Olmert mahnt zur Rücksicht gegenüber den Palästinensern
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat die Kommandanten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) im Westjordanland dazu aufgerufen, die Palästinenser, die an den Kontrollpunkten und Strassensperren zu leiden hätten, zu verstehen und mehr Rücksicht auf sie zu nehmen. Die Kluft zwischen den beiden Völkern dürfe nicht vergrössert werden.
Die Worte, die Olmert diese Woche bei einem geschlossenen Treffen mit den Brigadekommandanten des Zentralkommandos von sich gab, scheinen eine weitere Bewegung nach links darzustellen. Wörtlich sagte Olmert: "Nehmt all die Palästinenser, die sich an den Kontrollpunkten ausziehen müssen, nur weil es in ihren Reihen Terroristen gibt. Nehmt all diejenigen, die an den Kontrollpunkten anstehen müssen, wegen der Befürchtung, dass womöglich ein mit Sprengstoff beladener Wagen passiert. Dies kann ein brodelnder Topf sein, der aufbrechen und schlimme Verbrennungen verursachen kann, und es kann etwas anderes sein, was allein von eurem Verständnis abhängt und eurer Fähigkeit, weise und entschlossen zu handeln."
Im Hinblick auf die Lage im Gaza-Streifen sagte Olmert, dass Israel "früher oder später" dort operieren müssen werde, dies aber nicht ohne Beziehung zu den Vorgängen auf dem internationalen Schauplatz geschehen können. "Wir sind sehr auf unsere Freunde in der Welt angewiesen und unsere Fähigkeit, uns auf sie zu stützen, ist eine existentielle Angelegenheit für den Staat Israel."
(Ha'aretz, 11.04.08)
Hamas baut Armee auf
Die Hamas betreibt den Aufbau einer immer schlagkräftigeren Kampftruppe. Ein aktueller und Bericht des Intelligence and Terrorism Information Center (ITTC) legt ausführlich die verschiedenen Massnahmen dar, die die Terrororganisation zur Verbesserung ihres Waffenarsenals und der Ausbildung und Rekrutierung von neuen Kämpfern ergriffen hat.
Der ausführliche Bericht, der gleichzeitig einen umfassenden Überblick über die Terrorstrukturen im Gaza-Streifen bietet, findet sich: hier (extern)
(MFA, 10.04.08)
Olmert trifft polnischen Ministerpräsidenten
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich am Mittwoch in Jerusalem mit seinem polnischen Amtskollegen Donald Tusk getroffen, der zu einem Staatsbesuch nach Israel gereist war. In der gemeinsamen Pressekonferenz lobten beide Seiten den Fortschritt in den israelisch-polnischen Beziehungen, Ministerpräsident Olmert nahm die Einladung zu einem Gegenbesuch in Polen an.
Zur Haltung der israelischen Öffentlichkeit gegenüber Polen bemerkte Olmert: "Ich glaube, es gibt ein Gefühl von grosser Wertschätzung für den gewaltigen Wandel, der in ihrem Land stattgefunden hat. Wir versuchen nicht für eine Sekunde die schwierigen Erinnerungen zu verstecken, die ein untrennbarer Teil des Erbes von uns und denjenigen, die in Polen leben, sind. Es ist kein Zufall, dass der Präsident von der Angelegenheit der zurückgelassenen Vermögenswerte und der fälligen Entschädigung gesprochen hat. Dies ersetzt nicht die enorme Anstrengung, die wir darauf verwenden müssen, auf der historischen Infrastruktur zukünftige Beziehungen aufzubauen, die auf Hoffnung basieren und einer Chance zur Zusammenarbeit zwischen zwei hoch entwickelten, liberalen, offenen und demokratischen Gesellschaften."
Der vollständige Wortlaut der Pressekonferenz in englischer Sprache findet sich: hier (extern)
(MFA, 09.04.08)
Die Opfer von Nahal Oz
Bei den beiden Opfern des Terroranschlags am Treibstoff-Terminal in Nahal Oz handelt es sich um Oleg Lipson (37) und Lev Cherniak (53) aus Be'er Sheva. Anders als den Fahrern der Tanklastzüge gelang ihnen die Flucht nicht. Sie wurden aus nächster Nähe erschossen und regelrecht von Kugeln durchsiebt.
