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Nachrichten vom 4. - 10. Dezember 2011
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SymbolfotoSechs Raketen auf Israel

Palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen haben am Donnerstag insgesamt sechs Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in den Bezirken Sdot Negev, Eshkol und Chof Ashkelon.

In der Nacht zum Freitag haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) daraufhin im südlichen und nördlichen Gazastreifen Ziele angegriffen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen. Treffer wurden vermeldet.

(ZAHAL, 09.12.11)


Ayalon spricht auf UNHCR-Ministertreffen

Ministertreffen des UNHCR (Foto: MFA)Der Stellvertretende Aussenminister Danny Ayalon hat am Donnerstag auf dem Ministertreffen des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) in Genf gesprochen.

Er sagte unter anderem:

"Ihr Büro und die [Flüchtlingsschutz-]Konvention sind unverzichtbare Werkzeuge, wenn es darum geht, der weltweiten Herausforderung zu begegnen, bedürftigen Menschen zu helfen, die aus verschiedenen Gründen gezwungen waren, ihre Heimatländer und Familien zu verlassen und an einem anderen Ort ein besseres Leben zu finden.

Der Staat Israel ist ein Land, das als Zufluchtsort für jüdische Flüchtlinge aus der ganzen Welt errichtet wurde. Dies schliesst unter anderem Überlebende des Holocaust und Menschen ein, die gezwungen wurden, ihr Heim in Nordafrika oder dem Nahen Osten zu verlassen. […]

Als Ergebnis unserer Erfahrungen war Israel einer der Initiatoren der Flüchtlingskonvention und einer der ersten Unterzeichnerstaaten. Israel fühlt sich all ihren Artikeln verpflichtet.

Des Weiteren unterstützen wir die Ansicht, dass die allgemeinen Prinzipien bezüglich der Behandlung von Flüchtlingen weltweit und ohne Ausnahme gelten, dies schliesst den palästinensischen Kontext mit ein. Während der UNHCR langfristige Lösungen für Zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, hat die Agentur, die speziell für den palästinensischen Kontext gegründet wurde, nicht für einen einzigen eine dauerhafte Lösung gefunden. […]

Die Flüchtlinge sind eines der wichtigsten Elemente, wenn es darum geht, eine Lösung für unseren Konflikt zu finden. In einem weiter gefassten Zusammenhang würde eine solche Lösung sowohl auf die palästinensischen als auch auf die jüdischen Flüchtlinge eingehen, die gezwungen wurden, die arabischen Länder zu verlassen. Auch jüdischen Flüchtlingen steht Entschädigung zu. […]

Ich freue mich, ankündigen zu können, dass Israel seinen jährlichen Beitrag zum UNHCR vergrössern wird."

Zuletzt bot der Stellvertretende Aussenminister dem UNHCR eine Kooperation in der Flüchtlingshilfe über MASHAV, die israelische Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit, an.

Ayalon sagte abschliessend: "Wir stehen bereit, so schnell wie möglich einen Dialog mit dem UNHCR in dieser Angelegenheit zu beginnen."

(MFA, 08.12.11)

Die vollständige Rede finden Sie hier

Video von Danny Ayalon zum Thema palästinensische und jüdische Flüchtlinge: http://www.youtube.com/watch?v=g_3A6_qSBBQ


Hochrangiger Terrorist bereitete Anschlag vor

SHABAK-LogoBei einer gemeinsamen Aktion der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK) wurde am Donnerstag im nördlichen Gazastreifen ein hochrangiger Terrorist der Terrororganisation "Al Aksa-Märtyrer-Brigaden" getötet.

Die Terrorgruppe plante einen Anschlag in Israel in der Nähe der israelisch-ägyptischen Grenze.

