Raketen in Südisrael
Auch am Unabhängigkeitstag hat der Raketenbeschuss palästinensischer Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen nicht nachgelassen. Insgesamt drei Qassam-Raketen landeten gestern im westlichen Negev, ohne jedoch Schaden zu verursachen.
Auch heute Morgen ist bereits wieder eine Rakete in Südisrael eingeschlagen.
(Yedioth Ahronoth, 09.05.08)
Ahmadinejad prophezeit Zerstörung Israels
Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat am Donnerstag über die iranische Nachrichtenagentur IRNA abermals Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel von sich gegeben.
Den zahlreichen politischen Führern auf der ganzen Welt, die Israel ihre Glückwünsche zum 60. Geburtstag übermittelten, hielt er folgende Botschaft entgegen: "Die, die denken, die stinkende Leiche des zionistischen Regimes an seinem Geburtstag wiederzubeleben liegen absolut falsch … die Existenz des zionistischen Gebildes steht in Frage. Es sieht seiner Zerstörung entgegen." Dabei fügte er noch hinzu: "Israel ist wie eine tote Ratte geendet, nachdem es im Libanonkrieg geschlagen wurde."
(Yedioth Ahronoth, 08.05.08)
Israels Bevölkerung auf 7.3 Millionen angewachsen
Am Vorabend des 60. Unabhängigkeitstags leben in Israel 7.282 Millionen Menschen. Wie das Zentralamt für Statistik gestern mitgeteilt hat, hat sich die Bevölkerungszahl seit der Staatsgründung damit mehr als verneunfacht. 1948 lebten gerade einmal 806 000 Menschen auf dem Gebiet des heutigen Staates.
Seit dem letzten Unabhängigkeitstag ist die Bevölkerung um 1.8% angewachsen. 156 400 Babys wurden geboren, und 18 000 Personen wanderten neu nach Israel ein.
Etwas mehr als Dreiviertel aller Israels sind Juden (5.5 Millionen), 20% sind Araber. (1.5 Millionen). 69% der Juden wurden im Land geboren, 1948 waren es nur 35%.
Noch immer lebt die Bevölkerungsmehrheit im Grossraum Tel Aviv, wenn der Anteil auch von 71% im Jahr 1948 auf 53% gesunken ist. Während zur Zeit der Staatsgründung nur 19% aller Israelis im Norden und Süden des Landes lebten, sind es heute immerhin 31%.
Über die Jahre ist auch das Bildungsniveau erheblich angestiegen. Der Anteil der Personen ohne Schulabschluss ist von 16% im Jahr 1948 auf 3% gesunken, während der Anteil der Personen mit einer Schulausbildung von 13 oder mehr Jahren von 9% auf 42% gestiegen ist. 1948 machten 208 Personen einen Abschluss an den beiden damaligen Universitäten des Landes. Vor zwei Jahren machten 53 000 Personen ihren Abschluss an insgesamt 62 Colleges und Universitäten.
Ein Zeichen des gestiegenen Wohlstands ist, dass die Lebensmittelausgaben sich heutzutage nur auf 16% aller durchschnittlichen Haushaltsausgaben belaufen, während es in den 50er Jahren noch 40% waren.
(Ha'aretz, 07.05.08)
Botschafter Ben-Zeev lobt israelisch-deutsche Beziehungen
Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland als "hervorragend" bezeichnet. Die internationale Gemeinschaft ruft Ben-Zeev dazu auf, den Iran bei seinen Nuklearaktivitäten zu stoppen.
Auf die Frage, ob der Zionismus heute noch lebendig sei, antwortete er: "Ja, aber er hat sich verändert. Die Herausforderungen haben sich verändert. Im Zeitalter der Globalisierung sieht die jüngere Generation nicht den nächsten Baum in Israel, sie sieht Berlin, New York, London und Paris. Es ist heute ein Wettstreit der Ideologien. Die Bedeutung des Zionismus lag früher darin, dass die Juden nach Israel heimkehren. Der Geist des Zionismus liegt heute vor allem darin, Israel zu verteidigen und weitere Einwanderer zu integrieren."
Das vollständige Interview findet sich unter dem folgenden Link: http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/05/877575.html
(Botschaft des Staates Israel, 06.05.08)
Israel liefert Treibstoff an UNRWA
Israel hat die UNRWA im Gaza-Streifen gestern mit Treibstoff beliefert. Das UN-Flüchtlingshilfswerk hatte am Sonntag geklagt, dass es aufgrund der Treibstoffengpässe seine Lebensmittellieferungen einstellen müsste.
