| Nachrichten vom 8. - 14. Januar 2012 | ||
Rakete auf Israel Palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen haben heute Morgen erneut eine Qassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Rakete detonierte im Bezirk Eshkol. (The Jerusalem Post, 13.01.12) Israelische Ärzte retten 2.000 Menschen das Augenlicht
Das Konzept der "Eye Camps" wurde entwickelt, um Menschen in Entwicklungsländern ohne Zugang zu medizinischer Infrastruktur zu behandeln und ihre Sehkraft wiederherzustellen. Israel entsendet jeweils für zwei Wochen Spezialisten für Augenheilkunde in das entsprechende Land, wo sie verschiedene Operationen durchführen, unter anderem gegen Grauen Star. Gleichzeitig bilden die israelischen Ärzte auch das örtliche medizinische Personal in Augenheilkunde aus. Die Einwohner sind dafür zuständig, potentielle Kandidaten für die Operationen ausfindig zu machen und sie in ein Krankenhaus oder eine andere dafür geeignete Einrichtung zu bringen. Die medizinische Ausrüstung für die Operationen und die Nachbehandlung wird von MASHAV gestellt und geliefert. (Yedioth Ahronoth, 12.01.12) Netanyahu zu anti-äthiopischen Vorfällen: Kein Platz für Rassismus Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Mittwoch seinen Berater für die Angelegenheiten äthiopischer Einwanderer Ali Adamsu angewiesen, entschlossen gegen rassistische Anfeindungen gegen äthiopische Einwanderer vorzugehen. Adamsu hatte sich am Dienstag in Kiryat Malakhi mit den Organisatoren eines antirassistischen Protests getroffen. Bei dem Treffen mit Netanyahu berichtete er ihm von der Umsetzung des fünf-Jahres-Plans für die Integration von Einwanderern, den das Kabinett 2010 verabschiedet hatte. Ministerpräsident Netanyahu sagte, dass Israel die äthiopischen Einwanderer bewundere und besser einbinden wolle. "Trotz zahlreicher Hindernisse und Schwierigkeiten kamen sie zu uns und versuchen sich nun, in die israelische Gesellschaft zu integrieren, was wir mit allen Mitteln unterstützen. Rassistische Anfeindungen sind abscheulich, es gibt keinen Platz für sie in der israelischen Gesellschaft. Die Einwanderung von Juden aus Äthiopien und aus aller Welt ist untrennbar mit dem Charakter des Staates Israel verbunden", sagte Netanyahu. (Amt des Ministerpräsidenten, 11.01.12)
"Wir alle sollten den äthiopischen Einwanderern dankbar sein, dass sie sich entschieden haben, nach Israel zu kommen", so der Präsident. "Als wir den Staat gegründet haben, war es unser Traum, dass er Juden aus Äthiopien, Russland, Libyen und dem Rest der Welt anziehen würde. Jeder, der hierher kam, hatte anfangs Integrationsprobleme - leider gibt es Menschen, die einfach nicht wissen, wie man sich Neueinwanderern gegenüber zu benehmen hat." Die Schüler fragten ihn, wie es für ihn selbst gewesen sei, als Elfjähriger aus Polen ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina einzuwandern. Peres erklärte, sein Hebräisch sei damals längst noch nicht fliessend gewesen, und die anderen Kinder in der Klasse hätten sich über ihn lustig gemacht. Auch sei er anders gekleidet gewesen als die anderen Kinder, und auch dafür sei er gehänselt worden. "Es dauerte eine Weile, bis ich mich akklimatisiert hatte, doch dann war ich wie jeder andere Israeli. Heute kann ich euch ehrlich sagen, dass, wenn ihr fleissig lernt, ihr alles werden könnt - sogar Staatspräsident." (The Jerusalem Post, 12.01.12) "Iran und Hisbollah versuchen, das Assad-Regime am Leben zu halten"
