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Nachrichten vom 30. März - 5. April 2008
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Iranische Bedrohung – US-Bericht warnt vor nuklearer Kettenreaktion im Nahen Osten

Archivfoto: AhmadinejadEin neuer Bericht für den Auswärtigen Ausschuss des US-Senats weist darauf hin, dass eine atomare Aufrüstung des Iran eine Kettenreaktion im Nahen Osten hervorrufen würde. Andere Staaten in der Region würden sich zur Aufnahme eigener Atomprogramme gedrängt sehen.

Eine US-Geheimdiensteinschätzung hatte im vergangenen Jahr festgestellt, dass der Iran bis zum Jahr 2003 an einem Atomwaffenprogramm gearbeitet und dies danach suspendiert habe. Gleichzeitig verweisen die Experten jedoch auf die Tatsache, dass die Islamische Republik weiterhin Uran anreichert und bei Bedarf Atomwaffen herstellen kann.

Vor diesem Hintergrund initiierte der republikanische Senator Richard G. Luagr (Indiana) die nun vorliegende Studie, die auf Gesprächen mit Hunderten führender Regierungsvertreter und Nahostexperten basiert und die voraussichtlichen Reaktionen von Ägypten, der Türkei und Saudi-Arabien auf einen atomar bewaffneten Iran prüft.

Der Bericht empfiehlt den USA, neues Vertrauen in arabischen Ländern und der Türkei hinsichtlich ihrer Sicherheitsgarantien zu schaffen. Andernfalls würde "die zukünftige Landschaft des Nahen Osten eine Anzahl von atomar bewaffneten oder potentiell atomwaffenfähigen Staaten einschliessen, die um Einfluss in einer notorisch unstabilen Region wetteifern".

(Ha'aretz, 04.04.08)


75 Jahre Kinder- und Jugend-Aliya – Festakte in München, Berlin und Frankfurt

Kinder- und Jugend-Aliyah - LogoDie Kinder- und Jugend-Aliyah wurde 1933, am Tage der Machtergreifung, von Recha Freier in Berlin gegründet. Ziel war es zunächst, jüdische Kinder vor der Bedrohung des NS-Regimes nach Palästina zu retten. Nach dem Krieg ging es um Kinder, die den Holocaust elternlos überlebt hatten und andere betreuungsbedürftige Minderjährige.

Bis heute hat die Kinder- und Jugend-Aliyah mehr als 400.000 jüdische Kinder aus aller Welt aufgenommen und in Kibbutzim und Jugenddörfern in Israel ein Zuhause und eine Ausbildung gegeben. Gegenwärtig leben ca. 14.500 Kinder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren in 120 Jugenddörfern.

Zum 75. Jubiläum der Kinder- und Jugend-Aliya werden drei verschiedene Festakte stattfinden. Den Anfang macht München (u.a. mit Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch und Michel Friedman; 6. April, 18.00 Uhr, Jüdisches Gemeindezentrum, Hubert-Burda-Saal, St.-Jakobs-Platz 18, München), gefolgt von Berlin (u.a. mit SPD-Politikerin Herta Däubler-Gmelin und Schauspieler Michael Degen; 09. April, 20.00 Uhr, Jüdisches Gemeindehaus, Grosser Saal, Fasanenstr. 79/80, 10623 Berlin) und Frankfurt (u.a. mit Bürgermeisterin Jutta Ebel und Schauspielerin Carmen Renate Köper 10. April, 20.00 Uhr, Festsaal des Ignatz-Bubis-Gemeindezentrums, Savignystr. 66, 60325 Frankfurt am Main. Auf allen drei Veranstaltungen wird der Gesandte und stellvertretende Botschafter des Staates Israel in Berlin, Ilan Mor, sprechen.

Weitere Informationen zur Kinder- und Jugend-Aliya unter dem folgenden Link: http://www.kiju-aliyah.de/www/aktuelles01.php

(Botschaft des Staates Israel, 04.04.08)


Israel besorgt wegen syrischer Truppenbewegungen - Militärgeheimdienst warnt vor Hisbollah

AMAN - LogoIsrael ist beunruhigt wegen aktueller Truppenbewegungen in Syrien, die mit einer möglichen Gewaltaktion der Hisbollah zusammenhängen könnten. Der stellvertretende Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Dan Harel, warnte gestern, dass Israel im Falle eines Angriffs mit starker Hand antworten werde. Verteidigungsminister Ehud Barak hat seinen für kommende Woche geplanten Besuch in Deutschland aufgrund der gespannten Lage im Norden abgesagt.

Die in London erscheinende Tageszeitung Al-Quds al-Arabi berichtete gestern, dass Syrien drei Panzerdivisionen aufmarschieren lassen hat, da Damaskus einen israelischen Angriff fürchte. In israelischen Sicherheitskreisen hält man den Bericht zwar für übertrieben, bestätigt jedoch ungewöhnliche Schritte auf syrischer Seite.

