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Nachrichten vom 27. September - 3. Oktober 2009
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Fortgesetzter Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen

Am frühen Morgen sind im Sha"ar Hanegev Regional Council zwei Qassam-Raketen aus dem nördlichen Gaza-Streifen von palästinensischen Terroristen abgefeuert worden. Sie schlugen auf offenem Feld ein und verursachten weder Sach- noch Personenschaden.
Die Sicherheitslage im Süden hat sich durch den inzwischen täglichen Raketenbeschuss nach einer Phase der relativen Ruhe verschlechtert.

(Yedioth Ahronoth, 02.10.09)


Deutsches Solarunternehmen steigt in israelischen Markt ein

SymbolfotoDer deutsche Solarenergiesystemhersteller Solon SE hat mit der israelischen Firma Pretium Renewable Energy ein Kooperationsabkommen geschlossen, um in den israelischen Photovoltaikmarkt einzusteigen.

Solon ist das letzte Glied in einer Reihe deutscher Unternehmen, die Solarenergieprojekte in Israel aufbauen wollen. Zu den weiteren gehören Siemens, die Solar Millenium AG und Bosch.

Pretium wird SOLON in der Rolle als Generalunternehmer in Israel repräsentieren, und die beiden Unternehmen werden gemeinsam massgeschneiderte Kraftwerkslösungen für Investoren anbieten.

Die angekündigte Ausweitung des bestehenden Einspeisetarifes für Aufdachanlagen auf grosse Freiflächenanlagen bis zu 5 MWp installierter Leistung eröffnet ein grosses Marktpotential in Israel. Die Zusammenarbeit mit Pretium als einem lokal etablierten und ausgezeichnet vernetzten Partner versetzt SOLON in eine gute Ausgangsposition zum Einstieg in den israelischen Markt für grosse Freiflächenanlagen.

(Globes, 30.09.09)


Wieder Raketen im Süden

ArchivfotoAuch am gestrigen Dienstag haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen wieder zwei Qassam-Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Eine landete nahe einer Ortschaft im Kreis Eshkol, die andere auf offenem Gelände südlich von Ashkelon. Dabei kam es offenbar weder zu Sach- noch zu Personenschaden.

Flugzeuge der israelischen Luftwaffen flogen daraufhin einen erfolgreichen Angriff auf Schmuggeltunnel im Süden des Gaza-Streifens.

Bereits in den Tagen zuvor war es zu mehreren Raketen- und Mörsergranatenangriffen aus Gaza gekommen.

Bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) teilte man mit, dass man der Hamas die volle Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ruhe in Israels südlichen Gemeinden zuweise, und hart auf jeden Versuch reagieren werde, diese Ruhe zu stören.

(Yedioth Ahronoth, 30.09.09)


Oracle kauft israelische Softwarefirma

HyperRoll-LogoDer US-amerikanische Software-Gigant Oracle hat das israelische Unternehmen HyperRoll aufgekauft. Das teilte die Firma am Dienstagabend mit. Finanzielle Details der Transaktion, die in den nächsten Monaten vorgenommen werden soll, wurden noch nicht bekannt gegeben.

HyperRoll wurde 2000 gegründet und hat sein Hauptquartier im kalifornischen Mountain View; das Entwicklungszentrum ist in Omer nahe Be'er Sheva beheimatet. Die Firma entwickelt Lösungen zur Beschleunigung der Rechnungslegung, also Software, die es einem Unternehmen ermöglicht, schneller Daten für die Rechnungslegung zu sammeln und somit in kürzerer Zeit Finanzberichte zu erstellen.

Schätzungsweise 29 Millionen Euro sind von Hauptaktionären wie Greylock Partners, Sequoia Capital, Bessemer Venture Partners u. a. in die Firma investiert worden.

Bei Oracle teilte man mit, dass man alle Mitarbeiter von HyperRoll übernehmen werde.

Informationen zu HyperRoll gibt es hier: http://www.hyperroll.com/

(Globes, 30.09.09)


Der Holocaust im Unterricht: Neuer Online-Kurs von Yad Vashem

SymbolfotoDie Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bietet ab dem 1. November 2009 wieder einen Online-Kurs an. Das Thema lautet diesmal: "Der Holocaust im Unterricht: Lernen über Dilemmata, Entscheidungen und Handlungsoptionen”.

