Willkommen bei IsraelNet

Nachrichten vom 30. November - 6. Dezember 2008
<< zurück

Herzog siegt bei Vorwahlen der Avoda

Sozialminister Yitzhak HerzogDer israelische Sozialminister Yitzhak Herzog hat die Vorwahlen der Arbeitspartei (Avoda) gewonnen und wird nun auf dem zweiten Listenplatz für die Knesset kandidieren. Der Spitzenkandidat der Avoda, Verteidigungsminister Ehud Barak, stand nicht zur Wahl.

Knapp hinter Herzog landete Ophir Pinez-Paz; ihm folgen auf den sicheren Plätzen Avishai Braverman, Shelley Yachimovich, Matan Vilnai, Eitan Cabel, Binyamin Ben-Eliezer, Yuli Tamir und Amir Peretz.

Barak begrüsste besonders die Neuzugänge Ha'aretz-Korrespondent Daniel Ben-Simon und Einat Wilf auf den noch etwas aussichtsreichen Plätzen 11 und 14.

(Ha'aretz, 05.12.08)


Haus in Hebron geräumt

Foto: IDFIm Einklang mit einer Entscheidung des Obersten Gerichtshof haben Einheiten der israelischen Armee und des Grenzschutzes am Donnerstag das von jüdischen Siedlern okkupierte "Rote Haus" in Hebron geräumt.

Brigadegeneral Noam Tibon hat die gesamte Region Judäa (südliches Westjordanland) ist zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Nicht-Bewohnern ist der Zutritt untersagt. Mit dieser Entscheidung soll die zivile Ordnung aufrechterhalten werden.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die Polizei und der Grenzschutz betonen, dass harte Massnahmen gegen diejenigen ergriffen würden, die versuchen, den Sicherheitskräften Schaden zuzufügen.

Ministerpräsident Ehud Olmert hat Verteidigungsminister Ehud Barak, den Minister für innere Sicherheit Avi Dichter, Generalstabschef Gabi Ashkenazi und die Einsatzkräfte vor Ort für die schnelle und effektive Räumung des umkämpften Hauses gelobt. Er betonte klar, dass die Regierung keinen Elemente welcher Art auch immer erlauben werde, der Demokratie und der Herrschaft des Rechts zu schaden; jeglicher Versuch gewalttätiger Elemente, die palästinensische Bevölkerung zu attackieren und Unruhe in Judäa und Samaria zu stiften, werde mit einer scharfen und umgehenden Reaktion von Seiten des Sicherheitsapparats beantwortet.

(MFA, 04.12.08)


Israelische Ärzte retten irakisches Kind

Alla mit ihrer Mutter im Krankenhaus (Foto: Ofer Amram)Die schwer herzkranke Alla Hassain hat israelischen Ärzten am Tel Aviver Sheba Medical Center ihr Leben zu verdanken. Zuvor hatte die achtjährige Irakerin eine regelrechte Odyssee durch verschiedene Krankenhäuser in ihrem Heimatland zurücklegen müssen; Behandlungspläne in Syrien, Deutschland und Italien waren an rechtlichen und finanziellen Hürden gescheitert.

"Bei einem unserer Besuche im Krankenhaus schlug man vor, dass ich sie für eine Behandlung in Israel anmelde. Ich habe nicht zugestimmt, da ich niemandem glaubte und wir viele Enttäuschungen erlebt hatten, aber Allas Onkel hat darauf bestanden", erzählt die Mutter des Kindes. "Als ich hier ankam, war ich nur besorgt wegen Alla, weil sie sagten, dass die Operation sehr kompliziert sei und sie sterben könnte. Ich wusste nichts über die Leute hier oder über Israel. Die grosse Überraschung für mich war zu sehen, wie die Ärzte mit allen Kindern spielen und sie liebevoll behandeln, ganz egal, wer sie sind. Ich bin sehr berührt davon und erfreut darüber."

Dr. Dudi Mishali, der die Herzstation am Sheba-Krankenhaus leitet, teilte mit: "In anderen Krankenhäusern auf der Welt dachten die Ärzte offensichtlich, dass ihre Lungen in so einem Zustand sind, dass sie nicht mehr gerettet werden könnten. Ich sagte, wir haben nichts zu verlieren. Einen Monat oder sogar zwei Wochen nach ihrer Ankunft im Krankenhaus hätte sie ohne Operation nicht überlebt."

