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Nachrichten vom 4. - 10. Februar 2007
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UNIFIL gibt Israel Recht

UN-FlaggeDie UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) hat am Donnerstag die israelische Darstellung der Vorfälle an der israelisch-libanesischen Grenze bestätigt. Diese Vorfälle hatten am Mittwoch (7.2.07) zu einem Feuergefecht zwischen der israelischen Armee (IDF) und der libanesischen Armee an der Nord-Grenze geführt.

Die UNIFIL patrouillierte an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon, fotografierte den Ort des Geschehens und folgerte, dass die Soldaten der IDF vollständig innerhalb des israelischen Staatsgebietes im Einsatz waren.

Am Mittwoch hatte die libanesische Armee in Folge der Behauptung, israelische Truppen hätten libanesisches Gebiet betreten, Warnschüsse auf israelische Soldaten abgefeuert.

Der Vorfall hatte sich nördlich des Grenzzauns ereignet. Diesen hatte Israel mehrere Dutzend Meter innerhalb israelischen Gebietes und südlich der eigentlichen internationalen Grenze zwischen beiden Ländern errichtet.

Die UNIFIL hat ihren offiziellen Bericht über den Vorfall noch nicht abgeschlossen. Ein Repräsentant der UNIFIL unterrichtete jedoch am Donnerstag den UN-Sicherheitsrat über den Vorfall und bestätigte Israels Version der Ereignisse.

Infolge der Diskussion über diese Angelegenheit rief der UN-Sicherheitsrat zur Erneuerung von Koordinationstreffen zwischen der IDF, der libanesischen Armee und der UNIFIL auf. Diese Treffen hatte es auch kurz nach dem Krieg zwischen Israel und der libanesischen Armee im vergangenen Sommer gegeben. Der Libanon zeigte sich jedoch nicht interessiert an der Wiederaufnahme dieser Treffen.

Am Mittwochabend hatte ein Panzer der IDF zwei Salven auf Positionen der libanesischen Armee gegenüber des Dofes Avivim abgefeuert, nachdem libanesische Truppen auf israelische Soldaten geschossen hatten, die ausserhalb des Grenzzauns jedoch innerhalb israelischen Gebietes nach Minen der Hisbollah gesucht hatten. Die IDF hatte keine Opfer zu verzeichnen. Die UNIFIL berichtete, dass fünf libanesische Soldaten bei dem Vorfall verletzt worden seien. Die libanesische Armee stritt dies jedoch ab.

Ein Sprecher der UNIFIL bestätigte, dass das Feuergefecht von der libanesischen Armee initiiert wurde, nachdem ein israelischer Bulldozer den Grenzzaun überquert hatte, "in dem offensichtlichen Versuch, Minen zwischen der blauen Linie (internationale Grenze) und dem Zaun zu beseitigen".

Bei Suchoperationen, die während der letzten Monate entlang des Zauns vorgenommen worden waren, hatten IDF-Truppen Hisbollah-Positionen und Ausrüstung gefunden, die anscheinend für die Entführung der beiden IDF-Soldaten im Juli 2006 benutzt worden waren.

Vor etwa zwei Wochen hatte die IDF zwei Hisbollah-Bunker zerstört, die während dieser Suchoperationen entdeckt worden waren. Beide Bunker lagen auf israelischem Gebiet, zwischen der internationalen Grenze und dem Grenzzaun. Die Bunker waren mit Nahrungsvorräten und Werkzeug ausgestattet, die einen langen Aufenthalt unter der Erde ermöglicht hätten.

Verteidigungsminister Amir Peretz beschuldigte am Mittwoch Syrien, die Wiederbewaffnung der Hisbollah im Libanon zu ermöglichen. Er sagte, Israel habe das Recht, energisch gegen die schiitische Terrororganisation vorzugehen, um die Bedrohung abzuwenden. "Wir können unter keinen Umständen den Waffen- und Munitionstransfer an die Hisbollah ignorieren", sagte Peretz. "Während Israel der Waffenruhe verpflichtet bleibt, behalten wir uns das Recht vor, die Bürger des Staates Israels zu schützen, und dies werden wir mit nach allen uns zur Verfügung stehenden Kräften und ohne Kompromisse tun."

(Ha'aretz, 09.02.)