In den vergangenen Jahrzehnten sind in Yad Vashem ein internationales Forschungszentrum, Archive und Objektsammlungen, Museen und Denkmale entstanden. Aufgrund der zentralen Bedeutung der pädagogischen Vermittlung des Holocaust wurde 1993 die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS) gegründet. Eine Aufgabe der ISHS ist die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien. Diese werden in verschiedenen Sprachen angeboten, sind speziell auf die jeweiligen Länder zugeschnitten und werden teils in Kooperation mit Absolventen der Seminare erarbeitet. Seit 2008 bietet die Abteilung für deutschsprachige Länder ausserdem einen Online-Kurs an.

Der deutschsprachige Online-Kurs für Lehrerinnen und Lehrer befasst sich mit der altersgerechten Vermittlung des Holocaust in der schulischen und ausserschulischen Bildung. Nach zwei Einheiten zum pädagogischen Ansatz und Konzept Yad Vashems werden in insgesamt sechs Einheiten Unterrichtsmaterialien für die Jahrgangsstufen 4 bis 10 vorgestellt. Alle Unterrichtsmaterialien werden Ihnen vor Beginn des Kurses zugeschickt bzw. können im Rahmen des Onlinekurses gedownloadet werden.

Anmeldeschluss: 11. Oktober 2009
Kursbeginn: 1. November 2009

Weitere Informationen finden sich unter: hier (extern) <Yad Vashem, 24.09.09>

(Botschaft des Staates Israel, 29.09.09)


Iran verweigert Gespräche über Atomprogramm

Iranische FlaggeZwei Tage vor dem Treffen mit den fünf ständigen Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland in Genf blockt der Iran weiter ab. Wie der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, heute mitteilte, ist man in der Islamischen Republik nicht bereit, über das umstrittene Atomprogramm zu verhandeln. Dies schliesse auch die Urananreicherungsanlage in Qom ein, deren Existenz gerade erst eingeräumt worden war.

"Wir werden über nichts diskutieren, was mit unseren nuklearen Rechten zu tun hat, aber wir können über Abrüstung diskutieren, wir können über Nonproliferation und andere allgemeine Themen diskutieren", sagte Salehi. Teheran werden seine Nuklearaktivitäten "nicht einmal für eine Sekunde" aussetzen.

(Ha'aretz, 29.09.09)

Erst am Sonntag und Montag hatte der Iran mit Tests zweier Langstreckenraketen für internationale Beunruhigung gesorgt. Wie das staatliche iranische Fernsehen mitteilte, haben die Revolutionswächter, die das Raketenprogramm der Islamischen Republik kontrollieren, erfolgreich verbesserte Versionen der Shihab-3 und Shihab-2-Rakete getestet. Beide können atomare Sprengköpfe tragen und besitzen eine Reichweite von bis zu 2000 Kilometern; somit sind sie in der Lage, sowohl Israel als auch US-Stützpunkte im Nahen Osten zu treffen.

(The Jerusalem Post, 28.09.09)


Raketenangriffe auf Israel

ArchivfotoÜber Yom Kippur ist der Süden Israels wieder Raketen- und Mörserangriffen aus dem Gaza-Streifen ausgesetzt gewesen. Drei Qassam-Raketen und eine Mörsergranate wurden von palästinensischen Terroristen auf israelisches Territorium abgefeuert. Während eine der Raketen und die Mörsergranate noch auf der palästinensischen Seite des Sicherheitszauns landeten, schlugen die anderen beiden Raketen in Ortschaften im westlichen Negev ein. Verletzt wurde dabei niemand.

Bereits in den Tagen zuvor waren mehrere Raketen und Mörsergranaten im Süden Israels niedergegangen.

In Reaktion auf den Beschuss an Yom Kippur flog die israelische Luftwaffe am Montag einen erfolgreichen Angriff auf einen Raketenwerfer im nördlichen Gaza-Streifen.

(MFA, 28.09.09)

Rakete im westlichen Negev

ArchivfotoAbermals haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen am Mittwochabend eine Qassam-Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Sie schlug nahe einem Kibbutz im Kreis Sha'ar Hanegev ein und verursachte weder Sach- noch Personenschaden.

