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Nachrichten vom 5. - 11. April 2009
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Terroranschlag in Ostjerusalem

ArchivfotoIm Ostjerusalemer Dorf Sur Baher ist heute ein Terroranschlag verübt worden. Ein 20jähriger Araber versuchte, eine Gruppe von Grenzpolizisten zu überfahren. Zu jener Stunde waren Einheiten der Polizei und des Heimatfrontkommandos mit der Zerstörung des Hauses von jenem Terroristen zu Gange, der im Juli letzten Jahres drei Menschen bei einem Baggeranschlag ermordet hatte.

Beim heutigen Vorfall gelang es dem Terroristen, mit seinem Wagen drei Polizisten anzufahren, die leichte Verletzungen davontrugen. Daraufhin erschoss ihn der Kommandant der Grenzschutzeinheit.

(Yedioth Ahronoth, 07.04.09)


Israels Position in Bezug auf die Palästinenser

Im Folgenden die Prinzipien von Israels Politik gegenüber den Palästinensern, wie sie der neue Aussenminister Avigdor Lieberman formuliert hat:

  1. Die Regierung Israels unterstützt eine friedliche Regelung, die stufenweise und messbar ist und auf den Ergebnissen vor Ort basiert. Die Weiterentwicklung auf den beiden Ebenen - Wahrung von Israels Sicherheitsinteressen und Fortschritt im politischen Prozess - müssen vollständig synchronisiert werden.

  2. Die Verpflichtungen, die in der "Roadmap" vereinbart wurden, müssen eingehalten werden.

  3. Israel wird sich an alle Verpflichtungen halten, die die früheren Regierungen akzeptiert haben.

  4. Die Übernahme des Gaza-Streifens durch die Hamas hat eine neue Situation geschaffen, die sich in schwerer und beunruhigender Weise manifestiert hat, u.a. im Qassam-Raketen-Terror gegen Israel, der für die jüngste Operation gegen die Hamas in Gaza verantwortlich war.

  5. Der Ansatz, wonach eine Politik einseitiger Zugeständnisse den politischen Prozess vorantreiben würde, hat nicht die von Israel erhofften Resultate hervorgebracht. Tatsächlich ist das Gegenteil eingetreten. Die Preisgabe der Gegenseitigkeit und der Sicherheitsinteressen Israels hat eine signifikante Stärkung der extremistischen Elemente und einen erheblichen Anstieg in Anzahl und Ausmass der Bedrohungen mit sich gebracht, denen Israels begegnen muss.

  6. Die Regierung Israels wird sich darauf konzentrieren, Regelungen vor Ort in verschiedenen Bereichen zu erzielen, um den Lebensstandard in den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde zu verbessern und die Entwicklung der dortigen Wirtschaft zu erleichtern.

(MFA, 06.04.09)


Israelische Erfindung erleichtert Hautkrebsfrüherkennung

Symbolfoto HautkrebsEine israelische Firma hat ein Gerät entwickelt, das womöglich einen Durchbruch bei der Früherkennung von Hautkrebs darstellt. Mittels optischen Faserkabeln zum Absuchen nach bösartigen Leberflecken ermöglicht es eine weitaus präzisere Erfassung als das blosse Auge des Arztes.

Das Gerät der Firma Skin Cancer Scanning befindet sich derzeit noch in der klinischen Testphase im Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikva. Es hat jedoch bereits eine Treffgenauigkeit von 92% bei der Identifizierung verschiedener Hautkrebsarten bewiesen.

Die neue Technologie beruht auf dem Prinzip, dass Krebszellen sich schneller vermehren als gesunde Zellen und ihre gesteigerte metabolische Aktivität Energie in einer höheren Frequenz freisetzt. Diese Aktivität wird von dem Gerät erfasst.

(Ha'aretz, 06.04.09)


Terroranschlag im Negev

Foto: Yosef HerzelAn der Kreuzung Shoket unweit von Be'er Sheva ist am Samstag ein Terroranschlag verübt worden. Ein 16jähriges Beduinenmädchen eröffnete das Feuer auf einen Grenzpolizisten und verschanzte sich anschliessend hinter einer Barrikade.

Der Soldat forderte sie mehrmals in arabischer Sprache auf, die Waffe niederzulegen, und versprach ihr, dass ihr nichts geschehen werde. Das Mädchen ging jedoch nicht darauf ein und feuerte weiter.

