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Nachrichten vom 3. - 9. Januar 2010
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Raketen- und Möserangriff auf Südisrael

ArchivfotoDer Süden Israels ist am Donnerstagabend von einem heftigen Raketen- und Mörserangriff aus dem Gaza-Streifen heimgesucht worden. Insgesamt feuerten palästinensische Terroristen eine Qassam-Rakete und mindestens sieben Mörsergranaten auf israelisches Territorium ab.

Die Rakete explodierte unweit von Ashkelon, die Mörsergranaten schlugen im Kreis Eshkol ein. Es entstand weder Personen- noch Sachschaden.

Die israelische Luftwaffe flog in Reaktion darauf noch am selben Abend einen Angriff auf verschiedene Terrorziele, darunter einen Schmuggeltunnel an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Israel. Dabei wurden drei Palästinenser getötet.

Davor hatte die Luftwaffe Tausende von Flugblättern abgeworfen, in denen die Bevölkerung dazu aufgerufen wurde, sich von der Umgebung des Sicherheitszauns fernzuhalten.

(Yedioth Ahronoth, 08.01.10)


Hebräische Inschrift aus dem 10. Jh. v. d. Z. entziffert

SymbolfotoAn der Universität Haifa ist ein Durchbruch bei der Erforschung der hebräischen Schriftlichkeit erzielt worden. Demnach ist nun davon auszugehen, dass bereits im 10. Jh. v. d. Z. auf Hebräisch geschrieben wurde.

Prof. Gershon Galil von der Abteilung für Bibelstudien hat eine Inschrift aus dieser Zeit entziffert und als den frühesten bekannten hebräischen Text identifiziert. Daraus lässt sich ableiten, dass das israelische Königtum bereits um 1000 v. d. Z. existierte und einige biblische Texte womöglich sehr viel früher geschrieben wurden als für gewöhnlich angenommen.

Die Inschrift, die mit Tinte auf eine 15 x 16.5 Zentimeter grosse trapezförmige Tonscherbe geschrieben ist, war vor eineinhalb Jahren bei Ausgrabungen in Khirbet Qeifaya nahe dem Elah-Tal gefunden worden.

Der Text enthält eine soziale Aussage. Unter anderem steht auf der Scherbe: "Bitte für den Armen und die Witwe / Rehabilitiere den Armen zu Händen des Königs / Schütze den Armen und den Sklaven / Helfe dem Fremden."

(The Jerusalem Post, 08.01.10)


Mörsergranatenfeuer aus Gaza

ArchivfotoPalästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben den Süden Israels heute Morgen massiv mit Mörsergranaten beschossen. Sieben Granaten schlugen im Kreis Eshkol unweit von Kerem Shalom ein. Drei weitere landeten noch auf der palästinensischen Seite der Grenze. Zu Schaden kam dabei niemand.

Die Salah al-Din-Brigaden der sog. Volkswiderstandskomitees (PRC) haben die Verantwortung für den Angriff übernommen.

Erst gestern hatte der Kommandant des Südkommandos der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Generalmajor Yoav Galant, bei einem Besuch in der Region betont, dass die Ruhe in der Region temporär sei und man Sturmwolken am Horizont erblicken könne.

Am Mittwoch wurde ein ägyptischer Grenzschützer bei gewalttätigen Ausschreitungen von Palästinensern an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen getötet. Die ägyptische Regierung warnte die Hamas am Abend, ihre Geduld sei nicht unbegrenzt und für die Provokation ägyptischer Sicherheitskräfte werde ein Preis zu zahlen sein.

(Yedioth Ahronoth, 07.01.10)


Israelische Luftwaffe reagiert auf Mörserangriff aus Gaza

Foto: ZAHALDie israelische Luftwaffe hat am Dienstag eine Terrorzelle im Gaza-Streifen bombardiert. Dabei wurde ein Kommandant der sog. Volkswiderstandskomitees (PRC) getötet, der den Abschuss von Raketen auf Israel vorbereitet hatte.