Kohavi erklärte: "Die Achse der Radikalen tut alles, um ihre Stärke zu bewahren. Mit Fortschreiten der Zeit verstärken Iran und Hisbollah ihre Bemühungen, das Assad-Regime am Leben zu halten, indem sie es mit Know-how, Waffen und zusätzlichen Mitteln ausstatten und sich seit kurzem auch aktiv einmischen." Gleichzeitig erlebt der Nahe Osten, die Region mit der höchsten Waffendichte der Welt, zurzeit einen bisher nicht gekannten Wandel. Obwohl der Wind des Wandels ihnen Hoffnung und neue Chancen bringen kann, erkennen wir kurzfristig auch wachsende Risiken. Wir haben aus unserer Erfahrung gelernt, dass wir auch auf Bedrohungen vorbereitet sein müssen, die erst noch im Entstehen sind." (ZAHAL, 11.01.12) Indischer Aussenminister auf Staatsbesuch in Israel
Netanyahu erklärte: "Indien und Israel sind zwei alte Völker, die durch Technologien und Innovationen die Zukunft erobern, und ich glaube, dass das durch unsere Kooperation sogar noch besser gelingen kann. Ich freue mich darauf, mit Ihnen, Herr Minister, alle Bereiche einer möglichen Kooperation zu diskutieren, einschliesslich einer baldigen Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens zur Vergrösserung unseres Handelsvolumens und der wirtschaftlichen Kooperation zwischen Indien und Israel. Krishna antwortete: "Vor zwanzig Jahren haben wir unsere diplomatischen Beziehungen begründet. […] Ich bin heute hier, um die Planung für die nächsten zwanzig Jahre der israelisch-indischen Kooperation zu besprechen. Wir haben sehr viel von Israel gelernt, insbesondere in der Landwirtschaft. Dies betrifft aber auch Innovationen in Wissenschaft und Technologie. […] Die Themen meines Besuches sind hauptsächlich Wirtschaft, Sicherheit und Terror - Themen, die sowohl Israel als auch Indien betreffen. Ich denke, wir müssen eine gemeinsame Strategie ausarbeiten, wie wir mit der Geissel des internationalen Terrorismus umgehen sollen, die zum Fluch für die gesamte Menschheit geworden ist." Heute traf Krishna mit seinem Amtskollegen Avigdor Lieberman zusammen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Aussenminister erklärte Lieberman: "Wir haben auf vielen Gebieten grosse Fortschritte gemacht. […] So umfasst das Handelsvolumen zwischen unseren beiden Ländern heute 5 Milliarden Dollar. Indien ist zu einem der beliebtesten Reiseziele für unsere junge Generation geworden. Und natürlich ist auch die Kooperation in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser und Sicherheit effektiver geworden. Wir schätzen auch, dass Sie der Bitte Israels nachgekommen sind, ein neues Generalkonsulat in Ihrer Heimatstadt Bangalore eröffnen zu dürfen. Ich bin sicher, dass wir von dort aus unsere Kooperationen im IT- und Hightech-Bereich weiter ausbauen können." (MFA, 10./11.01.12) Das vollständige Video der Pressekonferenz finden Sie hier. Tel Aviv ist "Best Gay City of 2011"
Die Abstimmung fand auf der LGBT Tourismus Website GayCities statt und wurde von American Airlines unterstützt. Den durchschlagenden Erfolg von Tel Aviv bei der Abstimmung erklärte GayCities so: "Die schwule Hauptstadt des Nahen Ostens ist exotisch und einladend, mit einer mediterranen C'est la vie-Attitüde." Shai Doitsh, Leiter der Kampagne für schwul-lesbischen Tourismus in Tel Aviv, erklärte: "Der Sieg erfüllt uns mit grossem Stolz. Das ist ein toller Anfang für das neue Jahr. Auch 2012 werden wir weiter für Überraschungen sorgen und vor allem Tausende Touristen nach Israel bringen." (GayCities; The Jerusalem Post; Yedioth Ahronoth, 10/11.01.12) Neuer israelischer Botschafter in Deutschland benannt
