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Nachrichten vom 9. - 15. September 2007
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Höchste Sicherheitsstufe über Rosh HaShana

Die israelischen Sicherheitsbehörden haben über Rosh HaShana für ganz Israel die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. Wie aus Militärkreisen verlautet, liegen dem Sicherheitsapparat acht spezifische Hinweise für potentielle Terroranschläge während der Feiertage vor. Daneben existieren Dutzende von Hinweisen auf mögliche Schuss- und Raketenattacken, Selbstmordattentate und Entführungsversuche.

Infolge des gestrigen Qassam-Angriffs auf eine Militärbasis im westlichen Negev und in Anbetracht des beginnenden Ramadan hat sich Verteidigungsminister Ehud Barak dazu entschieden, das Westjordanland und den Gaza-Streifen vollständig abriegeln zu lassen. In Jerusalem werden die Einsatzkräfte der Polizei verstärkt. Auch in israelischen Botschaften und Konsulaten sowie jüdischen Einrichtungen weltweit ist die Sicherheitsstufe erhöht worden.

(Yedioth Ahronoth, 12.09.07)


69 verletzte Soldaten nach Qassam-Angriff

ZAHAL (IDF) - Logo69 Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) sind heute Nacht durch eine Qassam-Rakete verletzt worden, die aus der Umgebung der Stadt Beit Hanoun im nördlichen Gaza-Streifen abgefeuert worden war und in einem Grundausbildungslager der Armee nahe dem Kibbutz Zikkim im westlichen Negev landete. Die Rakete schlug direkt in einem Verpflegungszelt ein, das nur tagsüber benutzt wird. Die Soldaten, die in den umliegenden Zelten schliefen, wurden durch Splitter verletzt. Ein Soldat wurde lebensgefährlich, vier schwer und sieben mittelschwer verwundet. Die restlichen 57 erlitten leichte Verletzungen oder mussten sich wegen Schocks behandeln lassen.

Sowohl die Salah-a-Din-Brigaden, der militärische Arm des sog. 'Volkswiderstandskomitees', als auch der Islamische Jihad übernahmen die Verantwortung für den Beschuss. Terroristen des Islamischen Jihad feierten den Angriff heute Morgen in ihren Moscheen in Gaza und brüsteten sich mit der Zahl der Verletzten. Ein Sprecher der Hamas bezeichnete ihn als einen "Sieg G'ttes".

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat heute Morgen das Sicherheitskabinett einberufen, um über die Konsequenzen des Angriffs zu beraten.

(MFA, 11.09.07)


7.2 Millionen Menschen leben in Israel

Flagge des Staates IsraelEnde 2006 hat sich die offizielle Einwohnerzahl Israels auf 7 116 700 belaufen. Dies geht aus einer aktuellen Bevölkerungserhebung hervor, die das Zentralamt für Statistik anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes veröffentlicht hat.

Dem Bericht zufolge unterteilt sich die Bevölkerung in 5 393 400 Juden (78,8%), 1 413 300 Araber (19.9%) und 309 900 "Andere" (4.4%), die nicht nach ihrer Religionszugehörigkeit klassifiziert werden. Die Bevölkerungswachstumsrate betrug im Jahr 2006 ähnlich wie in den vergangenen Jahren 1.8 Prozent. Dabei weisen die Araber mit 2.6 Prozent eine höhere Wachstumsrate auf als die Juden (1.5%).

Im Vergleich zu anderen westlichen Nationen ist Israel nach wie vor ein recht junges Land. Während 28 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre alt sind, gehören im Rest der westlichen Welt nur durchschnittlich 17 Prozent dieser Altersgruppe an. Ähnlich gestaltet sich das Bild bei den Senioren: In Israel sind 10 Prozent der Bevölkerung über 65, anderswo im Westen sind es 15 Prozent.

(Yedioth Ahronoth, 10.09.07)


EuroBasket: Israels Chancen nach Niederlage gegen Portugal gering

Die israelische Basketball-Nationalmannschaft hat nach ihrer gestrigen Niederlage gegen Portugal mit 85:94 kaum noch Chancen auf die Qualifikation zum Viertelfinale bei der Europameisterschaft in Spanien. Nach den beeindruckenden Siegen gegen Serbien und Kroatien galt die Mannschaft eigentlich als klarer Favorit. Portugal präsentierte sich jedoch vom Anfang bis zum Ende als das überlegende Team.