Eine der möglichen Erklärungen für die Vorgänge in Syrien besteht darin, dass Damaskus Kenntnis von Plänen der Hisbollah für einen Angriff auf Israel hat, mit dem die libanesische Terrororganisation sich für die angeblich von Jerusalem verantwortete Ermordung ihres Vordenkers Imad Mughniyahs im Februar rächen wolle.

Im israelischen Militärgeheimdienst (AMAN) betont man unterdessen, dass die Hisbollah in jeder Hinsicht stärker werde und sich auf eine militärische Eskalation vorbereite. Möglicherweise werde die Terrororganisation über eine dritte Partei zuschlagen.

Verteidigungsminister Barak besuchte gestern gemeinsam mit Harel und dem Kommandanten des Nordkommandos, Generalmajor Gadi Eisenkaut, die Nordgrenze. Dabei sagte er u.a.: "Israel ist das stärkste Land in der Region, und ich würde niemandem auf der anderen Seite der Grenze empfehlen uns zu testen."

(Ha'aretz, 03.04.08)


Lesetipp

Welt Debatte - Logo
Die Seite für Meinung und Diskussion

Grausame Filmszenen sind Teil unserer Kultur

von Maxeiner und Miersch, Kolumnisten

Der Film "Fitna" des niederländischen Parlamentariers Geert Wilders ist polemisch und zeigt grausame Szenen. Das gilt jedoch auch für viele andere Dokumentarfilme. >> weiter >> (extern)

(Welt Online Debatte, 03.04.08)

Weiterführender Link:


Iranische Mörsergranate aus dem Gaza-Streifen abgeschossen

Iranische FlaggeIm Moshav Nativ HaAssera sind gestern zwei Israelis von Mörsergranaten leicht verletzt worden, die palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen abgefeuert hatten. Eine der Granaten ist offensichtlich iranischer Herkunft. Bisher waren noch keine derartigen Granaten abgeschossen worden, die über eine grössere Reichweite (8 Km) verfügen und gleichzeitig mehr Sprengstoff (4 bis 5 Kg) beinhalten als die bisher von den Palästinensern verwendeten. Ihr Einsatz weist abermals auf den Schmuggel iranischer Waffen in den Gaza-Streifen hin.

Die Grenzgemeinde Nativ HaAssara sieht sich fast täglichem Granatenbeschuss ausgesetzt. "Alle paar Tage fallen hier Granaten, das ist Routine. Dieses Mal wurde eine Terrasse getroffen, und die Splitter verteilten sich im ganzen Haus", erzählt einer der verwundeten Moshavniks.

(Ha’aretz, 02.04.08)


Organische Landwirtschaft im Aufschwung

Israel Bio-Organic Agriculture Association (IBOAA)Die organische Landwirtschaft in Israel kann auf ein erhebliches Wachstum im Jahr 2007 zurückblicken. Angaben der Israel Bio-Organic Agriculture Association (IBOAA) zufolge haben israelische Biobauern 1 Milliarde NIS in Feldfrüchten erwirtschaftet, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 30% im Inlandsverkauf und von 60% im Export bedeutet. Die organische Landwirtschaft macht mittlerweile 5% der gesamten israelischen Agrarproduktion aus.

Israel exportierte im vergangenen Jahr 70 000 Tonnen organisches Gemüse, die Hälfte davon waren Kartoffeln. Ausserdem wurden 8000 Tonnen Karotten, 8000 Tonnen Paprika und 8500 Tonnen Früchte, vor allem Avocados und Pampelmusen, ausgeführt. 93% der Exporte gingen nach Europa, der Rest verteilte sich auf die USA und Asien.

IBOAA-Generaldirektorin Oranit Raz weist darauf hin, dass die Prognosen auf eine wachsende Nachfrage nach israelischen Bio-Produkten schliessen lassen und der Markt ein grosses Potential hat. Aus diesem Grund eröffnet der Moshav HaTzeva im Norden der Arava-Wüste nun ein neues Verpackungszentrum für organische Produkte. Dafür sind 3 Millionen NIS investiert worden.

Für das laufende Jahr wird aufgrund der zusätzlichen Wasserverknappungen und dem harten Winterfrost dennoch eine gewisse Flaute erwartet. Auch globale Entwicklungen wie der fallende Dollar und die steigenden Tierfutterpreise spielen dabei eine Rolle.

(Ha'aretz, 02.04.08)

Weitere Informationen zur organischen Landwirtschaft in Israel finden sich unter dem folgenden Link: http://www.organic-israel.org.il/english.asp


Antisemitische Hetze in Gaza

SymbolfotoIn der New York Times ist am Dienstag eine Reportage erschienen, die ausführlich die Virulenz der antisemitischen Hassideologie im Gaza-Streifen beschreibt.