Armee-Einsatz an der israelisch-libanesischen Grenze, 8.2.07

Mitteilung des Armeesprechers, 8.2.07

IDF-LogoNachdem am vergangenen Montag (5.2.07) an der israelisch-libanesischen Grenze vier Sprengsätze gefunden wurden, die die Hisbollah-Organisation dort legte, waren gestern Nacht (7.2.07) Pioniere der israelischen Armee (IDF) in derselben Gegend im Einsatz, um nach weiteren Bomben zu suchen. Es ist von Bedeutung, dass der gesamte Einsatz auf israelischem Territorium stattfand, südlich der internationalen Grenze.

Mit dem Einsatz sollte sichergestellt werden, dass es keine weiteren Sprengsätze in dem Gebiet mehr gibt. Ausserdem sollte es der Terrororganisation erschwert werden, dort in Zukunft weitere Sprengsätze zu verstecken.

Der Einsatz wurde mit der internationalen Schutztruppe UNIFIL koordiniert. Während des Einsatzes gaben libanesische Soldaten Schüsse in die Luft ab. Die IDF übermittelte über UNIFIL eine Warnung, die klarstellen sollte, dass sie keine Absichten hat, die libanesische Armee anzugreifen und dass sie einen Angriff nicht unbeantwortet lassen würde. Nachdem die libanesische Armee einen zweiten Schuss in die Luft abgegeben hatte, informierte die IDF die UNIFIL über den Verstoss durch die libanesische Armee und rief zu einem Ende des Feuers auf. Trotz der Warnungen eröffnete die libanesische Armee das Feuer auf die israelischen Soldaten auf israelischem Territorium. Die IDF erwiderte mit Feuer in die Richtung, aus der das Waffenfeuer mündete.

Die IDF wird sich weiter dafür einsetzen, dass Israels Souveränität gewahrt bleibt und die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats umgesetzt wird.

Die Fotos zeigen eine Bombe in der Nähe der libanesischen Grenze und deren kontrollierte Detonation (IDF, 05.02.).


Bild 1: Hisbollah-Sprengsatz an der libanesischen Grenze:

Hisbollah-Sprengsatz an der libanesischen Grenze

Bild 2: Kontrollierte Detonation des Sprengsatzes:

Kontrollierte Detonation des Sprengsatzes

(IDF, 08.02.)


MP Olmert: "Es ist nicht zu spät, den Iran zu stoppen"

Ministerpräsident Ehud OlmertMinisterpräsident Ehud Olmert hat am Dienstagabend erklärt, er gehe davon aus, dass die iranische Bedrohung noch gestoppt werden könne, bevor man den "Point of no Return" erreiche. Eine militärische Intervention sei nicht unbedingt notwendig.

In einer Rede vor Mitgliedern der Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations, die am Dienstag (6.2.07) in Jerusalem stattfand, erklärte Olmert angesichts des raschen Fortschreitens des iranischen Atomprogramms: "Es ist noch immer Zeit für diverse Massnahmen. Es gibt einen Weg, die Iraner daran zu hindern, im Atomprogramm voranzukommen ohne eine militärische Intervention".

Olmert rief dazu auf, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen: "Wenn die Internationale Gemeinschaft effektive wirtschaftliche Sanktionen verhängt, wird dies die Iraner dazu zwingen, ihre Schritte neu zu überdenken."

Der Iran wird in den nächsten zwei Tagen im Persischen Golf ein grosses Militärmanöver veranstalten, in dessen Verlauf auch Raketen getestet werden.

(Yedioth Ahronoth, 07.02.)

Address by PM to the Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations, Transcription of English and Translation of Hebrew, 6/2/2007: http://www.pmo.gov.il/PMOEng


Militärdienst und "Urlaub" in der Schweiz

Das Archiv-Foto zeigt die Alpinisten der IDF auf dem Golan 2004Die Alpinisten der israelischen Armee wurden zum Training in die Schweizer Alpen geschickt "um ihren Horizont zu erweitern".

Die Einheit der Alpinisten der israelischen Armee, die im verschneiten Hermon-Gebirge stationiert ist, soll den Angriff eines syrischen Kommandos im Notfall abwehren können. Die Soldaten der Einheit trainieren unter schweren Wetterbedingungen, sobald auf dem Hermon der erste Schnee fällt. Das Nordkommando hat nun beschlossen, sich nicht mehr mit den wenigen, schneereichen Tagen in Israel zufrieden zu geben. Um das Training zu vertiefen, wurden die Kämpfer im vergangenen Jahr in die verschneiten Berge der Türkei geschickt.