ZAHAL (IDF) - LogoDer getötete Terrorist war in der Vergangenheit verantwortlich für mehrere Anschläge, bei denen Terroristen aus dem Gazastreifen über den Sinai nach Israel eingedrungen waren. Im Januar 2007 schickte er einen Selbstmordattentäter auf den Weg, der sich in Eilat in die Luft sprengte. Bei diesem Anschlag starben drei israelische Zivilisten.

(ZAHAL, 08.12.11)

ZAHAL verhindert Anschlag an Kontrollpunkt

Am Mittwoch haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) einen Anschlag auf einen Kontrollpunkt in Hebron vereitelt. Eine junge Palästinenserin hatte versucht, mit einem 14 cm langen Messer einen Soldaten anzugreifen. Dank der Aufmerksamkeit des Kommandanten der Einheit konnte der Angriff abgewehrt werden.

(ZAHAL, 07.12.11)


Angriffe auf israelisches Gebiet vereitelt

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben in der Nacht zum Mittwoch an zwei Orten im nördlichen Gazastreifen zwei terroristische Banden angegriffen, die einen Angriff auf ZAHAL in Israel vorbereiteten. Treffer wurden bestätigt.

Im November 2011 wurden zehn Raketen und eine Mörsergranate auf israelisches Gebiet abgefeuert.

(ZAHAL, 07.12.11)


Lieberman: Arabische Länder sollten mit Israel kooperieren

Lieberman in Vilnius mit Kollegen aus Jordanien und Ägypten (Foto: MFA)Aussenminister Avigdor Lieberman hat am Dienstag auf dem Ministertreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gesprochen. Er äusserte sich unter anderem zu den Entwicklungen im Nahen Osten in diesem Jahr und zur besonderen Situation Israels in der Region.

Er erklärte: "Ich komme aus dem Nahen Osten. Wenn ich unsere Region mit Europa vergleiche, versuche ich zu verstehen, wo die Unterschiede liegen. Oberflächlich gesehen befindet sich Europa zurzeit in einer seiner grössten Wirtschaftskrisen seit dem zweiten Weltkrieg. Es bestehen grosse Unstimmigkeiten zwischen bestimmten europäischen Ländern, doch dies führt nicht zu Gewalt und gewalttätigen internationalen Zusammenstössen. Es ist offensichtlich, dass die Situation im Nahen Osten vollkommen anders ist. Die wichtigste Frage, die sich uns stellt, ist: Warum gelingt es gerade Israel, wirtschaftlich und politisch stabil zu bleiben? Denn unser Land ist nicht nur stabil, in den letzten Jahren hat Israel auch grosse Fortschritte gemacht und ist zu einem wichtigen Player auf den Feldern Hightech und Wissenschaft geworden. […]

Trotz sehr schwieriger klimatischer Bedingungen ist Israel weltweit führend auf dem Gebiet der Entsalzung und Bewässerungstechnologien. […]

Arabische Führer täten gut daran, ihre Kooperation mit Israel auf den Gebieten des technologischen und wissenschaftlichen Know-hows zu vergrössern. Das wäre sicher besser, als weiterhin die öffentliche Meinung in ihren Ländern gegen uns anzustacheln. Hätten sie bereits in der Vergangenheit so gehandelt, dann wären die, die vor kurzem abgesetzt wurden, ihrem Schicksal vielleicht entgangen. […]"

(MFA, 06.12.11)


Google Voice Search jetzt auch auf Hebräisch und Arabisch

Google Voice Search auf HebräischGoogle hat am Montag mitgeteilt, dass sein Dienst "Google Voice Search" nun auch auf Hebräisch und Arabisch verfügbar ist.

Es handelt sich bei dem auf Spracherkennung basierenden Dienst um eine App für Android und iPhone.

Google erklärte, sowohl Hebräisch als auch Arabisch hätten die Entwickler vor besondere Probleme gestellt. So seien vor allem vokalisierte Wörter und Kollokationen eine Herausforderung gewesen.