(Yedioth Ahronoth, 04.12.08)


Mor würdigt Rüttgers

Mor (4. v.links) neben Rüttgers (4. v. rechts)Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat am Mittwoch den Ehrenpreis der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen verliehen bekommen. Als Landesvater des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes hat er an das Vermächtnis Johannes Raus angeknüpft und sich mit Verve für die Intensivierung der deutsch-israelischen Beziehungen eingesetzt.

Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, widmete sich dem Beitrag des Geehrten in einer gross angelegten Laudatio:

"Jürgen Rüttgers ist jemand, der die historische Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Israel ernst nimmt - sowohl persönlich als auch als Ministerpräsident. In Deutschland und auch international tritt er für die Zwei-Staaten-Lösung ein, also dafür, dass der Staat Israel in Frieden und Freiheit und in anerkannten, gesicherten Grenzen existieren kann - neben einem palästinensischen Staat, der Israel anerkennt und dem Terror abschwört.

Ich darf Sie zitieren, Herr Dr. Rüttgers: 'Israels Existenzrecht muss von allen Staaten uneingeschränkt anerkannt werden. Niemand darf es in Frage stellen. Und wer verhandeln will, erkennt das auch - und muss auf Gewalt verzichten.' Dem ist nichts hinzuzufügen."

Rüttgers betonte in seiner Dankesrede: "Israel ist ein Teil von uns. Das zu sagen ist mir gerade in diesem Jahr, da der Staat Israel sein 60jähriges Bestehen feiert, besonders wichtig."

Die Laudatio des Gesandten Mor findet sich: hier (extern)

Die Dankesrede von Ministerpräsident Rüttgers findet sich: hier (extern)

(Landesportal Nordrhein-Westfalen, 03.12.08)


Amtsantritt des neuen Jerusalemer Bürgermeisters

Uri Lupolianski und Nir BarkatDer neue Bürgermeister Jerusalems, Nir Barkat (Bild rechts), hat am Mittwoch offiziell sein Amt übernommen. In seiner Antrittsrede schwor er, die wirtschaftliche Situation der Stadt zu verbessern und diese damit wieder attraktiver für junge Leute zu machen.

Der 49jährige High-Tech-Millionär hatte sich bei den Kommunalwahlen im vergangenen Monat als säkularer Kandidat gegen seinen ultraorthodoxen Rivalen Meir Porush durchgesetzt und tritt die Nachfolge des - ebenfalls ultraorthodoxen - Uri Lupolianski (Bild links) an. Barkat wird mit einer Koalition von säkularen und religiösen Abgeordneten regieren, die über eine Mehrheit von 18 von 31 Sitzen verfügt. Der ultraorthodoxe Sektor wurde in die Opposition verwiesen, bleibt jedoch zum Beitritt eingeladen.

Der neue Bürgermeister hat alle Fraktionen zur Eintracht aufgerufen, um den sensiblen Status quo zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften in der israelischen Hauptstadt zu wahren. "Es ist meine Hoffnung, dass wir immer an den Anderen denken werden und nicht nur an den jeweiligen Sektor, der uns hierher geschickt hat."

(The Jerusalem Post, 03.12.08)


Raketenangriffe in Südisrael

Mitglieder der Terrororganisation Islamischer JihadDie Raketenangriffe palästinensischer Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf Südisrael sind heute abermals eskaliert. Bis zum Nachmittag gingen bereits vier Qassam-Raketen und 109 Mörsergranaten im Kreis Sha'ar Hanegev nieder. Zu Sach- oder gar Personenschaden kam es jedoch nicht.

Die Verantwortung für die Angriffe hat der Islamische Jihad übernommen.

Chaim Yalin von der Kreisverwaltung Eshkol klagt: "Es herrscht keine Waffenruhe; hier ist ein Zermürbungskrieg im Gange; ein Krieg, der seit acht Jahren läuft und nur schlimmer wird. Wir versuchen hier, unter ständigem Raketen- und Mörserfeuer die normale Alltagsroutine aufrechtzuerhalten."

Gestern waren zwei Raketen im westlichen Negev eingeschlagen.