Um in das Viertelfinale zu gelangen, müsste Israel nun am morgigen Dienstag den Favoriten und Gastgeber Spanien besiegen. Und selbst dann wäre das Weiterkommen noch von anderen Ergebnissen innerhalb der Gruppe E abhängig. Trainer Zvika Sherf verbarg seine Enttäuschung nicht: "Ich bin traurig, und so sind es meine Spieler."

(Jerusalem Post, 10.09.07)


Selbstmordanschlag in Tel Aviv verhindert

Symbolbild: RohrbombeEine Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hat am gestrigen Sonntag einen Selbstmordanschlag in Tel Aviv verhindert. Die Soldaten verhafteten an einem Kontrollpunkt nordwestlich von Nablus einen palästinensischen Jugendlichen, der drei Rohrbomben mit sich führte. Bombenentschärfer des Grenzschutzes brachten diese dann kontrolliert zur Explosion.

Wie das anschliessende Verhör ergab, sollte der Knabe den Sprengstoff von der einen zur anderen Seite des Kontrollpunkts befördern und sie dort dem potentiellen Selbstmordattentäter überreichen. Der Mann sollte die Rohrbomben und weiteres Material dann zu einem Sprengstoffgürtel zusammenfügen, nach Tel Aviv fahren und sich dort innerhalb der nächsten 24 Stunden selbst in die Luft jagen.

Korporal Guy Faradj von der Haruv-Einheit, der die Bomben entdeckte, drückte seine Zufriedenheit über die gelungene Aktion aus: "Das ist ein unheimlich befriedigendes Gefühl, darauf werden wir 'gedrillt', und dafür arbeiten wir so schwer."

Wie Vertreter der israelischen Armee mitteilen, werden derzeit von diversen Terrororganisationen – darunter Hamas, Islamischer Jihad, Volksfront und Fatah – Anstrengungen unternommen, Anschläge in Israel durchzuführen. Die Armee hat ihre Operationen in Nablus daher in den letzten Tagen intensiviert.

(Yedioth Ahronoth, 09.09.07)

Botschaft von Staatspräsident Peres an die jüdischen Gemeinden

Grusswort von Ministerpräsident Olmert an die jüdischen Gemeinden

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Livni trifft französischen Aussenminister

Aussenministerin Tzipi LivniIsraels Aussenministerin Tzipi Livni hat sich am Dienstag in Jerusalem mit ihrem französischen Amtskollegen Bernard Kouchner getroffen. Auf der anschliessenden gemeinsamen Pressekonferenz rief sie die internationale Gemeinschaft einmal mehr dazu auf, politisch klar zwischen dem von der Hamas beherrschten Gaza-Streifen und dem Westjordanland mit seiner rechtmässigen Regierung, und damit zwischen Extremisten und gemässigten Pragmatikern, zu unterscheiden. Dabei vergass sie auch nicht, am Ende auf das Schicksal der sich noch immer in terroristischer Gefangenschaft befindenden israelischen Soldaten hinzuweisen.

"Lassen Sie uns gemeinsam beten, schliesslich feiern wir hier in Israel den Beginn des neuen Jahres, und morgen werden alle Familien in Israel zusammensitzen und jeder wird an die entführten Soldaten denken. Lassen Sie uns beten und hoffen, dass sie nächstes Jahr wieder mit ihren Familien vereint sein werden."

Der vollständige Wortlaut der Pressekonferenz in englischer Sprache findet sich: hier

(MFA, 11.09.07)


Greift Olmert auf Abbas-Beilin-Plan zurück?

Ministerpräsident Ehud OlmertDas Büro von Ministerpräsident Ehud Olmert hat vor kurzem bei Yossi Beilin, dem Vorsitzenden der Meretz-Partei, wegen einer Kopie des Friedensplan-Entwurfs angefragt, den dieser 1995 gemeinsam mit Mahmoud Abbas ausgearbeitet hatte. Damals war es um ein Rahmenwerk für die dauerhafte Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts gegangen. Offensichtlich gedenkt Olmert, im Zusammenhang mit seinen aktuellen Friedensbemühungen anhand dieses Entwurfs eruieren zu können, zu welchen Abmachungen sich Abbas zu jener Zeit bereit gefunden hat.

