| Nachrichten vom 31. Oktober - 6. November 2010 | ||
UN-Bericht: Hohe Lebensqualität in Israel
Insgesamt wurden 169 Staaten bewertet. Ins Gewicht fielen dabei Faktoren wie Gesundheit, Erziehung, individuelles Einkommen und Lebenserwartung. Die Rangliste wird angeführt von Norwegen, Australien und Neuseeland. Dahinter folgen die USA, Irland, Liechtenstein, die Niederlande, Kanada, Schweden, Deutschland, Japan, Südkorea, die Schweiz und Frankreich. Die Schlusslichter bilden Niger, die Demokratische Republik Kongo und zuletzt Simbabwe. Den UN-Bericht gibt es unter dem folgenden Link: http://hdr.undp.org/en/reports/global/hdr2010/chapters/de/ (Ha'aretz; Yedioth Ahronoth, 04.11.10) Bald Marihuana in Apotheken
Zur Klärung der Fragen, die den Anbau der Pflanze und weitere Fragen des konkreten Prozederes betreffen, soll nun auf Empfehlung des Ausschussvorsitzenden, Dr. Yehuda Baruch von der psychiatrischen Klinik Abrabanel, ein interministerieller Ausschuss gebildet werden. Baruch beschreibt die Vorteile von Marihuana wie folgt: "Im Bereich der Schmerztherapie gibt es keinen Zweifel, dass es dem Kranken hilft. Und es ist auch bewiesen, dass es bei Krankheiten wie Multiple Sklerose hilft. Die Droge hat brechreizhemmende Wirkung, was bei der Behandlung von Brechphänomenen von Krebskranken nach der Chemotherapie ausgenutzt wird, und weitere positive Wirkungen." (Walla, 04.11.10) Militärgeheimdienstchef Yadlin zur Sicherheitslage
"Die ruhige Sicherheitslage der jüngsten Zeit ist beispiellos, aber man sollte sich von ihr nicht täuschen lassen; die Aufrüstungsprozesse in der Region gehen weiter, und wir werden es in der nächsten Kampfrunde mit mehreren Fronten zu tun haben. Die Konfrontation wird schwerer sein, mit mehr Opfern", so Yadlin. In Bezug auf Syrien warnte der Militärgeheimdienstchef vor den Raketensystemen, die Damaskus von Russland erworben habe: "Die betreffenden Systeme sind hochentwickelt, meist beweglich und in der Lage, Flugzeuge der Luftwaffe zu treffen. Die effektiven, tödlichen Raketen werden es schwieriger für die Luftwaffe machen, ihre Operationsfreiheit zu wahren. In der Vergangenheit schätzten wir, den Himmel über Syrien innerhalb von 48 bis 72 Stunden unter unsere Kontrolle bringen zu können. Gegenwärtig geht die Einschätzung dahin, dass es länger dauern wird und wir mehr Verlust haben werden." Yadlin kam auch auf den Stand des iranischen Atomprogramms zu sprechen, wobei er auf die 3000 bis 4000 Zentrifugen hinwies, die momentan zur Urananreicherung in Betrieb seien: "Es ist nur eine Frage der Zeit und des kontinuierlichen Betriebs der Zentrifugen, bis sie [die Iraner] einen Anreicherungsgrad von 90% erreichen und das Material militärisch nutzen können." Auch das bedrohliche Erstarken der Hisbollah liess der Generalmajor nicht unerwähnt. (Ha'aretz, 03.11.10) Rabin-Gedenkkonzert in Berlin am 7. November
Schirmherren sind Israels Botschafter Yoram Ben-Zeev und Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg. Alle relevanten Informationen: http://www.digberlin.de/14-rabin-gedenkkonzert-und-34-benefizkonzert-mit-musikern-des-tsahal-orchesters-der-israeli-defense-forces/ Für den morgigen Donnerstag lädt die DIG zu einer Gedenkstunde für Yitzhak Rabin um 20 Uhr an die Strassenkreuzung Yitzhak-Rabin-Strasse/Scheidemannstr. ein. http://www.digberlin.de/gedenken-fur-yitzhak-rabin-am-4-november-20-00-uhr/ (Botschaft des Staates Israel, 03.11.10) Ayalon eröffnet internationale Heimatschutz-Konferenz
