Tödlicher Schusswechsel in der Jerusalemer Altstadt
In der Altstadt von Jerusalem ist es heute zu einem Schusswechsel gekommen, nachdem ein Palästinenser einem Sicherheitsmann vor der Yeshiva Ateret Kohanim seine Waffe entwendet und auf ihn geschossen hatte. Der Attentäter wurde kurz darauf von einem anderen Sicherheitsmann durch die Gassen gejagt und dann erschossen. Insgesamt wurden bei dem Zwischenfall 11 Menschen verwundet.
Polizeichef Dudi Cohen sprach von einem eindeutig nationalistischen Zwischenfall und lobte das Vorgehen der israelischen Sicherheitsleute. Jerusalems Bürgermeister Uri Lupolianski verurteilte den Anschlag und bemerkte: "Jerusalem wird sich nicht vor derartigen Versuchen, die Sicherheit der Stadt zu unterminieren, ergeben, und die Kulturveranstaltungen werden wie gewohnt weiter gehen."
(Yedioth Ahronoth, 10.08.07)
Neue Wasserschutzvorkehrungen in Eilat
Im Hafen von Eilat sind für den Fall einer Verschmutzung des Meeres durch Öl eine neuartige Wasserbarriere und ein Öldetektor installiert worden. Die Wasserbarriere ist 100 Meter lang und wurde im südlichen Teil des Hafens angelegt. Ihr Ziel ist es, im Notfall das Überlaufen von Öl in Richtung des Korallenschutzgebiets am Südstrand von Eilat mit seiner beeindruckenden Unterwasserwelt zu verhindern.
Die Anlagen im Wert von rund 700 000 Shekel wurden unter Anweisung des Umweltministeriums erworben und werden von einem Team betrieben, dass vom Ministerium eigens dafür ausgebildet worden ist. Das Ministerium hat bereits zwei Barrieren im Hafen von Eilat in Betrieb gesetzt.
(Ha’aretz, 10.08.07)
Auszeichnungen für den zweiten Libanonkrieg
142 Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) werden in Kürze für ihre Verdienste während des letztjährigen Krieges im Libanon ausgezeichnet werden. "Die vorbildlichen Taten, die während des Krieges an den Tag gelegt wurden, zeugen vom Kampfgeist der Soldaten von ZAHAL und der unter ihnen verbreiteten Kameradschaft. Sie sind eine Quelle des Stolzes für die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte", betonte Generalstabschef Gabi Ashkenazi, als er gestern die Liste der Auszuzeichnenden bekannt gab.
Ashkenazi wird Anfang September 38 Orden persönlich auf einer Feierstunde in Tel Aviv verleihen, die restlichen 104 Orden werden die jeweiligen Soldaten, darunter zahlreiche Reservisten, von ihren Kommandanten erhalten. Offiziere der israelischen Armee haben sich im Laufe des vergangenen Jahres immer wieder darüber beschwert, dass über die in den Medien betriebene Berichterstattung zu den Fehlern der Kriegsführung die Geschichten des Heldentums und der Tapferkeit von Soldaten auf dem Schlachtfeld zu kurz gekommen seien.
(Ha’aretz, 09.08.07)
Barak: Kein Abzug ohne Raketenabwehrsystem
Israels Verteidigungsminister Ehud Barak weist der beschleunigten Entwicklung der technologischen Abwehr von Raketen gegen die Heimatfront höchste Priorität zu. Sie ist für ihn die Voraussetzung für einen umfassenden Abzug der israelischen Armee aus dem Westjordanland.
Ein signifikanter Rückzug würde Israels Hauptbevölkerungszentren in Reichweite von aus den palästinensischen Autonomiegebieten abgeschossenen Qassam-Raketen bringen. Daher müsse Israel – so Barak - zuerst ein effektives Raketenabwehrsystem entwickeln und zum Einsatz bringen. Ein solcher Prozess werde voraussichtlich drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Die verbesserte Raketenabwehr stellt für den Verteidigungsminister auf rein praktischer Ebene die primäre Lehre aus dem Libanonkrieg dar. Er hat dabei ein mehrschichtiges System vor Augen, das sowohl Langstrecken-Raketen aus dem Iran der Sorte Shibab-3 als auch primitive Kurzstreckenraketen wie die palästinensischen Qassams abfangen kann.