Peter Lerner, Sprecher des Koordinierungsbüros der israelischen Armee für den Gaza-Streifen, teilte mit, dass der Treibstoff "wie verlangt" transferiert worden sei. UNRWA-Sprecher Christopher Gunness sagte, der Treibstoff würde für etwa 20 Tage ausreichen.
Unterdessen haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen heute wieder drei Qassam-Raketen auf die südisraelische Kleinstadt Sderot abgefeuert worden. Zwei davon wurden erst Stunden später ausserhalb der Stadt entdeckt. Verletzt wurde niemand, und es entstand kein Sachschaden.
(Yedioth Ahronoth, 06.05.08)
Bevölkerungsmehrheit um Sicherheit besorgt
Auch 60 Jahre nach Staatsgründung sind Sicherheitsfragen für die grosse Mehrheit der Israelis noch immer ein Grund zur Sorge. So gehen 75% der jüdischen Bevölkerung davon aus, dass ihr Land sich innerhalb der nächsten fünf Jahre mit mindestens einem arabischen Staat im Krieg befinden wird, 66% glauben nicht an die Aussicht auf einen Frieden mit Syrien.
Die grösste Bedrohung stellt für 38% der Befragten das iranische Atomprogramm dar, 20% gaben die unzureichende Schlagkraft der israelischen Armee an, und nur 12% fühlen sich am meisten von einer Eskalation des palästinensischen Aufstands gefährdet.
70% zweifeln am Zustandekommen eines Abkommens mit den Palästinensern. Gleichzeitig unterstützt ein ebenso grosser Anteil der Befragten die Gründung eines palästinensischen Staates.
Die meisten Angaben der Telefonumfrage des Index of War and Peace fallen bei Juden und Arabern ähnlich aus. Juden sind jedoch deutlich optimistischer, was die sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zukunft anbelangt.
(Yedioth Ahronoth, 06.05.08)
Iran beharrt auf Atomprogramm
Der Iran wird das jüngste Angebot von Anreizen nicht annehmen, dass ihm die Grossmächte als Gegenleistung für einen Rückzug von seinem Atomprogramm in Aussicht gestellt haben. Das teilte das Aussenministerium in Teheran heute mit.
"Anreize, die unsere Interessen und Rechte in irgendeiner Weise verletzen, werden nicht unsere Unterstützung erhalten", sagte der Sprecher des Ministeriums, Muhmad Ali Husseini auf einer Pressekonferenz. Gleichzeitig das unterstrich er abermals das Recht der Islamischen Republik auf die Anreicherung von Uran.
Die 'Gruppe der Sechs' (die fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland) hatten am Wochenende entschieden, dem Iran parallel zu der Androhung neuer UN-Sanktionen erneut ein neues Paket mit Anreizen für den Abbruch seines Uranprogramms zu unterbreiten.
(Ha'aretz, 05.05.08)
Neue Forschungslabore an israelischen Universitäten
Zwei israelische Universitäten werden gemeinsam mit wichtigen internationalen Partnern neue Technologie-Laboratorien für die industrielle Anwendung einrichten. So hat die Ben Gurion-Universität in Be'er Sheva den Aufbau eines Unternehmensressourcen-System-Labors in Kooperation mit dem Software-Giganten Oracle bekannt gegeben. Dafür werden mehrere Millionen Shekel investiert. Oracle stellt das gesamte Equipment für das Labor und spendet zusätzlich eine halbe Million Shekel.
Bei dem anderen Labor handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Israel und Italien, das am Weizmann-Institut in Rehovot und am Europäischen Laboratorium für nichtlineare Spektroskopie in Italien betrieben werden und sich auf Nanotechnologie konzentrieren soll. Bisher sind etwa 250 000 Euro investiert worden.
(Globes, 04.05.08) |
Bundesweite 60-Jahr-Feiern
Im gesamten Bundesgebiet finden derzeit grosse Israeltage statt, die den 60. Unabhängigkeitstag mit Fest- und Infoveranstaltungen öffentlich begehen.
