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Terror gegen Israel

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"Es wird erst Frieden geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen."
Golda Meir
Golda Meir

 

 


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2011

Symbolfoto2011: 680 Raketen auf Israel

Im Jahr 2011 wurden 680 Raketen und Mörsergranaten auf Gemeinden in Südisrael abgefeuert - dies geht aus Angaben des Heimatschutzes hervor.

80 der Geschosse waren Grad-Raketen, im Gegensatz zu nur zwei im Vorjahr. Die Grad-Raketen haben eine grössere Reichweite und enthalten einen grösseren Sprengsatz als etwa Qassam-Raketen.

Der Heimatschutz arbeitet ständig an der Verbesserung der Raketenwarnsysteme - neben einer grösseren Genauigkeit sind der Aufbau eines Warnsystems per SMS, Internet und Fernsehen in Vorbereitung.

"Seit der Operation 'Gegossenes Blei' wurden die Alarmsysteme deutlich verbessert", so ein Kommandant des Heimatschutzes. "Beinahe in allen Bezirken gab es 2011 eine Übung, die übrigen sind in diesem Jahr dran".

(ZAHAL, 06.01.12)


Gilad in dem Video (Foto: Yedioth Ahronoth)Gilad Shalit: "Ich bin euch für den Rest meines Lebens dankbar"

Der aus der Gefangenschaft der Hamas befreite Soldat Gilad Shalit hat sich in einem Video an die Unterstützer der Kampagne für seine Freilassung gewandt. In dem Film, der bei der zentralen Versammlung der Aktivisten am Samstagabend gezeigt wurde, sagt Shalit:

"Ich freue mich, […] dass ich Gelegenheit habe, zu euch zu sprechen und mich bei euch dafür zu bedanken, was ihr während der Jahre meiner Gefangenschaft für mich getan habt. Während der Gefangenschaft und natürlich auch, nachdem ich nach Hause zurückgekehrt bin, habe ich viel von euren Aktivitäten für meine Freilassung gehört.

Ich bin sicher, dass ich noch viel über den langen Weg hören werde, den ihr im Sommer 2006 begonnen habt und den ihr ohne aufzugeben, ohne euch zurückzuziehen, trotz all der Schwierigkeiten, […] der Hoffnungen und Enttäuschungen bis zum ersehnten Ende am 18. Oktober fortgeführt habt. Ich weiss ohne Zweifel, dass euer langer und hartnäckiger Kampf für meine Freilassung […] und die Unterstützung für meine Familie entlang des langen Weges einer der entscheidenden Faktoren waren, die zu der Entscheidung geführt haben, mich heimzuholen. Für all das möchte ich euch […] von ganzem Herzen danken und euch sagen, dass ich euch allen zusammen und jedem einzelnen von euch dankbar bin und bis ans Ende meines Lebens dankbar sein werde. Ein grosses Dankeschön an euch alle […]." <Yedioth Ahronoth, 10.12.11>

(Botschaft des Staates Israel, 12.12.11)


Nach 1941 Tagen in Geiselhaft - Gilad ist in Freiheit!

Der israelische Soldat Gilad Shalit ist nach Israel zurückgekehrt. Am Morgen wurde er zunächst von der Hamas an Ägypten übergeben und überquerte schliesslich am späten Vormittag den Grenzübergang Kerem Shalom.

Gilad ist in Freiheit!Nachdem sein Gesundheitszustand als "gut" befunden worden war, wurde Gilad Shalit zu der Militärbasis Tel Nof gebracht, wo er zunächst Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak und schliesslich auch seine Familie wiedertraf.

Bei Redaktionsschluss befand sich die Familie auf dem Weg in ihren Heimatort Mitzpe Hila.

Netanyahu hatte Shalit mit den Worten begrüsst: "Shalom Gilad, willkommen zurück in Israel. Wie gut, dass du nach Hause gekommen bist."

Netanyahu erklärte in seiner Ansprache unter anderem:

Die Mission, Gilad Shalit nach Hause zu bringen, "war mit einer schweren, einer sehr schweren Entscheidung verbunden. Vor meinen Augen stand die Notwendigkeit, jemanden nach Hause zu holen, den der Staat Israel auf das Schlachtfeld geschickt hatte. […] Als Staatsoberhaupt, das Tag für Tag Soldaten hinausschickt, um die Bürger Israels zu beschützen, glaube ich, dass die gegenseitige Verpflichtung füreinander nicht nur ein Slogan ist - sie ist einer der Grundpfeiler unserer Existenz hier.

Doch ich hatte auch noch eine zweite Notwendigkeit vor Augen, die Notwendigkeit, so weit wie möglich die Gefahr für die Sicherheit der Bürger Israels einzuschränken. Und dafür habe ich zwei klare Forderungen ausgesprochen. Die erste: Dass die Führungsriege der Hamas [..] im Gefängnis bleibt. Und die zweite: dass die grosse Mehrheit der Freigelassenen ausgewiesen werden oder zumindest nicht in Judäa und Samaria bleiben können […].

Ich weiss sehr gut, dass der Schmerz der Familien der Terroropfer unerträglich ist. Es ist schwer zu sehen, wie die Schurken, die ihre Lieben ermordet haben, freigelassen werden, bevor sie ihre ganze Strafe abgesessen haben. Doch ich wusste, dass unter den gegenwärtigen politischen Umständen dies das beste Abkommen ist, dass wir erzielen können […].

Ich habe an Gilad gedacht und daran, dass er sich bereits seit fünf Jahren in der Isolationshaft der Hamas befindet. Ich wollte nicht, dass er dasselbe Schicksal erleidet wie Ron Arad. […]

Und heute, jetzt, ist Gilad nach Hause gekehrt, zu seiner Familie, seinem Volk und seinem Staat. Dies ist ein sehr emotionaler Moment. Vor kurzer Zeit habe ich ihn umarmt, als er das Flugzeug verliess und ihn zu seinen Eltern Aviva und Noam gebracht und gesagt: Ich habe euren Sohn nach Hause gebracht. […]

Ich möchte klarstellen: Wir werden weiter den Terror bekämpfen. […] Israel ist anders als seine Feinde. Hier wird nicht die Freilassung von Mördern gefeiert […]. Im Gegenteil, wir glauben an die Heiligkeit des Lebens, wir heiligen das Leben. Dies ist eine alte Tradition unseres Volkes, des jüdisches Volkes."