Im offensiven Bereich hält Barak, der seit seinem Amtsantritt vor einigen Wochen eine intensive Bestandsaufnahme der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) betreibt, es für entscheidend, die Manövrierfähigkeit der Armee zu steigern. Neben der Aufstellung von zwei neuen Reserve-Divisionen plant er dabei nicht zuletzt die Sicherung von Panzern gegen Panzerabwehrraketen, wie sie inzwischen von Syrien und der Hisbollah angeschafft worden sind. Hinsichtlich der Finanzierung seiner Vorhaben baut Barak auf amerikanische Militärhilfe.
(Ha’aretz, 08.08.07)
Israelische Hilfeleistungen für Gaza
Trotz der prekären Sicherheitslage im Gaza-Streifen und der permanenten Bedrohung durch Terrorangriffe an den Übergängen bemühen sich die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte in Zusammenarbeit mit dem Gaza District Coordination and Liaison Office (DCL) weiterhin nach allen Kräften, die Not der palästinensischen Zivilbevölkerung zu lindern. So wurden seit dem 19.06. mehr als 50 000 Tonnen Hilfsgüter über den Übergang Sufa transferiert, weitere 4000 Tonnen passierten den Übergang Kerem Shalom. Im Einzelnen handelte es sich dabei um:
5775 Tonnen Zucker, 3255 Tonnen Salz, 1792 Tonnen Speiseöl, 1725 Tonnen Mehl, 1652 Tonnen Reis, 2035 Tonnen Fleischprodukte, 2565 Milchprodukte, 6733 Tonnen Früchte, 288 Tonnen Dosennahrung, 705 Tonnen Gewürze, 442 Tonnen Kaffee und Tee, 462 Tonnen Milchpulver, 660 Tonnen Hülsenfrüchte, 1225 Tonnen Zwiebeln, 260 Tonnen Karotten, 11 Tonnen Knoblauch, 1092 diverse Lebensmittel, 12168 Tonnen Stroh, 182 Tonnen Setzlinge, 155 Tonnen Lege-Eier, 38 Tonnen gefrorenen Fisch, 468 Tonnen Windeln 220 Tonnen Toilettenpapier, 150 Tonnen Medikamente, 168 Tonnen medizinisches Zubehör, 1218 Tonnen Putzmittel, 8310 Tonnen Tierfutter.
(MFA, 07.08.07)
Olmert erwägt umfassenden Friedensplan
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert prüft ein neues Rahmenwerk für ein Friedensabkommen, das einen palästinensischen Staat auf annähernd 100 Prozent des Westjordanlands vorsieht. Dabei soll über eine territoriale Kompensation im Austausch für die grösseren Siedlungsblöcke verhandelt werden. Erwogen wird zudem die Eingliederung arabisch bevölkerter Gebiete innerhalb von Israel in den zukünftigen palästinensischen Staat, sofern die Bewohner dem zustimmen würden.
Der neue Abkommensentwurf wurde Olmert von Staatspräsident Shimon Peres vorgelegt. Er würde es aufgrund des in ihm enthaltenen Gebietstransfers der Partei Israel Beiteinu unter Avigdor Liebermann ermöglichen, in der Regierung zu verbleiben und einen Frieden mit den Palästinensern zu unterstützen. In Regierungskreisen geht man davon aus, dass wenigstens 70 Prozent der Knesset-Abgeordneten bei gegenseitiger Übereinkunft ein derartiges Abkommen mit den Palästinensern unterstützen würden. Olmert hat sich noch nicht in allen Punkten des Entwurfs festgelegt, steht dessen Grundsätzen aber offensichtlich nicht ablehnend gegenüber.
In der Zwischenzeit haben Olmert und der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas auf ihrem gestrigen Treffen in Jericho die Ausweitung der Zusammenarbeit und die Intensivierung der Friedensverhandlungen vereinbart, um die Errichtung eines palästinensischen Staates zu beschleunigen.
(Ha’aretz, 07.08.07)
Palästinensische Sicherheitskräfte haben das Westjordanland nicht unter Kontrolle
Im Vorfeld des heutigen Treffens zwischen Israels Ministerpräsident Ehud Olmert mit dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas in Jericho wachsen die Bedenken an der Sicherheitslage im Westjordanland. So hat der neue palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad kürzlich gegenüber hochrangigen israelischen Amtsträgern – darunter Yuval Diskin, dem Leiter der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) - eingeräumt, dass die Sicherheitskräfte der PA nicht in der Lage seien, "zum gegenwärtigen Zeitpunkt Recht und Ordnung im Westjordanland durchzusetzen".