(Yedioth Ahronoth, 03.12.08)


Peres beklagt die Terroropfer von Mumbai

Israels Präsident Shimon PeresIsraels Präsident Shimon Peres hat am Dienstag in Kfar Chabad bei der Beerdigung von Opfern des Terroranschlags auf das Chabad-Haus in Mumbai gesprochen. Dabei nahm er seinen Ausgang vom Schicksal des ermordeten Ehepaares Gavriel und Rivka Holtzberg und ihrem verwaisten Sohn Moshe und ging dann zu allgemeinen Aspekten über.

Moshe auf der Beerdigung seiner Eltern (Foto: Reuters)"Seit einigen Tagen bereits muss die ganze Welt auf die Fragen eines kleinen Kindes, Moshe, antworten, das fragt: 'Wo ist meine Mutter?'. Wir alle müssen klar auf diese Frage antworten können, warum die Mutter des kleinen Moshe ermordet worden ist. Die Welt wird keine Ruhe haben und keine Welt der Ruhe und des Friedens, keine Welt der Gläubigen, keine Welt anständiger Menschen sein können, bis wir eine klare Antwort auf die Frage Moshes geben können."

"Wir müssen den Terror an seiner Wurzel ausreissen, ohne Zögern und ohne Ausflüchte. Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, einen Staat wie den Iran zu akzeptieren, der ein Nest und einen Nährboden für den Terror darstellt und zur Zerstörung Israels, einem Mitglied der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen, aufruft. Wenn die Welt nicht wie ein Mann mit einer starken, bedeutungsvollen Haltung auftreten kann, und wenn die Welt nicht einen Krieg der Boykotte gegen alle Orte, wo Geld ist zur Terrorfinanzierung, kämpfen wird, dann werden der Frieden und die Ruhe der Welt in Gefahr sein. Der Terror stellt eine Epidemie dar, die aufhören muss und die wir ausrotten müssen.

Wir, das jüdische Volk, haben Traurigkeit und Märtyrertum gekannt. Wir haben nie unsere Menschlichkeit verloren und nie Mord unterstützt. Der Terror ist nicht nur ein Problem für das jüdische Volk oder für den Staat Israel; er ist ein Problem und eine Gefahr für die ganze Welt. Von hier muss ein klarer Aufruf zum Stopp dieses Wahnsinns ausgehen, zum Stopp des Terrors und zu einer klaren Antwort an Moshe. Die Antwort an Moshe muss von der ganzen Welt gegeben werden, da wir andernfalls nicht in einer Welt von Frieden und Sicherheit werden leben können. Die Welt muss darauf antworten, warum eine wundervolle Frau wie Rivky ermordet wurde, warum ein heiliger Mann wie Gavriel ermordet wurde und warum Moshe als Waisenkind zurückbleibt."

Die vollständige Rede - in englischer Sprache - findet sich: hier (extern)

(MFA, 02.12.08)


Olmert: Clinton gut für israelisch-amerikanische Beziehungen

Israels Ministerpräsident Ehud OlmertIsraels Ministerpräsident Ehud Olmert hat Hillary Clinton zu ihrer Ernennung zur künftigen US-Aussenministerin gratuliert und sich erfreut über diese Personalentscheidung Barack Obamas gezeigt.

"Die Senatorin Clinton ist ein Freund des Staates Israel und des jüdischen Volkes, und ich bin sicher, dass sie in ihrer neuen Position damit fortfahren wird, die besonderen israelisch-amerikanischen Beziehungen zu fördern", so Olmert.

Obama hatte am Montag ausserdem bekannt gegeben, dass der gegenwärtige US-Verteidigungsminister Robert Gates in seinem Amt verbleiben wird, und generell betont: "Wir werden unsere Fähigkeit zur Niederwerfung unserer Feinde und Unterstützung unserer Freunde stärken. Wir werden alte Bündnisse erneuern und neue und nachhaltige Partnerschaften schmieden."

(Ha'aretz, 02.12.08)


Mumbai: Neun Tote im Chabad-Haus

Das Chabad-Zentrum war einer der zehn Schauplätze des Terrors in Mumbai. Neun Menschen wurden hier ermordet. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Opfer in der indischen Metropole Angaben vom Samstag zufolge auf 195 Personen.

Sechs der Opfer im Chabad-Haus sind inzwischen identifiziert und werden zur Beerdigung nach Israel ausgeflogen.