Seit ihrer Machtübernahme im Juni vergangenen Jahres hat die Terrororganisation Hamas ihre Predigten und Medienbeiträge, die zur Vernichtung Israels und zum Hass auf Juden anstacheln, intensiviert. Juden werden als "Brüder von Affen und Schweinen" bezeichnet, und palästinensische Kinder darauf ausgerichtet, die "gesamte Heimat" vom "zionistischen Schmutz" zu befreien.

Der Artikel von Steven Erlanger findet sich: hier (extern)

(New York Times, 01.04.08)


Anschläge im Westjordanland verhindert

Israelische Soldaten haben am Dienstagnachmittag einen Terroranschlag am Kontrollpunkt Havara nahe Nablus verhindert. Ein palästinensischer Jugendlicher war mit einer Rohrbombe am Körper aufgetaucht, die bei der Untersuchung entdeckt wurde. Die Bombe wurde im Anschluss kontrolliert gezündet, der Palästinenser zum Verhör den Sicherheitskräften übergeben.

Ein weiterer Anschlag wurde gestern an der Shilo-Kreuzung vereitelt. Ein etwa 20jähriger Palästinenser lief auf zwei Israelis zu, zückte ein Messer und rief "Allahuakbar". Einer der beiden Männer erschoss ihn daraufhin mit seiner Pistole.

(Walla, 01.04.08)


Terroranschlag der Hamas verhindert

SHABAK - LogoWie erst jetzt bekannt gegeben wurde, hat eine gemeinsame Operation der israelischen Armee und der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) am 25. Februar einen geplanten Terroranschlag auf israelische Soldaten vereitelt. Die Einsatzkräfte nahmen an diesem Tag Muhammad Kassem gefangen, der sich gemeinsam mit anderen Hamas-Terroristen bei einer Protestveranstaltung gegen die humanitäre Situation nahe dem Übergang Erez im Gaza-Streifen als Demonstrant getarnt hatte.

ZAHAL (IDF) - LogoDer 18jährige Kassem aus Beit Lahiya gab während des Verhörs zu, in eine Reihe von Anschlagsversuchen gegen Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) verwickelt gewesen zu sein und dabei Sprengsätze gelegt und aktiviert sowie an der Planung eines Selbstmordattentats mitgewirkt zu haben.

Kassem wurde im September letzten Jahres für die Selbstmordbomber-Einheit der Hamas rekrutiert und nahm an einem Ausbildungskurs mit 40 weiteren Terroristen teil. Als Teil der Ausbildung sollte er einen 20kg-schweren Sprengstoffgürtel für einen Selbstmordanschlag ausgehändigt bekommen; davor wurde er jedoch verhaftet.

Bei einem Vorfall beteiligte sich Kassem an dem Versuch, einen 25kg-schweren Sprengsatz an einem israelischen Panzer anzubringen. Er und andere Terroristen beschatteten die Armeeeinheit, um den Sprengsatz zu aktivieren, der jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht explodierte.

(MFA, 01.04.08)


Warme Schulspeisung bleibt erhalten

Das israelische Erziehungsministerium ist von seiner Absicht abgekommen, die warme Mahlzeit für Schüler im Rahmen des Schulspeisungsprojekts einzustellen.Dies teilte eine Mitarbeiterin von Ministerin Yuli Tamir vergangene Woche bei einer Debatte in der Knesset mit. Zuvor war geplant, im Gesetz zur Schulspeisung die Möglichkeit einer kalten Mahlzeit anstelle der warmen offen zu lassen.

Michael Melchior (Avoda/Meimad)Der Vorsitzende des Erziehungsausschusses, Michael Melchior (Avoda/Meimad) (Bild) begrüsste die Entscheidung und sagte, dass es Kinder gebe, für die das Essen in der Schule die einzige warme Mahlzeit am Tag darstelle. Auch der stellvertretende Generaldirektor der Organisation "Yadid", Ran Melamed, und der Rat für Kinderwohlfahrt, die eine öffentliche Kampagne gegen die Einstellung der warmen Mahlzeit geplant hatten, begrüssten die Entscheidung.

(Ha'aretz, 01.04.08)


Hamas erhält Raketenbaupläne vom Iran

Hamas-LogoDie Hamas verfügt über iranisches Know-How in der Raketenentwicklung. Einer hochrangigen palästinensischen Sicherheitsquelle zufolge haben Mitglieder der Terrororganisation, die im Iran ausgebildet worden waren, bei ihrer Rückkehr Entwürfe und Bauanleitungen zur Steigerung der Reichweite ihrer Raketen in den Gaza-Streifen geschmuggelt.

Zwar ist man unsicher, wie weit genau die Qassam-Raketen nach der Verbesserung nun fliegen können; das Ziel sind jedoch offensichtlich Gemeinden nördlich von Ashkelon, das etwa 18 Km nördlich vom Gaza-Streifen entfernt liegt. In israelischen Sicherheitskreisen wies man vor kurzem darauf hin, dass Terroristen des Islamischen Jihad eine verbesserte Version der Qassam-Rakete mit einer Reichweite von 18 Km entwickelt haben.