Ein herbeieilender Grenzschützer erschoss die Terroristin. <Yedioth Ahronoth, 04.04.09>

(Botschaft des Staates Israel, 06.04.09)

Über Ostern: Freie Einreise für Christen aus dem Westjordanland

Kirchen am Ölberg in JerusalemDie Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die Zivilverwaltung im Westjordanland haben auf Anweisung von Verteidigungsminister Ehud Barak eine Reihe von Massnahmen des guten Willens umzusetzen begonnen, um über die Osterfeiertage die Freiheit der Religionsausübung für Christen in Israel und in Judäa und Samaria zu gewährleisten. Die Massnahmen wurden am 1. April umgesetzt und werden noch bis zum 15. Mai in Kraft sein.

Die Massnahmen des guten Willens schliessen die Genehmigung unbegrenzter Einreise von palästinensischen Christen aus dem Westjordanland nach Israel zwecks Teilnahme an Gottesdiensten und Familienbesuchen über die Feiertage ein. Die Zivilverwaltung hat allein im Distrikt Bethlehem bereits etwa 10 000 derartiger Genehmigungen erteilt. Die israelische Armee hat gestrafften Prozeduren zur Einreise von Pilgern, organisierten Touren, im religiösen Bereich Beschäftigten und Journalisten nach Bethlehem und Jericho zugestimmt.

2008 besuchte eine Rekordzahl von 1 300 000 Touristen Bethlehem. Im gemeinsamen israelisch-palästinensischen Interesse leiten Zivilverwaltung und Armee unterschiedliche Schritte zur Förderung des Tourismus in Bethlehem und anderen Städte im Westjordanland ein.

(MFA, 06.04.09)


Israel Chemicals schüttet Dividende aus

ICL-LogoDer grosse israelische Düngemittelhersteller Israel Chemicals schüttet eine Dividende von 130 Millionen Euro auf seinen Gewinn vom ersten Quartal 2009 aus. In einer Mitteilung an die Tel Aviver Börse erklärt das Unternehmen den Schritt damit, dass seine zur Ausschüttung qualifizierten Profite sich insgesamt auf 1,4 Milliarden Euro belaufen würden.

Der Cash-Flow von Israel Chemicals betrug 2008 1,4 Milliarden Euro, das positive Arbeitskapital stand Ende Dezember bei 1.04 Milliarden Euro. Die quartalsbezogene Dividendenpolitik des Unternehmens resultierte 2008 in einer Rekord-Dividende von 775 Millionen Euro.

Israel Chemicals ist davon überzeugt, dass die Kriterien zur Dividendenausschüttung eingehalten wurden, da es keinen vernünftigen Grund zur Sorge gibt, dass sie die Firma davon abhalten würde, ihren gegenwärtigen und zu erwartenden Verpflichtungen zu entsprechen.

(Globes, 06.04.09)

Informationen zu Israel Chemicals: http://www.icl-group.com/Pages/default.aspx


Mubarak und Netanyahu vereinbaren Treffen

Flagge von ÄgyptenIsraels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und der ägyptische Präsident Hosni Mubarak haben am Montagabend miteinander telefoniert. Mubarak gratulierte Netanyahu zur Regierungsbildung und lud ihn zu einem Treffen in Sharm el-Sheik ein. Netanyahu nahm diese Einladung an und unterstrich die grosse Bedeutung, die der Frieden zwischen Israel und Ägypten für beide Seiten habe. Beide Regierungschefs betonten, die bilateralen Beziehungen weiter stärken zu wollen.

(MFA, 06.04.09)


Ritualmordanklage im Hamas-TV

Ritualmordanklage im Hamas-TVDie Hamas überbietet sich weiter selbst in antisemitischer Hasspropaganda. In einer Fernsehsatire im TV-Sender der Hamas wurde kürzlich eine Live-Satire vor Studenten der Islamischen Universität Gaza ausgestrahlt, in der als orthodoxe Juden verkleidete Schauspieler sich darüber unterhielten, wie sie das Blut von Muslimen trinken würden. Später wurde erklärt, dass sich Juden vor dem Gebet nicht mit Wasser die Hände waschen würden, sondern mit muslimischem Blut.

Das Propagandaspiel der Hamas wurde im Vorfeld von Pessach aufgeführt, dem Feiertag, an dem man sich an die vielen fürchterlichen Ritualmordanklagen erinnern, denen Juden über Jahrhunderte hinweg ausgesetzt gewesen sind.

Ein kurzer Filmausschnitt findet sich unter dem folgenden Link: http://www.youtube.com/watch?v=E8IV6ZnzoDY

(Palestinian Media Watch, 05.04.09)

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