Die PRC hatten sich zuvor zu einem Angriff auf Israel bekannt, im Rahmen dessen eine Mörsergranate nahe der Küstenstadt Ashkelon eingeschlagen war.

Die israelische Armee betonte, sie werde keinerlei Angriffe von Terrororganisationen gegen Israel tolerieren und weiterhin hart gegen jeden Versuch vorgehen, die Ruhe in den Gemeinden im Süden des Landes zu stören."

(Yedioth Ahronoth, 06.01.10)


Fayad verbrennt jüdische Waren

Palästinensischer Ministerpräsident Salam FayadDer palästinensische Ministerpräsident Salam Fayad hat am Dienstag an einer Demonstration in Salfit teilgenommen, auf der Produkte verbrannt wurden, die in jüdischen Siedungen im Westjordanland hergestellt wurden.

Die Waren waren zuvor in palästinensischen Läden beschlagnahmt worden. Fayad warf auch selbst Produkte ins Feuer. Erst am Sonntag hatte er betont, der zukünftige palästinensische Staat werde "frei von Zäunen und Siedlungen" sein.

Der palästinensische Wirtschaftsminister Hassan Abu Libdeh sagte, die Autonomiebehörde habe im Rahmen ihrer grossen Boykottaktion bereits Produkte im Wert von 700 000 Euro konfisziert.

Die israelische Einheitsgewerkschaft Histadrut teilte bereits vor einigen Monaten mit, dass ein solcher Boykott nur den Palästinensern selbst schaden werde, da viele von ihnen in israelischen Firmen im Westjordanland beschäftigt sind.

Ein Bild von Fayad beim Verbrennen von Waren gibt es unter dem folgenden Link: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3830147,00.html

(Yedioth Ahronoth, 05.01.10)


Lieberman trifft Ministerpräsident Makedoniens

Foto: MFAIsraels Aussenminister Avigdor Lieberman hat am Dienstag in Jerusalem den makedonischen Ministerpräsidenten Nikola Gruevski sowie weitere hochrangige Regierungsmitglieder empfangen.

Lieberman wies seine Gäste darauf hin, dass aktuelle Informationen klar darauf hindeuten würden, dass der Balkan das nächste Ziel des globalen Jihads darstellen werde. Eine dementsprechende Infrastruktur werde auch im Rahmen saudi-arabischer und muslimischer Hilfsorganisationen geschaffen.

(MFA, 05.01.10)


Ayalon trifft britische Generalstaatsanwältin

Stellvertretender Aussenminister Danny AyalonIsraels stellvertretender Aussenminister Danny Ayalon hat sich am Dienstag mit der Generalstaatsanwältin Grossbritanniens, Patricia Janet Scotland, Baroness Scotland of Asthal, getroffen und dabei erneut gegen die Haftbefehle gegen hochrangige israelische Offizielle protestiert.

"Dies wird es beiden Ländern schwer machen, eine normale Beziehung zu unterhalten", so Ayalon.

Die britische Generalstaatsanwältin äusserte sich ausgiebig zu der Angelegenheit und unterstrich, sie sei sich bewusst, dass eine dringende Lösung gefunden werden müsse. Die britische Regierung prüfe derzeit mögliche Optionen.

(MFA, 05.01.10)


Netanyahu: Verhandlungen müssen beginnen

Foto: GPO (Archiv)Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Montag bei seinem Treffen mit dem Sondergesandten des Nahostquartetts, Tony Blair, abermals zur umgehenden Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern aufgerufen.

"Man muss anfangen zu reden", sagte Netanyahu. "Die internationale Gemeinschaft muss Schritte vermeiden, die die palästinensische Seite dazu führen, ihre Positionen zu verhärten. Stattdessen müssen sich alle in einer Weise verhalten, die die Palästinenser dazu antreibt, zu Verhandlungen zurückzukehren."

