| Nachrichten vom 5. - 11. Dezember 2010 | ||
Lieberman: Direkte Gespräche müssen fortgesetzt werden
Die Friedensgespräche sind wegen der palästinensischen Forderung nach einem weiteren Siedlungsbaumoratorium als Vorbedingung für Verhandlungen zum Erliegen gekommen. (Ma'ariv NRG, 09.12.10) Israels Verteidigungsminister Ehud Barak wies unterdessen darauf hin, dass der Siedlungsbau den Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern in der Vergangenheit nicht im Wege gestanden habe. "Es ist übertrieben, zu sagen, dass der Siedlungsbau den Fortschritt bremst", sagte Barak bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. "Zu Zeiten von Ministerpräsident Olmert gab es während der tiefgehenden Verhandlungen doppelt so viele Bautätigkeiten wie heute, und dies hat kein Hindernis dargestellt. In meiner Zeit als Ministerpräsident gab es, während wir Verhandlungen mit Arafat führten, viermal so viele Bautätigkeiten." (Ha'aretz, 10.12.10) Meeresschildkröte gerettet
Der Fischer Naim Gjarban aus dem arabischen Dorf Jisr a-Zarka nahe Caesarea hatte das mehr als 60 Kg schwere und schätzungsweise 40 bis 60 Jahre alte Schildkrötenweibchen vor zwei Wochen vor der Küste aufgegriffen und sofort den Leiter des Landeszentrums zur Rettung der Meeresschildkröten, Yaniv Levi, verständigt. Levi brachte das seltene Meeresreptil in eine Tierklinik, wo der grosse Angelhaken operativ entfernt wurde. Die gestrige Entlassung der Schildkröte ins Meer war für alle Beteiligten und die Bewohner von Jisr a-Zarka ein feierlicher Moment. Eindrucksvolle Fotos von der Rettungsaktion gibt es unter dem folgenden Link: http://www.ynet.co.il/articles/0,7340,L-3997152,00.html (Yedioth Ahronoth, 10.12.10) Mörsergranatenangriff aus Gaza - ein Verletzter
Insgesamt wurden fünf Mörsergranaten und eine Qassam-Rakete in den westlichen Negev abgefeuert. Die israelische Luftwaffe flog in Reaktion auf den erneuerten Beschuss in der Nacht einen Angriff auf drei Terrorziele im Gaza-Streifen. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) betrachten die Terrororganisation Hamas als verantwortlich für das Aufrechterhalten der Ruhe im Gaza-Streifen und jegliche terroristischen Aktivitäten von dort. Die Armee wird weiter mit Härte auf jeden Angriff auf den Staat Israel reagieren. Generalstabschef Gabi Ashkenazi bezeichnete die Lage an der Grenze zu Gaza gestern bei einem Truppenbesuch als fragil. Man müsse mit weiteren Konfrontationen rechnen. (ZAHAL, 09.12.10) Israel bewilligt mehr Exporte aus dem Gaza-Streifen
Die Exporte sollen über den Übergang Kerem Shalom transferiert werden und drei Arten von Gütern beinhalten: Möbel, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Produkte der Leichtindustrie. Der Warenexport in ausländische Staaten wird unbeschränkt verlaufen können, während der ins Westjordanland auf spezielle Projekte in Koordination mit der Palästinensischen Autonomiebehörde beschränkt ist. In der Sitzung wurde darauf hingewiesen, dass das Kabinett in den vergangenen Monaten die Durchführung von 78 internationalen Infrastrukturprojekten im Gaza-Streifen genehmigt hat. (Ha'aretz, 08.12.10) Israel und Türkei um Entspannung bemüht
Israels Vertreter bei dem UN-Panel zur Untersuchung des Gaza-Flottillen-Vorfalls, Yosef Ciechanover, traf sich am Montag zum zweiten Mal mit dem hochrangigen türkischen Diplomaten Feridun Sinirlioglu. Ihre Gespräche konzentrierten sich auf eine Formel, die eine Entschuldigung Israels dafür beinhalten würde, dass türkische Staatsangehörige ums Leben kamen oder verletzt wurden. Im Gegenzug würde die Türkei die Beziehungen wieder normalisieren und ihren Botschafter nach Tel Aviv zurückkehren lassen. Aus rechtlicher und politischer Perspektive bleiben ein Entschuldigung und Kompensation von Seiten Israels allerdings problematisch. Die Diskussionen zwischen beiden Seiten sollen auf alle Fälle fortgesetzt werden. (Ha'aretz, 07.12.10) Netanyahu verurteilt Rabbiner-Aufruf