Ayalon wies in seiner Rede auf die besondere Bedeutung der Konferenz angesichts der aktuellen Terrorbedrohungen hin. Der Schlüssel zur effektiven Bekämpfung des Terrors sei ein vereintes Vorgehen der internationalen Gemeinschaft. In diesem Sinne solle die Konferenz dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Staaten beim Informationsaustausch und im Bereich der Technologie zu stärken. Als Modell für eine erfolgreiche Kooperation nannte er die zwischen Israel und den USA, welche auch auf weitere Staaten ausgedehnt werden müsse. (MFA, 01.11.10) Der Direktor von Israels Allgemeiner Sicherheitsbehörde (SHABAK), Yuval Diskin, warnte auf der Heimatschutz-Konferenz vor den Gefahren, die sich aus der Verwendung des Internets und neuer Kommunikationstechnologien durch Terrororganisationen ergeben würden. "Neben einem bequemen Leben ermöglichen es die Technologien auch dem Terror, viel globaler zu werden, über Grenzen und Kontinente hinweg", so Diskin, der u.a. auf die erleichterte Informationsbeschaffung mittels der technologischen Innovationen hinwies, die sich Terroristen zunutze machen könnten. Zugleich betonte der Chef von Israels Inlandsgeheimdienst, dass das 21. Jahrhundert von einem Wegfall psychologischer Hemmschwellen im Kreis von (potentiellen) Terroristen gekennzeichnet sei. Dennoch erklärte Diskin: "Man kann den Terror erfolgreich bekämpfen und bei diesem Feldzug auch besiegen." Dafür sei jedoch globale Zusammenarbeit unabdingbar. Bezüglich der Situation in Israel berichtete Diskin, dass im Jahr 2009 15 israelische Bürger bei Terroranschlägen ums Leben kamen; 2002 waren es noch 452. Im letzten Jahrzehnt habe man Hunderte von Terroristen verhaftet, darunter 120, die auf dem Weg waren, einen Terroranschlag zu verüben. (Ma'ariv NRG, 01.11.10) Schussangriff im Westjordanland
Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu ähnlichen Anschlägen auf israelische Autofahrer im Westjordanland gekommen. So starben Ende August vier Israelis bei einem Schussangriff von Hamas-Terroristen; vor einem Monat trug ein israelisches Ehepaar schwere Verletzungen bei einem derartigen Vorfall davon. <Yedioth Ahronoth, 30.10.10> (Botschaft des Staates Israel, 01.11.10) Im Zeichen der Solidarität - 1000 Teilnehmer am Israel-Kongress in Frankfurt
Unter der Federführung von Sacha Stawski (ILI e. V. und Honestly Concerned) setzten circa 1000 Gäste, darunter Politiker und Wissenschaftler sowie Diplomaten der Botschaft, ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem Staat Israel. Zuvor hatten die teilnehmenden Organisationen am Samstagabend einstimmig eine Solidaritätserklärung sowie einen Forderungskatalog an die deutsche Öffentlichkeit und Politik verabschiedet. (Hierzu der folgende Link: http://israelkongress.de/dekla.html)
Israels Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, betonte in seiner Rede, dass die deutsch-israelischen Beziehungen in erster Linie auf gegenseitigem Vertrauen basieren sollten. "Kritik unter Freunden" sei zwar legitim, dürfe aber nicht das Herzstück der Freundschaft sein. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, nannte die Sicht der deutschen Medien auf Palästina "völlig verquer". Israel werde inzwischen sogar als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet. "Ja sind denn alle verrückt geworden?", fragte Knobloch. Israel sei täglich im Fadenkreuz von Terroristen, aber die westliche Staatengemeinschaft lasse sich vom Iran "am Nasenring" herumführen. "Um Ursachen und Wirkung des Nahostkonflikts darzustellen, werden die Juden in Deutschland und Europa mehr denn je als Brückenbauer gebraucht", so Knobloch. Der Ehrengast aus Israel, der Knesset-Abgeordnete und Generalsekretär der Kadima-Partei Yohanan Plesner, forderte in seiner Rede Deutschland dazu auf, wachsamer und aktiver auf die Gefahren aus dem Iran zu reagieren. Auch Dieter Graumann (Vizevorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland) sprach in seinem Statement im Rahmen des Iran-Panels die unmoralischen Aktivitäten der deutschen Wirtschaft mit dem iranischen Regime hervor. Mit Sorge betrachtete man insgesamt die in den deutschen Medien und der deutschen Öffentlichkeit verbreitete Tendenz, Israel stets einseitig zu verurteilen, wenn es sich gegen die Bedrohungen und Verletzungen seiner Souveränität und Sicherheit wehrt. So bezeichnete die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann die Resolution des Deutschen Bundestages zur Gaza-Flottille als "Unfall". Der Tag endete mit einem fröhlichen Konzert und ausgelassenem Tanz. Der Israel-Kongress soll laut Veranstalter in einem Jahr seine Fortsetzung finden. Unter http://www.israelkongress.de werden in den kommenden Tagen neben Bildern und Videos vom Wochenende auch Informationen über die Planung für das nächste Jahr zur Verfügung gestellt. (Botschaft des Staates Israel, 01.11.10) Haifa 21? Bürgermeister und Umweltschützer setzen sich gegen israelische Bahn durch
Bürgermeister Yahav zeigte sich erfreut über die Entscheidung und teilte mit: "Dies ist ein historischer Wendepunkt, der in Haifa zu einer Art von Entwicklung führen wird, wie sie keine israelische Stadt bislang erlebt hat." Israel Railways liess verlauten, dass die Entscheidung das Bahnelektrifizierungsprogramm im ganzen Land verzögern könnte und die Elektrifizierung der Akko-Carmiel-Linie gefährde, die 2015 in Betrieb genommen werden soll. Durch Haifa verläuft ein 20 Kilometer langer Streckenabschnitt, darunter sieben Kilometer an dem sensiblen Mittelmeerufer. (Globes, 31.10.10) |
Ägyptens Geheimdienstchef in Israel
Peres würdigte Ägyptens Rolle im Friedensprozess und betonte: "Suleiman ist nach Israel gekommen, um dabei zu helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden, die es bei den Verhandlungen gibt, und wird als Freund und jemand, der in den Prozess involviert ist, empfangen." Suleiman wies dann auch darauf hin, dass Ägyptens Präsident Hosni Mubarak sehr besorgt über die Zukunft der Region sei und ihn, Suleiman, nach Israel gesandt habe, um sicherzustellen, dass das "Momentum des Friedensprozesses weitergeht". (Ma'ariv NRG, 04.11.10) Am Abend wurde Suleiman von Binyamin Netanyahu zu einem Gespräch empfangen. Israels Ministerpräsident bekräftigte dabei erneut seinen Willen, ein Friedensabkommen mit den Palästinensern zu erzielen, welches zur Sicherheit sowohl Israels als auch der gesamten Region beitragen solle. (Amt des Ministerpräsidenten, 04.11.10) Islamistischer Terrorführer getötet
Muhammad Namnam war in den vergangenen Jahren persönlich an der Vorbereitung mehrerer Terroranschläge gegen israelische Ziele beteiligt gewesen - zuletzt an einem Anschlag auf der Sinai-Halbinsel in Kooperation mit der Hamas. Die Armee des Islams ist eine salafistische Terrororganisation, die sich mit der Sache des Globalen Jihad und der Terrororganisation Al-Qaida identifiziert. Vom Gaza-Streifen aus hat sie bereits mehrere schwere Angriffe gegen israelische Ziele ausgeführt. (ZAHAL, 03.11.10) Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Ben-Gurion-Flughafen