Im Amt des Ministerpräsidenten brachte man Befriedigung über die Äusserungen des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, nach seinem Gespräch mit Ägyptens Präsident Hosni Mubarak in Kairo zum Ausdruck. Diese enthielten positive Ansätze.

Indes hat Israels Aussenminister Avigdor Lieberman bei seinem Treffen mit Blair am Montag betont, dass es unrealistisch sei, sich darauf festzulegen, innerhalb von zwei Jahren zu einem Abkommen zu gelangen. "Es ist wichtig, einen ehrlichen und offenen Dialog mit den Palästinensern zu führen, ohne sich Illusionen hinzugeben, die keine Entsprechung in der Wirklichkeit finden und nur zu Frustration und Gewalt führen", so Lieberman unter Verweis auf frühere Entwicklungen.

(Ha'aretz, 05.01.10)


Abtreibungsrate zurückgegangen

SymbolfotoDie Zahl der Abtreibungen in Israel ist zwischen 2000 und 2008 um 10% gesunken. Das teilte das israelische Gesundheitsministerium am Montag mit.

Der Rückgang ist trotz der im internationalen Vergleich sehr liberalen Handhabung des Abtreibungsrechts in Israel zu verzeichnen. Alle Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden, müssen die Zustimmung von speziellen Abtreibungsausschüssen in Krankenhäusern erhalten. 2008 wurden 98% der Anträge bewilligt. Anders als in Europa können Minderjährige in Israel auch ohne Zustimmung der Eltern einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen.

2009 wurden in Israel 19 594 Abtreibungen durchgeführt. Bei 54% wurde als Grund aussereheliche Schwangerschaft, Ehebruch oder Inzest angegeben. Etwa 40% wurden aus gesundheitlichen Erwägungen genehmigt und knapp 10% aufgrund der Minderjährigkeit der Mutter (17 Jahre und jünger).

Mit 129 Abtreibungen je 1000 Geburten hat Israel damit eine weit geringere Rate aufzuweisen als der europäische Durchschnitt (247:1000) und vor allem Russland (950:1000). Illegale Schwangerschaftsabbrüche sind dabei nicht mitgerechnet.

(Ha'aretz, 04.01.10)


Ben-Zeev: Sind die Palästinenser bereit für Frieden?

Israels Botschafter in Berlin Yoram Ben-ZeevIsraels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat in der Bild-Zeitung einen Artikel zum gegenwärtigen Stand des Nahostfriedensprozesses veröffentlicht. Darin verweist er auf die günstigen Ausgangsbedingungen, die derzeit für ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern bestehen. Gleichzeitig beklagt der Diplomat die palästinensische Gesprächsverweigerung.

"Israels gegenwärtige Regierung hat mit Worten und Taten bewiesen, dass sie sich dem Frieden verpflichtet fühlt. Ebenso wie die Mehrheit der Bevölkerung auf beiden Seiten strebt sie eine Zwei-Staaten-Lösung an. Und sie ist auch bereit, die dafür notwendigen Kompromisse einzugehen.

Die Palästinenser weigern sich jedoch, überhaupt Verhandlungen aufzunehmen."

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/170072.pdf

(Botschaft des Staates Israel, 04.01.10)


Ayalon zu Israels Recht auf die 'umstrittenen' Gebiete

Stellvertretender Aussenminister Danny AyalonIsraels stellvertretender Aussenminister Danny Ayalon ist im Wall Street Journal aus aktuellem Anlass dem Mythos von den "besetzten Gebieten" entgegengetreten.

"Die jüngsten Äusserungen der neuen Aussenpolitik-Beauftragten der Europäischen Union, Catherine Ashton, zur Kritik Israels haben die internationale Aufmerksamkeit abermals auf Jerusalem und die Siedlungen gelenkt. Dabei wird jedoch, wie es scheint, Israels Recht auf die so genannten 'besetzen Gebiete', die tatsächlich 'umstrittene Gebiete' sind, nicht wirklich erkannt.