Oleg Lipson (Bild links) wurde in Tashkent geboren und wanderte 1991 nach Israel ein, wo er seine spätere Frau kennen lernte. Seine Verwandten bezeichnen ihn als Familienmensch, hingebungsvollen Vater und treuen Ehemann. Nachdem er keinen Studienplatz für Medizin bekommen hatte, nahm er gemeinsam mit seinem Freund Lev Cherniak die Arbeit in Nahal Oz auf. Sie arbeiteten stets Seite an Seite und verbrachten auch nach Dienstschluss viel Zeit miteinander.
Lev Cherniak (Bild rechts) stammte aus St. Petersburg und wanderte ebenfalls 1991 nach Israel ein. Nach Auskunft eines Nachbarn war er immer fröhlich aufgelegt und hatte einen guten Sinn für Humor.
Lipson hinterlässt seine Frau Jana und den 10jährigen Sohn Leon, Cerniak seine Frau Irena und die 12jährige Tochter Leah sowie eine ältere Tochter aus früherer Ehe, die mit ihrer Mutter in Deutschland lebt.
(MFA, 09.04.08)
US-Christen fühlen sich Israel moralisch verpflichtet
Mehr als 80% der christlichen Amerikaner empfinden eine "moralische und biblische Verpflichtung" zur Unterstützung des Staates Israel. Die Hälfte von ihnen meint, Jerusalem müsse dessen ungeteilte Hauptstadt bleiben. Dies ergibt eine aktuelle Studie der Washingtoner Joshua-Stiftung.
Zwar sind evangelistische Christen die stärksten Unterstützer des jüdischen Staates, pro-israelische Überzeugungen sind jedoch in den anderen Denominationen kaum weniger verbreitet. So fühlen sich 84% der Protestanten (einschliesslich von 89% der Evangelisten) der Liebe und Unterstützung Israel verpflichtet, bei den Katholiken sind es 76%. Bei der Jerusalemfrage liegt die Verteilung ähnlich: 53% der Protestanten (62% der Evangelisten) sind für ein vereintes Jerusalem und 44% der Katholiken.
Knapp die Hälfte (49%) der Befragten gab an, starkes Interesse an einem Israel-Besuch zu haben.
(Jerusalem Post, 09.04.08)
Tote bei terroristischem Überfall auf Nahal Oz
Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen sind heute Nachmittag am Terminal Nahal Oz über die Grenze nach Israel eingedrungen und haben dabei zwei israelische Zivilisten ermordet. Zwei weitere Israelis wurden verletzt. Mindestens einer der beiden Terroristen wurde am Tatort von der israelischen Armee getötet. Die Sicherheitskräfte durchkämmen das Gebiet nach weiteren Terroristen, in Südisrael herrscht die höchste Alarmstufe.
Bei den beiden israelischen Todesopfern handelt es sich um zivile Mitarbeiter des Treibstoff-Terminals in Nahal Oz. Über diesen war gerade noch eine von der Europäischen Union finanzierte Treibstoff-Lieferung abgewickelt worden.
Der Islamische Jihad hat gemeinsam mit einer den Al-Aqsa-Brigaden nahe stehenden Gruppierung die Verantwortung für den Anschlag übernommen.
(Ha'aretz, 09.04.08)
Am gestrigen Dienstag sind 127 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern für die palästinensische Bevölkerung über die Übergänge Sufa und Kerem Shalom in den Gaza-Streifen geleitet worden.
Israel erleichtert die Einfuhr humanitärer Hilfe in den Gaza-Streifen und wird gleichzeitig von eben dort angegriffen. Die Verantwortung für diese Angriffe und Konsequenzen liegt für Israel eindeutig bei der Hamas.
(MFA, 09.04.08)
Israelische Freiwillige als Wahlbeobachter In Nepal
Freiwillige aus Israel werden als offizielle Beobachter die morgigen Wahlen in Nepal unterstützen. Die israelische NGO für soziale Gerechtigkeit 'Tevel b'Tzedek' hat ein Team von knapp 30 Wahlhelfern zur Verfügung gestellt. Ihr geschäftsführender Direktor, Rabbi Micha Odenheimer, wurde anlässlich dessen am gestrigen Dienstag gemeinsam mit Israels Botschafter in Kathmandu, Dan Stav, vom nepalesischen Ministerpräsidenten, G.P. Koirala, empfangen.
