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Nachrichten vom 6. - 12. Juni 2010
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Demonstrationen für Israel

Pro-Israel-Demonstration in Hamburg am 6. JuniAm kommenden Sonntag (13. Juni) finden in Köln und Berlin zwei Solidaritätsdemonstrationen für Israel statt.

In Köln startet um 14 Uhr am Roncalliplatz (vor dem Dom) eine Kundgebung mit anschliessendem Demonstrationszug unter dem Motto "Fairplay für Israel". Informationen sind erhältlich bei israeldemokoeln@gmail.com

In Berlin veranstalten die Internetplattform www.derBerliton.de , der Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisatonen gegen Antisemitismus e.V. und das Mideast Freedom Forum Berlin e.V. um 14 Uhr eine Kundgebung am Breitscheidplatz. Motto ist: "Free Gaza from the Hamas! Solidarität mit dem legitimen Verteidigungskampf Israels". Weitere Informationen dazu: http://www.mideastfreedomforum.org

(Botschaft des Staates Israel, 11.06.10)


Peres fordert moralische Iran-Sanktionen

Präsident Shimon PeresIsraels Präsident Shimon Peres hat die UN-Sicherheitsratsresolution zur Verhängung weiterer Sanktionen gegen den Iran als ersten Schritt in die richtige Richtung begrüsst, der allerdings weitere Schritte nach sich ziehen müsse.

"Jeder lange Weg beginnt mit einem ersten Schritt", sagte Peres während eines Arbeitstreffens mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Lee Myung-Bak in Seoul. "Ich bin sicher, der Iran wird versuchen, diesen Schritt schlecht zu machen, und ich möchte glauben, dass die Welt nicht zulassen wird, dass Atomwaffen in verantwortungslose Hände gelangen."

"Ahmadinejad ist der grösste Verderber der Moralität auf der Welt, und ich fordere die internationale Gemeinschaft auf, die gefährliche Kombination von einem Mann, der keine Grenzen kennt, und Waffen, die unendlichen Schaden anrichten können, abzuwehren", so Peres weiter. "Ich glaube, dass weitere Schritte erforderlich sind, da die Iraner sich inakzeptabel verhalten und sowohl weltweit wie auch im Iran selbst Widerstand erregen."

(Yedioth Ahronoth, 10.06.10)


Teheran beharrt auf Atomprogramm

Iranische FlaggeDer Iran hat die neue UN-Sicherheitsratsresolution am Mittwoch zurückgewiesen und geschworen, mit der Urananreicherung fortzufahren. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat die Resolution als "wertlos" bezeichnet.

"Diese Resolution ist für den Iran keinen Pfennig wert, und ich habe jedem von ihnen [den UN-Sicherheitsratsmitgliedern] die Botschaft übermittelt, dass eure Resolution wie ein benutztes Taschentuch ist, das man in den Müll werfen sollte", zitierte eine iranische Nachrichtenagentur den Präsidenten.

"Sie [die Weltmächte] werden uns nicht schaden können", fügte der in Tadschikistan weilende Ahmadinejad noch hinzu.

Russland friert Raketengeschäft mit dem Iran ein

Russische FlaggeRussland hat als Reaktion auf die UN-Sicherheitsratsresolution beschlossen, einen Vertrag über den Verkauf von S-300-Raketensystemen an den Iran einzufrieren.

"Selbstverständlich wird der Vertrag über die Lieferung von S-300-Raketensystemen eingefroren werden", zitiert die Nachrichtenagentur Interfax einen Vertreter der russischen Rüstungsindustrie.

(Ha'aretz, 10.06.10)


Auftaktkonsultation zur 2. deutsch-israelischen Schulbuchkommission

Die deutsch-israelische SchulbuchkommissionIn Berlin findet heute die Auftaktkonsultation für die zweite deutsch-israelische Schulbuchkommission statt, die nach 25 Jahren wiederbelebt wird.

Die Teilnehmer der Delegationen aus beiden Ländern beraten über die zukünftige Zusammenarbeit, die Themen und die Arbeitsweise der Kommission, die sich voraussichtlich bis Ende diesen Jahres konstituieren wird und deren Arbeit auf mindestens drei Jahre angelegt ist. Ziel der Kommission ist die Schulbuchanalyse in beiden Ländern, um Empfehlungen für die neu zu integrierenden oder zu überarbeitenden Inhalte zu geben. Allein für die relevanten Schulfächer Geografie, Geschichte und Sozialkunde in allen Klassen und Schulformen handelt es sich um weit mehr als 1000 potentiell zu analysierende Schulbücher.

Die erste deutsch-israelische Schulbuchkommission, deren Ergebnisse in Deutschland in Teilen umgesetzt wurden, tagte zwischen 1981 und 1985.

Bei einer ersten Zusammenkunft am gestrigen Abend sagte Dr. Thomas Götz, Stellvertretender Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amtes: "Ich sehe die Arbeit, die wir morgen beginnen werden, bei allem Schrecken der Geschichte, der uns verbindet, als etwas sehr Wichtiges für unsere Zukunft."

Die israelische Delegationsleiterin, Dalia Fenig vom israelischen Erziehungsministerium, bemerkte: "Es ist wichtig, dass wir neue Perspektiven für unsere gemeinsame Zukunft entwickeln. Ich erwarte, dass wir etwas erarbeiten werden, sodass unsere beiden Länder mit uns zufrieden sein werden."

(Botschaft des Staates Israel, 10.06.10)


Netanyahu zur Untersuchung bezüglich der Gaza-Flottille

Foto: GPOIsraels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich auf der Finanzmarktkonferenz der Haaretz-Wirtschaftsbeilage The Marker zur anstehenden Untersuchung des Enterns der Gaza-Flottille durch die israelische Marine geäussert.