Rabbi Gavriel Holtzberg          Rivka Holtzberg

Die Leiter des Chabad-Hauses, Rabbi Gavriel und Rivka Holtzberg (29 und 28), wurden beide in Israel geboren und haben das Gemeindezentrum in Mumbai aufgebaut. Ihr zweijähriger Sohn Moshe Zvi wurde von einem indischen Hausmädchen gerettet.

Rabbi Aryeh Leibish Teitelbaum          Bentzion Chroman

Rabbi Aryeh Leibish Teitelbaum hatte als US-Bürger in Jerusalem gelebt. Er fungierte als Kashrut-Prüfer im Chabad-Zentrum. Dort assistierte ihm der ebenfalls ermordete Bentzion Chroman. Chroman (28) war sowohl israelischer als auch US-amerikanischer Staatsbürger und hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

Yocheved Orpaz

Die 60-jährige Yocheved Orpaz aus Givatayim reiste mit ihrer Tochter und Enkelkindern durch Indien.

Norma Shvarzblat Rabinovich

Norma Shvarzblat Rabinovich (50) stammte aus Mexiko und hinterlässt drei Kinder. Sie wollte gerade nach Israel reisen, um dort den 18. Geburtstag ihres Sohnes zu feiern und sich dann einbürgern zu lassen.

 

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert äusserte sich gestern in der wöchentlichen Kabinettsitzung der israelischen Regierung zu den Terroranschlägen in Mumbai:

"Es besteht kein Zweifel, dass diese Anschläge - u. a. - bewusst darauf abzielten, jüdische Einrichtungen zu treffen. Der Hass auf Juden, den Staat Israel und jüdische Symbole sind noch immer ein Faktor, der solche mörderische Aktionen anspornt und ermutigt."

Auch Aussenministerin Tzipi Livni liess in ähnlicher Weise verlauten: "Die Ereignisse der letzten Tage in Indien beweisen abermals, dass Extremisten danach trachten, anderen ihre Rechte zu nehmen, und nicht danach, Rechte für sich selbst zu gewinnen. Ihr Ziel war es, denjenigen Schaden zuzufügen, die die freie Welt repräsentieren, und sie trafen ein Symbol des Judentums. Israel und das jüdische Volk haben erneut einen schweren Preis für den Terrorismus gezahlt. Die Welt muss sich zusammentun und dieser Bedrohung gemeinsam begegnen - sei es in Asien, dem Nahen Osten oder anderswo auf der Welt." <MFA, 28.11.08>

(Botschaft des Staates Israel, 01.12.08)


Termine der Knesset

KnessetIm Vorfeld der anstehenden Wahlen am 10. Februar 2009 gibt das Aussenministerium die Termine für die Neukonstituierung der Knesset bekannt.

- Die 18. Knesset wird am 24. Februar zusammentreten.

a. Die Neukonstituierung der Knesset muss laut Gesetz etwa zwei Wochen nach den Wahlen stattfinden.
b. Bis zur Ernennung des neuen Vorsitzenden wird die Knesset vorübergehend von ihrem Alterspräsidenten geleitet.
c. Parallel dazu findet die Bildung der Regierung statt, die maximal 42 Tage in Anspruch nimmt.
d. Die Ernennung des festen Knesset-Vorsitzenden und der Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse ist Teil der Koalitionsvereinbarungen und der anschliessenden Regierungsbildung.
e. Die Ernennung der Vorsitzenden der parlamentarischen Freundschaftsverbände wird von dem neuen Knesset-Vorsitzenden nach seiner eigenen Ernennung vorgenommen.

- Spätestens am 1. April wird die Knesset in die Pessach-Ferien gehen, die voraussichtlich bis Ende April oder Anfang Mai dauern werden.

- Ende April oder Anfang Mai wird die Sommersitzungsperiode der Knesset beginnen, die etwa drei Monate, bis zur Sommerpause ab Anfang August, währen wird.

In diesem Zusammenhang sei auch auf die Website der Knesset hingewiesen, die ausser praktischen Informationen auch zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen aus den Bereichen Aussen- und Sicherheitspolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Umweltschutz usw. bereithält: www.knesset.gov.il

(MFA, 30.11.08)

Preisverleihung des deutsch-israelischen Filmwettbewerbs

Mor: "Good night ... and good luck!" (Foto: Jürgen Gebhardt)Mit einer festlichen Preisverleihung im Bundespresseamt hat die Bundesregierung den von ihr ausgelobten deutsch-israelischen Filmwettbewerb anlässlich der Staatsgründung Israels vor 60 Jahren abgeschlossen.