Das Land, das nun als Westjordanland bekannt ist, kann nämlich im rechtlichen Sinne des Wortes nicht als 'besetzt' gelten, da es vor seiner Eroberung durch Israel über keine anerkannte Souveränität verfügte. Anders als manche glauben, hat es nie einen palästinensischen Staat gegeben, und keine andere Nation hat jemals Jerusalem zu seiner Hauptstadt gemacht, obwohl es für Jahrhunderte unter islamischer Herrschaft stand."

"Nach dem Sechs-Tage-Krieg, in dem die arabischen Armeen erneut Israel zu zerstören suchten und der jüdische Staat in der Folge das Westjordanland und andere Gebiete eroberte, versuchten die Vereinten Nationen eine dauerhafte Lösung des Konflikts zu schaffen. Die UN-Sicherheitsratsresolution 242 ist wahrscheinlich eines der am meisten missverstandenen Dokumente der internationalen Politik. Während viele, einschliesslich der Palästinenser, die Idee verfechten, das Dokument fordere von Israel die Rückgabe alles jenseits der Grünen Linie Eroberten, liegt der Wahrheit doch nichts ferner. Die Resolution fordert 'Frieden innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen'; aber nirgends erwähnt sie, wo diese Grenzen verlaufen sollen."

"Dennoch herrscht die Wahrnehmung vor, Israel besetze gestohlenes Land und die Palästinenser seien die einzige Partei mit nationalen, legalen und historischen Ansprüchen darauf. Nicht nur, dass das moralisch und sachlich falsch ist; je mehr dieses Narrativ akzeptiert wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Palästinenser sich dazu bemüssigt fühlen werden, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Stellungnahmen wie die von Lady Ashton sind nicht nur falsch; sie schieben eine verhandelte Lösung in weitere Ferne."

Den vollständigen Artikel finden Sie: hier (extern) <The Wall Street Journal, 29.12.09>

(Botschaft des Staates Israel, 04.01.10)

Blair: Netanyahu bereit zum Frieden

Tony BlairDer Sondergesandte des Nahostquartetts, Tony Blair, hat sich in der Haaretz zum Stand des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses geäussert. Dabei hob er die positiven Entwicklungen vor Ort im Westjordanland hervor.

"Wenn Sie nur um zwei Jahre zurückgehen - damals sagte man mir, Sie wissen, die Israelis werden nie irgendwelche dieser Kontrollpunkte räumen; sie werden Ihnen nie die Genehmigung erteilen für irgendeines dieser wirtschaftlichen Dinge; die Palästinenser wollen es nicht tun, es ist hoffnungslos. Wenn ich zwei Jahre später durch Jenin und Ramallah fahre - morgen werde ich Jericho besuchen, und kürzlich war ich in Nablus und anderswo, Hebron -, ja, da gibt es noch grosse Herausforderungen, selbstverständlich gibt es die, aber man kann auch die wirtschaftliche Entwicklung sehen, die sich vollzieht. Und ich sage den Leuten nur: 'Verliert nie die Hoffnung.'"

Auf die Absichterklärungen von Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyhu angesprochen, meinte Blair:

"Meine Meinung ist immer gewesen, dass der Ministerpräsident bereit dazu ist, Frieden zu schliessen, vorausgesetzt, dass dies unter Bedingungen geschieht, die Israels Sicherheit garantieren und gerecht für die Israelis sind. Was ich Aussenstehenden immer sage, wenn ich versuche ihnen die ganze Problematik zu erklären, ist zuallererst; Sehen Sie sich die Landkarte an, wissen Sie, sehen Sie sich eine Landkarte der Region an, und dann sehen Sie, was für ein kleines Stück Land das ist, Israel und das palästinensische Gebiet. Wenn man nicht mit den Vor-Ort-Sorgen der Israelis in Bezug auf die Sicherheit umgehen kann, ist es unmöglich Frieden zu machen."