"Wir beraten uns mit zahlreichen Akteuren innerhalb der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich des angemessenen Untersuchungsverfahrens, das all die Tatsachen in Bezug auf die Gaza-Flottille erhärten wird. Wir kennen die Wahrheit, und das israelische Volk kennt die Wahrheit. Der Verteidigungsminister, der Generalstabschef und ich sind bereit auszusagen und all die schmucklosen Fakten zu liefern. Aber ich bleibe hart bei meiner Position, dass die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) - wie immer - die einzige Organisation sein wird, die unsere Soldaten befragt.

Dies ist die Gepflogenheit in den Armeen unserer Verbündeten, und wir werden in einer ähnlichen Weise verfahren. Aber ich verlange, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt, und daher wird die Untersuchung auch Antworten auf bestimmte Fragen enthalten müssen, die viele innerhalb der internationalen Gemeinschaft lieber ignorieren.

Wer steht hinter der radikalen Gruppe an Bord des Schiffes? Wer hat ihre Mitglieder finanziert? Wie fanden Äxte, Knüppel, Messer und andere Arten von leichten Waffen ihren Weg auf das Schiff? Warum fand man extrem hohe Summen Geld in den Taschen dieser Leute an Deck des Schiffes? Für wen war dieses Geld gedacht? Die Welt muss das Gesamtbild kennen, und wir werden sicherstellen, dass das Gesamtbild publik gemacht wird."

(Amt des Ministerpräsidenten, 09.06.10)


NYT: Weitere Sanktionsrunde reicht nicht aus

New York Times - LogoDie New York Times hat der UN-Sicherheitsratsresolution vom Mittwoch einen Leitartikel gewidmet.

"Sie haben zu lange gebraucht und gehen nicht weit genug, aber endlich hat der UN-Sicherheitsrat eine neue, vierte Runde von Sanktionen gegen den Iran verhängt.

Die Strafmassnahmen zielen auf militärische, wirtschaftliche und finanzielle Transaktionen der Revolutionswächter, die das illegale Atomprogramm des Landes betreiben. Man kann sicher sein, dass der Iran bereits nach Wegen sucht, sie zu umgehen. Er hat staatseigene Frachtschiffe neu beflaggt und umbenannt, damit sie dem bestehenden Verbot von Waffenkäufen ausweichen können. Er wird nicht von der Sache ablassen."

"Wir wissen nicht, welche Mischung von Druck und Überredungskunst - wenn überhaupt - Teherans Meinung ändern könnte. Wir sind sicher, dass eine weitere Runde von stufenweise schärferen Sanktionen nicht genug sein wird. Alle grösseren Mächte werden weiter Druck ausüben müssen."

Den vollständigen Artikel finden Sie: hier (extern)

(The New York Times, 09.06.10)


Zur Rechtmässigkeit der Gaza-Blockade

SymbolfotoDer renommierte Juraprofessor Eric Posner von der University of Chicago hat im Wall Street Journal zu der Frage nach der Legitimität der israelischen Seeblockade des Gaza-Streifens Stellung genommen.

"Ganz gewiss herrschen kriegsähnliche Bedingungen zwischen Israel und der Hamas. Und da Israel lediglich selbsterklärte Blockadebrecher abfängt, haben seine Aktionen wenig Einfluss auf die neutrale Schifffahrt. Diese Balance spiegelt sich in dem traditionellen Privileg von Staaten wider, ausländische Piraten auf hoher See zu fassen.

Israels rechtliche Position ist also vernünftig, und sie hat Vorläufer. Während des US-Bürgerkriegs machte die Union eine Blockade der Konföderierten geltend, während sie gleichzeitig darauf bestand, dass die Konföderation kein souveräner Staat, sondern ein Träger des Aufstands sei."

"Militäroperationen müssen sich an das Prinzip der Verhältnismässigkeit halten, was ein verschwommener Test ist, im Sinne von "du weisst es, wenn du es siehst". Aber eines ist klar: Schiffe, die Blockaden durchbrechen, dürfen nach internationalem Recht angegriffen und versenkt werden. Wenn Israel von diesem Recht Gebrauch gemacht hätte, wären weit mehr als neun Menschen getötet worden."

Den vollständigen Artikel finden Sie: hier (extern) <The Wall Street Journal, 04.06.10>

(Botschaft des Staates Israel, 09.06.10)


Netanyahu setzt auf israelisches High-Tech

Foto: GPOIsraels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Dienstag auf der Jahreskonferenz des israelischen High-Tech-Industrieverbandes in Jerusalem ein Loblied auf die freie Marktwirtschaft gesungen und dabei Perspektiven für die weitere Zukunft der Branche aufgezeigt.

"Wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Wir wissen, dass wir das israelische High-Tech im kommenden Jahrzehnt weiter entwickeln und auch in andere Bereiche transformieren sowie es diversifizieren müssen. Wir sind sehr stark im IT-Bereich; wir werden uns auch auf andere Gebiete verlegen müssen: Biotechnologie, Nanotechnik, Solarenergie, alternative Energien vor allem für Öl, Transportwesen - darum will sich die Regierung kümmern - und viele viele mehr.

Wir denken, dass wir potentiell sehr stark in den Lebenswissenschaften sind. Wir haben medizinische Instrumente hier, aber wir haben auch Hirnforschung, und wir haben Minisatelliten, wir haben, was immer einem einfällt. Aber wir wollen in der Lage sein, eine Struktur zu schaffen, sowohl was Ideen als auch Menschen angeht, und Geld, damit diese Ideen sich in konkrete Unternehmen verwandeln, in Produkte und Dienstleistungen, die in Israel bleiben.