Gewinner unter den fünf israelischen Filmteams ist das Team Dafi Mekel / Galit Hinon von der Filmschule "Jump Cut - Professional School for Editors and Animation” in Tel Aviv mit dem Film "Why Berlin?”. Der Film schildert die Entscheidung zweier junger Frauen aus Israel, für eine Weile gemeinsam in Berlin zu leben, und zeigt, wie sie sich in der neuen Umgebung einrichten. Gewinner unter den fünf deutschen Beiträgen ist das Team Wolfram Huke/ Franziska von Malsen-Ponickau von der Hochschule für Fernsehen und Film München "Zum Glück gewannen wir ihn nicht - Deutsche Freiwillige in Israel". Der Film stellt Jugendliche vor, die im Auftrag der Aktion Sühnezeichen ihren Versöhnungsdienst in Israel leisten.

Die Gewinnerteams erhielten aus den Händen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, und des Gesandten der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor, jeweils einen schalenförmigen Siegerpokal in den deutsch-israelischen Landesfarben.

Israels Gesandter Ilan Mor stellte in seiner Rede zur Bedeutung des Filmwettbewerbs fest: "Auf diese Weise sind junge Menschen zum Nachdenken über das Verhältnis unserer beiden Länder, die gemeinsame Geschichte, aber vor allem auch die Gegenwart und die Zukunft angeregt worden". Und weiter: "Vor allen Dingen stellt man bei den jungen Filmemachern und Protagonisten der Filme eine Neugier fest - eine Neugier auf das andere Land und die Kultur und einen Drang, mehr übereinander zu erfahren - fernab dessen, was Fernsehen und Nachrichten uns täglich vermitteln. Diese Neugier wurde nicht zuletzt durch den Filmwettbewerb angeregt und sie überträgt sich durch das Medium Film auch auf das Publikum: Die Filme machen neugierig."

Im Rahmen des deutsch-israelischen Filmwettbewerbs hatte die Bundesregierung in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel im April 2008 insgesamt 22 deutsche und elf israelische Filmschulen eingeladen, Exposés für einen 10minütigen Kurzfilm einzureichen, der sich mit den besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel befasst. Gesucht wurden kreative Reportageideen, die vor dem historischen Hintergrund die Sichtweise junger Menschen auf die beiden Länder darstellen.

Eine Jury aus zehn Mitgliedern, der unter anderen Staatsminister Bernd Neumann und der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, sowie die Filmregisseure Nina Koshofer, Sharon On und Kai Wiesinger angehörten, hat aus den eingegangenen 21 Exposés jeweils fünf aus Deutschland und Israel zur Realisierung ausgewählt. Die Filmteams erhielten 4.000 € für den Dreh-Aufenthalt im jeweils anderen Land einschliesslich der Produktionskosten. Sie reichten am 31. Oktober 2008 insgesamt zehn Filme ein.

Die beiden Siegerfilme sind unter dem folgenden Link zu betrachten: http://www.bundesregierung.de/
nn_1264/Content/DE/Artikel/2008/12/2008-12-04-filmwettbewerb.html

(Botschaft des Staates Israel, 05.12.08)


Rakete im westlichen Negev

Überreste einer Qassam-RaketeDas Raketenfeuer aus dem Gaza-Streifen dauert an. Heute Mittag haben palästinensische Terroristen wieder eine Qassam-Rakete auf israelisches Territorium geschossen. Sie landete nahe einem Kibbutz im Kreis Sha'ar Hanegev. Bereits gestern war dort eine Rakete niedergegangen. Personen- oder Sachschaden entstand nicht.

(Yedioth Ahronoth, 04.12.08)


Teheran gibt sich selbstsicher

Junge Iranerinnen inspizieren auf einer Ausstellung atomare Errungenschaften ihres LandesDas iranische Regime hält an seinem Konfrontationskurs fest und weigert sich nach wie vor, dem internationalen Druck zum Stopp seines Atomprogramms nachzugeben. Sowohl die USA als auch Israel werden in Teheran weiterhin regelmässig geschmäht. Die Gefahr einer militärischen Intervention gegen die atomar aufrüstende Islamische Republik hält man dabei offensichtlich für gebannt.