"Wie würden wir uns fühlen, wenn jemand sagen würde, man solle Juden keine Wohnungen verkaufen? Wir würden protestieren, und wir protestieren, wenn man dies in den Nachbarländern sagt. Derlei Dinge dürfen weder über Juden noch über Araber gesagt werden. Sie können nicht in einem demokratischen Staat gesagt werden, und ganz gewiss nicht in einem jüdischen und demokratischen Staat, der die Moralität des jüdischen Erbes und der Bibel respektiert. Daher weist der Staat Israel diese Bemerkungen ohne Umschweife zurück." (MFA, 07.12.10) Zahl der Terrorattacken leicht gestiegen
Besonders deutlich machte sich dies in Jerusalem bemerkbar, wo zehn Anschläge (gegenüber sechs im Oktober) gezählt wurden. Auch die Attacken aus dem Gaza-Streifen haben wieder zugenommen (22 gegenüber 18). Im Westjordanland blieb die Situation mit 20 Attacken weitgehend stabil. Sowohl dort als auch in Jerusalem wurden die Übergriffe oft mittels Molotow-Cocktails verübt. Bei insgesamt 16 Angriffen wurden fünf Raketen und 28 Mörsergranaten vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert. Im Oktober waren es drei Raketen und 20 Mörsergranaten. (ZAHAL, 06.12.10) Raketenangriff auf Ashkelon
Zuletzt war Ashkelon Mitte September Opfer eines derartigen Angriffs gewesen. Damals explodierte die Rakete in einem Industriegebiet im Süden der Stadt. Vor zwei Wochen feuerten palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen innerhalb von 24 Stunden eine Grad-Rakete, zwei Qassam-Raketen sowie sieben Mörsergranaten auf den Süden Israels ab. (Yedioth Ahronoth, 06.12.10) Nach dem Brand: Pressekonferenz Netanyahus
"Heute ist die Phase des Feuerlöschens vorüber, und wir gehen zur zweiten Phase über, dem Reparieren der Schäden. Wir wollen, dass diese Phase so kurz wie möglich sein wird. Zu diesem Zweck habe ich vorhin bei dem Treffen mit den Generaldirektoren der Regierungsministerien unter Vorsitz des Direktors des Steering-Komitees und Generaldirektors des Amt des Ministerpräsidenten, Eyal Gabai, darauf bestanden, dass die Bürokratie abgekürzt und Aktionen eingleitet werden müssen, die uns - wenngleich sie keine Routine sind - in die Lage versetzen, das Leiden so schnell wie möglich zu beenden." "Ich hoffe, dass wir in den kommenden Tagen in der Lage sein werden, die Prozesse auf Tage und Wochen abzukürzen. Sicherlich, einige Dinge in Zusammenhang mit dem Hausbau werden mehr Zeit in Anspruch nehmen; aber wir wollen, dass die Menschen in die wiederaufgebauten Ortschaften zurückkehren. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir - abgesehen von dem Problem der Häuser, die zu bauen mehr Zeit in Anspruch nimmt - das Äusserste tun werden, um alle Probleme so schnell wie möglich zu lösen. Daher werden wir alle Mittel nutzen, um dieses Ziel zu erreichen." "Ich beschäftige mich nicht mit Schuldzuweisungen, ich beschäftige mich mit Ergebnissen, mit der Rettung von Menschenleben, mit dem Löschen des Feuers und nun mit dem Reparieren der Schäden. Wir wissen, dass die Feuerwehr- und Rettungsdienste über Jahrzehnte vernachlässigt wurden; dies ist in vielen Schlussfolgerungen und in vielen Gemeinden angesprochen worden. Es besteht kein Mangel an Schlussfolgerungen und Lektionen. Es hat einen Mangel an Umsetzung gegeben. Im