Wenn wir sagen 'in Israel' bleiben, wollen wir doch auch eine sehr starke internationale Komponente, eine sehr enge Zusammenarbeit mit anderen Staaten und anderen Regierungen. Ich bin gerade aus Kanada zurückgekehrt, und wir werden mit der kanadischen Regierung über eine gemeinsame Innovationskonferenz sprechen. Wir würden dies sehr gerne mit vielen Staaten auf der Welt tun. Ich freue mich sehr, dass wir hier Vertreter aus Nordamerika, aus Westeuropa, aus anderen Teilen Europas, aber besonders auch aus Asien haben. Ich weiss, dass hier sehr grosse Delegationen aus Indien und aus China sind. Wir heissen Sie in Jerusalem willkommen. Wir denken, wir können eine Menge gemeinsam tun. Ich denke nicht, dass Israel mit China und Indien um Grösse konkurrieren kann. Aber ich denke, wir müssen auch gar nicht konkurrieren. Ich denke, wir können kooperieren. Ich denke, wir können uns in zahlreichen gegenseitigen Bedürfnissen, die wir haben, ergänzen. Sie haben grosse Talente; Sie haben grosse Märkte; Sie haben in jedem Bereich grosse Fähigkeiten. Auch wir haben bestimmte Fähigkeiten. Sie können diesen Bedürfnissen entsprechen, und ich denke, das gilt für jedes Land, das hier vertreten ist, und für jedes wirtschaftliche Interesse, das hier repräsentiert wird."

Die vollständige Rede finden Sie: hier (extern)

(Amt des Ministerpräsidenten, 08.06.10)


Kritik an Reuters nach Bildmanipulation

ArchivfotoDie Nachrichtenagentur Reuters ist dafür kritisert worden, Bildmaterial von der "Mavi Marmara" manipuliert zu haben. Es sollen Bilder beschnitten worden seien, auf denen mit Waffen wedelnde Aktivisten und Blutlachen sowie verwundete israelische Soldaten zu sehen waren.

Reuters wies am Montag die Anschuldigung der einseitigen Berichterstattung zurück. Vielmehr fügte die Nachrichtenagentur hinzu, sie hätte sofort auf die Originalfotos zurückgegriffen als sie davon erfahren hatte, dass die Ränder der bereits veröffentlichten Bilder beschnitten worden waren.

Ein Reuters-Sprecher sagte Ha'aretz: "Reuters ist der genauen und objektiven Berichterstattung verpflichtet. Alle Bilder, die über unseren Kanal gehen, durchlaufen eine strenge redaktionelle Evaluation und Auswahlprozess."

"Die fraglichen Aufnahmen wurden in Istanbul bereitgestellt, nachdem sie den üblichen redaktionellen Prozess durchlaufen haben, zu dem auch die Beschneidung der Bildränder gehört. Als wir realisierten, dass der Dolch versehentlich mit dem Bildrand abgeschnitten worden war, hat Reuters sofort auf die Originale zurückgegriffen."

Dies ist nicht das erste Mal, dass Reuters kritisiert wurde, Bilder gegen die Gunsten Israels eingesetzt zu haben. Während des 2. Libanonkrieges im Jahr 2006 gab die Nachrichtenagentur zu, dass eines ihrer Bilder durch ein Bildbearbeitungsprogramm manipuliert worden war (siehe Archivfoto oben).

(Ha'aretz, 08.06.10)

Eine Gegenüberstellung von Original und Fälschung finden Sie: hier und hier (extern)


Israelische Studenten planen eigene Flotte

SymbolfotoDie Israelische Studentenvereinigung plant eine aus hunderten Yachten bestehende Flotte, um auf See die nächste Hilfsflotte in Richtung Gaza zu treffen.

Laut Boaz Toporovsky, dem Vorsitzenden der Organisation, haben 400 Besitzer von Yachten ihr Interesse an der Aktion bekundet. Diese soll in den nächsten zwei Wochen durchgeführt werden.

"Unser Anliegen ist es, mit den Mitgliedern Flotte zu sprechen, zu sehen, ob sie mit uns sprechen möchten, und sie zu fragen, warum die Probleme Israels, in Gaza und den palästinensischen Gebieten, sie so beunruhigen", sagte Toporovsky gestern Abend Ha'aretz. "Wir würden sie fragen, warum sie nicht über die Kurdenproblematik sprechen oder über die getöteten Armenier oder andere Probleme. Wir möchten die Wahrheit zutage bringen, und die Heuchelei und Absurdität entlarven."

Obwohl es aus der Türkei, dem Iran und von europäischen Aktivisten Berichte gibt, dass eine neue Gaza-Flotte geplant sei, gibt es keine konkreten Anzeichen dafür, dass die Blockade in den kommenden zwei Wochen gebrochen werden könnte. Die Free-Gaza-Bewegung hat unterdessen begonnen, Gelder für eine neue Hilfsflotte einzuwerben.

Gleichzeitig versuchen die Israelische Studentenvereinigung und eine Nichtregierungsorganisation Gelder einzutreiben, um ein Schiff zu leasen. Dieses soll in Richtung Türkei aufbrechen, um vor Ort für die kurdische Minderheit zu demonstrieren. Toporovsky sagt, dass "wir über die Idee nachgedacht haben, in die südliche Türkei oder nach Nord-Zypern zu reisen, wo es eine hohe kurdische Bevölkerungskonzentration gibt."

(Ha'aretz, 08.06.10)


Marine vereitelt Anschlag in Gewässern nahe des Gazastreifens

Flagge der Israelischen MarineWährend die Gaza-Flottille die Schlagzeilen beherrscht, hat ein mit Taucheranzügen bekleidetes palästinensisches Kommando am frühen Montag Morgen, vom Wasser aus versucht, einen Anschlag auszuführen. Nach Angaben des Sprechers der israelischen Armee entdeckte eine Marine-Einheit die Gruppe und eröffnete in den Gewässern von Nahal Aza das Feuer. Die schwerbewaffneten palästinensischen Männer hatten mehrere Aufforderungen anzuhalten, ignoriert.