Die Wahlen werden ein zentraler Test für die Stabilität des Friedensprozesses sein, der einen Bürgerkrieg beendete, der mindestens 13 000 Menschenleben forderte. Die zu wählende Verfassungsgebende Versammlung soll über den zukünftigen politischen Aufbau des Landes und das Schicksal der Monarchie entscheiden.
Das israelische Team hat im Vorfeld eine intensive Schulung absolviert. Weitere Wahlbeobachter werden von der UNO, der EU und dem Carter Center for Peace gestellt.
Israel und Nepal haben 1960 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Die Botschaft in Kathmandu wurde ein Jahr darauf eröffnet.
(MFA, 08.04.08)
Iran installiert 6000 Uranzentrifugen
Der Iran hat damit begonnen, in der unterirdischen Atomanlage Natanz 6000 fortgeschrittene Zentrifugen zur Urananreicherung zu installieren. Dies gab der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad heute anlässlich des nationalen 'Atomtages' bekannt. Diplomaten in Wien wiesen schon vergangene Woche auf die technologische Steigerung der nuklearen Bestrebungen der Islamischen Republik hin.
Es ist dies ein weiterer Affront gegen den UN-Sicherheitsrat, der seit 2006 in dritter Runde Sanktionen über Teheran verhängt hat, um es von der Urananreicherung abzuhalten.
Angereichertes Uran kann als Treibstoff in Atomkraftwerken oder - in verfeinerter Form - als Sprengstoff in Atombomben dienen. Zentrifugen sind Maschinen, die Uranverbindungen in Überschallgeschwindigkeit schleudern, um das radioaktivste Isotop des Elements auszusondern und zu konzentrieren. Im vergangenen Jahr wurden bereits 3000 Zentrifugen in Natanz installiert.
(Walla, 08.04.08)
Raketen auf Ashkelon
Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben heute Nacht drei Raketen auf Ashkelon abgefeuert. Sie landeten auf offenem Gelände nahe einem Kibbutz südlich der israelischen Küstenstadt. Verletzt wurde dabei niemand, und es entstand auch kein Sachschaden.
Bereits am Samstagabend waren zwei Raketen auf Ashkelon abgeschossen worden, die im Gewerbegebiet im Süden der Stadt niedergingen und ebenfalls weder Personen- noch Sachschaden verursachten.
(Yedioth Ahronoth, 07.04.08)
Unterstützt Nordkorea iranisches Atomprogramm?
Die USA und Israel wollen Druck auf Nordkorea wegen dessen nuklearer Zusammenarbeit mit dem Iran ausüben und damit die Bemühungen der Islamischen Republik um eine Atombombe vereiteln. Laut Washington und Jerusalem vorliegenden Informationen hat Nordkorea dem Iran technologisches Know-how und nukleares Material geliefert, um dessen geheimes Atomwaffenprogramm zu unterstützen.
Amerikanische und israelische Regierungsvertreter haben sich daher darauf geeinigt, dass die morgen beginnenden amerikanisch-nordkoreanischen Konsultationen in Singapur dazu genutzt werden sollen, Nordkorea dazu zu bringen, Einzelheiten über die nukleare Zusammenarbeit mit Staaten des Nahen Ostens, insbesondere dem Iran, offen zu legen. In diesem Zusammenhang werden amerikanische Offizielle voraussichtlich im nächsten Monat dem US-Senat Einzelheiten über die Kooperation Nordkoreas mit Syrien präsentieren.
(Ha'aretz, 07.04.08)
|
Geheime Raketenbasis im Iran entdeckt
Neue Satellitenaufnahmen haben einen geheimen Standort enthüllt, an dem der Iran möglicherweise ballistische Langstreckenraketen entwickelt, deren Reichweite sich mit etwa 6000 Kilometern bis nach Europa erstreckt. Nach Berichten der Londoner Times lokalisierten die von dem Satelliten Digital Globe QuickBird stammenden Fotos die Anlage, von aus der die Iraner im Februar die vermeintliche "Forschungsrakete" Kavoshgar 1 gestartet haben.