Um des Problems Herr zu werden, hat die Firma eine Datenbank von über einer Million Wörtern und Ausdrücken auf Hebräisch und Arabisch angelegt. In Arabisch wurden sie zusätzlich zur Hochsprache auch in den in Ägypten, den Golfstaaten und der Levante vorherrschenden Dialekten aufgezeichnet.

(Yedioth Ahronoth, 06.12.11)


Erstes raketensicheres Kinderkrankenhaus geplant

So soll das Krankenhaus aussehenIn Safed entsteht ein Kinderkrankenhaus, das gegen Raketenangriffe geschützt ist. Die Kinderklinik ist Teil des Ziv Medical Centers, das als Krankenhaus für die gesamte Region Obergaliläa und Golanhöhen dient.

Während des Zweiten Libanonkrieges 2006 wurde das Krankenhaus wiederholt von der libanesischen Terrororganisation Hisbollah mit Katjuscha-Raketen beschossen. Eine Rakete traf das Krankenhaus direkt, fünf Patienten, zwei Ärzte und zwei Mitglieder des Pflegepersonals wurden dabei verletzt.

Infolge dieser Erfahrung wird das neue Krankenhaus nun auf der in Richtung Libanon ausgerichteten Seite mit besonders dicken Mauern ausgestattet. Darüber hinaus soll das Gebäude ein spezielles Lüftungssystem enthalten, das auch im Falle eines Angriffs mit chemischen Waffen funktionsfähig bleibt.

Die Kinderklink soll in drei Jahren eröffnet werden.

(Yedioth Ahronoth, 06.12.11)


Pilotprojekt des Gesundheitsministeriums verringert Zahl der Selbsttötungen

SymbolfotoDas Gesundheitsministerium plant die landesweite Einführung eines Plans zur Verhütung von Selbsttötungen, nachdem ein Pilotprojekt in den Städten Ramle, Rehovot und Kfar Kana über die letzten zwei Jahre äusserst erfolgreich verlaufen war.

Im Vorfeld des Projektes war vor allem die hohe Zahl der Schüler der Klassen sieben bis zwölf unter den Patienten aufgefallen, die nach einem Selbsttötungsversuch in die Notaufnahmen der Krankenhäuser eingeliefert worden waren. Teil des Projekts war daher eine spezielle Schulung für Sozialarbeiter an Schulen zur Früherkennung von Symptomen einer Gefährdung in dieser Hinsicht. Infolge dessen sank die Zahl der nach einem Selbsttötungsversuch eingelieferten Schüler in den jeweiligen Städten um 90%.

Eine weitere stark gefährdete Gruppe sind alleinlebende Senioren. Auch für diese Gruppe wurden Sozialarbeiter gesondert geschult.

Etwa 400 Menschen töten sich in Israel jährlich selbst, um die 6.000 werden nach einem Selbsttötungsversuch ins Krankenhaus eingeliefert.

(Ha'aretz, 06.12.11)


Steuerreform nach Trajtenberg-Empfehlungen verabschiedet

Prof. Manuel Trajtenberg (Foto: GPO)Die Knesset hat am Montag einstimmig in zweiter und dritter Lesung das Gesetz für die Steuerreform verabschiedet, die die Trajtenberg-Kommission empfohlen hatte.

Nach der Reform werden unter anderem berufstätige Männer für jedes Kind unter drei Jahren Steuerfreibeträge erhalten. Dies bedeutet eine Steuererleichterung von 418 Shekel (ca. 84 Euro) im Monat pro Kind. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte, dass es sich für viele Familien in Israel um eine bedeutende Summe handele. "Dies ist ein weiterer Schritt in der Realisierung der Empfehlungen der Trajtenberg-Kommission zur Reduzierung der gestiegenen Lebenshaltungskosten", so Netanyahu.

Bereits zuvor war eine Steuererleichterung beschlossen worden, der zufolge berufstätige Frauen mit Kindern unter fünf Jahren einen um 209 Shekel (ca. 42 Euro) höheren Freibetrag erhalten.