Der Iran verwendet viel Mühe darauf, die Schlagkraft der in Gaza hergestellten Raketen zu steigern, und hat gleichzeitig Katyusha-Raketen eigener Herstellung über das Meer eingeschmuggelt. Die jüngsten Raketenpläne sind nach palästinensischen Angaben gemeinsam mit etwa 200 im Iran trainierten Terroristen im Zuge des vorübergehenden Grenzdurchbruchs in Rafiah im Januar nach Gaza gelangt. [Ha'aretz, 28.03.08]

Unterdessen stellt das ägyptische Militär eine Sondereinheit für die Aufdeckung und Zerstörung von Schmuggeltunneln zwischen der Sinai-Halbinsel und dem Gaza-Streifen auf. Schon im April sollen in den USA hergestellte Tunnelaufspürsysteme entlang der Philadelphi Route zum Einsatz kommen.

Wie ein hochrangiger Vertreter des Sicherheitsapparats mitteilt, hat Kairo seine Bemühungen gegen den Tunnelschmuggel intensiviert, nachdem im letzten Monat Katyusha-Raketen in Ashkelon niedergegangen waren.

(Jerusalem Post, 31.03.08)


Äthiopische Israelin im diplomatischen Dienst

Beylanesh Zevadia (Foto: 21Israelc)Beylanesh Zevadia (Foto: 21Israelc) verleiht dem Staat Israel ein neues, anderes Gesicht. Die Konsulin in Houston/Texas ist die erste Israelin äthiopischer Herkunft im diplomatischen Dienst ihres Landes.

Sie wurde in einem kleinen Dorf in der Region Gondar in Äthiopien geboren, wo ihr Vater als Rabbiner wirkte. 1984 wanderte sie im Alter von 16 Jahren allein nach Israel ein. Nur neun Jahre später begann sie nach ihrem Studium der Internationalen Beziehungen, Anthropologie und Afrika-Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem ihren Dienst im Aussenministerium.

Zevadia geniesst ihre Arbeit und gibt gerne Auskunft über ihren persönlichen Hintergrund: "Ich sage immer, wohin ich auch gehe und wo immer ich spreche, ich bin schwarz und jüdisch und eine Frau. Drei Minderheitsidentitäten. Das ist, was ich bin, ich vertrete Israel sehr stolz, und das ist die Botschaft."

Heute gibt es bereits einen zweiten jungen israelischen Diplomaten äthiopischer Herkunft, der zurzeit in Südafrika stationiert ist.

(MFA, 31.03.08)


Dan Ettinger wird Generalmusikdirektor in Mannheim

Dan Ettinger (Foto: Israel Symphony Orchestra)Der junge israelische Dirigent und Pianist Dan Ettinger wird neuer Generalmusikdirektor des Mannheimer Nationaltheaters. Der gerade einmal 36jährige arbeitet seit fünf Jahren als Kapellmeister und Assistent von Daniel Barenboim an der Staatsoper unter den Linen in Berlin. Ausserdem ist er seit 2005 Chefdirigent des Israel Symphony Orchestra in Rishon Lezion.

Ettingers Vertrag in Mannheim beginnt im Sommer 2009. Er freut sich auf die neue Herausforderung: "Dies ist ein Opernhaus mit einer langen Tradition und einem Publikum, dass die Oper kennt, liebt und süchtig nach ihr ist. Ich trete in grosse Fussstapfen, was eine hohe Erwartung mit sich bringt." Gleichzeitig lässt Ettinger keinen Zweifel daran, dass er weiter dem Israel Symphony Orchestra zur Verfügung stehen wird: "Es ist mir wichtig, in dem Land, in dem ich aufgewachsen bin und die meiste Zeit meines Lebens gelebt habe, die Tätigkeit fortzusetzen und den andauernden musikalischen Einfluss zu bewahren."

(Yedioth Ahronoth, 31.03.08)


Raketen auf Südisrael

Raketenkrieg der Hamas gegen IsraelPalästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben gestern Abend wieder zwei Qassam-Raketen auf den Süden Israels abgeschossen. Die Raketen landeten auf offenem Gelände im westlichen Negev und richteten offensichtlich weder Personen- noch Sachschaden an.

Trotz des relativen Rückgangs der Raketenzahlen im Anschluss an die Operation "Warmer Winter" der israelischen Armee setzen die palästinensischen Terroristen den Beschuss auf beinahe täglicher Basis fort.

(Yedioth Ahronoth, 31.03.08)

Allein zwischen dem 27. Februar und dem 24. März sind 163 Raketen in Israel gelandet. Seit der Machtübernahme der Hamas im Gaza-Streifen im Juni vergangenen Jahres waren es bis dahin insgesamt 1136.

