| Nachrichten vom 30. November - 6. Dezember 2008 | ||
Herzog siegt bei Vorwahlen der Avoda
Knapp hinter Herzog landete Ophir Pinez-Paz; ihm folgen auf den sicheren Plätzen Avishai Braverman, Shelley Yachimovich, Matan Vilnai, Eitan Cabel, Binyamin Ben-Eliezer, Yuli Tamir und Amir Peretz. Barak begrüsste besonders die Neuzugänge Ha'aretz-Korrespondent Daniel Ben-Simon und Einat Wilf auf den noch etwas aussichtsreichen Plätzen 11 und 14. (Ha'aretz, 05.12.08) Haus in Hebron geräumt
Brigadegeneral Noam Tibon hat die gesamte Region Judäa (südliches Westjordanland) ist zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Nicht-Bewohnern ist der Zutritt untersagt. Mit dieser Entscheidung soll die zivile Ordnung aufrechterhalten werden. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die Polizei und der Grenzschutz betonen, dass harte Massnahmen gegen diejenigen ergriffen würden, die versuchen, den Sicherheitskräften Schaden zuzufügen. Ministerpräsident Ehud Olmert hat Verteidigungsminister Ehud Barak, den Minister für innere Sicherheit Avi Dichter, Generalstabschef Gabi Ashkenazi und die Einsatzkräfte vor Ort für die schnelle und effektive Räumung des umkämpften Hauses gelobt. Er betonte klar, dass die Regierung keinen Elemente welcher Art auch immer erlauben werde, der Demokratie und der Herrschaft des Rechts zu schaden; jeglicher Versuch gewalttätiger Elemente, die palästinensische Bevölkerung zu attackieren und Unruhe in Judäa und Samaria zu stiften, werde mit einer scharfen und umgehenden Reaktion von Seiten des Sicherheitsapparats beantwortet. (MFA, 04.12.08) Israelische Ärzte retten irakisches Kind
"Bei einem unserer Besuche im Krankenhaus schlug man vor, dass ich sie für eine Behandlung in Israel anmelde. Ich habe nicht zugestimmt, da ich niemandem glaubte und wir viele Enttäuschungen erlebt hatten, aber Allas Onkel hat darauf bestanden", erzählt die Mutter des Kindes. "Als ich hier ankam, war ich nur besorgt wegen Alla, weil sie sagten, dass die Operation sehr kompliziert sei und sie sterben könnte. Ich wusste nichts über die Leute hier oder über Israel. Die grosse Überraschung für mich war zu sehen, wie die Ärzte mit allen Kindern spielen und sie liebevoll behandeln, ganz egal, wer sie sind. Ich bin sehr berührt davon und erfreut darüber." Dr. Dudi Mishali, der die Herzstation am Sheba-Krankenhaus leitet, teilte mit: "In anderen Krankenhäusern auf der Welt dachten die Ärzte offensichtlich, dass ihre Lungen in so einem Zustand sind, dass sie nicht mehr gerettet werden könnten. Ich sagte, wir haben nichts zu verlieren. Einen Monat oder sogar zwei Wochen nach ihrer Ankunft im Krankenhaus hätte sie ohne Operation nicht überlebt." (Yedioth Ahronoth, 04.12.08) Mor würdigt Rüttgers
Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, widmete sich dem Beitrag des Geehrten in einer gross angelegten Laudatio: "Jürgen Rüttgers ist jemand, der die historische Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Israel ernst nimmt - sowohl persönlich als auch als Ministerpräsident. In Deutschland und auch international tritt er für die Zwei-Staaten-Lösung ein, also dafür, dass der Staat Israel in Frieden und Freiheit und in anerkannten, gesicherten Grenzen existieren kann - neben einem palästinensischen Staat, der Israel anerkennt und dem Terror abschwört. Ich darf Sie zitieren, Herr Dr. Rüttgers: 'Israels Existenzrecht muss von allen Staaten uneingeschränkt anerkannt werden. Niemand darf es in Frage stellen. Und wer verhandeln will, erkennt das auch - und muss auf Gewalt verzichten.' Dem ist nichts hinzuzufügen." Rüttgers betonte in seiner Dankesrede: "Israel ist ein Teil von uns. Das zu sagen ist mir gerade in diesem Jahr, da der Staat Israel sein 60jähriges Bestehen feiert, besonders wichtig." Die Laudatio des Gesandten Mor findet sich: hier (extern) Die Dankesrede von Ministerpräsident Rüttgers findet sich: hier (extern) (Landesportal Nordrhein-Westfalen, 03.12.08) Amtsantritt des neuen Jerusalemer Bürgermeisters