Die Reform umfasste ausserdem eine Erhöhung des Steuersatzes für Steuerzahler mit einem Einkommen von mehr als einer Million Shekel (ca. 200.000 Euro) von 45% auf 48%. Die erst vor kurzem erfolgte Erhöhung der Mineralölsteuer wurde annulliert.

Netanyahu kündigte an, dass in der nächsten Kabinettssitzung weitere Empfehlungen der Trajtenberg-Kommission umgesetzt werden.

(Amt des Ministerpräsidenten, 05.12.11)


Red Hot Chili Peppers kommen nach Israel

Die Red Hot Chili Peppers (Foto: AFP)Wer sie gestern in Berlin verpasst hat, kann sich jetzt auf eine ganz besondere Möglichkeit freuen, die "Red Hot Chili Peppers" live zu erleben: Die Band hat offiziell ein Konzert in Tel Aviv für September 2012 bestätigt.

Eigentlich sollte die Gruppe schon 2001 nach Israel kommen, sagte das Konzert jedoch schliesslich wegen der anhaltenden Terrorwelle während der Zweiten Intifada ab.

"Ich bin sicher, die israelische Öffentlichkeit versteht, wie viel Arbeit es gekostet hat, diese wundervolle Band nach Israel zu bringen", so Produzent Shuki Weiss, der für den Auftritt verantwortlich zeichnet.

"Ich freue mich, dass die Künstler und ihre Manager Wort halten und die Show nachholen, die 2001 ausgefallen ist."

In den vergangenen Wochen hatte es bereits Gerüchte gegeben, jetzt hat Weiss offiziell bestätigt: Am 10. September 2012 werden die Red Hot Chili Peppers im Hayarkon Park auftreten. Im Vorverkauf kosten die Karten zunächst 320 Shekel (ca. 64 Euro), später dann 390 Shekel (ca. 78 Euro). Für Premium- und VIP-Tickets muss man tiefer in die Tasche greifen: Sie kosten 750 bzw. 1200 Shekel (ca. 150 bzw. 240 Euro). <Ha'aretz, 01.12.11>

(Botschaft des Staates Israel, 05.12.11)


Prosor: Arabische Länder halten Fortschritt auf, nur um Israel zu schaden

UN-Botschafter Ron Prosor (Foto: MFA)Eine Mehrheit von 133 Staaten hat am Freitag in der Generalversammlung der Vereinten Nationen für den israelischen Vorschlag gestimmt, Agrartechnologien für afrikanische Entwicklungsländer leichter zugänglich zu machen. Einige arabische Länder, die die Massnahme aus politischen Gründen abgelehnt haben, führten eine Gruppe von 35 Nationen an, die der Abstimmung fernblieben.

Die Massnahmen, die Israel vorgeschlagen hat, sollen unter anderem auch der arabischen Welt zugutekommen und befinden sich in Übereinstimmung mit der UN-Politik zur Bekämpfung von Hunger und Armut.

Der israelische Vertreter bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor, dankte der Generalversammlung für ihre Unterstützung. Er erklärte, das Ergebnis würdige den israelischen Beitrag zur Entwicklung, vor allem auf technologischem Gebiet.

Der Diplomat erklärte, die arabischen Nationen sabotierten die Initiative nur, weil sie von Israel gestartet worden war. Er erklärte, während Israel Fortschritt und Technologie fördere, redeten die Gegner des Vorschlags "Rhetorik und Ignoranz" das Wort.

75% der Weltbevölkerung leben in Armut und sichern ihre Existenz durch Landwirtschaft. Ziel der israelischen Initiative ist es, Frauen in ländlichen Gebieten zu stärken, die Ernährungssicherheit zu verbessern, Bauern auszubilden und die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. <Yedioth Ahronoth, 02.12.11>

(Botschaft des Staates Israel, 05.12.11)

Mondfinsternis (Foto: AFP)Wochenende: Mondfinsternis

Nicht alle Wochenendaktivitäten müssen Geld kosten: Am Samstag wird in Israel eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Um 16.30 Uhr wird der Mond für etwa eine halbe Stunde vollkommen verdeckt sein, da sich die Erde zwischen Mond und Sonne schiebt. Das Phänomen dauert etwa bis 18.18 Uhr und ist insofern ungewöhnlich, als es während des Sonnenuntergangs stattfinden wird.