(MFA, 30.03.08)

Israel und USA koordinieren Boykott von 'Durban II'

Israel und die USA haben den Boykott der für Anfang nächsten Jahres geplanten Menschenrechts- und Rassismus-Konferenz der UNO ('Durban II') miteinander vereinbart. Israels Aussenministerin Tzipi Livni hat bereits vor etwa einem Monat bekannt gegeben, dass Israel nicht an der Veranstaltung teilnehmen wird. wird. Die USA werden gemäss der Absprache mit Israel wohl in Kürze offiziell erklären, dass auch sie sich zum Boykott entschieden haben.

Allgemeinen Einschätzungen zufolge wird die 'Durban II'-Konferenz wie ihre Vorgängerin im Jahr 2001 zu einem antiisraelischen Festival ausarten. Damals wurde Israel der Apartheid bezichtigt, der Zionismus mit Rassismus gleichgesetzt und der Holocaust als ein Ereignis dargestellt, das nicht einzigartig, sondern mit ähnlichen Ereignissen in der Geschichte vergleichbar sei. Delegierte sagten, Israel sei "in Sünde geboren" und würde einen Völkermord an den Palästinensern verüben. Die Vertreter Israels und der USA verliessen die Konferenz daraufhin aus Protest.

Auch Kanada hat bereits angekündigt, 'Durban II' zu boykottieren, und Israel versucht auch andere Länder zu einem solchen Schritt zu bewegen. Ein Vertreter des Aussenministeriums hat bemerkt, dass man besorgt sei, dass es auch diesmal zu antisemitischen Attacken kommen werde, und darauf hingewiesen, dass u.a. Kuba, der Iran und Nordkorea zu den Organisatoren gehören.

(Ha'aretz, 04.04.08)


Palästinenser beschiessen Kibbutz

Archivfoto: Palästinensische TerroristenNahe der Grenze zum Gaza-Streifen ist es heute Vormittag zu Schussangriffen palästinensischer Terroristen gekommen. Ein Scharfschütze eröffnete das Feuer auf Israels Minister für Innere Sicherheit, Avi Dichter, der mit einer kanadischen Delegation den Kibbutz Nir Am besuchte. Dabei wurde ein Mitarbeiter des Ministers an der Leiste verletzt.

Zuvor hatten palästinensische Terroristen eine Gruppe von 30 Jugendlichen der Kibbutz-Bewegung beschossen, die zur Feldarbeit im Kibbutz Ein Hashlosha eingetroffen waren. Dabei wurde niemand verletzt.

(Yedioth Ahronoth, 04.04.08)


Israel reagiert auf Anschuldigungen der WHO

Flagge des Staates IsraelDas israelische Koordinations- und Verbindungsbüro am Übergang Erez hat auf harsche Äusserungen der Weltgesundheitsbehörde (WHO) reagiert, die Israel in einem aktuellen Bericht wegen der humanitären Situation im Gaza-Streifen kritisiert. Oberst Nir Press lud den WHO-Vertreter im Gaza-Streifen und deren amtierenden Direktor zu einer Dringlichkeitssitzung ein, um den einseitigen und irreführenden Anschuldigungen entgegenzutreten.

Oberst Press erinnerte daran, dass der Gaza-Streifen von einer Terrororganisation kontrolliert wird, die für die dortige Bevölkerung verantwortlich ist, Israel nicht anerkennt und tagtäglich Terroranschläge durchführt oder anregt. Er zeigte sich verwundert darüber, dass die WHO in keiner Weise die Hamas dafür beschuldigt habe, dass sie die Einreise von Patienten durch ständiges Granatfeuer auf den Übergang behindert. Auch der Missbrauch der humanitären Massnahmen Israels durch die Terrororganisation sei nicht erwähnt worden.

In Hinsicht auf den Vorwurf, dass Israel die Ausreise aus Gaza nur in Ausnahmefällen gestatte, verwies er auf die Statistik: "2007 wurden 7226 Ausreisegenehmigungen für Patienten ausgestellt und weitere 7922 für Familienmitglieder, was einen Anstieg von 50% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dieser Trend hält auch in diesem Jahr an: Im ersten Quartal 2008 ist bereits die Ausreise von 2317 Patienten und einer ähnlichen Zahl von Begleitpersonen arrangiert worden. Hunderte von Menschenleben sind durch die Behandlung in israelischen Krankenhäusern gerettet worden."

Weitere Informationen hierzu finden sich: hier (extern)

(MFA, 03.04.08)


Vietnam eröffnet Botschaft in Israel

Die Sozialistische Republik Vietnam wird demnächst eine Botschaft in Israel eröffnen. Dies hat der stellvertretende vietnamesische Aussenminister Vu Dung am Montag bei seinem Besuch in Israel angekündigt.

Israel und Vietnam unterhalten seit 1993 diplomatische Beziehungen. Während Israel eine Botschaft in Hanoi betreibt, werden vietnamesische Interessen in Israel bisher von der Botschaft Vietnams in Kairo vertreten.