(Amt des Ministerpräsidenten, 18.10.11)

Foto- und Videogalerie - Gilads Weg in die Freiheit


Eskalation im Süden: Acht Tote, fast 50 Verletzte

Nach dem Anschlag (Foto: ZAHAL)Bei der gestrigen Anschlagsserie im Süden Israels sind acht Menschen getötet worden. 41 wurden verletzt.

In der Nacht und am Morgen setzten sich die Angriffe auf Zivilisten fort. Mehr als zehn Raketen wurden auf Südisrael abgefeuert. Dabei wurden sieben Menschen verletzt, mindestens einer davon schwer. Eine Schule und eine Synagoge in der Stadt Ashdod wurden getroffen. Vier der Raketen wurden von dem Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen.

Zunächst hatten gestern gegen Mittag Terroristen das Feuer auf einen Linienbus eröffnet, der von Be'er Sheva nach Eilat unterwegs war. Gleichzeitig wurde das Feuer auf zwei Privatautos und einen weiteren Linienbus eröffnet.

Kurze Zeit später explodierte ein Sprengsatz in der Nähe einer Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die zum Ort des Anschlags gekommen war.

Später feuerten Terroristen Mörsergranaten auf Routinebauarbeiten am Grenzzaun zwischen Israel und Ägypten ab.

Nach dem Anschlag (Foto: ZAHAL)Alle Anschläge dieser Serie, die einem neuen Muster folgte, ereigneten sich ca. 20 km nördlich der Stadt Eilat. Unter den Toten sind sechs Zivilisten, ein Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und ein Polizist.

ZAHAL verfolgte die Terroristen, die die Anschläge ausgeführt haben. Bei anschliessenden Kampfhandlungen wurden mehrere Terroristen getötet.

Als Reaktion auf die Angriffe sowie den Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen flog die Israelische Luftwaffe in der Nacht Angriffe gegen Ziele, die den Terroristen im Gaza-Streifen zur Planung und Durchführung von Terrorangriffen dienen.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hatte in einem Statement zunächst den Angehörigen der Getöteten sein Beileid ausgesprochen.

Er erklärte: "Wir wurden heute alle Zeuge eines Versuches der Terroristen, ihren Krieg gegen Israel durch Angriffe aus dem Sinai zu verschärfen. Wenn jemand glaubt, dass der Staat Israel sie damit durchkommen lässt, hat er sich geirrt."

Netanyahu fügte hinzu: "Wenn die Bürger Israels angegriffen werden, reagieren wir sofort und mit Härte. Diejenigen, die den Befehl gaben, unsere Zivilisten zu töten, während sie sich im Gaza-Streifen versteckt hielten, weilen nicht mehr unter den Lebenden."

Verschiedene Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland haben die Anschläge verurteilt.

Neben der Jüdischen Gemeinden zu Berlin und der Israelitischen Kultusgemeinde München, dem Städtepartnerschaftsverein Wuppertal - Beer Sheva, dem Berlin-Büro des AJC, und der Ben-Gurion-Stiftung in Hamburg erreichten die Botschaft zahlreiche Schreiben von Organisationen und Privatpersonen, die ihr Mitgefühl mit den Opfern und deren Angehörigen sowie ihr Entsetzen über die Terroranschläge zum Ausdruck bringen.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann erklärte in einer Pressemitteilung: "Wir trauern um die Ermordeten; ihren Familien gilt unsere Anteilnahme. Wir beten um volle Genesung der Verwundeten. Die mörderischen Anschläge beweisen erneut, dass der Frieden im Nahen Osten nur dann erreichbar sein wird, wenn Terroristen und ihren Drahtziehern, die den Staat Israel auslöschen wollen und die in der Ermordung von Juden ein Ziel an sich sehen, das Handwerk gelegt werden kann. Dazu bedarf es des aktiven Engagements von Israels Nachbarn ebenso wie der Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft."

Die vollständige Presseerklärung können Sie hier einsehen: http://issuu.com/botschaftisrael/docs/pekzentralrat

Die Hohe Kommissarin für Aussenpolitik und Vizepräsidentin der Kommission Catherine Ashton, erklärte:

"Ich verurteile solche Anschläge uneingeschränkt und spreche den Familien der Opfer, die in diesen Anschlägen ihr Leben verloren haben, mein Beileid aus. Den Verletzten wünsche ich eine vollständige und schnelle Genesung."

(Botschaft des Staates Israel, 19.08.11)


Terroranschlag in Jerusalem

Foto: ReutersIn Jerusalem hat sich heute Nachmittag ein schwerer Terroranschlag ereignet. An einer Bushaltestelle gegenüber dem Kongresszentrum im Westen der Stadt explodierte eine in einer Tasche deponierte Bombe. Dabei wurde eine Frau getötet und 39 Menschen verletzt, zwei davon schwer. Zwei vorbeifahrende Busse wurden von der Explosion getroffen.

Seit drei Jahren war kein derartiger Anschlag mehr in Israels Hauptstadt verübt worden.

(Ha'aretz, 23.03.11)

Unter dem folgenden Link gibt es ein Video vom Tatort: http://www.youtube.com/watch?v=dHCLeNGlcKE

Nach dem Anschlag in Jerusalem

Foto: GPOBei dem gestrigen Terroranschlag an einer Jerusalemer Bushaltestelle wurden eine Frau getötet und etwa 50 Personen verletzt. Inzwischen konnte das Todesopfer identifiziert werden. Es handelt sich um die 56-jährige Britin Mary Jane Gardner, die an der Hebräischen Universität studierte.