Astronomen zufolge ist die Mondfinsternis mit blossem Auge überall im Land zu erkennen.

(Botschaft des Staates Israel, 09.12.11)


Gal Nevo (Foto: AP)Gal Nevo erhält Bronze bei Schwimm-Europameisterschaften

Der israelische Schwimmer Gal Nevo hat am Donnerstag, dem ersten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften im Schwimmen, über die Distanz von 200m die Bronzemedaille gewonnen.

Für Nevo ist es die dritte Bronzemedaille bei Europameisterschaften überhaupt und die erste in dieser Distanz. Zuvor hatte er 2009 und 2010 über 400m Bronze gewonnen.

(Ha'aretz, 08.12.11)


Einigung zwischen Assistenzärzten und Finanzministerium

Die Assistenzärzte bei der Diskussion des Vorschlages (Foto: Yedioth Ahronoth)Die Assistenzärzte und das Finanzministerium haben am Donnerstagmorgen eine Einigung in dem seit einem dreiviertel Jahr anhaltenden Konflikt erzielt.

Auf Seiten der Ärzte wurde der Kompromissvorschlag mit 269 zu 163 Stimmen angenommen. Er besagt unter anderem, dass der ursprünglich auf neun Jahre unterschriebene Tarifvertrag zwischen der Ärztegewerkschaft und dem Finanzministerium nach der Hälfte der Zeit noch einmal überprüft werden soll.

Nach Wochenendschichten erhalten die Ärzte einen zusätzlichen Ruhetag. Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten junge Spezialisten eine Gehaltszulage von 7.000 Shekel (1.400 Euro). Des Weiteren werden Krankenhäuser, die von ihren Ärzten mehr als sechs Bereitschaftsdienste im Monat verlangen, mit einer Geldstrafe belegt.

In einer Erklärung der Assistenzärzte heisst es: "Wie über den gesamten Zeitraum des Protests zuvor, werden wir auch in diesem Fall die Mehrheitsentscheidung respektieren."

(Yedioth Ahronoth, 08.12.11)


Netanyahu twittert auf Arabisch

Ministerpräsident Binyamin NetanyahuMinisterpräsident Binyamin Netanyahu plant im Rahmen seiner Bemühungen, einen Dialog mit der arabischen Welt herzustellen, auch Gespräche auf Arabisch bei Facebook und Twitter. So sollen ihm Internetnutzer aus arabischen Ländern Fragen stellen können, auf die er (ebenfalls auf Arabisch) sofort Antwort gibt.

Sein Pressesprecher für die arabischen Medien, Ofir Gendelman, hat kürzlich einen ähnlichen Chat veranstaltet, bei dem er Fragen zum arabischen Frühling, den Beziehungen zu Ägypten und natürlich zu der Möglichkeit eines Militärschlags gegen den Iran beantwortete. Leider waren nicht alle Teilnehmer friedlich - einige nutzten, wie zu erwarten war, die Gelegenheit, um Israel anzugreifen. "Ich habe so einige neue Worte aus dem gesprochenen Arabisch gelernt", scherzte Gendelman zu dem Thema.

Doch generell wird das Gespräch als Erfolg angesehen. Und auch die arabischen Medien wurden darauf aufmerksam, selbst Asharq Al-Awsat, eine der führenden Zeitungen der arabischen Welt, widmete der Aktion einen umfangreichen Bericht.