Der 49jährige High-Tech-Millionär hatte sich bei den Kommunalwahlen im vergangenen Monat als säkularer Kandidat gegen seinen ultraorthodoxen Rivalen Meir Porush durchgesetzt und tritt die Nachfolge des - ebenfalls ultraorthodoxen - Uri Lupolianski (Bild links) an. Barkat wird mit einer Koalition von säkularen und religiösen Abgeordneten regieren, die über eine Mehrheit von 18 von 31 Sitzen verfügt. Der ultraorthodoxe Sektor wurde in die Opposition verwiesen, bleibt jedoch zum Beitritt eingeladen. Der neue Bürgermeister hat alle Fraktionen zur Eintracht aufgerufen, um den sensiblen Status quo zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften in der israelischen Hauptstadt zu wahren. "Es ist meine Hoffnung, dass wir immer an den Anderen denken werden und nicht nur an den jeweiligen Sektor, der uns hierher geschickt hat." (The Jerusalem Post, 03.12.08) Raketenangriffe in Südisrael
Die Verantwortung für die Angriffe hat der Islamische Jihad übernommen. Chaim Yalin von der Kreisverwaltung Eshkol klagt: "Es herrscht keine Waffenruhe; hier ist ein Zermürbungskrieg im Gange; ein Krieg, der seit acht Jahren läuft und nur schlimmer wird. Wir versuchen hier, unter ständigem Raketen- und Mörserfeuer die normale Alltagsroutine aufrechtzuerhalten." Gestern waren zwei Raketen im westlichen Negev eingeschlagen. (Yedioth Ahronoth, 03.12.08) Peres beklagt die Terroropfer von Mumbai
"Wir müssen den Terror an seiner Wurzel ausreissen, ohne Zögern und ohne Ausflüchte. Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, einen Staat wie den Iran zu akzeptieren, der ein Nest und einen Nährboden für den Terror darstellt und zur Zerstörung Israels, einem Mitglied der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen, aufruft. Wenn die Welt nicht wie ein Mann mit einer starken, bedeutungsvollen Haltung auftreten kann, und wenn die Welt nicht einen Krieg der Boykotte gegen alle Orte, wo Geld ist zur Terrorfinanzierung, kämpfen wird, dann werden der Frieden und die Ruhe der Welt in Gefahr sein. Der Terror stellt eine Epidemie dar, die aufhören muss und die wir ausrotten müssen. Wir, das jüdische Volk, haben Traurigkeit und Märtyrertum gekannt. Wir haben nie unsere Menschlichkeit verloren und nie Mord unterstützt. Der Terror ist nicht nur ein Problem für das jüdische Volk oder für den Staat Israel; er ist ein Problem und eine Gefahr für die ganze Welt. Von hier muss ein klarer Aufruf zum Stopp dieses Wahnsinns ausgehen, zum Stopp des Terrors und zu einer klaren Antwort an Moshe. Die Antwort an Moshe muss von der ganzen Welt gegeben werden, da wir andernfalls nicht in einer Welt von Frieden und Sicherheit werden leben können. Die Welt muss darauf antworten, warum eine wundervolle Frau wie Rivky ermordet wurde, warum ein heiliger Mann wie Gavriel ermordet wurde und warum Moshe als Waisenkind zurückbleibt." Die vollständige Rede - in englischer Sprache - findet sich: hier (extern) (MFA, 02.12.08) Olmert: Clinton gut für israelisch-amerikanische Beziehungen
"Die Senatorin Clinton ist ein Freund des Staates Israel und des jüdischen Volkes, und ich bin sicher, dass sie in ihrer neuen Position damit fortfahren wird, die besonderen israelisch-amerikanischen Beziehungen zu fördern", so Olmert. Obama hatte am Montag ausserdem bekannt gegeben, dass der gegenwärtige US-Verteidigungsminister Robert Gates in seinem Amt verbleiben wird, und generell betont: "Wir werden unsere Fähigkeit zur Niederwerfung unserer Feinde und Unterstützung unserer Freunde stärken. Wir werden alte Bündnisse erneuern und neue und nachhaltige Partnerschaften schmieden." (Ha'aretz, 02.12.08) Mumbai: Neun Tote im Chabad-Haus Das Chabad-Zentrum war einer der zehn Schauplätze des Terrors in Mumbai. Neun Menschen wurden hier ermordet. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Opfer in der indischen Metropole Angaben vom Samstag zufolge auf 195 Personen. Sechs der Opfer im Chabad-Haus sind inzwischen identifiziert und werden zur Beerdigung nach Israel ausgeflogen.