Der ‚Abbas-Beilin-Plan’ resultierte aus geheimen Gesprächen zwischen Beilin, der damals stellvertretender Aussenminister Israels war, und Abbas, der als Stellvertreter Yasser Arafats in der PLO fungierte. Parallel dazu liefen die Verhandlungen über ein Interims-Abkommen, die unter der Bezeichnung Oslo B bekannt wurden und vier Tage vor der Ermordung von Ministerpräsident Yitzhak Rabin abgeschlossen wurden. Einer der wichtigen Punkte des Plans bestand darin, dass alle jüdischen Siedlungen innerhalb eines palästinensischen Staates würden fortbestehen und die Siedler ihre israelischen Pässe würden behalten können. Allerdings sollten die Siedlungen nicht mehr ausschliesslich Juden vorbehalten sein.

(Ha’aretz, 11.09.07)


Tel Aviv setzt auf Fahrräder

Blick auf Tel AvivIn Tel Aviv plant man, im nächsten Jahr 2500 Fahrräder über die Stadt verteilt aufzustellen, die zu einem symbolischen Preis geliehen werden können. Damit soll der steigenden Verkehrsbelastung und der damit zusammenhängenden Luftverschmutzung entgegengewirkt werden, der im Gush Dan (Grossraum Tel Aviv) jährlich etwa 1100 Menschen zum Opfer fallen.

Zwar stehen die genauen Details des projektierten Verleihbetriebs noch nicht fest, doch soll dieser von einem privaten Konzessionär übernommen werden. Das neue System soll es den Menschen in Tel Aviv ermöglichen, in einer der 25 Stationen ein Fahrrad zu mieten und dies dann nach kurzer Zeit an einer anderen Station nahe dem individuellen Fahrtziel wieder abzugeben. Dr. Moshe Tiomkin, der Leiter der Verkehrs- und Parkbehörde der Stadt, beabsichtigt die Zahl der Fahrräder für den Fall, dass das Projekt erfolgreich verläuft, entsprechend der Nachfrage zu erhöhen.

Ähnliche Projekte existieren bereits in Paris und anderen europäischen Grossstädten. Der Erfolg des Tel Aviver Vorhabens wird von Vertretern der Stadtverwaltung allerdings von daher in Frage gestellt, dass die Abstände zwischen den geplanten Verleihstationen zu gross sind. Ausserdem könnte die neu eingeführte Helmpflicht für Fahrradfahrer sich negativ auf den Erfolg des Projektes auswirken.

(Ha’aretz, 10.09.07)


Unterrichtsprogramm des Weizmann-Instituts gewinnt Anerkennung der UNESCO

Weizmann-Institut'Blue Planet', ein Unterrichtsprogramm für die Mittelstufe über die Beziehung von Mensch und Umwelt, das Wissenschaftler des Weizmann-Instituts in Rehovot erarbeitet haben, ist von der UNESCO als weltweites Vorbild für Umweltstudien anerkannt worden. Die internationale Organisation finanziert nun die Übersetzung des Programms in verschiedene Sprachen und fördert seine weltweite Verbreitung.

Das Programm konzentriert sich vor allem auf den Wasserkreislauf innerhalb des Ökosystems Erde und soll durch seinen weiten und systematischen Ansatz (verschiedene Aktivitäten, Experimente und Feldstudien) als effektives Lerninstrument Verwendung finden.

Das Buch Blue Planet wurde vor kurzem im Weizmann-Institut vorgestellt, wobei dem anwesenden UNESCO-Stellvertreter Andras Szollosi-Nagy die spanische Übersetzung überreicht wurde. Die Autoren werden in naher Zukunft nach Lateinamerika reisen, um dort Lehrern bei der Integrierung des Erziehungsprogramms in ihre Stundenpläne behilflich zu sein. Als nächstes soll das Buch ins Chinesische und in drei weitere Sprachen übersetzt werden.

(MFA, 09.09.07)

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