Vor allem am gestrigen Unabhängigkeitstag haben Tausende in knapp 100 Städten und Gemeinden mit Musik, Tanz, Informationsständen und israelischer Küche gefeiert. Die meisten Israeltage wurden von ILI e.V. initiiert und gemeinsam mit kommunalen Institutionen und lokalen Freundschaftsorganisationen und engagierten Privatpersonen umgesetzt.
Die Feierlichkeiten gehen unterdes weiter, zumal nach dem gregorianischem Kalender erst der 14. Mai der Unabhängigkeitstag Israels ist. Unter dem folgenden Link findet sich neben einem aktuellen Veranstaltungskalender, dem relevanten Fernsehprogramm und dem offiziellen Geburtstagsclip auch allerhand weiteres Wissenswertes über Israel und die 60-Jahr-Feiern. Nicht zuletzt sind dabei die Glückwünsche des offiziellen Deutschland zu beachten: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?
DocumentID=137745&MissionID=88
Die Botschaft des Staates Israel in Berlin dankt an dieser Stelle allen Organisatoren, Mitwirkenden und Gästen der Veranstaltungen. Zahlreiche Glückwünsche sind via Email und Post im Haus eingegangen. Auch diese Bekundungen der Solidarität wurden dankbar entgegengenommen.
(Botschaft des Staates Israel, 09.05.08)
41% aller Juden weltweit leben in Israel
60 Jahre nach der Gründung des Staates Israel hat sich der Anteil der im Land lebenden Juden an der jüdischen Weltbevölkerung gegenüber dem im Jahr 1948 dramatisch erhöht und beläuft sich nun auf knapp 41%. Nach dem Holocaust gab es noch etwa 11 Millionen Juden weltweit (im Vergleich zu 16.5 Millionen vor dem Krieg). Die heutige Zahl liegt bei etwas über 13 Millionen.
Während sich die jüdische Bevölkerung in Israel seit 1948 etwa verachtfacht hat (von 650 000 auf 5.5 Millionen), ist die Zahl der Juden in der Diaspora um ca. 30% gesunken, was sowohl mit der Einwanderung nach Israel als auch mit Assimilation und Überalterung zu tun hat.
Prof. Sergio DellaPergola vom Avraham Harman Institute for Contemporary Jewry an der Hebräischen Universität Jerusalem geht davon aus, dass der Trend eines Schwindens der Diaspora anhält.
(Hebräische Universität Jerusalem, 06.05.08)
Mor gegen Gespräche mit der Hamas
Israels Gesandter in Berlin, Ilan Mor, hat sich in einem Interview mit den Lübecker Nachrichten gegen jeglichen Dialog mit der Hamas ausgesprochen und gleichzeitig die Notwendigkeit der Verhandlungen mit der rechtmässigen palästinensischen Regierung über die Zwei-Staaten-Lösung unterstrichen. Dabei verwahrte sich der Diplomat gegen die Tendenz, das Vorgehen Israels mit dem der Hamas im Sinne von "Gewalt und Gegengewalt" zu vergleichen.
"Man kann Israel und die Hamas nicht auf dieselbe Ebene stellen. Israel ist ein souveränes Land, das einzige demokratische im Nahen Osten. Die Hamas aber ist eine Terrororganisation."
"Es handelt sich um palästinensische Terrorangriffe und um die rechtmässige Selbstverteidigung eines souveränen Staates, wie sie in der UN-Charta verbrieft ist."
Wir sind nicht makellos. Aber man soll nicht immer wieder über historische Gerechtigkeit lamentieren, das Schlüsselwort für den Konflikt ist Kompromiss. Und der wird nicht in einem Staat mit zwei Völkern bestehen."
Das vollständige Interview findet sich unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/137565.pdf
(Botschaft des Staates Israel, 06.05.08)
Yom Hazikaron – Gedenktag für die Gefallenen Israels
Am heutigen Dienstagabend beginnt der nationale Gedenktag für die gefallenen Soldaten Israels und die Opfer des Terrors (Yom Hazikaron). Am Vorabend des Unabhängigkeitstages ehrt der Staat Israel damit diejenigen, die im Kampf um die Verteidigung des Landes ihr Leben lassen mussten.
Um 20.00 Uhr werden im ganzen Land Sirenen ertönen, im Anschluss finden Gedenkzeremonien statt. Die zentrale Gedenkzeremonie wird in Anwesenheit von Präsident Shimon Peres und Generalstabschef Gabi Ashkenazi sowie der verwaisten Familien an der 'Klagemauer' (Kotel) in Jerusalem stattfinden.