Dieses Jahr entschied der neue Befehlshaber, Gadi Eisenkut, die Kämpfer an ihre Grenzen zu bringen und entsandt sie zu einem schwereren Training in die Schweizer Alpen. Hier sollen sie ihre Ausdauer unter härteren Bedingungen wie lang anhaltende Kälte erhöhen. Zusätzlich trainieren die Kämpfer das Skifahren in schwer zugänglichen Gebieten, sowie bei Schneestürmen, die auch im israelischen Hermon auftreten können.

"Eine verrückte Truppe"

"Das Ziel ist es, dass die Kämpfer ihre Tauglichkeit beibehalten und soweit wie möglich ausbauen, wobei strenge Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden müssen", so ein Armeevertreter im Nordkommando. "Sie bauen Iglus, führen lange Beobachtungen durch, und im Ernstfall werden sie sich standhaft den Truppen des syrischen Kommandos entgegenstellen, die versuchen könnte, die Posten der israelischen Armee entlang der Grenze anzugreifen."

Der Vertreter fügte hinzu: "Dieses Training stärkt Selbstbewusstsein. Innerhalb des Nordkommandos befindet sich die Einheit der Alpinisten ohne Zweifel an der Leistungsspitze. Das ist eine verrückte Truppe, die alles tun würde, um die Sicherheit des Staates zu schützen. Das sind keine normalen Typen, sondern Kämpfer, die an harte Wetterbedingungen und Kälte, an Einsätze im Schnee gewöhnt sind und deren Fähigkeiten beim Schiessen enorm sind. Nicht jeder kann Kämpfer bei den Alpinisten werden."

In der kommenden Woche geht das zermürbende Training der Alpinisten in der Schweiz zu Ende und die Kämpfer kehren nach Israel zurück.

(Ma'ariv NRG, 05.02.)


Stellungnahmen zu den Ereignissen im Gazastreifen und zur Erklärung des Nahost-Quartetts

Ministerpräsident Ehud OlmertStellungnahme von Ministerpräsident Ehud Olmert zu den Ereignissen im Gazastreifen, 4.2.07:

"Wie wir bereits gesagt haben, haben wir nichts mit den innerpalästinensischen Ereignissen zu tun – und wir sind auch nicht darin involviert. Es ist deren interne Angelegenheit, über die wir uns nicht freuen, und von der wir nicht glauben, dass sie irgendeine Art Durchbruch darstellt oder dass sie irgendeine langfristige Hilfe bei der Schaffung eines wünschenswerten Prozesses sein könnte."

Stellungnahme von Aussenministerin Tzipi Livni zur Entscheidung des Nahost-Quartetts, 4.2.07:

In Reaktion auf die Stellungnahme des Nahost-Quartetts am Freitag (2.2.07) erklärte die stellvertretende Ministerpräsidentin und Aussenministerin Tzipi Livni:

Die Stellungnahme des Nahost-Quartetts bekräftigt die bestehenden Grundsätze des Quartetts und deren eindeutige Forderungen an die Extremisten und Terrororganisationen: Verzicht auf Gewalt und Terror, Anerkennung Israels und die Annahme der bestehenden Abkommen einschliesslich des internationalen Friedensplans (road map). Gleichzeitig beabsichtigt das Quartett, den Dialog mit den Gemässigten zu verstärken, um den politischen Horizont des Friedens und der Wahrung der Sicherheit in der Region aufrechtzuerhalten.
Eine harte Haltung gegenüber den Extremisten und die gleichzeitige Stärkung der Gemässigten sind sich einander ergänzende Massnahmen und weisen in die richtige Richtung.

Stellungnahme von Aharon Abramovitz, Staatssekretär im Aussenministerium, im israelischen Rundfunk:

"Ich denke, dass das Quartett richtig gehandelt hat. Es versucht, einen Anfang zwischen den Extremisten in der Autonomiebehörde und den gemässigten Kräften zu machen. Es versucht, dafür zu sorgen, dass die gemässigten Kräfte stärker werden, damit sie die Ereignisse in der Autonomiebehörde beeinflussen können.

