass an Gemeinschaftsleben beinhalten, haben bereits jetzt 70 Mitglieder. Neben dem Studium sollen sich die Studierenden auch für die Gemeinde und das jeweilige Viertel engagieren. Ein weiterer Schritt für eine bessere Auslastung der bestehenden Wohnungen stellt die Entscheidung der Stadtverwaltung dar, die Grundstückssteuer, die sogenannte Arnona, für Wohnungen zu verdoppeln, die über das Jahr nicht bewohnt werden. Schätzungen der Stadtverwaltung zufolge gibt es in Jerusalem über 10.000 solcher Wohnungen, die meist ausländischen Juden gehören, die oft nur an den Feiertagen nach Jerusalem kommen. Die Erhöhung der Steuer soll Anreiz sein, die Wohnungen in der übrigen Zeit des Jahres zu vermieten. (Ha'aretz, 28.11.11) Marihuana gegen PTBS
Dr. Irit Akirav hat in einem Versuch an Ratten getestet, wie diese auf die Gabe medizinischen Marihuanas reagieren, nachdem sie ungewöhnlichem Stress ausgesetzt waren. Wenn diese Ratten auch, genau wie die Tiere einer Vergleichsgruppe, zunächst hohe Anzeichen von Angst gezeigt hatten, zeigten sie dieselben Anzeichen eine Woche später nicht mehr, nachdem ihnen zwei oder 24 Stunden nach dem traumatischen Erlebnis Marihuana gegeben worden war. "Dies zeigt, dass das Marihuana nicht das Erlebnis des Traumas selbst ausgelöscht hat, sondern dass es gezielt die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung verhindert hat", so Akirav. Ratten reagieren auf traumatische und stressige Erlebnisse ähnlich wie Menschen, so die Wissenschaftlerin. Daher bemüht sie sich nun um die Finanzierung einer neuen Studie. Diesmal soll die Wirkung von Marihuana auf Menschen getestet werden. Akirav betont, dass es nicht darum geht, die traumatische Erinnerung an das Ereignis auszulöschen. "Auch Menschen, die keine PTBS entwickeln, sind zumindest noch eine Weile nach einem Trauma ängstlich, und das ist eine normale Reaktion auf eine schreckliche Erfahrung", so die Forscherin. (MFA, 28.11.11) |
Wochenende: Jazzfestival und Hamshushalayim Für alle Jazzfreunde hat am Mittwoch der Höhepunkt des Jahres begonnen: Das Jazzfestival "Jazz Globus", das noch bis Montag in Jerusalem stattfindet. Fünf Konzerte an fünf Abenden können die Musikfreunde besuchen und dabei italienische, russische und norwegische Jazzer bewundern. Mehr Informationen unter: http://www.jazzglobus.com/en
Mehr unter: http://www.jerusalem-oldcity.org.il/pages_e/Hamshushalayim.aspx (Botschaft des Staates Israel, 02.12.11) Peres und Netanyahu treffen Janukowitsch
Die beiden Präsidenten diskutierten eine Ausweitung der Kooperation zwischen Israel und der Ukraine in verschiedenen Bereichen. Im Anschluss an den Staatsempfang hielten die Delegationen der beiden Länder, zu denen auch die jeweiligen Aussenminister gehörten, ein Arbeitstreffen ab. Es wurden mehrere bilaterale Abkommen in den Bereichen Infrastruktur und Medizin unterzeichnet. Janukowitsch erklärte: "Ich bin froh, in das Heilige Land Israel und nach Jerusalem gekommen zu sein. Wir sind junge Staaten, doch unsere Beziehungen gehen weit in die Geschichte zurück. Die Ukraine war unter den ersten Staaten, die Israel 1948 anerkannten, und Israel gehörte zu den ersten Ländern, die die Ukraine anerkannt haben, nachdem sie 1991 ihre Unabhängigkeit zurückerhalten hat." Peres erwiderte: "Israel begrüsst Sie herzlich, und das ganze jüdische Volk dankt Ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz gegen Antisemitismus in Ihrem Land." Die Präsidenten sprachen unter anderem über die jüngsten Entwicklungen in der arabischen Welt. Peres betonte: "Israel möchte Frieden, doch wir stehen vor bedeutenden Sicherheitsherausforderungen angesichts des weltweiten Terrors, der grenzüberschreitend tätig ist und sowohl die Ukraine als auch Israel bedroht." Für Janukowitsch ist es der erste Besuch in Israel. (Präsidialamt, 01.12.11)