Ursprünglich haben Fayyad und sein Innenminister Abd al-Razek al-Yihiya gegenüber Israel die Überführung einiger Städte im Westjordanland unter die Kontrolle der PA zu einem ihrer primären Anliegen erklärt. Israel hat dieses Ansuchen nicht unmittelbar zurückgewiesen, jedoch die Bedingung gestellt, dass die Sicherheitskräfte der PA bereit sein müssten, gegen Terroristen einzuschreiten und sie zu daran zu hindern, von jenen Städten aus Anschläge gegen Israel auszuführen. Inzwischen haben Kommandanten der palästinensischen Sicherheitskräfte jedoch der PA-Führung mitgeteilt, dass sie dies momentan nicht leisten könnten.
(Ha’aretz, 06.08.07)
Tel Aviv im August: Die Franzosen kommen
Bis zum 23. August wird es kaum freie Hotelzimmer in Tel Aviv geben. Der Grund hierfür liegt im Ansturm von Touristen aus Frankreich, die traditionellerweise in den ersten drei Augustwochen Urlaub in Israel machen. "Wir schaffen es nicht, die Franzosen davon zu überzeugen, Im Juli und nicht im August nach Tel Aviv zu kommen", erklärt Eli Ziv, Generaldirektor des Hotelverbandes des Grossraums Tel Aviv. "Im Juli gibt es mehr freie Hotelzimmer, und auch die Preise liegen deutlich niedriger. Aber in Frankreich fährt man im August in den Urlaub, das gesamte Geschäftleben ruht zur Zeit der ‚vacances’, und so schliessen auch sie ihre Läden und kommen."
Ziv geht davon aus, dass sich im Zeitraum Juli-August ungefähr 20 000 Touristen aus Frankreich im Grossraum Tel Aviv, einschliesslich Bat Yam, Herzliya und Ramat Gan, aufhalten werden. Dies sind zwar mehr als im Vorjahr, da wegen des Libanonkriegs nur 17 000 Franzosen kamen, aber deutlich weniger als 2005, da sich ihre Zahl auf 25 000 belief. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass immer mehr Franzosen sich in den letzten Jahren Wohnungen in Tel Aviv gekauft haben und daher – ebenso wenig wie die an Zahl zunehmenden Neueinwanderer aus Frankreich – nicht unter die Hotelstatistik fallen.
Während beispielsweise im Tel Aviver Hilton-Hotel ganze 70 Prozent der Gäste französische Juden sind, beläuft sich ihre Rate insgesamt auf etwa 50 Prozent. Ausserdem sind die Hotels noch von Amerikanern, Engländern und anderen Europäern belegt. Zum Bedauern von Eli Ziv hat dies zur Folge, dass Israelis, die im August ein Hotelzimmer in Tel Aviv suchen, oft leer ausgehen, da sie – im Gegensatz zu ausländischen Touristen – meist erst im letzten Moment buchen.
(Ha’aretz, 06.08.07) |
Vier Raketen im westlichen Negev
Im Laufe des gestrigen Tages sind insgesamt vier Qassam-Raketen im westlichen Negev gelandet, die von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen abgeschossen worden waren.
Am Nachmittag schlug eine Rakete nahe einem Stall ein, der zur Farm der Familie des früheren Ministerpräsidenten Ariel Sharon gehört. Der Stall befindet sich jedoch nicht auf dem Grundstück der Farm und wurde nicht beschädigt. Eine weitere Rakete landete in der Nähe von Kfar Ivim. Eine Person musste wegen Schocks im Ashkeloner Krankenhaus Barsilai behandelt werden.
In der Nacht schlugen zwei weitere Qassam-Raketen in der Region ein. Eine davon beschädigte eine Antenne im Kibbutz Nir Am.
(Ha’aretz, 10.08.07)
Olmert: Kein Krieg mit Syrien
Israel hat in den vergangenen Wochen wiederholt Botschaften nach Damaskus gesandt, die signalisieren sollen, dass es kein Interesse daran hat, Syrien anzugreifen. Damit soll Fehleinschätzungen auf syrischer Seite vorgebeugt werden, die zu einem Ausbruch der Gewalt in der Region führen könnten.
Während alles versucht wird, Damaskus zu beruhigen, bereitet sich die Regierung jedoch weiterhin intensiv auf die Möglichkeit vor, dass es entgegen der Erwartungen zu einem syrischen Angriff auf dem Golan kommen sollte. Zu diesem Zweck wurde gestern erneut eine Sitzung des Ministerausschusses für die Nordfront abgehalten. Dort liess Ministerpräsident Ehud Olmert einmal mehr verlauten, dass "Israel nicht mit einem Krieg mit Syrien interessiert" sei.