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad versicherte während eines Besuchs in Tabriz: "Die Zeit, da es möglich gewesen ist, seine Meinung andern aufzuzwingen, andere Länder zu besetzen usw., ist zum Ende gekommen. All die Länder, die dies getan haben, müssen die Lehre aus dem Schicksal von Bush, dem US-Präsidenten, ziehen."

In Richtung Israel verkündete der iranische Generalstaatsanwalt: "Das zionistische Regime wird auch im Geheimdienstbereich erniedrigt werden. Die iranische Nation betrachtet es als ihre Pflicht, wachsam und vorsichtig zu sein angesichts der Aktivitäten der Zionisten und der Feinde des Islam."

(Terrogence, 04.12.08)


VDE-Studienreise nach Israel

Flagge des Staates IsraelDer Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) veranstaltet zwischen dem 21. und 28. Februar 2009 eine einwöchige Studienreise nach Israel unter dem Motto "Technologieland Israel. Begegnungen mit Hochschule, Technik und Politik".

Auf dem Programm stehen u. a. Besuche des High-Tech-Standortes Herzliya, des Technion in Haifa und des Industrieparks Tefen. Doch auch der touristische Aspekt soll nicht zu kurz kommen.

Das genaue Programm und die Anmeldeformalitäten sind bei Christa Steiger (VDE) erhältlich: Tel.: 069 6308-359, E-Mail: wbb-fachausschuesse@vde.com

(Botschaft des Staates Israel, 04.12.08)


NATO ratifiziert Kooperationsabkommen mit Israel

Tzipi Livni mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer (Foto: NATO)Die NATO hat am Dienstag auf ihrem jährlichen Aussenministertreffen in Brüssel das Individuelle Kooperationsprogramm (ICP) mit Israel ratifiziert. Das Abkommen beinhaltet die Stärkung und den Ausbau der Arbeitsbeziehungen der Organisation mit Israel Im Bereich der Aussen- und Sicherheitspolitik.

U. a. sollen die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und nukleare Proliferation, sowie gemeinsame Manöver und der Austausch von Geheimdienstinformationen und Sicherheitsexpertise intensiviert werden.

Israels Aussenministerin Tzipi Livni, die an dem Treffen teilnahm, kommentierte die Vertiefung der Kooperation wie folgt:

"Israels Verteidigungsfähigkeiten sind weltberühmt, und wir betrachten das Ankurbeln der Zusammenarbeit zwischen Israel und internationalen Sicherheitskörperschaften als strategisches Ziel, das zu Israels Stärke beiträgt. Die Beziehungen zwischen Israel und den NATO-Staaten sind von höchster Wichtigkeit, und die Umsetzung von gegenseitigen Einverständnissen in konkrete Sicherheitskooperation hat ernstzunehmende operative Implikationen.

Alle freien Nationen der Welt, die das Wesen der terroristischen Bedrohung verstehen, sehen die Notwendigkeit, eine vereinte Front gegen sie zu bilden. Israels Stellung in Bezug auf militärische Schlagkraft und Anti-Terror-Fähigkeiten wird von der ganzen Welt anerkannt und ist nun durch die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Israel und der NATO, die wir heute Morgen besiegelt haben, in treffender Weise deutlich geworden.

Das Abkommen ist ein praktischer Ausdruck der Werte und des Verantwortungsbewusstseins, dass die freien Nationen in Bezug auf die Erhaltung der Weltsicherheit teilen; es bezeichnet eine wirkliche Anerkennung von Israels besonderem Beitrag zum internationalen Kampf gegen Extremismus."

(MFA, 03.12.08)


Israel: EU muss Beziehungen zu Syrien überdenken

EU-FlaggeIsrael hat die Europäische Union dazu aufgerufen, eine Normalisierung der Beziehungen zu Syrien nicht zu überstürzen. Hintergrund ist die Absicht der EU, am 14. Dezember ein Assoziationsabkommen zu paraphieren, das die Beziehungen zu Damaskus formalisieren soll. Damit würde Syrien in ein ähnliches Verhältnis zur EU gestellt werden wie andere Mittelmeerländer einschliesslich Israels.