Die Handlungsfähigkeit der Extremisten in der Autonomiebehörde und bei der Hamas wird kleiner. Dies kann letztendlich auch die Bereitschaft des palästinensischen Volkes beeinflussen, Einfluss auf die Vorgänge in der Autonomiebehörde zu nehmen und eine Verständigung zwischen uns und dem palästinensischen Volk zu erreichen.

Der Apparat zur Bereitstellung der Gelder setzt sich dafür ein, dass Geld an diese gemässigten Stellen gegeben wird, wobei natürlich von Zeit zu Zeit geprüft werden kann, ob dies tatsächlich geschieht. Wir hoffen, dass am Ende eines solchen Prozesses eine palästinensische Körperschaft stehen wird, mit der wir vor Gericht verhandeln können. Wir nehmen an, dass dies auch die Absicht der internationalen Gemeinschaft ist.

Wir hoffen, dass diese Kräfte zunehmen werden. Wir befinden uns in keiner leichten Zeit, der Abschuss der Qassam-Raketen dauert an, der Waffenschmuggel in Richtung Gaza geht weiter und Israel muss angesichts der schwierigen Situation aus Richtung des Gazastreifens vorbereitet sein.

Andererseits gibt es gemässigte Kräfte mit Abbas an der Spitze, die einen Prozess wollen und es gibt die Bereitschaft, einen Dialog zu führen. Dies zeigt sich ebenfalls in den Spannungen. Es ist uns wichtig, einen Dialog zu erzielen und keine militärische Auseinandersetzung mit den Palästinensern, und in diese Richtung zielt Israel. Israel verfolgt im Moment, was in der Autonomiebehörde vor sich geht.

Wir hoffen, dass das Ergebnis dieser Vorgänge der sein wird, dass es eine Autonomiebehörde und eine Regierung gibt, mit der ein Dialog geführt werden kann, eine Regierung, die den Frieden mit Israel vorzieht."

(Kol Israel, Reshet Beth, 04.02.)

AM Livni: PA-Regierung muss Israel anerkennen

Aussenministerin Tzipi LivniAussenministerin Tzipi Livni hat sich am Rande ihres Besuchs in der spanischen Hauptstadt Madrid über die Etablierung einer Einheitsregierung in der Palästinensischen Autonomiebehörde geäussert und rief die internationale Gemeinschaft auf, sicherzustellen, dass Israels Existenzrecht von jeder Regierung der PA anerkannt wird.

Livni sagte, dass die drei Bedingungen der internationalen Gemeinschaft an die palästinensische Regierung nicht verhandelbar seien und jede zukünftige PA-Regierung bindend verpflichtet. "Wir erwarten, dass die internationale Gemeinschaft zu ihren Bedingungen, die nach der Wahl der Hamas aufgestellt wurden, steht."

Die Sprecherin der israelischen Regierung, Miri Eisin, bekräftigte ebenfalls die Position Israels, dass die palästinensische Regierung die Bedingungen der internationalen Gemeinschaft akzeptieren müsse: Beendigung der Gewalt, Anerkennung Israels und Akzeptanz früherer geschlossener Verträge mit Israel. "Israel erwartet von der palästinensischen Regierung, dass sie die drei Bedingungen der internationalen Gemeinschaft akzeptiert […]".

(Ha'aretz; Yedioth Ahronoth, 09.02.)


Hisbollah fordert Rückgabe beschlagnahmter Waffen

Hisbollah-LogoDie radikalislamische schiitische Terrororganisation Hisbollah fordert von den libanesischen Behörden die Rückgabe eines Lastkraftwagens, der am gestrigen Donnerstag mit Waffen beladen beschlagnahmt wurde. Die Hisbollah erklärte, dass die Waffenlieferung an ihre Kämpfer in Südlibanon gehen sollte.

Am Donnerstag erklärte der libanesische Informationsminister, Ghazi Aridi, dass Zollbeamte ein Fahrzeug mit Waffen in den Aussenbezirken Beiruts stoppten und die Ladung zur weitern Inspektion in den Hafen gebracht hätten.