Nach Angaben der Al-Aksa-Brigaden, dem militärischen Flügel der Fatah, starben dabei vier ihrer Männer. Ein weiterer wurde demnach leicht verletzt und werde vermisst. Israelische Soldaten wurden nach eigenen Angaben nicht verletzt.

Die Absichten der palästinensischen Gruppe sind noch unklar, aber Schätzungen zufolge planten ihre Mitglieder bereits seit einer Weile einen Anschlag vom Meer aus. Sicherheitskreise vermuten, dass Terrororganisationen schon seit längerem Probleme haben, Anschläge entlang des Grenzzauns durchzuführen, weswegen sie nach neuen Wegen suchten, Israel zu erreichen.

Palästinensische Taucher und Schwimmer haben bereits in der Vergangenheit Versuche unternommen, Israel vom Meer aus zu erreichen. Dieses Mal schien die Gruppe allerdings gut vorbereitet und trainiert. Die Angreifer wurden abgefangen, nachdem die israelische Armee frühzeitige Hinweise erhalten hatte.

(Yedioth Ahronoth; Jerusalem Post, 07.06.10)


Humanitäre Hilfsleistungen nach Gaza

Humanitäre Hilfsleistungen nach GazaTrotz des Vorfalls vor der Küste Israels vor einer Woche gehen die Lieferungen von Hilfsleistungen von Israel nach Gaza unvermindert weiter. So wurden in der vergangenen Woche insgesamt 484 LKW-Ladungen mit gut 12.000 Tonnen Hilfsgütern an den Grenzübergängen zu Gaza angeliefert.

Zu den importierten Gütern gehören Nahrungsmittel wie Reis, Öl, Mehl, Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Salz, Zucker, Milchpulver, Babynahrung u.v.m. Ausserdem wurden u.a. Hygieneartikel geliefert, Arzneimittel, Zement, Eisen, Bekleidung und Schuhe. Neben diesen Waren wurden auch Diesel und Benzin eingeführt. <Verteidigungsministerium, Bericht für Woche vom 30. Mai bis 5. Juni 2010>

(Botschaft des Staates Israel, 07.06.10)


Flotte für Gilad Shalit startet in Herzlyia

Gilad ShalitEine Flotte für Gilad Shalit hat sich am Montagmorgen in Herzliya auf den Weg nach Tel Aviv gemacht. Die aus neun Jachten bestehende Flotte fordert ein Ende des "Embargos" gegen den seit nunmehr vier Jahren im Gaza-Streifen festgehaltenen Soldaten.

Tzipi Livni, die zentrale Sprecherin der Aktion, fordert die internationale Gemeinschaft auf, Gilad Shalit in ihrem humanitären Interesse und dem Interesse der Bevölkerung in Gaza nicht zu isolieren. Die Welt könne die Hamas nicht als rechtmässige Regierung des Gaza-Streifens behandeln und gleichzeitig nicht genügend dafür tun, dass internationale Konventionen und Rechte für Gilad Shalit durchgesetzt würden.

(Jerusalem Post, 07.06.10)


Netanyahu zum Unterschied einer humanitären und einer Hass-Flotilla

Ministerpräsident Binyamin NetanyahuMinisterpräsident Binyamin Netanyahu hat sich in der wöchentlichen Kabinettsitzung am Sonntag den 6. Juni zu dem Flotilla-Schiff "Rachel Corrie" und den Unterschieden zur "Mavi Marmara" geäussert:
"Ich möchte den engagierten Soldaten der IDF, den Sicherheitsbehörden und den Ministerien, die daran beteiligt waren zu verhindern, dass das Schiff Gaza erreicht, danken. Gestern konnte die ganze Welt den Unterschied zwischen einer humanitären Flotilla und einer Hass-Flotilla von gewalttätigen, Terror unterstützenden Extremisten sehen. In beiden Fällen hat Israel das identische Vorgehen angewandt: wir haben vorgeschlagen, dass das Schiff seine Ladung im Hafen von Ashdod an Land bringt, wo sie einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen würde, um zu verhindern, dass Waffen die Hamas erreichen, und danach die Lieferung der zivilen Güter nach Gaza sicher zu stellen. Der vorherigen Flotilla haben wir sogar angeboten, dass die Ladung von internationalen Organisationen in El Arish kontrolliert würde.

Bei dem gestrigen Schiff, sowie bei fünf der sechs Schiffe der vorherigen Flotilla, ist dieser Vorgang ohne Tote, Verletzte oder bedauerliche Zwischenfälle zu Ende gebracht worden. Nur auf einem Schiff waren Dutzende Schläger einer Terrororganisation - oder präziser: einer extremistischen Terror-unterstützenden Organisation - vorbereitet, bewaffnet mit Äxten, Messern und anderen 'leichten Waffen', und unsere Soldaten waren gezwungen, sich gegen diese handfeste Gefahr für ihr Leben zu verteidigen.

Entsprechend der vorliegenden Informationen hat sich diese Gruppe an einem anderen Ort und auf bestimmte Weise auf die Schiffe begeben und gesondert organisiert und ausgestattet. Tatsächlich unterlagen sie keinerlei Kontrolle. Das eindeutige Ziel dieser feindlichen Gruppe war ein gewalttätiger Zusammenstoss mit den IDF-Soldaten. Die Wahrheit erreicht allmählich die Welt.
Es muss deutlich gemacht werden, dass dies kein Einzelfall ist - es ist eine konstante Entwicklung, dass sich die Feinde Israels seit Jahren darum bemühen, Israels Recht auf Selbstverteidigung abzusprechen. Es begann mit dem Bestreben, israelische Beamte im Ausland zu verhaften und wird nun nach dem Goldstone-Report infolge der Operation "cast lead" mit dem Versuch weitergeführt, zu verhindern, dass sich Israel gegen den Schmuggel von Raketen und Granaten in den Gaza-Streifen wehrt.

