
| Nachrichten vom 30. Juli - 5. August 2006 | ||
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Terror gegen Israel Seit Beginn der Hisbollah-Angriffe auf Israel (12. Juli) sind 91 Israelis durch Hisbollah-Angriffe getötet worden, darunter 35 Zivilisten und 56 Soldaten. Über 2.300 Raketen schlugen im Norden Israels ein. Etwa die Hälfte der betroffenen Einwohner ist aus dem Norden ins Zentrum oder in den Süden des Landes geflohen. Aus den besonders stark betroffenen Orten sind weit mehr als die Hälfte vorübergehend weggezogen. Zum Beispiel sind in Zefat 11.000 von 34.000 Einwohnern zurückgeblieben. In Nahariya und in Kiryat Shmona verliessen rund 60 bis 70 % ihren Wohnort. weiter >> Externer Link
Ehud Olmert über den Krieg im Libanon, die Rolle Syriens - und den Einsatz deutscher Soldaten. (...) Wir wollen keine Raketen mehr, das ist ganz einfach. Wir sind ein sehr seltsames Volk: Wir verlangen nicht viel vom Leben. Wir wollen nur einfach keine Raketen. (...) weiter >>
Insgesamt 12 Tote durch Raketen-Angriffe am heutigen Tag. Bei den Angriffen im West-Galilee und Akko wurden heute mehr als 160 Raketen auf den Norden abgefeuert (Gestern: 210). Im Hagel der Raketen sterben fünf Personen in Akko und drei Jugendliche in der Nähe von Ma'alot durch Splitter der Katyusha-Raketen. Bei einem Raketen-Angriff auf einen israelischen Panzer der Marke Merkava in der Nähe von Rajamin wurden drei Soldaten getötet, berichtet Galei Tzahal. Ein weiterer Soldat wurde durch eine Anti-Panzer-Rakete in Taibeh getötet. Externer Link
„Ein Wendepunkt“ ist für die israelische Aussenministerin Livni der Luftangriff in Qana mit zahlreichen Toten. „Je schlimmer die Bilder aus Qana wurden, desto weiter sank die Bereitschaft der Europäer, Soldaten für die internationale (Libanon-)Truppe zur Verfügung zu stellen“, sagte sie. Schon wenige Stunden nach dem Luftangriff in der Nacht zum Sonntag war in Israel klar, dass Hizbullah-Führer Nasrallah an diesem Tag vielleicht seinen grössten PR-Erfolg erzielt hatte, ohne selbst etwas dafür tun zu müssen. Das Thema dominierte daraufhin wie kein anderes die Libanon-Berichterstattung - nicht nur die der arabischen Medien. weiter >> Langstrecken-Rakete der Hisbollah landet in Jenin Bei einem Hisbollah-Angriff mit mindestens 7 Langstrecken-Raketen auf den Norden Israels ist am Mittwoch erstmals eine Rakete, die vom Libanon abgefeuert wurde, im Westjordanland eingeschlagen. Sie landete in der Nähe des Dorfes Pqua bei Jenin. Dies ist mit rund 70 Kilometern südlich der israelisch-libanesischen Grenze die weiteste Entfernung, die eine Hisbollah-Rakete seit dem 12. Juli erreicht hat. Bei dem Angriff kam niemand zu Schaden. Die Raketen wurden offenbar aus der libanesischen Küstenstadt Tyrus abgefeuert und verloren während des Fluges Teile. Experten, die die Raketenreste untersuchten, nehmen an, dass die Raketen in Syrien hergestellt wurden (syrische 302 Raketen). Am Freitag landete eine verbesserte Fajr-5 in Afula. Im Süden schossen Palästinenser am Mittwochmorgen Raketen auf das Industriegebiet der Stadt Ashkelon ab. Eine Person wurde verletzt. Nachrichten-Extra Nachrichten-Extra zum Vorfall in Qana am 30. Juli 2006 Nachrichten-Extra Karte zeigt Ausmass der Zerstörung in Beirut: Nur 1% zerstört Gebiete mit militärischer und logistischer Infrastruktur der Hisbollah, die in Beirut getroffen wurden. weiter >> Wie lange wird die Operation noch dauern? Von Amos Harel und Avi Issacharov Das erste, was gestern auf der Fahrt entlang der Nordgrenze auffiel, war die Stille. Nach 19 Tagen von unaufhörlichen Raketensalven war der Lärm verschwunden. Nur wenige Male waren von weitem Explosionsgeräusche zu hören: Kanonengeschosse der israelischen Armee oder vereinzelte Angriffe der Luftwaffe im Libanon. Der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, nutzte