Die Leiter des Chabad-Hauses, Rabbi Gavriel und Rivka Holtzberg (29 und 28), wurden beide in Israel geboren und haben das Gemeindezentrum in Mumbai aufgebaut. Ihr zweijähriger Sohn Moshe Zvi wurde von einem indischen Hausmädchen gerettet.
Rabbi Aryeh Leibish Teitelbaum hatte als US-Bürger in Jerusalem gelebt. Er fungierte als Kashrut-Prüfer im Chabad-Zentrum. Dort assistierte ihm der ebenfalls ermordete Bentzion Chroman. Chroman (28) war sowohl israelischer als auch US-amerikanischer Staatsbürger und hinterlässt seine Frau und drei Kinder.
Die 60-jährige Yocheved Orpaz aus Givatayim reiste mit ihrer Tochter und Enkelkindern durch Indien.
Norma Shvarzblat Rabinovich (50) stammte aus Mexiko und hinterlässt drei Kinder. Sie wollte gerade nach Israel reisen, um dort den 18. Geburtstag ihres Sohnes zu feiern und sich dann einbürgern zu lassen.
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert äusserte sich gestern in der wöchentlichen Kabinettsitzung der israelischen Regierung zu den Terroranschlägen in Mumbai: "Es besteht kein Zweifel, dass diese Anschläge - u. a. - bewusst darauf abzielten, jüdische Einrichtungen zu treffen. Der Hass auf Juden, den Staat Israel und jüdische Symbole sind noch immer ein Faktor, der solche mörderische Aktionen anspornt und ermutigt." Auch Aussenministerin Tzipi Livni liess in ähnlicher Weise verlauten: "Die Ereignisse der letzten Tage in Indien beweisen abermals, dass Extremisten danach trachten, anderen ihre Rechte zu nehmen, und nicht danach, Rechte für sich selbst zu gewinnen. Ihr Ziel war es, denjenigen Schaden zuzufügen, die die freie Welt repräsentieren, und sie trafen ein Symbol des Judentums. Israel und das jüdische Volk haben erneut einen schweren Preis für den Terrorismus gezahlt. Die Welt muss sich zusammentun und dieser Bedrohung gemeinsam begegnen - sei es in Asien, dem Nahen Osten oder anderswo auf der Welt." <MFA, 28.11.08> (Botschaft des Staates Israel, 01.12.08) Termine der Knesset
- Die 18. Knesset wird am 24. Februar zusammentreten. a. Die Neukonstituierung der Knesset muss laut Gesetz etwa zwei Wochen nach den Wahlen stattfinden. - Spätestens am 1. April wird die Knesset in die Pessach-Ferien gehen, die voraussichtlich bis Ende April oder Anfang Mai dauern werden. - Ende April oder Anfang Mai wird die Sommersitzungsperiode der Knesset beginnen, die etwa drei Monate, bis zur Sommerpause ab Anfang August, währen wird. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Website der Knesset hingewiesen, die ausser praktischen Informationen auch zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen aus den Bereichen Aussen- und Sicherheitspolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Umweltschutz usw. bereithält: www.knesset.gov.il (MFA, 30.11.08) |
Preisverleihung des deutsch-israelischen Filmwettbewerbs
Gewinner unter den fünf israelischen Filmteams ist das Team Dafi Mekel / Galit Hinon von der Filmschule "Jump Cut - Professional School for Editors and Animation” in Tel Aviv mit dem Film "Why Berlin?”