vergangenen Jahr hat meine Regierung begonnen, die Lektionen umzusetzen. Wir stellen 1 Milliarde Shekel bereit, ein 100-Millionen-Zusatzbudget, das zehnmal so hoch ist wie das jährliche Entwicklungsbudget der Feuerwehr- und Rettungsdienste. Wir haben dies als vorläufige Antwort getan, nicht als endgültige. Die erste Hilfe zur Schliessung der Lücken waren nicht 20% oder 50%, sondern 1000%. Dies geschah aus dem Verständnis heraus, dass es einen Bedarf für eine unmittelbare Antwort auf dringende Bedürfnisse gibt." "Es haben also seit Jahrzehnten Probleme bestanden. Es gibt Lücken. Es könnte sein, dass es auch Vernachlässigung gegeben hat, aber im vergangenen Jahr haben wir uns mit praktischen Lösungen befasst. Es ist wahr, der Brand ist geschehen. Wir hatten begonnen, die Dinge vor dem Desaster in Gang zu bringen. Das Desaster geschah. Wir müssen die Lösung beschleunigen, nach dem Desaster. Wir befassen uns mit Ergebnissen, mit dem Lösen von Problemen." Den vollständigen Wortlaut der Pressekonferenz finden Sie: hier (extern) (Amt des Ministerpräsidenten, 06.12.10) Spendenaufrufe und Solidaritätsadressen Die lokalen Hauptkoordinatoren aller Hilfsaktionen sind der Jüdische Nationalfonds/KKL und Keren Hayesod. Details zu den Unterstützungsmöglichkeiten finden sich auf dem Blog der Botschaft: http://www.botschaftisrael.de/2010/12/06/spendenmoglichkeiten-fur-die-opfer-der-brandkatastrophe-in-israel/ Spendenaufruf der DIG Aachen: Die DIG Aachen hat für unmittelbare Hilfe an Magen David Adom ein eigenes Spendenkonto eingerichtet: http://www.dig-aachen.de/dig-aachen-new/aktuelles.html Einladung zu einem Gebetsg-ttesdienst von Chabad Berlin am heutigen Montag: "In dieser Stunde der Not rufen wir alle Beterinnen und Beter unserer Synagoge, alle Mitglieder der Jüdischen Gemeinde und alle jüdischen und nichtjüdischen Freunde Israels auf zu einem Gebetsg-ttesdienst am Montag, 6. Dezember, um 19 Uhr, Synagoge, Jüdisches Bildungszentrum, Münstersche Strasse 6, 10709 Berlin. Der Gebetsg-ttesdienst ist eine gemeinsame Aktion des Jüdischen Bildungszentrums, der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Keren Hayesod und dem Jüdischen Nationalfonds, Keren Kayemeth LeIsrael." Gemeinsamer Brief von Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen und Bürgerschaftspräsident Christian Weber an Yona Yahav, den Oberbürgermeister von Bremens Partnerstadt Haifa: "Es tut uns weh, dass das israelische Volk jetzt auch unter einer entsetzlichen Naturkatastrophe leiden muss", heisst es in dem Brief. Die Bremerinnen und Bremer könnten in der aktuellen Situation wenig aktive Unterstützung leisten, stünden aber in Gedanken an der Seite ihrer israelischen Freunde. Böhrnsen und Weber verweisen darauf, dass Israel das einzige Land auf der Erde sei, in dem heute mehr Bäume stehen als vor 100 Jahren. Der jüdische Staat gelte in der Welt als Pionier der Aufforstung, als Vorbild in der nachhaltigen Forstwirtschaft. "Umso dramatischer empfinden wir die Schäden, die das Feuer im Carmel-Gebirge derzeit anrichtet." Erklärung des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Feuerwehrleuten, die mit grossem persönlichen Mut und unter Einsatz ihres Lebens die verheerenden Waldbrände im Norden Israels bekämpfen." "Den Familien der 41 Opfer, die unter anderem als Gefängniswärter bei der Evakuierung der Gefangenen in den Flammen grausam umgekommen sind, gilt unsere ganze Anteilnahme und unser Mitgefühl." Solidaritätsmitteilung des Städtepartnerschaftsvereins Wuppertal - Be'er Sheva: "Israel gehört zu den Staaten, die bei Katastrophen überall auf der Welt