Seit August 2011 vertritt der Karrierediplomat den Staat Israel als Botschafter bei der Europäischen Union und der NATO in Brüssel. Zuvor war er stellvertretender Generaldirektor und Leiter der Abteilung Naher Osten und Friedensprozess im Aussenministerium in Jerusalem. In den Jahren 2003 bis 2006 war er Botschafter in Jordanien. In seiner diplomatischen Laufbahn hatte er ausserdem Posten in Katar, Grossbritannien, Österreich und in der Türkei inne. Hadas-Handelsman trat im Jahr 1983 in den auswärtigen Dienst ein, nachdem er acht Jahre in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften gedient hatte. Er machte seinen B.A. in Internationalen Beziehungen und Nahoststudien an der Universität Tel Aviv und seinen M.A. in Nahoststudien an der Hebräischen Universität Jerusalem. Yaacov Hadas-Handelsman wurde am 22.8.1957 in Tel Aviv geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Er spricht Hebräisch, Englisch, Deutsch, Arabisch und Türkisch. Der neue Botschafter wird seinen Posten in Kürze antreten (Botschaft des Staates Israel, 10.01.12) Zivilverwaltung finanziert Bekämpfung des Roten Palmrüsslers in PA
"Wir haben ein grösseres Budget zur Bekämpfung des Roten Palmrüsslers (Rhynchophorus ferrugineus) erhalten", erklärte Eiman As'ad, hochrangiger Angestellter im Verbindungsbüro für Landwirtschaft der Zivilverwaltung. "Es geht um die Bekämpfung eines Schädlings, der Palmen zerstört - Bäume, die wirtschaftlich sehr teuer sind." Die Roten Palmrüssler dringen in Palmen ein und zerstören sie von innen. Der Befall ist schwer festzustellen, oft ist eine Palme bereits vollkommen ausgehöhlt und bricht zusammen, bevor er bemerkt wird. Das Projekt der Zivilverwaltung umfasst Seminare für palästinensische Landwirte zur frühzeitigen Erkennung des Befalls von Bäumen durch den Schädling. Ausserdem werden Fallen aufgestellt. Des Weiteren steht die Zivilverwaltung in ständigem Kontakt mit der Gesellschaft für den Schutz der palästinensischen Pflanze. (ZAHAL, 09.01.12) Israelisches Fernsehen auch in Deutschland erfolgreich
Der Vertreter von Endemol sei eigens nach Israel gereist und habe das Set von "Ha-Projekt ha-yarok" besucht, wo gerade die zweite Staffel der Sketch-Reihe gedreht wird. Das Besondere an dem Format ist eine Technik, die es den Komikern erlaubt, durch Computer-Animationen in den verschiedensten Kulissen und Kostümen aufzutreten. Gedreht wird vor einem Greenscreen, daher der Name der Sendung. (Yedioth Ahronoth, 09.01.12) Militärpolizei verhindert Anschlag Am Sonntag hat die Militärpolizei bei einer Routinekontrolle am Übergang Salem in der Nähe des Meggido-Gefängnisses einen Palästinenser gefasst, der elf Rohrbomben und eine Pistole mit Munition bei sich trug. Der Palästinenser wurde zur Vernehmung abgeführt und die Sprengsätze durch Sprengstoffexperten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) entfernt. Der verantwortliche Kommandant erklärte: "Wenn die Soldaten nicht so wachsam gewesen wären, wäre es dem Palästinenser wohl gelungen, die Waffen durch den Übergang zu schmuggeln." (ZAHAL, 08.01.12) Yair Lapid geht in die Politik