Auf einem gestrigen Treffen mit Aktivisten seiner Kadima-Partei aus dem russischen Sektor bemühte sich Olmert darüber hinaus, die israelische Bevölkerung zu beruhigen: "Wir lesen in letzter Zeit alarmierende Überschriften. Ich sage in stiller Art und Weise: Ich glaube, dass uns ein ruhiger Sommer, ein ruhiger Herbst und ein ruhiger Winter bevorstehen." Zwar bereite man die Armee auf alle Eventualitäten vor, doch sei es weder geplant noch gewünscht, im Norden oder Süden des Landes in bewaffnete Auseinandersetzungen einzutreten. Auch die Syrer, so Olmert, hätten kein Interesse an einem Krieg.
Weiter sagte Olmert: "Die Sicherheitslage im Norden ist besser, als sie es seit Jahrzehnten gewesen ist. Es gab Erfahrungen mit nicht wenigen Schwierigkeiten und Schmerzen. Wenn man heute aus einer ausgewogenen Perspektive blickt, versteht man, dass es nie so ruhig war wie seit dem letzten Jahr. Dies sagen auch die Befehlshaber der internationalen Truppen im Südlibanon."
(Ha’aretz, 09.08.07)
Israelische Unternehmen beteiligen sich an indischem Entwicklungsprojekt
Israel wird sich an einem gross angelegten Projekt zur Entwicklung der indischen Stadt Nagpur beteiligen. Das Israelische Institut für Export und internationale Kooperation (IEICI) schätzt, dass israelische Unternehmen projektbezogene Verträge im Wert von 40 Millionen Dollar abschliessen werden.
Der geplante Ausbau der zentralindischen Stadt zum globalen Wirtschaftszentrum umfasst die Weiterentwicklung des bestehenden Flughafens, Transport- und Kommunikationsinfrastruktur, grossräumige landwirtschaftliche Projekte, medizinische Zentren und Hotels. Vor kurzem haben Vertreter aus Indien Israel als Gäste des IEICI und der indischen Botschaft in Tel Aviv besucht und sich mit verschiedenen israelischen Unternehmen getroffen, die sich an dem Nagpur-Projekt beteiligen.
(Yedioth Ahronoth, 08.08.07)
Byzantinische Kirche in Tiberias entdeckt
Bei Ausgrabungen, die die Israelische Altertumsbehörde in Tiberias durchgeführt hat, sind eindrucksvolle und einzigartige Funde freigelegt worden, die neues Licht auf die Geschichte der antiken Stadt werfen. Die Funde gehen zurück bis zur Gründung von Tiberias im 1. Jahrhundert und reichen bis ins 11. Jahrhundert, als die Stadt nach einem Erdbeben, Kriegen, wirtschaftlichem Niedergang und mangelnder Sicherheit von ihren Bewohnern verlassen wurde.
Im unteren Teil der Stadt wurde eine byzantinische Kirche (ca. 4. bis 5. Jh.) entdeckt, die mit prachtvollen polychromen Mosaiken von geometrischen Mustern und Kreuzen gepflastert ist. Die Überreste der Kirche fand man in der Nähe von antiken öffentlichen Gebäuden, unter ihnen eine Basilika, ein Badehaus sowie Strassen und Läden, die in der Vergangenheit an dieser Stelle ausgegraben worden waren. Wie Dr. Moshe Hartal und Edna Amos, die Leiter der Ausgrabungen, mitteilen, ist dies die älteste Kirche, die je in Tiberias entdeckt worden ist, und die einzige im Zentrum der Stadt. Ausserdem wurden Überreste eines jüdischen Wohnviertels aus dem 10. bis 11. jahrhundert freigelegt, die sich bis in die höher gelegenen Stadtviertel erstrecken.
"Die Entdeckung der Kirche im Herzen des jüdischen Viertels widerlegt die Theorie, dass die Juden die Christen daran gehindert hätten, Gebetshäuser im Zentrum der Stadt zu errichten", betonen Hartal und Amos.
(MFA, 07.08.07)
Jüdische Siedler vom Grosshandelsmarkt in Hebron entfernt
Bei einer Räumungsaktion der israelischen Armee in Hebron sind heute Morgen mehr als 30 Menschen verletzt worden, darunter etwa 11 Mitglieder der Sicherheitskräfte und 25 rechtsextreme Aktivisten. 1000 Polizisten und beinahe 2000 Soldaten beteiligten sich an der Operation, im Laufe derer jüdische Siedler aus Gebäuden auf dem Grossmarkt der Stadt entfernt wurden, die sie seit einigen Monaten illegal besetzt gehalten hatten.