Netanyahu bekannte sich zu den historischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und erklärte: "Die ukrainischen Juden haben beim Aufbau und der Entwicklung des Staates Israel und der Erneuerung der hebräischen Sprache einen wichtigen Beitrag geleistet. Während der grossen Einwanderungswelle in den 1990er Jahren sind beinahe 350.000 Juden aus der Ukraine nach Israel eingewandert, die auch heute noch helfen, Israel zu stärken und zu seiner Entwicklung beitragen." (Amt des Ministerpräsidenten, 01.12.11) Israelisches Mädchen spricht vor Nobelpreisträgern
Samuels hat eine Methode entwickelt, die verhindert, dass Farbe verblasst, eine Entwicklung, die für Künstler, aber genauso natürlich in der Textilindustrie und beim Druck von Bedeutung sein wird. Samuels hat am Wissenschaftszentrum für Jugendliche am Tel Hai College Chemie-Kurse belegt und geforscht und wurde dann ausgewählt, gemeinsam mit 23 weiteren jungen Menschen aus der ganzen Welt ihre Arbeit bei der diesjährigen Nobelpreisverleihung vorzustellen. Die Idee für ihre Erfindung verdankt Maya einem Artikel über Höhlenmalereien in Zentralamerika. Dort wurden im sechsten Jahrhundert Tonscherben zum Zeichnen verwendet. Bei Ausgrabungen hat man Zeichnungen gefunden, die nach wie vor ihre ursprüngliche Farbe behalten haben. Die Schülerin experimentierte nun mit Ton und natürlichen Farben und entdeckte auf diesem Weg ein einfaches und doch so wirkungsvolles Rezept zur langfristigen Konservierung von Farben. Bei der Zeremonie in Stockholm wird Maya Samuels auch einen grossen Landsmann treffen: Professor Dan Shechtman ist der diesjährige Nobelpreisträger für Chemie. (Yedioth Ahronoth, 30.11.11) Israelisch-russische Strategiegespräche
Diskutiert wurden unter anderem Fragen der regionalen Sicherheit und der Waffenkontrolle, sowie diplomatische und verteidigungspolitische Inhalte. Besonders wichtig waren die Gespräche zu den nuklearen Bemühungen des Iran und ihre Bedeutung für die Region. Auch die gegenwärtigen Entwicklungen in der Region wurden diskutiert. Aussenminister Avigdor Lieberman traf ausserdem mit Rybakov zusammen, um noch einmal die regionalen Herausforderungen zu diskutieren. Auch hierbei war der Iran das bestimmende Thema. (MFA, 30.11.11) Netanyahu trifft illegale Flüchtlinge
Nach seinem Auftritt auf dem Anwaltstag in Eilat hatte der Ministerpräsident darum gebeten, die Probleme der Einwohner aus der Nähe zu sehen, die durch massenhafte illegale Einwanderung über die südliche Grenze verursacht werden. Netanyahu traf mit illegalen Einwanderern zusammen und befragte sie darüber, auf welchem Weg und zu welchem Zweck sie nach Israel gekommen sind. Anschliessend sprach der Ministerpräsident mit Einwohnern des Viertels. (Amt des Ministerpräsidenten, 29.11.11) Streisand singt für Soldaten
Der Abend wird vom israelisch-amerikanischen Geschäftsmann Haim Saban organisiert, der persönlich bei Streisand angefragt hatte, ob sie bereit wäre, an dem Abend zu singen. Mehr als eintausend Gäste werden zu dem Spendendinner erwartet, als Ehrengast ist der frühere Oberbefehlshaber Gabi Ashkenazi eingeladen. Saban, der zu den grössten Spendern der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte gehört, ist schon zum fünften Mal hintereinander Vorsitzender der Gala. (Yedioth Ahronoth, 29.11.11) Israel und Deutschland gemeinsam für den Viktoriasee