schnellstmögliche, wirksame und nachhaltige humanitäre Hilfe leisten. Insbesondere im medizinischen Bereich ist die internationale Hilfe Israels beispielhaft. Umso mehr sind wir dankbar, dass sich Griechenland, Bulgarien, Zypern, Frankreich, Jordanien, Türkei, Russland, Deutschland und andere Staaten zur sofortigen Hilfe bereit erklärt haben und schnell aktiv geworden sind. Wir trauern um die Toten und bangen um das Leben der Menschen, die den sich rasend ausbreitenden Flammen ausgesetzt sind. Und hoffen sehr darauf, dass der unermüdliche, geschlossene Einsatz der Helfer das verhängnisvolle Unheil schnellstmöglich eindämmen und zum Stillstand bringen kann. Allen unseren israelischen Freunden in der Katastrophenregion übermitteln wir unsere Anteilnahme und versichern ihnen unsere Nähe und Fürbitte." Die Botschaft dankt allen Freunden Israels für ihre Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. (Botschaft des Staates Israel, 06.12.10) Neue Wege der Tomatenzucht
Entwickelt wurde die Tomate von dem Familienunternehmen RT Fresh im südisraelischen Moshav Tkuma. Unter der Bezeichnung 'Intense‘ ist sie im Sechserpack inzwischen auch in Europa erhältlich. Bis zum nächsten Frühjahr sollen 500 Tonnen ihren Weg über Holland in diverse europäische Staaten finden. "Sie können sie anschneiden, wo Sie wollen, und die Flüssigkeit wird im Innern der Frucht verbleiben", sagt Marketingdirektor Avishai Trabelsi. "Sie können diese Tomaten in ein Sandwich legen und es einige Tage später essen, und sie werden frisch schmecken, und das Brot wird nicht durchweicht sein. Sie eignen sich auch sehr für Salate." Firmeninfo: http://www.rt-fresh.com/ Israels Tomaten-Expertise ist seit langem auf der ganzen Welt legendär. Hier wurde 1973 auch die Cherry-Tomate erfunden. Weitere Informationen: http://www.mfa.gov.il/MFA/InnovativeIsrael/Dripless_tomato-Dec_2010.htm (MFA, 05.12.10) |
Gesandter Nahshon gemahnt an Gilad Shalit
An der Kundgebung nahm auch Israels Gesandter in Berlin, Emmanuel Nahshon (Bild), teil, der sich mit folgender Rede an die Anwesenden wandte: "Liebe Freunde, Wie Sie sicher wissen, hat der Deutsche Bundestag am 11. November in einer Resolution die Freilassung von Gilad Shalit gefordert, und Bundespräsident Christian Wulff hat bei seinem Israelbesuch vor einigen Tagen Gilads Eltern getroffen und seine Solidarität bekundet. Gilads Vater hat mich gebeten, heute einige Worte in seinem Namen zu sagen: 'Die Art und Weise, wie Gilad von der Hamas gefangen gehalten wird, ist ein Kriegsverbrechen. Er ist eine Geisel der Hamas, und die Hamas benutzt ihn als Pfand für ihren Handel. Gilad ist kein Kriegsgefangener, sondern ein Opfer dieser Terrororganisation. Sie hält ihn seit 1629 Tagen gefangen. Ohne Kontakte zur Aussenwelt, ohne Verbindung zu seiner Familie oder zu humanitären Organisationen. Ich fordere das Internationale Rote Kreuz auf, alles zu tun, um zu erreichen, dass Gilad wenigsten die minimalsten Dinge gewährt werden, inklusive Besuche und die Kontaktaufnahme zu seiner Familie.‘ So weit die Botschaft von Gilads Vater, Noam Shalit. Liebe Freunde, (Botschaft des Staates Israel, 10.12.10) Dov Shilansky gestorben