Lapid gibt damit seine Karriere als Journalist auf und hat sich von dem Fernsehsender getrennt. Der Schritt war bereits seit längerem erwartet worden. Lapid ist der Sohn des 2008 verstorbenen Journalisten, Politikers und Yad Vashem-Vorsitzenden Joseph (Tommy) Lapid und seiner Frau, der Schriftstellerin Shulamit Lapid. Neben seiner Karriere als Journalist hat Yair Lapid auch mehrere Romane veröffentlicht. Lapid hat angekündigt, eine neue Partei zu gründen und bei den Wahlen zur nächsten Knesset antreten zu wollen. (The Jerusalem Post; Ha'aretz; Yedioth Ahronoth, 08.01.12) |
Wochenende: Ausstellung und Blues-Tanzfestival Enrico Tommaso de Paris Noch bis zum 8. März können in der Ermanno Tedeschi Gallerie in Tel Aviv die beeindruckenden Arbeiten des Künstlers Enrico Tommaso de Paris bewundert werden. Mehr unter http://www.etgallery.co.il/ Feelin' Blues Ebenfalls in Tel Aviv findet an diesem Wochenende das erste internationale Blues-Tanzfestival statt. Für mehr Informationen und zur Einschreibung: http://www.feelinblues.com (Botschaft des Staates Israel, 13.01.12) Gilad Shalit dankt Merkel
Der deutsche Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, erklärte: "Gilad Shalit und sein Vater Noam haben mir einen Brief für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben, in dem sie sich für die deutsche Vermittlung bedanken. Wir freuen uns sehr, dass Gilad freigekommen ist, und wir freuen uns auch, dass er sich heute gekommen ist, um sich bei uns zu bedanken." Shalit hatte auch dem französischen Botschafter einen Dankesbrief an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy übergeben. (Yedioth Ahronoth, 12.01.12) Aussenposten geräumt In der Nacht zum Donnerstag haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte den Siedlungsaussenposten Mitzpe Avichai in der Nähe von Kiriyat Arba geräumt. Er umfasste zehn Gebäude. Die Räumung verlief ohne Zwischenfälle und Konfrontationen zwischen Soldaten und Siedlern. Die Räumung von Mitzpe Avichai ist nach den Räumungen von Givat Arye und Gal Yossef die dritte eines Aussenpostens in dieser Woche. (Yedioth Ahronoth; Ha'aretz, 11.01.12) Weizmann Institute und Max-Planck-Gesellschaft gründen Max Planck Weizmann Center
Wann gelangte der moderne Mensch nach Europa und Asien? Unter welchen Umständen haben sich kulturelle Veränderungen in der Geschichte von einer Region in die andere verbreite? Wie unterschieden sich die Zähne und Knochen des Neandertalers von unseren? Mit Fragen wie diesen sollen sich die ersten beiden Forschungsschwerpunkte "The Timing of Cultural Change" und "Physical Anthropology through Bone and Tooth Structure-Function Studies" beschäftigen. Zuständig sind hierfür zwei neu eingerichtete Teams von jeweils zehn Wissenschaftlern in Israel und Deutschland, die an gemeinsamen Aktivitäten der den beiden Institutionen teilnehmen. Die Gründung des Zentrums ist ein weiterer Höhepunkt einer seit mehr als fünfzig Jahren andauernden Kooperation zwischen der Max-Planck-Gesellschaft und dem Weizmann Institute. Professor Weiner vom Weizmann Institute erklärte, er erhoffe sich neben der Kooperation mit Deutschland von dem gemeinsamen Zentrum auch eine Stärkung der wissenschaftlichen Kooperation mit den Nachbarn Israels. "Es wäre nur natürlich, mit den Ländern in der Nachbarschaft zu kooperieren, da wir den selben archäologischen Hintergrund teilen", so Weiner. "Genauso wie es in den Beziehungen mit Deutschland geschehen ist, könnte jetzt auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit einen über die Wissenschaft hinaus gehenden Einfluss haben und friedliche Beziehungen im Nahen Osten promoten". (Weizmann Institute, 11.01.12) Luminary-Award für IsraAID