Online-Chats mit arabischen Internetnutzern sind kein neues Phänomen in Israel: Adel Hino und Lior Ben Dor, Leiter der Pressesprecher-Abteilung für arabische Medien des Aussenministeriums, chatten regelmässig auf Arabisch. "Eigentlich betreiben wir virtuelle Botschaften in 22 arabischen Ländern", erklärte Ben Dor und fügte hinzu, dass auf diesem Weg "Zensur umschifft und Grenzen überschritten" werden.

(Yedioth Ahronoth, 08.12.11)


Lieberman trifft Putin

Lieberman und Putin (Foto: Reuters)Der Stellvertretende Ministerpräsident und Aussenminister Avigdor Lieberman hat sich am Mittwoch in Moskau mit dem Russischen Premierminister Vladimir Putin getroffen.

Im Anschluss an das Treffen erklärte Lieberman, er sei zufrieden mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen und dem Anstieg von Handel und Tourismus zwischen den beiden Staaten.

Der Aussenminister stellte fest, Russland und Israel hätten verschiedene Positionen in der Frage der israelisch-palästinensischen Beziehungen und zu den Ereignissen im Nahen Osten. Er verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass Russland die israelischen Sorgen in Betracht ziehen wird. Dies betreffe besonders Iran, die Hisbollah und die Hamas.

Lieberman erklärte, die russische Unterstützung der einseitigen palästinensischen Schritte leiste keinen Beitrag zu einem Abkommen oder der Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und den Palästinensern. Er fügte hinzu, die Lieferung von Waffen an Syrien, besonders angesichts der gegenwärtigen Situation in dem Land, könne zu von allen Betroffenen unerwünschten Konsequenzen führen.

Der Aussenminister erklärte, zwanzig Jahre nach Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Russland, sei das allgemeine Bild sehr positiv. Dies zeige sich vor allem im politischen Dialog, den wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen und dem Holocaust-Gedenken.

Lieberman überbrachte Putin ausserdem eine Einladung von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu für einen Besuch in Israel.

(MFA, 07.12.11)


Katzav tritt Haftstrafe an

Katzav heute Morgen beim Verlassen seines Hauses (Foto: Ha'aretz)Der ehemalige Präsident Moshe Katzav hat heute Morgen um zehn Uhr seine siebenjährige Haftstrafe angetreten.

Eine Stunde zuvor hatte er vor seinem Haus noch zu Reportern gesprochen und erneut seine Unschuld beteuert. Katzav erklärte, die neuen Dokumente, die er bei seiner Berufung habe vorlegen wollen, hätten beweisen können, dass er unschuldig sei. Der Widerspruch gegen das Urteil war abgewiesen worden.

Gestern hatte der ehemalige Präsident auf die Frage, ob er mit seinem Schicksal im Reinen sei, erklärt: "Stellen Sie sich einen Mann vor, einen Grossvater, einen ehemaligen Präsidenten, der ins Gefängnis geht, obwohl er unschuldig ist und nichts schlechtes getan hat."

A., die den damaligen Präsidenten der Vergewaltigung bezichtigt und angezeigt hatte, erklärte gegenüber Vertrauten: "Dies ist kein leichter Tag für mich. Ich hoffe, dass ich jetzt mein Leben weiterleben kann. Ich hoffe sehr, dass diese ganze Affäre und dieser Albtraum jetzt zu Ende sind."

Am 30. Dezember 2010 war Moshe Katzav der zweifachen Vergewaltigung, sexuellen Belästigung und Strafvereitelung schuldig gesprochen worden.

(Yedioth Ahronoth, 07.12.11)


Contador Sieger der ersten "Tour de Jerusalem"

Contador und Peres (Foto: GPO)Der dreifache Sieger der Tour de France, der Spanier Alberto Contador, hat am Dienstag das zum ersten Mal ausgetragene Radrennen "Tour de Jerusalem" gewonnen, dessen Strecke durch die Gassen der Altstadt führte.