Reaktionen auf den Anschlag

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich gestern vor seiner Abreise zu einem Besuch in Moskau wie folgt geäussert:
"Seit diese Regierung gebildet wurde, haben wir eine klare Politik in Bezug auf die Sicherheit verfolgt, deren Essenz eine energische Antwort auf jeden Versuch der Schädigung israelischer Bürger ist, und systematische und präventive Massnahmen gegen den Terror eingeleitet. Diese Politik hat zu zwei Jahren der Ruhe und Sicherheit geführt, und ich denke, alle Israels haben die Früchte dieser Ruhe - sich ohne Angst auf den Strassen zu bewegen - zu erkennen, begrüssen und geniessen gelernt. Tatsächlich sind unsere Gemeinden im Süden wieder zum normalen Leben zurückgekehrt, ebenso wie die Einwohner des Nordens. Diese Ruhe ist ein grosser Segen.

In jüngster Zeit hat es Elemente gegeben, die versucht haben, diese Ruhe zu stören. Sie versuchen, unsere Entschlossenheit und die Standhaftigkeit unseres Volkes zu testen. Sie werden lernen, dass die Regierung, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die israelische Öffentlichkeit den eisernen Willen haben, den Staat und seine Bürger zu verteidigen. Wir werden energisch, verantwortungsbewusst und umsichtig handeln, um die Ruhe und die Sicherheit aufrechtzuerhalten, die hier während der vergangenen beiden Jahre geherrscht haben."

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Meron Reuben, hat sich erneut brieflich an den Präsidenten des UN-Sicherheitsrates, Li Baodong, gewandt:
"Dieser sehr beunruhigende Anschlag folgt auf einen in den letzten Tagen zu verzeichnenden Anstieg terroristischer Aktivitäten von Seiten der Hamas und anderer palästinensischer Terrororganisationen, die gezielt israelische Zivilsten angreifen. Heute Morgen feuerten palästinensische Terroristen im Gaza-Streifen zwei Katyusha-Raketen des Typs Grad auf Be'er Sheva ab, die grösste Stadt in Südisrael, in der mehr als 200 000 Menschen leben. Eine dieser Raketen landete mitten in einem Wohngebiet in der Stadt, wobei ein Mann verletzt und umliegende Gebäude, darunter eine Synagoge, beschädigt wurden."

"Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen erwartet Israel vom Sicherheitsrat, dem UN-Generalsekretär und der internationalen Gemeinschaft, all diese Anschläge mit sehr klaren Worten zu verurteilen und den Terroristen und ihren Förderern, die den Konflikt eskalieren lassen wollen, eine dezidierte Botschaft zu übermitteln. Der Sicherheitsrat und die internationale Gemeinschaft müssen auch der Verhinderung des Schmuggels von Waffen in den Gaza-Streifen mehr Aufmerksamkeit widmen."

Den vollständigen Brief gibt es unter dem folgenden Link: hier (extern) <MFA, 23.03.11>

(Botschaft des Staates Israel, 24.03.11)


Raketenangriffe auf Be'er Sheva, Ashdod und Ashkelon

Foto: ReutersDie Sicherheitslage im Süden Israels spitzt sich weiter zu. Nachdem palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen am Dienstagabend eine Grad-Rakete auf die Küstenstadt Ashdod abgefeuert hatten, schlug heute in den frühen Morgenstunden eine weitere Grad-Rakete in Be'er Sheva ein. Dort wurde ein Mann von Granatsplittern verletzt, und drei weitere Personen mussten sich wegen Schocks behandeln lassen. Ausserdem entstand Sachschaden.

Einige Stunden später landete eine dritte Grad-Rakete in der Nähe Be'er Shevas. Im Kreis Eshkol explodierten mehrere Mörsergranaten.

Die Terrororganisation Islamischer Jihad bekannte sich zu den Angriffen.

Neben dem Raketenangriff auf Ashdod schlugen am Dienstag auch eine Grad-Rakete und eine Mörsergranate südlich von Ashkelon ein.

(Yedioth Ahronoth, 23.03.11)

Foto: ZAHALDie israelische Luftwaffe setzte am Dienstag ihre Angriffe auf Terrorziele im Gaza-Streifen fort, um weiteren Raketen- und Granatbeschuss zu verhindern. Sowohl die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) als auch Ministerpräsident Binyamin Netanyahu bedauern, dass dabei auch unschuldige Zivilsten in Gaza ums Leben kamen. Dabei unterstrich man jedoch, dass die Bombardierung durch die israelische Luftwaffe eine Reaktion auf den Beschuss israelischer Zivilsten durch die Hamas seien.

"Es ist bedauerlich, dass die Hamas damit fortfährt, vorsätzlich Dutzende von Raketen auf israelische Zivilisten niedergehen zu lassen und gleichzeitig Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt. Während der Staat Israel nicht die Absicht hat, eine Verschlechterung der Lage herbeizuführen, werden die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte damit fortfahren, entschlossen zur Verteidigung israelischer Bürger zu handeln", sagte Netanyahu.

Auch Israels Generalstabschef Benny Gantz betonte: "Israel hat kein Interesse an einer Eskalation, beabsichtigt aber auch nicht, sein Recht auf Selbstverteidigung aufzugeben."

(MFA, 22.03.11)


Kreisvorsitzender von Eshkol: Zehn Jahre Granaten aus Gaza

ArchivfotoDer Vorsitzende des Kreises Eshkol, Chaim Yalin, hat heute im israelischen Armeefunk darauf hingewiesen, dass dort seit nunmehr zehn Jahren Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen niedergehen.

"Genau ein Jahrzehnt ist vergangen, seit die erste Mörsergranate im März 2001 in Nahal Oz niederging, zehn Jahre. Ich schätze, bevor nicht eine Balance besteht zwischen dem, was die Hamas als Reaktion versteht, und dem, was der Staat Israel tun muss - die Einwohner zu verteidigen -, wird diese Eskalation weitergehen. Ich hoffe, sie wird von möglichst kurzer Dauer sein."