. Der Film schildert die Entscheidung zweier junger Frauen aus Israel, für eine Weile gemeinsam in Berlin zu leben, und zeigt, wie sie sich in der neuen Umgebung einrichten. Gewinner unter den fünf deutschen Beiträgen ist das Team Wolfram Huke/ Franziska von Malsen-Ponickau von der Hochschule für Fernsehen und Film München "Zum Glück gewannen wir ihn nicht - Deutsche Freiwillige in Israel". Der Film stellt Jugendliche vor, die im Auftrag der Aktion Sühnezeichen ihren Versöhnungsdienst in Israel leisten. Die Gewinnerteams erhielten aus den Händen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, und des Gesandten der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor, jeweils einen schalenförmigen Siegerpokal in den deutsch-israelischen Landesfarben. Israels Gesandter Ilan Mor stellte in seiner Rede zur Bedeutung des Filmwettbewerbs fest: "Auf diese Weise sind junge Menschen zum Nachdenken über das Verhältnis unserer beiden Länder, die gemeinsame Geschichte, aber vor allem auch die Gegenwart und die Zukunft angeregt worden". Und weiter: "Vor allen Dingen stellt man bei den jungen Filmemachern und Protagonisten der Filme eine Neugier fest - eine Neugier auf das andere Land und die Kultur und einen Drang, mehr übereinander zu erfahren - fernab dessen, was Fernsehen und Nachrichten uns täglich vermitteln. Diese Neugier wurde nicht zuletzt durch den Filmwettbewerb angeregt und sie überträgt sich durch das Medium Film auch auf das Publikum: Die Filme machen neugierig." Im Rahmen des deutsch-israelischen Filmwettbewerbs hatte die Bundesregierung in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel im April 2008 insgesamt 22 deutsche und elf israelische Filmschulen eingeladen, Exposés für einen 10minütigen Kurzfilm einzureichen, der sich mit den besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel befasst. Gesucht wurden kreative Reportageideen, die vor dem historischen Hintergrund die Sichtweise junger Menschen auf die beiden Länder darstellen. Eine Jury aus zehn Mitgliedern, der unter anderen Staatsminister Bernd Neumann und der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, sowie die Filmregisseure Nina Koshofer, Sharon On und Kai Wiesinger angehörten, hat aus den eingegangenen 21 Exposés jeweils fünf aus Deutschland und Israel zur Realisierung ausgewählt. Die Filmteams erhielten 4.000 € für den Dreh-Aufenthalt im jeweils anderen Land einschliesslich der Produktionskosten. Sie reichten am 31. Oktober 2008 insgesamt zehn Filme ein. Die beiden Siegerfilme sind unter dem folgenden Link zu betrachten: http://www.bundesregierung.de/ (Botschaft des Staates Israel, 05.12.08) Rakete im westlichen Negev
(Yedioth Ahronoth, 04.12.08) Teheran gibt sich selbstsicher
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad versicherte während eines Besuchs in Tabriz: "Die Zeit, da es möglich gewesen ist, seine Meinung andern aufzuzwingen, andere Länder zu besetzen usw., ist zum Ende gekommen. All die Länder, die dies getan haben, müssen die Lehre aus dem Schicksal von Bush, dem US-Präsidenten, ziehen." In Richtung Israel verkündete der iranische Generalstaatsanwalt: "Das zionistische Regime wird auch im Geheimdienstbereich erniedrigt werden. Die iranische Nation betrachtet es als ihre Pflicht, wachsam und vorsichtig zu sein angesichts der Aktivitäten der Zionisten und der Feinde des Islam." (Terrogence, 04.12.08) VDE-Studienreise nach Israel
Auf dem Programm stehen u. a. Besuche des High-Tech-Standortes Herzliya, des Technion in Haifa und des Industrieparks Tefen. Doch auch der touristische Aspekt soll nicht zu kurz kommen. Das genaue Programm und die Anmeldeformalitäten sind bei Christa Steiger (VDE) erhältlich: Tel.: 069 6308-359, E-Mail: wbb-fachausschuesse@vde.com (Botschaft des Staates Israel, 04.12.08) NATO ratifiziert Kooperationsabkommen mit Israel