das Schlupfloch, das ihm Israel und die USA mit der Zustimmung zu einer 48-stündigen Aussetzung der Luftangriffe geboten hatten und unterbrach den Katjuschabeschuss. Die israelische Armee, die ihrerseits sehr an der Fortführung der Bodenoffensive interessiert ist, befürchtet, dass Nasrallah damit wieder einen Schritt voraus ist. Wenn er klug genug ist und Ruhe bewahrt, wird es Israel schwer fallen, die Operation fortzusetzen, da aus Sicht der internationalen Gemeinschaft der letzte Angriff damit nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Die Vereinbarung zwischen Olmert und Rice könnte zweierlei interpretiert werden. Entweder bedeutet sie das Ende der Operation, oder sie ist eine ausgeklügelte Übung, die den Einsatz am Ende in die vierte Woche ziehen kann. In Israel zog man gestern die erste Interpretation vor. Aber vieles hängt davon ab, was die USA sagen. In der Zwischenzeit führt die israelische Armee ihren Wettlauf mit der Zeit fort und versucht noch so viel zu erreichen wie möglich. Neue Truppen wurden in neuen Sektoren aufgestellt, in der Hoffnung, ein doppeltes Ziel zu erreichen: die Schaffung einer Sicherheitszone entlang der Grenze, und die gleichzeitige Vernichtung von Waffendepots der Hisbollah im Innern des Gebiets. Was seit einigen Tagen herausgezögert wurde, wird nun übereilt in Angriff genommen. Die Armee drängt auf eine Ausweitung des Einsatzes, doch waren gestern in der nördlichen Kommandantur auch andere Stimmen zu hören, die vor abenteuerlichen Aktionen mit übertriebenem Zeitdruck und ohne ausreichende Vorbereitung warnten. Auszüge aus der Rede von Verteidigungsminister Amir Peretz (Arbeitspartei) in der Knesset, 31.7.06 Nicht nur die israelische Armee und die Sicherheitskräfte werden hier auf den Prüfstand gestellt, sondern die gesamte israelische Gesellschaft. Es gibt nicht nur Fragen über den Einsatz militärischer Stärke, sondern auch Fragen über den Gebrauch unserer moralischen Stärke. weiter >>
Israel drückt sein tiefes Bedauern über die unbeteiligten Todesopfer im Rahmen der Operation gegen die Hisbollah aus. Israel wird eine gründliche und umfangreiche Untersuchung der Umstände der heutigen Geschehnisse in Qana vornehmen. Während der letzten Wochen ist Israel mit der Verteidigung seiner Bürger vor den andauernden Angriffen der Hisbollah auf israelische Städte im Norden Israels beschäftigt. Während dieser Operation haben die IDF alles unternommen, um zu verhindern, dass libanesische Zivilisten getroffen werden, was mit den Werten der israelischen Gesellschaft unvereinbar wäre. Es ist wichtig, dass die heutige Tragödie die internationale Staatengemeinschaft nicht von dem richtigen Kurs abbringt, eine Lösung für die Krise im Rahmen der Implementierung der UN Sicherheitsresolution 1559 zu finden. Israel wird einer Rückkehr zu der Situation nicht zustimmen, in welcher die Hisbollah die Stabilität der Region als Geisel hält. Video
Nach dem Vorfall in Qana (30.7.06) hat die Hisbollah behauptet, sie schiesse keine Raketen aus Qana ab. Im Folgenden finden Sie zwei Videos der IDF mit Aufnahmen aus Qana: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp? Video 1: 2. Luftbild: Raketen-Werfer zieht sich nach dem Angriff auf israelische Ziele in Qana zurück (weisser Pfeil). Die Hisbollah behauptet nach wie vor, dass sie keine zivile Infrastruktur während des Kampfes und keine Zivilsten als Schutzschild benutzt. Es folgen drei weitere Beispiele: LKWs mit Raketen-Werfern in Wohngegenden. Video 2: |
Update: Reuters bestätigt die Manipulation weiter >> Bilder lügen nicht. Oder doch? Verschiedene Quellen vermuten Bildmanipulationen bei der Agentur Reuters. Hisbollywood (Externer Link) Die Hisbollah kämpft mit Bildern Viele Indizien für inszenierte Bergung von Leichen Bilder lügen nicht? Internet-Blogger werfen jetzt die Frage auf, ob nach der Bombardierung eines Hauses im südlibanesischen Ort Qana letzten Sonntag nicht Fotografen logen. Wurden Kinderleichen fast einen halben Tag lang immer wieder hervorgeholt, um Fotografen Bilder einer Bergung zu ermöglichen, die längst beendet war? weiter >>