"Die Einwohner im Grenzgebiet zu Gaza sind wundervolle Menschen, sie werden nicht aufbrausend und bedrängen die Kreisvorsitzenden nicht nach jeder Qassam-Rakete und Mörsergranate, die gefallen ist. Sie verstehen die Realität in der Region, die Landwirte arbeiten weiter, es gibt Schutz durch die Armee. Ich sage noch einmal: Es besteht kein Grund, dass wir wegen jeder Qassam oder Mörsergranate nicht Purim feiern oder unser Leben unterbrechen, sie können uns das nicht vorschreiben. Insofern sind die Menschen, die hier wohnen, Leute, die die Regierung eigentlich jeden Morgen anrufen sollte, um sich bei Ihnen für ihre Standfestigkeit zu bedanken und für die Stärke, die sie dem Staat Israel verleihen. Dies ist unser Heim, und wir haben keinen anderen Ort."

(Galei Zahal, 23.03.11)

In den vergangen zehn Jahren sind mehr als 4700 Raketen und mehr als 4300 Mörsergranaten aus Gaza auf den Süden Israels abgefeuert worden. Allein am letzten Wochenende wurden rund 50 Granaten gezählt.

Ausführlichere Informationen finden Sie: hier (extern)

(MFA, März 2011)


Fünf Israelis in Itamar ermordet

Fünf Israelis in Itamar ermordet

In Itamar im Westjordanland ist es am Freitagabend zu einem grausamen Mord an einer israelischen Familie gekommen. Ein oder zwei Terroristen drangen in die südlich von Nablus gelegene Siedlung und danach in das Haus der Familie Fogel ein und erstachen dort zuerst das Ehepaar Ruth und Udi Fogel (35 u.36) und danach ihre drei Kinder Yoav(11), Elad (4) und Hadas (3 Monate).

Zwei weitere Söhne - Roi (8) und Yishai (2) -, die in einem anderen Zimmer schliefen, wurden nicht verletzt. Die älteste Tochter Tamar (12) befand sich zur Tatzeit ausserhalb des Hauses und alarmierte die Nachbarn, als ihr niemand die Tür öffnete.

Die israelische Armee ist weiter auf der Suche nach den Mördern. <MFA, 11.03.11>

(Botschaft des Staates Israel, 14.03.11)

Reaktionen von Peres und Netanyahu

Israels politische Führung zeigte sich am Wochenende entsetzt über den terroristischen Mord an der Familie Fogel.

Präsident Shimon PeresPräsident Shimon Peres:

"Dies ist einer der schwersten und verächtlichsten Vorfälle, die wir erlebt haben - der Mord an Eltern und ihren kleinen Kindern, einschliesslich eines Dreijährigen und eines wenige Monate alten Babys, am Shabbat. Dies zeigt einen Verlust an Menschlichkeit an. Es gibt keine Religion und keinen Glauben auf der Welt, die derart fürchterliche Aktionen zulassen.

Angesichts dieser Verheerung gibt es keine Worte des Trosts. Unsere Herzen sind in dieser extrem schweren Zeit mit den Waisen und mit der Gemeinde Itamar. Ich bin sicher, dass die Sicherheitskräfte ihr Möglichstes tun werden, um die Mörder zu fassen und sie sachgemäss vor Gericht bringen."

Ministerpräsident Binyamin NetanyahuMinisterpräsident Binyamin Netanyahu gab am Samstag eine Erklärung ab, in der er sich auch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und die internationale Gemeinschaft wandte:

"Ich möchte mein tiefes Entsetzen zum Ausdruck bringen, ein Entsetzen, das sicherlich von jedem Israeli gefühlt wird - über den Mord an einer jungen Familie - dem Vater, der Mutter, einem elfjährigen Jungen, einem vierjährigen Jungen und einem vier Monate alten Mädchen. Drei Kinder dieser Familie bleiben verwaist zurück. Eines der Mädchen sah seine erstochenen Eltern und Geschwister. Die Familie wurde brutal im Schlaf am Shabbat-Abend ermordet.

Wir umarmen und unterstützen die Waisen und die anderen Familienangehörigen. Wir umarmen und unterstützen unsere Brüder, die in Judäa und Samaria wohnen. Lasst euch nicht entmutigen. Ich weiss, dies ist eine schwere Zeit für uns, aber die ganze Nation ist mit euch. Nachdem dieses Desaster, dieser fürchterliche Mord bekannt wurde, habe ich mit Verteidigungsminister Ehud Barak, Generalstabschef Benny Gantz, dem Leiter des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK) Yuval Diskin und anderen hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats Beratungen abgehalten. Ich habe sie angewiesen, alles zu tun, um die Mörder zu finden, und nicht zu ruhen, bis sie gefunden und vor Gericht gebracht worden sind.

Ich erwarte von der internationalen Gemeinschaft, diesen Mord, den Mord an Kindern, aufs Schärfste und unzweideutig zu verurteilen. Ich bemerke, dass zahlreiche Staaten, die es immer eilig haben, Israel, den Staat der Juden, vor dem UN-Sicherheitsrat wegen der Planung eines Hauses an irgendeinem Ort oder für die Verlegung von Fliesen an irgendeinem anderen Ort zu verurteilen, sehr zögerlich dabei sind, den Mord an jüdischen Kindern scharf zu verurteilen. Ich erwarte von ihnen, solche Verurteilungen unverzüglich, ohne Ausgewogenheiten, ohne Verständnis, ohne Rechtfertigungen vorzubringen. Es gibt keine Rechtfertigung, und es kann weder Entschuldigung noch Vergebung für den Mord an Kindern geben.