Die Hisbollah erklärte in einer Stellungnahme, dass die libanesischen Behörden "einen Lastkraftwagen mit Waffen für den Widerstand" beschlagnahmten. Der Lastkraftwagen transportierte die Ladung vom Bekaa-Tal im Osten in Richtung Südlibanon.

Die Hisbollah äusserte weiter: "Das Regierungsprogramm bestätigt eindeutig das Recht auf Widerstand […] um auf die Befreiung des restlich besetzten Landes und der Gefangenen hinzuarbeiten sowie um der zionistischen Bedrohung entgegenzutreten". Die Stellungnahme forderte die Rückgabe der Waffen von den libanesischen Behörden.

Die Resolution 1701 des UNO-Sicherheitsrates, die die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah im vergangenen Sommer beendete, verpflichtet die libanesische Regierung ausdrücklich, die Waffenlieferung an die Hisbollah zu beenden. Ein UNO-Gesandter und antisyrische Politiker warfen Syrien vor, trotz der Resolution, weiterhin Waffen an die Hisbollah und deren Verbündete zu liefern.

(Ha'aretz, 09.02.)


Assad: "Syrien wird Hamas und Hisbollah weiter unterstützen"

Syriens Präsident Bashar al-AssadSyriens Präsident Bashar al-Assad sagte gestern (Mittwoch, 7.2.07), dass sein Land auch weiterhin die Hisbollah und die Hamas unterstützen werde, trotz des Drucks der amerikanischen Regierung auf die Regierung in Damaskus.

Assad, der bei der Eröffnung einer Konferenz der Baath-Partei sprach, fügte hinzu, dass der Schlüssel zur Stabilität im Nahen Osten ein Friedensabkommen sei, in dessen Rahmen alle von Israel im Jahr 1967 besetzten Gebiete zurückgegeben würden.

"Der Präsident sagte, dass die syrische Unterstützung für die beiden Organisationen anhalte und dass deren Widerstand bis zur Rückgabe aller besetzten Gebiete ein ‚legitimes’ Recht sei", so Mustafa al-Makdad, Mitglied der Baath-Partei. Ein anderes Parteimitglied, das bei der Konferenz anwesend war, sagte, dass der syrische Präsident auch zum Libanon Stellung genommen und erklärte habe, dass die libanesische Einheit geschützt werden müsse.

Im Laufe der Konferenz, die heute fortgesetzt wird, werden die Parteimitglieder einen Termin für einen Volksentscheid festlegen, in dem die syrischen Bürger wahrscheinlich mit grosser Mehrheit die zweite, siebenjährige Amtszeit Assads bestätigen werden. In Bezug auf das Thema der Konferenz sagte der syrische Präsident, dass er nicht beabsichtige, in seiner kommenden Amtszeit bedeutende Änderungen in der Wirtschaftspolitik Syriens vorzunehmen und auch nicht die privaten Investitionen im Staat zu vergrössern.

(Yedioth Ahronoth, 08.02.)


Olmert wird sich am 19. Februar mit Rice und Abbas treffen

Das Gipfeltreffen zwischen Ministerpräsident Ehud Olmert, dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde Abbas und US-Aussenministerin Condoleezza Rice wird am Montag, dem 19. Februar stattfinden. Dies bestätigte Olmert gestern Abend in Jerusalem.

Olmert sagte, dass er die Energie, die Rice investiere, um den Friedensprozess voranzubringen, sehr schätze, obwohl dies letztendlich ein gegenseitiger Prozess sei. Israel werde jede palästinensische Regierung, die die Grundsätze des Nahost-Quartetts und der Internationalen Gemeinschaft annimmt, akzeptieren und mit ihr zusammenarbeiten. Bis dahin werde man jedoch alles tun, um die Gefahr vor weiteren Terrorangriffen einzudämmen.

"Ich möchte deutlich hervorheben: In den letzten Monaten hat Israel völlige Zurückhaltung bewiesen, obwohl die palästinensische Seite an nicht einem einzigen Tag die Feuerpause eingehalten hat. Täglich werden Qassam-Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Doch wir haben uns zurückgehalten, denn meiner Meinung nach ist Israel stark genug, sich manchmal auch zu zügeln, obwohl die Extremisten dabei noch stärker werden", sagte Olmert.

(Ma'ariv NRG, 07.02.)