Mit dem Luminary-Award werden Menschen und Organisationen ausgezeichnet, die sich entweder um die japanisch-amerikanischen Beziehungen oder internationale humanitäre Hilfe verdient gemacht haben. IsraAID ist die erste ausländische Organisation, an die dieser Preis jemals verliehen wurde. Der IsraAID-Vorsitzende Shachar Zahavi nahm den Preis entgegen und erklärte, das Preisgeld werde in die Krisenhilfe fliessen , die IsraAID noch immer in Japan leistet. "Wir helfen Lehrern, Regierungsbeamten und medizinischem Personal beim Umgang mit Menschen, die unter den psychischen Folgen der Traumata leiden, die sie erlitten haben", so Zahavi. IsraAID ist eine Dachorganisation für israelische und jüdische Nichtregierungsorganisationen, die weltweit humanitäre Hilfe leisten. (Yedioth Ahronoth, 11.01.12) 2011 Rekordjahr bei Organspenden
Die Zahl der Organtransplantationen insgesamt stieg um 68%, die der Lebendspendender um 64%. Darüber hinaus konnte 2011 ein Rekord für die Zahl der Inhaber eines Organspendeausweises verzeichnet werden. Dieser Erfolg hängt unter anderem mit einer Neuregelung zusammen, der zufolge die Inhaber eines solchen Ausweises in Zukunft bei der Vergabe von Spenderorganen bevorzugt behandelt werden. Im Jahr 2011 haben sich knapp 70.000 Israelis einen Organspendeausweis ausstellen lassen, im Gegensatz zu jeweils etwa 45.000 in den beiden Vorjahren. (Yedioth Ahronoth, 11.01.12) Bekenstein erhält Wolf-Preis
Der Preis wird seit 1978 in Israel an nationale und internationale Wissenschaftler und Künstler für "Verdienste zum Wohle der Menschheit und freundschaftliche Beziehungen unter den Völkern" vergeben. In den Kategorien Physik und Chemie wird der Preis häufig als zweitwichtigste Auszeichnung nach dem Nobelpreis bezeichnet. 39 der bisher 116 Preisträger in den Naturwissenschaften haben später den Nobelpreis erhalten. Erziehungsminister Gideon Saar gab bei einer Veranstaltung im Museum Tel Aviv am Montag die diesjährigen Preisträger bekannt. Jacob Bekenstein ist Träger des Israel-Preises für Physik des Jahres 2005 und Mitglied der nationalen israelischen Wissenschaftsakademie. In ihrer Begründung erklärte die Jury, Bekenstein erhalte den Preis für seine Arbeiten zu Schwarzen Löchern. Seine bereits vor vierzig Jahren begonnenen Forschungsarbeiten zu diesem Thema legten den Grundstein für die Arbeiten zahlreicher weiterer Wissenschaftler, unter anderem von Stephen Hawking. Bekensteins Kollege Professor Eliyezer Rabinovich von der Hebräischen Universität erklärte: "Der Beitrag Bekensteins begründete die Erforschung der Schwarzen Löcher, und meiner Einschätzung nach handelt es sich um einen der grössten Erfolge auf dem Gebiet der israelischen und weltweiten theoretischen Physik." (Ha'aretz, 10.01.12) Erste arabische Wirtschaftskonferenz eröffnet
Bashar Masri aus der Palästinensischen Autonomiebehörde erörterte Möglichkeiten der palästinensisch-israelischen Kooperation im Geschäftssektor, für die die arabischen Israelis die natürliche Schnittstelle darstellten. Zudem stellte er das von ihm geleitete Projekt des Baus der palästinensischen Stadt "Rawabi" im Westjordanland vor. TheMarker erklärte: "Der arabische Sektor ist einer der Wachstumsmotoren mit dem grössten, aber auch dem grössten ungenutzten Potential in Israel. Es besteht kein Zweifel, dass die Integration von 20% der Bevölkerung und die Stärkung ihrer Speerspitze, des Geschäftssektors, der israelischen Wirtschaft helfen würden, noch weiter zu wachsen. Die erste arabische Wirtschaftskonferenz von TheMarker und der Leumi-Gruppe stellt einen Treffpunkt für hunderte arabische Geschäftsleute dar - Besitzer von kleinen und grossen Unternehmen in den verschiedensten Sektoren, die gemeinsam mit Politikern und zentralen Figuren aus dem Bank- und Finanzwesen die Probleme und möglichen Lösungen für den arabischen Geschäftssektor diskutieren können." (TheMarker, 10.01.12) Kabinett stimmt Erziehungsreform zu