"Wir überprüfen uns selbst nach jedem Vorfall, der auf der Welt stattfindet", sagte ein hochrangiger Offizieller, der mit der Planung der Flughafensicherheit befasst ist. "Wir üben auf Grundlage dessen, was wir lernen, und nehmen mitunter Änderungen vor. Generell bereiten wir uns aber nicht auf den Anschlag vor, der passiert ist, sondern auf den nächsten Anschlag, der passieren könnte." Man verweist darauf, dass es in den vergangenen Jahren keinen Anschlag auf israelische Fluglinien gegeben, dennoch weiterhin eine "reale Bedrohung" für die internationale und auch die israelische Luftfahrt existiere. "Es ist möglich, dass unsere strengen Sicherheitsmassnahmen eine Abschreckung geschaffen haben, die Terroristen davon abhält, irgendetwas zu versuchen", sagte ein Offizieller. "Das bedeutet nicht, dass wir die Besten in der Sicherheit sind, und wir müssen immer daran arbeiten, unser Sicherheitsniveau zu halten." (The Jerusalem Post, 03.11.10) Botschafter Ben-Zeev würdigt Charlotte Knobloch
"Charlotte Knobloch bezieht Position, wo andere schweigen oder indifferent bleiben. Sie wird als moralische Instanz wahrgenommen", sagte Ben-Zeev in seiner Laudatio. "Sie hat nie den Glauben an die Menschlichkeit verloren." Den Artikel in den Aachener Nachrichten finden Sie: hier (extern) (Aachener Nachrichten, 02.11.10) Festkolloquium für Cannabis-Forscher Raphael Mechoulam
Die noch bis Donnerstag andauernde Konferenz "Cannabinoids in Biology and Medicine" findet am Institute For Advanced Studies der Hebräischen Universität statt und wird von Prof. Itai Bab geleitet. Führende Wissenschaftler aus den USA, Grossbritannien, Kanada, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz sind dafür nach Israel gereist. Prof. Mechoulam, der im Jahr 2000 den Israel-Preis für Chemie erhielt, ist international bekannt als er der erste, der in den 60er Jahren die Cannabinoiden identifizierte, ihre chemische Struktur bestimmte und eines von ihnen, das THC, synthetisierte. Gleichzeitig machte er bahnbrechende Entdeckungen zum medizinischen Nutzen des Cannabis in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen. Weitere Informationen: http://www.huji.ac.il/cgi-bin/dovrut/dovrut_search_eng.pl?mesge128860115832688760 (Hebräische Universität Jerusalem, 01.11.10) Massenkundgebung des Islamischen Jihad in Gaza
"Israel wird der Region keinen Frieden bringen, nur Krieg und Zerstörung, und daher muss der Slogan aller lauten, dass Israels Existenz ausgelöscht werden muss", verkündete der in Damaskus ansässige Führer der Terrororganisation, Ramadan Shallah, in einer aufgezeichneten Botschaft. Auch hochrangige Vertreter der Hamas nahmen an der Open-Air-Veranstaltung teil. Die den Gaza-Streifen beherrschende Terrororganisation gestattete dem Islamischen Jihad zudem, normalerweise ihren eigenen Kundgebungen vorbehaltene Areale zu besetzen, und stellte ihre eigenen Sicherheitskräfte zum Schutz der Parade zur Verfügung. Mitglieder des Islamischen Jihad sind nach wie vor aktiv mit Raketenangriffen auf Israel zugange. Hochrangige Vertreter bezeichneten die Kundgebung vom Freitag als "Referendum des palästinensischen Volkes gegen einen Friedensschluss mit Israel". Der Hamas-Führer Khalil Al-Hayya sagte, man müsse sich im Kampf gegen Israel zusammenschliessen: "Es gibt nur die Möglichkeit des Heiligen Krieges (Jihad) und sonst nichts." <Ha'aretz, 29.10.10> (Botschaft des Staates Israel, 01.11.10) Tel Aviv auf Platz 3 von Lonely-Planet-Ranking Der international verbreitete Reiseführer Lonely Planet hat Tel Aviv auf den dritten Platz seiner Rangliste "Top Cities for 2011" gewählt. Die Attraktivität Tel Avivs wird von Lonely Planet wie folgt begründet: Die weiteren neun Spitzenplätze verteilen sich auf die folgenden Städte: 1. New York, 2. Tanger (Marokko), 4. Wellington (Neuseeland), 5. Valencia, 6. Iquitos (Peru), 7. Ghent (Belgien), 8. Dehli, 9. Newcastle (Australien), 10. Chiang Mai (Thailand). (Lonely Planet, 31.10.10) Rede von Botschafter Ben-Zeev