Die Kavoshgar 1 war in Anwesenheit des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad gestartet worden, der damals sagte, dass der Iran eine "aktive und einflussreiche Präsenz im Weltraum" brauche. Einem Experten zufolge lassen sich aus dem Abschuss zwar keine bedeutenden Fortschritte in der Langstreckenraketen-Technologie ableiten, er lasse allerdings die voraussichtliche Entwicklung des iranischen Raketenprogramms erahnen. Geoffrey Forden, ein Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) wird dahingehend zitiert, dass eine neue Bautätigkeit auf dem Gelände zu beobachten sei, die in Form und Grösse an die Montageanlage für Langstreckenraketen im nordkoreanischen Taepodong erinnere.
Der Jane's Intelligence Review stellt fest, dass die Satellitenaufnahmen beweisen, dass die Kavoshgar 1 nicht Teil eines zivilen Raumfahrtprojekts sei, sondern mit dem iranischen Geheimprogramm zur Entwicklung von Langstreckenraketen zusammenhänge.
Unterdessen hat Irans Präsident Ahmadinejad am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Präsident des Senegal folgendes prophezeit: "Der Staat Israel ist schwach und zerbröckelt, und niemand kann ihn retten."
(Yedioth Ahronoth, 11.04.08)
Terrorzelle plante Giftanschlag in Restaurant
Zwei Palästinenser sind wenige Tage, bevor sie einen Plan zur Vergiftung von Essen in einem Restaurant in Ramat Gan ausführen konnten, verhaftet worden. Ein Hinweis führte die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) und die Tel Aviver Polizei zu den beiden 21jährigen aus Nablus, die sich illegal in Israel aufhielten und im Ramat Ganer 'Grill Express' arbeiteten.
Beim Verhör gaben die beiden zu, den Auftrag zu der Terroraktion von einer Zelle der Al-Aqsa Märtyrer-Brigaden bekommen zu haben, die wiederum Geld und Befehle von der Hisbollah erhält. Sie sollten ein weisses, geschmack- und geruchloses Gift von der Zelle erhalten, und dies in das Essen des 'Grill Expresses' mischen. Das Gift hätte erst nach etwa vier Stunden gewirkt, und die Terroristen planten, währenddessen so viele Restaurant-Besucher wie möglich zu ermorden.
Lebensmittelvergiftungen in Restaurants und Cafés gelten als "strategischer Angriff", und die Polizei nimmt diese Möglichkeit sehr ernst. In der Vergangenheit haben Terrororganisationen bereits wiederholt versucht, palästinensische Köche und Kellner zur Vergiftung von Essen in israelischen Restaurants zu animieren. Nach Auskunft der Polizei ist dies ein relativ leichter Weg, einen Anschlag auszuführen, da keine komplizierten Waffen geschmuggelt werden müssen und die Restaurant-Angestellten freien Zugang zum Tatort haben.
(Ha'aretz, 11.04.08)
Prominente Gäste bei den 60-Jahr-Feierlichkeiten
Israels Staatspräsident Shimon Peres holt anlässlich der Feierlichkeiten zum 60jährigen Jubiläum des Staates Israel eine grosse Anzahl führender Personen ins Land. George W. Bush, Barbara Streisand, Tony Blair, Mikhail Gorbatschow und Rupert Murdoch gehören zu denen, die im Mai zu einer Konferenz über jüdische und israelische Beiträge für die Menschheit erwartet werden.
"Wir werden wahrscheinlich zehn Präsidenten aus verschiedenen Ländern, sechs ehemalige Präsidenten, Minister, Ministerpräsidenten, Wissenschaftler, Philosophen und Künstler zu Gast haben", sagte Peres gestern in einem Interview.
Andere Gäste, die bereits zugesagt haben sind u.a. Henry Kissinger, der Nobelpreis-Träger Elie Wiesel, der frühere tschechische Präsident Vaclav Havel, Harvard-Professor Alan Dershovitz, Google-Gründer Sergey Brinn, Facebook-Gründer Mark Zuckerman und Abdurrahman Wahid, früherer Präsident Indonesiens, einem Land, mit dem Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält.