Shilansky wurde 1924 in Litauen geboren und überlebte als Untergrundkämpfer den Holocaust. 1948 gelangte er auf dem Schiff Altalena nach Israel und kämpfte noch im selben Jahr im Unabhängigkeitskrieg. Als Mitglied des Likud war er zwischen 1977 und 1996 Knesset-Abgeordneter. 1993 kandidierte er für das Amt des Staatspräsidenten, unterlag jedoch Ezer Weizman. (Ha'aretz, 09.12.10) Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu brachte noch am Donnerstag seine tiefe Trauer über den Tod des früheren Knesset-Vorsitzenden zum Ausdruck: "Das israelische Volk hat einen seiner hingebungsvollsten und beispielhaftesten Führer verloren. Shilansky gehörte zu den Gründern der Nationalbewegung, die den Holocaust überlebten. Er widmete sein Leben der Sicherstellung der Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Land. In all seinen Ämtern, aber insbesondere als Knesset-Vorsitzender, war er ein Symbol der Integrität und der absoluten Hingabe an das jüdische Volk, die Erinnerung an den Holocaust, den Zionismus, das Land Israel und moralische menschliche Werte. Die ganze Nation neigt ihr Haupt im Gedenken und in tiefer Hochachtung vor seiner Arbeit und seiner Persönlichkeit. Die Geschichte seines Lebens ist die Geschichte unseres Volkes." (Amt des Ministerpräsidenten, 09.12.10) Uzi Arad zum aktuellen Stand des Friedensprozesses
Im Folgenden einige Auszüge aus dem Interview: "Es macht Sinn, über alle Fragen zu reden, und es macht sehr viel Sinn, direkt an die Kernfragen heranzugehen. Tatsächlich war der Ministerpräsident dazu bereit, und er ging sowohl mit Willen als auch Flexibilität an den Manövrierraum heran. Aber einen Zeitrahmen festzulegen und die Stoppuhr anzustellen, endgültig festzulegen, was möglicherweise die umstrittenste Frage in der Auseinandersetzung ist und mit dem viele andere Fragen verbunden sind - man kann sie nicht auseinanderreissen - das war ein Zeitzwang, den die Amerikaner selbst als unangemessen empfanden, und nun suchen sie nach dem richtigen Weg." "Es gibt einige direkte Kontakte; es gibt keinen Bruch. Was fehlt, ist eine Situation praktischer, intensiver Verhandlungen. Das muss noch immer bewerkstelligt werden, und ich glaube, dass dies passieren wird, da beide Seiten tatsächlich dazu bereit sind, aber der richtige Rahmen muss noch gefunden werden. Danach suchen wir nun gemeinsam mit den Amerikanern, und ich glaube, dies wird Fortschritt bringen, was möglich ist. Schliesslich hat es zwei oder drei Jahre lang keine direkten Verhandlungen gegeben, und selbst wenn wir dort waren - daran möchte ich sie erinnern - waren sie hypothetisch. Die Herausforderungen liegen noch vor uns." "Der Ministerpräsident hat gezeigt, wie ernsthaft und wie bereit er ist, und die Amerikaner wissen das. Bei ihren engen Kontakten mit den Amerikanern haben er und seine Gesandten klar gemacht, dass niemand Zeit schinden will. Im Gegenteil: Sie wollen zur Sache kommen und alle Stiere bei den Hörnern packen. Nicht mit einem auferlegten Zeitplan, sondern auf angemessene Art und Weise." (MFA, 08.12.10) Dank an ausländische Helfer bei der Brandbekämpfung
300 Vertreter der verschiedenen Delegationen waren zu Gast in der Residenz, darunter Feuerwehrleute, Notfallexperten und Botschafter aus zehn Staaten. Die Delegationen repräsentierten Ägypten, Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Italien, Jordanien, Kroatien, die Niederlande, die Palästinensische Autonomiebehörde, Russland, die Schweiz, Spanien, die Türkei, die USA und Zypern. Peres bemerkte: "Im Namen des Staates Israel, im Namen des ganzen Volkes, von Kindern, Frauen, Eltern, möchte ich Ihnen allen dafür danken, dass Sie so mutig und prompt gekommen sind, um Leben zu retten und Land zu retten. Israel hat seine Leute oftmals ausgesandt, um Ländern zu helfen, die Erdbeben oder Brände erlitten haben. Dies war das erste Mal, dass wir Unterstützung von anderen benötigten. Wir waren berührt von der erstaunlichen Reaktion - der Reaktion von Staaten und der menschlichen Reaktion auf persönlicher