(Ha'aretz, 08.01.10)


Gespräche zwischen Israel und UNIFIL

Foto: MFAAm Donnerstag hat die zweite Gesprächsrunde zwischen Israel und UNIFIL-Kommandant Claudio Graziano stattgefunden. Ziel der Verhandlungen ist eine temporäre Übereinkunft in Bezug auf das Dorf Ghajar an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Die Delegation des israelischen Aussenministeriums wurde von Generaldirektor Yossi Gal (Bild) geleitet.

Israel stellte klar, dass es sich dazu verpflichtet fühle, die Versuche zum Erzielen einer Übereinkunft über das Dorf im Rahmen der UN-Sicherheitsresolution 1701 fortzusetzen. Dabei müsse jedoch die Sicherheit Israels und seiner Bürger gewährleistet blieben. Gleichzeitig wurde die Sorge um das Wohlergehen der Dorfbewohner zum Ausdruck gebracht.

Die Gespräche verliefen in einer erfreulichen Atmosphäre. Gal überreichte Generalmajor Graziano in Anerkennung seiner Beförderung zum Drei-Sterne-General ein Geschenk.

Bereits in einigen Wochen sollen die Gespräche fortgesetzt werden.

(MFA, 07.01.10)


Grosses Sprengstofffeld im Südlibanon entdeckt

Flagge des LibanonSpanische UNIFIL-Truppen haben vor gut einer Woche im Südlibanon ein grosses Areal mit Sprengstoff entdeckt, nur einen Kilometer von der israelischen Grenze bei Metula entfernt. Es wurden etwa zehn professionell angefertigte Bomben iranischer oder syrischer Herstellung gefunden, die insgesamt 300 Kilogramm Sprengstoff enthielten.

In Sicherheitskreisen geht man davon aus, dass der Sprengstoff von der schiitischen Terrororganisation Hisbollah platziert wurde, um israelische Patrouillen, die das Gebiet betreten könnten, zu treffen.

(Ha'aretz, 07.01.10)

Am heutigen Donnerstag gehen die Gespräche zwischen Israel und UNIFIL über das Dorf Rajar in die zweite Runde. Eine Delegation aus verschiedenen israelischen Ministerien unter Leitung von Yossi Gal, dem Generaldirektor des Aussenministeriums, trifft sich mit einem Team um den UNIFIL-Kommandanten.

Bei den Verhandlungen soll es um eine Einigung bezüglich des Gebietes an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon gehen, zu dem auch der nördliche Teil des Dorfes Rajar gehört.

(MFA, 07.01.10)


Verstärkter Einsatz von Rechtsberatern bei Militäroperationen

Generalstabschef Gabi AshkenaziRechtsberater der israelischen Armee sollen in Zukunft auch innerhalb laufender Militäroperationen zu Rate gezogen werden und nicht lediglich bei deren Planung. Dies sieht ein neuer Befehl vor, den Generalstabschef Gabi Ashkenazi nun erlassen hat.

Ashkenazi hat sich damit gegen den Widerstand zahlreicher Kommandanten im Wesentlichen den Standpunkt des Militärgeneralanwalts Avichai Mandelblit zu Eigen gemacht. Die Rechtsberater sollen jedoch lediglich im Divisionshauptquartier arbeiten und nicht in den Hauptquartieren der Brigaden und Bataillone.

Während der israelischen Militäroperation im Gaza-Streifen vor einem Jahr und in anderen grösseren Kampfeinsätzen waren Rechtsberater sowohl an den Planungen als auch an der Auswahl und Genehmigung von Angriffszielen beteiligt. Nach Beginn der konkreten Kampfhandlungen wurden sie jedoch nur noch selten zu Rate gezogen.

(Ha'aretz, 06.01.10)


Neues Sicherheitssystem am Ben-Gurion-Flughafen

Ben-Gurion-FlughafenDie Israelische Flughafenbehörde hat diese Woche am Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv den Vorversuch eines neuen biometrischen Sicherheitssystems gestartet. Auf der Grundlage von biometrischer Identifizierung und technologischen Prozeduren wird eine Chipkarte für Passagiere erstellt, die diese dann bei den nachfolgenden Flügen benutzen können.