Palästinenser schiessen weitere Qassam-Raketen auf Israel

Überreste einer Qassam-RaketeNach wie vor greifen palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen Orte im westlichen Negev mit Qassam-Raketen an. Die israelische Armee hält sich noch immer zurück.

Eine Rakete schlug gestern im Zaun eines Industriegebietes der Stadt Ashkelon ein. Die Arbeiter begaben sich eilig in die Bunker und Schutzräume.

Am Nachmittag traf eine Qassam-Rakete einen Kibbuz der Region Shaar Hanegev. An einem Gebäude entstand grosser Schaden. Niemand wurde verletzt. Eine weitere Rakete schlug auf offenem Gelände ein.

(Ha'tzofeh, 07.02.)


Assad lieferte Hisbollah Antipanzer-Raketen vom Typ Kornet

Im Widerspruch zur Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats hat Syrien der schiitischen Terrororganisation Hisbollah grosse Mengen moderner Antipanzer-Raketen geliefert. Dies geht aus Informationen hervor, die hohe politische Stellen in Jerusalem erhalten haben.

Es handelt sich unter anderem um russische Kornet-Raketen, die der israelischen Armee im Laufe des Krieges schwere Verluste zugefügt haben.

Hochrangige Politiker erklärten, dass die Hisbollah zusätzlich zu den Antipanzer-Raketen weiterhin Katjuschas, sowie Mittel- und Langstreckenraketen ansammelt. "Die Hisbollah wird vor unseren Augen wieder stärker, und wir tun nichts", sagte die Quelle in Jerusalem. In Israel wächst die Kritik an der Ohnmacht der UNIFIL angesichts des zunehmenden Waffenschmuggels in den Libanon.

Bei einer Beratung, die kürzlich im Aussenministerium stattfand, wurde beschlossen, die politischen Aktionen im Ausland zu intensivieren, um die Internationale Staatengemeinschaft von einem Waffenembargo zu überzeugen.

(Yedioth Ahronoth, 07.02.)


In Kürze Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern

Die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern sollen in Kürze wieder aufgenommen werden, nach langen geheimen Gesprächen zwischen den Seiten in den vergangenen Wochen. Dies geschieht zunächst regional und unter amerikanischer Schirmherrschaft und wird auch die Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und arabisch-muslimischen Staaten in der Region umfassen – und vielleicht sogar die Aufnahme von Beziehungen zwischen Israel und Staaten, mit denen es noch keine offiziellen Kontakte gibt.

Yoram Turbovitz und Shalom Turgeman, die beiden Berater des Ministerpräsidenten Ehud Olmert, befinden sich derzeit in Europa, wo sie sich insgeheim mit ihren amerikanischen Amtskollegen treffen. Gleichzeitig werden morgen oder übermorgen die Berater von Mahmud Abbas, Saib Erekat und Yasser Abed-Rabo, nach Washington reisen. Es handelt sich um die letzten Vorbereitungen für den geplanten Nahost-Gipfel zwischen der amerikanischen Aussenministerin Condoleezza Rice, Abbas und Olmert in der letzten Februarwoche. Auf dem Gipfel sollen Verhandlungen zwischen den Seiten aufgenommen werden, die als Rahmen für Treffen und gegenseitige Prüfungen bezeichnet werden.

Im Grunde handelt es sich um theoretische Verhandlungen, mit dem Versuch über alle aktuellen Themen zu sprechen, ohne die Stufe der Umsetzung vor Ort. Die beiden Seiten sind sich darüber bewusst, dass es in der derzeitigen Situation keine Möglichkeit gibt, irgendetwas vor Ort oder die erste Stufe der road map umzusetzen. Deshalb wird dieser Prozess im Grunde die ersten Stufen überspringen, mit der Bemühung, die Probleme aufzuzeigen und zu versuchen, die Lücken in den wichtigsten Themen zwischen den Seiten zu überbrücken.

(Ma'ariv NRG, 06.02.)


Diskin warnt vor Clan-Strukturen statt Autonomieregierung in Gaza

Yuval DiskinYuval Diskin, Direktor der Allgemeinen Israelischen Sicherheitsbehörde (Shabak), nahm gestern von einer breiten Anti-Terror-Operation im Gazastreifen Abstand. Die israelische Armee bereitet sich zwar auf einen möglichen Einsatz vor, doch Diskin ist der Überzeugung, dass Israel im Gazastreifen nicht agieren muss, solange ein Krieg zwischen Fatah und Hamas tobt.