(Ha'aretz, 10.04.08)
Der Überfall auf Nahal Oz
Der Treibstoff-Terminal Nahal Oz an der Grenze zum Gaza-Streifen ist gestern Ziel eines palästinensischen Terroranschlags geworden, bei dem zwei israelische Zivilisten ermordet wurden. In Israel macht man die Terrororganisation Hamas für den Überfall verantwortlich und kündigt gleichzeitig die Fortsetzung der humanitären Hilfe für die palästinensische Bevölkerung in Gaza an.
Nahal Oz ist der einzige Treibstoff-Terminal des Gaza-Streifens. Der Terminal wird von dem Unternehmen Dor Alon betrieben und liegt an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Israel, nördlich des Übergangs Karni. Jede Woche werden hier 754 000 Liter Benzin, 800 000 Liter Verkehrsdiesel und 2.2 Millionen Kraftwerkdiesel transferiert.
Das israelische Aussenministerium nahm gestern wie folgt Stellung:
"Israel betrachtet die Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, als verantwortlich für den heutigen (09.08) Terroranschlag auf den Nahal Oz-Treibstoff-Terminal. Die Hamas trägt die Verantwortung für diesen Angriff und wird auch die Konsequenzen tragen.
Die heutige Attacke zeigt einmal mehr, dass die Terroristen in Gaza nicht nur Israelis angreifen, sondern auch versuchen, die zivile Infrastruktur zu schädigen, die ein normales Leben in Gaza erlaubt. Es ist offensichtlich, dass das Ziel der Terroristen darin besteht, so viele Israelis wie möglich zu töten und gleichzeitig jedes Beispiel der Koexistenz von Israelis und Palästinensern - wie die Übergange zwischen Israel und dem Gaza-Streifen eines darstellen - zu untergraben.
Israel liefert den Bewohnern des Gaza-Streifens täglich Lebensmittel, Treibstoff, Medikamente, Equipment und andere humanitäre Güter. Die Terroristen, die heute den Treibstoff-Terminal angegriffen haben, versuchen diese Aktivität zu behindern und schaden damit dem Leben und dem Wohlergehen der Bewohner Gazas.
Israel wird entscheiden, wie es sich verteidigen und gegen die Terrororganisationen, ihre Befehlshaber und Operatoren, vorgehen wird. Gleichzeitig wird Israel seine Bemühungen zur Verhinderung einer humanitären Krise in Gaza fortsetzen."
Seit der Machtübernahme der Hamas im Juni 2007 wurden 20 732 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern (487 530 Tonnen) von Israel in den Gaza-Streifen transferiert. Eine genaue Auflistung der Hilfslieferungen des vergangenen Monats finden Sie: hier (extern)
(MFA, 09.04.08)
Raketen auf Ashkelon
Gestern Abend haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen vier Qassam-Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Sie landeten allesamt südlich von Ashkelon und richteten weder Personen- noch Sachschaden an. Ausserdem wurden mehrere Mörsergranaten auf den westlichen Negev geschossen.
(Yedioth Ahronoth, 09.04.08)
Israelischer Soldat im Gaza-Streifen getötet
Ein israelischer Soldat ist gestern Nacht von palästinensischen Terroristen im südlichen Gaza-Streifen erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich bei einer Anti-Terror-Operation der Egoz-Einheit der israelischen Armee nahe dem Übergang Kissufim. Zwei weitere israelische Soldaten wurden dabei verletzt.
Bei dem Getöteten handelt es sich um den 21jährigen Stabsfeldwebel Sayef Bisan (Bild) aus dem drusischen Dorf Jat im westlichen Galiläa. Er wuchs in einem zionistischen Elternhaus auf und plante nach Auskunft von Freunden und Verwandten eine Laufbahn als Berufssoldat in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL).
Die Armee führt ihre täglichen Einsätze zur Bekämpfung der terroristischen Infrastruktur nahe dem Sicherheitszaun fort, enthält sich aber weiterhin einer gross angelegten Operation im Gaza-Streifen.