Die Teilnehmer mussten den Altstadt-Parcours zehn Mal durchfahren, jede Runde betrug dabei 2,8 km. Auf dem Weg passierten die 30 Teilnehmer unter anderem das Jaffa-Tor, das armenische Patriarchat und den Zionsberg.

Vor Beginn des Rennens hatten Contador und der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barakat bereits einmal gemeinsam mit den Fahrrädern die Altstadt umrundet.

Das Rennen wurde bei einem Public Viewing live auf die Stadtmauern projiziert.

(Yedioth Ahronoth, 06.12.11)

Unter dem Motto "Fahrradfahren für den Frieden" wurden die Radfahrer später auch von Präsident Shimon Peres im Präsidialamt empfangen.

Contador war sichtlich bewegt über das Treffen mit dem Präsidenten und erklärte: "Vielen Dank für den warmen Empfang in Israel, wir lieben Israel und sind stolz, hier für den Frieden und eine bessere Zukunft für alle Kinder der Region fahren zu dürfen."

(Präsidialamt, 06.12.11)


Gerechte unter den Völkern: Yad Vashem-Ehrungen in Berlin

Cudell, Nahshon und GarbrechtWilli Garbrecht sowie Richard und Elisabeth Möller sind von der Nationalen Israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem posthum mit dem Ehrentitel "Gerechte/r unter den Völkern" ausgezeichnet worden. Dies ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nicht-Juden vergibt.

Im Rahmen einer Feierstunde, die am 6. Dezember 2011 in der Botschaft des Staates Israel in Berlin stattfand, nahmen der Sohn von Willi Garbrecht, Christian Garbrecht, und die Tochter des Ehepaars Möller, Ingeborg Cudell, die Yad Vashem-Medaillen und -Urkunden vom Geschäftsträger der Botschaft des Staates Israel in Deutschland, Emmanuel Nahshon, entgegen.

Willi Garbrecht war während des Zweiten Weltkriegs in der Stadt Zawiercie im von Deutschland besetzten Polen stationiert. Angesichts der Grausamkeiten gegen die jüdische und polnische Bevölkerung verweigerte der Luftwaffenoffizier dem Naziregime immer mehr den Gehorsam. Entschlossen versuchte er in den Jahren 1942 bis 1944, den von der Deportation in die Vernichtungslager bedrohten Juden zu helfen. Einige versuchte er zu retten, indem er sie als wichtige Arbeitskräfte für die dortigen Fabriken der Deutschen Luftwaffe reklamierte. Andere warnte er vor Razzien und vor der bevorstehenden Zerstörung des Ghettos Zawiercie. Eine Anzahl polnischer Juden verdanken Willi Garbrecht ihr Leben. Darunter war auch Joel Grinkraut, der hier auf einem Foto von 1965 gemeinsam mit dem Ehepaar Garbrecht zu sehen ist.

Richard und Elisabeth Möller gewährten während der Zeit des Nationalsozialismus zwei jüdischen Verfolgten entscheidende Überlebenshilfe. Das Ehepaar Möller kannte Gertrud Jacob und Hans Weiss von früheren geschäftlichen Kontakten. Die beiden hatten sich, ohne jeglichen Besitz und mit gefälschten Ausweispapieren, notgedrungen zu einem Leben in der Illegalität entschlossen. Ihr Überleben verdanken Sie Richard und Elisabeth Möller, die sie in den Jahren 1943 bis 1944 in ihrem Haus in Bad Saarow, ca. 70 Kilometer südöstlich von Berlin, versteckten und versorgten.