Ich erwarte eine ähnliche Verurteilung, und ich fordere eine ähnliche Verurteilung von der Palästinensischen Autonomiebehörde. Ich bin enttäuscht von den schwachen und undeutlichen Äusserungen. So verurteilt man den Terrorismus nicht. So bekämpft man den Terrorismus nicht. Man sehe, wie israelische Ministerpräsidenten, unter ihnen ich, in ähnlichen Situationen reagiert haben; aber es hat nie etwas Vergleichbares gegeben, dass Terroristen in ein Haus eindringen und Kindern die Hälse durchschneiden.

Dies erfordert eine scharfe und unzweideutige Verurteilung. Dies erfordert noch etwas anderes. Dies erfordert ein Ende der Hetze. Ich verlange, dass die Palästinensische Autonomiebehörde die Hetze beendet, die tagtäglich in ihren Schulen, Moscheen und Medien vonstatten geht. Es ist Zeit, das doppelzüngige Gerede zu beenden, mit dem die Palästinensische Autonomiebehörde nach aussen hin von Frieden spricht und gleichzeitig die Hetze erlaubt - und manchmal initiiert. Es ist Zeit, die Hetze zu stoppen und zu beginnen, die Leute zum Frieden zu erziehen.

Trotz all des fürchterlichen Leids rufe ich alle Israelis dazu auf, verantwortungsbewusst zu handeln, mit Zurückhaltung, und das Gesetz nicht in die eigene Hand zu nehmen. Wenn man das Gesetz in die eigene Hand nimmt, gibt es kein Gesetz. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die Sicherheitskräfte werden ihrer Verantwortung nachgehen; nur sie. Wir werden es dem Terrorismus nicht gestatten, die Siedlungslandkarte festzulegen. Die Siedlungslandkarte wird von der Regierungspolitik bestimmt, die mit unseren nationale Interessen überienstimmt, allem voran mit der Sicherheit. Der Terrorismus wird die Siedlungslandkarte nicht festlegen. Wir werden sie festlegen." <MFA, 12.03.11>

(Botschaft des Staates Israel, 14.03.11)

 

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2009 / 2010

Hintergrund-Dokument über den Terror der Hamas aus dem Gazastreifen

Hamas-LogoDie wichtigsten Erkenntnisse aus dem Goldstone Bericht verglichen mit den Tatsachen vor Ort

Das Intelligence and Terrorism Information Center in Israel hat ein neues Hintergrund-Dokument über den Terror der Hamas aus dem Gazastreifen in deutscher Sprache veröffentlicht. Dieses Dokument präsentiert die Haupterkenntnisse einer Studie, die untersuchte, auf welche Art und Weise der Goldstone-Bericht die Natur und das Wirken der Hamas im Gazastreifen vor und während der Operation Gegossenes Blei darstellte.
Es behandelt die verschiedenen Aspekte der Strategie und Kampftaktiken der Hamas während der Operation, unter Berücksichtigung des massiven Einsatzes der Zivilbevölkerung von Gaza als menschlichem Schutzschild. Die Studie vergleicht die Ergebnisse des Goldstone-Berichts mit den tatsächlichen Ereignissen vor Ort. Sie stützt sich dabei auf eine beeindruckende Menge von glaubwürdigem und vielfältigem von israelischen Nachrichtendiensten gesammelten Informationsmaterial, sowie auf Open-Source Informationen, wie u. a. von der Hamas abgegebene Erklärungen.
Der Vergleich in der Art und Weise, in der der Goldstone-Bericht den Zeitraum vor der Operation Gegossenes Blei angeht, lässt grundlegende Fehler erkennen.

Den gesamten Hintergrundbericht als pdf finden Sie hier:
http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/g_report_g1.pdf

(Botschaft des Staates Israel, 23.03.10)

 

Operation Cast Lead

 

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2008

Terroranschlag in Jerusalem - drei Tote

In der israelischen Hauptstadt ist heute Mittag (02.07.) ein brutaler Terroranschlag verübt worden. Ein Palästinenser aus Ostjerusalem erdrückte auf der viel befahrenen Jaffa-Strasse mit einem Bulldozer mehrere Autos und rammte zwei Busse. Dabei wurden drei Menschen getötet und mehr als 50 verletzt.

Die mörderische Fahrt endete erst, als der Attentäter - Inhaber einer israelischen Identitätskarte - von einem Polizisten erschossen wurde. Es handelt sich um den 31jährigen Hossam Dawiath aus dem Dorf Tzur Baher. Er war bereits vorbestraft.

Laut Aussagen aus dem Gaza-Streifen und der Palästinensischen Autonomiebehörde handelt es sich bei dem Vorfall um die unabhängige Aktion eines Einzeltäters. Ein Sprecher der Hamas bemerkte, dass der Anschlag eine "natürliche Reaktion auf Israels Aggression" sei, fügte jedoch hinzu, dass seine Organisation nicht wüsste, wer dahinter stehe.

Der Islamische Jihad lobte den Anschlag als "klare Botschaft an den Feind von der Person, die ihn ausgeführt hat, und vom gesamten palästinensischen Volk". Israel müsse mit noch mehr solcher Anschläge rechnen.

Die israelischen Sicherheitsbehörden haben ihre Einsatzkräfte an belebten Plätzen, Kontrollpunkten und Grenzübergängen verstärkt.

(Yedioth Ahronoth, 02.07.08)

Elizabeth (Lili) Goren-Friedman Jean Relevy Batsheva Unterman

Die Opfer:

• Elizabeth (Lili) Goren-Friedman, 54, aus Jerusalem
• Jean Relevy, 68, aus Jerusalem
• Batsheva Unterman, 33, aus Jerusalem

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Terror in Jerusalem - acht Tote

Ein palästinensischer Terrorist hat am Donnerstag Abend (06.03.) in der Jerusalemer Yeshiva Merkaz Harav acht Studenten im Alter von 15 bis 26 Jahren erschossen und 11 weitere verletzt. Mit dem blutigen Anschlag ist die knapp zweijährige Terrorpause in der israelischen Hauptstadt beendet worden.

ganzes Bild: KLICKDer Attentäter - ein Bewohner des Ostjerusalemer Vororts Jabil Mukaba und Inhaber einer israelischen Identitätskarte - wurde nach einigen Minuten und etwa 600 abgefeuerten Patronen von einem Offizier der israelischen Armee erschossen, der in der Nachbarschaft wohnt.