Israels Aussenministerin Tzipi Livni begrüsste die Entscheidung der Vietnamesen und brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die guten Beziehungen sich in der Zukunft noch weiter fortentwickeln würden.

(MFA, 03.04.08)


Al-Qaida-Führer droht Israel

Ayman al-ZawahriDie Nr. 2 des internationalen Terrornetzwerks Al-Qaida, Ayman al-Zawahri hat gestern verkündet, dass seine Organisation Juden in Israel und auf der ganzen Welt angreifen wolle.

In einem eineinhalbstündigen Audiointerview sagte er wörtlich: "Wir versprechen unseren muslimischen Brüdern, dass wir unser Bestes geben werden, um Juden in Israel und auf der ganzen Welt Schaden zuzufügen, mit Allahs Hilfe und gemäss seinem Befehl." Gleichzeitig kündigte er eine Schwerpunktverlagerung des Gotteskrieges vom Irak in Richtung Jerusalem an.

Al-Zawahri geisselte auch die UNO dafür, dass sie die Staatsgründung Israels unterstützt habe, und nannte sie einen Feind des Islam.

(Jerusalem Post, 03.04.08)


Real Time Players - LogoZDF-Videoblog über israelische und deutsche Jugendliche

Im ZDF-Videoblog "Real Time Players" erzählen jeweils fünf Jugendliche aus Deutschland und Israel einander über das Leben in ihrem Land und ihren ganz persönlichen Alltag.

Die Beiträge sind noch bis Ende des Monats unter dem folgenden Link anzusehen: http://blog.zdf.de/realtimeplayers/


Neues Gesetz schützt den See Genezareth

See Genezareth (Kineret)Erstmals in der israelischen Geschichte wird der See Genezareth (Kineret) in Zukunft unter besonderem staatlichen Schutz stehen. Ein entsprechendes Gesetz wurde gestern von der Knesset verabschiedet. Es schreibt die Einrichtung einer einheitlichen Behörde vor, die den Erhalt der Küste sichern soll, und weitet das Küstenschutzgesetz, das den öffentlichen Zugang zu den Stränden am Mittelmeer und am Roten Meer garantiert und die Beschädigung der Küstenlinie verbietet, auf Israel grösstes Süsswasserreservoir aus.

Die neue Regelung geht auf eine Initiative der Abgeordneten Ophir Pines-Paz (Avoda) und Dov Khenin (Hadash) sowie des Finanzministeriums zurück und wurde in dritter Lesung ohne Gegenstimmen angenommen.

Gegenwärtig kümmern sich um die 56 Kilometer umfassenden Strände des Sees Genezareth etwa 20 verschiedene Körperschaften, die jeweils eigenen Verantwortlichkeiten und Interessen verpflichtet sind. Dieser Mangel an Einheitlichkeit hat zu grossen Lücken in der Durchsetzung der relevanten Gesetze und letztlich zur Verletzung der Bauvorschriften und illegaler Einzäunung von Stränden geführt. Auch variierende Eintrittspreise, Müllablagerung und allgemeine Vernachlässigung haben Einzug gehalten.

Die neu einzurichtende Kineret Urban Union wird von einem 12köpfigen Vorstand geleitet werden, der sich aus Vertretern von Ministerien, lokalen Behörden, Universitäten und Umweltorganisationen zusammensetzt.

(Ha’aretz, 02.04.08)


Israelische Araberin bei der Feuerwehr

Emblem der israelischen FeuerwehrSappha Arabasi aus Kfar Kera arbeitet bei der Feuerwehr in Hadera. Die 24jährige ist damit nicht nur eine der weiblichen Feuerwehrleute in Israel überhaupt, sondern auch die erste israelische Araberin, die in diesem Beruf tätig ist. In ihrem Heimatdorf sind nicht alle Menschen darüber begeistert, doch steht sie für einen umfassenderen Trend.

Insgesamt ist die soziale Rolle der arabischen Frau in Israel im Wandel begriffen. Israelische Araberinnen sind inzwischen unabhängiger, als sie es früher waren. Bemerkbar macht sich dies in späteren Eheschliessungen, Scheidungen und einem Rückgang der Geburtenrate. Während eine arabische Frau in den 60er Jahren noch durchschnittlich mehr als neun Kinder zur Welt brachte, waren es im Jahr 2005 nur noch 3.7.

(Ha'aretz, 02.04.08)


Bank of Israel legt Jahresbericht vor

Prof. Stanley Fisher (Foto: Bank of Israel)Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Dienstag den Jahresbericht der Bank of Israel für 2007 erhalten. Der Gouverneur der Bank, Prof. Stanley Fisher (Bild) erläuterte dabei einige ökonomische Errungenschaften, die in dem Bericht verzeichnet sind. Dazu gehören ein Wachstum von 5.3%, der Rückgang der Arbeitslosenrate auf den Rekordniedrigstand seit 15 Jahren, der Rückgang der Armut, eine Balance im Staatshaushalt. Ausserdem erwähnte er die Hochstufung von Israels Kreditwürdigkeit durch mehrere führende Unternehmen, die Einladung Israels zur Mitgliedschaft in der OECD und die gestiegenen Auslandsinvestitionen in Israel.