(Yedioth Ahronoth, 08.04.08)
Saul Friedländer erhält Pulitzer-Preis
Der israelische Historiker Saul Friedländer gehört zu den diesjährigen Preisträgern des US-amerikanischen Pulitzer-Preises. Er wird in der Kategorie Sachbuch (General Nonfiction) für sein 1997 erschienenes Buch 'Das Dritte Reich und die Juden. Die Jahre der Verfolgung' ausgezeichnet.
Friedländer gehört seit langem zu den führenden Historikern in Israel. In der Tschechoslowakei geboren, überlebte er in einem Kloster den Holocaust, dem seine beiden Eltern zum Opfer fielen. Nachdem er als Katholik erzogen war, entdeckte er 1947 seine jüdische Identität und wanderte ein Jahr darauf an Bord des berühmten Flüchtlingsschiffs 'Altalena' nach Israel ein.
1983 erhielt der heute an der University of California in Los Angeles lehrende Friedländer den Israel-Preis für Geschichtswissenschaft, im vergangenen Jahr den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.
(Ha'aretz, 08.04.08)
Palästinensische Schulbücher in der Kritik
In Israel ist man seit langem besorgt über den propagandistischen Gehalt von palästinensischen Schulbüchern, die die Kinder zum Hass gegen Israel und den Westen erziehen.
In der Washington Times ist nun ein Artikel zu diesem oft zu wenig beachteten Thema erschienen. Den Artikel finden Sie: hier (extern)
(Botschaft des Staates Israel, 08.04.08)
Israelische Rentner mehrheitlich zufrieden
Rechtzeitig zum 60. Jahrestag des Staates Israel erhellt eine aktuelle Umfrage des Seniorenportals 'Motke' die Lebenslage der älteren Generation. Demnach sind etwa 80% der über 65jährigen mit ihrem Leben zufrieden. 64% meinen, dass es ihnen besser geht als ehemals ihren Eltern.
Die israelischen Senioren sind sehr familienorientiert. Ganze 78% der Befragten gaben an, dass sie sich mindestens einmal in der Woche mit Familienangehörigen treffen, 56% verbringen im gleichen Ausmass Zeit mit Freunden. Weniger als ein Viertel geht allwöchentlich in ein Café oder Restaurant, und nur 5% besuchen so oft Kulturveranstaltungen. Etwa jeder dritte israelische Rentner war im vergangenen Jahr auf einer Auslandsreise.
Fast alle alten Israelis (96.4%) sind verkabelt oder verfügen über eine Satellitenschüssel, 59.9% benutzen ein Mobiltelefon. Die beliebtesten Sänger sind Yoram Gaon, Shlomo Artzi und Rita.
Laut Zentralamt für Statistik sind 10% der Israelis 65 oder älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt bei Männern 78.5 und bei Frauen 82.2 Jahre. 65% der israelischen Senioren sind europäisch-amerikanischer und 32% asiatisch-afrikanischer Herkunft; 14% sind in Israel geboren.
(Yedioth Ahronoth, 07.04.08)
Olmert: Israel sucht keine Konfrontation mit Syrien
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat auf der allwöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag (06.04.) betont, dass Israel kein Interesse an einem Konflikt mit Syrien hat. Im Hinblick auf eine für diese Woche einberaumte Übung der israelischen Heimatfront sagte er wörtlich:
"Alle Berichte über erhöhte Spannungen im Norden sind übertrieben; wir haben keine geheimen Pläne. Diese Übung ist nicht Teil von irgendetwas anderem. Mir scheint, dass die Syrer dies auch wissen; sie haben keinen Grund, diese Übung anders zu interpretieren. Ich will es unzweideutig klar stellen, dass dies eine Routineübung ist. Der Staat Israel beabsichtigt keine gewaltsame Konfrontation im Norden. Im Gegenteil, wir haben mehr als einmal gesagt, dass wir an Friedensverhandlungen mit Syrien interessiert sind. Sie wissen genau, was unsere Erwartungen sind. Ich kann auch sagen, dass wir wissen, was ihre Erwartungen sind; wenn diese Voraussetzungen Früchte tragen, dann ist es dies, was wir beabsichtigen und nichts anderes."
(MFA, 06.04.08)
top
|