Ziel ist es, die Sicherheitsdaten von Passagieren genauer zu bestimmen und dadurch die Wartezeiten beim Check-In zu verkürzen.

Die Entwicklung des Systems hat umgerechnet mehr als 10 Millionen Euro gekostet und soll in Zukunft ohne die Involvierung von Personen mit dem HBS-Gepäcksicherheitssystem interagieren.

Im Ausland, allen voran den USA, besteht offensichtlich schon reges Interesse an einem Erwerb des israelischen Systems.

(Globes, 05.01.10)


Barak: Weg zu Friedensverhandlungen verkürzen

Verteidigungsminister Ehud BarakIsraels Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich am Dienstag am Telefon mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon unterhalten und ihn darum gebeten, bei der Wiederaufnahme von Verhandlungen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas behilflich zu sein.

"Ich will den Weg zu Verhandlungen verkürzen", betonte Barak.

Im Zusammenhang mit der internationalen Kritik an der israelischen Blockade des Gaza-Streifens versicherte Barak, dass Israel allen humanitären Bedürfnissen der dortigen Bevölkerung entgegenkomme.

Am Montag hatte der Verteidigungsminister bereits mit dem Sondergesandten des Nahostquartetts, Tony Blair, über den Friedensprozess gesprochen und dabei die Europäer aufgefordert, sich den Bemühungen der USA und Ägyptens um eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen anzuschliessen.

Unterdessen sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat am Dienstag: "Frieden ist unsere strategische Wahl, aber wir werden nicht um jeden Preis in ihn einwilligen. Wir sind interessiert daran, den Friedensprozess wieder aufzunehmen, aber der Druck in dieser Angelegenheit muss auf Israel gerichtet werden."

(Yedioth Ahronoth, 05.01.10)


Terroristischer Übergriff in Jerusalem vereitelt

Jaffa-Tor in JerusalemNahe dem Jaffa-Tor in der Jerusalemer Altstadt sind am Montag drei Palästinenser aus Hebron festgenommen worden, deren Fahrzeug zuvor den Verdacht der Polizei erregt hatte. Sie gaben zu, eine Gewalttat geplant zu haben.

Nach eigener Auskunft bestand die Absicht der Täter darin, "einen Juden oder einen Polizeibeamten" zu erstechen. In dem Auto wurde dann auch ein Messer gefunden.

Es ist dies nicht das erste Mal, dass ein Messerattentat in der israelischen Hauptstadt verhindert wurde. Zuletzt waren im vergangenen März zwei arabische Jugendliche aufgegriffen worden, die Polizisten mit einem Messer attackierten.

(Yedioth Ahronoth, 04.01.10)


Tel Aviver Studenten siegen bei Debattierweltmeisterschaft

SymbolfotoDas Team der Universität Tel Aviv hat am Sonntag bei der Weltmeisterschaft im Debattieren in Istanbul den Sieg davon getragen. Die Studenten Yoni Cohen-Idov und Uri Merhav setzten sich in der Endrunde für Nicht-Englisch-Muttersprachler gegen drei andere Gruppen aus den Niederlanden, Malaysia und dem israelischen Haifa durch.

In der letzten Runde mussten die beiden Tel Aviver dafür argumentieren, die positive Darstellung von Kriegsverbrechern in den Medien zu verbieten. Im Halbfinale ging es darum, ob man Häftlingen erlauben sollte, ihre Kinder im Gefängnis zu erziehen.

Die Weltmeisterschaft im Debattieren wird alljährlich in unterschiedlichen Universitäten veranstaltet und gilt mit mehr als 1000 Teilnehmern von 150 Universitäten als einer der grössten Studentenwettbewerbe der Welt. 2002 siegte das Team der Hebräischen Universität Jerusalem.

Der Wettkampf findet in zwei Kategorien - für Englisch-Muttersprachler und für Nicht-Englisch-Muttersprachler - statt.