Ich möchte betonen: Wir werden keinen von Iran errichteten Hafen in Gaza zulassen. Wir werden keinen freien Fluss von Kriegsmaterial und Schmuggelware an die Hamas zulassen. Auf der anderen Seite haben wir kein Interesse daran, die Situation für die zivile Bevölkerung in Gaza zu verschlechtern. Wir möchten, dass alle Güter, die nicht Kriegsmaterial oder Schmuggelware sind, den Gazastreifen erreichen. Das haben wir bisher auch so gehandhabt.

Ich möchte deutlich machen, dass dieses Mal die Hamas verhindert, dass die Güter in den Gazastreifen transportiert werden können. Das beweist, dass für die Hamas nicht von Bedeutung ist, sich für die Menschen im Gaza-Streifen einzusetzen, sondern Provokation."

(Mitteilung des Sekretariats des Kabinetts, 06.06.10)

Hebräische Universität: Kollagen aus Tabakpflanzen

Campus der Hebräischen Universität JerusalemEinem Wissenschaftler der Hebräischen Universität Jerusalem ist es gelungen, eine Nachbildung des menschlichen Kollagens aus Tabakpflanzen herzustellen - eine Errungenschaft, die weit reichende Folgen für die Humanmedizin und somit erhebliche kommerzielle Vorteile für die Universität zu bieten verspricht.

Das natürliche menschliche Kollagen Typ I ist ein im menschlichen reichlich vorhandenes Eiweiss und das Haupteiweiss des Bindegewebes. Kommerziell produziertes Kollagen (Pro-Kollagen) wird bei medizinischen Implantaten und der regenerativen Wundheilung eingesetzt. Der weltweite Markt für Kollagen-basierte Vorrichtungen in der Orthopädie und der Wundheilung beläuft sich auf umgerechnet knapp 25 Milliarden Euro pro Jahr.

Kommerzielles Kollagen wird gegenwärtig aus Tieren wie Kühen und Schweinen sowie aus menschlichen Leichen gewonnen. Diese Materialien beherbergen jedoch leicht menschliche Pathogene wie Viren oder Prionen ('Rinderwahnsinn'). Der menschliche Leichnam wirft zudem ethische Fragen auf.

Die Herstellung des rekombinanten humanen Typ I Pro-Kollagens macht die koordinierte Expression von fünf verschiedenen Genen erforderlich. Prof. Oded Shoseyev vom Robert H.Smith Instiute of Plant Sciences and Genetics in Agriculture hat das weltweit einzige Labor aufgebaut, dem die erfolgreiche Koexpression aller fünf notwendigen Gene in transgenen Tabakpflanzen zur Produktion von verarbeitetem Pro-Kolllagen geglückt ist.

Auf Grundlage von Shoseyevs Patent ist das Unternehmen CollPlan gegründet worden, um das Produkt gemeinsam mit dem Technologietransferunternehmen der Hebräscihen Universität (Yissum') zu vermarkten. Die Universität verspricht sich davon Einnahmen in Millionenhöhe.

(Hebräische Universität Jerusalem, 10.06.10)


David Grossman erhält Friedenspreis des deutschen Buchhandels

Foto: Kobi KalmanovitzDer israelische Schriftsteller David Grossman wird den diesjährigen Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten. Das gab der Vorsteher des deutschen Börsenvereins, Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, heute bekannt. Die Verleihung findet am 10. Oktober in der Frankfurter Paulskirche statt.

In der Begründung des Stiftungsrates heisst es u.a.: "Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2010 David Grossman und ehrt damit den israelischen Schriftsteller, der sich aktiv für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. In seinen Romanen, Essays und Erzählungen versucht er, nicht nur die eigene, sondern immer auch die Haltung der jeweils Andersdenkenden zu verstehen und zu beschreiben. David Grossman gibt dem schwierigen Zusammenleben eine literarische Stimme, die in der Welt gehört wird.”

David Grossman, geboren 1954 in Jerusalem, zählt zu den einflussreichsten Schriftstellern und Journalisten Israels. In seinen Romanen und Erzählungen, Essays und Kinderbüchern, die in mehr als dreissig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, setzt er sich vor allem mit der Identität seines Landes und dem israelisch-palästinensischen Konflikt auseinander. Er beteiligt sich zudem aktiv an der politischen Debatte um eine friedliche Lösung im Nahen Osten.
Bereits während seines Studiums der Philosophie und Theaterwissenschaften arbeitet David Grossman als Nachrichtenredakteur, Hörspielautor und -sprecher beim israelischen Rundfunk. 1983 veröffentlicht er mit "Das Lächeln des Lammes" (dt. 1988) seinen ersten Roman. Mit dem 1986 erscheinenden Roman "Stichwort: Liebe" (dt. 1991) über die zweite nachfolgende Generation der Opfer der Shoah und der Reportagensammlung "Der gelbe Wind" (1987, dt. 1988) über das Verhältnis zwischen Israelis und Arabern wird er weltweit bekannt.

David Grossman hat für seine schriftstellerisches Werk und sein politisches Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Nelly-Sachs-Preis (1991), Premio Mondello (Italien, 1996), Manès Sperber-Preis (2002), Bialik Prize (Israel, 2004), Emet-Prize (Israel, 2007), Geschwister-Scholl-Preis (2008) und den Albatros-Preis (2010).

David Grossman ist verheiratet und hat drei Kinder, er lebt in Mevasseret Zion, einem Vorort von Jerusalem.