Die israelische Luftwaffe bombardierte in Reaktion darauf zwei Schmuggeltunnel im südlichen Gaza-Streifen.

Die Sicherheitslage im Süden hat sich in der letzten Zeit nach einer Phase der relativen Ruhe wieder verschärft.

(Yedioth Ahronoth, 01.10.09)


Israel entlässt weibliche palästinensische Gefangene

SymbolfotoDas Sicherheitskabinett der israelischen Regierung hat am Mittwoch beschlossen, gemäss einem Vorschlag des Verhandlungsteams für die Befreiung des entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit 20 weibliche palästinensische Sicherheitshäftlinge freizulassen. Israel soll im Gegenzug aktualisierte und eindeutige Beweise dafür erhalten, dass Shalit noch am Leben ist.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu lobte die israelische Verhandlungsdelegation unter Leitung von Haggai Hadas für ihre professionelle und diskrete Arbeit und sagte: "Es ist wichtig, dass die ganze Welt weiss, dass Gilad Shalit noch am Leben und die Hamas verantwortlich für sein Wohlergehen und für sein Schicksal ist."

Das Sicherheitskabinett entschied sich, als vertrauensbildende Massnahme im Rahmen der indirekten Verhandlungen auf die ägyptische Initiative einzugehen. All dies geschieht im Vorfeld der entscheidenden Phasen innerhalb der Verhandlungen über Gilad Shalits Freilassung und auf Grundlage der Entschlossenheit von Israels Regierung, ihn schnell nach Hause zurückzubringen und gleichzeitig die existentiellen Sicherheitsinteressen Israels zu wahren.

Weitere Informationen, auch zu den 20 palästinensischen Terroristinnen, finden Sie: hier (extern)

(MFA, 30.09.09)


Israel und die Malediven auf dem Weg zur Normalisierung

Flagge der Republik der MaledivenIsraels Aussenminister Avigdor Lieberman und sein Amtskollege aus der Republik der Malediven haben am vergangenen Donnerstag in New York drei Kooperationsabkommen in den Bereichen Tourismus, Gesundheit sowie Bildung und Kultur unterzeichnet.

Die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind seit einigen Jahren zum Erliegen gekommen. Die neuen Abkommen werden als ein erster Schritt hin zur Normalisierung des Verhältnisses betrachtet. <MFA, 25.09.09>

(Botschaft des Staates Israel, 30.09.09)


Israels UN-Botschafter in Genf kritisiert Goldstone-Bericht

Foto: UN Photo / Jean-Marc FerreIsraels Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Aharon Leshno Yaar, hat in einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats zu dem Bericht der Goldstone-Kommission Stellung genommen, der Israel einseitig wegen seiner Militäroperation im Gaza-Streifen anprangert.

"Dies ist ein Bericht - von 575 Seiten -, in dem das Recht auf Selbstverteidigung nicht erwähnt wird, in dem der Waffenschmuggel nach Gaza durch Hunderte von Tunneln mit keinem Wort erwähnt wird.

Ein Bericht, der auf vorweg gefilterte palästinensische Zeugen basiert, von denen nicht einer über die terroristischen Aktivitäten der Hamas oder den Missbrauch von Zivilisten, Krankenhäusern und Moscheen für terroristische Angriffe befragt worden ist.

Ein Bericht, der auf sorgsam ausgewählten Vorfällen basiert, die für den politischen Effekt handverlesen wurden. Wie Richter Goldstone in einem öffentlichen Schriftwechsel offenbarte: 'Wir haben uns nicht mit den Problemen der Durchführung von Militäroperationen in bewohnten Gebieten befasst. Wir haben dies bei den von uns untersuchten Vorfällen zu vermeiden beschlossen.'"

"Anders als die Hamas-Terroristen, die sich über jeden zivilen Todesfall freuen, betrachtet Israel jeden zivilen Todesfall als Tragödie, fühlt sich Israel verpflichtet, jedem Vorwurf eines Fehlverhaltens voll nachzugehen. Nicht wegen, sondern trotz des Berichts.

Damit kein Zweifel besteht. Dieser Bericht wird das Leben der Einwohner von Sderot und Gaza-Stadt, von Kiryat Shmona und Jenin in keiner Weise erleichtern. Indem er terroristische Taktiken unterstützt und rechtfertigt, ist er ein Verrat an Israel und den gemässigten Palästinensern gleichermassen."