Der geistige Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, veröffentlichte im Libanon eine Sondermitteilung: „Die Angriffslust der Vereinigten Staaten und Israels wird den Widerstand in der Welt des Islam nur noch beleben.“ Khamenei weiter: „Die Welt des Islam und muslimische Jugendliche müssen wissen, dass der einzige Weg, um mit der zionistischen Wildheit und der Angriffslust des grossen Satans (USA) fertig zu werden, der Widerstand ist. Wenn der Libanon Israel und den USA nachgeben würde und die Kämpfer der Hisbollah sich nicht opfern würden, würden diese das libanesische Volk bedrohen und diesen Angriff in der gesamten Region fortführen. Heute ist die Hisbollah die vordere Verteidigungslinie der islamischen Nation und aller Völker der Region.“ Nach Meinung des geistigen Führers unterscheidet Israel nicht zwischen Schiiten und Sunniten. „Dies ist ein verbrecherisches Regime. Es hat kein Problem damit, Verbrechen an jeder Gruppe und jedem Volk zu verüben. Die Völker der Region müssen sich vereinen, andernfalls wird der Feind stärker werden. Der Iran weiss, welche Aufgabe er im Widerstand gegen den amerikanischen und zionistischen Aggressor hat. Er steht den unterdrückten Völkern zur Seite, besonders dem lieben libanesischen Volk und dem kämpfenden palästinensischen Volk.“ Khamenei kennzeichnet die USA als Hauptverursacher der derzeitigen Krise und betont, dass sie der grosse Widersacher in Bezug auf eine Feuerpause sind. „Es besteht kein Zweifel daran, dass das libanesische Volk und die mutigen Kämpfer (der Hisbollah) keine weitere Unterdrückung dulden werden, und es wird keine Entscheidung getroffen werden, ohne ihre Interessen zu berücksichtigen“, so Khamenei. Am Ende seiner Rede drückt Khamenei die Solidarität des iranischen Volkes mit seinen Brüdern im Libanon aus und schliesst mit den Worten: „Frieden über das libanesische Volk, Frieden über die siegende Hisbollah, Frieden über den gepriesenen arabischen Führer Ziad Hassan Nasrallah.“ Vorgestern (1.8.) berichtete die iranische Nachrichtenagentur, dass ein hochrangiger Religionsvertreter, der Ayatollah Ahmad Janati, alle moslemischen Staaten aufgerufen habe, der Hisbollah bei der Aufrüstung in ihrem Kampf gegen Israel zu helfen. „Von den islamischen Staaten wird derzeit erwartet, dass sie der Hisbollah keine Hilfe vorenthalten, besonders nicht die Unterstützung mit Waffen, Essen und Medikamenten – und sogar die Verletzten der Hisbollah zur Behandlung in ihre Staaten zu bringen.“ Über den Generalsekretär der Hisbollah sagte er: „Hassan Nasrallah ist zum Mann des Jahrhunderts geworden. Und zwar, weil er sich dem Angriff des zionistischen Regimes alleine und mit Stärke entgegen gestellt hat.“ Bei einer Dringlichkeitssitzung islamischer Führer in Malaysia forderte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad am Donnerstag die Lösung der Nahostkrise durch die Zerstörung Israels und rief zu diesem Ziel zunächst zu einer Waffenruhe auf. „Obwohl die Hauptlösung die Auslöschung des zionistischen Regimes ist, muss auf dieser Stufe eine unverzügliche Feuerpause umgesetzt werden“, sagte Ahmadinejad laut dem staatlichen iranischen Fernsehen. Externer Link „Photos that damn Hezbollah“: Australier schmuggelte Bilder aus Libanon Die australische Zeitung „Herald Sun“ hat Fotos auf ihrer Internetseite veröffentlicht, die ein Journalist von der Hisbollah-Front ins Ausland schmuggelte. Sie zeigen, wie die Terrororganisation ihren Krieg aus zivilen Wohngegenden heraus führt. Die Bilder wurden in der Gegend von Wadi Chahrour östlich von Beirut