Ilan Fluss, Leiter der Strategischen Abteilung bei MASHAV, der Agentur für internationale Zusammenarbeit des Aussenministeriums, erklärte, eine Vorreise für das Projekt habe bereits stattgefunden. Die Kooperationsvereinbarung für das Projekt hatten Vizeaussenminister Danny Ayalon und der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, bereits bei einem Treffen im Januar unterschrieben. "Der regionale Einfluss des Viktoriasees ist sehr gross", so Fluss. Zwar befinden sich nur fünf bis sechs Prozent des Sees auf kenianischem Gebiet. Doch da seine Fläche insgesamt dreimal so gross ist wie Israel, stellt er für Kenia trotzdem eine wichtige Einkommensquelle dar. Aus dem deutschen Entwicklungshilfeministerium hiess es: "Die Entwicklung trilateraler Kooperationen zwischen Israel und Deutschland mit Partnerländern in Afrika wird unsere Kooperation noch vertiefen und intensivieren. Diese Art von Kooperation ist der Weg in die Zukunft. Moderne Entwicklungspolitik besteht darin, unsere Kräfte zu bündeln und die Stärken der jeweiligen Player zu nutzen." <The Jerusalem Post; BMZ, 24.11.11> (Botschaft des Staates Israel, 29.11.11) Peres trifft König Abdullah II
Vor seinem Treffen mit Abdullah hatte Peres sich noch mit Ministerpräsident Binyamin Netanyahu getroffen. Dieser hatte ihm mit auf den Weg gegeben, dass die guten strategischen Beziehungen zwischen Israel und Jordanien äusserst wichtig seien. Während seines Treffens mit König Abdullah unterstrich Peres noch einmal die Bereitschaft Netanyahus zu einem direkten israelisch-palästinensischen Gipfeltreffen, um den Friedensprozess wieder aufzunehmen. Der Präsident wies darauf hin, dass eine Zweistaatenlösung einzig durch Verhandlungen möglich sei. (MFA, 28.11.11) Ben-Zeev: "Wir lieben Berlin"
Als einen der bewegendsten Momente während seiner Amtszeit bezeichnete er die Rede von Präsident Shimon Peres im Deutschen Bundestag. Sehr wichtig sei auch die Rede von Bundeskanzlerin Merkel auf Deutsch vor der Knesset gewesen. Des Weiteren äusserte er sich zu wachsendem Antisemitismus und Antiisraelismus in Europa. Auf die Frage, ob es für Juden in Europa heute wieder gefährlicher sei als noch vor einigen Jahren, antwortete er: "Ja, ich glaube schon. Natürlich gibt es einen Unterschied zu den 30er und 40er-Jahren. Damals waren Juden von Regierungen und Institutionen bedroht. Solchen institutionalisierten Antisemitismus gibt es heute nicht mehr. Die Behörden in der Bundesrepublik gehen mit Entschlossenheit gegen Antisemitismus vor. Doch die Debatte über Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft geht weiter - und auch in der Linkspartei." Nachdrücklich sprach sich Ben-Zeev für ein NPD-Verbot aus. "Ich glaube […], dass die Demokratie sich verteidigen sollte und Parteien wie der NPD nicht erlauben sollte, die Demokratie zu gefährden." Zum Friedensprozess sagte der scheidende Botschafter: "All diese [israelischen] Politiker haben ihre Ansichten den Realitäten angepasst. Und das war der Beginn eines neuen Paradigmas. Unglücklicherweise habe ich keinen einzigen arabischen Führer gesehen, der ähnliches vollbracht hat. Vielleicht kommt Mahmud Abbas dem nahe, aber nur in seiner Bereitschaft, zu verhandeln, nicht wenn es darum geht, alte Positionen aufzugeben ähnlich wie es Begin, Sharon, Olmert und andere getan haben." Auf die Frage, was er an Berlin vermissen werde, antwortete Ben-Zeev: "Wir lieben Berlin und werden die Stadt und ihr Kulturleben sehr vermissen, die Oper, die Konzerte. Und wir haben sehr viele Freunde hier gefunden, die ein Teil unseres Lebens geworden sind." Das vollständige Interview finden Sie hier (Botschaft des Staates Israel, 28.11.11) Raketen auf Israel Palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen haben über das Wochenende zwei Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. In der Nacht zum Sonntag haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) daraufhin im südlichen und zentralen Gazastreifen Ziele angegriffen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen. (Ha'aretz, 27.11.11) |