Die vollständige Rede Leshno Yaars finden Sie: hier (extern)

(MFA, 29.09.09)


Die Implikationen der zweiten iranischen Urananreicherungsanlage

Reichweite iranischer RaketenEphraim Asculai vom Tel Aviver Institut für nationale Sicherheitsstudien (INSS) hat eine Analyse der Implikationen vorgenommen, die die vergangene Woche bekannt gewordene zweite Urananreicherungsanlage im Iran für das Atomprogramm der Islamischen Republik und die anstehenden Verhandlungen zwischen dieser und den fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern sowie Deutschland (P5+1) mit sich bringt.

"Selbstverständlich darf man nicht die ungeklärte Frage des militärischen Atomprogramms des Iran vergessen. Die US-Regierung hält noch immer an ihrer Nationalen Sicherheitseinschätzung (NIE) fest, wonach dieses 2003 gestoppt worden sei und es 2007 keinen Beweis dafür gegeben habe, dass es wieder gestartet wurde. Es mag stimmen, dass es keine frischen Beweise dafür gibt, dass das Militärprogramm wieder aufgenommen wurde. Doch tatsächlich müssen drei Möglichkeiten in Rechnung gestellt werden; a) dass die NIE-Einschätzung korrekt ist; b) dass schlicht ein Mangel an Geheimdienstinformationen über dieses Programm vorliegt; c) dass das Programm bereits 2003 vollendet worden ist. Diese letzte Option könnte zutreffen, wenn der Iran den Entwurf für einen atomaren Sprengkörper von Pakistan bekommen hat, wie es Berichten zufolge bei Libyen der Fall war. Die NIE-Analyse als sicheren Indikator dafür zu nehmen, dass der Iran sich gebessert hat, wäre ein schwerwiegender Fehler. Das Auftauchen einer zweiten Urananreicherungsanlage ist ein Indiz dafür.

Wenn sich die anfängliche Entrüstung gelegt hat werden die P5+1-Führer wahrscheinlich versuchen, ein Abkommen zu erreichen, dass den Iran nicht erniedrigt. Statt einer kraftvollen rationalen Massnahme wäre dies eine Geste, um den Iran und einiger seiner Freunde zu beruhigen und die Stabilität der weltweiten Energieversorgung oder des beträchtlichen Handels zwischen Iran und Westeuropa nicht zu gefährden. Dies könnte sich jedoch als Rezept für ein zukünftiges Desaster entpuppen.

Sollte der Iran die Aussetzung seiner waffenbezogenen Aktivitäten akzeptieren […], würde es immer noch recht schwer sein, irgendjemanden davon zu überzeugen, dass der Iran sein Atomwaffenentwicklungsprogramm wirklich eingestellt hat. Wer wäre in der Lage, mit Sicherheit festzustellen, dass der Iran nicht eine dritte geheim gehaltene Urananreicherungsanlage gebaut hätte?"

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.inss.org.il/research.php?cat=3&incat=&read=3287

(The Institute for National Security Studies, 29.09.09)


Lieberman gratuliert Merkel

Aussenminister Avigdor LiebermanIsraels Aussenminister Avigdor Lieberman hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Namen der israelischen Regierung zu ihrem Wahlsieg beglückwünscht.

"Israels gratuliert Angela Merkel zu ihrem Sieg bei den Bundestagswahlen in Deutschland. In den Jahren ihrer Amtszeit hat Angela Merkel enge Freundschaft mit Israel, beeindruckende Sensibilität gegenüber dem Erbe der Vergangenheit und treues Festhalten an den besonderen Beziehungen zwischen den beiden Staaten und Völkern bewiesen.

Die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland bestehen über alle politischen Koalitionen hinweg und gründen auf dem Gedenken an die tragische Vergangenheit, die nie vergessen wird, auf der staatspolitischen Intimität und auf vielen gemeinsamen Werten. Sie drücken sich unter anderem in einem politischen Dialog aussergewöhnlicher Qualität zwischen den Regierungen aus, den Kanzlerin Merkel bei ihrem letzten Besuch in Israel initiiert hat."

(MFA, 28.09.09)

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