Die zwei Siedlerfamilien, die sich der Räumung und Evakuierung durch die israelischen Sicherheitskräfte gemeinsam mit gut 200 Demonstranten gewaltsam widersetzten, hatten Anspruch auf die Wohnungen erhoben, da diese sich über Jahrzehnte hinweg in jüdischem Besitz befunden hätten und erst nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 von den jordanischen Behörden beschlagnahmt worden seien.
(Jerusalem Post, 07.08.07)
El Al gestattet kostenlose Mitnahme von Fahrrädern
Gute Nachrichten für Fahrradfahrer! Die grosse israelische Fluggesellschaft El Al wird ihren Passagieren in Zukunft die Mitnahme von Fahrrädern nicht mehr in Rechnung stellen. Bisher mussten die Reisenden bis zu 20 Dollar pro Kilogramm extra zahlen.
El Al teilt mit, dass pro Jahr über 1 000 Israelis ihre eigenen Fahrräder auf Auslandsreisen mitnehmen. Durch die neue Regelung wird ihnen nun die Reise erleichtert. Ausserdem sollen ausländische Touristen dazu ermuntert werden, ihre Fahrräder in den Israel-Urlaub mitzunehmen.
(Globes, 07.08.07)
Israelische Armee verhindert Sprengstoffanschlag im Westjordanland
Eine im Westjordanland operierende Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hat heute Vormittag einen 10 Kg schweren Sprengsatz entdeckt, der in der Leiche eines Schafes auf einer Strasse nahe der Siedlung Elon Moreh versteckt war. Die Soldaten wurden von einem palästinensischen Terroristen zu dem Fundort geführt, der zuvor festgenommen und von den israelischen Sicherheitsbehörden verhört worden war. Offensichtlich war der Sprengsatz für einen Anschlag auf eine der jüdischen Siedlungen in der Umgebung – Elon Moreh, Kedumim, Itamar oder Bracha – bestimmt.
Sonntagnacht wurden im Westjordanland insgesamt acht palästinensische Terrorverdächtige festgenommen, drei davon in Nablus und fünf weitere bei Ramallah und in Hebron. Ein Offizier der israelischen Armee wurde in der Umgebung von Nablus leicht verletzt, als bewaffnete Palästinenser das Feuer auf seine Einheit eröffneten.
(Yedioth Ahronoth, 06.08.07)
Qassam-Raketen in Sderot
Palästinensische Terroristen haben heute erneut Qassam-Raketem aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf die Stadt südisraelische Sderot abgefeuert. In der Nacht landete eine Rakete auf offenem Gelände innerhalb der Stadt. Am Nachmittag schlug eine weitere Rakete auf dem Hof eines Kindergartens ein. Verletzt wurde dabei niemand, über Sachschäden liegen noch keine genaueren Angaben vor.
(Yedioth Ahronoth, 06.08.07)
Aus dem wöchentlichen Kabinettskommunique
Auf der wöchentlichen Kabinettssitzung der israelischen Regierung am gestrigen Sonntag (05.08.) standen u.a. die folgenden Punkte auf der Tagesordnung:
- Zu Beginn der Sitzung diskutierte Ministerpräsident Ehud Olmert die Angelegenheit der Shoa-Überlebenden, wobei er betonte, dass dies ein schmerzvolles und delikates Thema sei, mit dem man sich viele Jahre nicht beschäftigt habe. Keine der früheren Regierungen habe sich mit der Frage einer speziellen Unterstützung für die Familien der Überlebenden auseinandergesetzt. Er werde sich am Mittwoch gemeinsam mit Seniorenminister Rafi Eitan und Sozialminister Yitzhak Herzog mit den Repräsentanten der Organisationen der Shoa-Überlebenden treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
- Der Ministerpräsident gedachte des früheren Chefs der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK), Amos Manor, der am Sonntag im Alter von 88 Jahre verstorben ist.
- Die Regierung entschied, dass das zentrale Thema der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Staatsgründung im kommenden Frühjahr die "Kinder Israels" sein werde. Damit sollten sowohl Eltern als auch öffentliche Einrichtungen dazu ermuntert werden, das Wohlergehen und die Sicherheit von Kindern zu steigern.
Das vollständige Kabinettskommunique in englischer Sprache finden Sie: hier
(MFA, 06.08.07)
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