"Es ist ein überwältigendes Bild, Sie alle von hier oben zu sehen! Und es ist grossartig zu wissen, dass Sie alle heute hierher gekommen sind, um Ihre Freundschaft und Solidarität mit Israel zu zeigen! Ich glaube nicht, dass ich in Deutschland schon einmal vor so vielen Israel-Freunden gesprochen habe. Für mich als israelischer Botschafter - und auch ganz persönlich - ist das ein besonderer Moment. Ich möchte mich bei den Organisatoren des ersten deutschen Israel-Kongresses sehr herzlich bedanken für ihre herausragende Initiative! Und ich danke Ihnen allen - Unterstützern und Teilnehmern - für Ihren Einsatz! Es ist wichtig, dass der Israel-Kongress stattfindet. Wir brauchen diese Veranstaltung dringend, gerade jetzt. Es gibt eine Tendenz zur Delegitimierung Israels - in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern in Europa. Die Kampagnen sind nicht nur unfair. Es sind schlicht Lügen, die verbreitet werden." "Ich hoffe, dass ein Signal von diesem Kongress ausgeht, ein Signal, das weit über Frankfurt hinaus reicht. Ich hoffe, dass noch mehr Menschen in Deutschland verstehen werden, dass Israel echte Freunde und Unterstützer braucht." Wichtig ist, dass die deutsch-israelischen Beziehungen nicht nur zwischen Regierungen bestehen. Sie müssen vor allem zwischen den Menschen beider Länder bestehen. Und hier - liebe Freunde - kommen Sie alle ins Spiel. Bitte schauen Sie sich einmal um. Sie als Freunde Israels werden mir zustimmen, dass in einer Freundschaft auch manchmal Emotionen im Spiel sind. In unserem Fall kann das zum Beispiel bedeuten, dass es Diskussionen zum Thema "Kritik an Israel" gibt. Lassen Sie es mich deutlich sagen: Es ist selbstverständlich, dass Israel auch in Deutschland kritisiert werden darf. Auf sachlicher Ebene - auch das ist klar. Jeder, der sich ein bisschen auskennt; jeder, der die israelische Medienlandschaft kennt - und jeder, der weiss, dass wir in Israel über sieben Millionen Ministerpräsidenten haben - muss diesen Hinweis für überflüssig halten. Scharfe Debatten und harte Kritik gehören zu unserem Alltag. In Israel wird in einer Art und Weise diskutiert - über politische Entscheidungen, über die Regierung, über den Friedensprozess, über das Thema Integration - dass es sich mancher Deutsche nicht einmal vorstellen kann. Ich bin absolut überzeugt davon: Es darf in einer Demokratie keine Tabus geben. Unsere Streitkultur ist etwas, worauf wir Israelis wirklich stolz sein können! Bei uns kommen die Themen offen und direkt auf den Tisch. Sicher, diese Offenheit tut manchmal auch weh. Doch das wichtigste ist: Israel ist ein demokratischer Staat. Und wir müssen unsere Demokratie unter allen Umständen verteidigen - gegen alle Widerstände - und in einer feindlichen Umgebung. Was nun die Kritik unter Freunden angeht: Ich denke nicht, dass dies das Hauptthema einer Freundschaft sein sollte. Das Herzstück einer Freundschaft sollte vielmehr gegenseitiges Vertrauen sein." Einen Videoclip mit Auszügen gibt es unter dem folgenden Link: http://www.youtube.com/watch?v=mcBwufZoWGY (Botschaft des Staates Israel, 31.10.10) |