Weitere Informationen: http://www.boersenverein.de/de/96671?pid=385947

(Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 10.06.10)


Peres in Südkorea

Foto: Moshe Milner / GPOIsraels Präsident Shimon Peres ist am Dienstag zu einem Staatsbesuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eingetroffen. Er und seine Delegation wurden mit militärischen Ehren am Flughafen empfangen und von Hunderten Koreanern begrüsst, die israelische Flaggen schwenkten.

Zur Delegation des Präsidenten gehören Industrie- und Handelsminister Binyamin Ben-Eliezer, Kommunikationsminister Moshe Kahlon und mehr als 60 Geschäftsleute aus verschiedensten Branchen.

Peres sagte nach seiner Landung: "Die Wärme, mit der die Regierung Südkoreas und seine Bürger uns empfangen haben, wärmt mein Herz - zumal in diesen Tagen. Ich komme mit Ministern und 60 führenden Geschäftsleuten, um die strategische, politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern auszuweiten und zu stärken."

Zur Frage der Palästinenser bemerkte Peres: "Israel ist der Förderung des Friedens verpflichtet, und ich bedaure, dass auswärtige Akteure versuchen, den Prozess aus fremden Motiven und einem Verlangen heraus, ihn zu sabotieren, stören."

Weitere Informationen zu Peres' Südkorea-Besuch finden Sie: hier (extern)

(MFA, 09.10.10)


Zur Verschärfung der Iran-Sanktionen durch den UN-Sicherheitsrat

Foto: UN Photo / Mark GartenIsrael betrachtet die UN-Sicherheitsresolution 1929 als einen wichtigen Schritt bei den Bemühungen, den Iran dazu zu bringen, den internationalen Forderungen nachzugeben: Aussetzung der Urananreicherung, einschliesslich der bis zu 20%; Einstellung des Baus der Anlage in Qom; volle Zusammenarbeit bei den Nachforschungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum militärischen Aspekt des Atomprogramms und Gewährung des unbeschränkten Zugangs der Behörde zu der Anlage.

Dies ist die sechste Resolution, die den Iran zur Aussetzung der Urananreicherung und zur Kooperation mit der IAEA aufruft. Der Iran verstösst gegen all die Resolutionen, die bislang verabschiedet worden sind, und stellt damit seine Verachtung der internationalen Gemeinschaft und ihrer Institutionen unter Beweis.

Es ist von grösster Wichtigkeit, die Resolution vollständig und sofort in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig sollte erkannt werden, dass diese Resolution an und für sich noch nicht ausreicht und von signifikanten Schritten sowohl innerhalb zusätzlicher internationaler Rahmenwerke als auch auf nationaler Ebene begleitet werden muss. Nur Sanktionen, die sich auf eine Vielzahl von Sektoren im Iran beziehen, sind dazu geeignet, Irans Kalküle zu beeinflussen.

Um dem iranischen Regime den Preis eines fortgesetzten Verstosses gegen internationale Forderungen klar zu machen, ist eine breit angelegte, entschlossene internationale Aktion notwendig. Die Kombination von Irans extremistischer Ideologie mit Atomwaffen würde katastrophale Konsequenzen haben.

(MFA, 09.06.10)

Israels Ministerpräsident Biynamin Netanyahu begrüsste die neue UN-Sicherheitsratsresolution als einen "positiven Schritt", dem gleichwohl noch ein entschlossenes Handeln einzelner Staaten folgen müsse, gerade auch in Bezug auf den iranischen Energiesektor.

(MFA, 09.06.10)


Hamas und UNRWA - ein problematisches Verhältnis

Hamas-LogoDie Terrororganisation Hamas und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA stehen im Gaza-Streifen in einem komplizierten Verhältnis zueinander. Noch vor der Konfrontation der israelischen Marine mit der Gaza-Flottille in der vergangenen Woche hat der Economist diesem Thema einen längeren Artikel gewidmet.

UNRWA-Logo"Im Gaza-Streifen, jenem kleinen zwischen Ägypten und Israel eingezwängten Stück Land, das von der islamistischen Hamas-Bewegung beherrscht wird, können selbst Sommerlager zu Schlachtfeldern werden. Eine Bande von 30 maskierten und bewaffneten Männern hat jüngst ein UN-Jugendlager am Strand von Gaza angegriffen. Die Hamas-Sicherheitskräfte, die die Küste bewachen und sich mit der Sicherheit brüsten, die sie den Bürger Gazas gewährleisten, liessen sie gewähren.

Hinter dem Angriff steht ein Kampf um die Herzen und Seelen Gazas sowie die knappen Ressourcen. In der einen Ecke steht das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, bekannt als UNRWA, mit dem Mandat, die Bedürfnisse von 80% der 1.5 Millionen Gazaer zu befriedigen, die als Flüchtlinge (oder deren Nachkommen) aus dem Krieg hervorgingen, der auf Israels Gründung im Jahr 1948 folgte. In der anderen steht die Hamas, die Gaza, seit sie 2006 eine allgemeine Wahl gewann, zu so etwas wie einem Einparteienstaat gemacht hat. Aber beide Lager brauchen einander."

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.economist.com/node/16219835 <The Economist, 27.05.10>

(Botschaft des Staates Israel, 09.06.10)


Iran umgeht Sanktionen auf See

Iranische FlaggeWährend der UN-Sicherheitsrat noch über eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran berät, ist nun bekannt geworden, dass die Islamische Republik Wege gefunden hat, jene Sanktionen, die bereits in Kraft sind, buchstäblich zu umschiffen.

Wie Nachforschungen der New York Times ergeben haben, hat die staatliche iranische Schifffahrtsgesellschaft Irisl einen grossen Teil ihrer Schiffe an ausländische Strohfirmen in Staaten abgegeben. Diese sind etwa in Malta, Zypern, Hongkong, auf der Isle of Man, aber auch in Deutschland angesiedelt.

Durch das Austauschen von Flaggen, Namen und Inhaberschaften gelingt es den Ayatollahs auf diese Weise weiterhin, indizierte Waren, wie etwa Waffen, ins Land zu bringen.