Bis zum Sonnenuntergang des morgigen Tages werden alle Vergnügungsstätten in Israel geschlossen bleiben, mit der Fackelentzündung um 20.00 Uhr am Jerusalemer Herzl-Berg wird dann der 60. Unabhängigkeitstag beginnen, womit der plötzliche Übergang von der Trauer zur Freude markiert wird.
Laut Angaben des Verteidigungsministeriums sind seit Beginn der ersten jüdischen Neuansiedlungen ausserhalb der Stadtmauern Jerusalems im Jahr 1860 22 437 Männer und Frauen bei der Verteidigung des Landes getötet worden.
Seit Beginn dieses Jahres sind 16 israelische Zivilisten Terroranschlägen zum Opfer gefallen, womit die Gesamtzahl der Terroropfer seit Staatsgründung 1634 beträgt.
(Jerusalem Post, 06.05.08)
Ilan Mor zur Lage in Gaza
Ilan Mor, Israels Gesandter in Berlin, hat im Tagesspiegel auf Interview-Äusserungen der UNWRA-Kommissarin Karen Koning Abu Said reagiert, die Israel für die Notlage der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen verantwortlich macht. Der Diplomat geht in seiner Lageanalyse auch auf die jüngste Anschlagsserie an der Grenze zwischen Israel und Gaza ein.
"Anfang April ist eine Gruppe palästinensischer Terroristen aus dem Gaza-Streifen in israelisches Territorium eingedrungen und hat zwei israelische Zivilisten am Treibstoff-Terminal Nahal Oz kaltblütig und brutal ermordet. Der Anschlag richtete sich gegen die Anlage, die die Bevölkerung Gazas mit Benzin und Diesel, aber auch Kochgas für die Haushalte versorgt. Unmittelbar vor dem Überfall war noch eine EU-finanzierte Treibstofflieferung für das Hauptkraftwerk des Gaza-Streifens abgefertigt worden. Wenn dies auch einer der tragischeren Terroranschläge an der Grenze war, so war es doch weder das erste noch das letzte Mal, dass die für die Lieferung humanitärer Hilfsgüter geöffneten Übergänge attackiert worden sind. In der vergangenen Woche haben die Hamas und ihre Anhänger den Übergang Kerem Shalom angegriffen und zuletzt in Nahal Oz den Treibstofftransfer behindert, den Israel mit der UNRWA (an deren Spitze eben Frau Koning Abu Said steht) koordiniert hatte. Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah hat die Hamas bereits dafür angeprangert, die Krankenhäuser in Gaza von der Treibstoffzufuhr abgeschnitten zu haben.
Diese Anschläge bringen den Zynismus der Hamas und anderer Terrororganisationen deutlich zum Ausdruck. Auf der einen Seite wird vor der Weltöffentlichkeit eine Notlage der palästinensischen Zivilbevölkerung suggeriert, auf der anderen Seite werden hoffnungsvolle Einrichtungen der israelisch-palästinensischen Kooperation, die eben zur Abwendung einer Notlage in Gaza betrieben werden, von blutigem Terror heimgesucht. Wer so handelt, kann kein politischer Partner sein."
Der vollständige Beitrag findet sich: hier (extern)
(Botschaft des Staates Israel, 05.05.08)
Raketensalve im westlichen Negev
Im westlichen Negev hat der Tag heute wieder mit den Sirenen des Raketenalarms begonnen. Insgesamt zehn Qassam-Raketen haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen bis zum Mittag auf die südisraelische Kleinstadt Sderot und ihre Umgebung abgefeuert. Ein Mann wurde dabei leicht verletzt, und mehrere Menschen mussten sich wegen Schocks behandeln lassen.
(Yedioth Ahronoth, 05.05.08)
Aufgrund der ständigen Raketenangriffe bleibt der Strand Zikim südlich von Ashkelon diesen Sommer geschlossen. Der Strand war früher mit seinen grossen Sanddünen und seinem sauberen Wasser eine Attraktion für zehntausende Israelis, die hierher zum Baden kamen. Im Laufe der vergangenen fünf Jahre hat der Besucherzustrom entsprechend dem Anstieg des Raketenbeschusses aus dem nahe gelegenen Gaza-Streifen jedoch immer mehr nachgelassen.
(Yedioth Ahronoth, 04.05.08)
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