Ebene. Wir haben viele gute Leute in diesem Feuer verloren, und wir fühlen, dass Sie Leben gerettet haben. Gott sollte Sie segnen. Die Bekämpfung von Feuer ist eine schreckliche Sache. Viele von Ihnen sind in die Flammen gesprungen, um Leben zu retten. Die Piloten in ihren Flugzeugen haben oftmals unter harten Wetterbedingungen operiert. Der Wind war stark und unkooperativ; er wechselte ständig die Richtung. Trotz dieser schwierigen Bedingungen haben Sie nicht gezögert. Sie sind von nah und fern gekommen - aus Russland und den Vereinigten Staaten und auch aus den Palästinensischen Autonomiegebieten und Jordanien. Was können wir Ihnen mehr sagen als den Dank von Kindern und Müttern, den Dank unserer Nation für diese aussergewöhnlich tapfere Demonstration der Solidarität. Sie haben das Feuer überwunden und neue Hoffnung gebracht." Netanyahu betonte: "Durch die Hilfe beim Löschen der Flammen haben Sie die Herzen der ganzen Nation gewärmt und uns gezeigt, dass wir nicht allein sind. Sie haben uns gezeigt, dass es auf der Welt Menschen guten Willens gibt, die uns in der Stunde der Not helfen werden. Ich glaube, diese rasche internationale Antwort kann ein Modell sein für eine zukünftige Kooperation in unserer Region. Ich danke jedem einzelnen von Ihnen für Ihren Mut, Ihre Hingabe und Ihre Freundschaft. Das Volk Israel, ein altes Volk mit einem langen Gedächtnis, wird nie vergessen, was Sie für uns getan haben." Das israelische Aussenministerium bedankte sich bei den internationalen Helfern mit einer Abschiedsfeier im Jerusalemer Crowne Plaza Hotel, an der 200 Angehörige der internationalen Rettungskräfte aus Aserbaidschan, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, der Schweiz und den Vereinigten Staaten teilnahmen. Die Dankesrede von Israels stellvertretendem Aussenminister Danny Ayalon finden Sie: hier (extern) (MFA, 07.12.10) Deutsch-israelischer Innovationstag in Berlin
Bundeswirtschaftsminister Brüderle betonte: "Israel ist mit seiner beeindruckenden Innovationskraft ein wichtiger Partner für Deutschland. Der Bedarf beider Länder an Spitzentechnologien sowie ihre Fähigkeit, gute Ideen schnell in marktfähige Produkte zu übersetzen, eröffnet hervorragende Chancen für den Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Der Israeli-German Innovation Day bietet eine hervorragende Plattform für Kooperationen." Auch Ben-Eliezer unterstrich den Willen zur verstärkten bilateralen Zusammenarbeit: "Mit diesem Deutsch-Israelischen Innovationsgipfel wollen wir die Zusammenarbeit auch praktisch fördern. Die politischen Voraussetzungen sind geschaffen, jetzt bringen wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen beider Länder direkt zusammen, um gemeinsam Grosses zu leisten. Veranstaltungen wie diese stärken die guten Beziehungen zwischen unseren Ländern und eröffnen neue Kooperationsmöglichkeiten." Hochrangige Vertreter der Wirtschaft beider Länder nahmen an der Veranstaltung teil, darunter von deutscher Seite der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, René Obermann, und der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Dr. Mathias Döpfner, sowie von israelischer Seite Yehuda Bronicki, Gründer, Vorstandsmitglied und CTO von Ormat Technologies, und der Internet-Unternehmer Dr. Yossi Vardi. Im Fokus der Veranstaltung stand neben den generellen Chancen und Herausforderungen der bilateralen Zusammenarbeit vor allem die Kooperation in den Zukunftsfeldern Nachhaltigkeit, Lebenswissenschaften und IKT. Im Rahmen von drei fachspezifischen Podiumsdiskussionen werden konkrete Ansätze für die Zusammenarbeit