U. a. sollen die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und nukleare Proliferation, sowie gemeinsame Manöver und der Austausch von Geheimdienstinformationen und Sicherheitsexpertise intensiviert werden. Israels Aussenministerin Tzipi Livni, die an dem Treffen teilnahm, kommentierte die Vertiefung der Kooperation wie folgt: "Israels Verteidigungsfähigkeiten sind weltberühmt, und wir betrachten das Ankurbeln der Zusammenarbeit zwischen Israel und internationalen Sicherheitskörperschaften als strategisches Ziel, das zu Israels Stärke beiträgt. Die Beziehungen zwischen Israel und den NATO-Staaten sind von höchster Wichtigkeit, und die Umsetzung von gegenseitigen Einverständnissen in konkrete Sicherheitskooperation hat ernstzunehmende operative Implikationen. Alle freien Nationen der Welt, die das Wesen der terroristischen Bedrohung verstehen, sehen die Notwendigkeit, eine vereinte Front gegen sie zu bilden. Israels Stellung in Bezug auf militärische Schlagkraft und Anti-Terror-Fähigkeiten wird von der ganzen Welt anerkannt und ist nun durch die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Israel und der NATO, die wir heute Morgen besiegelt haben, in treffender Weise deutlich geworden. Das Abkommen ist ein praktischer Ausdruck der Werte und des Verantwortungsbewusstseins, dass die freien Nationen in Bezug auf die Erhaltung der Weltsicherheit teilen; es bezeichnet eine wirkliche Anerkennung von Israels besonderem Beitrag zum internationalen Kampf gegen Extremismus." (MFA, 03.12.08) Israel: EU muss Beziehungen zu Syrien überdenken
Im israelischen Aussenministerium warnte Pressesprecher Yossi Levy davor, den Syrern ein Geschenk zu machen, "dass sie in diesem Stadium nicht verdienen": "Es besteht eine unerträgliche Diskrepanz zwischen dem, was sie sagen, und dem, was sie tun", so Levy. "Sie reden von Frieden und Ruhe, aber statten die Hisbollah mit Waffen aus, beherbergen in ihrer Hauptstadt die Hauptquartiere von Terrororganisationen und sind in verschiedene unheilvolle Aktivitäten im Nahen Osten verwickelt." Das europäisch-syrische Abkommen stand auch auf der Tagesordnung des Brüsselbesuchs von Aussenministerin Livni im Rahmen des NATO-Ministertreffens. Bei einem Treffen mit Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses des EU-Parlaments sah sie sich harschen Fragen zu Israels Politik im Gaza-Streifen und im Westjordanland ausgesetzt. Der Grüne Daniel Cohn-Bendit etwa fragte die Ministerin, ob sie es normal fände, dass palästinensische Kinder wegen Strassensperren einen 90minütigen Schulweg hätten. Sie antwortete, dass die palästinensischen Kinder womöglich einen langen Schulweg hätten, die Kinder in der israelischen Stadt Sderot und ihrer Umgebung aber manchmal überhaupt nicht zur Schule gehen könnten, da ihre Schulen und Kindergärten mit Raketen angegriffen würden. (The Jerusalem Post, 03.12.08) Der Hamas wahres Gesicht
"Die Reihe von Fehlleistungen der Hamas gegen das palästinensische Volk ist endlos. Die Stellungnahmen der Bewegung und die krude Sprache bei ihren Attacken gegen Saudi-Arabien sind kein Anzeichen dafür, dass die Hamas ihren Kopf verloren hat; vielmehr sind sie ein Anzeichen dafür, dass einige Leute endlich aufwachen und das wahre Gesicht dieser Bewegung erkennen." Der in englischer Sprache erschienene Artikel findet sich: hier (extern) (Asharq Alawsat, 02.12.08) Türkisch-deutsche Unternehmervereinigung besucht Israel