Yad Vashem ist "die Behörde zur Verewigung des Andenkens an die Märtyrer und Helden" in Jerusalem, die den sechs Millionen Juden, die während des Holocaust ermordet wurden, "ein Denkmal und einen Namen" - Yad Vashem - gibt. Sie ist Erinnerungsstätte, Dokumentations- und Forschungszentrum. Yad Vashem hat auch die Aufgabe, an diejenigen Nicht-Juden zu erinnern, die ihr Leben riskierten, um Juden während des Holocaust zu retten. Yad Vashem tut dies mit dem Ehrentitel "Gerechte/r unter den Völkern". Die Geehrten - oder ihre Nachkommen - erhalten eine Medaille und Urkunde und der Name der "Gerechten" wird auf der Memorial-Wall im "Garten der Gerechten" in Yad Vashem verewigt. Bis heute haben über 23.700 Frauen und Männer aus 45 Ländern diesen Ehrentitel erhalten. Unter den Geehrten sind rund 500 Deutsche.

(Botschaft des Staates Israel, 06.12.11)

Yad Vashem: http://www.yadvashem.org/

Die Gerechten unter den Völkern: http://www1.yadvashem.org/yv/en/righteous/index.asp

Virtuelle Tour durch den Garten der Gerechten unter den Völkern: http://www.youtube.com/watch?v=dcGS_ymJNro


Erlebnis Kibbutz

Wiedersehen ehemaliger Volontäre 2011 (Foto: MFA)Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 kam eine Welle von Volontären aus der ganzen Welt nach Israel. Sie waren begeistert von der Idee des Kibbutz als echter sozialistischer Gesellschaft mit gemeinsamem Besitz, Einkommen und gerechter Arbeitsteilung.

Seitdem haben mehr als 100.000 Volontäre die Kibbutzim in Israel besucht, und jedes Jahr werden es mehr. Die Volontäre helfen im Kibbutz und erhalten dafür eine einzigartige Erfahrung. Dabei haben sie die Gelegenheit, junge Israelis und andere Volontäre aus der ganzen Welt kennenzulernen und mit ihnen zu leben und zu arbeiten.

Die Kibbutzbewegung hat im letzten Jahr ihr einhundertjähriges Bestehen gefeiert, und eines der vielen Events war eine Reise für ehemalige Volontäre. Nachdem die Reise ein so grosser Erfolg war, werden auch im nächsten Jahr wieder zwei solcher Trips stattfinden. Termine sind der 4.-12. März 2012 und der 8.-16. Juli 2012.

Das Programm bietet die einmalige Möglichkeit einer Rückkehr in den Kibbutz, mit Übernachtungen und Mahlzeiten in verschiedenen Kibbutzim und Aktivitäten wie Rafting auf dem Jordan oder Klettern und Bootfahren auf dem See Genezareth. Die Teilnehmer haben ausserdem die Möglichkeit, etwas darüber zu erfahren, wie sich der Kibbutz seit den Volontärstagen verändert hat. <MFA, 01.12.11>

Mehr zu den Reisen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier: http://www.kibbutz.org.il/volunteers/

Seite der Kibbutz-Volontäre: http://www.kibbutzvolunteers.org.il/

Video der Tour 2011: http://www.youtube.com/watch?v=_sgqZb1hJzY

(Botschaft des Staates Israel, 05.12.11)


Lieberman bei OSZE Ministertreffen in Litauen

Logo des OSZE Ministertreffens in LitauenAussenminister Avigdor Lieberman ist gestern nach Litauen gereist, um am 18. Ministertreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilzunehmen. In Vilnius wird Aussenminister Lieberman die Konferenz besuchen und an einem Treffen von Repräsentanten der Mittelmeeranrainerstaaten teilnehmen. Weiterhin wird sich Lieberman informell mit anderen Aussenministern treffen, unter anderem mit John Baird (Kanada), Sergey Lavrov (Russland), Uri Rosenthal (Niederlande), Nickolay Mladenov (Bulgarien) und Carl Bildt (Schweden).

Anschliessend reist Lieberman weiter nach Moskau, wo er der israelischen Delegation zum gemeinsamen Wirtschaftsausschuss vorsitzen wird. Dort sollen die bilateralen Kooperationen diskutiert werden, zudem trifft Lieberman dort auf den stellvertretenden Premierminister Viktor Zubkov.

(MFA, 04.12.11)

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