in diesen Bereichen aufgezeigt. Im Anschluss haben die Teilnehmer beider Länder im Rahmen von Einzelgesprächen die Möglichkeit zum direkten fachlichen Austausch. Israel hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem der wichtigsten Hightech-Zentren der Welt entwickelt. Es investiert mit rund 4,7 % seines Bruttoinlandsprodukts weltweit am meisten in Forschung und Entwicklung und erreicht bei der Zahl der Patente pro Einwohner in der Bewertung des World Economic Forum (2008) weltweit den dritten Platz. Zahlreiche internationale Unternehmen wie Microsoft, Google, IBM, Intel, Siemens, Deutsche Telekom, SAP, Software AG, Merck KGaA oder RWE unterhalten eigene Entwicklungszentren in Israel oder haben sich an dortigen Unternehmen beteiligt. (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 06.12.10) Über den Innovationstag hat u.a. das Hamburger Abendblatt - hier (extern) - berichtet. 'Lebanon‘ gewinnt zwei europäische Filmpreise
Der von der Kritik gefeierte und bereits mit dem Goldenen Löwen von Venedig ausgezeichnete Streifen von Shmulik Maoz war in sechs verschiedenen Kategorien nominiert, darunter auch der des besten Films. Er erzählt die Geschichte einer israelischen Panzerbesatzung zu Beginn des ersten Libanonkriegs. Regisseur Maoz bemerkte: "Es ist ungewöhnlich, einen Nachwuchspreis zu gewinnen, wenn man beinahe 50 Jahre alt ist." Der grosse Gewinner der Preisverleihung war der polnisch-französische Regisseur Roman Polanski. Mit seinem Film "Ghost Writer" räumte er ganze sechs Preise ab, unter anderem die für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch. Film-Info: http://www.lebanon.senator.de/ (Yedioth Ahronoth, 06.12.10) Brandkatastrophe in Nordisrael - das Feuer ist gelöscht
Insgesamt verbrannten mehr als 5 Millionen Bäume sowie 74 Gebäude im Kibbutz Beit Oren, in Ein Hod und in Yemin Orde; 173 Gebäude brannten teilweise aus. Mehr als 17 000 Menschen mussten aus ihren Häusern und diversen Einrichtungen wie Gefängnissen und Krankenhäusern evakuiert werden. Der Rote Davidstern (Magen David Adom) berichtet von 33 Verletzten, von denen sich noch drei in Lebensgefahr befinden. (Yedioth Ahronoth, 06.12.10) Bei der Bekämpfung der Waldbrände wurde Israel von zahlreichen ausländischen Staaten unterstützt. Im Folgenden eine Auflistung der Hilfeleistungen, die bis Sonntag eintrafen: Ägypten: Feuerlöschmaterialien
An die israelische Bevölkerung richtete Netanyahu die folgenden Worte: "Vor allem anderen möchte ich sagen, dass unsere Herzen bei den Familien sind, die ihre Lieben beerdigen. Die ganze Nation identifiziert sich mit eurem Schmerz und mit dem Heldentum derer, die umgekommen sind. Das Kabinett trifft sich heute in Tirat Hacarmel, um die Hilfsmassnahmen für die Bürger zu besprechen, die aus ihren Häusern evakuiert werden mussten und deren Häuser in dem massiven Buschbrand zerstört wurden. Wir müssen den Evakuierten helfen, ihre Häuser wieder aufbauen, und die Infrastruktur wiederherstellen, und das alles so schnell wie möglich. Ich habe vor dem Treffen mit den Ministern gesprochen, und es ist wichtig, hier und jetzt zu sagen. Ich will keine Verzögerungen. Ich will keine Bürokratie. Ich will, dass die Prozesse abgekürzt werden. Ich will schnelle Lösungen. Ich will, dass alle Menschen innerhalb weniger Tage in ihre Häuser oder - bis die Wiederaufbauarbeiten abgeschlossen sind - in alternative Unterkünfte zurückkehren können." In der Sitzung wurden zahlreiche Massnahmen zum Wiederaufbau der vom Feuer zerstörten Region beschlossen. Weitere Informationen hierzu finden Sie: hier (extern) (MFA, 05.12.10) |