TDU-Geschäftsführer Mümtaz Ergün zeigte sich im Anschluss "beeindruckt von der wirtschaftlichen Entwicklung Israels". Für Faszination habe dabei u. a. eine vollautomatische Werkzeugfabrik im Industriepark Tefen gesorgt. Die ökonomische Stärke erkenne der Besucher allerorts an der Infrastruktur. Nicht zuletzt in den begrünten Städten sehe man, "wie das Land blüht". Für Begeisterung sorgte auch die israelische Gastfreundschaft. Alle Teilnehmer der Delegation fühlten sich gleich wie zuhause, die Restaurants beurteilt Ergün als "erstklassig". "Die Israelis mögen die Türken" - diese Erkenntnis bestätigte auch der türkische Botschafter in Tel Aviv. Mit Überraschung registrierten Kaplan, Ergün und ihre Kollegen nicht zuletzt die Existenz einer multikulturellen Gesellschaft, die sich im sehr gelungenen Zusammenleben zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen niederschlage. Auch das Sicherheitsproblem habe man vor Ort weniger zu spüren bekommen, als es in den deutschen Medien oft vermittelt werde. Dort höre man von Israel, so Ergün, nur, "wenn etwas passiert"; dass es in Israel auch ein "ganz normales Leben" gebe, falle da oft unter den Tisch. Seine positiven Eindrücke von Israel möchte Ergün nun auch der türkischen Presse in Deutschland vermitteln. Der Erfolg der Reise lässt sich schon daran ablesen, dass bereits konkrete Kontakte und Geschäftsbeziehungen zwischen Delegationsteilnehmern und israelischen Kollegen geknüpft worden sind. (Botschaft des Staates Israel, 02.12.08) Jerusalemer Symphoniker feiern Mendelssohn Bartholdy
Das Konzert wird von Stanley Sperber dirigiert, dem Hausdirigenten des Jerusalemer Kammerchors. Die Solisten sind Noa Danon, Rinat Goldman, Mirela Gradinaru (alle Sopran), Alon Harari (Countertenor), Felix Livshitz (Tenor) und Jonathan Gunthorp (Bariton). Am Donnerstag wird die Symphonie auch in Tel Aviv aufgeführt. Für die folgenden Monate stehen noch weitere Werke Mendelssohns auf dem Programm, darunter das Klavierkonzert Nr. 1, die Ouvertüre "Die Hebriden" und die Symphonie Nr. 3 ("Schottische"). (Yedioth Ahronoth, 01.12.08) Rakete auf Ashkelon
Gestern Nachmittag traf eine Rakete die Kleinstadt Sderot, eine andere ging im Kreis Shaar Hanegev nieder. Am Samstag wurden insgesamt drei Raketen abgeschossen. (Yedioth Ahronoth, 01.12.08) Israel Chemicals verbucht Rekordeinnahmen
Der Profit bricht nicht nur den internen Unternehmensrekord, sondern ist auch der grösste, den eine israelische Firma je erwirtschaftet hat. Informationen zu dem Unternehmen gibt es unter dem folgenden Link: http://www.icl-group.com/Pages/default.aspx <Globes, 25.11.08> (Botschaft des Staates Israel, 01.12.08) Israelische Religionsoberhäupter verabschieden Erklärung gegen Gewalt
Am Ende der Konferenz wurde eine Erklärung verabschiedet, die unter Berufung auf das Gebot der Nächstenliebe zum allgemeinen Gewaltverzicht und friedlichen Zusammenleben aufruft. "Die Gewalt, die leider ein fester Bestandteil unserer sozialen Landschaft geworden ist, untergräbt die sicheren Fundamente der israelischen Gesellschaft und verletzt die grundlegenden Werte der menschlichen Würde und Freiheit. Gewalt vertieft Gräben, führt zu extremistischen Positionen und verhindert die Lösung von Konflikten mittels Verständigung und Dialog. Gewalt ist kein legitimes Mittel zum Erreichen von Zielen und Absichten." (MFA, 30.11.08) |
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