Der Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar hat mitgeteilt, dass eine relativ unbekannte Terrororganisation israelischer Araber namens "Galiläa-Freiheitsbrigaden" die Verantwortung für den Anschlag übernommen hat.

In den Strassen Gazas wurde der Anschlag gefeiert, Menschen schossen vor Begeisterung in die Luft.

Die Yeshiva Merkaz Harav gilt als ein Flaggschiff des religiösen Zionismus. Sie wurde 1924 vom Oberrabbiner des damaligen Mandatsgebiets Palästina, Avraham Yitzhak Hacohen Kook, gegründet. Zu ihren Absolventen zählen führende Rabbiner und Offiziere der israelischen Armee.

(Jerusalem Post, 07.03.08)

Segev Peniel Avihail Neria Cohen Yonatan Yitzhak Eldar Yehonadav Haim Hirschfeld
Yohai Lifshitz Doron Tronoh Meherete Avraham David Moses Ro'i Roth

Die Opfer:

• Segev Peniel Avihail, 15, aus Neve Daniel
• Neria Cohen, 15, aus Jerusalem
• Yonatan Yitzhak Eldar, 16, aus Shilo
• Yehonadav Haim Hirschfeld, 19, aus Kochav HaShahar
• Yohai Lifshitz, 18, aus Jerusalem
• Doron Tronoh Meherete, 26, aus Ashdod
• Avraham David Moses, 16, aus Efrat
• Ro'i Roth, 18, aus Elkana

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Das israelische Aussenministerium erklärt zu dem Anschlag:

1. Die absichtliche Ermordung von Zivilisten – in diesem Fall rabbinischen Studenten – ist ein abscheuliches, aber hervorstechendes Charakteristikum des extremistischen Lagers, das Gewalt und Terrorismus einsetzt, um sein Ziel, die Vernichtung Israels, voranzutreiben.

2. Die israelischen Sicherheitskräfte tunn, wenn sie dazu gezwungen sind gegen den Terrorismus vorzugehen, alles, um die Verletzung von Zivilisten zu vermeiden, und die israelische Gesellschaft bedauert den beklagenswerten Tod arabischer Unschuldiger. Die Terroristen jedoch greifen bewusst Zivilisten an, und ihre Anhänger preisen die Angriffe und feiern jeden Toten, indem sie auf den Strassen Gazas und in den Hisbollah-Hochburgen im Libanon tanzen.

3. Der andauernde Beschuss mit Qassam- und GRAD-Raketen gegen südisraelische Städte und ein tobender Amokschütze in einem Jerusalemer Rabbinerseminar sind zwei Seite derselben Medaille - des extremistischen Terrorismus, der auf die Ermordung so vieler Israelis wie möglich aus ist.

4. Gestern hat die gemässigte palästinensische Führung mit Israel die Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Lösung von zwei Staaten für zwei Völker vereinbart. Heute haben die Extremisten uns daran erinnert, dass es für sie nichts zu verhandeln gibt und die einzige Lösung für sie Israels Zerstörung ist.

(MFA, 06.03.08)

Weitere Informationen zum Anschlag in Jerusalem finden sich: hier (extern)

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Hintergründe

Wappen des Staates IsraelFragen der Verhältnismässigkeit

Die gegenwärtigen Kämpfe in Israel und im Gaza-Streifen, insbesondere der tragische Tod von Zivilisten und die Beschädigung zivilen Eigentums im Verlauf des Konflikts, werfen wichtige und herausfordernde Fragen auf. Was ist ein legitimes Ziel bei der Reaktion auf einen terroristischen Angriff? Wie kann bestimmt werden, ob eine Reaktion unverhältnismässig ist?

Eine ausführliche Erörterung dieser Fragen im Rahmen des internationalen Rechts finden Sie: hier >>

(MFA, 05.03.08)


Hintergründe

ZAHAL (IDF) - LogoIsraels Militäroperation im Gaza-Streifen

Eine hochrangige Sicherheitsquelle hat am Samstag (01.03) Reportern führender internationaler Zeitungen einen Hintergrundbericht über die jüngste Operation der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) im Gaza-Streifen gegeben, aus dem im Folgenden einige Auszüge wiedergegeben werden. weiter >>

(MFA, 02.03.08)


Todesdrohungen der Hamas

Hamas-PlakatWährend die Terrororganisation Hamas die internationalen Medien für ihre Zwecke manipuliert, ist ihre wirkliche Botschaft an die israelische Bevölkerung unzweideutig: 'Ihr seid unser Ziel - wir wollen euren Tod.' Auch Israel hat ein klares Ziel - zu überleben.

Am selben Tag, an dem die Hamas ihren "friedlichen" Propaganda-Marsch von Frauen und Kindern in Richtung von Israels Grenzübergängen inszeniert hat, war auf ihrer offiziellen Website ein Plakat zu sehen, das zwei bewaffnete Kämpfer zeigte und in englischer und hebräischer Sprache verkündete: "Der Tod wird kommen." Im Hintergrund des Plakats sind israelische Terroropfer abgebildet.

Gleichzeitig mit der Intensivierung des Raketenbeschusses auf israelische Städte hat die Hamas ihre PR-Kampagne radikalisiert. Die folgenden drei Aufnahmen stammen von der offiziellen Website der al-Qassam-Brigaden, dem militärischen Arm der Terrororganisation.