Diskin ist der Meinung, dass das Hauptproblem in den Autonomiegebieten für Israel darin besteht, dass die Regierung der Autonomiebehörde zerbröckelt. Besonders im Gazastreifen sei ein "Zusammenbruch und die Rückkehr zum Niveau von Sippen" zu spüren. Die Treue zur Sippe sei heute stärker als die Treue zu den Institutionen der Autonomiebehörde. Der Einfluss der Sippen und der Wunsch nach Blutrache im Namen der in den Kämpfen Getöteten könnte das Erreichen der Feuerpause erschweren, obwohl die Leiter der Fatah und der Hamas anscheinend an dieser Feuerpause interessiert sind. Nach seiner Einschätzung stehen Hamas und Fatah kurz vor einer Einigung auf eine Einheitsregierung – hauptsächlich weil Palästinenserpräsident Mahmud Abbas daran interessiert sei. "Abbas zieht die Einheit der Konfrontation vor", sagte Diskin.

Diskin fügte hinzu, dass dem Shabak Informationen über mehr als zehn Tunnel vom Gazastreifen nach Israel vorliegen. Nach seinen Worten gibt es keine konkreten Warnungen bezüglich einer Entführung aus dem Gazastreifen wie dies vor der Entführung von Gilad Shalit der Fall war.

(Ha'aretz, 06.02.)


Junge Freiwillige beichten über ihre Erfahrungen in München

Vor einiger Zeit hatten wir über das Eintreffen von zwei jungen Frauen aus Israel in München berichtet. Die Beiden - Noa Oren, eine Jüdin und Ahlam Massalha, eine Muslimin - leisten bis Mai 2007 im Münchner Jugendinformationszentrum einen Freiwilligendienst ab, der im Rahmen des Aktionsprogramms JUGEND der Europäischen Union gefördert wird.

Mittlerweile sind Noa und Ahlam regelrecht bajuwarisiert und haben sogar einen Skikurs in den Alpen hinter sich. Über ihre Erlebnisse und alles, was sie bewegt, schreiben sie auf der Website http://www.shalom-munich.de. Für weitere Informationen und Rückfragen steht Michael Graber, Einrichtungsleiter im Jugendinformationszentrum München (JIZ), E-Mail: m.graber@jiz-muenchen.de zur Verfügung (Internet: http://www.jiz-muenchen.de).

(Botschaft des Staates Israel, 06.02.)


Hisbollah-Chef räumt ein, dass er Hilfe aus Iran erhält, rechnet mit Unterstützung aus Ägypten

Hassan NasrallahNasrallah gibt zu, dass er Geld und Waffen aus dem Iran bekommt; "bereit, Hilfe auch aus Ägypten anzunehmen"

Der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, ist bereit, Hilfe nicht nur vom Iran anzunehmen, sondern auch von muslimischen Staaten, die diplomatische Kontakte mit Israel unterhalten, wie Ägypten oder Staaten, die als gemässigt gelten, wie Saudi-Arabien. Nach seinen Worten ist es kein Geheimnis, dass der Iran die Hisbollah mit Geld und Waffen, die über Syrien kommen, unterstützt, doch er wäre auch bereit, jede Hilfe anzunehmen, die er von arabischen oder muslimischen Staaten bekommen kann.

Dies sagte er in einem Interview, das am Wochenende in der kuwaitischen Zeitung "Al-Rai al-Aam" veröffentlicht wurde. Der Journalist, Dr. Saad al-Din Ibrahim, besuchte vor einigen Tagen den Libanon, wo er Nasrallah interviewte.

Nach Angaben Ibrahims nahm Nasrallah in dem Interview Stellung zur Entführung der israelischen Soldaten und sagte, dass das Ziel der Operation die Befreiung von libanesischen Gefangenen war, die in Israel inhaftiert sind. Gleichzeitig gab Nasrallah zu, dass er Fehler begangen habe: "Es kann sein, dass wir uns geirrt haben, nur G'tt macht keine Fehler, und dafür haben wir uns bei dem libanesischen Volk entschuldigt und sehr teueres Blutgeld bezahlt", so Nasrallah.

(Ha'aretz, 04.02.)

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