Ministerpräsident Olmert sagte u.a.: "Die Politik der Regierung hat sich bewährt, und die Regierung wird von der Haushaltsdisziplin nicht ablassen, die sie sich selbst auferlegt hat. Wir werden weiter die drei Ziele verfolgen, die wir uns gesetzt haben: Ein diplomatisches Abkommen zu erreichen, die Sicherheit zu gewährleisten und sozioökonomische Angelegenheiten voranzubringen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Haushaltsbalance. Ich kann sagen, dass wir optimistisch für das nächste Jahr sind."

Den Jahresbericht in englischer Sprache finden Sie: hier (extern)

(MFA, 01.04.08)


Khamenei geisselt Merkels Israel-Besuch

Seyyed Ali KhameneiDas iranische Staatsoberhaupt Seyyed Ali Khamenei hat in seiner vom iranischen Fernsehen übertragenen Rede zum persischen Neujahrsfest (20.03) kritisch auf den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Israel vor zwei Wochen Bezug genommen:

"Ich bin überrascht, dass einige europäische Länder nichts aus dem Schicksal des amerikanischen Regimes lernen. Sie können sehen, wie sehr es auf der Welt gehasst wird, und dennoch gehen einige von ihnen, um die zionistischen Investoren zu erfreuen, ins besetzte Palästina und sprechen im Parlament des zionistischen Schwindel-Regimes gegen den Iran. Sie kritisieren den Iran einfach, um sie zu erfreuen. Warum haben sie nichts gelernt?"

(Botschaft des Staates Israel, 01.04.08)


Geht Matthäus nach Netanya?

Maccabi Netanya - LogoDie deutsche Fussballlegende Lothar Matthäus wird voraussichtlich ab der nächsten Saison die israelische Mannschaft Maccabi Netanya trainieren. Zwar ist es noch nicht offiziell bestätigt, doch sprechen alle Anzeichen dafür.

Matthäus bestätigte gegenüber der BILD am Sonntag Gerüchte über Verhandlungen mit dem israelischen Erstligisten. "Ich kann mir Israel schon gut vorstellen. Netanya ist ein ambitionierter Verein", sagte der 47jährige der Zeitung.

Maccabi Netanya rangiert gegenwärtig hinter Beitar Jerusalem auf dem zweiten Platz der israelischen Liga.

(Jerusalem Post, 01.04.08)


Barak erwägt PA-Kooperation an Übergängen

Verteidigungsminister Ehud BarakIsraels Verteidigungsminister Ehud Barak zeigt sich flexibler in Bezug auf die Kontrolle der Grenzübergänge zum Gaza-Streifen. So könnte demnächst Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) daran beteiligt werden. Eine Erklärung seines Ministeriums auf eine Anfrage der US-amerikanischen Aussenministerin Condoleezza Rice wird wie folgt zitiert: "Wenn in der Zukunft die Bedingungen reifen zum Ende des Qassam-Raketenbeschusses, des Terrors und der Reduzierung des Waffenschmuggels, werden wir bereit sein, Erleichterungen an den Übergängen in Gaza zu erwägen im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Vertretern der Regierung Fayyad."

Hiermit ist ein signifikanter politischer Wandel auf israelischer Seite bezeichnet. Ein hochrangiger Vertreter des politischen Apparats schätzt, dass der Einstellungswandel Baraks mit den Kontakten zu tun hat, die Amos Gilad, der Leiter des sicherheitspolitischen Stabes im Verteidigungsministerium, mit den Ägyptern in Hinsicht auf die Situation im Gaza-Streifen und die Schmuggel- und Grenzfragen aufgenommen hat.

(Ha'aretz, 01.04.08)


Barak verspricht Erleichterungen im Westjordanland

Foto: Matty Stern, US Embassy, Tel AvivIsraels Verteidigungsminister Ehud Barak hat gestern in Jerusalem mit US-Aussenministerin Condoleezza Rice und dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad verschiedene diplomatische und sicherheitspolitische Fragen besprochen. Dabei präsentierte er ein Bündel von Massnahmen zur Lockerung der Beschränkungen für die Palästinenser.

So sollen etwa 50 Strassensperren entfernt werden, um den Fahrzeugverkehr zwischen Jenin, Tulkarem, Kalkilya und Ramallah zu ermöglichen. Gleichzeitig wird ein dauerhafter Kontrollpunkt in der Gegend von Rimonim geöffnet werden. Die Beseitigung weiterer Strassensperren und Kontrollpunkte im Westjordanland wird in den nächsten Wochen geprüft.