(MFA, 28.02.08)

Bild auf der Website der al-Qassam-Brigaden
Bild auf der Website der al-Qassam-Brigaden
Bild auf der Website der al-Qassam-Brigaden
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2007

SHABAK legt Jahresbericht 2007 vor

SHABAK - LogoDie israelische Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) hat ihren Bericht für 2007 vorgelegt. Darin heisst es einleitend u.a.:

"Im Jahr 2007 haben sich einige bedeutsame Veränderungen vollzogen, die die gesamte Region beeinflussen. Dabei ragt die Machtübernahme der Hamas im Gaza-Streifen heraus, die die Realität in der palästinensischen Arena in der Weise verändert hat, dass sie de facto zwei getrennte palästinensische Einheiten in Judäa und Samaria einerseits und dem Gaza-Streifen andererseits schuf.

Trotz der Veränderungen in der palästinensischen Arena und der Machtübernahme der Hamas über Gaza, hat sich der Trend eines erheblichen jährlich Rückgangs der Anzahl von Selbstmordanschlägen und im Ergebnis auch der Todesopfer fortgesetzt, und dies hauptsächlich aufgrund der gemeinsamen Aktivitäten der Allgemeinen Sicherheitsbehörde, der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und der israelischen Polizei.

Im Laufe des Jahres 2007 wurde ein Selbstmordanschlag ausgeführt (am 29. Januar in Eilat), bei dem drei israelische Bürger getötet wurden. Der Selbstmordterrorist kam aus dem Gaza-Streifen über die 'Chet-Route' (Gaza-Streifen > Sinai/Ägypten > Israel) und war vom Palästinensischen Islamischen Jihad und den Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden geschickt worden. Im Jahr 2006 waren noch sechs Selbstmordanschläge verübt worden.

Den Terrornetzwerken im Westjordanland ist es im vergangenen Jahr nicht gelungen, Selbstmordanschläge durchzuführen (gegenüber vier Anschlägen im Jahr 2006). Dabei ist auch ein Rückgang der Anzahl der im Vorfeld vereitelten Anschlagsversuche zu verzeichnen: 2007 wurden 29 Anschläge vereitelt, 2006 37. Es ist hervorzuheben, dass sechs der vereitelten Anschläge auf Selbstmorde auf israelischem Territorium angelegt waren.

Der Gaza-Streifen hat sich im vergangenen Jahr zum primären Aktionszentrum des Terrors entwickelt, und zwar in jeder Hinsicht (Anzahl und Intensität der Anschläge – vor allem Raketenbeschuss - sowie Terrorwarnungen).
Im Gegensatz dazu ist im Westjordanland – trotz gleich bleibender Motivation – ein beachtlicher Rückgang im Terrorvolumen zu verzeichnen, in erster Linie aufgrund der israelischen Vereitelungsoperationen. Auch in diesem Jahr haben die Terrornetzwerke im Westjordanland sich unter Anleitung vor allem aus dem Gaza-Streifen bemüht, im Raketenbereich Aktionsfähigkeiten zu erlangen. Ebenso wurde ein "Erwachen" der Terrornetzwerke der Hamas in Judäa und Samaria ersichtlich, in deren Rahmen zahlreiche Netzwerke aufgedeckt und ausgeschaltet worden sind.

Terroristischer Missbrauch humanitärer Hilfe

Die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) erläutert in ihrem Jahresbericht für 2007 ebenfalls den steigenden Missbrauch humanitärer Hilfe durch Terrororganisationen.

Die bestehende Pufferzone im Gaza-Streifen stellt gemeinsam mit den Untersuchungs- und Abwehrmassnahmen der Sicherheitskräfte ein erhebliches Hindernis bei den Versuchen von Terrororganisationen dar, Attentäter nach Israel einzuschleusen. In den vergangenen Jahre ist ein beträchtlicher Zuwachs in der Anzahl von Vorfällen zu verzeichnen, bei denen palästinensische Terroristen versuchten, dieses Hindernis durch das Eindringen von Attentätern und Terroraktivisten über die Übergange in israelisches Territorium zu überwinden, die als ärztlicher Hilfe bedürftige Kranke getarnt sind. Dies ist ein Missbrauch der humanitären Politik des Staates Israel, der zufolge jeder medizinische Hilfe erhält, der darauf angewiesen ist.

Derartige Versuche vollziehen sich hauptsächlich auf dreierlei Weise:

  1. Rekrutierung von Palästinensern, die tatsächlich auf medizinische Hilfe angewiesen sind.
  2. Fälschung von ärztlichen Bescheinigungen oder Erlangung authentischer Bescheinigung durch Betrug oder Bestechung.
  3. Missbrauch von Besuchsgenehmigungen von Familienangehörigen von in israelischen Krankenhäusern liegenden Kranken.

Den Sicherheitsbehörden gelang es im vergangenen Jahr, durch die Vereitelung derartiger Versuche Terroraktivitäten und schwere Anschläge zu verhindern, darunter ein Selbstmordattentat in Israel. Dabei hat insgesamt das Phänomen von weiblichen Selbstmordattentätern zugenommen, die durch Vortäuschen medizinischer Gründe nach Israel einzudringen versuchten.

So wurden z.B. im Mai 2007 zwei Selbstmordterroristinnen am Übergang Erez verhaftet, die durch das Erschleichen ärztlicher Bescheinigungen in den Besitz authentischer Einreisegenehmigungen nach Israel gekommen waren. Sie wollten einen doppelten Selbstmordanschlag in Tel Aviv und Netanya verüben.

Abgesehen von dem Missbrauch ärztlicher Bescheinigungen hat auch der Missbrauch von medizinischen Einrichtungen und Krankenwagen zugenommen. In den palästinensischen Gebieten selbst werden Krankenhäuser von Terroristen als sicherer Unterschlupf zweckentfremdet.

So wurde z.B. im Februar 2007 in Bat Yam ein Mitglied des Islamischen Jihad verhaftet, der versucht hatte, einen Selbstmordanschlag in Israel zu verüben. Der Terrorist gestand, dass er von einem Krankhaus in Jenin aus nach Israel gelangt sei, wo das Attentat auch geplant wurde.