aufgenommen, eine Gegend, die mehrheitlich von Christen bewohnt wird. weiter >> Merkwürdiges Die Welt empört sich über die „barbarischen Juden“, aber vergisst den 7-jährigen israelischen Jungen, der von Hisbollah-Raketen getötet wurde Der britische Kommentator sitzt mit Krawatte im Studio und verliest mit gut zurechtgemachter Schaudermiene die aufschreienden Schlagzeilen der Zeitungen. Ganz Europa, so scheint es, ist heute vereint in der Meinung, dass wir alle – alle Israelis – schuldig sind für das, was als „zweites Massaker von Qana“ beschrieben wird. Ministerpräsident Ehud Olmert und Generalstabschef Dan Halutz haben sich entschuldigt. Ebenso der Verteidigungsminister. Und das sogar, bevor eine Untersuchung durchgeführt wird, bevor die ganze Wahrheit ans Licht kommt. So sind wir eben. weiter >> Merkwürdiges Kommentar von Oberst Moshe Elad, 1. August 2006 Wirtschaft Dov Moran streitet ab, jedoch wenig überzeugend. Die SanDisk-Preise spiegeln 13% über Markt Innerhalb von einer Woche geht ein weiterer gigantischer Deal über die Bühne: die israelische HighTech-Firma SanDisk kauft Flash Memories Maker Systems (Nasdaq: FLSH) für 1,55 Milliarden US Dollar. Msystems-Direktor Dov Moran hatte, wenig überzeugend, darauf bestanden, die Firma nicht verkaufen zu wollen. Dennoch hat sich seit Wochen das Gerücht um die Übernahme durch SanDisk gehalten. Ende letzter Woche hatte der erste Riesendeal stattgefunden: HP erwarb Mercury Interactive (Nasdaq: MERQ) für 4,5 Milliarden in bar, der grösste Cash Deal in der israelischen Geschichte. Leserbrief von Dr. Mounir Herzallah an den „Spiegel“, 30.7.06 In einem Leserbrief an den „Spiegel“ schildert Herr Dr. Mounir Herzallah, dass er selbst bis 2002 in einem kleinen Dorf in Südlibanon gewohnt habe, das mehrheitlich von Schiiten bewohnt ist. „Nach Israels Verlassen des Libanon 2000 dauerte es nicht lange, bis die Hisbollah bei uns und allen anderen Ortschaften das Sagen hatte. Als erfolgreiche Widerstandskämpfer begrüsst, legten sie auch bei uns Raketenlager in Bunkern an. Die Sozialarbeit der ‚Partei G'ttes’ bestand darin, auf diesen Bunkern eine Schule und im anderen Fall ein Wohnhaus zu bauen. Ein lokaler Scheich erklärte mir lachend, dass die Juden in jedem Fall verlieren, entweder, weil die Raketen auf sie geschossen werden oder, wenn sie die Lager angriffen, weil sie von der Weltöffentlichkeit verurteilt werden, ob der dann zivilen Toten. Ich wusste, dass ich meine Familie vor solchen Wohltaten in Sicherheit bringen musste.“ Der Artikel wurde am Sonntag, dem 30.7.06 im Spiegel (Nr. 31/31.7.06, S. 8) veröffentlicht - also vor dem Zwischenfall in Qana an die Redaktion geschickt. Dieses Flugblatt warf die israelische Luftwaffe am 25.7.06 über Qana ab "To all citizens south of the Litani River State of Israel Der Vorfall in Qana – Stellungnahme des IDF-Sprechers am 30.7.06 An diesem Morgen (30. Juli 2006) hat die IDF eine Raketenbasis in der Region von Qana angegriffen, von wo aus hunderte von Raketen in Richtung Nahariya und die Gemeinden in West-Galiläa abgeschossen wurden.
Eine erste Untersuchung von Amir Eshel vom Stab der israelischen Luftwaffe ergab Widersprüche in den Darstellungen aus dem Libanon. Warum vergingen fast sieben Stunden zwischen dem Angriff der israelischen Luftwaffe und dem Einsturz des Gebäudes im Dorf Qana? Nach den Aufzeichnungen wurde das fragliche Gebäude gegen ein Uhr morgens Ortszeit getroffen, die Berichte über zahlreiche Opfer begannen um 7:30 Uhr Ortszeit, als vier andere Objekte "punktgenau" getroffen wurden, die etwa 460 Meter vom Unglücksgebäude entfernt liegen. Die IDF schliesst eine Explosion durch Sprengstoffe der Hisbollah im Haus nicht aus. Eine andere Möglichkeit ist, dass das schwer beschädigte Gebäude nach dem Angriff noch einige Stunden stehen blieb, schliesslich aber kollabierte. | |