Der Gesetzesvorschlag wurde mit einer Mehrheit von einundzwanzig zu acht Stimmen angenommen. Er stellt die Umsetzung einer der wichtigsten Empfehlungen der Trajtenberg-Kommission dar. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte: "Untersuchungen der OECD zufolge bestehen deutliche Unterschiede in der Entwicklung von Kindern, die einen Kindergarten besuchen und solchen, die es nicht tun. Aus diesem Grund stellt das Gesetz die Korrektur eines historischen Irrtums dar. […] Die Entscheidung bedeutet eine Neubewertung der Prioritäten für die Regierung. 2012 wird das Jahr der Erziehung und der Sicherheit. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte sind das Schutzschild des Staates, und aus diesem Grund haben wir auch ihren Etat erhöht." (Amt des Ministerpräsidenten, 09.01.12) Sitzung des Team zur Entwicklung von Eilat
Bei der Sitzung wurde die Planung für die Stadtentwicklung in den Bereichen Transport, Tourismus, Erziehung und Kultur diskutiert, so unter anderem der Ausbau der Schnellstrasse "Ha-Arava", die Einrichtung einer Eisenbahnstrecke nach Eilat und der Bau des Flughafens "Ramon" in Timna. 2011 war die Zahl der wöchentlichen Flüge nach Eilat aus europäischen Städten doppelt so hoch wie im Vorjahr. Netanyahu sprach nochmals die Entscheidungen an, die bereits bei der ersten Sitzung des Teams vor einem halben Jahr getroffen worden waren. Darunter war die Steuervergünstigung von 10% für die Region, die Aufnahme der Stadt in die Liste der bevorzugten Tourismusorte des Landes und die Fertigstellung des Zauns entlang der Grenze zu Ägypten. Dem Bau der Eisenbahnstrecke nach Eilat räumt der Ministerpräsident besondere Priorität ein: "Eine Bahn, die innerhalb von zwei Stunden in Eilat ist, würde den Staat verändern. Eilat ist eine Stadt mit riesigem strategischem, wirtschaftlichem und touristischem Potential. Wir werden weiterhin mit ganzer Kraft daran arbeiten, dieses Potential auszuschöpfen." (Amt des Ministerpräsidenten, 09.01.12) Kriegsschauplatz Internet
"Seit Jahren haben wir es mit Viren, Trojanern und Würmern zu tun, doch dieser Vorfall hat eine neue Qualität", erklärte er. "Unsere Aufgabe ist es, die gesamten Israelischen Verteidigungskräfte auf diesem Gebiet vorzubereiten." Derzeit arbeite die israelische Armee an der Entwicklung weiterer "Cyber-Defense"-Methoden, und dabei insbesondere an den Reaktionen auf Hacker-Angriffe. Der stellvertretende Aussenminister Danny Ayalon hatte sich zuvor ebenfalls zu dem Vorfall geäussert und gesagt, Israel werde Hacker-Angriffe als "terroristische Akte" einstufen und dementsprechend auf diese reagieren. "Wer Israel geschädigt hat oder plant, es zu schädigen - und das gilt genauso für den Cyberspace - schadet sich selbst, denn er muss mit israelischen Vergeltungsmassnahmen rechnen", so Ayalon. Saudische Hacker hatten geheime Informationen zu mehr als 20.000 israelischen Kreditkarten im Internet veröffentlicht, darunter Namen, Telefonnummern, Identitätsnummern und Kreditkartendetails. (ZAHAL; Yedioth Ahronoth, 08.01.12) |