| Nachrichten vom 8. - 14. November 2009 | ||
UN-Sicherheitsrat: USA beschuldigen Iran des Waffenschmuggels
In der vergangenen Woche hatten Einheiten der israelischen Marine an Bord des Frachtschiffs "Francop" Hunderte Tonnen von Waffen aus dem Iran entdeckt, die zwischen zivilen Gütern versteckt waren. Auch Grossbritannien äusserte sich besorgt über die Angelegenheit des Waffenschmuggels. Israel hatte bereits in der vergangenen Woche Beschwerde bei der UNO eingelegt und darauf hingewiesen, dass die Waffenladung an Bord so umfangreich war, dass sie für einen Monat Krieg gereicht hätte. (Ha'aretz, 11.11.09) Das israelische Aussenministerium hat eine Dokumentation zusammengestellt, die klar beweist, dass der Iran in der Tat das Herkunftsland der an Bord der "Francop" gefundenen Waffen ist. (MFA, 10.11.09)
Keren Hayesod Deutschland veranstaltet zwischen dem 14. und 23. November eine Konzertreihe mit dem Orchester der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL). Informationen zu den genauen Terminen in Dortmund, Hannover, Kassel, Stralsund, Hamburg, Chemnitz und Nürnberg gibt es unter dem folgenden Link: http://www.keren-hayesod.de/index.php?cid=25 (Botschaft des Staates Israel, 10.11.09) Netanyahu spricht vor amerikanischen Juden
"Selbst ein starkes Israel bleibt ein kleines Israel. Und ein kleines Israel macht einen sicheren Frieden erforderlich. Frieden in unserem Land, der Frieden Jerusalems, unserer ewigen Hauptstadt, ist eine unserer ältesten Sehnsüchte, wie sie in unseren Psalmen und Gebeten zum Ausdruck kommt. Frieden zwischen Israel und unseren arabischen Nachbarn: Das erste und unmittelbare Ergebnis würde unseren Kindern die Schrecken des Krieges ersparen. Es würde unseren Enkeln die Schrecken des Kriegs ersparen. Was für ein grosses Geschenk. Der Frieden könnte in eine neue Ära des wirtschaftlichen Fortschritts zum Nutzen aller münden. Wir haben bereits Friedensverträge unterzeichnet, zwei an der Zahl mit Ägypten und Jordanien. Und wir brennen darauf, mit all unseren Nachbarn Frieden zu erzielen, insbesondere mit den Palästinensern. Ich bin der Überzeugung, dass keine Zeit verloren werden darf. Wir müssen uns mit dem Gefühl von Dringlichkeit und einem Gefühl von Zweckbestimmung voran in Richtung Frieden bewegen. Ich möchte mich ganz klar ausdrücken. Mein Ziel sind nicht endlose Verhandlungen. Mein Ziel sind nicht Verhandlungen um der Verhandlungen willen. Mein Ziel ist es, einen Friedensvertrag zu erreichen, und zwar bald. Aber um einen Friedensvertrag zu bekommen, müssen wir zu verhandeln beginnen. Lassen Sie uns aufhören über Verhandlungen zu reden. Lassen Sie uns uns in Bewegung setzen." "Meine Regierung arbeitet auf die Förderung des Redens hin, und wir reden nicht nur. Wir haben Hunderte von Sicherheits-Kontrollpunkten und Strassensperren im Westjordanland geräumt. Ich habe persönlich die Öffnungszeiten der Allenby-Brücke verlängert und bürokratische Hürden für die Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft entfernt. Diese Bemühungen haben gemeinsam mit Massnahmen der Palästinensischen Autonomiebehörde zur Verbesserung der Sicherheitslage einen unvergleichlichen Boom im Westjordanland angekurbelt und das Leben für den normalen Palästinenser besser gemacht. Erstmals seit Jahren spriessen Geschäfte, Banken und Unternehmen aus dem Boden. Restaurants, Theater und Einkaufszentren sind zum Bersten voll. Tausende und Abertausende palästinensischer Jobs wurden geschaffen. Ich denke, wir können noch eine Menge mehr tun, um die Realität vor Ort zu verbessern, und wir werden dies tun. Ich habe vor, noch eine Menge mehr zu tun. Wohlstand kann zum Frieden beitragen - aber nur bis zu einem gewissen Masse. Um die offenen Fragen zwischen uns zu klären, müssen wir Verhandlungen beginnen und abschliessen. Wir sollten keine Vorbedingungen für Gespräche aufstellen. Solche Gesprächshindernisse sind in den 16 Jahren des israelisch-palästinensischen Dialogs nie aufgestellt worden. Seit dem Antritt meiner Regierung vor sieben Monaten habe ich zur Aufnahme von Friedensverhandlungen aufgerufen. Ich habe gesagt, ich würde überall hingehen, zu jeder Zeit, um den Frieden voranzubringen. Und keine israelische Regierung ist so bereit dazu gewesen, als Teil der Bemühung um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche die Siedlungsaktivitäten einzuschränken. Darum sage ich heute zu dem Führer der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas: Lassen Sie uns den Moment nutzen, um ein historisches Abkommen zu erzielen. Lassen Sie uns umgehend Gespräche beginnen." Die vollständige Rede Netanyahus finden Sie: hier (extern) (MFA, 09.11.09)
Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Dr. h.c. Johannes Gerster hat zum 9. November eine Presseerklärung veröffentlicht: http://digberlin.de/PDFUPLOAD/Presse_gerster_091109.pdf (Botschaft des Staates Israel, 09.11.09) Bad Reichenhall gedenkt Holocaust-Überlebender
Auf die Initiative des heute in Haifa lebenden Armand Beraru (im Bild rechts) wurde im August eine Gedenktafel am Eingangstor der Kaserne angebracht. Zu diesem Anlass waren auch einige der ehemaligen Lagerinsassen ins Berchtesgadener Land gereist. Gedenkansprachen wurden u.a. von Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner sowie Staatssekretär Christian Schmidt gehalten. Beraru überreichte Lackner und Schmidt sowie Oberst Johann Langenegger und Robert Kern vom städtischen Personalamt als Zeichen der Wertschätzung die Medaille der Stadt Haifa. (Reichenhaller Tagblatt, 08./09.11.09) |
Comic-Guide Berlin - Tel Aviv
Die beiden Gruppen wollen bis Frühjahr 2010 zwei getrennte Hefte, einen Animationsfilm sowie einen Audio-Guide kreieren. "Dies wird kein gewöhnlicher Reiseführer werden und auch kein Comic-Buch", sagte Itzik Rennert, einer der israelischen Mitarbeiter des Projekts. "Das wird ein persönlicher Blick eines jeden von uns auf Berlin, einer in jeder Hinsicht bedeutungsschweren und -vollen Stadt. Auf israelischer Seite arbeiten Yirmi Pinkus, Itzik Rennert, Mira Friedman, Rutu Modan und Batya Kolton an dem Projekt mit. Auf der deutschen Seite sind es Anke Feuchtenberger, Henning Wagenbreth und Jan Feindt. (Yedioth Ahronoth, 10.11.09) Weitere Informationen: http://maerchenland-ev.de/veranstaltungen/comic_guide.html Israelis haben viele Freunde - zwei Millionen im Facebook
Laut CheckFaceBook sind 53% der israelischen Facebook-Benutzer männlich, 46.2% weiblich. Die Altersgruppen verteilen sich wie folgt: Die 18-24jährigen stellen 32%, die 25-34jährigen 37.6% und Teenager zwischen 14 und 17 Jahren 18.3%. Gleichzeitig hat die Rating-Agentur TIM herausgefunden, dass Facebook unter den meistbesuchten Internetseiten in Israel den 4. Platz einnimmt. (Globes, 09.11.09) Auch die Botschaft des Staates Israel in Berlin ist im Facebook präsent. Fan werden kann man: hier (extern) 'Schweinegrippe'-Impfstoffe für Palästinenser Die Zivilverwaltung in Judäa und Samaria hat am vergangenen Donnerstag die Einfuhr von 20 000 Impfstoffdosen gegen die sog. Schweinegrippe in die palästinensischen Autonomiegebiete erleichtert. Der Transfer über den Übergang Qalandiya kam noch rechtzeitig vor der Pilgerfahrt nach Mekka, zu der sich auch viele Palästinenser aufmachen. Die saudi-arabischen Behörden haben eine Impfung gegen die Schweinegrippe zur Bedingung dafür gemacht, die heiligste Stadt des Islam betreten zu dürfen. Die Zivilverwaltung legt grossen Wert auf die Zusammenarbeit mit der Palästinensischen Autonomiebehörde in den Bereichen Gesundheit und Religionsausübung. <MFA, 05.11.09> (Botschaft des Staates Israel, 10.11.09) Merkel: 9. November auch ein Tag zur Mahnung
"Für uns Deutsche ist der 9. November auch ein Tag der Mahnung. Heute vor 71 Jahren wurde in der Reichspogromnacht das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte aufgeschlagen: die systematische Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und vieler anderer Menschen. Auch das vergessen wir an diesem Tag nicht." Die vollständige Rede der Bundeskanzlerin finden Sie: hier (extern) (Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 09.11.09) Lieberman in Dänemark
Lieberman betonte, dass radikale islamische Elemente die ihnen von den europäischen Staaten gewährten demokratischen Instrumente dazu missbrauchen würden, um zu agitieren den Antisemitismus anzuheizen. Auf einer Gedenkzeremonie für die nach Theresienstadt deportierten dänischen Juden zollte Israels Aussenminister jenen Dänen seinen Respekt, die bei der Rettung von Juden vor en Nazis ihr Leben riskierten; Dänemark werde immer einen besonderen Platz in der Geschichte und im Herzen des jüdischen Volkes einnehmen. In diesem Zusammenhang wies Lieberman auch eindringlich auf die iranische Bedrohung hin. (MFA, 09.11.09)
Nach einer verhältnismässig ruhigen Woche haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen am Sonntagabend wieder eine Qassam-Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Die Rakete explodierte auf freiem Feld westlich der Kleinstadt Sderot und richtete keinen Personen- oder Sachschaden an. (Yedioth Ahronoth, 09.11.09) Mullen: Iranische Atombombe existentielle Bedrohung für Israel
Mullen sagte, er würde es bevorzugen, wenn die USA den Iran auf diplomatischem Wege von einer atomaren Bewaffnung abhalten würden; er deutete jedoch auch an, dass die US-Luftwaffe und die US-Marine auch militärisch dagegen vorgehen könnten. Der Admiral hat sich in den letzten beiden Jahren regelmässig mit Israels Generalstabschef Gabi Ashkenazi getroffen, zuletzt im vergangenen Monat in der Normandie. (Ha'aretz, 08.11.09) |