Cohen-Idov wies darauf hin, dass es trotz der starken Präsenz von Studenten aus muslimischen Ländern keinerlei Spannungen zwischen den Delegationen gegeben habe. Katar, Irak und Malaysia hätten den Israelis sogar zum Sieg gratuliert.

(Yedioth Ahronoth, 04.01.10)


Raketen- und Mörserangriffe aus Gaza

ArchivfotoDer Süden Israels ist in der vergangenen Woche abermals von Raketen- und Mörserfeuer heimgesucht worden. Nachdem palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen bereits am Mittwoch eine Mörsergranate auf israelisches Territorium abgefeuert hatten, die im Kreis Eshkol landete, ging am Donnerstagabend eine Rakete in der Kleinstadt Netivot nieder. Am Freitag schlugen dann zwei weitere Mörsergranaten im westlichen Negev ein.

Verletzt wurde bei den Angriffen niemand, und es entstand auch kein Sachschaden.

Die israelische Luftwaffe bombardierte am Freitag Schmuggeltunnel im Norden des Gaza-Streifens. Diese sollten zur Einschleusung von Terroristen nach Israel dienen. <Yedioth Ahronoth, 02.01.10>

(Botschaft des Staates Israel, 04.01.10)


PA feiert Terroristin Dalal Mughrabi

ArchivfotoIn der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hält man weiter an der Vorbildfunktion von Terroristen fest. Das dies auch für ihren Vorsitzenden, Präsident Mahmoud Abbas, gilt, hat dieser kürzlich abermals unter Beweis gestellt.

So hat Abbas kürzlich die Festveranstaltung zum 50. Geburtstag der als Märtyrerin verehrten Terroristin Dalal Mughrabi unterstützt. Mughrabi hatte 1978 den schlimmsten Terroranschlag in der israelischen Geschichte angeführt, als sie und andere Terroristen einen Bus entführten und 37 Zivilisten töteten.

An der Feierstunde nahmen zahlreiche palästinensische Würdenträger und eine Kindermarschkappelle teil. Der Text auf dem aufgespannten Banner der Veranstaltung lautete:

"Unter der Schirmherrschaft von Präsident Mahmoud Abbas / Die Politische und Nationale Erziehungsbehörde / Zeremonie zum Jahrestag der Geburt der Braut des Kosmos / Die Shahida (Märtyrerin) Dalal Mughrabi"

Anfang vergangenen Jahres hatte Abbas bereits ein Computerzentrum gesponsert, das den Namen Mughrabis trägt. Fatah-Sprecher Jamal Nazal bezeichnete die Terroristin als "grösste palästinensische Heldin".

Unter dem folgenden Link finden sich weitere Beispiele der Verehrung Mughrabis: http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=1526 <Palestinian Media Watch, 31.12.09>

(Botschaft des Staates Israel, 04.01.10)


Regierung bemüht sich um hebräische Sprache

Eliezer Ben-YehudaDie israelische Regierung hat am Sonntag mitgeteilt, dass sie eine Reihe von Schritten zur Stärkung der hebräischen Sprache einleiten will. So ist etwa geplant, den Geburtstag von Eliezer Ben-Yehuda, der als ihr historischer Erneuerer gilt, zu einem nationalen Tag des Hebräischen zu erklären.

Neben der Einberufung eines Teams zur Pflege der Sprache, einer Konferenz, einem Ben-Yehuda-Preis und einer jährlichen nationalen Medaille sind auch neue Briefmarken mit den Konterfeis bedeutender Hebraisten vorgesehen.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu sagte während der Kabinettssitzung am Sonntag: "Mein Vater wurde vor 100 Jahren geboren und wuchs in einem Haus auf, in dem er das Hebräisch von Ben-Yehuda und Chaim Nahman Bialik lernte. Wir sind Eliezer Ben-Yehuda für seinen Beitrag zu dem Grundpfeiler der Wiederbelebung Israels in seinem eigenen Land zu Dank verpflichtet."

(Yedioth Ahronoth, 03.01.10)

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