Im israelischen Aussenministerium warnte Pressesprecher Yossi Levy davor, den Syrern ein Geschenk zu machen, "dass sie in diesem Stadium nicht verdienen": "Es besteht eine unerträgliche Diskrepanz zwischen dem, was sie sagen, und dem, was sie tun", so Levy. "Sie reden von Frieden und Ruhe, aber statten die Hisbollah mit Waffen aus, beherbergen in ihrer Hauptstadt die Hauptquartiere von Terrororganisationen und sind in verschiedene unheilvolle Aktivitäten im Nahen Osten verwickelt."

Das europäisch-syrische Abkommen stand auch auf der Tagesordnung des Brüsselbesuchs von Aussenministerin Livni im Rahmen des NATO-Ministertreffens. Bei einem Treffen mit Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses des EU-Parlaments sah sie sich harschen Fragen zu Israels Politik im Gaza-Streifen und im Westjordanland ausgesetzt. Der Grüne Daniel Cohn-Bendit etwa fragte die Ministerin, ob sie es normal fände, dass palästinensische Kinder wegen Strassensperren einen 90minütigen Schulweg hätten. Sie antwortete, dass die palästinensischen Kinder womöglich einen langen Schulweg hätten, die Kinder in der israelischen Stadt Sderot und ihrer Umgebung aber manchmal überhaupt nicht zur Schule gehen könnten, da ihre Schulen und Kindergärten mit Raketen angegriffen würden.

(The Jerusalem Post, 03.12.08)


Der Hamas wahres Gesicht

Hamas-LogoDer Chefredakteur der arabischen Tageszeitung Asharq Alawsat, Tariq Alhomayed, hat scharfe Kritik an der Hamas geübt. Hintergrund ist die zunehmende Entzweiung zwischen seiner saudi-arabischen Heimat und der palästinensischen Terrororganisation.

"Die Reihe von Fehlleistungen der Hamas gegen das palästinensische Volk ist endlos. Die Stellungnahmen der Bewegung und die krude Sprache bei ihren Attacken gegen Saudi-Arabien sind kein Anzeichen dafür, dass die Hamas ihren Kopf verloren hat; vielmehr sind sie ein Anzeichen dafür, dass einige Leute endlich aufwachen und das wahre Gesicht dieser Bewegung erkennen."

Der in englischer Sprache erschienene Artikel findet sich: hier (extern)

(Asharq Alawsat, 02.12.08)


Türkisch-deutsche Unternehmervereinigung besucht Israel

Sight-Seeing in JerusalemEine Delegation der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg (TDU) ist vor einer Woche auf Einladung der Botschaft des Staates Israel zu einem fünftägigen Besuch nach Israel gereist. Auf dem Programm standen Treffen mit israelischen Wirtschaftsvertretern, aber auch touristische Highlights in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und Akko. Geleitet wurde die Delegation von Remzi Kaplan, dem Vorsitzenden der TDU Berlin-Brandenburg. Für alle Teilnehmer war es das erste Mal in Israel.

TDU-Geschäftsführer Mümtaz Ergün zeigte sich im Anschluss "beeindruckt von der wirtschaftlichen Entwicklung Israels". Für Faszination habe dabei u. a. eine vollautomatische Werkzeugfabrik im Industriepark Tefen gesorgt. Die ökonomische Stärke erkenne der Besucher allerorts an der Infrastruktur. Nicht zuletzt in den begrünten Städten sehe man, "wie das Land blüht".

Für Begeisterung sorgte auch die israelische Gastfreundschaft. Alle Teilnehmer der Delegation fühlten sich gleich wie zuhause, die Restaurants beurteilt Ergün als "erstklassig". "Die Israelis mögen die Türken" - diese Erkenntnis bestätigte auch der türkische Botschafter in Tel Aviv.

Mit Überraschung registrierten Kaplan, Ergün und ihre Kollegen nicht zuletzt die Existenz einer multikulturellen Gesellschaft, die sich im sehr gelungenen Zusammenleben zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen niederschlage. Auch das Sicherheitsproblem habe man vor Ort weniger zu spüren bekommen, als es in den deutschen Medien oft vermittelt werde. Dort höre man von Israel, so Ergün, nur, "wenn etwas passiert"; dass es in Israel auch ein "ganz normales Leben" gebe, falle da oft unter den Tisch. Seine positiven Eindrücke von Israel möchte Ergün nun auch der türkischen Presse in Deutschland vermitteln.