Den Bericht der New York Times finden Sie: hier (extern) <The New York Times, 07.06.10>

(Yedioth Ahronoth, 08.06.10)


Fragwürdige Friedensmission

Bild: ZAHALDeutsche Linke in einem Boot mit türkischen Islamisten und Rechtsextremisten?

"Mehrere Bundestagsabgeordnete der Linken befanden sich auf dem Schiff, das Hilfsgüter in den Gaza-Streifen bringen wollte und von der israelischen Armee beschossen wurde. Die Liste der Mitreisenden wirft aber viele Fragen auf."

Video-Ausschnitt des REPORT MAINZ vom Montag, den 7.6.2010, in der ARD:
http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/report/-/id=4693976/did=6481392/pv=video/nid=4693976/7065ds/index.html

Unter den folgenden Links lassen sich weitere Pressestimmen zum Thema aufrufen:
http://www.mfa.gov.il/MFA/MFAArchive/2010/Gaza_flotilla_Selected_articles-June_2010.htm

http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/06/01/lesenswerte-artikel-zur-gaza-flottille/

(Botschaft des Staates Israel, 08.06.10)


ArchivfotoAhmadinejad: "Gaza-Flotilla-Angriff ist ein Schritt in Richtung Vernichtung Israels"

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat am Ende eines Gebetsgottesdienstes in einer Moschee in Istanbul am Montag zu den Gläubigen gesprochen und nach Angaben der IRNA (Islamic Republic News Agency) geäussert, dass "der Angriff des zionistischen Regimes auf die Gaza-Flotille ein wichtiger Schritt in Richtung der totalen Vernichtung Israels" sei. Israel würde Verbrechen begehen, die in der Geschichte der Menschheit beispiellos seien. Die Zuhörer gaben Beifall und riefen "Tod Amerika" und "Tod Israel".

(Yedioth Ahronoth, 08.06.10)


Solidarität mit Israel

Stellungnahme der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zum Zwischenfall vor der Küste Gazas

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin bekundet ihr ausdrückliches Bedauern, dass bei den Ereignissen vor der Küste Gazas am 31. Mai 2010 Menschen ums Leben gekommen sind. Deshalb muss gründlich recherchiert und untersucht werden, welche Umstände zu diesem Vorfall geführt haben. Solange aber noch kein abschliessendes Ergebnis vorliegt, wehren wir uns gegen eine einseitige und vorschnelle Vorverurteilung Israels. Mit Bedauern muss die Jüdische Gemeinde zu Berlin aber feststellen, dass ein überwiegender Teil der Berichterstattung genau dies tut: Israel an den internationalen Pranger zu stellen, während gleichzeitig Fakten über die Organisatoren dieser politischen Aktion ungenannt bleiben. Unter den Organisatoren befanden sich auch radikalislamische Organisationen. Denn es war nicht nur Ziel Hilfsgüter nach Gaza zu liefern, sondern auch eine gründlich geplante, der HAMAS, einer antisemitischen Terrororganisation in die Hände spielende, Propagandaaktion zu platzieren.

(Jüdische Gemeinde zu Berlin, 07.06.10)


Mehrere Passagiere der Flottille haben Verbindungen zu Al-Kaida, Hamas und anderen Terrororganisationen

Foto: ReutersDie folgenden Passagiere an Bord der "Mavi Marmara" haben Verbindungen zu Terrororganisationen. Die Mavi Marmara versuchte am Montag, den 31. Mai 2010, die maritime Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und wurde daraufhin von Einheiten der israelischen Marine geentert.

Fatima Mahmadi (geboren 1979), lebt in den USA und ist iranischer Abstammung. Sie ist aktives Mitglied der Organisation "Viva Palestine" und hat versucht, verbotene elektronische Teile in den Gazastreifen zu schmuggeln.

Ken O'Keefe (geboren 1969), ist amerikanischer und britischer Staatsangehöriger. Er ist ein radikaler anti-israelischer Aktivist mit Verbindungen zur Terrororganisation Hamas. Er hat in der Vergangenheit versucht, in den Gazastreifen reisen, um eine Kommando-Einheit für die palästinensische Terrororganisation zu bilden und trainieren.

Hassan Iynasi (geboren 1982), türkischer Staatsangehöriger und Aktivist einer türkischen Wohltätigkeitsorganisation. Er ist ein finanzieller Unterstützer der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad.

Hussein Urosh, türkischer Staatsangehöriger und Aktivist der Organisation IHH. Er war auf dem Weg in den Gazastreifen, um beim Schmuggeln von Agenten der Al-Kaida über die Türkei in den Gazastreifen zu helfen.

Ahmad Umimon (geboren 1959), ist ein französischer Staatsangehöriger marokkanischer Abstammung und Agent der Terrororganisation Hamas.

<Sprecher der israelischen Armee>

In verschiedenen arabischen Medienberichten wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass mehrere Mitglieder an Bord der Mavi Marmara Verbindungen zu terroristischen Organisationen wie der ägyptischen Muslimbrüderschaft und der libanesischen Hisbollah haben. Ausführliche Informationen dazu finden sich unter http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/4265.htm

(Botschaft des Staates Israel, 07.06.10)


Internationale Pressestimmen

In der englischsprachigen Presse ist in den letzten Tagen eine Reihe von Kommentaren erschienen, die der Aktion der israelischen Marine gegen die Gaza-Flottille Verständnis entgegenbringen und die Hintergründe erläutern. Eine kleine Auswahl:

Leslie Gelb auf seinem Blog The Daily Beast, 31.5.10:
"Israel hatte nach internationalem Recht alles Recht, die Schiffe zu stoppen. (…). Nach internationalem Recht sind Blockaden legitim. Die USA und Grossbritannien waren im Krieg mit Deutschland und Japan und haben sie mit Blockaden belegt. Ich habe von keinem Juristen gehört, dass diese Blockaden illegal waren - auch wenn sie in internationalen Gewässern lagen.
http://www.thedailybeast.com/blogs-and-stories/2010-05-31/israel-was-right-to-board-the-gaza-flotilla/

The Ottawa Citizen, 4.6.10:
"Es ist nun offensichtlich, dass Israel nicht erlaubt, unkontrolliert Waren nach Gaza zu transportieren und es ist auch offensichtlich warum: Gaza ist von der Hamas regiert, die nicht nur geschworen hat, Israel zu zerstören, sondern auch Juden zu vernichten (siehe Charta der Hamas, Artikel 7). Von Niemandem ausser Israel würde man verlangen, unkontrollierte Ladungen von solch einer Organisation mit mörderischen Absichten importieren zu lassen; weder Kanada würde dies unter gleichen Umständen tun, noch Syrien oder Nordkorea."
http://www.ottawacitizen.com/news/
Rationalizing+homicidal+aggression/3109620/story.html

Abc news, 6.6.10:
Senator Kerry: "Israel hat alles Recht der Welt, sicher zu stellen, dass nach den Tausenden von Raketen, die aus Gaza auf es abgeschossen wurden, keine Waffen in den Gaza-Streifen geschmuggelt werden."
Senator Schumer wiederum fordert eine sofortige Untersuchung der Verbindungen der türkischen Organisation hinter der Gaza-Flotilla, IHH, mit AlQaida und anderen Terrororganisationen.
http://blogs.abcnews.com/politicalpunch/2010/06/kerry-israel-not-becoming-a-strategic-liability-for-the-us.html

FoxNews 2.6.10:
Video "Was ist die "Free-Gaza-Bewegung"?
http://video.foxnews.com/v/4223912/inside-the-freedom-flotilla

Unter den folgenden Links lassen sich weitere Pressestimmen zum Thema aufrufen:
http://www.mfa.gov.il/MFA/MFAArchive/2010/Gaza_flotilla_Selected_articles-June_2010.htm

http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/06/01/lesenswerte-artikel-zur-gaza-flottille/

(Botschaft des Staates Israel, 07.06.10)


Solidarität mit Israel

SymbolfotoIn der Ausgabe der FAZ vom 7. Juni 2010 setzen sich eine Vielzahl besorgter Bürger in einer Zeitungsanzeige gegen die vorschnelle einseitige Verurteilung Israels als Aggressor gegen die vermeintliche Hilfsflotte ein, bei der eines der sechs Schiffe nachweislich die gewaltvolle Eskalation provozierte. SymbolfotoEine Aufklärung der Tatsachen, sowie ein Einstehen für die Sicherheit Israels werden darin gefordert:
http://www.honestly-concerned.org/Temp/FAZ-Anzeige_Solidaritaet-mit-Israel.pdf

In Hamburg fand gestern eine Solidaritätskundgebung statt, auf der gegen die unmittelbare, unkritische Vorverurteilung Israels in den Medien und der Öffentlichkeit direkt nach den ersten Auseinandersetzungen protestiert wurde.
http://hamburgfuerisrael.wordpress.com

In München haben sich am Freitag im Rahmen einer anti-israelischen Demonstration mehrere Freunde Israels zusammen gefunden, um Solidarität mit Israel zu zeigen.

(Botschaft des Staates Israel, 07.06.10)


Israelis rauchen weniger

SymbolfotoEine neuem Bericht des Gesundheitsministeriums zufolge ist die Zahl der Israelis, die rauchen, weiter rückläufig. So rauchen derzeit 22.8% der erwachsenen Bevölkerung; das sind 1.4% weniger als im vergangenen Jahr.

Der Studie nach rauchen 31.3% der Männer und 14.8% der Frauen. Von den jüdischen Männern rauchen 27.9%, von den jüdischen Frauen 16.6% (2.1% weniger als im Vorjahr). Innerhalb des arabischen Bevölkerungssektors ist die Kluft zwischen Männern und Frauen erheblich grösser. So rauchen 48.8% der arabischen Männer und nur 5.2% der arabischen Frauen.

Professor Tami Shohat, die Leiterin des Zentrums für Krankheitsbekämpfung des Gesundheitsministeriums, bemerkte dazu: "Nur eine konstante Beobachtung dieser Trends kann uns anzeigen, ob dieser Rückgang weiter geht."

(Yedioth Ahronoth, 06.06.10)


Friedliche Enterung nach Ausschlagung des Angebots Israels

Schiff "Rachel Corrie"In den vergangenen Tagen hat der Staat Israel wiederholt den Aktivisten des Schiffs "Rachel Corrie" angeboten, im Hafen von Ashdod die Ladung zu löschen, sodass sie kontrolliert werden und dann in Begleitung der Vertreter der Aktivisten und der irischen Regierung zu einem Kontrollpunkt des Gaza-Streifens transportiert werden kann. Dieses Angebot wurde im Rahmen der Kontakte der israelischen und irischen Regierungen unterbreitet.

Leider haben die Aktivisten dieses Angebot ausgeschlagen. Daraufhin hat die israelische Marine in vollem Einverständnis mit der Schiffsmannschaft das Schiff geentert und nach Ashdod umgeleitet.
Diese Operation wurde in friedlicher Art und Weise durchgeführt, ohne Zwischenfälle, so wie auch bei fünf der sechs Schiffe der vorangegangen Flotilla.

Die Ladung der "Rachel Corrie" wird in Ashdod abgeladen. Die Aktivisten an Bord des Schiffes werden den israelischen Immigrationsbehörden übergeben und so bald wie möglich in ihre Staaten zurück geflogen.

(Sprecher des MFA, 06.06.10)

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