(Allgemeine Sicherheitsbehörde-SHABAK, Januar 2008)


Dokumentation: Terror aus Gaza

Seit 2001 leidet der westliche Negev unter ständigem Raketen- und Mörsergranatenbeschuss. Insgesamt wurden bis November 2007 bereits 2383 Qassam-Raketen und 2500 Mörsergranaten auf Ortschaften in Südisrael abgefeuert. 20 Menschen kamen dadurch ums Leben, knapp 600 wurden verletzt. Die psychischen Folgeschäden für die ca. 200 000 Einwohner der Region sind beträchtlich.

Unter dem folgenden Link findet sich eine ausführliche Dokumentation der Raketenbedrohung in deutscher Sprache:
http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/rocket_threat_g.pdf

(Intelligence and Terrorism Information Centre, Dezember 2007)

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2006

Palästinensischer Terror 2006

Das "Intelligence and Terrorism Information Center" hat unter der Leitung von Dr. Reuven Ehrlich einen zusammenfassenden Bericht über die Art und das Ausmass des palästinensischen Terrors im Jahr 2006 verfasst.

Die Hauptschlussfolgerungen lauten:

Eine Reduzierung der ausgeführten Angriffe mit terroristischem Hintergrund
Im Jahr 2006 ist mit Ausnahme von Raketenangriffen, die absolute Anzahl an terroristischen Anschlägen zurückgegangen. Diese Entwicklung beschreibt die jährlich, seit dem Höhepunkt 2001, abnehmende Anzahl an terroristischen Anschlägen auf israelische Ziele. Insgesamt gab es 2.135 Anschläge 2006 verglichen mit 2.365 im Vorjahr.

Der Sicherheitszaun ist auf einer Länge von 406 Kilometer fertig gestellt worden
Die Gesamtlänge des Sicherheitszauns soll nach Fertigstellung 790 Kilometer betragen. Im Jahr 2006 wurden der Anlage 110 Kilometer hinzugefügt. Laut Statistiken der allgemeinen israelischen Sicherheitsbehörde (Shabak) gab es eine signifikante Reduzierung von tödlichen Selbstmordanschlägen seit 2003 mit dem Bau des Sicherheitszauns begonnen wurde.

Zunahme der Aktivitäten palästinensischer Terrororganisationen im Gazastreifen
Seit der Implementierung des israelischen Abkopplungsplan und dem Gewinn der Parlamentswahlen durch die Hamas, hat sich der Gazastreifen unverändert zum Fokus terroristischer Aktivitäten gegen Israel entwickelt. Die Hälfte aller terroristischen Anschläge 2006 wurde vom Gazastreifen aus durchgeführt. Dabei wurden 8 israelische Bürger getötet und 203 verletzt. Fokus der terroristischen Operationen war das Abfeuern von Raketen. Der schwerste Angriff fand im Juni auf den IDF-Stützpunkt Keren Shalom statt, bei dem der Gefreite Gilat Shalit entführt und zwei weitere Soldaten getötet wurden.

Art der Terroranschläge
Das Abfeuern von Raketen aus dem Gazastreifen war der bevorzugte Modus Operandi der palästinensischen Terrororganisationen. Die meisten Raketen waren lokal produzierte Qassam-Modelle mit einer Reichweite von 9-12 Kilometern. Des Weiteren wurde eine Anzahl von Standard 122mm Raketen abgefeuert, die in den Gazastreifen geschmuggelt wurden. Insgesamt wurden 2006 831 Raketen auf Ziele im Süden Israels abgefeuert (2005: 222; 2004: 268).

Palästinensischen Terrororganisationen und die libanesische Hisbollah haben 2006 drei israelische Soldaten entführt. Die Entführungen haben die Freipressung von palästinensischen und libanesischen Gefangenen zum Ziel. Den drei entführten Soldaten wurden bisher jegliche Menschenrechte vorenthalten. Das Rote Kreuz durfte die Gefangenen nicht besuchen und es wurden keine Lebenszeichen der Entführten an Israel übermittelt.

Die Zahl der Selbstmordanschläge ist wie in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen, ein Trend, der seit der Operation "Schutzwall" 2002 begonnen hat. 2006 gab es vier Selbstmordanschläge (2005: 7; 2004: 14), bei denen 15 Personen getötet und 104 verletzt wurden. Drei Selbstmordanschläge wurden vom Palästinensischen Islamischen Dschihad ausgeführt (darunter zwei auf dasselbe Restaurant am Busbahnhof). Ein Anschlag ging auf das Konto der Fatah. Die Hamas führte 2006 keine Selbstmordanschläge aus.
Im Gegensatz zur tatsächlichen Fähigkeit Selbstmordanschläge zu verüben, wurde ein Anstieg der Motivation, solche auszuführen, von den israelischen Sicherheitsbehörden registriert. Dies wird durch die Festnahme von 279 potentiellen Selbstmordattentätern durch die israelischen Sicherheitsorgane im Westjordanland dokumentiert (ein Anstieg der Festnahmen um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Die Anzahl der bewaffneten Angriffe auf israelische Ziele nahm 2006 ebenfalls deutlich ab. So wurden im vergangenen Jahr 608 bewaffnete Angriffe auf israelische Zivilisten und Soldaten (2005: 1.170) registriert. Dabei wurden zwei Zivilisten und vier Soldaten getötet.

Finanzierung von Terror and Waffenschmuggel
Der ununterbrochene externe und interne Zufluss an Geldern für die Terrororganisationen ermöglichte es den Organisationen, ihre terroristische Infrastruktur auszubauen, operative Kräfte zu bezahlen und für Trainingszwecke ins Ausland zu schicken, Waffen und Kampfmittel anzuschaffen sowie Angriffe und Anschläge auf israelische Ziele zu finanzieren.

Der vollständige Bericht des "Intelligence and Terrorism Information Center" ist hier (extern) nachlesbar.

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