Der Erfolg der Reise lässt sich schon daran ablesen, dass bereits konkrete Kontakte und Geschäftsbeziehungen zwischen Delegationsteilnehmern und israelischen Kollegen geknüpft worden sind.

(Botschaft des Staates Israel, 02.12.08)


Jerusalemer Symphoniker feiern Mendelssohn Bartholdy

Felix Mendelssohn BartholdyDas Jerusalemer Symphonieorchester der Rundfunkbehörde wird das im kommenden Jahr anstehende 200jährige Jubiläum Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer Reihe von Konzerten begehen. Bereits an diesem Mittwoch wird gemeinsam mit der israelischen Oper die Symphonie Nr. 2 (Symphoniekantate "Lobgesang) aufgeführt, die als einer der schöpferischen Höhepunkte des deutschen Komponisten jüdischer Abstammung gilt.

Das Konzert wird von Stanley Sperber dirigiert, dem Hausdirigenten des Jerusalemer Kammerchors. Die Solisten sind Noa Danon, Rinat Goldman, Mirela Gradinaru (alle Sopran), Alon Harari (Countertenor), Felix Livshitz (Tenor) und Jonathan Gunthorp (Bariton). Am Donnerstag wird die Symphonie auch in Tel Aviv aufgeführt.

Für die folgenden Monate stehen noch weitere Werke Mendelssohns auf dem Programm, darunter das Klavierkonzert Nr. 1, die Ouvertüre "Die Hebriden" und die Symphonie Nr. 3 ("Schottische").

(Yedioth Ahronoth, 01.12.08)


Rakete auf Ashkelon

Überreste einer Qassam-Rakete (Archivfoto)Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen feuern weiter Qassam-Raketen auf israelisches Territorium ab. Heute Nachmittag landete eine Rakete auf offenem Gelände nahe der Küstenstadt Ashkelon. Verletzt wurde dabei niemand.

Gestern Nachmittag traf eine Rakete die Kleinstadt Sderot, eine andere ging im Kreis Shaar Hanegev nieder. Am Samstag wurden insgesamt drei Raketen abgeschossen.

(Yedioth Ahronoth, 01.12.08)


Israel Chemicals verbucht Rekordeinnahmen

Israel Chemicals - LogoDas Unternehmen Israel Chemicals hat seine Bilanz des dritten Quartals von 2008 vorgelegt. Demnach hat sich der Reingewinn mehr als verfünffacht. Es steht nun bei 846 Millionen $. Einmalgebühren wie verschiedene Provisionen in Millionenhöhe sind darin nicht enthalten.

Der Profit bricht nicht nur den internen Unternehmensrekord, sondern ist auch der grösste, den eine israelische Firma je erwirtschaftet hat.
Israel Chemicals ist ein Tochterunternehmen der Israel Corp.

Informationen zu dem Unternehmen gibt es unter dem folgenden Link: http://www.icl-group.com/Pages/default.aspx <Globes, 25.11.08>

(Botschaft des Staates Israel, 01.12.08)


Israelische Religionsoberhäupter verabschieden Erklärung gegen Gewalt

SymbolfotoIm muslimischen Dorf Kfar Kara hat vergangene Woche die zweite Konferenz des Rats der Religionsoberhäupter Israels stattgefunden. Zu den Teilnehmern zählten neben dem muslimischen Gastgeber Sheiklh Ahmed Natur und Vertretern der kleineren Religionsgemeinschaften auch die Oberrabbiner Yonah Metzger und Shlomo Amar, der drusische Sheikh Mufak Tarif und der griechisch-orthodoxe Patriarch Theopolios.

Am Ende der Konferenz wurde eine Erklärung verabschiedet, die unter Berufung auf das Gebot der Nächstenliebe zum allgemeinen Gewaltverzicht und friedlichen Zusammenleben aufruft.

"Die Gewalt, die leider ein fester Bestandteil unserer sozialen Landschaft geworden ist, untergräbt die sicheren Fundamente der israelischen Gesellschaft und verletzt die grundlegenden Werte der menschlichen Würde und Freiheit.

Gewalt vertieft Gräben, führt zu extremistischen Positionen und verhindert die Lösung von Konflikten mittels Verständigung und Dialog. Gewalt ist kein legitimes Mittel zum Erreichen von Zielen und Absichten."

(MFA, 30.11.08)

top

<< zurück