Dabei stehen auch Erleichterungen an den Übergängen bevor. Der Übergang Sha’ar Ephraim wird Freitags für den Warenverkehr geöffnet, und die Übergänge Kalendia und Rachel werden durch die Umleitung von Haftbesuchern an den Übergang Beituniza entlastet. Biometrische Kontrollen sollen ebenso verbessert werden wie die humanitäre Infrastruktur an den Übergängen.

Bewilligt wurde zudem die Einrichtung palästinensischer Polizeistationen in den B- und B+-Zonen, die nach Vorliegen eines umfassenden Bildes der Entwicklungen in Judäa und Samaria für Recht und Ordnung sorgen sollen. In der Gegend um Jenin werden 700 Polizeikräfte eingesetzt werden, die zuvor in Jordanien ausgebildet worden sind. Die letzte Verantwortung für die Sicherheit wird in Israels Händen verbleiben.

Die palästinensischen Sicherheitskräfte werden 25 Panzerfahrzeuge und 125 logistische Fahrzeuge und Ausstattungen erhalten, die Ausrüstung der Präsidentengarde mit nicht-tödlichen Waffen steht zur Diskussion.

Neben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens werden auch Geschäftsleute eine grössere Bewegungsfreiheit geniessen. Im Vorfeld der herannahenden Wirtschaftskonferenz für Investoren in Bethlehem (21.05.-23.05) ist ein spezieller Koordinierungsoffizier ernannt worden, der die bequeme Einreise von Geschäftsleuten aus arabischen Ländern, Grossbritannien, der Türkei, den palästinensischen Autonomiegebieten und Israel organisieren soll.

Zusätzlich zu den etwa 18 500 bestehenden Arbeitserlaubnissen für Palästinenser in der israelischen Baubranche werden weitere 5000 Genehmigungen ausgestellt werden. Die mit ausländischer Hilfe unterstützten Gewerbegebiete in Jericho, Hebron und Mukibla sollen weiter vorangetrieben werden.

(MFA, 31.03.08)


Vereinbarungen zur Umsetzung der Roadmap

Im Rahmen der jüngsten Nahost-Reise von US-Aussenministerin Condoleezza Rice haben sich Israels Verteidigungsminister Ehud Barak und der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad bei einem triliteralen Treffen auf eine Reihe von Schritten geeinigt, mittels derer die Verpflichtungen der Roadmap für die Zwei-Staaten-Lösung umgesetzt werden sollen.

- Israel hat versprochen, die Einreise- und Verkehrshindernisse im Westjordanland zu reduzieren. Dies wird mit der Entfernung von 50 Strassensperren beginnen sowie unmittelbaren Massnahmen zur Verbesserung der Kontrollpunkte, um die Wartezeit ohne Opferung der Sicherheit zu verringern.

- Beide Seiten haben vereinbart, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) grössere Verantwortung im Westjordanland übernehmen solle. Ministerpräsident Fayyad und Verteidigungsminister Barak wollen damit beginnen, indem sie neues Leben und neue Hoffnung nach Jenin bringen.

Die Palästinensische Autonomiebehörde wird für ihren Teil Sicherheitskräfte einsetzen, um Recht und Ordnung zu gewährleisten, und auf die Bekämpfung des Terrors hinarbeiten.

Israel wird für seinen Teil Schritte einleiten, die die Zufahrt und Bewegung in der Stadt und ihrer Umgebung erleichtern.

Die Vereinigten Staaten und andere Staaten der internationalen Gemeinschaft werden Projekte finanzieren und der PA beim Aufbau von Regierungs- und Justizbehörden behilflich sein.

- Beide Seiten werden ihre Sicherheitskoordination verbessern, so dass das Sicherheitspersonal der PA seine wesentlichen Pflichten erfüllen und angemessen ausgestattet werden kann.

- Ministerpräsident Fayyad und Minister Barak vereinbarten auch Schritte zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Westjordanland, vor allem von Projekten.

Beide Seiten fühlen sich verpflichtet, die Investoren-Konferenz in Bethlehem zum Erfolg zu führen, und spezielle Arrangements werden ausländischen Gästen die Teilnahme ermöglichen.

Beide Seiten einigten sich auf den Bau eines grossen neuen Gewerbegebiets in Tarqumiya, der von der Türkei finanziert wird.

Die Parteien haben die Anbindung von 27 palästinensischen Dörfern an das israelische Stromnetz abgeschlossen und - in einer beispiellosen Aktion - auch Jericho an das israelische Stromnetz angeschlossen.

Beide Seiten haben grundsätzlich den Bau neuer Wohneinheiten im Westjordanland für Palästinenser bewilligt.

Entwicklungspläne für 25 palästinensische Dörfer in der C-Zone sind bewilligt.

Israel hat angeboten, die Möglichkeiten einer Einreise nach Israel aus dem Westjordanland erheblich auszuweiten.

Der vollständige Bericht in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2008/mar/102807.htm

(US-Aussenministerium, 30.03.08)

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